Sammelfaden Kurzreiseberichte - Links auf Bericht

von: 2blattfahrer

Sammelfaden Kurzreiseberichte - Links auf Bericht - 05.03.05 21:40

Wir haben den Faden Unsere Tourenfotos + -alben + Storys aus dem Bereich Länder verschoben und pinnen ihn hier unter Reiseberichte oben fest.

Platz in diesem Faden ist für

- Kurzreisen (2 bis 3 Tage in etwa)
- Kurzberichte und Aufmacher mit link zu einer eigenen Seite im Internet (mir kam das Wort "teaser" in den Sinn, wusste nicht so recht wie ich dieses neckisch-lockend Werbende in ein Wort fassen sollte)
- Links zu Berichten auf eigenen Webseiten

und hier im ersten Beitrag dachten wir uns, könnten wir zusammen ein kleines verlinktes Inhaltsverzeichnis des Fadens erstellen, in etwa

Hoin - Sardinientour 2006
lutz_ - Spanische Pyrenäen 2006
mgabri - Albanien 2006
Jose Maria - Nizza-Velbert 2006
nomoregears - Richtung Holland
Gerald H. - In 3 1/2 Tagen von Warschau bis nach Deutschland
Jakob - Island 2001
TouRoMan - Fahrradreise Schweiz - Thailand 2006/07
belchenwolfi - Veloland Schweiz im Oktober 2006

Wir werden im Testbereich einen Faden dazu aufmachen, in dem jeder der etwas positives zum Forum beitragen will schmunzel (oder sich daheim mal gerade vor dem Computer langweilt zwinker ) ein solches Inhaltsverzeichnis fortführen kann bzw. den bestehenden Faden Unsere Tourenfotos + -alben + Storys durchforsten kann und wir Moderatoren kopieren dann immer mal wieder die Verweise in diesen ersten Beitrag rein, über Sortierungen können wir uns dann ja mal Gedanken machen, im wiki steht zwar ähnliches drin, aber aktuell scheint uns, daß die Musik, das Leben, mehr im Forumsbereich (noch) spielt...
Diskurse und Vorschläge über das Ganze bitte im Unterbereich Forum.


Viele Grüße

Das Team

aus dem wiki http://radreise-wiki.de/Radreiseberichte_im_Radreise-Forum, Stand 17.5.2012


== Europa ==

=== Albanien ===

* Albanien und drumherum 2006 von natash

=== Belgien ===

* Belgien - Vlaanderen Fietsroutes 2011 von felgenbieger
* Semoy und Meuse von k_auf_reisen

=== Deutschland ===

===== Deutschlandtouren =====

* Deutschlandtour Flensburg - Füssen 2008 von GertrudS
* Deutschland mit dem Planwagen 2006 von webmantz
* Von München nach Berlin (und zurück) 2008 von 2blattfahrer
* Deutschlandtour 2011 - einmal aussen rum... von 2blattfahrer

===== Norden =====

* Grünes Band Deutschland 2010 von Tine
* Ostsee-Nord-Ostseekanal-Elbe-Alster 2009 von Falter
* Ammerland und Nordsee mit Kind 2008 von Sunshine
* Wilhelmshaven und zurück, mit Kind 2008 von webmantz

===== Mitte =====

* Kuhfladenslalom in Brandenburg 2011 von Dietmar
* Von Waren an der Müritz nach Frankfurt am Main 2010 von Christof
* Köln - Weimar (KZ Buchenwald) - Leipzig ... Planwagen 2006 von webmantz
* Hildesheim - Frankfurt Deutscher Herbst 2004 von Stefan Schulze
* Kurzreise zur Radreisemesse Bonn 2009 von Jim Knopf
* nach Frankfurt mit dem Planwagen 2005 von webmantz
* Herbstliche Mosel im Oktober 2008 von Pedalen-Paule
* Vogelsberg/Rhön 2009 von B-probe

===== Süden =====

* 3-Länder-Radweg (Odenwald)/Spessart 2009 von B-probe
* Limes-Radweg Mai 2005 von rolandkeller
* Pfälzerwald-Schwarzwaldweg Rundreise 2008 von Wolkenberg
* Herbsttour an Kocher und Jagst 2008 von Bafomed
* Ba-Wü von Nord-Süd, 1 Jahr nach Herzinfarkt 2008 von Jimmy
* BaBoBa: Franken - Oberschwaben - Hochrhein 2008 von Uli
* Schwabentour 2009 von cantullus
* Schwarzwald-Trip Pfingsten 2009 von veloträumer
* Der Bähnle Radweg (Reiseberichte) von Mütze

=== Frankreich ===

* 3 x Vogesen 2011 von Veloträumer
* Vogesen. Auf Umwegen in die Berge von Holger
* Bretagne 2011 - Mont-St.-Michel bis Guérande (Reiseberichte) von Radreisender
* Korsika-Radtour von Karin und Claus (ruhiger-treten)
* Pyrénées cathares: Von Narbonne nach Lourdes von Veloträumer
* pierrextr découvre la France au vélo de course von Peterxtr
* Tour de France 2011 von 2blattfahrer
* Eurovelo 6: Von St. Nazaire nach Montbéliard von Schnauf
* Korsika auf Abwegen von lutz
* Von Basel nach St-Nazaire auf der Eurovelo6 von StefanS
* Korsika – das Gebirge im Meer ... mit Mord und Totschlag von Holger
* Von München nach Paris von 2blattfahrer
* Französische Alpen - Route des Grandes Alpes von 2blattfahrer
* Südostfrankreich von snowrider
* Frankfurt – Paris, schnell und direkt von Holger
* Semoy und Meuse von k_auf_reisen
* Zwei Wochenenden in Nordfrankreich von StefanS
* Provençalischer Spätsommer 2009 von Holger
* Straßburg - Paris 2009 von StefanS
* Frankreich Ost-West und zurück 2009 von B-Probe
* Westalpen 2009 von Veloträumer
* Burgund: Canal de Bourgogne mit Kind 2009 von edwin
* Lot und Dordogne (SW-Frankreich) von Willi II
* Von Nizza nach Weinheim. Juni 2008 von hemavomo
* Französische Voralpen: Von Genf nach Avignon von Holger

=== Griechenland ===

* Pílion, Évia, Kreta im Herbst 2004 von falk

=== Italien ===

* Eine Tagesreise durch Rom 2009 von Dietmar
* Durch die Hügellandschaften Siziliens von Tumaisch
* Von Chiasso (CH) nach Napoli (I) von Tumaisch
* Dolomiten auf ruhigen Passstraßen von uwee
* Giro d'Italia 09: Reisebericht mit Fotos! von MichiV
* Münchner Hausberge - Alpentour 2011 von 2blattfahrer
* Von Rom nach Ventimiglia - eine Woche Radeln im Norden Italiens (April 2011) von 2blattfahrer
* Vom Bodensee zum Gardasee, eine Alpenquerung von 2blattfahrer
* Ostern von München nach Neapel von 2blattfahrer
* Firenze - Roma - Napoli, eine Radreise 2010 von Dietmar
* Nauders-Venedig, Etschradweg & Brentaradweg mit Kind 2010 von Edwin
* Mit dem Fahrrad über den Ätna 2011 von Dietmar
* Italien einmal längs durch (Frühsommer 2011) von asfriendsrust

=== Kroatien ===

* Inselhüpfen in Kroatien von 31di05

=== Lettland ===

* Lettland 2010 von elmshornmatze

=== Norwegen ===

* Lappland von osten:Teil II Kirkenes-Smalfjord 2010 von uwee
* Lappland v osten:nördl Ende von Festlandeuropa 2010 von uwee
* Meine Radreise durch Norwegen 2010 von Jim Knopf
* Norwegen 08 Kristiansand - Stavanger von Martin_Bo
* Norwegen: Meine Reise nach Tromsø von Jim Knopf
* Schon wieder Norwegen! (Bergen-Oslo) von Pedalen-Paule
* Dänemark - Norwegen - Schweden 2009 (Von Kristiansand zu den Lofoten in Norwegen) von 2blattfahrer
* Göteborg-Kongsberg-Rallarvegen-Voss-Oslo - 2013 von Rennrädle

=== Österreich ===

* Tauernradweg 2008 von StefanS
* Münchner Hausberge - Alpentour 2011 von 2blattfahrer
* Vom Bodensee zum Gardasee, eine Alpenquerung von 2blattfahrer

=== Polen ===

* R1 durch Polen mit Masuren-Abstecher 2009 von wolki

=== Portugal ===

* Portugal von jonathan

=== Russland ===

* Apatiti - Kandalakscha (Russland) von tolyas83
* Lappland v Osten St Petersburg Murmansk ...ssee (Russland) von tolyas83
* Schwarzes Eis, Baikalsee (Russland) von wal
* Russland Baikalsee 2010 von estate

=== Schweden ===

* Mittsommer in Schweden (rundherum in Svealand) von k_auf_reisen


=== Schweiz ===

* Schweiz: Ostschweiz, Tessin und zwischendrin von Holger
* Wilhelm-Tell-Tour/Urschweiz von veloträumer
* Gotthardtrip von iassu
* Die Schweiz von Nord nach Süd nach Nord von Holger

=== Spanien ===

* Andalusien 2009 von Bafomed
* Camino Frances 2008 von Deul
* Mallorca Juni 2009 von falter
* Pico de Veleta von Jose Maria
* Jakobsweg ab Pamplona von Rennrädle

=== Vereinigtes Königreich ===

* Tagebuch einer Schottlandreise 2008 von alexx
* Coast and Castles Newcastle - Edinburgh (mit Kind) 2011 von edwin

=== Länderübergreifend ===

* Donau Karpaten und Mehr 2011 von Puink
* Kalte Heimat und Baltikum 2009 von Dietmar
* Budapest - Schwarzes Meer 2009 von Toury
* Tief im Westen von Chaosbaecker
* Dolomiten und Me(e/h)r von Rupert
* Von München nach Verona von 2blattfahrer
* Dänemark - Schweden - Norwegen 2006 von 2blattfahrer
* Bodensee - Paris und zurück von psand
* Von Karlsruhe durch die Schweiz ins Rhonetal von Jan Ubben
* Prag - Elbquelle - Elbe bis Hamburg von c_hh
* Litauen, Lettland, Estland- im Sommer 2007 von Fuchter
* Balkan - Serbien-Bulgarien-Rumänien von Natash
* Alpen Tour von Chrissy
* Nach England 2008 von 2blattfahrer
* Italien Griechenland Sommer 2008 von iassu
* Zum Inselhüpfen nach Kroatien v.der Steiermark von ziegenpeter52
* Skandinavien - Baltische Staaten - Schweiz von Tumaisch
* Istanbul (TR) nach Linz (A) von Tumaisch
* Alpen-Adria (Ost): Dubrovnik & retour von veloträumer
* Große Alpentour der 2000er von veloträumer
* Tübingen nach Montreux und zurück von Triangel
* Reisebericht Slowakei Rumänien von rrfritz
* Brand-Erbisdorf nach Polen und zurück von Triangel
* Velotour St. Margrethen - Basel von Speichenblitz
* Schneetour Berlin - Prag von Jens200
* eine kleine "Tour de France" 2007 von Natash
* Schwarzwald - Vosges du Sud von veloträumer
* St. Etienne - Barcelona von Flagman
* Andalusischer Frühling m. einer Prise Portugal von k_auf_reisen
* Meine Reise von Helsinki nach Schwetzingen von Jim Knopf
* Die Schweiz von Nord nach Süd nach Nord von Holger
* Von Bremen nach Amsterdam von Regi
* München - Rom von schnauf
* Alpe-Adria - von Villach nach Venedig von hansflo
* Etsch und Valsugana - von Nauders nach Vicenza von hansflo
* Meine Sommertour 2009 von iassu
* Westalpen 2009 von veloträumer
* Bosnien-Herzegowina 2009 von falk
* Tour durch Kroatien, Bosnien, Montenegro 2009 von tumaisch
* Belgrad - Schwarzes Meer von snowrider
* Provencalischer Spätsommer 2009 von Holger
* Mitteleuropa (kreuz und) quer von natash
* Tirol-Hallertau-Böhmen-Sachsen von Pedalen-Paule
* Von Asien nach Europa: Türkei und Griechenland von 2blattfahrer
* Von Kärnten nach Istrien von mikesch
* Adria und Balkan(von Rijeka nach Thessaloniki) 2010 von thomas56
* Alpentour 2010 (Landeck-Veltlin-Südschwarzwald) von StefanS
* Münchner Hausberge - (Lechtal, Südtirol, Steiermark...) von 2blattfahrer


== Südamerika ==

=== Länderübergreifend ===

* Eindrücke aus Patagonien von georgk
* Patagonien (Chile-Argentinien) von Rennrädle

=== Bolivien ===

* Bolivien mit Fatbike von Wal (2015)

== Nordamerika ==
=== USA ===
* USA-Durchquerung: von San Francisco nach Miami 2008/2009 von Christian H.
* Von Vancouver nach New York - anno 1999 von 2blattfahrer
* Southern Tier - 5378 Kilometer durch die USA - anno 2011 von robert-77654

=== Kanada ===
* Westkanada und Alaska - 14.000 km von Thommie
* Kanada: Jasper nach Calgary von Rennrädle

== Afrika ==
=== Marokko ===
* Schnee, Schlamm und Sand: Marokko im Winter von Pedalen-Paule
* Vom Sandsturm in den Schneesturm von wal
* Marokko 2008, von Agadir in den Süden von Pfälzer
* Der große Süden Marokkos 2008/ 2009 von amarillo
* Hoher Atlas, Marokko (2008) von Roland83
* Mauritius Rodrigues von uwee

=== Länderübergreifend ===
*Von Kapstadt nach Windhoek,(2010) von thomas56

== Australien und Neuseeland ==

* Neuseeland 2011/12 - Süd- und Nordinsel von 2blattfahrer

== Asien ==

=== Iran ===
* Iran im Mai 2011 von uwee

=== Malaysia ===
* Tropische Tour durch Malaysia, Ende 2008 von k_auf_reisen

=== Syrien ===
* Syrien- Tolle Erfahrungen im "Schurkenstaat" 2011 von uwee

=== Türkei ===
* Türkische Mittelmeerküste im März 2011 von uwee
* Hatay- Türkei 2011 von uwee
* Kurdistan 2011 von uwee

=== Turkmenistan ===
* Turkmenistan- mal anders 2011 von uwee

=== Usbekistan ===
* Usbekistan 2011 von uwee

=== Länderübergreifend ===
* Naher Osten: Türkey-Syrien-Jordanien-Ägypten 2009 von thomas56
* Südostasien-Rundtour von Christian H.
* Thailand-Laos-Kambodscha-Thailand von uwee
* Kurze Sommertour durch Mittelasien von dcjf
* Cycling Bali von uwee
* Philippinen von uwee
von: cyclist

Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.06.06 23:41

Hallo!
Es gibt hier ja mittlerweile reichlich Fotos, von irgendwelchen Touren zu sehen, lange + richtig abenteuerliche Touren, bis hin zu expeditionsartigen..., aber auch von zig kurzen Touren in der jeweiligen heimischen Gegend.
Nur leider verschwinden die jeweiligen Beiträge dazu immer wieder nach unten, oder aber die Fotos sind - da längere Zeit nicht mehr aufgerufen worden - bereits automatisch vom Server gelöscht worden (z.B. wie bei pixum - nach 6 Mon. ohne Aufruf + ohne Reaktion auf Benachrichtigungsmail...).
Diverse Ambitionen, eine SammelCD / DVD zusammenzustellen, waren ja im Sande verlaufen, mangels Interesse, ein ähnhlicher Beitrag existiert meines Wissens bislang noch nicht und ich bin ja doch schon was länger dabei...

In Anlehnung an Marios (dogfish) Megathread(s) "Unsere Räder" + "Unsere Teile" + "Unsere Tandems" eröffne ich mal einen Beitrag zum Thema Fotos & Storys von unseren Touren.

Reinstellen kann jeder Bilder seiner Touren - idealerweise von Touren mit Gepäck und mit >3 Übernachtungen (schliesslich sind wir ja hier ein Radreise & Fernradlerforum schmunzel ) , dazu möglichst noch ein bissl Text, wo / wann / wie lang die Tour war, vielleicht auch noch eine kleine Story dazu.

Direkt einstellen kann hier im Forum keine Bilder, sondern diese müssen bereits irgendwo im Netz onlinegestellt worden sein!!! Da gibt es mittlerweile zig Anbieter im Web, z.B. pixum, arcor, nur um mal 2 bekannte zu nennen.

Hatte die Idee zu diesem Beitrag übrigens schon vor ein paar Wochen, komme aber nun erst jetzt dazu, hier was zu schreiben.
Werde - evtl. noch heute - einen weiteren Beitrag schreiben, mit den (online befindlichen) Berichten, sowie den entsprechenden Links zu den Alben.

Ich bitte auch drum, bei den jeweiligen Beiträgen die Betreffzeilen entsprechend zu ändern, wenn es sich um "eine" Tour handelt, Land / Region und Jahr o.ä. eintragen!

Ich werde mich aber nicht so intensiv um dieses Thema kümmern können, wie Mario es mit "seinem" "Unsere Räder"-Thrad macht, zum einen weil ich nicht soviel Zeit dahinein stecken möchte + kann, zum anderen, weil sich ein jeder selber um seine Alben kümmern soll(te) (das die Fotos auch nach >3 Monaten online zu sehen sind).

Vielleicht kann ja wer von den Grünis den Beitrag mal dauerhaft nach oben setzen, das er nicht direkt wieder "abrutscht", so das er sich langsam füllen mag... schmunzel
Oder passt der Beitrag doch eher in den "Treffpunkt" - es soll ja primär um Reiseberichte + Reisefotos gehen, insofern eher "Länder"??? Evtl. also Schiebung angesagt?
von: Hoin

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 15.06.06 21:50

Hi.

Fast zwei Wochen und noch kein Beitrag?! verwirrt böse Dann fang ich mal an, allerdings noch etwas provisorisch, nur Fotos mit etwas Bildtext, ein kompletter Bericht folgt später im Jahr. grins Denn kaum zu Hause hat mich ein Haufen Arbeit und eine wüste Erkältung erwischt. traurig

Vielleicht weiß es noch jemand, ich bin vom 19. Mai bis 6. Juni unterwegs gewesen, davon 15 Tage auf Sardinien, den Rest im Zug und auf der Fähre...

Gefahren bin ich 1.100 km und 11.000 hm an 14 Tagen, in Alghero war ein Tag Pause, bzw. Besichtigung der Stadt und der Grotta di Nettuno. Wind war immer, die Hälfte Zeit von vorn, an zwei Tagen richtig wüst, so daß ich teilweise schieben musste, weil ich das Rad nicht mehr halten konnte. Geregnet hat es nur an zweieinhalb Tagen, immer nur kurze Schauer, aber natürlich gerade am Tag der Überquerung des Gennargentu-Gebirges. In 1017 Metern Höhe waren es dann noch 10 Grad, im Tal (also auf Meereshöhe) wieder 22 Grad. Die restlichen Tage waren angenehm warm mit Temperaturen zwischen 25 und 33 Grad und Sonne satt. grins

Verboten war auf der Tour jegliche Hektik und Stress cool , nach dem ersten Frühstück im Hotel (ja, nix Camping, sondern Weichei-Radling! ) gab es ein zweites in einer Bar auf der Strecke, dann eine ausgedehnte Siesta über Mittag am Strand hinter der nächsten Kurve. Weil das Ganze größtenteils eine Küstentour war, war es kein Problem, fast jeden Tag einen Strand zu finden.

Trotz der verlockenden und reichlich genossenen sardischen Küche habe ich in den paar Tagen 7 Kilo Gewicht verloren. Nicht am Gepäck, sondern an mir. Eigentlich logisch, denn Gegenwind und eine Topografie wie unsere Mittelgebirge zehren doch an den Reserven. Noch dazu, weil man die Flusstäler nicht längs fährt, wie bei uns, sondern immer quer... peinlich

Zu guter Letzt der Link zu den Fotos:

Fotos der Sardinientour 2006

Der Bericht wird bestimmt bis Herbst auf sich warten lassen, die Fotos sind auch noch nicht komplett untertitelt, aber das wird bis in einigen Tagen der Fall sein. Und sollten in diesem Beitrag ein paar Fehler und Ungereimtheiten stecken: Das liegt an der Erkältung, und vielleicht ein bisschen am letzten Glas des Cannonau vor mir... wein

Salve,
Hoin.
von: WilliEnns

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 15.06.06 22:34

Hallo Thomas,

da hast Du den besseren Plan gehabt...
Wäre ich auch nach Sardinien gefahren, anstatt zum Radtreffen nach Hohenfelden, dann hätte ich nun auch so schöne Fotos (blauer Himmel , blaues Meer) und könnte von 20-30 Grad Wärme berichten.
Leider war meine erste Tour heuer eher bei Temperaturen von 7 bis 20 Grad, dafür oft 100% Luftfeuchtigkeit schmunzel
... und auf den Fotos sucht man blau fast vergebens. Da war ich dankbar, wenn sich mal ein Graffitti anbot, das gab etwas Farbe.

Touren

Willi
von: lutz_

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 16.06.06 08:16

Spanische Pyrenäen 2006

Dieser Bericht bezieht sich auf meine Anfrage hier im Rad-Forum: meine Anfrage

Text und Bilder finden sich auch auf dieser Homepage: meine Homepage

Die Bilder ohne Text befinden sich hier: Bilder-Galerie

An Pfingsten sind wir mit dem Fahrrad von St-Jean-de-Luz (Atlantik) nach Perpignan (Mittelmeer) in gut zwei Wochen durch die spanischen Pyrenäen geradelt. Diese Bericht und die Bilder sollen einen ersten Eindruck von unserer Reise vermitteln.

Fakten: 825 km, ca. 12000 hm von St-Jean-de-Luz nach Perpignan

Die Anreise mit der Bahn war diesmal nahezu problemlos. Die Idee die Fahrradtaschen in einen Fahrradladen an den Zielort Perpignan zu senden, hat sich als goldrichtig und völlig problemlos herausgestellt. Trotzdem ist die Anreise mit der Bahn zeitraubend und doch recht mühsam. Die Alternative Billigflieger nach Girona, Bilbao war jedoch zur Pfingstzeit preislich alles andere als billig.

Die Infrastruktur in Spanien (Einkaufsmöglichkeiten, Campingplätze) ist deutlich weniger gut als in Frankreich. Dadurch ist man auch in der Flexibilität der Etappenlänge eingeschränkt. Im Juli/August sieht das sicherlich besser aus, da dann alle Plätze offen haben (dann aber auch voller Menschen sind)

Einkaufen, Essen und Trinken sind in Spanien generell billiger als in Frankreich, dafür waren wir von den hohen Preisen für die Campingplätze überrascht. Das Preis-Leistungsverhältnis auf vielen Campingplätzen war schlecht, da häufig Bar, Restaurant, Supermarkt und Swimmingpool noch nicht in Betrieb waren. Trotzdem mussten wir den Preis für die Hochsaison bezahlen.

Die Siesta bestimmt den Tagesablauf in Spanien. Also wer nicht vor 13 Uhr für den Tag eingekauft hat, der kommt erst nach 17 Uhr wieder dazu, Proviant einzukaufen. Dies muss bei der Etappenplanung unbedingt berücksichtigt werden. In den Mittagsstunden wirken viele Dörfer und Städte wie nahezu ausgestorben. Nur in den Bars tummeln sich einige wenige Menschen. Wer abends essen gehen möchte muss bis 20.30 warten. Vorher sind die Restaurants meist geschlossen.

Im Gegensatz zu Frankreich, wo man als Radler häufig angesprochen wird, haben wir die Menschen in Spanien als eher abweisend bis unfreundlich erlebt. Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, dass unsere Spanischkenntnisse weit hinter den Französischkenntnissen zurück stehen. Aber wir hatten häufig den Eindruck, eher unwillkommen zu sein, bzw. zur Last zu fallen. Dies mag anderen Leuten anders ergehen, so haben wir uns jedenfalls häufig gefühlt.

Landschaftlich steht die spanische Seite der Pyrenäen der französischen Seite in keiner Weise nach. Ganz im Gegenteil. Die einsamen Täler der Westens (Bärengebiet), die vielen großen Raubvögel, die tollen Schluchten, der Ordesa-Nationalpark, der Parc Naturel Cadi-Moixero sind sehr beeindruckend. Leider hat unsere Zeit nicht ausgereicht, auch noch das Vulkangebiet der Garrotxa sowie die Mittelmeerküste bei Cadaques zu besuchen. Nur fehlen hier natürlich die großen Namen der Pässe. Ein Aubisque, Peyresourde oder gar ein Tourmalet haben in Radlerohren natürlich einen ganz anderen Klang als die Namen der vielen kleineren Pässe, die wir befahren haben. Auch trifft man deutlich weniger andere Radler als in Frankreich. Hier zeigt sich wieder, dass die Franzosen schon ein extrem fahrradverrücktes Volk sind und große Sympathien hegen, wenn man ihr Land per Drahtesel bereist.

Die Straßenverhältnisse waren meist gut, einige schlechte Abschnitte, aber auch monstermäßig ausgebaute Straßen. Überhaupt hatten wir den Eindruck, dass an sehr vielen Stellen gebaut wird. Die Verkehrsdichte war meist sehr gering bis auf wenige kurz Abschnitte, die wir auf größeren Straßen fahren mussten.

Auf alle Fälle gilt das Prädikat: Unbedingt lohnenswert



1. Tag St-Jean-de-Luz - Sare (20 km, 200 hm)

Am ersten Tag (Do, 26. Mai 2006) geht es abends mit von Reutlingen nach Stuttgart und weiter mit dem mit dem Nachtzug von Stuttgart nach Paris. Die Räder werden dabei im gebuchten Fahrradstellplatz im Zug abgestellt. Den Bahnhofwechsel vom Gare de l‘Est ans Gare de Montparnasse machen wir diesmal per Rad. Eine Beschreibung der Strecke findet sich z.B. hier: http://marzina.free.fr/ParisRad.html
Der TGV Atlantique ist zunächst wegen eines Eisenbahnerstreiks gecancelt, fährt aber dann doch noch. Die Räder in den Taschen blockieren zwar einen Einstieg, das stört aber offensichtlich niemand. Mittags um 15:17 kommen wir samt Rädern in St-Jean-de-Luz bei schönem Wetter am Atlantik an und bauen noch am Bahnsteig unsere Räder auf. Die Taschen packen wir in einen Karton und verschicken Sie per Post in einen Fahrradladen nach Perpignan. Auf meine Anfrage hin, war man dort gerne bereit unsere Taschen bis zu unserer Ankunft in Perpignan aufzubewahren.
Nach kurzem Besuch an der Promenade machen wir uns auf den Weg und überwinden nach wenigen Kilometern den ersten Pass: den Col de St Ignace (stolze 169 m hoch) am Fuße der Rhune. Nach kurzer Abfahrt und Einkauf in Sare erholen wir uns auf dem Camping La petite Rhune bei Sare von den Strapazen der Anreise.

2. Tag Sare - St Jean-Pied-de-Port (62 km, 1100 hm)

Bei einem ausgiebigem Frühstück in Sare bewundern wir die Künste der Pelota-spieler, die auf dem zentral gelegenen Fronton das dem Squash verwandten traditionelle Spiel spielen.
Nach wenigen Kilometern überqueren wir bei Dantxarinea zum ersten Male die französisch-spanische Grenze. Wir sind überrascht, wie viele Supermärkte, Tankstellen und Buden mit Alkoholika direkt hinter der Grenze zu finden sind.
Nur wenige Meter weiter sinkt das Verkehrsaufkommen praktisch auf Null. Bei heißem Wetter nehmen wir den Anstieg zum Puerto de Otxondo (570 m) durch schöne Buchenwälder. Nach kurzer Abfahrt geht es bald wieder bergauf zum Col d‘Ispeguy (612 m). Von dort sehr schöne Abfahrt hinunter ins französische St Etienne-de-Baigorry und weiter nach St Jean-Pied-de-Port. Nach einer Ruhepause am schön an der Nive gelegenen Camping Municipale bummeln wir durch die Stadt und holen im örtlichen Fahrradladen noch Infos über die morgige Route ein. Abends dann gibt es noch ein großes Pelota-Spiel mit vielen Zuschauern am Fronton direkt hinter dem Campingplatz.

3. Tag St-Jean-Pied-de-Port - Ochagavia (61 km, 1650 hm)

Nach dem Frühstück geht es bei nebligem Wetter und hoher Luftfeuchtigkeit über St Jean-le-Vieux auf der D18 in Richtung Berge. Nach flacher Anfahrt geht es dann anhaltend steil (zum Col d‘Haltza und etwas flacher weiter zum Col de Burdinurucheta (1135 m). Kurz vor dem Gipfel lichten sich die Wolken und es wird ein strahlender Tag. Über Chalet fahren wir auf der immer schlechter werdenden D18 nach Süden in Richtung spanischer Grenze.
Nach 5 Kilometern quert das Sträßchen den Fluß und auf Schotter geht es weiter nach Süden. Dort wo das Tal auf ein Quertal trifft und der Schotterweg nach links (Osten) abbiegt, führt ein Wanderweg steil zum Bach hinunter. Dort schieben wir hinab und furten durch das Flüsschen hinüber nach Spanien. Vom anderen Ufer führt ein Wanderweg weiter zum Parkplatz am Rio Irati nahe der Embalse de Irabiako. Von dort müssen wir nochmal 500 hm bergan zum Paso Tapia. Von dort eine tolle Abfahrt hinunter nach Ochagavia ins Valle de Salazar. Das Örtchen wirkt zur Siesta wie ausgestorben. Auch abends als wir vom ebenfalls ausgestorbenen Campingplatz 1 km flussab nochmal zurück kommen, finden wir nur mit Mühe das einzig geöffnete Restaurant. Dort genießen wir jedoch ein leckeres Mal, bei dem die Flasche Wein im Preis inbegriffen war und freuen uns über den unkonventionellen Grenzübertritt.

4. Tag Ochagavia - Hecho (62 km, 1050 hm)

Nach ausgiebigem Frühstück auf der Mauer über dem Rio Salazar in Ochagavia geht es gegen den Wind die NA 140 nach Osten und nach 8 km weiter hinauf zum Alto Laza (1129 m). Hinunter nach Isaba und dort noch schnell Einkaufen, bevor Spanien zur Siesta wieder wie ausgestorben wirkt. Wiederum gegen den Wind den Rio Esca hinauf und gleich wieder ab auf die NA 2000.
Zunächst steil bergan und dann durch ein schönes Hochtal und einen Tunnel hinauf zum Pass (1201 m), der die Grenze zwischen Navarra und Aragon bildet. Auf schlechtem Belag hinuter zur Alm Zuriza. Durch eine wunderschöne Schlucht rollen wir hinunter nach Anso, das ebenfalls wie ausgestorben wirkt. Der Campingplatz dort ist noch geschlossen, also beschließen wir noch weiter hinüber nach Hecho zu fahren. Die A 175 ist jedoch wegen Bauarbeiten gesperrt. Wir fahren trotzdem hinauf, rollen mit dem Mountainbikes über den groben Schotter an der langen Baustelle vorbei. Wir wundern uns nach all den schmalen Sträßchen, welch breite Straße hier gebaut wird.
Nach einem Einkauf in Hecho rollen wir noch einen Kilometer flussab zum Campingplatz, wo wir bei starkem Nordwind erst spät kochen.

