Re: vom Atlantik nach Basel - meist über den EV6

von: Seghal

Re: vom Atlantik nach Basel - meist über den EV6 - 10.03.16 20:13

Das Fazit

Die Tour war wirklich sehr schön. Es gab reichlich Kultur und auch einiges an Landschaft. Die Infrastruktur war auch überwiegend klasse. Die Wege mit Ausnahme von wenigen Kilometern am Ende im geteert und in gutem Zustand. Die Beschilderung war sehr gut mit Ausnahme des La Loire en Bourgogne. Campingplätze gab es auch fast immer genug. Nach Osten hin werden die Lücken allerdings etwas größer, so dass eine spontane Verlängerung der Tagesetappe nicht immer möglich war. Das Wetter war am Anfang ein wenig nass, wurde aber von Tag zu Tag immer besser. Und das bisschen Regen am Anfang war eigentlich auch nicht weiter schlimm. Etwas langweiligere Ecken gab es natürlich auch immer mal, das lässt sich auf einer so langen Tour auch kaum vermeiden. Längere Zeit am Stück gab es das aber nur im Elsass. Das Streckenprofil war sehr einfach und sollte für jeden machbar sein.

Trotz der überwiegend sehr guten Beschilderung war es aber sehr gut, dass ich die Strecke am PC vorgeplant und dann zum Abfahren mein GPS benutz habe. Es gibt einige sehr empfehlenswerte Schlösser an der Loire, die abseits der Route liegen und wo keine Radrouten hin ausgeschildert sind. Im Burgund habe ich dann ja auch noch einen Abstecher gemacht. Der war zwar außer in den Städten sehr gut beschildert, der Weg zurück zum EV6 aber nicht.
Für die Vorplanung hatte ich den Bikeline für die Loire benutz und die Karten für den französischen Teil des Eurovelo 6 aus dem Huber Verlag. Dazu kamen dann noch ein paar Reiseführer und das Internet, damit ich mir auch eine Meinung bilden konnte, wo ich denn hinmöchte. Anhand der Huber-Karten habe ich auch die Abstecher geplant. Da sind nämlich einige von eingezeichnet. Hier und da bin ich aber auch von den Vorschlägen abgewichen. Von den Campingplätzen in den Huber-Karten existieren übrigens etliche nicht mehr, aber ich habe die zum Glück vorher im Internet recherchiert.

Die Campingplätze in Frankreich waren alle von gutem Standard und preislich auch in Ordnung. Im Schnitt geringfügig teurer als in Deutschland, aber das war völlig OK. Supermärkte zu finden war dank GPS auch nie ein Problem. Die dort integrierten POIs sind da wirklich ein Segen. Die Eintrittspreise für die Schlösser usw. waren meiner Meinung nach auch alle völlig in Ordnung. Insgesamt bin ich mit relativ wenig Geld durchgekommen. Wie viel genau, weiß ich aber nicht mehr. Mit meinem relativ schlechten und bisher nie gebrauchtem Schulfranzösisch bin ich sehr gut durchgekommen.

Zum Schluss noch die Highlights aus meiner Sicht:
- Nantes
- Die Aussicht von Champtoceaux
- Die Strecke durch die Basaltsteinbrüche östlich von Angers
- Souzay-Champigny
- Fontevraud-l’Abbaye
- Azay-le-Rideau
- Amboise
- Chenonceau
- Blois
- Sully-sur-Loire
- Pont-canal-de-Briare
- Sancerre
- Bourbon-Lancy
- Der Voie-des-Vignes
- Beaune
- Die Strecke am Doubs durch das Jura
- Basel