Re: Wo Die Pyrenäen überqueren?

von: veloträumer

Re: Wo Die Pyrenäen überqueren? - 12.06.18 14:23

Wo wollt ihr da herfahren??? - Entweder Bielsa-Tunnel (einschlägige Infos dazu hier im Forum, offiziell nicht erlaubt) oder gar nicht. Da geht keine fahrbare Strecke über den Berg. Die eindrücklichsten Gebirgsszenarien mit viel Fels (Ostpyrenäen mal vernachlässigt) haben die Pässe Col du Somport (besonders beeindruckend dort ein Gebirgskessel auf der Südseite) und der Col de la Pierre St-Martin (ein bisschen wie Mondlandschaft). Beide Pässe muss man aber schwerer als den o.a. Portalet einstufen.

Letztlich hängt viel auch vom Vor- und Nachlauf ab. Man kann im Norden in die Pyreneäen reinfahren und dann reizvolle Passtraßen fahren, um an die westlichen Basisorte wie Oloron bzw. Pau zu erreichen. Das ist aber eine eigene Tüftelei und in der Kürze nicht darstellbar. Fährt man quer in dem Hügelland der Vorpyrenäen, ist das zuweilen recht anstrengend wegen vieler Auf-und-Abs. Die einfachste Route etwa Toulouse - Tarbes kann man an der Autobahn ausrichten - ist dann natürlich nicht so hübsch. Es gibt aber auch dort den einen oder anderen landschatlichen Genuss, insbesondere wenn klare Sicht auf die Pyrenäenberge besteht.

Zur span. Seite ist die N-260 okay, wenngleich einiges Interessante abseits liegt. Allerdings ist die E7/N-240 zwischen Sabinanigo und dem Yesa-Stausse, auch weiter Pamplona sowohl landschaftlich also auch vom Verkehr nicht die erste Empfehlung. Nebenwege kosten teils deutliche Höhenmeter und Umwege. Ein Teil der Neubaustrecke kann man aber auf der alten Straße ersetzen, die ist jetzt nur noch Pilgerweg (zumindest so etwa in guten Teilen zwischen Yesa-Stausee und Puente la Reina Jaca). Wenn ihr über den Pierre-St-Martin fahrt, erübrigt sich dieser Streckenteil allerdings ohnehin.

Weiter westlich sollte man nicht verpassen die Foz de Lumbier mit Rad zu queren (nur Velo und zu Fuß erlaubt). Nach Pamplona ist von Osten auf den Hauptstrecken nicht so prickelnd, auch die einsameren Straßen nördlich sind nicht unbedingt große Landschaftsgewinne. Hierzu wäre ggf. der Ibaneta-Pass die bessere Anfahrtsvariante - das ist aber längst nicht mehr hochalpin. Dort in der Gegend würdest du mich ggf. in der selbigen Zeit wiederfinden. schmunzel