5. Tag Hecho - Biescas (78 km, 800 hm)

Von Hecho aus zunächst einige Kilometer nach Süden und dann auf die HU 212 nach Jasa und hinauf zum kleinen Pass. Dort kommen uns holländische Reiseradler entgegen, mit denen wir uns kurz unterhalten und Informationen über die Strecke austauschen. Dann geht es hinunter nach Aisa und weiter über die A 2605 nach Süden. Zunächst flussab und dann nach Osten über welliges Gelände hinüber nach Jaca.
Zur Siesta finden wir dort keinen geöffneten Supermercado und fahren deshalb bald weiter, um die nächsten Kilometer auf der N 330 bald hinter uns zu bringen. Vom Col de Somport herunter kommt durch den vor wenigen Jahren doch viel Verkehr und wir sind froh über den breiten Seitenstreifen auf der viel befahrenen Nationalstraße. Wir sind froh, nach 15 km auf die N 260 nach Norden abbiegen zu können. Allerdings verdirbt uns der starke Nordwind die Laune und wir kämpfen uns Kilometer für Kilometer nach Norden Richutng Biescas. Dort war 1992 der örtliche Campingplatz überschwemmt worden. So müssen wir noch zwei Kilometer bergauf nach Gavia, wo wir auf dem sehr komfortablen Platz wieder bei starkem Wind den Tag ausklingen lassen.

6. Tag Biescas - Torla (Ordesa-Nationalpark, 40 km, 900 hm)

Heute steht einer der Höhepunkte der Pyrenäen auf dem Programm: Der Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido. Zunächst geht es jedoch von Gavin bergauf bis zum Puerto de Cotefable (1423 m). Der Bergrücken des Passes ist untertunnelt, so dass die Passhöhe im Tunnel liegt.
Wir schießen hinab in das Tal des Rio Ara und rollen dann noch einige Kilometer bergauf nach Torla, das herrlich vor den hohen Felsmauern des Ordesa-Nationalparks liegt. Nur wenige Kilometer trennen uns von Gavarnie auf der französischen Seite, aber dazwischen liegt der über 3000 Meter hohe Grenzkamm mit der Breche de Roland.

Torla - Ainsa (45 km, 550 hm)

Während der Nacht schrecken uns Böllerschüsse aus dem Schlaf. Wir können aber nicht heraus finden, was der Grund dafür war. Morgens gibt es Frost und wir freuen uns auf eine heißen Tee.
Leider zickt der Kocher und will nicht so recht brennen. Zu allem Unglück wird bei hohem Druck auch die Benzinflasche undicht, so dass bei brennender Flamme ein hoher Benzinstrahl aus zwischen Flasche und Deckel heraus spritzt. Das hätte auch mächtig schief gehen können. Zum Glück gibt es am Camping auch passende Gaskartusche, so dass wir unseren Primus Omnifuel auf Gas umrüsten. Schließlich kommen wir doch noch zu unserem Tee.
Mit reichlich Verspätung machen wir uns auf die Etappe. Flussab über Broto geht es nach Sarvise und dort links ab auf die HU 631. Entlang des Flüsschens erst flach, dann zunehmend aufsteilend auf immer schlechter werdender Straße bergauf hinauf nach Fanlo. Dort stehen neben vielen verlassenen auch wieder einige hergerichtete und renovierte Häuser. Es geht hinab durch Kiefernwälder und einsame Dörfchen zum Eingang des Canon de Anisclo. Dort machen wir bei brütender Hitze Mittagspause.
Anschließend geht es weiter auf der HU 631 (die im Sommer als Einbahnstraße bergauf zu befahren ist) durch eine immer imposanter werdende Schlucht. Wirklich ein absolutes Traumsträßchen mit reichlich Fotostopps. Schließlich weitet sich das Tal bei Escalona. Von dort rollen wir noch 12 km hinunter nach Ainsa. Vor der Brücke bietet sich noch ein schöner Rückblick auf die Bergwelt um den Monte Perdido und die Breche de Roland. Abends bummeln wir noch durch die Altstadt und genießen den Abend.

8. Tag Ainsa - Pont de Suert (93 km , 1550 hm)

Zunächst stehen uns 30 km auf der hier breit und ohne Rücksicht auf die Landschaft mit HIlfe von EU-Geldern ausgebaute N 260 nach Campo ins Tal des Rio Esera. Einen Straßentunnel umgehen wir auf der alten Straße. Leider ist diese durch Zäune und Leitplanken abegtrennt, so dass wir die bepackten Räder mehrfach über die Leitplanke hieven müssen. Von dort mit viel Verkehr gegen den Nordwind an zwei Stauseen vorbei flussauf bis Castejon de Sos. Dort biegen wir wiederum nach Osten ab.
Der Anstieg zum Coll de Fadas (1470 m) führt an der Abfüllanlage von Veri vorbei, ab dort gibt es auch keine LKW mehr. Abwechslungsreich geht es bergan, kurz vor dem Pass schöne Ausblicke Richtung Maladeta-Massiv. Nach der Passhöhe geht es wellig bis zum Coo de Espina (1407 m). Wir schießen hinab ins Tal, leider auch am Campingplatz am Eingang des Valle de Boi vorbei. Also müssen wir nach dem Einkauf in Pont de Suert wieder einige Kilometer zurück. Auf dem etwas verwilderten Campingplatz treffen wir ein Kölner Pärchnen, mit denen wir einen netten Abend verbringen.

9. Tag Pont de Suert - Sort (75 km, 650 hm)

Mit hungrigen Mägen fahren wir nach Pont de Suert und kaufen reichlich für‘s Frühstück ein. Auf einem schönen Rastplatz am Flüsschen frühstücken wir gemütlich. Anschließend geht es erst flacher, dann steiler und schließlich wieder flacher hinauf zum Coll de Creu de Perves (1350 m). Von dort auf wiederum breit ausgebauter Straße hinaus nach La Pobla de Segur.
Die Route über das Bergsträßchen über Montcortes verwerfen wir während Ullas Knieschmerzen. In La Pobla de Segur kommt uns das Peloton eines Radrennens unter Motorradbegleitung entgegen. Auf den nachfolgenden Kilometern kommen uns immer weitere Gruppen und Einzelfahrer entgegen, die alle fröhlich winken. Endlich weht der Wind von Süden, so dass wir hoffnungsfroh die 28 km nach Sort angehen. Leider steht der Wind nach einigen Kurven wieder von Nord und wird zunehmend stärker. Kein Wunder, dass die Rennradfahrer alle fröhlich winken, während wir bergan und gegen den Wind kämpfen.

Sort - La Seu d‘Urgell (59 km, 1050 hm)

Am Morgen Aufbruch nach Sort. Im Vergleich zu Samstag abend herrscht hier jetzt absolut tote Hose. Kein Laden ist geöffnet. In Sort wie immer auf die N 260 und auf breit ausgebauter Straße in konstanter Steigung von etwa 7 % bergauf. Am Wochenende herrscht einigermaßen dichter Verkehr, der zu Siestazeit jedoch deutlich nachlässt.
Mittlerweile sind auch viele Autos aus Andorra unterwegs. Wir arbeiten uns langsam Richtung Passhöhe vor, die Höhenmesser-Uhr leistet gute Dienste. Am Pass angekommen haben wir uns ein reichliches Vesper verdient. Kurz nach der Passhöhe begegnen wir einem kanadischen Reiseradler mit der Fahne von Bhutan (wo er jedoch nie gewesen war). Eine nette Unterhaltung über die Reiserouten entbrennt. Dafür, dass er eigentlich keine Berge fahren will, hat er sich mir der Route über den Tourmalet doch einiges vorgenommen. Eine tolle Abfahrt erwartet uns, die zuvor mühsam erkämpften Höhenmeter schmelzen nur so dahin. Im Tal des Segre müssen wir noch einige Kilometer auf der jetzt viel und dicht befahrenen N 260 flussauf bis zum Campingplatz in Montferrer i Castellbo, wo wir den Abnd mit Bier beginnen und mir Wein beschließen.

La Seu d‘Urgell - Saldes (72 km, 1450 hm)

Am Pfingstmontag finden wir in La Seu d‘Urgell doch einige offene Läden. So genießen wir ein ausgiebiges Frühstück im Parc de Segre, dem Schauplatz der Kanu und Kajak-Wettkämpfe bei der Sommerolympiade 1992. Leider ist kein Wasser im Kanal, so dass wir bald weiterfahren und den Anstieg über die Sierra des Cadi in Angriff nehmen. Bei großer Hitze freuen wir uns über jeden Höhenmeter und die in Tagesverlauf zunehmende Bewölkung.
Der Campingplatz im Tal des Riu Lavansa sieht nicht sehr einladend aus, so dass wir beschließen in Tuixen in einer Pension abzusteigen. Doch leider sind von drei Pensionen zwei geschlossen und die verbleibende ist so wenig einladend und dazu noch teuer, dass wir beschließen trotz der fortgeschrittenen Tageszeit noch weitere 500 hm auf den Coll de Josa auch noch in Angriff zu nehmen. Der Anblick des malerischen Dorfes Josa de Cadi mit der auf einem Hügel thronenden Kirche erleichtert die Auffahrt.
Auf der Passhöhe des Coll de Josa (1630 m) fallen ein paar wenige Regentropfen. Von der nahegelegenen Pedraforca ist nicht viel zu sehen. Nach einigen Kilometern erreichen wir Saldes und kaufen im Ort noch ein. Nach dem Besuch der örtlichen Bar erreichen wir den schön gelegenen Camping Reposa de Pedraforca und genießen im dortigen Restaurant das Menü. Der lustige Kellner schlägt noch einarmige Räder, Ulla läuft an den Händen und wir haben viel Spaß.

12. Tag Saldes - Camprodon (71 km, 550 hm)

Nach dem trüben Wetter gestern zeigt sich der Himmel am nächsten Morgen blitzsauber. Der Blick auf die Pedraforca war den stolzen Preis von 23 € dann doch wert. Eine berauschende Abfahrt bis hinunter nach Guardiola de Bergueda. Mit Rückenwind geht‘s leicht bergauf Richtung Coll de Merolla. Die letzten Kilometer sind ein einziges Auf und Ab, bis die Passhöhe schließlich erreicht ist.
Anschließend geht es gemütlich bergab, die letzten Kilometer auf der N 152 hinab nach Ripoll. Hier bekommen wir zum ersten Mal ein richtiges Industriegebiet mit Maschinenfabriken u.ä. zu sehen. Als wir die berühmte Fassade am Kloster besichtigen wollen, fährt gerade der Leichenwagen für eine Beerdigung vor. Also ziehen wir uns dann doch in eine Bar zurück. Die nächsten Kilometer auf der C 26 herrscht viel Verkehr bis zur Abzweigung nach Olot. Doch das Allerschlimmste ist das Mähfahrzeug, das Dank des Gegenwindes sämtliche Pollen kilometerweit die Straße hinab bläst. Das Überholmanövers war wahrscheinlich das Schlimmste Erlebnis unserer gesamten Tour.

Camprodon - Amelie-les-Bains (56 km, 650 hm)

Der letzte Pass, bald wieder in Frankreich! Nach einem ausgiebigen Frühstück im schönen Örtchen Camprodon machen wir uns auf den Weg zum Coll d‘Ares. Obwohl die Straße in der Michelin-Karte rot eingezeichnet ist, herrscht kaum Verkehr. Nach Mollo fährt man ein großes Tal aus, verliert einige Höhenmeter, dann geht es aber in angenehmer Steigung bergan. Unterwegs treffen wir zwei Reiseradler aus NZL.
An der Passhöhe machen wir ein gemeinsames Picknick, diskutieren über den Karten und geben Tipps für den weiteren Reiseverlauf der beiden durch F, CH und D. Im Anblick des Canigou rollen wir hinunter nach Prats-de-Mollo-la-Preste, wo wir verwundert sind, wie viee Menschen hier nachmittags auf den Beinen sind. Das ist genau das, was wir in Spanien häufig vermisst hatten. Von einer Bar aus genießen wir das bunte Treiben und rollen bald weiter das Tech-Tal hinab.

Amelie les Bains - Argeles-sur-Mer (41 km, 50 hm)
Argeles-sur-Mer - Collioure - Argeles-sur-Mer - Perpignan (40 km , 100 hm)

Heute nun sollten wir unser Ziel das Mittelmeer endlich erreichen. Nach einem Frühstück am Campingplatz treffen wir bald nochmal das Paar aus NZL. Gemeinsam rollen wir nach Ceret, wo sich unsere Wege endgültig trennen. Kaum verlassen wir den Schutz des Tales, so erwischt uns der stramme Ostwind.
Wir versuchen die großen Straßen zu vermeiden, die D 618 nach Argeles wird groß ausgebaut und ist bald für Fahrräder gesperrt. Wir weichen auf kleine Sträßchen aus und fluchen ein letztes Mal über den starken Wind, der uns die letzten Kilometer zur See hin fast vom Rad bläst. In Argeles angekommen werfen wir einen kurzen Blick auf die aufgewühlte See. Mit dem lang ersehnten Bad im Mittelmeer wird‘s erstmal nix. Also suchen wir nach einem kurzen Vesper in der Tourist Information unter den 70 vorhandenen Campings einen geeigneten aus und verschanzen uns dort angekommen im Windschatten eines großen Wohnmobils. Der restliche Tag geht mit Lesen, Einkaufen und Kochen und Parlieren mit den Nachbarn drauf. Endlich Urlaub! ;-)

Am nächsten Tag Ausschlafen, noch eine kurze Fahrt nach Collioure und das Eröffnungsspiel der Fußball-WM.

Am Heimreisetag dann zusammen packen, das obligatorische Bad im Meer bei Starkwind, der uns anschließend bis nach Perpignan bläst. Dort fahren wir erstmal beim Fahrradladen vorbei und sind sehr erleichtert, als wir dort unser Paket mit den Fahrradtaschen sehen, das wir vor zwei Wochen in St-Jean-de-Luz aufgegeben hatten. Wir können dort sogar noch unser Gepäck abstellen, um noch die Stadt Perpignan zu erkunden. Viel Leben in den bunten Gassen!
Wir kaufen noch Proviant für die Fahrt ein, bedanken uns im Fahrradladen mit einem guten Fläschchen für den Service, radeln zum Bahnhof, bauen unsere Räder ab und verstauen sie in den Taschen und genießen dann noch die letzten Sonnenstrahlen bei einem Bier in der Bar vor dem Bahnhof.
Pünktlich um 21.10 Uhr rollt der Nachtzug nach Strasbourg ein. Wir verstauen unsere Fahrradtaschen im Fahrradabteil des Corail Lunea und verbringen den Abend auf Sozialsafari: Was zunächst wie einige Penner mit reichlich Bier- und Weinvorrat aussieht, entpuppt sich als der Skatclub Bad Säckingen. Die schweren Jungs waren auf Männerurlaub in Barcelona, sind aber eigentlich ganz nett und harmlos. Die Ohrenstöpsel verhindern Schlimmeres und so kommen wir wohlbehalten und einigermaßen ausgeschlafen um 8:47 Uhr in Strasbourg an.
Dort finden wir trotz der Bauarbeiten schließlich unseren Bus nach Reutlingen, der uns in rund vier Stunden über den Schwarzwald nach Hause bringt.
von: Henning

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 16.06.06 08:34

Respekt, ihr habt ganz schön Höhenmeter abgerissen! Daumen hoch!
von: Krakonos

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 16.06.06 15:39

Hallo Markus,
endlich finde auch ich mal wieder ein wenig Zeit, im Forum mitzuwirken. Reiseberichte sind für mich hier im Forum das Salz in der Suppe, schließlich handelt es sich ja um ein Radreiseforum. Daher sollen in Deinem Faden auch meine nicht fehlen. Ich mache es mir trotzdem leicht und verlinke jetzt einfach mal die von mir hier bereits veröffentlichten. Ich hoffe das ist so legitim. Richtig große Unternehmungen sind leider nicht dabei. Dafür habe ich augenblicklich einfach keine Zeit. Also los gehts.

Zuerst einer meiner ältesten Beiträge hier im Forum und mein erster eigener Thread. Eine Radreise mit unserer damals erst elf Monate alten Tochter in Südschweden 2003 . Die beiden weiteren zweiwöchigen Radtouren mit Frau und Kind, ebenfalls in Schweden, bzw. in Nordostdeutschland, Schweden und Bornholm, sind hier leider nicht dokumentiert.

Aus jüngerer Zeit gibt es von mir noch einen Bericht zu einer Tour durch Nordböhmen und zuletzt von Dresden nach Passau.

Ich hoffe, das ist OK für Dich, wenn ich die alten Berichte hier einfach verlinke?

Gruß, Georg, der immer noch etwas traurig ist, daß er es geschafft hat, nach Hohenfelden zu kommen.
von: mgabri

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 17.06.06 12:38

Albanien Mai 2006
Reisende:
Heinz (packard)
Jörg (Juwi)
Natalie (natash)
Michael (mgabri)

Dies wird nur eine Streckenbeschreibung mit einigen Kommentaren meinerseits. Etwas detaillierteres wird kommen, muß aber noch mit den Mitfahrern abgesprochen werden.
Es geht hier nur über den albanischen Teil der Tour.

1 Tag:
Grenzübertritt SCG->AL. Sukobin/Muriquan. ->Shkoder ->Juban ->Qursac ->Hajmel ->Kakarriq ->Lezhe ->Shengjin
Der erste Tag brachte zunächst keine Überraschungen. Waren wir am Vortag neugierig, was sich hinter der Grenze verbirgt, so folge nun die Ernüchterung. Es sah hinter der Grenze genau so aus wie davor. Keine Überraschung wie Anno Dazumal Ungarn-Rumänien ;-) Shkoder und Umgebung sind ziemlich abgerissen. Nach einigem durchfragen fanden wir auch "unsere" Straße. Die Straße zwischen Qursac ->Hajmel verließen wir dann, weil es leider eine Ansammlung von diversen Gesteinssorten war. Die Sand/Lehmpisten richtung Kakarriq waren eine Erholung...
2 Tag:
Shengjin ->Fushe ->Vore ->Durres ->RRogozhine ->(Pequin)
Zunächst gings auf der bestens geteerten Straße nach Fushe. Die Strecke ist allerdings ziemlich Öd. Schnurgerade, und Tankstelle - Autowäsche -Tankstelle -Autowäsche -Tankstelle -usw.
Nach Fushe bogen wir richtung Durres ab, da wir nicht unbedingt durch Tirana wollten. Die Straße hörte plötzlich auf. Nee, nicht ganz, denn auf einer Breite von etwa 30m suchte sich der Schwerlastverkehr die Lücken zwischen den Löchern nach Durres. Von der Straße waren hin und wieder mal ein paar Steine übrig und an einer Stelle gabs noch ...TATAAA... Asphalt. Diese Pracht zug sich über 15 km hin und dann: Eine Straßenbaustelle. Das war jetzt auch keine rechte Freude, denn die Straße wurde für alle enger und der Belag bestand aus losem Kies.
Irgendwann gabs dann wieder Teer und wir fuhren nach Durres rein. Abends schlugen wir unsere Zelte im Stadtwald von Pequin auf. Die 2 Jogger wünschten uns eine angenehme Nachtruhe...
3. Tag
Pequin ->Cerrik -> Lequeni i Banjes -> Gramsh -> (Mashan)
Gut ausgeruht ging es in den Tag. Leider verließen uns unsere Karten nach Cerrik, denn keine der Beiden konnte den Streckenverlauf nach Gramsh wiedergeben. Wir folgten den Tip, den wir morgens im Cafe von Einheimischen bekamen und fuhren direkt an den See. Und tatsächlich, es gab eine Straße. Zunächst nur Schotter, dann auch Teer, den Gramsh ist ja immerhin Bezirkshauptstadt. Das Panorama war Beeindruckend, rechts und geradeaus gabs einige sachneebedekte 2000-er. Hinter Gramsh hörte die geteerte Pracht wieder auf und auf bewährtem Schotter ging es stetig bergauf. Als ea dann zeit wurde okkupierten wir eine Kuhwiese ohne Kühe. Dort schlugen wir unsere Zelte auf.
4 Tag
Mashan ->Tresove ->Maliq ->Korce
Für mich der schönste Teil der Tour. Auf einem wild zerklüfteten Pfad ging es auf und ab in einer Schlucht. Die Landschaft war Gigantisch, die einzigsten anderen Verkehrsteilnemer waren Eselsreiter...
Kurz vor Maliq gabs dann wieder Teer, und die Zivilisation hatte uns wieder. Abends in Korce angekommen leisteten wir uns ein ...ähem... "Hotel".
5 Tag
Korce -> Erseke -> ?
Schöne Strecke, gesäumt von schneebedekten Bergen. Hinter Korce geht es nach ein paar Kilometern einen Pass hoch. dahinter folgen ein ständigen auf-und ab. Vor Leskovik zelteten wir im Wald.
6 Tag
Leskovik ->Permet ->Kelcyre
Weiter gings auf der Panoramastraße. Mittags badeten wir bei 30° im Schatten im Fluß Vjoses. Abends, hinter Kelcyre zelteten wir am Fluß auf einer Weide.
7 Tag.
Hier trennte sich Heinz von uns, da sein Zeitplan etwas knapp war und wir noch die Küstenstraße Vlore-Sarande fahren wollten.
Kelcyre -> Dragot ->Tepelene -> Ballsh? -> Pehkepi ?
Fragezeichen deshalb, weil meine Karte hinten und vorne nicht stimmt. Den genauen Streckenverlauf bekommt nur Jörg mit seiner Karte hin.
Da uns in Tepelene die "Hauptstraße" nach Vlore gründlichst abgeraten wurde folgten wir zuerst der geteerten Hauptstraße richtung Fier
Nach einem halben Tag bogen wir dann in eine Nebenstraße ein. Nach einigen Kilometern entdeckten wir ein aufgelassenes Lager...
Weiter der Straße nach ging es ohne großartig bergauf wieder zum Fluß Vjoses, der dort zum Teil gestaut wird. Das Wasser klar, der Sand weiß... egal, es war zu früh zum Zelten.
Nach einigen Kilometern am Fluß ging die "Straße" nach Vlore links ab. Eine Steinpiste grob in den Berg gehauen. Hinter dem Scheitel erwartete uns eine Überraschung: Ölförderung in Albanien. Jahrzehntealte Anlagen verbreiteten durch Gestank und gequietsche eine gespenstische Atmosphäre...
Irgendwo unten im Tal zelteten wir dann.
8 Tag
Vlore -> Orikum -> Q.e. Llogorase
Vlore erreichten wir mit der morgentlichen Rush-Hour. War kein Spaß, zumal die Straße dort repariert wurde. Nach einigen schnellen Kilometern legten wir uns für einige Stunden bei Orikum an den Strand. Eigentlich hatten wir vor, kurz hinter Orikum eine Unterkunft zu finden aber...Pustekuchen. Wir hörten zwar "noch 5 km" allerdings in jeden Dorf... (Wer vor dem Pass eine Unterkunft sucht findet sie *vor* Orikum). Im Hochtal des Passes, den wir eigentlich am nächsten Tag komplett angehen wollten angekommen nahmen wir uns eine Luxusherberge.
9 Tag
Q.e. Llogorase ->Gijlec ->Dhermi
Nach dem doch recht anstrengenden Anstieg am Vortag erwartete uns heut die Fortsetzung. Dummerweise mit Zuschauern. Es war Sonntag und es scheint üblich die Schulkinder in Busse zu Packen und durchs Land zu schicken. Eben 2 solcher Busladungen Schulkinder liefen den Pass hoch...
Nach der Passhöhe und einer rasanten Abfahrt ging es auf der holprigen Straße auf und ab. Mittags fuhren wir zu einem der Strände. Die Fahrerei beendeten wir recht früh, da ein gut geplegter Olivenhain lockte.
10 Tag
Vuno -> Himare -> Sarande
Vorbei an Vuno, einem recht hübschen Örtchen fuhren wir richtung Himare. Dort am Ortseingang trafen wir auf 4 bulgarische Reiseradler. Bei dem gehoppel ist einer der Frauen die hintere Bremse in alle Einzelteile zerfallen. Ein Unglück, denn bei *dem* Streckenverlauf darf sie jetzt den Berg hoch und runterschieben!
Abends erreichten wir Sarande und nahmen uns ein Zimmer. Wir waren die einzigsten Gäste auf 4 Etagen...
11 Tag
Ruhetag
12 Tag
Sarande ->Butrinti -> Konispol ->Skala
Nach einem ausgiebigen Frühstück in Sarande - Börek lach - fuhren wir nach Butrint. Dort angekommen waren wir mit die ersten. So konnten wir uns die Ruinen quasi alleine anschauen. Als wir durch waren, standen bereits 8 Reisebusse vor dem Tor.
Der Rest der Strecke war unspektakulär, bemerkenswert war, daß die Straße zur Grenze nirgends erwähnt wurde. Schild? Nö!
Da dann auch der Belag von Teer nach Schotter wechselte fuhren wir auf gut Glück weiter. Und tatsächlich: Es gab ihn, den Grenzübergang. Auf der albanischen Seite führte eine schmale Schotterpiste vorbei an einer Autowäsche zu 2 Bretterbuden und 2 Containern. Die waren gestiftet von der Eu und beherbergten die Zöllner. Nach einem kurzen Plausch fuhren wir nach Griechenland. Griechenland begann mit einer Asphaltstraße nach EU-Norm...
Der Rest ist eine andere Geschichte
von: José María

Re: Nizza => Velbert Tour Infos + Fotos - 18.06.06 13:32

Die Tour Nizza => Velbert war zu erst so geplant das ich mit dem Fahrrad über die Alpen von Frankreich bis Genfer See zu fahren.
Diese Idee würde spätestens 1 Woche vor Tour beginn zur Nichte gemacht da noch viele Pässe auf dem Weg nach der Schweiz noch geschlossen wahren.
Der Lange Winter hatte auch die Alpen lange im Griff gehabt. Somit Endschloss ich mich an den Ausläufern der Alpen endlang zu fahren, weil es sicher war das eins nicht passiert das ich wider Zurück fahren muss dahin, wo ich schon mal war. Das tue ich sehr ungern.
Für die die Tour mal Nach fahren wollen kann ich leider nur die km angeben keine HM. Sind aber bis Genf einige Rampen u. Berge die man/frau fahren muss.

Zur Tour Daten:

Samstag 20.05.2006
Nizza auf der N98 bis Cros-de-Cagnes => Cros-de-Cagnes nach Vence über die D6 u. D7 => Vence bis Lac Thorenc D2.
Gefahrene Km ca. 64,3 da ich mich kurz vor Cros-de-Cagnes mich verfahren hatte. Bis Vence fuhr ich auf eine Strasse die zweispurig in jeder Richtung Berg Hoch. Ich war froh, wo es hinter Vence einspurig u. auch der Verkehr weniger wurde.
Am Lac de Thorenc habe ich Wild gezeltet. Man sollte den Fehler nicht machen in der Kneipe am See Wasser zu Kaufen das ist mit 2,50 € verdammt teuer.

Sonntag 21.05.2006
Lac Thorenc D2 => Málamaire D2211 => Col de Clavel D21 => Comps-sur-Artuby auf der D71 => Grand Canyon Du Verdon D71 => bis Camping de L´Aigle D71.
Gefahrene Km 72,1
Diese Tour abschnitt ist wirklich sehr schön, auch wenn es nach der Brücke im Gran Canyon Du Verdon in Richtung Aigunes rauf und runter geht. Camping de L´ Aigle kann ich sehr empfehlen (7,50 € 1 Person + Zelt). Der Campingplatz ist Terrassenförmig angelegt. Man hat eine Traumhafte Aussicht zum Lac de Ste-Croix u. zu den Ausläufern der Berge. Im Restaurant habe ich sehr gut gegessen. Wen das Wetter es erlaubt und man sich auf der Terrasse sich setzten kann fühlt man sich wie Gott in Frankreich.

Montag 22.05.2006
Camping de L ´Aigle D71 => Aiguines D71 => Riez D952 => Valensole D6 => Le Bars D15 => Les Mées D4 => Peyruis N96 Camping Les Cigales.
Gefahrene km 83,8
Von Riez nach Le Bars kommt man zum Plateau De Valensole mit eine Traumhafte Sicht zu den Alpen. Von Le Bars nach Peyruis im Tal, wo der Fluss Durance fließt Kann man gut km machen. Der Campingplatz liegt zwischen Autobahn, Flughafen, Eisenbahn u. National Str. Ist also nur mit Ohrenstöpsel zu Empfehlen.

Dienstag 23.05.2006
Peyruis N96 Camping Les Cigales => Le Mées D4 => Malijai N85 => D4 L´Escale => bis Sisteron N85 => GAP N85 => Camping Alpes Dauphine.
Gefahrene Km 86,1
Ab GAP geht ist auf der N85 auch Route de Napoleon hoch zum Col Bayard 1248 hm mit 12 % Hoch. Auf dem Weg zum Col Bayard gibt es 2 Campingplätze. Die liegen so 2,5 km von einander entfernt auf der N85.

Mittwoch 24.05.2006
Camping Alpes Dauphine N85 => St-Bonnet-en-Champsaur => Corps N85 => La Mure N85 => Pierre Chatel N85 Camping Les Cordeliers.
Gefahrene km 70,6
Diese Tourenabschnitt auf der Route de Napoleon (N85) fand ich genauso schön wie am Gran Cayon du Verdon. Wenn man das Glück hat wie ich Schönes Wetter zuhaben wird man von der Schönheit der Landschaft zu langsames fahren gezwungen. Mein Rittmus fand ich an diesem Tag nicht. Bei so einer Landschaft musste ich soviel wie möglich mit der Kamera festhalten. Der Camping Les Cordeliers ist ca. 2 km von der N85. Der Campingplatz liegt außergewöhnlichschön u. ruhig an den Ausläufern von Le Tabor 2390 hm. Vor dem Eingang zum Campingplatz ist der Lac Cordeliers wo man/frau Baden kann, wenn die Temperaturen es zulassen.

Donnerstag 25.05.2006
Pierre Chatel N85 Camping Les Cordeliers => Vizille D524 => Uriage-les-Bains D524 => Gieres D523 => Goncelin D523 => Villaroux D523 => Montmélian N6 => Chambery N6 => Von da geht ein Radweg La Motte-Servolex => Aix-Les-Bains Camping Le Pecheur D991.
Gefahrene Km 117
Kurz vor Vizille D524 fährt man auf der N85 Berg runter 8 Km bei 12 %. Man sollte bei der Abfahrt sehr vorsichtig sein.

Freitag 26.05.2006
Aix-Les-Bains Camping Le Pecheur D991 => La Chambotte D991 => Seyssel D991 => Frangy D992 => Viry => St-Julien-enGenevoils => Grenzübergang zur Schweiz => Geneve (Genf) => Versoix 1 => Mies 1 =>Campingplatz.
Gefahrene km 97,6
Achtung der Campingplatz in Mies ist zum Teil abgebrannt. Der Nächste liegt in Rolle auf der 1.

Samstag 27.05.2006
Mies 1 Campingplatz => Nyon 1 => Rolle 1 => Morges 1 => Romanel-s-Morges => Cossonay 6 => La Sarraz => Orbe => Suscévaz => Yverdon-les-Bains 5 => Grandson 5 Camping Yverdon.
Gefahrene km 85,2
Von Morges nach Orbe ist landschaftlich sehr schön. Man/frau muss schon einige Berge Hochfahren aber es lohnt sich.

Sonntag 28.05.2006
Grandson 5 Camping Yverdon => Neuchatel 5 => Le Landeron 5 Camping des Peches.
Gefahrene km 54,4
Man kann auch die komplette Tour über gut Beschilderte Radwege Fahren. Hinter Neuchatel in Richtung Le Landeron bin ich z. Teil auf einen Radweg gefahren der am Kanal endlang geht. Da findet man ca. jede 300 m auf dem Wasser Kunstwerke. Der Campingplatz des Peches ist Super ausgestattet aber auch sehr teuer (17,50€).

Montag 29.05.2006
Le Landeron 5 Camping des Peches => La Neuveville 5 => Biel 5 => Grenchen 5 => Solothurn 5 => Niederbipp 5 => Balsthal 12 => Waldenburg 12 Hotel zum Pfahl.
Gefahrene km 77,9
Der Anstieg zum Balsthal fand ich als sehr angenehm.

Dienstag 30.05.2006
Waldenburg 12 Hotel zum Pfahl => Lausen 12 => Basel => Grenzübergang Schweiz-Deutschland Weil am Rhein => Egringen B3 => Müllheim B3 => Hügelheim B3 => Zienken => Brengarten => Gündlingen => Breisach am Rhein => Burkheim Hotel zum Adler.
Gefahrene km 116,1.
Von Hügelheim B3 bin ich nach Zienken gefahren. Da fährt man an der Verkehrs ruhige Landstrasse mit ihren Schönen Dörfern. Burkheim hat mir sehr gut gefallen. Das Hotel zum Adler wie auch das Essen kann ich empfehlen.

Mittwoch 31.05.2006
Burkheim Hotel zum Adler => Sasbach => Wyhl => Rheinhausen => Rust => Nonnenweier => Schwanau => Meißenheim => Neuried B36 => Goldscheuer B36 => Kehl B36 => Auenheim (Landstrasse) => Honau (Landstrasse) => Diersheim (Landstrasse) => Freistett B 36 => Lichtenau B36 => Hügelsheim B36 => Iffezheim (Landstrasse) => Wintersdorf (Landstrasse) => Ottersdorf (Landstrasse) => Steinmauern => Elschesheim Illingen Kneippe mit Zimmervermietung.
Gefahrene km 132,7

Donnerstag 01.06.2006
Elschesheim Illingen Kneippe => Rheinstetten B36 => Karlsruhe => Wörth am Rhein => Kandel => Steinweiler => Insheim => Landau in der Pfalz => Edesheim => Diedesfeld => Lachen.
Gefahrene km 73,2
Der Radweg von Wörth am Rhein bis Kandel ist sehr Gut beschildert und man/frau fährt auf dem Direkten weg was bei einem Radweg sehr selten ist.

Freitag 02.06.2006
Lachen => Mussbach => Meckenheim => Friedelsheim => Gronau Gönnheim => Fußgönheim => Maxdorf => Weisenheim am Sand => Dirmstein => Offstein => Monsheim => Alzey B271 => Armsheim B271 => Bickelheim => Gensingen B50 => Bingen => Bingerbrück Jugendherberge.
Gefahrene km 111,7
Die Jugendherberge in Bingerbrück Klasse.

Samstag 03.06.2006
Bingerbrück Jugendherberge => Bacharach => St. Goar => Boppard => Koblenz => Andernach => Remagen => Bonn.
Gefahrene km 135,3
Von Bingebrück bis Koblenz bin ich Links rheinisch auf dem Radweg gefahren. Das Schönste Stück des Rheins fand ich zwischen Bingebrück und St. Goar. Nach Koblenz bin ich weiter über Landstrasse wie so auch zum Teil Links rheinisch auf dem Radweg gefahren bis Bonn.

Sonntag 04.06.2006
Bonn => Köln => Leverkusen => Dormagen B9 => bis Kurz vor Düsseldorf ging wider auf dem Radweg => Düsseldorf => Düsseldorf-Kaiserswerth => Ratingen => Velbert.
Gefahrene km 126,4
Von Bonn bis kurz vor Dormagen bin ich auf dem Radweg am Rhein endlang gefahren. Nach Dormagen in Richtung Neuss auf der B9 hinter Zons geht ein Radweg, wo man über die Autobahnbrücke nach Düsseldorf City und weiter am Rhein bis D. – Kaiserswerth fahren kann.

Gesamt km der Tour Nizza => Velbert (NRW) 1504.

Für die die es nicht kennen bei Pixum Album.
Ihr müsst auf Übersicht, dann das erste Foto links oben anklicken. Unter der Foto Nr. ist dann ein Text Geschrieben. Mit dem Orangen Pfeil geht es dann nach wusch weiter.


Zu den Fotos der Tour Nizza => Velbert 2006
von: cyclist

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 18.06.06 20:46

Hallo zusammen!
So, antworte erstmal mir selber, da es sich um allgemeine Dinge zum Thema handelt!

1. Dank an den "Grüni", das Thema oben "anzupinnen"!
2. Dank an die schon mal, die hier begonnen haben, etwas Leben reinzubringen! lach
3. Nun ein bissl konstruktive Kritik:
- Wenn möglich bemüht euch, die Beiträge möglichst gut leserlich zu verfassen (bislang braucht sich diesbezüglich noch niemand angesprochen fühlen!).
- Wenn möglich verlinkt in eurem Beitrag auch die, zu der jeweiligen Reise - evtl. in der Rubrik "Länder" / "Reisepartner" - begonnenden Themen, auch hier zu verlinken.
- Bei den Bildern, die ihr hier einstellt (verlinkt - direktes einstellen ist nicht möglich!!!) beachtet bitte die rechtlichen Seiten, speziell was alle Arten von Landkarten angeht!!!
- Weitere Regeln zum verfassen eines Beitrags, findet ihr unter "Hilfe".
4. Noch eine Bitte an die Moderatoren / Admin: Bitte verlinkt, oder verschiebt entsprechende Beiträge in dieses Thema hinein, so das - auch für Nichtmitglieder + Neulinge - soweit wie möglich übersichtlich bleibt. (Maze: Eine extra-Mail an dich, steht noch aus zwinker )
6. Wie euer Reisebericht aussieht, bleibt allein euch überlassen, egal ob online (andere HP außerhalb des Forum) oder nicht, ist rel. egal, schön wären natürlich ein paar aussagekräftige Bilder (zu den technischen Dingen hierzu, s. o. bzw. "Hilfe" (Kopfzeile)).
7. Mindestkriterien für eine "Radreise" sind:
- Min. 3 (drei!!!) Übernachtungen außerhalb des Heimatortes.
- Mit Gepäck ontour (über die Menge desselben, gibts ja bekanntlich himmelweite Unterschiede... grins )
- Der Bericht sollte auch für andere interessant (zu lesen) sein und vor allem evtl. auch anderen Infos liefern!

Meine Berichte folgen noch, muss erst mal die Arbeit von ein paar Tagen aufarbeiten..., grundsätzlich sind aber alle meine Berichte bereits irgendwo hier im Forum verlinkt worden... schmunzel
von: cyclist

Meine Tour: 1998 Krim - Donezk - Krim (UA) - 20.06.06 17:18

Hallo José + alle anderen die sich für diesen Thread hier interessieren!
Heute komme ich auch mal dazu, hier meinen ersten Reisebericht einzustellen (zu verlinken genauer gesagt)!
Schreibe hier nur in Kurzform, da ja der eigentliche Text in den verlinkten Seiten enthalten ist, die HP´s sind nicht meine, daher hab ich da auch keinen Einfluss drauf, ob alles und immer tut.

Die Tour 1998 war meine 1. Radtour in der Ukraine, sowie mein 3. Aufenthalt in der UA zugleich.
Bin mit dem Flieger von Frankfurt / M. nach Simferopol (auton. Republik der Krim - ähnl. dem Freistaat Bayern), dann via Bachtschissaraj - wo ich mich 5 radelnden Russen angeschlossen hab - zur Südküste, in einer Woche zusammen die Küste entlang bis nach Feodosja, dann alleine weiter die Arabatskat Strillka hoch (Ostküste Krim, am Asowschen Meer entlang, bislang sind mir von diesem Teilstück nur 3 weitere Reiseberichte bekannt schmunzel ), via Melitopol Richtung Nordosten, zu unserer Partnerstadt Donezk, dann nach 5 Tagen wieder mit dem (Nacht-)Zug nach Simferopol, um dort noch 2 Tage zusammen mit einer Karlsruher-ADFC Gruppe zu fahren. Zurück wieder von Simferopol nach F. / M. per Flieger.
Hier die Links zu dieser Tour:
Reisebericht (1. Treffer mit googel mit Krim + Donezk erstaunt )
Abdruck in "frei atmen" 1.99 (ADFC Bo), PDF 570kb
Vorgeschichte zur 1998er Tour, Abdruck in "frei atmen" 2.98 (ADFC Bo), PDF 730kb
Fotos online gibts zurzeit leider nicht.
Bin auch grundsätzlich gerne bereit weitere Infos zu geben, Anfrage dann per PN / Mail.
von: José María

Malaga via Pico de Veleta Part I Valencia 2005 - 20.06.06 20:48

Mein erster versuch 2005 mit dem Fahrrad zum Pico de Veleta zufahren scheiterte am schlechten Wetter im Hochgebirge hier zu den Bildern und Infos.
von: Tally

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 20.06.06 22:11

Hi,

in diesem Thread würde ich es gut finden, wenn im Betreff das jeweilige Land/die Region genannt wird - ungeachtet der sonstigen Diskussion um Betreffe.

Weiterhin würde ich mir wünschen, dass bei der Einstellung von Photoalben hier und in anderen Threads eine gewisse Vorauswahl getroffen wird. Ich persönlich habe mehr Spaß daran eher weniger, aber gute Bilder zu schauen, als x-mal ähnliche oder nicht so gute. (Wie gesagt, dass ist meine Meinung und meine eigenen Versuche Bilder einzustellen, sind immer wieder verkümmert. Bin halt zuviel am Reisen zwinker . Dafür bin ich recht fleißig, meine Photos von Forumstouren an HP-Besitzer weiterzureichen.)

Danke für alle Berichte und Photos hier und woanders
schmunzel Tally
von: BastelHolger

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 21.06.06 07:51

In Antwort auf: Tally

Hi,

in diesem Thread würde ich es gut finden, wenn im Betreff das jeweilige Land/die Region genannt wird - ungeachtet der sonstigen Diskussion um Betreffe.

Ja. Da jeder Beitrag quasi ein eigenes Thema oder zumindest eine eigene Reise behandelt ist das durchaus angebracht.
von: atk

Re: Meine Tour: 1998 Krim - Donezk - Krim (UA) - 21.06.06 10:43

Zitat:
auton. Republik der Krim - ähnl. dem Freistaat Bayern

Bayern autonom? schockiert verwirrt Wie das???
Ist doch ein Bundesland wie jedes andere.

Andreas
von: Anonym

Re: Meine Tour: 1998 Krim - Donezk - Krim (UA) - 21.06.06 11:53

In Antwort auf: atk

Bayern autonom? schockiert verwirrt Wie das???
Ist doch ein Bundesland wie jedes andere.
Andreas

Freistaat Bayeren - hat nicht das Grundgesetz anerkannt, glaube ich.

Es gibt auch Freistaat Sachsen. Baden-Württemberg ist kein Freistaat.

Gruß
von: Martina

Re: Meine Tour: 1998 Krim - Donezk - Krim (UA) - 21.06.06 12:00

In Antwort auf: rado

Freistaat Bayeren - hat nicht das Grundgesetz anerkannt, glaube ich.



Das ist jetzt aber nicht dein Ernst.... verwirrt verwirrt

Ich habe mal gelernt, dass 'Freistaat' folgendes bedeutet: sollte sich Deutschland eine Monarchie zulegen, wird sich Bayern dieser nicht unterstellen. Wenns nicht stimmt: bitte selber googeln

Martina
von: Anonym

Re: Meine Tour: 1998 Krim - Donezk - Krim (UA) - 21.06.06 12:04

In Antwort auf: Martina

In Antwort auf: rado

Freistaat Bayeren - hat nicht das Grundgesetz anerkannt, glaube ich.

Das ist jetzt aber nicht dein Ernst.... verwirrt verwirrt
Martina

Hat nicht Bayern eine eigene Verfassung?

Warum Bayern das Grundgesetz ablehnte: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verfassungsgeschichten/348451/

Gruß
von: Martina

Re: Meine Tour: 1998 Krim - Donezk - Krim (UA) - 21.06.06 12:07

In Antwort auf: rado


Hat nicht Bayern eine eigene Verfassung?



Hessen und noch einige andere Bundesländer soweit ich weiß auch. Aber Bundesrecht bricht Länderrecht. Es hilft also gar nichts, in der Landesverfassung die Todesstrafe zu erlauben, sie darf nicht vollstreckt werden.

Martina
von: andreas f.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 21.06.06 12:11

Hi,
Ich habe Touren in:
cool Australien: 3 Monate, Perth - Monkey Mia - Melbourne,
lach Afrika: 3 Monate, Windhoek - Skelettküste - Kapstadt - Windhoek
schmunzel Afrika: 4 Wochen Marokko, Agadir - Merzouga - Agadir,
listig Neuseeland: 8 Wochen, Auckland - Invercargil - Auckland,
grins Canada: 8 Wochen, Nova Scotia - Neufundland - Toronto,
schmunzel USA: 3 Monate, Seattle - THE WAVE - Phoenix,
cool Cuba: 6 Wochen, Havanna - Baracoa - Havanna,
traurig Nahost: 8 Wochen, Jordanien - Israel - Ägypten

Reiseberichte und Bildergalerien unter:

http://www.mountainbike-tourguide.de/tour/torauswahl.html

viel Spaß beim anschauen und lesen

Grüße von
von: Anonym

Re: Meine Tour: 1998 Krim - Donezk - Krim (UA) - 21.06.06 12:14

In Antwort auf: Martina

Aber Bundesrecht bricht Länderrecht.
Martina

Ausnahmen bestätigen die Regel. West-Berlin gehörte nicht zum Bund, sondern hatte ein Vier-Mächte-Status. Das hatte auch Auswirkung auf das Scheidungsrecht, Einberufung usw.

Gruß
von: atk

Re: Meine Tour: 1998 Krim - Donezk - Krim (UA) - 21.06.06 12:34

Zitat:
Freistaat Bayeren - hat nicht das Grundgesetz anerkannt, glaube ich.

Bernd, wenn du keine Ahnung hast, schreib halt einfach mal nichts.
Dass in Bayern das Grundgesetz nicht gelten würde, ist absurd. Dass 1949 bei der Abstimmung zur Einführung des Grundgesetzes Bayern dagegen stimmte, ist was anderes und hatte letztlich keinen Einfluss darauf, dass das Grundgestz per Mehrheit angenommen wurde (und somit natürlich auch in Bayern "anerkannt" ist). Genausogut hätte jedes andere Land gegen das Grundgesetz votieren können.

Zum Begriff "Freistaat" steht in Wikipedia folgendes (und genauso habe ich es auch in der Schule (in Bayern) gehört:
Die Bezeichnung Freistaat ist ein im 19. Jahrhundert von Sprachpuristen eingeführtes deutsches Synonym für Republik
...
Die Bezeichnung betont, dass das Land nicht von einem Monarchen, sondern von seinen freien Bürgern regiert wird in Form einer parlamentarischen Demokratie. Privilegien oder rechtliche Besonderheiten hat der Freistaat gegenüber der Bundesrepublik Deutschland keine, solange er nicht den Rechtsfrieden infrage stellt.


Und, wie schon gesagt, auch andere Bundesländer haben eine eigene Verfassung. Diese ergänzt aber nur das Grundgesetz, kann es aber nicht aushebeln.

Und damit sollte dieses Thema hier abgeschlossen sein. Ich wollte wirklich keine Diskussion um den Status von Bundesländern oder den Begriff "Freistaat" anzetteln (schon gar nicht mit derart unsinnigen Äußerungen) und damit diesen Thread mit offtopic-Beiträgen aufblähen. Ich wollte nur den offenbar falschen Vergleich von Markus richtigstellen.

Andreas
von: whisky

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 23.06.06 13:47

Moin,

Bilder von meinen Tour durch Jordanien (Inklusieve Wadi Rum) und der Sinai: http://images.exploder.org/gallery/jordanie-egypte
Ab album 7 geht es richtig ab in der Wüste schmunzel

Hoffentlich folgen bald Bilder von mehr Touren, meist in Oberfranken und Tsjechien aber erst sollte meine Hexenschuss verschwinden...

Radl der Welt,
Radholländer Marc
von: Uli

Re: Meine Tour: 1998 Krim - Donezk - Krim (UA) - 23.06.06 16:35

Zur vollständigen Aufklärung sollte man auch den Rest des Beitrages aus der Wikipedia zitieren:

Die drei Länder, die „Freistaat“ im Namen führen, betonen damit ihre Eigenstaatlichkeit, das heißt, dass sie nur Kompetenzen an den Bund abgegeben haben, aber immer noch ein eigener Staat sind. Dazu kommt, dass diese Länder bereits in der Weimarer Republik eigene Freistaaten gewesen sind. Andere Bundesländer wie z. B. Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder Sachsen-Anhalt wurden aber aus den ehemaligen Provinzen des Freistaats Preußen gebildet und haben daher keine eigene staatliche Tradition. Daher haben sie eben auch aus historischen Gründen auf den Begriff Freistaat verzichtet.

Gruß
Uli
von: atk

Re: Meine Tour: 1998 Krim - Donezk - Krim (UA) - 23.06.06 18:47

Das hat aber mit der eigentlichen Bedeutung des Begriffes "Freistaat" nichts zu tun.
Die anderen Bundesländer könnten sich genauso "Freistaat" nennen, haben aber eben aus den genannten historischen Gründen darauf verzichtet. Auch sie besitzen die gleiche Eigenstaatlichkeit wie die drei Länder, die „Freistaat“ im Namen führen.

Andreas
von: cyclist

Tour 2004: Ungarn & Rumänien - 25.06.06 21:42

Hallo!
Marc, da du der letzte warst, der was zum eigentlichen Thema geschrieben hast, anworte ich "dir" jetzt mal.

In 2004 hatte ich mit timo2 + eifgen eine dreiwöchige Tour durch Ungarn + Rumänien gemacht (zum Ende war ich dann von Cluj bis Budapest für ein paar Tage alleine unterwegs, in Budapest haben wir uns am Bf. wiedergetroffen).
Weiteres zur Tour hier im forum.
Die Bilder dazu gibts hier zu sehen (Arcor-Album).

Edit: Link aktualisiert. (BastelHolger, 29.06.06)
von: JohnyW

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 29.06.06 14:55

Hi,

zwar keine Berichte. Aber wenn jemand Infos braucht kann er/sie sich bei mir melden.

Ägypten 2004/05:
Hurghada - Luxor - Assuan - El Kharga - Dakhla - Farafra - Baharyia - Kairo - Sinai - Hurghada (4,5 Wo.)

Australien 2005/2006:
Perth - Munda Biddi Trail - Küste bis Albany - Wave Rock - Pinnacles - Perth (4 Wo.)

Chile 2002/03:
Puerto Montt - Chiloe - Santiago (5 Wo.)

Dom.Rep./Haiti 2001:
Einmal um Hispaniola (3 Wo.)

Ecuador 1998:
Quito - Guyaquil mit Abstecher zum Regenwald und Küste (3 Wo.)

Griechenland 2004:
Athen-Korinth-Kalamata-Delphi-Pelion-Meteora-Olymp-Thessaloniki (3 Wo.)

Island 1997:
Um die Insel mit Hochlandüberquerung (3 Wo.)

Jordanien 2000:
Amman - Syr. Grenze - Aqaba (3 Wo.)

Marokko 1996:
Agadir - Marrakesch - Fes - Rabat - Casablanca (3 Wo.)

Namibia 2001/02:
Fahrrad Windhoek - Fish River Canyon - Lüderritz (2 Wo.)- danach (3 Wo.) den Rest per Mietwagen

Simbabwe 1998/99:
Fahrrad Harare - Bulawayo (2 Wo.) - Vic. Falls - Kariba - Harare per Bus (3 Wo.)

Spanien 2005 :
San Sebastian - St. Jean de Port - Pamplona - Burgos - Bilbao- Santander - Picos de Europa - Santander - Leon - Santiago - Vigo (3. Wo.)

Sri Lanka 2006:
fast komplett, ohne Tamilengebiet (3 Wo.)

Taiwan 2002:
fast komplett (3 Wo.)

Thailand 2001:
Phuket - Ko Samui mit Fahrrad (südl. Inseln +Bangkok) (3 Wo.)

Türkei 2003:
Ankara - Mugla - Istanbul (3 Wo.)

Gruß

Thomas
von: Martin W.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 29.06.06 15:33

Hallo zusammen,

jetzt schreib ich hier halt doch noch was...also auf meiner Website kann der interessierte Leser Erlebnisberichte über folgende Touren lesen:

- Von Zürich aus durchs Elsass und Lothringen bis in die Ardennen

- Von Den Haag nach Berlin - unterwegs auf dem Europaradweg R1

- Quer durch den Thurgau nach Rohrschach

- Entlang der Flüsse Naab, Main, Tauber, Altmühl und Donau

- Von Zürich aus nach Aigues-Mortes ans Mittelmeer

- Von Zürich nach Würzburg

- Neckarttalradweg

- Tour de Hessen

- Von Zürich aus ins Loiretal

- Von Lausanne nach Olten (schweizer Veloroute 5)

- Von Oberviechtach ins schweizerische Solothurn

- Fränkische Schweiz, Aischgrund, Taubertal und Jagst

- Von München nach Oberviechtach

- Fulda- und Weserradweg

- Von Zürich aus um den Bodensee und wieder zurück

- Von München aus ins Markgräfler Land

- Von Erlangen nach München

- Rundfahrt Altmühltal und Donau

- Donauradweg von Donaueschingen bis Regensburg

Gruss
Martin
von: Uli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 29.06.06 17:10

Die Idee (zuerst mal) nur die Touren aufzulisten finde ich gut.

Touren von einer Woche und länger:

  • München - Wasserburg - Inn - Passau - Donau - Regensburg - Naab - Amberg - Bayreuth - Kulmbach - Kronach - Neuhaus a. R. - Weimar - Leipzig - Wittenberg - Jüterbog - Berlin - Mecklenbg. Seen - Rostock
  • Regensburg - Donau - Tuttlingen - Bodensee - Appenzell - mit'm Zug nach Zug (Dauerregen) - Luzern - Brünig - Thuner See - Zweisimmen - Genfer See - Schweizer Jura - Elsass - Rastatt
  • Aschaffenburg - Main - Tauber - Rom. Strasse - Füssen - Reutte - Flexenpass - Arlberg - Inn - Engadin - Comer See - Luganer See - Lago Maggiore - Centovalli - Domodossola - mit'm Zug bis Kandersteg - Thuner See - Entebühl - Luzern – Rhein - Schaffhausen - Singen
  • Lot - Cevennen - Avignon - Marseille - Toulon - Canyon du Verdon - Sisteron (Abbruch wg. Sturm und Kälteeinbruch)
  • Heidelberg - Neckar - Enz - Nagold - Neckar - Immenstadt - Bodensee - Appenzeller Land - Glarus - Pragelpass - Schwyz - Luzern - Rhein - Laufenburg
  • Regensburg – Donau – Wien – Wiener Neustadt - westwärts nach Mariazell – Salzatal - Enns – Salzburger Land – Kirchseon/München
  • Amstetten - Donau – Krems – Waldviertel/Weinviertel – Wien – Burgenland – Mur – Maribor – Drau – Lienz – Bus nach Mitternsill – TauernRW – Kiefersfelden – Ursprungspass – Schlier- & Tegernsee – Bad Tölz - München
  • Dinslaken - Ahaus - Emsdetten - DEK-RW - Ostfr. Küste - Bremerhaven - Glückstadt - Eutin - Travemünde - Hamburg - Lüneburger Heide - Gifhorn
  • Brilon – Edersee – Bebra - Eisenach - Rennsteig - Saale - Main - Wertheim
  • Limoges - Bergerac - Dordogne - St.Flour - Le Puy - Valence (Abbruch wg. Erkältung der Mitfahrer)
  • Greifswald - Ostsee - Usedom - Oder-Neisse-RW - Zittau - Elb-Sandstein-Geb. - Erzgebirge - Hof – Bayreuth
  • Passau - Donau - Enns - Sölkpass - Mur - Villach - Drau - Pustertal - Eisacktal - Bozen - Etschtal - Reschenpass - Inn - Innsbruck
  • Bremen – Weser – Werra – Coburg – Hof - Grünes Dach RW – Oberpfalz – Bay. Wald - Passau
  • Bingen – Weinstr. – Rhein - Baden-Baden - Kraichgau - Burgen-RW - Rothenburg odT. - Altmühl - Naab - Amberg - Pegnitz - Frk. Schweiz - Bamberg - Rhön-Grabfeld-RW - Frk. Saale - Main - Spessart - FFM
  • Altmühl - Tauber - Main - Rhein


Hinzu kommen noch einige 3-4-Tagestouren, z.B.

  • Düren - Heimbach - Hellenthal - Kyll - Mosel
  • Nahe - Saar - Mosel - Kyll
  • Münsterland / 100-Schlösser-Route
  • Bad Karlshfen - Weser - Fulda - Vogelsberg - FFM
  • Sieg - Westerwald - Taunus - FFM
  • Garmisch - Reutte - Tannheimer Tal - Oberstdorf - Bodensee - Schwäbische Alb - Stuttgart


und einige Gegenden, in denen ich von einem festen Standpunkt aus Touren gemacht habe
z.B.

  • Costa de la Luz / Andalusien (Chiclana)
  • Altmühlsee
  • daheim.


Zu einigen Touren gibt's auch Kurzberichte im Forum.

Wer Infos zu den Touren möchte, z.B. Unterkunftsempfehlungen (Hotel, Gasthaus, Pension, privat), meldet sich am besten per PN.

Gruß
Uli
von: kometbahnen

Re: Unsere Tourenfotos(D/CZ/A - Leipzig-Linz) - 30.06.06 15:09

Hallo,

bin gerade dabei meine Touren nachzubereiten… bisher gibt es Infos und Bilder zu einer Tour entlang der Grenze D-CZ von Leipzig nach Linz (westlich) und zurück (östlich). Erfüllt gerade die Grundvorausetzung der 3 Übernachtungen…

Kometbahnen - Dinge über Reisen mit dem Fahrrad
von: DeusXMachina

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 12.07.06 15:28

Ich habe bisher folgendes anzubieten:

2003: Von der Donau an den Rhein
14 Tage, 1114 km (Wien - Bonn)
über Donau, Altmühl, Tauber, Main, Rhein

2003: Kamp-Thaya-March-Radweg
7 Tage (auf 3 WE verteilt und deshalb nicht ganz regelkonform zwinker ), 405 km
Die große Schleife durchs Wald- und Weinviertel

2004: Die Physiktour
14 Tage, 700 km
Berlin - Kopenhagen - Usedom

2005: Tour de Bourgogne
Der burgundische Kringel von und nach Dijon, 14 Tage, ca. 750 km
von: Gerhard

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 13.07.06 19:01

Obwohl Deutschland unser Hauptreiseziel ist, dreht sich die Homepage nur um unsere Radreisen in Italien - aus gutem Grund!

Abruzzen
mit Gran Sasso, Monti della Laga, Monti Sibillini
Juni 2005

Apennin - Apuanische Alpen
von Bologna über den Apennin, durch die Garfagnana und über die Apuanische Alpen
Juli 2004

Umbrien
von der Grenze zur Toscana ins Valnerina, von den Monti Sibillini bis zum Lago Trasimeno
Mai 2003

Piemont
von der Poebene durch das Hügelland der Langhe und des Monferato bis nach Turin
September 2002

Apulien
Einmal rauf und runter, einmal kreuz und quer.
April 2002

Toscana
Ein Verschnitt unserer vielen Toscana-Touren.
2001,1998,1995

Veneto
Von Bozen über den Gardasee nach Verona und durch die Poebene nach Padua.
September 2001

Alto Adige
Vom Reschenpass entlang der Etsch bis nach Trento.
März 2001

Dio mio, man erschrickt fast, was da inzwischen so alles zusammengekommen ist.

Gerhard
von: mille1

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 15.07.06 19:35

Ich finde die Idee auch gut. Ich kann noch nicht über eine eigene Homepage verfügen.(da fehlt mir das know how traurig )
Aber eine Liste der Touren kann ich angeben:

Pforzheim - Straßburg - Besancon - Dole - Lyon - Montelimar(Aufgabe wegen Miniskus)

Pforzheim - Straßburg - Besancon - Dole - Lyon - Montelimar - Avignon - St.Marie del la Mer - Pont du Gard - Montelimar(mit dem Zug nach Straßburg) - Pforzheim

Pforzheim - Straßburg - Basel - Montreux - Megeve - Chamonix - Grenoble(mit dem Zug nach Toulon, wegen ....Meniskus) St. Tropez - Marsailles - Pont du Gard - Montelimar (mit dem Zug nach Mulhouse) Straßburg - Pforzheim

Pforzheim - Bad Wimpfen - Wertheim - Lohr/Main - Bad Neustadt/Saale - Suhl(wegen schlechten Wetters mit Zug nach Prenzlau) - Feldberger Seenplatte

Pforzheim - Nagold - Horb - Rottweil - Sigmaringen - Schaffhausen - Rheinfall -
Konstanz

Konstanz - Chur - Albula - Zernez - Südtirol - Bozen - Brenner - Innsbruck - Achensee - München

München - Rosenheim - Walchsee - Saalfelden - Bischofshofen - Schladming - Liezen - Salzatal - Mariazell - St. Aegyd - Hainfeld - Kältenleutgeben - Wien

Wien - Neusiedler See - Szombathely - Jak - Öriszentpeter - Murska Sobota - Maribor - Drautal - Kanaltal - Karnischer Hauptkamm - Lanzenpass - Paluzza - Sexten - Pustertal - Brenner - Innsbruck - Rosenheim

Rosenheim - Zillertal - Gerlosplatte - Mittersil - Salzburg - Bodensse/Königsseeradweg - Lindau

Lindau - Basel - Pontalier(schweizer und frz. Jura) - St. Claude - Lac de Paladru - Die - Montelimar

Pforzheim - Heilbronn - Koch/Jagstradweg - Heilbronn - Pforzheim

Pitztal - Landeck - Engadin - Flüelapaß - Rheintal - Bregenz - Lindau(wegen extrem schlechten Wetters waren die Tagesetappen ziemlich kurz)

Bis auf die ersten drei Touren und die Kocher/Jagstradtour hatte ich meinen Junior dabei, der seine erste Tour mit neun machte(nach Suhl)

Vielleicht bekomme ich noch eine genaue Tourenbeschreibung inclusive Fotos hin.
Grtüße Mille
von: nomoregears

Singlespeed-Tour m. Häng. u. Kind i. NRW - 16.07.06 18:30

Hallo, Forumatoristen,
eigentlich dürfte ich diese Tour gar nicht hier ´reinstellen, weil sie zu kurz war, aber da die Rahmenbedingungen vielleicht doch etwas ungewöhnlich waren, erlaube ich mir die Frechheit.

Weil ich unseren (in zwei Wochen) sechsjährigen Enkel langsam auf den Geschmack bringen will, startete ich vorgestern zu einer ''Anfängertour'' mit nur einer Übernachtung. Kurz was zum Material: Zugfahrzeug war mein treues Eingangrad, Packtaschen Bikepacker Classic, die üblichen drei Kilo Werkzeug (i. BW-Tasche auf Gepäckträger), kleine BW-Tasche am Lenker (für Karte u. Drinks), Salewa Denali 2-Zelt (auf Gepäckträger), zwei Schlafsäcke, ein Baumarkt- oder Kaufhaus-Kinderanhänger (mit ESP 9.0-Naben grins ), Stoffhase, Camping-Gaskocher und, und, und.
Mit Leon (20kg) und mir (64kg) machten sich runde 125kg auf den Weg Richtung holländische Grenze. Mit Kind wollte ich die alte B60 (die ich solo nach Venlo immer fahre) meiden und auf der ADFC-Karte einen netten Weg suchen. Nach derber Verfahrerei gelangte ich schließlich auf eine dieser Ex-Bahntrassen. Die erste kleine Steigung meisterte ich noch mit (zum Schluss) 4km/h, bei der zweiten stieg ich ab. Und musste erst mal das Gespann am Zurückrutschen auf dem Schotter hindern. Während ich in brennender Mittagssonne schob, fragte Leon, weshalb ich denn schiebe. Ächzend erinnerte ich ihn an einen kleinen Selbstversuch in Sachen Hangabtriebskraft, den ich ihn habe machen lassen, nachdem er diese Frage schon mal gestellt hatte. Sehr bald habe ich den Radwanderweg wieder verloren. Leon hat mit dem Singen begonnen, hin und wieder muss ich grinsen. Doch dann tönt es ''zensiert, SCHEEEIIISSEEE'' aus dem Fahrgastraum! 30mal dieses Wort, bis dann ''. . . dass Italien Weltmeister ist'' folgt.
Doch wir sind on road, ich lasse dem Jung´ diese kleine Freiheit. Bis es nach zwanzig Minuten echt zu nerven beginnt. Ich ermuntere den Bengel, doch mal ein anderes Lied zu singen. ''Das bin ich nich´, das is´ der Haaase!'', tönt es von hinten. Da kann man nix machen . . .! Geruhsam geht´s weiter durch ein schattiges Waldgebiet nahe Krefeld-Hüls. HERRLICH lach !!! Der Weg wird zwar zusehends mieser, aber man hat ja Zeit satt.
Leon versucht sich mit meinem Kompass inzwischen als Navigator (der sich anfangs darüber ereifert, dass ich nicht die Richtung einschlage, die die Nadel vorgibt grins ). Unsere Geschwindigkeit ist auf 5-8km/h gesunken, um wenigstens einigen dicken Steinen auszuweichen, die lose auf dem Weg liegen. Plötzlich vernehme ich ein KNACK! Wunderbar, ein Bolzen der Deichselbefestigung am Hänger ist abgeschert traurig böse schockiert !!!
Ich erkläre Leon, dass wir nun unser Abenteuer live haben. Aber zum Glück hab´ ich ja immer ein Sammelsurium an Schrauben, Schräubsken und Muttern in der Werkzeugtasche ´rumfliegen und finde sogar eine M6-Schraube, die vom Durchmesser her passen müsste (als Provisorium). Leider aber nicht von der Länge. Ich stelle Leon eine echte ''Räuber-Hotzenplotz-Übernachtung'' in Aussicht - also Wildzelten grins .
Eine Radfahrerin hält und verweist uns an eine nahegelegene ''Cowboy-Ranch''. Sie sei mit den Leuten bekannt, ich solle von einer Barbara grüßen, man werde uns dort schon helfen. In 20-Meter-Etappen schiebe ich abwechselnd Bike und Hänger zur Ranch, erläutere schnell die Lage, checke eine Unterstellmöglichkeit für das Gespann und eine Mitfahrgelegenheit nach Duisburg.
Nach einer knappen Stunde taucht ein weiterer Cowboy auf, verschwindet in einem der Holzhäuser und kehrt mit einer M6-Schraube in genau passender Länge zurück - nach wenigen Minuten ist das Teil wieder fahrbereit lach ! Wir bedanken uns überschwänglich, starten durch und versorgen uns an einer Tanke mit Getränken. Mit (geschlossenen) Campingplätzen hab´ ich so meine Erfahrungen.
Um es abzukürzen: Am ''Jugendzeltplatz Eyller See'' lese ich auf einem Schild, dass der Platz ab dem 15.7. wieder geöffnet sei. Wir schreiben den 14.7. grins . So biege ich von der Straße in den nächstbesten Feldweg ein, der von einigen Bäumen gesäumt ist. Und wende, nachdem ich sofort von Mücken attackiert werde.
Mittlerweile ist es 22 Uhr, ein malerischer Sonnenuntergang erinnert daran, dass wir bald nix mehr sehen werden. Auf einem Stoppelacker werden wir fündig, neben den Büschen einer S-Bahnlinie. Gemeinsam treten wir die Getreidestoppel platt, die sich zwar immer wieder aufrichten, aber hier gibt´s keine Mücken. Als das Zelt steht, kommt pünktlich der dem Acker zugehörige Landwirt des Weges. Nach kurzer Erklärung der misslichen Lage gibt er sein Okay für die Nacht.
Um 22.40 Uhr öffnet Leon den Reißverschluss seines Schlafsacks. Und zwar so, dass er unten aushakt. Ich habe ihm extra meinen intakten Schlafsack gegeben; ich nehme den alten mit dem kaputten Reißverschluss.
Da ich es bei fast vollständiger Dunkelheit nicht schaffe, den Reißverschluss wieder einzuhaken, muss Leon halt so schlafen wie sein Opa. Und der pöbelnde Hase liegt zwischen uns. Die Rückfahrt verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Abgesehen davon, dass Leon mir während einer Pause mit der vollen Kraft eines Sechsjährigen einen Stein von der Größe eines Hühnereis (nur etwas scharfkantiger) vor´s rechte Schienbein schießt, dass ich mit lautem Schrei umgehend in die Knie gehe . . .
Gruß, Paule

P.S.: Zusammen waren´s 104km - die härtesten meines Lebens.
von: belchenwolfi

Re: Singlespeed-Tour m. Häng. u. Kind i. NRW - 16.07.06 22:02

Was Du Dir da alles von dem kleinen Racker gefallen lässt verwirrt wirr schmunzel bäh schockiert
von: nomoregears

Re: Singlespeed-Tour m. Häng. u. Kind i. NRW - 16.07.06 22:18

Was heißt hier ''gefallen lassen''?! Ich hab´ ihn ja nicht dazu ermuntert. Und wenn´s passiert ist, ist es nun mal passiert. Selbstverständlich hab´ ich ihm nachher ein paar DEUTLICHE Takte dazu gesagt grins .
Gruß, Paule (der im Alter von sechs Jahren - und auch früher - ganz anderen ''Mist gebaut'' hat grins )
von: Hurzelpurzel

Koblenz-Italien - 25.07.06 15:10

Hi,

meine Tour, zu der ich hier so einige Leute vorher ausgequetscht habe ging dieses Jahr von Koblenz nach Italien und dauerte 12 Tage.

1. Tag: Koblenz - Mainz
2. Tag Mainz - Speyer
3. Tag Speyer - Kehl
4. Tag Kehl - Breisach
5. Tag Breisach - Bad Säckingen
6. Tag Bad Säckingen - Altnau
7. Tag Altnau - Kriessern
8. Tag Kriessern - Thusis
9. Tag Thusis - Sorico (Splügenpass)
10. Tag Comer See
11. Tag Sorico - Silvaplana (Malojapass)
12. Tag Silvaplana - Zernez

den ausführlichen Bericht mit Bildern findet ihr
hier

Lg Marion
von: stichel

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 26.07.06 20:19

Hallo Gerhard

Danke für die Fotos. Nun ist das Reisefieber wieder gestiegen. Muss aber noch bis Sept. warten. Dann kann auch ich losradeln.

Weiterhin schöne Touren.
von: HeinzH.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 31.07.06 20:48

Moin,
damit nicht verloren geht, hier der Link zu Kathrins Thread "Einmal längs durch die Mitte Deutschlands"...
Gruß aus Hamburg,
HeinzH.
von: Gerald H.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.08.06 00:06

In 3 1/2 Tagen von Warschau bis nach Deutschland
(Teil 1)

Diesen Sommer hatte ich nicht allzu viel Zeit. Ich wollte eine Mehrtagestour fahren und dabei günstig in festen Unterkünften übernachten.

Sonntag, 16. Juli: Warschau - Gabin 98 km
Einchecken auf dem Flughafen in Hamburg. Bei der Sperrgepäckannahme wurde glücklicherweise bemerkt, daß der Aufkleber für den Zielort fehlte...Es gab kaum Sicherheitskontrollen. Das erste Mal mußte ich keine Luft aus den Reifen lassen.

Der Flug mit Germanwings war klasse: die Sicht war sehr klar. Wie eine Landkarte breitete sich die Landschaft unter uns aus. Direkt unter uns Schwerin, etwas weiter weg Wismar, die Ostsee, die Lübecker Bucht, Fehmarn und am Horizont: Lolland (Dänemark). Dann der nächste Blick: Szechin/Stettin, Rügen (der Kreidefelsen als feiner kleiner leuchtend weißer Strich). Am Horizont weit weg etwas dunkleres inmitten der blauen Ostsee: Bornholm (?). Irgendwann während des Landeanfluges: ein sehr großer mäandernder Fluß. Sehr große Sandstrände und auch Sandbänke, gleißend im Sonnenlicht: die Weichsel.

In glühender Mittagshitze ging es dann vom Flughafen in Warschau los. Der mitgeführte ausgedruckte Routenplaner war schon klasse. Nur einmal verfuhr ich mich total, da ich nicht erwartet hatte, daß selbst Trampelpfade/Fußwege mit in die Routenplanung aufgenommen waren. Na ja, das Navigieren nach Sonnenstand ging gerade noch und schließlich kam ich wieder auf der vorgegebenen Route an.

Auch in den nächsten Tagen gab es so viele Eindrücke. Eigentlich hätte ich mich alle 2 Stunden hinsetzen müssen, um alles aufzuschreiben. Ein Diktiergerät ist eigentlich eine gute Idee! Was ich nach der Tour bemerkte, war, daß man auch bei extremer Kilometerfresserei zwar sehr intensive Eindrücke hat; doch schon einige Tage nach der Reise stellt sich das Vergessen ein. Nimmt man sich mehr Zeit für die Strecke, rastet öfters, legt sogar mal einen Ruhetag ein, dann bleiben die Eindrücke länger haften und man hat auch mehr Erlebnisse abseits des Radfahrens. Auf vergangenen Reisen waren es gerade die Orte, an denen ich Ruhepausen einlegen wollte/mußte, die mir in guter Erinnerung geblieben sind.

Der erste Eindruck von den Menschen in Polen war positiv. Es war so eine Art freundliche Distanziertheit. Am Flughafen ein grimmig dreinblickender Polizist. Auf meine Frage, wo ich denn meinen Transportkarton entsorgen könne, machte er ganz lässig eine Handbewegung, die soviel bedeutete wie "stell den Scheiß einfach bei mir ab, ist schon okay...". Allerdings auch keine Rufe, kein Winken. Kaum eine Reaktion auf mein Grüßen. Nur einmal kam von einer älteren Frau ein freundliches Kopfnicken zurück. Klar, Polen ist Polen und nicht Marokko :-) Was toll war: kein einziges Mal dieses deutsche Gepöble: "daaa iss ein Raaaadweeeeg...".

Die Preise unwahrscheinlich günstig. 1,5 Liter Mineralwasser so zwischen 0,35 ct und 0,50 ct. An einem Imbiss ein Kaffee und noch 1,5 Liter Mineralwasser aus dem Kühlschrank: 1,25 Euro. Im Flugzeug nippten ja einige Leutchen an ihrem Mineralwasser für 3,- Euro und am Eis für 2,50 Euro. Also bei Ryanair/Germanwings geht es (zumindest bei mir) wieder los wie im Zug: Stulle, Mineralwasser, Apfel, Banane, Riegel als Verpflegung mitnehmen...

In vielen Ortschaften gibt es meist hinter einer alten Mauer und alten Bäumen versteckt viel zu entdecken: ein Schloß, ein alter Friedhof, schnörkelige Kirchen, die einem vorgaukeln, in Österreich oder Ungarn zu sein.

Die Straßen waren sehr unterschiedlich. Von total katastrophal bis erstklassig. Die Bedeutung des Wortes "Schlagloch" ist mir jetzt erst klar geworden. Ich würde in Polen niemals bei Dunkelheit fahren: so ein Loch ist meistens 10 cm bis 30 cm tief (in seltenen Fällen geht es noch weiter runter...) und die Form ähnelt oft der eines Kraters. Es ist so, wie wenn der gesamte Straßenbelag eine 30 cm dicke Eisschicht wäre. Nur an einigen Stellen gibts halt nichts. An der Kante des Schlagloches geht es sofort steil nach unten.

An den Rändern stark befahrener Straßen gibt es hohe Asphalt-Absätze, die sich gebildet haben, weil der Belag durch den Druck und die Hitze nach außen gedrückt worden ist. Diese Dinger sind bis zu einem halben Meter hoch. Oh, bei Regen muß es die Hölle sein...

Als es zu Dämmern begann, wurde mir bewußt, daß ich irgendwo übernachten mußte. Wie gerufen lag ein Motel direkt an der Straße: Tankstelle, Restaurant, kleiner Laden und im Obergeschoß halt das Motel. Das Dreibett-Zimmer war sehr geräumig und sauber. Die Dusche im zugehörigen Badezimmer okay. Beim Preis war ich völlig irritiert: 7,50 Euro. Ich hätte wahrscheinlich auch das 5-fache gezahlt und mich noch gefreut...

Beim Abendessen (Piroggen: irgend so ein Mehltaschenteig, bei mir mit weißer Käsefüllung: lecker) waren die Kinder der Wirtsleute (Mattheus 15, Kati 12) sehr an meiner Reise interessiert. Die Unterhaltung verlief auf Englisch, allerdings sehr schleppend.
von: Gerald H.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.08.06 00:37

In 3 1/2 Tagen von Warschau bis nach Deutschland
(Teil 2)


Montag, 17. Juli: Gabin - Margonia 224 km

Irgend ein Tierchen beißt mich gleich auf dem ersten Kilometer. Entweder eine Zecke oder eine Waldameise. Insgesamt auch viele Insekten in der Luft. (Sport-)Radfahrer auf dem Rennrad oder Leute auf dem Mountainbike grüßen immer sehr freundlich.

Die Infrastruktur ist erschreckend (gut). Kein Vergleich zu Deutschland: in jedem kleinen Örtchen mindestens 3 Supermärkte kleinerer Art. Wie lange das wohl noch so bleibt? Lidl, Plus, Aldi, Netto, Penny haben den Kampf schon seit einiger Zeit aufgenommen...

Hotels und Motels überall. In jedem Dorf gleich mehrere Bars: einige Stühle und Tische draußen, wie zufällig einladend unter großen mit Werbeaufdruck der bekannten (mir unbekannten) polnischen Brauerein versehenen Sonnenschirmen postiert. Die Leute trinken schon am Vormittag. Den Überresten nach zu urteilen Dosenbier hauptsächlich an Bushaltestellen.

In vielen Nestern auf Hausdächern und auch auf einigen Wiesen sind Störche zu sehen.


Dienstag, 18. Juli Margonia - Choszczno/Arnswalde: 163 km

In Walcz/Deutsch Krone sind Mädchen bei über 30°C in der Nachmittagshitze dabei, um einen See zu joggen. Am Freibad werden die Zeiten auf deutsch durchgegeben. Rennkanusportlerinnen aus Neubrandenburg im Trainingslager.

Leichtes Abendessen zwischendurch: Salat, Pommes, 0,5 Liter Mineralwasser: 8 Zloty (ca. 2 Euro).

Gegenwind, Hitze, langgezogene Steigungen. Vor einem Supermarkt (eher Landhandel oder Tante-Emma-Laden) stehen weiße Plastikstühle an einem alten Tisch im Staub. Von 3 älteren Männern werde ich gebeten, mich doch dazu zu setzen und nicht apfel- und müsliriegelvertilgend neben meinem Rad zu stehen. Die Menschen werden immer freundlicher - oder ändere ich mich?

Einge Kilometer vor Walcz ein großer heller Rauchpilz. Ich tippe auf die Abgase eines Industriekombinates. Nach etwa einer Stunde fahre ich an den Resten eines Waldbrandes (eine Wiese und eine Böschung bestehen nur noch aus schwarzen Resten) vorbei, gleich gegenüber eine Tankstelle.

Regelmäßig abends geht meine Geschwindigkeit hoch. Es ist sowieso sehr schön, abends zu fahren: die LKW-Fahrer essen Abendbrot oder sind schon zu Hause, die Sonne strahlt sanfter, der Wind legt sich, es wird etwas kühler, der Wald riecht angenehmer, die Grillen sind zu hören, das Rollen auf der Straße erscheint einfacher - der Asphalt scheint nicht mehr so weich (Einbildung?).

Immer noch keine Dosenfahrer, die sich darüber beschweren, wenn ich mal nicht den (wirklich unzumutbaren) Radweg benutze. Ab und zu hupen LKW-Fahrer: an besonders unübersichtlichen Stellen kommen diese einfach nicht an mir vorbei. Da fahre ich dann gerne in die Bankette oder auf den Fußweg - immer kommt ein Dankeschön der Fahrer!

Teilweise sind die Straßen wie in Schweden: ein riesigbreiter Seitenstreifen, auf welchem sich auch zwei Fahrradhängergespanne gefahrlos begegnen können.


Mittwoch, 19. Juli Choszno - Torgelow (D): 136 km

Beim Bauern 1/2 kg Kirschen gekauft. Er war der Meinung, daß ich einfach viel mehr brauche und füllt mir das dreifache ab, ohne mehr Geld haben zu wollen.

Bei Stargard Scz. noch einmal Pause am Wasser.

Dann ein richtig schöner Radweg, bald Schnellstraße ohne Radweg und dann eine Autobahn mit gutem Randstreifen...

Die letzten Kilometer nach Stettin/Szechin hinein eine Katastrophe: 6-spurige Schnellstraßen und ich mittendrinn. Zum Glück war nicht so viel los. In Deutschland wäre das Radfahren auf diesen Straßen sicherlich verboten. In Polen war es vielleicht auch verboten - es hat aber niemanden gestört.

In Stettin/Szechin noch einmal verfahren, dann aber den richtigen Weg zum Grenzübergang gefunden.

An diesem Tag insgesamt 11 LIter Mineralwasser getrunken!
von: Hank

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 15.08.06 11:34

Klasse Beitrag Lutz! Sehr flüssig zu lesen und genau die Informationen, die ein "Nachfahrer" braucht. Ich werde im September einige Etappen im Rahmen einer Atlantik/Pyrenäen-Tour beradeln und dabei gerne Eure Tips (insbesondere die Campingplätze) befolgen. Danke, so macht ein Forum wirklich Sinn und Spaß Hank
von: Wolfgang M.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 20.08.06 17:39

Hallo,

nun reihe ich mich auch mal hier ein. Hier findet ihr einige Bilder meiner Alpentour 2005.

Grobe Streckenbeschreibung:

Flug Köln/Bonn ==> Zürich - Luzern - Giswil - Zweisimmen - Villars - Bex - St.Jean d´Aulps - Cluses - Flumet - Beaufort - Bourg St. Maurice - Brides les Bains - St. Jean de Maurienne - Valloire - Briancon - Condamine - Isola - St. Sauveur s. Tinee - Utelle - Nizza - Eze - San Remo - Albenga - Savona - Albissola - Alessandria - Abbiategrasso - Como - Bellagio - Sorico - Chiavenna - St. Moritz ==> Zug nach Bonn

insgesamt ca. 1600km und ca. 25000 Höhenmeter an 18 Fahrtagen.

Würde mich freuen, wenn euch die Bilder gefallen.
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 20.08.06 17:51

Klasse, tolles Wetter, schöne Strecke und prachtvolle Bilder. Wie müssen die erst monitorfüllend aussehen!

Falk, SchwLAbt
von: Wolfgang M.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 20.08.06 18:03

Hallo Falk,

danke für das Kompliment.

Kommst Du am 23.09. auch in's liebliche Rheinland?
von: José María

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 20.08.06 19:12

Wow was für Bilder, was für Berge, was für ein Wetter. lach
von: Wuppi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 20.08.06 19:38

einfach Spitze .... lach

Rolf
von: Pfälzer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 21.08.06 09:07

Zitat:
Würde mich freuen, wenn euch die Bilder gefallen.


Hallo Wolfgang,

Du darfst Dich freuen.

Gruß aus der lieblichen Pfalz
Werner
von: szaffi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 21.08.06 09:57

sensationelle photos !!! will da auch hin !
von: Wolfgang M.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 21.08.06 10:56

In Antwort auf: szaffi

sensationelle photos !!! will da auch hin !


Kein Problem. Steht alles noch genauso da wie im letzten Jahr grins
von: Irrwisch

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 21.08.06 17:54

In Antwort auf: Wolfgang Mohr


Kein Problem. Steht alles noch genauso da wie im letzten Jahr grins


Die Sonne auch? listig Womit hast Du Dir denn drei Wochen so ein unverschämt gutes Wetter verdient?? grins

Sag mal, vom Abzweig nach La Tour aus (Bild 59) bist Du dann auch weiter Richtung Utelle gefahren? Über diese auf der Michelinkarte so einfach und gerade aussehende Verbindungsstraße von fast gleichbleibender Höhe, die sich in der Realität als ständiges auf und ab (überwiegend aber ersteres) rausstellte, das einfach nicht enden wollte und uns irgendwann ob der zumehmenden Einsamkeit fragen ließ, ob wir hier irgendwann im Nichts enden?
Es war bis La Tour "der gefundene Gehimtipp", um nicht die Nationalstraße bis Nizza fahren zu müssen - und stellte sich dann ab dort als die Höllenetappe der Tour raus. schockiert
Naja, nach zwei Jahren Abstand war es natürlich ein schönes, weil beeindruckendes Erlebnis...

Stimmt, schöne Bilder!

Gruß
Irrwisch cool
von: Wolfgang M.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 21.08.06 18:42

Hallo Uschiwisch,

Zitat:
Die Sonne auch? Womit hast Du Dir denn drei Wochen so ein unverschämt gutes Wetter verdient??


Das ignoriere ich noch nicht mal grins

Zitat:
Sag mal, vom Abzweig nach La Tour aus (Bild 59) bist Du dann auch weiter Richtung Utelle gefahren?


Genauso bin ich gefahren wirr Bis la Tour war alles ganz toll. Und dann begann die D32 nach Utelle schockiert Ich wollte unbedingt dieses hübsche kleine Sträßchen fahren, daß in der Michelinkarte so nett rot-weiß unterstrichen ist. Zeitweise habe ich mich auch gefragt, ob ich irgendwo eine Abzweigung verpaßt habe. Die ganze Strecke über habe ich keine Menschenseele gesehen. Die Straße übersät von Schlaglöchern und Geröll. Und dazu noch ein ständiges Auf und Ab. Letztendlich ging mir dann auch noch das Wasser aus. Und zum Abschluß dann noch dieser dunkle Tunnel, dessen Ende man nicht sehen kann... Da hätte ebenso gut hinter jedem Busch ein böser Wegelagerer stehen können. Eigentlich sollte es an diesem Tag im wesentlichen nur bergab gehen. Stattdessen waren es dann 110km und 1800 Höhenmeter peinlich

Der Campingplatz in Eze mit dem Blick auf Cap-Ferrat hat dann allerdings wieder für alles entschädigt.
von: Jörg OS

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 21.08.06 21:26

Naja, dann auch mal hier veröffentlicht. Ein kurzer Bericht unserer diesjährigen GB-Reise findet sich unter http://tandem-fahren.de/Touren/ntr_2006

Gruß
Jörg
von: FlevoMartin

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 04.09.06 16:44

Hallo zusammen,



bevor dann demnächst auf meiner Homepage noch ein richtiger Reisebericht kommen wird, gibt es bereits bei http://bilder.die-andersecks.de/sverige06/ schon mal einige Fotos unserer/meiner Schwedenreise, die dieses Jahr vom 5.-28. August dauerte und meinen Mitfahrer und mich per Bahn von hier aus nach Sassnitz zur Fähre und mit dieser nach Trelleborg führte, von wo aus die eigentliche Radreise begann.
Diese führte dann wiederum zum Ostufer des Vätternsees, den wir gen Norden raufgefahren sind, wo ich mich von meinem Mitfahrer geplant nach ca. einer Woche Fahrt trennte, da er nach Stockholm weiterfahren wollte, ich hingegen nach Göteborg, um dort beim Liggcykelträff (Liegeradtreffen) teilzunehmen. Da es leider ab der zweiten Woche jeden Tag mal mehr mal weniger regnete, habe ich mich dann von Göteborg aus wieder gen Süden "durchgeschlagen". Und weil letztes Jahr die Heimfahrt ca. 60km vor der Heimat durch einen sehr heftigen Gewitterguss endete und ich mich per Auto hab abholen lassen, wollte ich dieses Mal die Strecke wirklich komplett fahren, was mir mit 4 Tagesetappen von Sassnitz nach Demmin, Berlin, Cottbus und schließlich nach Olbersdorf bei Zittau gelang. 2218km, die trotz des feuchten Wetters in den letzten zwei Wochen durch Landschaft und Leute ein tolles Erlebnis waren.

Sonnige Grüße,
Martin
von: José María

Re: España Malaga via Pico de Veleta Part II...... - 18.09.06 18:10

Tour 2006 España - Malaga via Pico de Veleta Part II.....Bilbao.
von: mille1

Re: España Malaga via Pico de Veleta Part II...... - 19.09.06 12:40

Hallo José
tolle Bilder, es wird Zeit das ich mit dem Rad nach Espana komme.
Ich muß leider momentan krankheitsbedingt pausieren und werde erst nächstes Jahr wieder aufs Rad steigen. Und dann hoffentlich Südfrankreich und Nordspanien.
Tolle Bilder vom Velata. So ähnliche Päße peinlich (natürlich viel niedriger, aber gleiche Wegbeschaffenheit )bin ich in den Alpen schon gefahren. Aber die Höhe gebietet Respekt.
Danke für die Bilder
Grüße Mille
von: José María

Re: España Malaga via Pico de Veleta Part II...... - 19.09.06 18:49

Hola Mille,
es freut mich sehr das dir die Fotos gefallen haben. In España lest sich sehr gut Fahren. Man muss sich nur im Klaren sein das es bergig ist, aber das bist du ja schon gewohnt.
Das Baskenland hat sehr schöne Strecken zu bieten, wenn du nicht so heiß magst wie im Süden Spanien.
Kantabrien, Galicia und Asturien ist auch sehr Grün. Leider muss man eben auch mit Schauer rechnen. Heiß ja nicht um sonst die Grüne Küste.

Zitat:
Ich muß leider momentan krankheitsbedingt pausieren

Hoffe das es nichts ernstes ist. Alles gute.
Saludos
José
von: h.g.hofmann

Re:Tourenfotos/Alpenpässetour 2006 - 19.09.06 18:58

Hallo,
ich habe den Bericht über meine Alpenpässetour jetzt fertig.
Auf meiner HP oder direkt unter folgendem Link :

http://www.hanshofmann-online.de/44001.html

Viel Spass beim lesen und Bilder anschauen.
von: José María

Re:Tourenfotos/Alpenpässetour 2006 - 19.09.06 19:24

Hola Hans,
dein Bericht hat mir sehr Gut gefallen.
Tolle Fotos von eine Traumhafte Tour, und eine Tolle Leistung.
Schöne Grüße
von: mille1

Re: España Malaga via Pico de Veleta Part II...... - 19.09.06 20:00

In Antwort auf: José
Zitat:
Ich muß leider momentan krankheitsbedingt pausieren

Hoffe das es nichts ernstes ist. Alles gute.
Saludos
José

Hola José
leider ist es doch was ernstes.
Ich folge auf Amstrongs Spuren. Soll aber nicht heißen, daß ich nächstes Jahr die Tour gewinne zwinker
Aber allein die tollen Bilder und die Reiseberichte geben mir Auftrieb, ich könnte mich fast wieder in den Sattel schwingen(leider mom. nein bäh )
Liebe Grüße in den Pott
Mille
von: Jakob

Island - 20.09.06 00:43



Hallo

im Sommer 2001 sind wir 2 Monate quer durch Island geradelt. Angereist mit der Fähre über die Färöer Inseln verlief unsere Route erst durch den Norden (Myvatn, Akureyri) um dann über die Kjölur in den Süden und Westen zu kommen (die Highlights waren Vestmennjar-Inseln, Landmannalaugar, Thormörk und Snaefellsness. Einen Reisebericht und Fotos gibts hier: Klick







Winter....







Im Feb/März 2003 sind wir dann in 6 wochen einmal im Winter um Island geradelt. Im Sommer schafft man die Umrundung in 3 bis 4 wochen aber im Winter ist alles ein bisschen extremer und so brauch man vor allem mehr Zeit. Wir hatten vor allem mit permanenten Sturm zu Kämpfen der ein vorwärtskommen oft unmöglich machte. Aufgrund des Golfstroms sind die Temperaturen im Winter nicht allzu niedrig (wir hatten mal eine Nacht mit -10°C, ansonsten war es eher um die 0°C). Als Entschädigung für das mühselige Vorankommen gabs tolle verschneite Landschaften, ein tolles Licht, Ruhe (kaum Touris und keine anderen Radler in den 6 Wochen) und vor allem Polarlichter.
mehr Fotos zur Wintertour und Infos gibts hier: Klick

viel Spass wünscht der Jakob
von: Pfälzer

Re:Tourenfotos/Alpenpässetour 2006 - 20.09.06 10:46

Zitat:
Viel Spass beim lesen und Bilder anschauen.


Hallo Hans,

den Spass hatte ich, zumal ich jetzt erfahren habe dass auch Du ein Warmduscher bist.

Dein Zelt steht ja:
- unter einem Pavillon
- im Windschatten eines Mobilheims
- Zelt in der Tischtennishalle

Na gut, das Schlafen im Ferienhaus wird durch die Nacht auf dem LKW-Parkplatz ausgeglichen. grins

Gruß ins Schwabenland
Werner
von: h.g.hofmann

Re:Tourenfotos/Alpenpässetour 2006 - 20.09.06 21:39

In Antwort auf: Pfälzer



dass auch Du ein Warmduscher bist.




Das trifft mich hart traurig
von: TouRoMan

Fahrradreise von der Schweiz nach SE Asien 2006/07 - 24.09.06 09:53

Hallo an alle Reisebericht-Leser!

Bei dieser Gelegenheit moechte ich auf meine Website aufmerksam machen, wo ihr zahlreiche Berichte und Bilder meiner aktuellen Fahrradtour von der Schweiz ueber die Tuerkei, Iran, Zentralasien und China/Tibet nach Thailand und von dort voraussichtlich noch weiter findet.

Fahrradreise Schweiz - Thailand 2006/07

Momentan bin ich noch im Osten Tibets unterwegs, so ab mitte Oktober sollte ich in Suedwestchina (Yunnan) herumkurven und schliesslich gegen Dezember in Suedostasien ankommen.

Ich hoffe, dieser Beitrag ist in deinem Sinne und passt hierher.

Gruesse, Roman
von: szaffi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 24.09.06 20:58

Howdy Forum !

Mein Bericht von der Sommertour Prag - Südfrankreich ist irgendwannmal doch noch fertiggeworden und auf meiner Homepage zu besichtigen
Ich freue mich über Kommentare oder Verbesserungsvorschläge, es war mein erster Bericht

bis bald
christian
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 24.09.06 22:07

Hast Du es auch altdeutsch? Die Gringosprache löst in mir den unbezähmbaren Schließ-das-Reflex aus.

Falk, SchwLAbt
von: szaffi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 24.09.06 22:35

Ich haette nicht gedacht, dass diese sprache in einem polyglotten und angeblich "weltoffenen" Forum ein Problem darstellen wuerde ....
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 24.09.06 23:15

Das Problem habe eventuell nur ich. Ich fühle mich eben durch die unnötige Amerikanismenüberflutung vereinnahmt - und das auf allen Gebieten. Warum soll ich den Gringos auch noch bei der Vereinnahmung der Welt helfen?

Falk, SchwLAbt
von: WilliEnns

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.09.06 00:03

Holá Falk,
wenn er auch so eng denken würde, dann hätte er den Bericht in Tschechisch verfaßt - das hätte Dir dann womöglich auch nicht gepaßt.
Du wirst Dich mit der Mehrheit der Franzosen damit abfinden müssen, daß die "Welt" sich nicht für Deutsch und auch nicht für Französisch entschieden hat - sondern de facto für Englisch als globale Verständigungssprache.
Übrigens: der Bericht ist Klasse geworden !
Hasta la próxima !
Willi
von: szaffi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.09.06 07:02

Danke !
schmunzel
vielleicht noch kurz zur Erklärung:
Englisch deshalb, weil der Bericht auch an meine englischsprachigen Dylan-Seiten gekoppelt ist (ist das das deutsche Wort für "Link" ??)
Ich glaube zwar Falk verstehn zu können, der mir hier immer wieder als leidenschaftlicher Anhänger geschliffener - und teils Herzmanovsky Orlando-artiger skurriler - Formulierungen auffällt, die ich, ich muss gestehen, meist mit Genuss lese.
Gerade solch einen trifft es wahrscheinlich besonders.
Aber das ganze doppelt zu schreiben, dazu hatte ich nun wirklich nicht die Musse.

Christian
auf Verständnis hoffend
von: dogfish

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.09.06 08:31

Tja, Willi

Da habe ich dann auch ein Problem: Die "Welt" ist (mir) nicht genug. grins

Jedenfalls in unserem Forum, es nennt sich *rad-forum.de*...

Die eigene Homepage für die Welt, nix dagegen.

Aber fürs deutschsprachige Forum?


Gruß Mario
von: Uli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.09.06 10:09

Naja Mario,
das finde ich bisschen zu kurz gesprungen. Der Bericht ist nicht im Forum veröffentlicht, sondern nur der Hinweis darauf. Deinem Gedankengang folgend hätte Christian den Hinweis im englisch-sprachigen Teil des Forums veröffentlichen müssen. Wäre das besser gewesen? Ich weiss nicht ....
Gruß
Uli
von: dogfish

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.09.06 10:51

"Der Bericht ist nicht im Forum veröffentlicht..."

Uli, du sagst es, er steht aber in einem Thread, der da heißt: "Unsere Tourenfotos + -alben + Storys".

Das ist für mich der Unterschied zwischen der "Welt" und uns!


Gruß Mario
von: atk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.09.06 11:13

Ich verstehe wirklich nicht, was du eigentlich willst, bzw. was dir nicht passt.

Darf ein Link auf einen in Englisch geschriebenen Reisebericht hier nicht eingestellt werden? Ist jeder "hier bei uns" dazu verpflichtet, wenn er einen Text auf seinen Seiten in Englisch anbietet, ihn auch auf Deutsch zu bringen?
Oder soll man in diesem Thread gar keine Links anbringen, sondern gleich die kompletten Reiseberichte (dann natürlich auf deutsch grins ) als Beiträge? Das fände ich allerdings ziemlich unsinnig.

Klar, hier im deutschsprachigen Forum soll man deutsch schreiben. Hat "szaffi" ja auch gemacht. Aber man wird doch bitteschön auch anderssprachige Seiten verlinken dürfen.
Wenn "szaffi" schreibt:
Aber das ganze doppelt zu schreiben, dazu hatte ich nun wirklich nicht die Musse.
dann ist das halt so und sein gutes Recht.

Andreas
von: ontour2006

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.09.06 11:50

Hallo zusammen,

obwohl ich gerne radfahre, habe ich das Radreisen erst diese Jahr für mich entdeckt.

Mit dem entsprechenden Zeitpolster sind dabei zusammengekommen

7 Wochen
Frankfurt - Schwäbisch Gmünd- Gunzenhausen - Regensburg - Passau - Linz - Wien - Bratislava - Budapest - Eisenstadt - Marburg- Villach - Spittal - Salzburg - Passau - Nürnberg - Bamberg - Würzburg - Frankfurt


die genauen Stationen mit Eindrücken und Fotos findet man hier Radreisen 2006

5 Wochen
Lübeck - Wismar - Rostock- Stralsund - Rügen- Greifswald - Usedom- Anklam - Frankfurt/Oder - Görlitz- Dresden - Unterbrechung schmunzel - Hof - Saalfeld - Jena - Halle - Dessau

Fotos wieder hier Radreisen 2006 bzw. unter Medien/Alben

Ich habe die Anzahl der Einträge mal auf 15 begrenzt, um die Ladezeiten etwas zu verkürzen.

Und das alles mit meinem ollen KTM-Trekkingrad

Torsten
von: Uli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.09.06 12:22

Hallo "Namensloser",
schöne Berichte, vor allem, weil ich bis auf Wien - Budapest alle Teile der beiden großen Runden selber gefahren bin und viele Dinge ähnlich und viele ähnliche Dinge erlebt habe.
Einen großen Wermutstropfen hat Deine Seite leider: Sie ist viiiiiel zu groß. Selbst mit meiner zig-Megabit-Leitung ins Internet habe ich über eine Minute zum Laden gebraucht.
Gruß
Uli
von: mille1

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.09.06 13:13

In Antwort auf: Uli

Einen großen Wermutstropfen hat Deine Seite leider: Sie ist viiiiiel zu groß. Selbst mit meiner zig-Megabit-Leitung ins Internet habe ich über eine Minute zum Laden gebraucht.
Gruß
Uli

Finde ich nicht. Ladezeit 10 sekunden
grüße Mille
von: szaffi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.10.06 16:58

Zitat:
Hast Du es auch altdeutsch? Die Gringosprache löst in mir den unbezähmbaren Schließ-das-Reflex aus.


Zitat:
Das Problem habe eventuell nur ich. Ich fühle mich eben durch die unnötige Amerikanismenüberflutung vereinnahmt - und das auf allen Gebieten. Warum soll ich den Gringos auch noch bei der Vereinnahmung der Welt helfen?



So.
Damit das erstens Falk'sche Genöle ( grins ) nicht einfach so unwidersprochen im Raum stehenbleibt und zweitens ich mich nicht der Unterstützung der Weltverschwörung zum Behufe der Unterwanderung der teutonischen Identität schuldig fühlen muss, gibt's das ganze jetzt zweisprachig
Viel Spass
Christian

Zum Bericht
von: dogfish

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.10.06 17:22

Bedanke mich für deine Mühe, Christian!

Und damit unser Moderator auch noch mitkriegt, was ich eigentlich will...

@ atk
Lesen wollte ich diesen Bericht,
um nix anderes ging es mir! schmunzel


Gruß Mario
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.10.06 17:24

Klasse, schon um Längen besser.
Zitat:
das erstens Falk'sche Genöle

Hm, hattest Du nicht um Kommentare gebeten?
Interessant dein Ziel "Condom". Hebammen haben es dort wohl schwer.

Falk, SchwLAbt
von: szaffi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.10.06 17:34

Zitat:
Hm, hattest Du nicht um Kommentare gebeten?

hast ja recht, war auch nicht ernst gemeint listig
von: szaffi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.10.06 17:42

Zitat:
Interessant dein Ziel "Condom". Hebammen haben es dort wohl schwer.

das ist das witzige: die franzosen denken sich da nix, dort heisst das "preservatif"
von: Wolfrad

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.10.06 18:31

Zitat:
dort heisst das "preservatif"

Sehr förmlich, um nicht zu sagen steif. Der Volksmund sagt: "capote anglaise" - englische Kapuze...


WdA
von: szaffi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.10.06 18:39

weisst du sicher besser als ich, mein franzoesisch ist absolut verbesserungswuerdig
danke !
von: ludt

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.10.06 19:04

In Antwort auf: Wolfrad


Der Volksmund sagt: "capote anglaise" - englische Kapuze...
WdA


Eigentlich: "(Englischer) Kapuzenmantel". ("Kapuze" = capuchon)

Übrigens existiert "Condom" im Französischen sehr wohl, gilt heute aber als veraltet.
Nicht zu vergessen: Condom liegt im lieblichen Tal der "Baïse" verwirrt

Ludwig
von: Frederick

Re: Unsere Tourenfotos (Tour de Rur) - 01.10.06 23:33

Hallo zusammen,

mit Jürgen (verleihnix) bin ich heute den Rurufer Radwanderweg von der Quelle im Hohen Venn bis Düren gefahren. HIER klicken um meine Bilder zu sehen, die vom Verleihnix kommen noch.

Liebe Grüße

Frederick
von: José María

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.10.06 23:53

Tolle Fotos und Muchas Gracias für die Übersetzung Christian. schmunzel zwinker
von: szaffi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 02.10.06 19:25

! de nada !
von: Frederick

Re: Unsere Tourenfotos (Tour de Rur) - 02.10.06 20:58

In Antwort auf: Frederick
HIER klicken um meine Bilder zu sehen, die vom Verleihnix kommen noch.

Sind jetzt auch da, zu finden im Tour de Rur Jürgen Fotoalbum auf meinem Server.

Viele Grüße Frederick
von: belchenwolfi

Veloland Schweiz im Oktober 2006 - 15.10.06 23:13

Ich bin gerade zurück von einer sehr anregenden und auch anstrengenden Tour über verschiedene Schweizer Veloland-Routen. Den Anfang machte ich mit der Jura-route Nr. 7, daran anschliessend Rhone-Route bis Visp, dann ein Abstecher über den Simplon nach Italien, rüber ins herbstlich-sonnige Ticino und über den Lucomagno ins Graubünden. Je mehr die Tour fortschritt, desto mehr hielt ich es nicht mehr auf den reinen Veloland-Routen aus. Im Jura fuhr ich noch ziemlich exakt nach Route, später wurde mir das zu umwegig, denn ich hatte nur 9 Tage Zeit, leider zwinker

Eins ist klar, wer Veloland fährt (zumindest, wenn er/sie alles mit dem Rad machen will) muss bergtauglich sein. Sonst macht die Sache keinen Spass. Ins Gewicht fallen eigentlich weniger die grossen Pässe, auf die ist man erstens gefasst und zweitens vorbereitet. Es sind die kleinen fiesen Hügeli, die oft verflixt steil sind. Vor allem im Jura sind diese sehr häufig vertreten. Es verging im Jura keine Etappe ohne mindestens 1300 hm. Und es war meine allererste mehrtägige Tour in diesem Jahr. Sonst fahre ich auch immer im Sommer und bin die herbstlichen Temperaturen im Zelt nicht so gewöhnt. Daher habe ich mir vor der Tour einen extra warmen Schlafsack gekauft. Zudem zog ich nachts meistens alle erreichbaren Klamotten auch noch über.
Gewiss sind die Schweizer Routen, oft gelobt, besser angelegt und ausgeschildert als in vielen anderen Ländern. Aber das Radfahren ist trotzdem noch, meiner Meinung nach, verglichen mit dem Autofahren, deutlich komplizierter. Solange man auf einer Route fährt, ist meistens alles ok. Kommt man aber gewollt oder ungewollt mal davon ab, ist man auch hier verloren und muss sich mühsam durch wursteln, bis man endlich eins der ersehnten blauroten Schildchen mit den lustigen Wölkchen findet. Wenn es dann gefunden ist, weiss man oft immer noch nicht, welche Richtung, weil oft keinerlei Ortshinweis darauf steht. Tja, das Radfahren ist eben immer noch nicht richtig als ebenbürtiges Verkehrsgeschehen etabliert. Auch hierzulande nicht.
von: belchenwolfi

Re: Veloland Schweiz im Oktober 2006 - 15.10.06 23:40

1. Etappe: Basel-St. Ursanne. 80,69 km 1358 hm

Bis drei Uhr in der Früh habe ich noch Vorbereitungen getroffen und notwendige Dinge erledigt, die lange liegengeblieben waren. Man will ja schliesslich sorglos auf die Reise.

Am Vormittag des 5. Oktober geht es dann ab durch die Stadt Basel. Noch langsam und zögerlich, ich kann es noch nocht ganz glauben, dass ich dieses Jahr noch weg komme. Der erste Juraberg, die Challhöhe auf dem Blauen, bringt mich dann so richtig ins Schwitzen. Das mangelnde Training macht sich bemerkbar. Es ist kühl und der Wetterbericht unsicher. Heute ist Donnerstag und am Freitag und Samstag soll es regnen...Ab der Challhöhe fahre ich auf einsamen Waldwegen weiter Richtung Westen. Mein ziel für heute ist St. Ursanne, die urige Stadt am Doubs, einem Fluss, der genausowenig imstande ist, geradeaus zu fliessen wie die Veloland-Routen grins Der Jura ist ein Kalkgebirge und Karstgebiet, voll von Höhlen, deren eine ich mal im Rahmen einer privaten Expedition besucht habe, ein unvergessliches Erlebnis.
Nach einer Abfahrt auf einer schmalen Strasse geht es weiter im Lützeltal. Hier macht man einen kleinen Abstecher nach Frankreich. Es geht schnell voran, bis plötzlich... Nein, das darf doch nicht wahr sein: Route barrée! Ich muss kilometerlang eine Umleitung bergauf schieben, zu steil für meinen Trainingszustand+22 Kg Gepäck. SchwLAbt, hier bin ich! Immerhin entdecke ich nach genauerem Hinsehen winzige Umleitungs-Wegweiserchen.
Der zweite Pass heute heisst Col de la Croix und ist die Eingangshürde vor St. Ursanne. Teilweise sehr steil, ich kann gerade noch auf dem 32er Ritzel hochkurbeln. Dann eine einsame Abfahrt auf einer kleinen ländlichen Strasse und schon fängt es an, dunkel zu werden. Entlang dem Doubs fahre ich die letzten Kilometer zum Supermarkt in die Stadt und dann zu einem kleinen Campingplatz etwas ausserhalb. Aber was ist das jetzt? Kein Zelt, kein Wohnwagen? Ich läute. Das erste was ich höre, nachdem sich ein Mann aus dem Fenster gebeugt hat: "Pauvre Monsieur!" Huch, das tönt nicht gut. Der Campingplatz ist zu. Aber dieser nette Herr macht ihn extra für mich auf. Alle Anlagen habe ich nun für mich alleine, welch Luxus! So vergeht ein gemütlicher, einsamer, kalter Abend. Gelegentlich knattert ein Jugendlicher mit seinem Moped vorbei.
von: belchenwolfi

Veloland Schweiz im Oktober 2006 - 16.10.06 00:01

2. Etappe. St. Ursanne- La Chaux-de-Fonds. 69,52 km 1473 hm

Von St. Ursanne aus geht es ganz gehörig bergauf. Manche Stellen muss ich schieben, um mein etwas empfindliches Knie zu schonen. Und an diesem Aufstieg treffe ich die ersten Kollegen überhaupt bisher, ein Radlerpärchen mit Gepäck. Sie übernachten in Hotels und wollen wie ich zum Genfer See, allerdings auf etwas anderen Wegen.
Der Jura ist sehr bergig,. Und sehr rustikal. Das merkt man an den dutzenden Weidezäunen, und -toren, die man auf-und hinter sich wieder zumachen muss, aber auch an den entsprechenden bovinen Ablagerungen, die sich im Lauf der Zeit am Rad ansammeln. Mein schönes Ferraroli. Nicht mehr fotogen für Dogfish traurig Wunderschön abgelegene Wege führen mich nach La Chaux-de-Fonds, dort will ich einkaufen und dann weiter nach Le Locle. Gesagt getan, ich gehe einkaufen, aber dann: Déviation. Wie ich dieses Wort hasse. Gewähr für stundenlange Sucherei und Umwege. Aber dank dieser Déviation sehe ich plötzlich ein Campingplatz- Schild. Ich folge ihm, weil ich für heute eh genug habe und, am Campingplatz angekommen, erfahre ich, der Campingplatz in Le Locle wäre geschlossen gewesen! So hat mich diese Déviation ausnahmsweise vor Umwegen bewahrt anstatt sie zu verursachen. grins

Eiskalt wird es diese Nacht und es giesst in Strömen. Der Regen macht Lärm und ich muss meine Chopin- Musik lauter stellen. Diese Stadt ist auch 1000 Meter hoch ü.n.n. was will man da anderes erwarten. Ansonsten geht es hier schon so lebhaft und multinational zu wie in Frankreich. Prompt packt mich das Fernweh: Provence, Zikaden, Wärme, Lavendel und Weinbergduft, das wär's jetzt. Gibt's aber nicht dieses Jahr, alter Junge, erst nächstes wieder.
von: belchenwolfi

Veloland Schweiz im Oktober 2006 - 16.10.06 00:52

3. Etappe. La Chaux-de-Fonds- Vallorbe. 91,9 km 1435 hm

An diesem trüben, nassen, kalten Morgen habe ich echt Schwierigkeiten, in die Gänge zu kommen. Alles nass, grau, trüb, windig, hu! Nach einer halben Ewigkeit habe ich schliesslich alles gepackt (Wieviel Zeit das immer braucht!) und fahre los, von den wenigen anderen Campinggästen mit ungläubigen Blicken verfolgt: Wie kann sich einer so was freiwillig antun? Sogar ein halb gemurmeltes Wort mit S glaube ich zu hören von einem völlig fassungslosen jungen Mann. Veloland Schweiz live... Aber vielleicht habe ich mir das nur eingebildet. Trotzdem, wer auf diese Art reist, ist auch in der Schweiz noch immer ein Unikum. Die Schweizer fahren Veloland anders. Mit Kind und Kegel. 30 km pro Tag und in aller Regel ausschliesslich im Sommer. Ok ich gebe zu, dass ich etwas übertreibe. Das werde ich noch öfter tun in diesem Bericht. grins




im Laufe des Tages wird das Wetter allerdings besser, es regnet bald kaum noch und ab und zu zeigt sich sogar der blaue Himmel.
Immer wieder kommt es vor, dass an einer Autostrasse steht 18 km bis da und da. Dann steht an der Veloland- Strecke derselbe Ort, aber 24 km. Es ist zum Auswachsen. Lange halt ich das nicht mehr durch. Schon lange träume ich von einer Veloland-Direttissima. Aber noch bin ich einigermassen konsequent.

Das Grossartigste an diesem Tag ist die Abfahrt vom Col de'l Aiguillon nach Baulmes, den ganzen Jura-Südhang hinunter. Man hat das Mittelland vor sich liegen und die Alpenkette. Weite und Licht. Sehr motivierend für die letzten Kilometer nach Vallorbe. Wer Lust hat, kann sich hier die Orbe-Grotte ansehen, eine Höhle, die vom Wasser der Orbe aus dem höher gelegenen Lac de Joux durchflossen wird.
von: belchenwolfi

Veloland Schweiz im Oktober 2006 - 16.10.06 01:23

4. Etappe: Vallorbe- Lausanne 103,94 km 1267 hm

Heute ist Idealwetter. Und das Ersaunliche, es bleibt so bis zum Ende der Tour. Durch die letzten Jura-Pässe fahre ich dem Genfer See entgegen. Am Schluss geht es 1000 m runter durch die Weinberge nach Nyon. Es ist Weinernte auf Hochtouren. Überall der süsse Duft nach Weintrauben. Eine andere, eine sonnige und südliche Welt tut sich auf. Und in der Ferne über dem See erscheint der König der Alpen, der Montblanc.



Die Veloland- Strecke von Nyon bis Lausanne ist zwar scheinbar in einer sehr attraktiven Landschaft am Genfer See angelegt. In Wirklichkeit führt sie meist in ziemlichem Abstand am See vorbei. Und natürlich alles andere als direkt. Kaum eine steile Brücke oder Unterführung, die ausgelassen würde. Etliche zusätzliche Höhenmeter. Wahrscheinlich mangelt es hier an Alternativen,. das Seeufer ist mit Villen zugebaut, die Kantonsstrasse überfüllt und unangenehm. So bleibt einem, wie so oft im Veloland, der Weg durch Industriegebiete, Verteilzentren, Werkverkehrsrouten, Rangierbahnhöfe. Bestenfalls Maisfelder. Vom See sieht man kaum etwas. Veloland auf dem Abstellgleis. Nur der Blick auf den Montblanc bleibt zum Glück erhalten.

So bin ich denn froh, als ich in Lausanne ankomme:
von: belchenwolfi

Veloland Schweiz im Oktober 2006 - 16.10.06 01:45

5. Etappe Lausanne- Visp. 150,5 km 979 hm.

Ich habe mich entschlossen, ins Wallis zu fahren und dann über den Simplon nach Domodossola. Strecke bolzen. Im Herbst. In voller Sonne. Genial, ich hätte nicht gedacht, dass das in diesem verkorksten Jahr nochmal vorkommt. Ich fahre kaum mehr die Veloland-Route (hier wäre es die Nr.1, die Rhone-Route) Zumal es im Wallis seeehr breite Strassen mit schönen Radstreifen gibt, auf denen man, wie heute, bei Rückenwind, wunderbar vorankommt. Ich übernachte in Visp auf einem Campingplatz, den ich schon von früheren Touren gut kenne. Kalt ist es allerdings, ich brauche wieder sämtliche Klamotten für die Nacht.

6. Etappe: Visp- Simplonpass- Domodossola 88, 52km (mit Umwegen auf CP-Suche) 1495 hm(sic!)

Uff, der erste Alpenpass in diesem Jahr. Angenehm, recht wenig Verkehr. Im Sommer wimmelt hier alles vor Lastwagen und Urlaubern. Auf der Hälfte geht mir das Wasser aus und es gibt keine Brunnen mehr. lechz, hechel bäh Aber auf dem Pass mache ich Zwischenverpflegung und alles ist wieder ok, parat für die Abfahrt. Die 80 km/h, die ich früher mal hier erreicht habe, kann ich heute nicht knacken, dafür ist es viel zu windig und ich bin nicht genug in Übung. In Domodossola quartiere ich mich mangels CP in einem kleinen Hotel ein und gehe in eine Pizzeria essen. es ist ein wunderbarer Abend und das bisschen südlichen Chaosverkehr in und um Domodossola habe ich, mich voll hineinstürzend, sehr genossen. grins
von: Anonym

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 16.10.06 10:41

Moin!

mir erscheint dieser Thread der richtige Ort zu sein, um meine neue homepage der Forumsöffentlichkeit zu präsentieren.

Radtouren von mir, welche auf meiner hp auftauchen, sind:

- Hannover-Istanbul-Teheran-Dubai-Bombay-Kathmandu (tw. nicht per Fahrrad)

- Hannover-Paris-Amsterdam-Odense

- Hannover-Danzig-Tallinn-Helsinki-Stockholm-Oslo-Kiel

- Marokko

- Slowenien+Kroatien

- Tschechien

Wer Lust hat, der möge sich das Ganze doch einmal anschauen. Die Adresse ist http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~rsolecki . Ich würde mich auch sehr über Anregungen und evtl. sogar über Kritik freuen... grins

Gruß von Roland
von: Holger

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 16.10.06 12:48

In Antwort auf: Roland83
[…]mir erscheint dieser Thread der richtige Ort zu sein, um meine neue homepage der Forumsöffentlichkeit zu präsentieren. […]


Mir erscheint das allerdings nicht als der richtige Ort, denn ich schaue normalerweise nicht in diese unübersichtlichen und meiner Meinung nach überflüssigen Monsterthreads rein (Bin ich da eigentlich der einzige? Gut, hier wird mir wohl niemand diese Frage beantworten können grins ). Die Vorstellung einer neuen eigenen Radreise-Homepage ist doch wohl einen eigenen Thread wert!

Zumal sie mir ganz gut gefällt! Schöne Farben, schöne Fotos, schön sachlich aufgebaut. Einen Vorschlag hätte ich noch: Ich finde es meist schöner, wenn man sich die Bilder in einer Übersicht anschauen kann und nicht durchklicken muss.

Gruß
Holger
von: Anonym

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 16.10.06 14:37

Danke für Deinen Kommentar, Holger (die erste Rückmeldung seit die hp online ist... lach )


In Antwort auf: Holger


Die Vorstellung einer neuen eigenen Radreise-Homepage ist doch wohl einen eigenen Thread wert!


Ich war mir nicht so sicher, ob das hier wirklich so üblich ist. Zumal ich bereits eine homepage hatte (www.roliontour.de), nur dass diese eben nicht von mir selbst angefertigt worden war.


In Antwort auf: Holger

Zumal sie mir ganz gut gefällt! Schöne Farben, schöne Fotos, schön sachlich aufgebaut. Einen Vorschlag hätte ich noch: Ich finde es meist schöner, wenn man sich die Bilder in einer Übersicht anschauen kann und nicht durchklicken muss.


Danke für die Blumen! Deinen Vorschlag habe ich bereits erwartet, ich dachte selber schon daran. Zumindest bei der Nepal-Tour mit über 50 Fotos wäre es sicher sinnvoll. Ich weiß aber momentan nicht genau, wie man so etwas geschickt umsetzt und habe eigentlich auch keine Zeit, mich weiter mit der hp auseinanderzusetzen. Zumindest vor Weihnachten. Ich denke noch drüber nach und hoffe insgeheim, dass das Durchgeklicke kein zu großes Ärgernis darstellt...

Gruß von Roland
von: belchenwolfi

Veloland Schweiz im Oktober 2006 - 18.10.06 00:37

7. Etappe, 11.10.2006, Domodossola-Acquarossa (Bleniotal,Ticino)
114,18 km 1259 hm

Ein recht steiles Flusstal, das Val Vigezzo, führt mich nun hinauf gegen Richtung Santa Maria Maggiore. Heute sind viele Baustellenlastwagen unterwegs. Sie keuchen langsam die z.T. recht enge und steile Strasse empor. Jeder zieht eine Kolonne ungeduldiger PKW-Fahrer hinter sich her. Die Strasse liegt voller Kastanien und deren stachliger Hüllen. Sie können meinen Marathons jedoch nichts anhaben. Diese haben auf der ganzen Tour keine Schwäche gezeigt. Kastanien (Marroni) gehören zum Tessin wie Eidechsen, Grotti, Rustici und der Lago Maggiore. Auf letzteren halte ich nun zu, Richtung Locarno. Erstaunt sehe ich die grosse Kirche Sta. Maria Maggiore auftauchen. Ich reihe mich in die vielen Touristen ein, die hier fotografieren, ein Stück Mailand oder Venedig mitten im Hochgebirge:


Das Wetter ist super schön, genau richtig für die traumhafte Abfahrt durch das Centovalli. Hundert Täler heisst das übersetzt. Und man sieht tatsächlich sehr viele sehr abgelegene Täler an sich vorbeirauschen.

http://www.youtube.com/watch?v=6-Ifs9PgYGM

In Ascona mache ich eine gemütliche Mittagspause im lauschigen Park am See, bevor es, getrieben von unterstützendem Rückenwind, durch Magadinoebene und Riviera Richtung Biasca weitergeht. Die Velolandroute verläuft hier sehr schön und verkehrsarm über kleine Strassen. Hier kann ich sogar eine Weile lang mit einer Gruppe Rennradlern auf Trainingsausfahrt mithalten. So erreiche ich denn bald das Bleniotal und Acquarossa, wo ein Campingplatz tief unten im Tal und im Wald liegt. Es wird wieder kalt in dieser Nacht und so verwende ich meinen Kocher nicht nur zum Nudeln kochen, sondern auch, um das Zelt etwas zu heizen. Die Folge:

Ein Soloauftritt als Zeltgeist. Aber als sich die Dünste wieder verzogen haben, ist es gemütlich warm zum Einschlafen:

von: belchenwolfi

Veloland Schweiz im Oktober 2006 - 18.10.06 01:44

8. Etappe: Acquarossa- Bonaduz 98,75 km 1865 hm

Lukmanier oder Lucomagno heisst der Pass, der mir nun (zum mindestens 6ten Mal in meiner Laufbahn) bevorsteht. Jedoch will ich diesmal nicht wie sonst die normale Strasse nehmen, sondern die Veloroute an der linken Talseite. Steil!!! Aber was man an Tempo verliert, gewinnt man an Höhe und eine Abkürzung ist es diesmal sogar auch noch. Und es gibt viele schöne Kleinigkeiten anzuschauen: Bächlein, kleine Schluchten, Tessinerhäuser ganz aus Natursteinen. Allerdings steht an jedem dritten Haus "da vendere", "zu verkaufen" Die Bevölkerung hier scheint in Massen abwandern zu wollen. Diese Häuser werden meist von Deutschschweizern gekauft, die sich hier kleine Feriendomizile leisten.
Im Hintergrund dominiert über dem sympathischen Örtchen Olivone der Sosto, das Matterhorn des Bleniotals:



schon von klein auf hat mich dieser Berg fasziniert. Vielleicht werde ich den Traum einer Besteigung einmal noch verwirklichen. Jemand wie ich, der mit zwei Rädern weiter kommt als mit zwei Füssen, braucht dazu einen Bergführer, habe ich mir sagen lassen


Auch an der grossen Passstrasse, die man etwa in halber Höhe erreicht, gibt es zwei Veloabkürzungen. Die erste ist kein Problem, aber die zweite ist ärgerlich, weil einen die Veloschildchen wieder einmal mitten durch ein allgemeines Fahrverbot schicken. Schon in der wunderschönen Altstadt von Bellinzona hatte ich am Tag zuvor kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen, dass die Veloland- Schildchen einen mitten durch die Einbahnstrasse lotsen. Man weiss nicht, wem man für diesen Unfug nun grollen soll, den Tessiner Verkehrsbehörden oder den Veloland-Machern...Durchfahrt nur mit Bewilligung steht hier nun. Ich fahre natürlich trotzdem weiter. Nur ein Abbruch der Strasse mit Schieben durchs Gelände könnte mich abhalten.

Mitten in der Talflanke ein weiteres Fahrverbot. und kurz darauf folgendes:


Aber von diesem ungeheuren Bergsturz lasse ich mich auch nicht abhalten, weiter zu fahren.


Der "Luco" wie ich ihn nenne, ist nicht der steilsten einer. An seiner Seite gibt es manch erstaunliche Dinge, wie z.B, die Karstquelle des Flusses Brenno, die sogar schon von Höhlentauchern erforscht wurde, oder interessante geologische Aufbrüche und Erosionstäler, in denen man wunderbar herumspazieren kann.
Die eigentliche Passhöhe ist hier höher als der Pass. Sie liegt in einer später gebauten Galerie, die errichtet wurde, nachdem ein See zur Stromerzeugung aufgestaut wurde, der die alte Passstrasse wohl unter Wasser gesetzt hat. Nach der Galerie geht es rasant hinunter nach Disentis in den Kanton Graubünden. Mit dieser Abfahrt hat es heute allerdings für mich noch kein Bewenden, ich fahre noch durch die Rheinschlucht bei Ilanz, die ich bei einsetzender Dämmerung erreiche,



bevor ich mich in dem komfortablen Velohotel Alte Post in Bonaduz einquartiere. Ein Zimmer für 90 Sfr., nicht gerade billig, aber die Leute sind sehr nett und es ist ein sehr sympathischer Familienbetrieb. Ich schwelge heute in Wildgerichten samt dazugehörigem lokalem Wein und Vermicelles, einer Paste aus gekochten Kastanien mit Rahm, bevor ich in dem allerdings etwas kleinen Zimmer zur Ruhe komme.
von: belchenwolfi

Veloland Schweiz im Oktober 2006 - 18.10.06 01:59

Die 9. und letzte Etappe. Bonaduz- Riehen b. Basel 240,26 km 956 hm

So eine lange Etappe bin ich noch nie gefahren. Ich will unbedingt noch am Freitag Abend heimkommen, und so mache ich mich denn in Bonaduz mit gehörig Schmackes auf den Weg. Ich passiere den Walensee




Franz Liszt hat hier ein wunderschönes Klavierstück verfasst, das die Alphornmotive dieser Gegend verwendet: "Au Lac de Wallenstadt" sobald ich daheim bin werde ich es am Klavier ausprobieren, denke ich mir.

Auch das folgende doofe Schild kann mich von nichts abhalten. Ab 25% wirds doch erst richtig spannend. Diese Leute haben wohl keine Ahnung, was moderne V-Brakes für Kräfte haben.


Um 5 Uhr erreiche ich Zürich. Und abends um kurz vor elf Uhr bin ich daheim, allerdings ziemlich erschöpft. Aber:

Es hat sich wieder mal gelohnt!
von: traumtreter

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.11.06 11:55

na da muss ich meinen senf auch noch dazu geben:

gerade auf dem rueckweg in die heimatlichen gefilde nach 14 monaten auf dem Rad dem amerikanischen Doppelkontinent folgend.
www.Traumtreter.de - auch die letzten Bilder werden bald folgen.

hannes
von: Kanis

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 05.11.06 16:03

Hallo,

Ganz tolle Bilder, bravo. Stelle gerade fest, dass auf einigen Bolivien/Peru Fotos ein kleiner Fleck oben links ist. Genau wie mit meinem Digital-Apparat durch Feuchtigkeit. Im Moment ist der Fleck weg.

Nette Grüsse,

Kanis
von: traumtreter

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 05.11.06 20:43

danke ;-) ...
Ja, das mit den bildern ist grosser mist. hab den fleck zu spaet bemerkt, als ich schon einige bilder gemacht hatte ... und musste mir eine neue kamera kaufen. Keine ahnung was es ist, jedoch nicht nur ein wasserfleck.
hannes
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.11.06 01:22

Bisschen unangenehm ist die Buchhaltersortierung. Sollte es nur mir so gehen, dass ich die Fuhre vorwärtszählend erwarte? Ein Krimi, der mit der Lösung anfängt, ist doch auch nicht das Wahre.

Falk, SchwLAbt
von: Silberkarausche

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.11.06 20:51

Hallo!
Ich habe zwar keinen Bericht beizutragen, da ich aber nächstes Jahr event. 3 Wochen nach Schottland fahren will, suche ich einen Reisebericht von dort. Hat vielleicht einer einen Tipp wo einen finde?

Gruß Robert
von: Kanis

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 16.11.06 20:11

Hallo,

Da gab es doch vor einiger Zeit einen Kinofilm, der im Ort Condom spielt grins . Ich kenne nur den franz . Titel:
le bonheur est dans le pré (das Glück ist in der Natur/Wiese).

Grüsse,

Kanis
von: ChrisB

Albanien (süd) und Mazedonien - 24.11.06 03:10

Albanien (süd) + Mazedonien 24.10.-10.11.06

Route: Igoumenitsa-Vlore-Fier-Berat-Permet-Korce-Ohrid-Debar-Mavrovi Anovi-Kicevo-Prilep-Valandovo-Thessaloniki.

1.Tag:
Flug nach Kerkira, Übernachtung im Hotel Europa nahe am Fährhafen.

2.Tag:
(Igoumenitsa-Sagiada-Konispol-Butrint-Sarande-kurz hinter Gjashte)
Fähre nach Igoumenitsa, Proviant auffüllen, bei sonnigem Wetter lasse ich beim Mittagessen auf der Promenade viel Zeit verstreichen. Als ich in Sarande ankomme, haben die Banken schon geschlossen. Ein paar hundert Meter nach einer kleinen Kirche rechts unterhalb der Strasse zelte ich links oberhalb hinter verlassenem Häuschen.
85km, 16,3Ø, 5:12

3.Tag:
(Lukove-Borsh-Himare-Dhermi)
Ständiges auf und ab auf schöner Strecke entlang der Küste, in Dhermi beginnt neue Asphaltstrasse. Sehr gute Verpflegungsmöglichkeiten, morgens bekomme ich 1,5l Wasser geschenkt, in Himare Raiffeisen Bank Filiale. Kurz vor dem Anstieg zum Llogorase-Pass führt links eine Piste zum Strand runter, wo ich mein Zelt aufschlage.
75km, 11,4Ø, 6:33

4.Tag:
(Llogorase Pass-Orikum-Vlore-Ferras)
Fast eine dreiviertel Stunde schiebe ich mein Rad hoch zur Strasse. Dummerweise habe ich am Vortag in Dhermi kein Wasser eingekauft, so stehe ich nun nach dem Frühstück wieder ohne da. Die Bienenstöcke am Strassenrand habe ich gestern schon gesehen. Zum Glück treffe ich dort jemanden an, der mir wohl an einer Quelle die Flasche auffüllt (von der Strasse aus nicht sichtbar). Ab Orikum viele Restaurants und Cafes. Kurz vor Vlore kommt mir doch glatt eine Rennradgruppe Kiddies entgegen, die meisten fahren Bianchi. Ab Vlore viel Verkehr. Hinter Ferras fahre ich rechts von der Strasse unter den Eisenbahnschienen durch, wieder rechts und gleich wieder links und noch etwas auf dem Feldweg weiter, wo ich auf einer Wiese zelte.
78km, 13,2Ø, 5:56

5.Tag:
(Fier-Roskovec-Berat- ca.18km hinter Berat)
Übelster Verkehr um Fier, viele Lkws, schlechter Strassenrand, mit Abstand der unschönste Teil der Tour. Umso schöner Berat. Im Ort über die Brücke (Glorica ausgeschildert) und auf die Piste Richtung Kelcyre, im Stile einer alten Römerstrasse. Es geht bergauf und irgendwann führt die Piste am Bergkamm entlang und man geniesst die Aussicht zu beiden Seiten. Nette Begegnung mit einem Albaner: Er zu Fuß, aber genauso schnell, wenn ich Pause mache überholt er mich, dann ich ihn wieder usw. Leider spricht er keine Fremdsprache, aber bei der dritten Begegnung (ich Pause) steht er etwa eine Minute neben mir und wie ein Geistesblitz fällt ihm wohl doch noch ein Wort deutsch ein: "Warum?" er deutet auf den tollen Pistenbelag und dann auf?s Rad. Ich Schulterzucken und Grinsen. Wenig später überhole ich ihn dann ein letztes Mal, er sitzt auf einem Stein und geniesst die tolle Aussicht ins Tal und auf die Berge. Ich: "Warum!" und zeige in die Landschaft. Er versteht und wir grinsen beide. Mehrere schöne Zeltmöglichkeiten rechts und links der Strasse.
84km, 12,9Ø, 6:30

6.Tag:
(Gllaves Pass-Buz-Tepelene-Kelcyre)
Weiter auf der sehr schönen Piste bei tollsten Herbstwetter und -farben. Zeitweise Top of the World Hwy Feeling. Kann die Strecke nur empfehlen. Leider verfahre ich mich bei dem Rumgekurve gegen Ende, wenn's wieder runter ins Tal geht. Als ich merke, dass die Strasse rechts um den letzten Berg führt, habe ich keine Lust nochmal hochzufahren. Hinter Kelcyre geht die Strasse eine zeitlang geradeaus. Kurz vor der ersten Kurve geht's rechts runter zum Fluss: Zelten.
88km, 12,9Ø, 6:50

7.Tag:
(Permet-Leskovik)
Nach 50min im Regen wärme ich mich in Permet erstmal im Cafe auf. 1std später ist die Sonne wieder da. Ich lasse mir Zeit (Essen, nochmal Geldwechseln, einkaufen, beim Berber rasieren, Essen). Zwischen Permet und dem Abzweig nach Leskovik der schönste Teil der Strecke: die Nordwand des Drites mit den zwei vorgelagerten Bergkegeln. Danach bis Leskovik nur bergauf, etwas später zelten im Wald.
65km, 12,5Ø, 5:10

8.Tag:
(Erseke-kurz vor Korce)
Strecke ganz nett, aber nicht so schön wie am Vortag, die albanischen Hunde nerven gleich an 4 Stellen gewaltig und extremer Gegenwind. Habe festgestellt, dass Hunde erst ab 30 km/h abgehängt werden können, bei 6km/h im Gegenwind den Berg hoch eher nicht...gebissen hat zum Glück keiner. Zelten lieber vor dem letzten Pass vor Korce, Zeltplatz auf gepflügtem Acker weniger empfehlenswert.
84km, 13,3Ø, 6:20

9.Tag:
(Korce-Maliq-Tushemisht-Ohrid)
Erst langweilig, Ohridsee östliche Küstenstrasse wieder schön. In Ohrid Privatzimmer.
80km, 17,2Ø, 4:40

10.+11.Tag:
(Ohrid)
Ruhetage, Kälteeinbruch, aber lecker Essen in günstigen Restaurants. Tagsüber 0° mit starkem Wind aus Nord, bin am überlegen wie's weitergeht, denn mein schöner Winterdaunenschlafsack liegt natürlich in Deutschland und auch sonst habe ich nicht mit solchen Temperaturen und dem schei... Wind gerechnet.

12.Tag:
(Ohrid-Struga-Debar-Mavrovi Anovi)
Die Runde durch Mazedonien wird also verkürzt, v.a. keine Pistenfahrten. Also ein Tag nach Norden, darauf hoffe ich auf Seiten- oder Rückenwind. Schöne Strecke meist am Fluss entlang, teilweise kurz vor Debar auch ein paar extra Höhenmeter zu ein paar Ortschaften, aber nicht anstrengend. Fahre nun im Winter, alles ist weiss. Das letzte Stück geht's nochmal bergauf nach Mavrovi, nun liegt auch auf der Strasse Schnee/Eis, vor allem den rechten Fuss spüre ich am Ende nicht mehr und auch das häufige schütteln der Trinkflasche bringt nix: Wasser und Trinkverschluss frieren ein. Am Ortseingang links übernachte ich im Hotel Medenica, ganz okay. So fertig war ich selbst auf den französischen Alpenetappen nicht annäherend. Vier Stunden liege ich halb wach im Bett und gehe um 23Uhr noch lecker und günstig in ein gemütliches Restaurant Abendessen. Der Blick über den See auf Mavrovo mit Skigebiet bei sternenklarer Nacht passt irgendwie nicht zu Radtour, ich fühle mich wie im Skiurlaub.
114km, 15,4Ø, 7:26

13.Tag:
(Straza Pass-Kicevo-Mak.Brod-Prilep)
Zum Glück hat der Wind nachgelassen und es wird langsam wärmer. Im Gegensatz zu Albanien ist in Mazedonien wahrscheinlich keine geteerte Strasse steiler als 7%, also alle Pässe angenehm zu fahren. Prilep Übernachtung Hotel Sonce.
112km, 19Ø, 5:54

14.Tag:
(Pletvar Pass-Kavadarci-Negotino-Valandovo)
Autobahn war bis Kapija fertig ausgebaut, fahren auf selbiger kein Problem, auch mich überholende Policia hat's nicht interessiert. Hinter Kapija landschaftlich schöne Fahrt durch's Vardartal. Die Strecke von Ohrid über Debar nach Mavrovi mag ja noch ganz schön sein, aber alles andere, was ich in Mazedonien gefahren bin ist landschaftlich langweilig, vor allem wenn man aus Albanien kommt. Hinter Valandovo nach dem Abzweig nach Doirani rechts Zeltmöglichkeit.
114km, 19,6Ø, 5:50

15.-18.Tag:
(Dojran-Nea Mesimvria)
Entspannte Fahrt bis vor die Tore Thessalonikis, wo ich bei Evangelos übernachten muss und auch noch Essen serviert bekomme. So sind se, die Griechen.
90km, 18Ø, 4:58
Am nächsten Morgen stehe ich schon vor 9 am Hotel Rex und habe 2 Tage in Thessaloniki zum erholen.
von: ChrisB

Re: Albanien (süd) und Mazedonien - 26.11.06 13:22

Hallo zusammen,

zm editieren zu spät also nochmal Infos:

Ende Oktober nutzte ich das günstige Angebot eines last minute Fluges nach Korfu, um die Gelegenheit einer Radtour durch Südalbanien und Mazedonien wahrzunehmen. Infos bezog ich im voraus von Jans Internetseite (Länderinfos Albanien), hier noch ein paar Bilder und googlen hilft auch.
Von Albanien war ich absolut positiv überrascht. Das etwas mulmige Gefühl kurz vor der Grenze (alleine durch Albanien) wich schnell der Freude dort zu sein. Die Landschaft toll, die Menschen, auch die Kinder, freundlich, hilfsbereit und nicht aufdringlich. Verpflegung kein Problem, überall Obststände an den Strassen, leckeren Cafe, generell günstig, was Einkauf und Essen betrifft. Stechgaskartuschen habe ich in Permet und auch Mazedonien gesehen, aber nicht nach gesucht. Eine Premiere gab's diese Reise: Wildcamping, und das gleich die ganze erste Woche. Hat Spass gemacht, "duschen" mit 2l Wasser, die absolute Ruhe nachts an teilweise traumhaften Orten.
Die Angaben in den o.g. Länderinfos kann ich für meine Strecke bestätigen, Bankfilialen in jedem grösseren Ort. Ich nutzte die Rkh-karte Albanien 1:220000. Es gibt sicher bessere: Orte liegen nicht immer dort, wo sie eingezeichnet sind, mal ein km von der Strasse weg, mal doch an der Strasse, Höhenlinien bringen nicht viel, es geht sowieso meist hoch oder runter. Den Mazedonienteil aus der freytag&berndt Serbien-Montenegro Mazedonien 1:500000 Karte habe ich rausgeschnitten, reicht für Asphaltstrassen völlig aus.


Hier noch wenige Vokabeln, die den Einstieg erleichtern (geschrieben wie gesprochen):

Albanisch:
Guten Morgen - mirmenjes
Guten Tag - mirdita
Danke - felemenderit
Tschüss - miropavtschin

Mazedonisch:
Guten Tag - dober den
Danke - blagoderem
bitte - molim
tschüss - prijetne
ja - da
nein - nä
1,2,3 - ädn, dwa, tri
von: Falk

Re: Albanien (süd) und Mazedonien - 26.11.06 15:29

Offenbar stehen die Makedonier also den Bulgaren näher als den Serben. Das musss ich mir merken.
Sag aber auch dazu, dass sie kyrillisch schreiben!

Falk, SchwLAbt
von: wila

Re: Singlespeed-Tour m. Häng. u. Kind i. NRW - 05.12.06 19:38

Hallo Paule,

hab grade deinen Bericht von der Niederrheintour gelesen, hab micht echt kaputtgelacht. Kann mir lebhaft vorstellen wie du alles gegeben hast, den singenden Hasen immer im Genick, holpernd über die niederrheinischen Kappesfelder, nenene....

Hab auch schon ein paar schöne, leider auch nur Tagesetappen, im Dreieck Moers-Rheinberg-Kamp-Lintfort gemacht, hoffentlich kommen noch welche hinzu, ich mag die Gegend irgendwie, weiß auch nicht warum. Weißt du es vielleicht?

Gruß Wilfried
von: Der Wolfgang

Ostküste Schleswig Holstein - 08.01.07 22:54

Moin,

jetzt versuche ich es auch mal. Mit 3 Übernachtungen gehört er gerade so zu den Radtouren, mein erster Reisebericht. Wollte die Bilder eigentlich einzeln einbauen. Will aber nicht so wie ich mir das vorstelle darum gibt es am Ende einen Link zum Album. Ich hoffe es ist nicht zu viel für 4 tage und es macht spaß zu lesen.

Grüßli Wolfgang

PS Ist noch nicht fehler korigiert.


25.09.06

Um 8.35 Uhr verlässt der Zug pünktlich den Bahnhof in Husum Richtung Kiel.
Preetz Bahnhof, eines dieser wunderschönen Radlschilder zeigt mir, es sind noch 20 Km bis Plön. Wenig später nur noch 13 Km, dann 12 km und weitere 5 Km später, schon etwas außerhalb, 18,1 km? Muss ich nicht verstehen. Es sind dann doch ziemlich genau 20 Km, bis ich Plön erreiche.

Für diese Tour hatte ich mir vorgenommen öfter als sonst zu fotografieren. So nutze ich den ersten schönen Ausblick über einen See, bringe das Rad in Position, soll ja auch mit drauf sein, stell die Kamera ein, ein Meter nach rechts oder doch eher etwas links, etwas rauf, etwas runter, endlich passt alles. Ich drücke auf den Auslöser und nichts passiert. Batterie leer. Das erste Bild muss dann noch ein bisschen warten. In Plön versorge ich meinen Foto erst mal mit neuen Batterien, bummle ein wenig durch die Stadt, bestelle mir in einem Cafe am Markt Pellkartoffeln und Quark zum Essen, beobachte die Menschen und so langsam kommt das Urlaubsgefühl in mir hoch. Zum Abschluss trinke ich noch einen Espresso und dann geht es weiter Richtung Küste.

Auf dem Weg nach Malente begegne ich einem Schweden. Während der letzten Eiszeit kam er hierher. 126 Tonnen leicht, ca. 2 Milliarden Jahre jung. Ein Findling aus Granit. Nicht weniger interessant ist ein Schild, „Schweiz 830 Km“ steht darauf. Ein verlockender Gedanke. Mal schnell in die Schweiz zu fahren. Ich verschiebe das Vorhaben auf ein andermal und radl weiter Richtung Eutin.

In Eutin angekommen versorge ich mich erst einmal mit Nahrungsmitteln.. Bananenmilch, Schokolade und Kaffeestückchen. Mir ist nach Picknick im Grünen. Beim Versuch Eutin nach Radwegeschildern zu verlassen, verliere ich die Orientierung. Überall hat es Parkplatzschilder, nur wie ich wieder rauskomme, das erfahre ich nicht. Irgendwo am Schloss kommt eine Gruppe junger Mädchen auf mich zu. Sie sind auf Stadtrallye und fragen mich ob ich von hier bin. Als ich ihnen gestehe, dass ich selbst nicht weiß wo ich bin, holen sie einen Stadtplan hervor und zeigen mir meinen Standort. Ich drehe noch eine Runde um das Schloss, mache Fotos und verlasse die Parkplatzstadt . Schön war’s in Eutin. Der Schlosspark, der See, das Wetter. Ich fühle mich eingebettet in die Umgebung.

Etwas außerhalb pattroulieren zwei Stadtangestellte mit blauen Poloshirts und Eutinwappen auf der Brust mit Rädern durchs Gelände. Ich halte sie an und frage sie nach dem weiteren Weg zu meinem nächsten Ziel. Bereitwillig geben sie mir Auskunft und wir kommen ein wenig ins Gespräch. Sie wollen wissen woher ich komme und wohin ich fahre. Sie erzählt mir daß sie auch schon mit dem Rad auf Reisen war. Allerdings mit Hotelübernachtung. Es klingt so, als wolle sie sich dafür entschuldigen. Beide wünschen mir noch eine gute Reise und ich fahre den von ihnen beschriebenen Weg am See entlang. Ein Ausflugsschiff zerteilt die fast glatte Wasseroberfläche, Spaziergänger grüßen freundlich, eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch, die Sonne blinzelt durch die Wolken, ein herrlicher Tag, mehr will und brauch ich nicht.

Ich verlasse den See und fahre nun quer über das Land mit dem Ziel Ostsseeküste. Über schmale Straßen und Alleen geht es durch kleine Dörfer wie Gamal, Vinzier, Gömnitz nach Roge. Von Roge nach Neustadt vernichte ich meine mühsam gesammelten Höhenmeter. Nicht, daß es hier richtig hoch hinaus ginge. Nein, auf 10 Meter aufwärts kommen 5 Meter abwärts. So kamen auch einige Höhenmeter zusammen, bis ich den höchsten Berg des Tages erklommen hatte. Gömnitzer Berg, 94 Meter.

Voller Vorfreude auf das Meer erreiche ich Neustadt. Hier werde ich von viel Verkehr und schlechten Radwegen empfangen. Ist mir egal, ich will das Meer sehen. Und dann ist es endlich da, das Meer. Der erste Blick in den Hafen ist ganz nett reißt mich aber nicht von den Socken. Vielleicht wird es Richtung offenem Meer besser. Ich folge den Ostseeküsten- Radwegschildern. Vorbei am Hafen zum Strandbad hin wird der Weg immer schmaler, die Oberfläche immer schlechter und die Fußgänger immer häufiger. Mit dem offenen Meer erreiche ich die Bettenburgen für die Touristen. Nichts wie weg, ist mein einziger Gedanke. Noch ein Bild von einem der 70er Jahre Bauten, die mich mit hässlich grünen Balkons angrinsen und dann Flucht.

Eine ganze Ecke weiter legt sich der Wahnsinn langsam wieder. 10 nach 6 erreiche ich einen kleinen, etwas abseits liegenden Campingplatz hinter Grömitz. Meine Suche nach dem Platzwart ist vergeblich. „Der Platzwart ist schon zuhause“, klärt mich eine ältere Dame auf. „Jetzt ist hier nichts mehr los. Nur noch die Dauercamper sind da zum Einpacken, ab nächster Woche ist keiner mehr da“. Sie weist mir meinen Platz zu und gibt mir Ihren Duschenschlüssel. „Das geht schon in Ordnung. Wenn ich den Wart morgen treffe, kann ich ja alles Weitere regeln“.

Frisch geduscht esse ich noch etwas und gehe noch eine Runde im Dunkeln am Strand spazieren. So sieht die Welt doch wieder viel besser aus.



26.09.06

Noch bevor die Augen sich öffnen melden die Ohren Regengeräusch an das Hirn. Schöner Mist denke ich, wollte ich doch einen kitschigen Sonnenaufgang am Meer sehen. Ohne das Zelt zu öffnen, bereite ich mein Frühstück zu. Das Wetter meint es dann doch noch gut mit mir und stellt den Regen ein. Nach dem Duschen, diesmal waren sie offen, verstaue ich alles wieder in die Taschen. Kurz nach 9 ist immer noch kein Platzwart da. Die nette Dame vom Vortag meint, ich solle ruhig fahren ohne zu bezahlen, sie sagt dann dem Platzwart Bescheid das ihm ein Geschäft entgangen ist. „Wenn er nicht pünktlich kommt, ist er selbst schuld.“

Im Kellenhusen liegt ein Wal am Strand. Drei Männer stehen an einem Wagen, unterhalten sich und die Sonne zaubert durch den Nebel ein sanftes Glitzern auf die Ostsee. Die letzten Strandkörbe warten auf die letzten Urlauber. Die Saison ist vorbei. Ich mache ein paar Fotos. Wal mit, Wal ohne Männer. Irgendwie albern der Betonfisch. 5 Meter lang, 30 cm breit und Löcher wie ein Schweizer Käse.

Der Ostseeküstenweg nervt. Ständig suche ich Schilder, das Meer ist einfach nur meerig und überall sieht es nach touri aus. Ich biege ab ins Landesinnere. Kaum verlasse ich die Ostsee, ist wieder alles im Lot. Schmale Straße führen mich durch Alleen vorbei an einzelnen Höfen durch kleine Orte. An einem dieser Höfe steht ein kleiner Tisch mit einer Art Häuschen darauf. Hier gibt es Gurken, selbstgemachte Marmelade und Cherrytomaten. Alles zum selbst abwiegen und eine Kasse zum selbst bezahlen. Ich fülle mir eine Tüte mit den Tomaten und verstaue sie als Snack in der Lenkertasche. Viel zu schnell verlassen diese Leckereien wieder die Tasche.

Da mir der Weg über Fehmarn zu weit ist, kürze ich ab und fahre direkt nach Heiligenhafen. Es dauert eine Weile bis mir die Veränderung in der Landschaft auffällt. Ich fahre durch das „gepflegte Land durch Bauernhand.“ So steht es zumindest auf den Plakaten, die Schleswig Holstein verschönern. Darauf ist ein typisches Rapsfeld zu sehen. Zu dieser Jahreszeit blüht der Raps aber nicht mehr und mir bleibt ein brauner Landstrich, verursacht durch Mono-kulturen. Ob das gepflegt ist?

In Heiligenhafen erreiche ich wieder die Ostsee. Die Stadt reizt mich nicht weiter zum Bleiben. Ich kaufe kurz ein und setze mich an den Binnensee zum Essen. Kurz hinter Heiligenhafen muss ich wieder das Meer verlassen. Ein Truppen-übungsplatz verwehrt mir den Zugang zur See. Tescheldorf, Teschelwitz, Kröß sind lediglich Durchgangsorte auf dem Weg nach Oldenburg. Ein offensichtlich viel zu großer und noch dazu unnötiger Bahndamm irritiert mich gehörig. Keine hundert Meter weiter lüftet sich das Rätsel um den Bahndamm, ein Schild weist mir den Weg zu einem Slawischen Ringwall. Noch während ich darüber nachdenke, wie die Menschen seinerzeit diesen hohen Wall wohl aufgeschüttet haben, erreiche ich das Zentrum von Oldenburg.

Nett ist es hier. Ruhig und nicht mehr so tourimäßig wie an der Küste. Einen Milchkaffee lang genieße ich die Sonne und beobachte die Menschen um mich herum. Die Bedienung kassiert den Milchkaffee und bekommt noch ein Trinkgeld obendrauf. Ich möchte gerade aufstehen, als sie wieder auf mich zu kommt. „Ich glaube, den wollten Sie behalten.“ Peinlich berührt schaue ich mir die hundert Peseten an, die sie mir entgegen hält. Ein kurzer Blick in mein Portmanie bestätigt meine Befürchtungen. Mein Pesetenstück ist nicht mehr da. Ich lächle sie etwas verlegen an, hole 50 Cent heraus, entschuldige mich, gebe ihr die Cents und bekomme die Peseten wieder.

Hohwacht nervt noch einmal mit schlechter Ausschilderung. Apropos nervt. Warum gibt es hier in jeden noch so lausigen Kuhdorf einen Radweg? Überflüssig und vorwiegend im schlechten Zustand ignoriere ich sie meist. Durch ein Naturschutz-gebiet vorbei an einem schönen Strand geht es nach Behrensdorf. Wenigstens einmal möchte ich baden gehen. So stelle ich mein Rad an dem Zaun, der die Dünen schützt, ab und wage mich in das Wasser. Auf Höhe des Bauchnabels kapituliere ich. Das hält kein Mensch aus. Ich ziehe mich leicht frustriert wieder an. Nichts is mit Baden im Meer. „Waren Sie auch schwimmen? Ist herrlich zu dieser Jahreszeit und tut doch auch gut, wenn man den ganzen Tag mit dem Rad unterwegs ist?“ Etwas verdutzt schaue ich das ältere Pärchen an. Die üblichen Fragen nach dem Woher und Wohin dann gehen sie an den Strand, ziehen sich aus und bevor ich es richtig verstehe, schwimmen beide in dem viel zu kalten Wasser.

Ich treffe wieder keinen Platzwart auf dem Campingplatz. Dafür hängt dort ein Schild mit einer Telefonnummer. „Letzte Wiese links neben dem Wasch-haus, da könne ich mein Zelt aufstellen“. Er kommt heute noch vorbei dann können wir den Rest erledigen. Das Zelt ist schnell aufgebaut, ich gehe duschen und wasche meine Wäsche. Den Platzwart treffe ich später in der Kneipe beim Fernsehen. Deutschland spielt gegen Moskau, da kann er sich unmöglich um Formalitäten kümmern. Morgen früh reicht auch. Noch ein Spaziergang am Strand, dann lege ich mich schlafen. Es fängt an zu regnen und im Einschlafen denke ich noch an die Wäsche, die ich zum trocknen aufgehängt habe.



27.09.06

Diese Nacht regnet es richtig. Ich beschließe, heute kein Frühstück zu machen. Das nächste Cafe ist mir! Es war ein Fehler, statt dem Espressomaschinchen Tee mitzunehmen. Das Zelt ist wieder schnell verstaut und die nassen Klamotten auf den Taschen festgebunden. Auch diesmal treffe ich keinen Platzwart. Um die Zeit zu überbrücken, nehme ich Kurs auf den Kiosk, vielleicht kann ich dort schon einen Kaffee erobern. Etwas trostlos schaut`s scho aus! Ein paar lustlose Brötchen, ein bisschen abgepackte Wurst und Felsbrocken. Das ist eine Art Rumkugeln, erklärt mir die Verkäuferin. Na denn. Ein Brötchen, ein Felsbrocken drauf und einen Pappbecher Kaffee. Draußen auf der Terrasse weigert sich das Wüstenbrötchen trocken runter zu rutschen, der Felsbrocken darauf entpuppt sich geschmacklich als totes Schokohünchen, nur der Kaffe hält was er schlechtes verspricht. Er lungerte wohl schon etwas länger in der Kanne rum. Egal macht satt! 9 Uhr 15 ist der Platzwart noch nicht da. Ich rufe ihn wieder an, bin ja ein ordentlicher Mensch. „ Haben sie einen 5 Euroschein?“ Fragt er mich. „Dann werfen Sie ihn in den Briefkasten und eine schöne Reise wünsch ich Ihnen noch.“ Ich tue wie mir geheißen und mache mich auf den Weg.

„Hessenstein“ steht auf dem Schild. Klar, daß ich als Hesse dorthin muss. Zuerst erreiche ich ein ehemaliges Forsthaus. Es lockt mit leckeren Gerichten auf der Speisekarte und weniger leckeren Preisen. Kurz oberhalb, mit einem Gerüst eingepackt, steht der Hessenstein: Ein Turm. Er wird zur Zeit saniert. Der Bauherr ist die Hessische Hausstiftung, bezahlt wird vom Land Schleswig Holstein. So muss das sein denke ich mir und fahre um den Berg rum weiter Richtung Westen. Mit 133 Metern Höhe war das wohl der höchste Punkt meiner Tour. Von nun an geht`s abwärts. Ölböhm ist so groß, daß es noch nicht mal eine asphaltierte Straße gibt. Dafür sind die reetgedeckten Häuser und deren Vorgärten um so schöner.

Das Wetter könnte irgendwie besser sein. Für die Regenhose sind die Schauer zu kurz und ohne werde ich doch nass. Das erwartete Cafe´ kommt auch nicht. Selbst Schuld, wenn man nur die kleinen Nebenstraßen wählt. Vorbei am Selenter See steuere ich auf die B202 zu. Dort, wo viele Autos fahren, gibt es auch Kaffee. Die Bundesstraße ist schnell erreicht, der Verkehr nimmt auch stark zu, nur das mit dem Kaffee will nicht werden. Der Verkehr ist noch nerviger als das fehlende Café und so biege ich an der Schwentine auf den Uferweg ab. An einem Baum ist ein weißes Andreaskreuz aufgemalt. Durch ganz Deutschland führt der Fernwanderweg E1. Wäre eine Überlegung wert, von Flensburg bis an den Bodensee zu wandern. Jetzt noch nicht. Ich mache erst mal Pause auf einem Steg. und genieße die erstaunliche Ruhe so kurz vor Kiel.

Heftiges Fernweh pack mich beim Anblick der Fähren in Kiel. Während ich an der Förde rausfahre denke ich über meinen Schwedenurlaub 1997 nach. Heute ist es nur noch eine Tagesetappe mit dem Rad bis zur Fähre. Schon wieder so ein verlockender Gedanke. Zur Fähre über den Nord- Ostseekanal muß man sein Rad die Treppe runter..... tragen, werfen, stürzen? Mit Gepäck, das ist mir zu blöd. Für was gibt es direkt daneben eine Brücke mit Aussicht. Über die Brücke habe ich den Weg gefunden, über das Danach schweige ich lieber. Mein Weg führt mich wieder durch das Landesinnere, über schmale Straßen vorbei an alten Gutshöfen und wieder über sinnfreie Radwege in Orten, wo es mehr Katzen als Menschen gibt.

Kurz vor Eckernförde trinke ich dann meinen wohlverdienten Kaffee. Am Nachbartisch sitzen drei ältere Herren. Früher sind sie auch mit Zelt und Rad unterwegs gewesen. Mit über 80 zieht es sie heute doch eher in Pensionen. Aber Mehrtagestouren machen sie jetzt öfter. Haben ja auch die Zeit dazu. So einen Porsche hätten sie früher allerdings auch gerne gehabt und zeigen dabei auf mein Rad.

Um den Campingplatz in Eckernförde zu erreichen muss ich auf die andere Seite der Förde und einen großen Bogen über den Berg radeln. Der direkte Weg ist durch eine Kaserne versperrt. Heute darf ich mich ordentlich anmelden und auch bezahlen. An der Anmeldung erzählt man mir, wie ich direkt an der Kaserne abkürzen kann. Zurück in Eckernförde schaue ich mir die Altstadt bei Nacht an und genehmige mir einen Döner als Abendessen. Pünktlich mit dem Schließen des Zeltes stellt sich der Regen wieder ein. Schlafen kann ich nicht, der Döner war zu groß und die Blase ist zu voll. Hilft nichts, ich muss raus.



28.09.06

Der letzte Tag fängt trocken an. Im ersten Morgenlicht fotografiere ich einige Kormorane, die sich ihr Gefieder putzen, schlendere noch mal durch Eckernförde. An jeder zweiten Ecke stehen die Zeugen Jehovas. Ich möchte mich nicht bekehren lassen und verlasse die Stadt entlag dem Windebyer Noor Richtung Schleswig. Bei Fleckeby versperrt mir ein stattliches Drängelgitter den weiteren Weg. Zugegeben, das ist ein Fußweg aber hier passt kaum ein Kinderwagen durch. Rad mit Tasche passt gerade so um die Ecken. Der tiefere Sinn bleibt mir verschlossen. In Schleswig mache ich noch mal Halt und dann geht es nonstop durch bis kurz vor Husum. Die Bundesstraße an sich macht schon keinen Spaß, nur was die Radwege in den Orten wieder zu bieten haben lässt mich am Verstand der Verantwortlichen zweifeln. Zügig und mit vollgepackten Rad gefahren, sind sie einfach eine Qual.

Kurz vor Husum, an der KZ Gedenkstätte Schwesing mache ich noch mal Halt. Das einzige noch erhaltene Gebäude ist bewohnt. Ich finde den Gedanken seltsam, dort zu leben. In einem dieser Verwaltungsgebäude wurde darüber entschieden, wo die Insassen zum Vernichten hingebracht wurden. Über die Zufahrt mit den original Steinen sind die Gefangen gelaufen. Einige Fotos noch und dann verziehe ich mich auf eine nahe gelegene Lichtung, packe meine Isomatte und etwas zum Essen aus. Die Sonne schaut zum Abschluss noch mal durch die Wolken und ich hänge den Gedanken um die letzten 4 Tage nach. Noch 45 Radl- Minuten und ich bin wieder Zuhause.







Im Nachhinein erst fällt mir auf, beim Anschauen der Bilder und Lesen des Tagebuchs, dass diese „nur 4 Tage,“ gefüllt waren mit Erlebnissen, Erfahrungen. Ich habe Schönes gesehen wie Hässliches, Wetter und, Landschaft gefühlt. Mit das Wichtigste aber, waren die Begegnungen mit den Menschen.



Ist vielleicht das der Grund das es mir so viel Freude macht, das Reiseradeln. Auch wenn es diesmal nur 4 Tage waren?

Allseits gute Fahrt und die besten Erinnerungen an eure Touren, wünscht euch,

Wolfgang Kromat

Fotoalbum


25.09.2006
Trip 91,47km 5 Stunden 39 Minuten.

26.09.06
Trip 78,74 km 4.Stunden 50 Minuten

27.09.06
105 km 6Stunden 42 Minuten.

28.09.06
88,5km 5Stunden. 4 Minuten
von: Boerni

Norwegen Sommer 2004 - 26.01.07 00:07

Moin,

nachdem ich jetzt bei Picasa die Moeglichkeit entdeckt habe, Bilder in ein "Webalbum" hichzuladen (250 MB kostenloser Plattenplatz), habe ich dies heute mit den Urlaubsbildern der Radtour durch Norwegen im Sommer 2004 in die Tat umgesetzt schmunzel

Auf der Strecke Oslo-Gjoevik(per Bahn) - Lillehammer - Peer-Gynt-Weg - Otta - Lom - Sognefjell (R55) - Flam - Myrdal - Rallarvegen - Geilo - Nesbyen - Gol - Aurdal - Gjoevik - Oslo sind zwischen dem 24.06. und 15.07.2004 einige Bilder entstanden, von denen rund 180 im Album gelandet sind.

Die einzelnen Bilder habe ich mit knappen Unterschriften versehen.

Alles zu finden unter Norwegen2004

Viel Spass
Bernhard
von: Falk

Re: Norwegen Sommer 2004 - 26.01.07 12:07

Sehr schön (vielleicht auch, weil ich die Ecke auch schon gesehen habe), gut, dass die Bilder kommentiert sind, der Bildwechsel ist auch angenehm flüssig. Nur größer dürfen die Bilder sein, sie verlieren sich auf meinem Monitor.
Der norwegische »Regionalzug« war vor zehn Jahren etwas ganz exklusives, »Intercity Express« zwischen Malmö und Oslo. Da hat sich viel geändert (kaum was zum Guten).

Falk, SchwLAbt
von: Boerni

Norwegen Sommer 2005 - 26.01.07 17:17

Und jetzt die Bilder der vierwoechigen Sommertour 2005:

Trondheim - Andalsnes - Trollstigen - Geiranger - Hellesylt - Alesund - Insel Runde - Foerde - Sognefjord - Bergen - Fusa - Hardangerfjord - Kinsarvik - Husedal - Hardangervidda (R7) - Geilo - Kongsberg - Drammen - Oslofjord - Oslo

Norwegen 2005

Diesmal etwas groesser als die 2004er Bilder (Breite Seite 1024 Pixel, anstatt 640 Pixel)...

Gruss und viel Spass
Bernhard
von: solarlaus

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 05.02.07 21:33

Hab auch ein paar Tourenvorschläge:

einige Touren der letzten Jahre...Weitere folgen

Gerdi
von: Uli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.02.07 15:31

Hallo Gerdi,

ich fürchte da musst Du nochmal ran:
- auf der Startseite überdeckt das Menu links den Text des Hauptfensters.
- die Links im Menu stimmen nicht immer (ich bin einmal woanders gelandet)
- die Bilder werden unabhäbgig von ihren Abmessungen immer in der gleichen Grösse und deshalb manchmal verzerrt dargestellt
- es sind Scans von Karten vorhnden, die unter Urheberschutz stehen, ein gelungenes Fressen für Abmahner.

Sehe ich richtig, dass es "nur" Bilder und keine Berichte gibt oder habe ich diese nicht gefunden?

Gruß
Uli
von: solarlaus

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.02.07 19:28

In Antwort auf: Uli

Hallo Gerdi,

ich fürchte da musst Du nochmal ran:
- auf der Startseite überdeckt das Menu links den Text des Hauptfensters.
- die Links im Menu stimmen nicht immer (ich bin einmal woanders gelandet)
- die Bilder werden unabhäbgig von ihren Abmessungen immer in der gleichen Grösse und deshalb manchmal verzerrt dargestellt
- es sind Scans von Karten vorhnden, die unter Urheberschutz stehen, ein gelungenes Fressen für Abmahner.

Sehe ich richtig, dass es "nur" Bilder und keine Berichte gibt oder habe ich diese nicht gefunden?

Gruß
Uli


hallo Uli,
das mit dem Menü zeigt sich leider nur im IE, mit Firefox siehts ganz anders aus (habe die Seite verändert und nur mit Firefox getestet, sorry)
Und das mit der Diashow ist wahrscheinlich auch drauf zurückzuführen.
Versuchs doch mal mit firefox, finde ich eh besser und sicherer...

Gerdi


listig
von: Uli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.02.07 22:03

Würde ich ja gerne, aber an dem PC kann ich keinen Firefox installieren traurig .
Gruß
Uli
von: Mathias

Meine Reisefotos - 12.02.07 14:39

Hallo, habe auf meiner Homepage die Fotos meinen Reisen (Irland, Balkan), sowie die kompletten Reiseberichte: http://matzeontour.oyla21.de
von: wk_abg

Re: Norwegen Sommer 2005 - 06.03.07 10:21

Hallo Bernhard,
ich bin ein Norwegen-Radfan und habe deine Galerien mit Freude und Wiedererkennungseffekt bewundert. Ich will 2008 mit dem Rad direkt an der Küste von Bergen nach Trondheim radeln. Ist dies überhaupt möglich? Bist du ins Inland (bis Alesund und nach Selje) abgebogen weil es schön (schwer) ist?
Vileicht kann noch jemand dazu helfen?
Danke.
Wolfgang K.
von: JohnyW

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 02.04.07 21:27

Hallo,

mein Kubareisebericht: Kuba - eine Perle der Karibik findet ihr in einem eigenen Thread.

Gruß
Thomas
von: 2blattfahrer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 07.04.07 14:49

Ich hänge mich da einfach mal an Dich hier dran.

Ausflug von München nach Verona, über Mittenwald, Inntal, Reschenpaß, Etschtal und Gardasee

Am Montag, den 2.4.07 war Start in München, die schnelle Variante über den Perlacher Forst, Dietramszell, Lenggries, Sylvenstein an der Isar aufwärts über Vorderriß nach Wallgau mit folgendem Material.



Am frühen Morgen war es noch etwas zapfig, jedoch wurden wir mit Bilderbuchwetter an der oberen Isar belohnt.





In Mittenwald den kleinen Anstieg nach Leutasch, über das Hochtal südwärts mit herrlichem Ausblick ins tiefgelegene Inntal und weiter zu unserem Tagesziel nach Imst. Nachts wurde es meist noch ein wenig frisch im Zelt.



Am Dienstag am Inn entlang über Landeck und Pfunds, ein wenig Schweizer Luft in Martina schnuppernd, die Norbertshöhe in 11 Serpentinen erklimmend, über den Reschenpass, anschliessend die große Wiese fast im Flug hinunter und über Mals nach Prad am Fuß des Stilfserjochs.



Mittwochmorgen hatten wir es bei nasskaltem Wetter nicht eilig und fuhren wohl erst so gegen 11 auf dem inzwischen sehr schön angelegten Radweg durch die Obst- und Weinbauplantagen etschabwärts über Meran, den kleinen Anstieg über St Paul und St Michael zum Kalterer See.
Der Donnerstag brachte uns über Trento, Rovereto und Mori nach Torbole am Gardasee und weiter am Ostufer südwärts über Malcesine und Bardolino
bis Lazise. Am Gardasee waren wir nicht die einzigen Urlauber. Von dort radelten wir am Karfreitagmorgen die letzten 35km nach Verona. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung und Besuch des Balkons der Julia sowie der Arena di Verona ging es mit dem Regionalzug bis zum Brenner, kein Problem mit der Fahrradmitnahme, aktueller Preis: 2 Personen und 2 Räder von Verona zum Brenner: 33 Euro. Das Wetter war weiterhin schön, deswegen entschieden wir uns für die Abfahrt mit dem Rad vom Brennerpass bis nach Innsbruck auf der Brennerbundesstrasse. Abwärts ist der Verkehr auch nicht wirklich störend und die Fahrt unter der Europabrücke ist eigentlich ein Erlebnis.



Heimfahrt von Innsbruck mit dem Zug nach München.

Es grüsst, sonnengebräunt nach dem kleinen Ausflug,

Andi
von: ethnowolfi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 08.04.07 22:58

Servus Andi, nachdem ich beim Rausgehen aus der Wirtsstube in Andechs zwei ganz bestimmte Radln neben dem meinem am Zaun habe lehnen sehen, hab ich erst eins und eins zusammenzählen können. Ah so, hab ich mir denkt. Zwei sehr schöne Räder.
Wie kalt war es denn oben in Leutasch? Ihr müsste euch ja angezogen haben wie für Sibirien, wenn ihr jeden Morgen schon so früh los seid. Bis Imst sind es am ersten Tag doch gut 150 Kilometer, oder? Na, des schaff ich nimmer. Telfs, weiter komm ich nicht am ersten Tag von München aus. Aber vielleicht wohnst du ja am südlichen Stadtrand.
Waren schon viele Radler unterwegs oder wart ihr immer die einzigen? Und die Zeltplätze: wirklich schon offen an Ostern? Ich staune. Der Stich nach St. Paul hoch hätte mich mal fast den letzten Nerv gekostet, weil ich nicht darauf gefasst war. Und heiß war es da im August am frühen Nachmittag auch noch. Lecko!
ansonsten vielen Dank für den Bericht: Er gibt mir genügend Stoff zum Nachdenken, nicht immer erst im Juni oder Juli mit den größeren Reisen zu beginnen. Bis jetzt bin ich nämlich noch gar nicht drauf gekommen, schon so früh im Jahr über die Alpen zu fahren.
Bis demnächst, vielleicht mal wieder auf einem Ausflug.
LG Wolfi
P. S. Das lästige Warten am Brenner kann ich bei gutem Wetter auch nie ab. Ich fahr auch immer bis Innsbruck mit dem Radl runter. Dunkel darfs halt nicht werden, da hätte ich Schiss wegen der Kollegen auf dem Motorrad.
von: 2blattfahrer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 09.04.07 10:05

Servus Wolfi,

bis 9 oder 10 am Morgen waren ein paar dünne Handschuhe angesagt. Ansonsten ein normaler Pullover, Sibirien war es nicht schmunzel. Regen ist um diese Jahreszeit noch ein wenig unangenehm aber da hatten wir ausser an einem Vormittag nicht viel. Kilometermässig haben wir uns nicht soweit rausgelehnt 166km bis Imst, 112km nach Prad, 98km bis zum Kalterer See (Regen), 145km nach Lazise und schliesslich 75km am letzten Tag nach Verona und den Brenner runter. Wenn ich alleine unterwegs bin, bin ich recht früh auf den Beinen, aber so muss ich am Morgen erst frische Semmeln holen etc. Die Zeltplätze waren offen und kosteten so rund 16 Euro für 2 Personen mit Zeltstellplatz, da hat schon die Hauptsaison begonnen. Ein paar Radler mit Gepäck waren auch schon unterwegs, neben den vielen edlen italienischen Rössern auf dem Etschradweg zwischen Bozen und Rovereto. Der wird auch von den heimischen Rennradfahrern gut angenommen. Wir sind dann lieber bei Gelegenheit ein wenig in die Dörfer am Rande des Etschtales abgewichen, denn der Radweg ist hin und wieder etwas eintönig. Na und am Gardasee ist um diese Zeit eh schon alles aktiv. Meist aber Tagesausflügler.
Auf den Caravanplätzen, Zeltplätze kann man sie ja fast nicht nennen, waren wir, bis auf ein paar Motorradfahrer am Kalterer See, noch die Ausnahme.

Grüsse von Andi
von: timbuk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 11.04.07 12:59

Mein Beitrag passt zu Andis, wie zwei Dominosteine. Denn ich bin mit einem sehr ähnliche Ross unterwegs.

Das Wochenende vor Ostern nutzte ich um meine Tante im Harz zu besuchen. Meine Strecke führte mich also zunächst Richtung Westen, der herrschende Ostwind unterstützte mich dabei. Ich durchquerte das sächsische Burgenland südlich von Leipzig.
Hier unterwegs im Chemnitztal.



Permanent Prachtbauten entlang der Strecke.



Genächtigt habe ich nach 163 km in einer Privatvermietung in Naumburg, das eine der schönsten Altstädte Mitteldeutschlands besitzt.







Am nächsten Tag folgte ich dem Unstruttal bis zum Kyffhäusergebirge.



Der Anstieg auf diese kleine Berkette war 8 km lang und hatte es ganz schön in sich. Die Abfahrt mit 40 Kehren war allerdings Entschädigung genug.



Hier noch ein Bild vom schönen Stolberg im Harz. Leider kam kurz danach ein ordentlicher Platzregen, der dann in Dauerregen überging. Aber so weit war es dann auch nicht mehr.



Gruß Mathis
von: Raphsen

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 12.04.07 13:06

Hallo allerseits

Ich möchte an dieser Stelle mal kurz unsere kurze aber schöne Ostertour vorstellen. 2 Freund und ich starteten zu dieser 2 Tagestour in Basel und nahmen die Veloland-Schweiz Jura-Route südost-wärts. Für mich war es gleichzeitig ein test für das neue Fahrrad das bis dahein erst 10km gelaufen war... ich war also gespannt schmunzel
Die sehr verkehrsarme Strecke führte uns nach ca 25km auf den Chalpass (~800m) von wo die Strecke über Wald und Feldwege hinunter führt um dann an der französisch-schweizer Grenze entlangzuführen






bei sehr sonnigem Wetter kamen wir nicht sehr schnell vorwärts, ständig legten wir eine Pause ein um ein wenig zu relaxen, was mir wegen meiner Erkältung nur recht war schmunzel nach ca 50km kamen wir zum knackigen aber kurzen Aufstieg zum Col de la Croix



oft studierten wir den Velauf des Veloweges mit Hilfe der Karte bzw überlegten ob wir nicht den einen oder anderen Höhenmeter sparen können... blieben dann aber doch erstmal auf dem offiziellen Weg.



auf der Abfahrt vom Pass fanden wir einen hübschen Zeltplatz welchen wir mit viel Aufwand (Velos über Stacheldraht wuchten, Bach durchqueren...) beschlagnahmten und machten und einen gemüthlichen Abend und gönnten uns ein gekühltes Bier





in der Nacht wurde es unerwartet kalt (0 Grad), so dass ich in meinem 750gr Sommerschalfsack doch eher fröstelte am morgen, doch zum Glück gabs ja bald heissen Kaffee



erst um 10 Uhr fahren wir dann mehr oder weniger gut erholt weiter nach St. Ursanne wo bereits der nächste Anstieg auf uns wartete welcher uns auf ein ca 700m hohes Plateau führte



weiter gings Richtung Sainlegier und hinauf zum Col du Mont Crosin






nach einem guten Mittagessen gings etwas träge weiter schmunzel wir verliessen hier den Radweg und bogen ab Richtung Moutier ..



.. , wo wir uns, genervt vom osterverkehr auf der Hauptstrassen entschlossen, in Delemont den Zug zu nehmen nach Basel. Mein Knie wollte sowieso nicht mehr weiterfahren, schon am ersten tag hatte ich leichte Schmerzen, welche durch die vielen Höhenmeter am 2. Tag immer stärker wurden. Insgesamt wars no super Tour, kein KM-Fresssen (60+90km) sondern es stand der Spass im Vordergrund. Mein Hrado Wagner bewährte sich hervorragend, hoffentlich bleibt das so.

Kann also allen die nicht vor hügeligem gelände zurückschrecken diese Route empfehlen. Die offizielle Veloland-route geht noch weiter runter bis zum Genfersee... .

liebe Grüsse
Raphael
von: Norweger

Re: Norwegen Sommer 2005 - 26.04.07 21:51

Hallo Bernhard!

Auf eurer 2004er Tour seid ihr ja bei meiner Freundin in Nesbyen durchgefahren... Ward ihr auch auf diesem wunderschönen Aussichtspunkt über den Ort? Den kennen eigentlich nur Einheimische oder Leute, die im Besitz einer guten Wanderkarte für die Region sind, aber vielleicht hat es sich ja inzwischen rumgesprochen oder jemand hat euch den Tipp gegeben?! Im unteren Teil führt dort übrigens noch eine Asphaltstraße hinauf, die dann später aber eher zu grobem Schotter wird, auf der die Autos aber trotzdem mit 70 km/h fahren dürfen schmunzel
von: Boerni

Re: Norwegen Sommer 2005 - 26.04.07 22:12

In Antwort auf: Norweger

Hallo Bernhard!

Auf eurer 2004er Tour seid ihr ja bei meiner Freundin in Nesbyen durchgefahren... Ward ihr auch auf diesem wunderschönen Aussichtspunkt über den Ort? Den kennen eigentlich nur Einheimische oder Leute, die im Besitz einer guten Wanderkarte für die Region sind, aber vielleicht hat es sich ja inzwischen rumgesprochen oder jemand hat euch den Tipp gegeben?!


Moin Stefan,

den Aussichtspunkt haben wir nicht gesehen, dafuer aber die wunderschoen lange Abfahrt von rund 30 km (!) in Richtung Nesbyen genossen. Siehe hier bei Panoramio.

Gruss
Bernhard
von: belchenwolfi

Re: Norwegen Sommer 2005 - 27.04.07 13:07

OHHH schmunzel

Eine von meinen absoluten Lieblingsstrecken! Müsst ihr unbedingt mal bis Genf machen oder zumindest bis Lyon. Die Abfahrt nach Lyon mit Blick auf den Montblanc ist Spitze.
von: Biosphere

Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasien) - 19.05.07 19:34

Ein "Hola" mit deutschem Akzent aus meiner derzeitigen Residenz in Spanien (Erasmus-WG mit 11 Mitbewohnern)

Irgendwo anders gab es schon ein oder zwei Threads zu meiner bisher längsten Reise, aber ich wiederhole mich gerne. schmunzel

Die Biosphärentour (2005-2006) fand in Frankreich, Norditalien, Slovenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland / Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon / Thailand, Kambodscha, Vietnam, Laos, China (Yunnan, Sichuan) statt. Die Internetseite hat ein paar hundert Photos nach Ländern / Biosphärenreservaten sortiert. Die Artikel sind in Englisch (tut mir leid, musste für ein internationales Publikum lesbar sein).
http://www.biosphere-tour.org/

Am meisten dürfte Radfahrern die Serie aus der "Ich-Perspektive" eines Radlers gefallen (so à la "Need for Speed" für Selbstmotorisierte):
http://www.biosphere-tour.org/galleries/view_album.php?set_albumName=roads

Zum Beispiel so (Osttibet):


Oder so (Ägypten):


Oder so (Montenegro):


Mir geht es kaum anders als dem Rest hier: Ich habe schon wieder Lust, loszufahren. Nur nicht mehr alleine. Ganz bestimmt nicht mehr.

Que os vaya bien!

Christoph
von: dogfish

Re: Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasi - 19.05.07 19:38

Das von China gefällt mir besonders... schmunzel

Gibts davon vielleicht noch mehr?

Hätte auch wieder Lust.


Gruß Mario
von: Biosphere

Re: Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasi - 22.05.07 15:44

Aber sicher doch. Link im Beitrag schmunzel

http://www.biosphere-tour.org/galleries/view_album.php?set_albumName=roads

Ungefähr hundert Bilder aus der Ich-Perspektive. Klick aufs jeweilige Bild und du kriegst die hochauflösende Vollversion - gratis! schmunzel
von: Anonym

Re: Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasi - 22.05.07 19:43

In Antwort auf: Biosphere
Ungefähr hundert Bilder aus der Ich-Perspektive.

Die Serie ist klasse, eine tolle Idee bravo !! Gibt es ein Geheimnis hinter den Bildern ?? Ich meine: Wie hast Du es geschafft, dass die Perspektive so wenig variiert ??

Gruß von Roland
von: Biosphere

Re: Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasi - 24.05.07 15:14

In Antwort auf: Roland83

Ich meine: Wie hast Du es geschafft, dass die Perspektive so wenig variiert ??


Ganz einfach: Angehalten, Lenker geradegestellt, meine Kamera auf dem Fahrradsattel abgestützt und der Rest war Augenmaß. Die einzigen Unterschiede bestehen im Neigungswinkel meines Lenkers, den ich auf der Tour ein paar Mal geändert habe. schmunzel
von: Anonym

Re: Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasi - 24.05.07 15:27

In Antwort auf: Biosphere

In Antwort auf: Roland83

Ich meine: Wie hast Du es geschafft, dass die Perspektive so wenig variiert ??


Ganz einfach: Angehalten, Lenker geradegestellt, meine Kamera auf dem Fahrradsattel abgestützt und der Rest war Augenmaß. Die einzigen Unterschiede bestehen im Neigungswinkel meines Lenkers, den ich auf der Tour ein paar Mal geändert habe. schmunzel


Wie unspektakulär ... gähngähn

zwinker
von: iassu

Re: Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasi - 24.05.07 15:31

Wirklich tolle Serie!!!
Andreas
von: iassu

Re: Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasi - 24.05.07 15:34

Frage: wie kriegst du die Gähner, oder auch den Klatscher o.Ä. in den Beitrag? Anklicken bringt bei mir nix.
Andreas
von: Anonym

Re: Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasi - 24.05.07 15:35

In Antwort auf: iassu

Frage: wie kriegst du die Gähner, oder auch den Klatscher o.Ä. in den Beitrag? Anklicken bringt bei mir nix.
Andreas

Rechts neben den Standard-Smileys ist ein Link, "mehr...". Da ist eine schöne Auswahl träller

EDIT: Du musst halt einfach den Text so wie er da steht in den Beitrag schreiben!! Also :xxxxx: , wobei Du für xxxxx zum Beispiel träller gähn oder bravo einsetzt
von: iassu

Re: Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasi - 24.05.07 15:38

ja schon, aber dort klicken hat bei mir keinerlei Konsequenz..
von: iassu

Re: Biosphärentour (Europa, Mittlere Osten, Südasi - 24.05.07 15:41

Also so: unschuldig ? Danke !!!
von: Roswitha

Unsere Reise durch das Globale Dorf seit März 2007 - 28.06.07 13:43

Schöne Grüße aus Livingstone, Sambia

Das ist ja hier ein richtiger Fahrradreisende-Treffpunkt. Wenn wir in anderen Ländern nur hin und wieder mal einen oder zwei Radreisende getroffen haben, knubbelt sich hier alles. Während unseres Aufenthalts in diesem Land haben wir bisher vier Radfahrer bzw. Radfahrerpaare selbst getroffen und von ebenso vielen von anderen gehört. Alle fuhren entweder nach Kapstadt oder kamen von dort. Auch viele Motorradfahrer sind hier unterwegs.

Haben vor kurzem unsere Reisedokumentation im Web um eine Seite mit den neusten Veröffentlichungen (täglich neue Bilder) und um einen RSS-Feed erweitert.

Roswitha
von: solarlaus

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 04.07.07 18:28

Hier ein paar Bilder vom Ennsradweg, den wir im Mai befahren haben.
Tolle Gegend!!! bravo

Gerdi
von: solarlaus

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 04.07.07 18:30

In Antwort auf: solarlaus

Hier ein paar Bilder vom Ennsradweg, den wir im Mai befahren haben.
Tolle Gegend!!! bravo
http://picasaweb.google.de/solarlaus2000/EnnsradwegPassau


Gerdi
von: szaffi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 08.07.07 23:13

Ich setz hier nochmals den Link rein (ist der selbe wie im gleichnamigen Faden)
Fotos vom Oder - Neisse - Weg
von: Anonym

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.07.07 17:42

VCA, Donauwörth - Venedig mit Abstecher auf das Stilfser Joch, 23.6. - 4.7.2007
Bilder
wein
von: schmeifengrall

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 27.07.07 17:54

Hallo liebe Forumsgemeinde,

nun will ich es auch mal versuchen, meine letzte Tour hinzuzufügen.
Es war eine 6-tägige Tour nach Dänemark von insgesamt 590 km.
In Bremerhaven ging es an der Wesermündung los. Durchs nördliche Elbe-Weser-Dreieck bin ich dann erstmal bis zur Elbe gefahren.
Hier ein Blick über die Oste zwischen Land Hadeln und Kehdingen:

Noch ein paar Kilometer und dann geht es zur Elbüberquerung von Wischhafen nach Glückstadt in Schleswig-Holstein:

Nachdem ich in Itzehoe meinen ersten Zwischenstopp gemacht habe, geht es am nächsten Tag über den Ochsenradweg weiter Richtung Rendsburg durch einen Tunnel unterm Nord-Ostsee-Kanal:

Ich fahre weiter bis Schleswig, hier ein Blick auf die Schlei:

Am 3. Reisetag erreiche ich Flensburg:

Von dort aus gelange ich an die Grenze zu Dänemark und radel weiter bis Aabenraa:

Ich sehe mir die Stadt an und fahre am 4. Tag über Tonder.
Hier eine der schönen historischen Gassen in Tonder:

Wieder in Deutschland angekommen, mache ich in Nordfriesland Rast.
Am 5. Reisetag habe ich in Bredstedt eine Schaltzugpanne. Ich fahre auf dem mittleren Kettenblatt provisorisch weiter und finde in dem schönen Städtchen Husum eine Fahrradwerkstatt.
Hier der Binnenhafen von Husum:

Schnell schaue ich mir noch Heide an:

In Schafstedt mache ich meinen letzten Zwischenstopp, überquere wieder die Elbe und fahre durch Kehdingen und Hadeln in Richtung Heimat:

Kurz vor der Ankunft überrascht mich ein schweres Unwetter. Ich suche Schutz im Maisfeld und bete, dass es bald wieder aufhört:

Nach ungefähr 15 Minuten war der Orkan zum Glück wieder verschwunden. Ich habe alles heil überstanden und komme wieder in Bremerhaven an.

VG Anja! cool
von: Kamener

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 27.07.07 20:40

Ein paar Bilder und weitere Hinweise zu meinem diesjährigen Radurlaub findet ihr unter http://www.wolfgang-kayser.de. Details und weitere Kommtare folgen erst später, wenn ich wieder richtig da bin.

von: DyG

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 29.07.07 00:21

Hallo Forum!

da ich mir nun die ganze mühe gemacht hab und für all meine freunde, bekannten und sonstwelche plagegeister, die alles haargenau wissen wollen und ständig nach fotos schreien, das während meiner diesjährigen großen tour verfasste reisetagebuch abzutippen und mitsamt bildern in's netz zu stellen, möchte ich euch das ganze auch nicht vorenthalten.

die tour ging einen monat lang und führte mich über die niederlande, belgien und frankreich nach großbritannien, wo ich an der südküste entlangradelte, mich dann nach norden (stichwort stonehenge) und anschließend nach westen bis in die mitte von wales begab. von dort aus setzte ich dann per fähre nach irland über, welches ich durchquerte und anschließend den heimflug antrat. doch seht selbst, was ich alles erlebt, gesehen und wen ich getroffen habe:

www.richis-tours.de.vu

viel spaß damit - anregungen, fragen oder sonstige kommentare gern per mail oder pm...
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.07.07 21:22

Das war sie, meine große Sommertour 2007, etwas für Bergziegen und Murmeltierfreunde:
Großer Alpen-Südbogen

Summenwerte: 33 Tage | 3677 km | 244:29 h | 66235 Hm | 89 Pässe, davon 30 > 2000m
Durchschnittswerte: 111 km/Tag | 14,2 km/h | 7:49 h/Tag | 2007 Hm/Tag

Sa 16.6. Stuttgart || Zug 23:30 (Fr) - 11:55 || Cúneo (587m) - Valgrana - Prádleves - Col d'Esischie (2370m) - 2 - C. dei Morti (Colle Fauniera) (2527m) - C. di Valcavera (2416m) - Demonte
U: C Sorogente 9 €
83 km | 12,9 km/h | 6:10 h | 1925 Hm

- alle Züge pünktlich! Radmitnahmeproblematik mit dem Nachtzug hatte ich ja schon vorher hier diskutiert, Ticketkauf in Milano etwas schwierig, weil Umbau, Automaten teils kaputt, teil keine Bezahlung mit Cash möglich
- Valgrana wenig befahren, grandiose Natur, Tag der Murmeltiere (überall auf der Straße usw.); in der Höhe bereits ziemlich kalt, Komplimente von Rennradlern und Autofahrern – Grazie!
- Arma-Tal nach Demonte voller toller Blumenwiesen, Ginsterbäume, geniale Abfahrt auf kleiner, guter Straße, schon der erste Tag verdient 5 Sterne
- Demonte etwas verschlafen, nur noch Pizza erhalten, Nachtruhe durch Party beim Camping gestört





So 17.6. Demonte (780m) - Caráglio (560m) - Dronero - Ponte Mármora (944m) - C. di Sampèyre (2284m) - Sampèyre (930m) - Casteldelfino - Pontecchianale-Maddalena (1610m)
U: H Albergo Taverna Del Sol 45 € HP(!)
111 km | 13,3 km/h | 8:18 h | 2460 Hm

- Dronero pittoresk mit Teufelsbrücke gelegen; schöne, verschlafene Winkel im Máira-Tal, sensationelle Tunnelroute im Elva-Tal, seltsame Felsfalten, weiter oben Wolken, kalt, Kühe, archaische Doldengewächse, Alpenrosen, tolle Wolkenformationen am Sampèyre-Pass, Abfahrt durch Wolke
- Varáita-Tal zunächst weniger aufregend, schöner wieder ab Casteldelfino, wieder Wolken, auch über dem Lago di Castello, für mich zu kalt zum Camping, gute Antipasti, mäßige(s) Pasta und Carne





Mo 18.6. P.-Maddalena - Col Agnèl (2744m) - Chateau Queyras (1466m) - Guillestre - Embrun - Savines-le-Lac - Gap (780m) - Corréo - le Roche-des-Arnauds
U: C Le Parc des Serigons 16 €
134 km | 16,8 km/h | 7:54 h | 1985

- morgens sonnig, tolle Ausblicke und Stimmungen, Wasserfälle, Blumen, Murmeltiere, am Col d’Agnel wieder wolkig und kalt
- in Frankreich mit Honignougat und Honigbonbons versorgt, Pilzfels, beim Chateau Queyras leichter Regen, wechselhaft in der eindrucksvollen Queyras-Schlucht (fahre diese bereits zum 2. Mal), trotz schlechten Wetters viele Rafter unterwegs
- schöne, alte Häuser in Guillestre, starker Regen, Pause mit kleinem Mittagsmahl verbunden
- Durance schwer mit Wasser aufgefüllt, Hauptstraße teils für Radler verboten, schönes Ortsbild in Embrun, viele Besucher
- treffe Reiseradler (Franzose) auf dem Weg nach St. Tropez, der allerdings die Berge meidet, stark befahren Straße bis Gap, Mohnfelder
- Gap sehenswert, lebendig, sehr städtisch, originelle Fahrzeugbahnbegrenzungen, orig. Brunnen
- leiste mir schwierigen Umweg auf Nebenstrecke nach le Roche, dort fast ausgestorben, eine Restaurant-Kneipe, Essen rustikal-fett aber schmackhaft





Di 19.6. le Roche-des-Arnauds - Col du Villar (1039m) - Col de Foureyssasse (1040m) - Monêtier-Allemont (545m) - le Plan - la Calandre - Col St. Jean (1158m) - Laborel (827m) - Col de Perty (1302m) - (Col d'Ey > 2km ~650m) - Buis-les-Baronnies
U: C La Fontaine d'Annibal 0 €
134 km | 16,6 km/h | 8:00 h | 1500 Hm

- absolut einfache Pässe zurück ins Durance-Tal, aber landschaftlich sensationell! – Superpanorama nach Norden, Mohnfelder, idyllischer See, entlegene Straße, auf der Abfahrtsseite dunkle Erdhügel
- mühsame, unrhythmische Strecke nach Laragen-Montéglin, danach superschöne Schlucht Méouge, helle aufragende Felsen, tropfende, moosbewachsende Wände direkt an der Straße, fast plan zum Flusslauf
- heftige Auffahrt zum Col St. Jean, Col de Perty leichter, aber lang, Abfahrt super in Ginsterhänge, mediterran, später erneute Schlucht, Ort auf Felsen
- Umweg zum Naturist-Camping nahe dem Col d’Ey, Kirschbäume, Olivenhaine, Restaurant im Camping geschlossen, daher ungünstige Lage für mich und Ruhetag gestrichen, stattdessen schönen Camping nahe Ort im Tal bezogen, gutes Essen unter Lindenbäumen







Mi 20.6. Buis-les-Barronies - Col St. Michel (347m) - Pas du Voltigeur (328m) - Malaucène (317m) - Mont Ventoux (1909m) - Col des Tempêtes (1841m) - Bedoin - Col de la Madeleine (448m) - Malaucène - Vaison-la-Romaine (230m) - Nyons - Sahune (355m) - (les Ramières & retour)
U: C Vallée Bleue 9,50 €
128 km | 15,2 km/h | 8:16 h | 2080 Hm

- Markttag in Buis-les-Baronnies, irrsinige Palette an Würsten und Käse, tolle Präsentation der Produkte
- Auf und und Ab bis Malaucène, Kirche auf Hügel bei Pierrelongue, Mollans-s-Ouvèze pittoresker Ort mit alter Brücke, Chateau in Entrechaux, ebenfalls Markt in Malaucène, heiße Sommertemperaturen
- zunächst Waldfahrt, dann Busch- und Blumenwelt auf dem Weg zum Ventoux, Zwischenstation mit Wintersportchalets, dann offene Steinwüste mit wenig Bewuchs zum Gipfel, Radler-Mekka (keine Wasserstelle auf Nordseite)
- großes Radlergedränge auf dem Ventoux, touritisch, tolles Panorama über die gleißende Steinwüste, mitten in den Steinfelsen auf Abfahrt Wasserstelle, nach Steinwüste tolle mediterraner Mischwald, unten wieder sehr heiß, Weinanbau, Oliven, Ocker, Bédoin charmanter Ort, auch noch im Zeichen des Velo-Mekkas
- eher leichtes Auf und Ab mit tollen Ausblicken auf Ockerabbau, provencalische Landschaft Richtung Malaucène, Weitfahrt nach Nyons flott, eher langweilig, Abstecher ins historische Vaison-la-Romaine ausgelassen
- Nyons mit alter Brücke teils pittoresk, Multikulti, Flohmarkt, angenehmes Rollen durch schönes Tal entlang der Eygues, in Sahune Camp Naturist ausgeschildert, aber geschlossen (für immer), Alternative westlich vor dem Ort, einzige Essmöglichkeit hier an diesem Abend, mäßige Hausmannskost









Do 21.6. Sahune - Rosans - Col de Palluel (801m) - Col de la Saulce (877m) - Serres (662m) - Veynes - Col du Festre (1440m) - Corps
U: C La Rouilliere 10,50 € o.Ww.
111 km | 16,1 km/h | 6:50 h | 1500 Hm

- schöne Schlucht, danach offenes Hügelland, stille hübsche Winkel im historischen Rosans, Passfahrt zieht sich lange hin, weiche Abfahrt, im Tal der Buech flach, weitere historische Orte wie Serres und Veynes
- schöne Bergpanoramen Richtung Col du Festre, viel offene Bergwiesen, wieder sehr kalt oben
- zwei Möglichkeiten nach Corps zu kommen, wähle die westliche, Abfahrt durch teils deutliche Gegenanstiege unterbrochen (östlich allerdings nicht besser wie ich von anderen Radlern erfahren habe), imposante Felsen an Schlucht, danach dunkle Nadelwälder, nach Staumauer vom Lac du Bourget nochmal Anstieg nach Corps, nur noch kalte Küche im Ort, aber sehr gut (Gourmetniveau)





Fr 22.6. Corps (950m) - Col de l'Holme (1207m) - Villelonge - Col de Parquetout (1382m) - D212F/D526 (737m) - Col d'Ornon (1371m) - le Bourg d'Oisans (730m) - Alpe d'Huez (1972m) - Col de Sarenne (1999m) - le Freney
U: C Le Traversant 10,50 €
93 km | 11,2 km/h | 8:14 h | 2515 Hm

- Schafstreiben durch den Ort – drolliges Szenario, kleine Nebenstraße über zwei Pässe,der erste leicht, Parquetout extrem steil, weiterer Anstieg noch nach dem Pass, schöne Blumenwelt, dann wieder dichter Mischwald – in Gegenrichtung für Reiseradler unfahrbar steil, obwohl zwei Franzosen mit Reiserad ihre Räder gequält hinaufschieben wollen
- treffe an Mühle in der Talmulde zwei deutsche Reiseradler (aus Enzvaihingen), die aber mit Pause zurückbleiben, Col d’Ornon sehr einfach, Wasserfälle etwas entfernt an den Bergen, ziemlich offen, Nordseite mit einduckvollem Panorama, Mohn, dichte Vegetation, enges, feuchtes Tal
- le Bourg-d’Oisans Rad-Mekka wegen Auffahrt Alpe d’Huez, am Basispunkt toller Wasserfall, Auffahrt traumhaft mit Sicht auf Ecrins-Massiv, bergseits überall tropfendes Wasser aus den Steinen, in Huez Blick über den offenen Berg nach oben zur Bausünde Alpe d’Huez, Tour-de-France-Ziel trostlos
- nach kurzem Anstieg, kleinere Abfahrt auf schmaler, schlechter Straße, danach heftiger Anstieg zum Col de Sarenne (steiler als Alpe d’Huez), grüne Berghügel (wie Pyrenäen), wieder kalt, Abfahrt schwierig, aber macht Laune, tolle Flora, für la Grave reicht die Zeit nicht mehr, daher nach le Freney, Camping, aber sonst fast nichts, „Junggesellenkoch“ liefert ein Essen, das zur Schande Frankreichs gereicht







Sa 23.6. le Freney (1040m) - la Grave - Col du Lautaret (2058m) - Briancon (1265m) - C. d. Montgenèvre (1850m) - Cesana Torinese
U: H Casa Cesana 33 € m.Fr.
77 km | 15,1 km/h | 5:00 h | 1635 Hm

- klarer Sonnentag mit beeindruckenden Bergpanoramen – auch wenn ich die Strecke zum 2. Mal fahre, tiefe Verbeugung vor der Natur, Ecrins-Massiv mit den Schneefeldern des la Mejie als prächtige Kulisse für ein Frühstück in la Grave, zudem hübsche Bedienung, glitzernde Bergflüsse, leuchtendes Grün der Bäume, grazile Strahle der Wasserfälle, strahlender Himmel und eine gleißend-blendende Bergwelt
- Abfahrt Lautaret – Briancon bereits zum 3. Mal, flott zu absolvieren, Badepause an Bergfluss, „Tour-de-France“-Räder in den Farben der Trikots sowohl am Lautaret als auch in Chantmerle
- erstmalig Chance auf Fotosession in Briancon, enge steileGassen, nette Restaurants, winkelige Nischen, originelles Souvenir von Künstlerin (plastikmodellierte Schildkröte mit Frauenhut)
- auch den Montgenevre zwischen Briancon und Cesana Torinese bin ich bereits 2002 gefahren, wenig auffälliger Pass, zuweilen verkehrsreich, heute Abend aber nicht, meiner Erinnerung nach ist der velogesperrte Tunnel neu, das Passschild ist abmontiert, langweilige Wintersportbebauung, Golfplatz
- Cesana netter Ort, wegen Radrennen am nächsten Tag alle Hotels ausgebucht, bekomme aber noch ein „letztes“ Zimmer, ordentliches Abendessen (nur das Risotto war kein solches)





So 24.6. Cesana Torinese (1354m) - Sestriere (2035m) - Col Basset (2424m) - Col Bourget (2299m) - Monte Genevris (2536m) - Col Blegier (2381m) - Col Lauson (2497m) - Colle dell'Asietta (2472m) - Colle delle Finestre (2176m) - Susa - Bussoleno
U: H Isolabella 45 €
80 km | 10,0 km/h | 7:53 h | 1775 Hm

- Start bei klarer Witterung, viele Rennradler kommen von Sestriere mir entgegen für Start in Cesana – der Kurs ist andersherum gesetzt als meiner über den Finestre, aber ohne Assietta-Straße, leichte Fahrt auf gut ausgebauter Straße nach Sestriere, dort Vorbereitungen Zielankunft des Radrennens, ansonsten alles im Zeichen der vergangenen Winterolympiade, kein Ort zum Verweilen
- ungefähr am östlichen Ortsende Abzweig zur Assietta-Kammstraße, gleich ab Beginn offroad, Col Basset (erster Pass) noch recht gut fahrbar auch mit Reiserad, ganz eigene Naturlandschaft, rote und gelbe Pflanzenteppiche, tolle Panoramen, zuweilen Landrover unterwegs, einige Enduros, auch Straßenmotorräder sowie einige Mountainbiker (eine Gruppe fährt nur zum Basset und wieder zurück nach Sestriere)
- Straße wird im weiteren Verlauf immer schlechter, phasenweise nicht mehr reiseradtauglich, wechselnde Panoramen nach Norden und Süden, konstant im offenen Gelände, konstant über 2000m, Auf und Ab, niedrige Geschwindigkeit, meist nicht steil, dann allerdings ziemlich und sehr übel zum Mont Genevris, zunehmend bewölkt (Achtung! Im Gewitterfall keine Schutzmöglichkeit für mehre Stunden!), ziemlich kalt, am Assietta-Pass Abfahrt in die Wolke, Sicht teils unter 30m, Straße fast unfahrbar, sehr gefährlich, Geschwindigkeit runter langsamer als bei Bergauffahrt nach Sestriere (!), zusätzlich durch nasskalte Witterung verfrorene Finger und steifer Nacken
- asphaltiert hinauf zum Finestre, liebliche Flora, zwingende Reinigung des total verstaubten Rades und der Taschen an einer Wasserstelle, oben wieder Wolke, Nordseite offroad, nicht sehr gut fahrbar, für Renn- und Reiseradler bergauf besser machbar, Alpenrosen, endlose Haarnadelkurven, letztes Drittel gut asphaltiert, dichter Waldbewuchs mit wechselnden Bäumen aller Art, traumhaft bis ganz ins Tal
- Susa wenig touristisch, nur 3-Sterne-Hotels, wegen später Ankunft keine Suche mehr nach Camping (Bussoleno), daher vor Bussoleno in Hotel/Motel, nicht zu empfehlen, Essen miserabel und insgesamt zu teuer









Mo 25.6. Bussoleno - Susa (503m) - Plan des Fontainettes (2100m) - Col du Mont-Cenis (2084m) - Lanslebourg - Termignon (1270m) - Aussois - Modane - St. Michel-de-Maurienne - St. Jean-de Maurienne
U: C Municipal "Grands Cols" 10 €
104 km | 13,5 km/h | 7:36 h | 1930 Hm

- anstrengende Fahrt zum Mont Cenis, Vegetation ähnlich wie Finestre unten, später alte Eisenbahntunnel neben der Strecke, Wasserfälle, nach Zwischenebene wieder steil in Wolke hinein, Bergblumen, dann fast keine Sicht mehr, nur kleine Ecke des Sees zu erkennen, Wolken schieben sich unaufhaltsam nach oben, tolle Wolkenbilder mit Bergspitzen, viele Bistros auf franz. Seite, Pass folgt erst nach höchstem Punkt
- auf Abfahrt wieder Sicht, aber dicht bewölkt, berate drei ReiseradlerInnen aus der Schweiz, die genau meine Gegenrichtung nehmen wollen (Finestre, Assietta), rate von Assietta ab
- charmantes Termignon, tolle lokale Produkte (Holz, Käse etc.), habe noch Zeitreserven, daher Umweg über Aussois (Lanslebourg – St. Michel-de.-M. bin ich auch schon gefahren), teils starker Anstieg, schönes Panorama, wenn auch trüb, Aussois hübscher Ort, nach Modane (Nougattorten!), die bekannte unansehnliche enge Verkehrsschlucht (Eisenbahn, Autobahn und Nationalstraße), drohende Gewitterwolken
- trotz Gewitterneigung auf velofreundlichen Camping (Parzellenzeichnungen nach den großen Pässen), noch vor Zeltaufbau gewaltige Gewitterschauer, zum Duschen und Waschen genutzt, sehr guter Camping mit vielen Räumen und Dächern, sogar Föhn vorhanden, danach Zeltaufbau und Nacht ohne „Wasser“, sehr gutes Essen im Ort



Di 26.6. St. Jean-de Maurienne (475m) - Albiez-le-Vieux - Col du Mollard (1638m) - Belleville - Col de la Croix Fer (2067m) - Col du Glandon (1924m) - la Chambre (450m) - Col de la Madeleine (1993m) - la Bathie
U: H Chalet du Grand Mont 43 € m.Fr.
121 km | 12,0 km/h | 10:22 h | 3485 Hm

- Bedienung im Restaurant weist mich bereits abends auf drohenden Umweg hin: wegen Tunnelarbeiten Umleitung am Col de la Croix Fer über den Col du Mollard, d.h. zusätzliche Höhenmeter, Etappenziel Albertville damit in Gefahr
- von gegenüberliegender Seite sind die Tunnelarbeiten zu sehen, schwierige Auffahrt, leckeres zusammengekauftes Frühstück in Albiez, kalt, keine Sonne, Abfahrt auf eigentliche Passstraße zum Croix Fer, danach mäßig, später heftig steil, ziemlich offenes Gelände
- am Croix Fer zahlreiche Rennradler, insbes. Holländer, Wolke, saukalt, weiter zum Glandon (abwärts), Eisregen, lange Hose nötig, mit Winterstirnband Gesicht vermummt, eiskalte Abfahrt, Natur lässt sich kaum genießen
- in la Chambre eine kurze Wärmephase beim Obelix, danach zum Madeleine, bald wieder kalt, Westseite eindeutig weiniger attraktiv als Ostseite, konstant kräftezehrende Steigung, in Longchamp nochmal kleine Umleitung, wieder Wolke, erneute eiskalte Abfahrt, tolle enge Straße, leider wegen gefrorener Finger und Zeitdruck keine Lust auf Fotos, unten kaum wärmer, Schüttelfrost, Regen zusätzlich, Albertville nur im Dunkeln erreichbar, breche ab in neuem Hotel (gab’s vor 2 Jahren noch nicht) in la Bathie, schlechte Hausmannskost trotz Königsetappe – nun ja







Mi 27.6. la Bathie - Albertville (350m) - Flumet - Megève (~1000m) - St. Gervais (~800m) - Servoz - Vaudagne - les Houches - Chamonix - Col des Montets (1461m) - Valloroine (1337m) - Col de la Forclaz (1526m) - Martigny
U: C Les Neuvilles 0 €
132 km | 14,4 km/h | 9:00 h | 2305 Hm

- die Nacht absolut regnerisch bei kalter Luft, ca. 10° C (300m, Sommer!), Conflans, die pittoreske Altstadt von Albertville zum 2. Mal besichtigt – immer noch wunderbar, Häuser mit kunstvollen Schmiedewerken zum jeweiligen Beruf in den Häusern, kaufe Bild von Künstler, der auch Deutsch spricht (muss allerdings den passenden Rahmen dortlassen – wegen Gewicht und Bruchgefahr)
- tolle Arly-Schlucht, tobendes Wasser, mittlere Steigung, in Flumet 5° C, Sattelpunkt bei Megève, Wintersportort, aber noch attraktive Chalets, viel Verkehr bis St. Gervais, dann Veloverbot Richtung Chamonix, Umweg über Servoz, zusätzliche Höhenmeter, aber dafür idyllische Natur, Felsenkletterwand, moosüberwucherte Steine und Bäume, anfangs eher leicht, danach teils kräftezehrend steil
- Mont Blanc in Wolken, unterer Teil des Gletschers zu sehen, Chamonix extrem touristisch, dennoch nette Häuserfassaden, zuweilen bis zum Kitsch, Col des Montets leicht, kleinere Abfahrt in die Schweiz, danach nochmal ordentlicher Anstieg zum Forclaz, sagenumwobende(s) Haus und Schlucht (Tête Noir), saukalt, danach weites Panorama ins Rhonetal, hinunter in die Weinberge, erst unten in Martigny deutlich wärmer, daher Camping, auch angenehm weil windgeschützt, gutes Essen im Ort, angenehmes Ambiente







Do 28.6. Martigny - St. Maurice (411m) - Gryon - Villars-s-Ollon - Col de la Croix (1727m) - les Diablerets (1280m) - Col du Pillon (1546m) - Gsteig || Seilbahn 5-10 min. || Bergstation Sanetsch (2061m) - Col du Sanetsch (2243m) - Sion (512m) - Sierre - Salgesch - Susten - Brig
U: C Geschina 19 € m.Fr.
159 km | 15,9 km/h | 9:56 h | 2410 Hm

- sonniger Tagesbeginn, leuchtendes Grün der Weinfelder, Aprikosenbäume, toller Wasserfall am Rande, schöne Häuser in St. Maurice und Bex, in der Sonne fast heiß, steiler Anstieg durch Weinberge, danach parallel zur Bahn flacher, traumhafte Bergkulisse
- bald wieder kühl und bewölkt, von Villars zum Col de la Croix wieder steil, Abfahrt in weites Tal mit getreuten Häusern im Chaletbaustil, wieder neue beeindruckende Berge, einfache Fahrt zum Pillon (Seilbahn am Pass, aber nicht die meinige), weite grüne Wiesen Richtung Gsteig, Sanetschbahn abseits vom Ort und nicht zu erkennen, aber ausgeschildert
- Sanetschbahn – wenn nicht viel Betrieb ist – funktioniert auf Anforderung, Telefon an Talstation betätigen, dann kommt jemand in ca. 5 Min., in meinem Fall einziger Fahrgast, also mit Rad hinein allein in Kabine, 5 Min. Fahrt – supertolle Ausblicke, direkt an Felswand und Wasserfall vorbei, sehr ruhige Fahrt, oben selbsständig aussteigen (dort kein Personal, nur Telefon), Hütte mit wohl gutem Essen gleich beim Stausee, sogar Postbusanschluss, danach noch 5 km teils leichter, teils schwieriger Anstieg zum Sanetschpass, grüne Bergwiesen mit Blumen, Panorama auf Schneeberge am Pass, weiter hinüber bis zum Mont Blanc (jetzt wieder Sonne), auf Abfahrt immer wieder neue Panoramen – sensationell, super, Wahnsinn, irre, auch der Rest der Strecke auf enger Straße, Schluchten, Wasserfälle, Blumen, Tunnels und dann später wieder durch die Weinberge nach Sion (leichter Gegenanstieg dazwischen) – unbedingt zu empfehlen
- Dopppelburghügel in Sion, starker Wind in der Rhoneebene – diesmal allerdings als Rückenwind (2005 kam ich in Gegenrichtung fast zum Stillstand), bei Sierre schlechte Ausschilderung, Straße über Pfyn verpasst, andere Seite mit neuer Straße (Veloverbot, zunächst beachtet, später missachtet), flotte Fahrt ab Susten bis Brig, Rückstand aufgeholt, allerdings nur noch Pizza möglich, Camping liegt ideal für Start zum Simplonpass













Fr 29.6. Brig (681m) - Simplonpass (2005m) - Gondo - Masera (290m) - Santa Maria Maggiore (816m) - Tegna - Locarno
U: C Delta 25 €
116 km | 14,3 km/h | 7:42 h | 1875 Hm

- wähle die leichtere Hauptstraße, auch wenn einige LKWs vorbeiziehen, alte Simplonstraße verläuft versteckt in Kurven durch Wald, auch hier tolle Ausblicke durch Lärchenwald auf die Berge, oben tolle Blumenwiesen
- auf anderer Talseite nach erster Teilabfahrt durch Bergwiesen sehenswerte Gondoschlucht, weiße Blocksteine, Kaskaden mit ausgebildeten Wasserbecken, brillant klares Wasser, auch nach Gondoschlucht ähnlicher Verlauf, nur etwas weiläufiger, alte Brücken, Marmorabbau
- ab Masera heftiger Anstieg durchs Val Vigezzo, sehr enge Straße, Tunnels, wieder weiße Flusssteine, Gamsmutter mit Jungem, sehr sehr schön, Straße leider extrem stark befahren, Santa Maria Maggiore mit sehr sehenswerten bemalten Häusern
- nach langweiliger Zwischenebene beginnt mit der Schweizer Grenze das Centovalli, tolle Kurven, Brücken, überhängende Bäume, Stausee, Bahnbrücken, Moose, voll Wasser quellende Felsen, super bis Ponte Brolla
- Einfahrt nach Locarno verwirrend weil ausgeschildert nur für Autos – erst über Ascona, dann veloverbotene Schnellstraße zurück nach Locarno – Alternative nicht ausgeschildert, muss man erahnen, Radwege vorhanden, aber nur für Ortkundige zu finden, Camping direkt am See und Maggia-Delta, extrem teuer, mein Preis bezieht sich auf B-Platz und Zwischensaison (!), außerdem starker Betrieb, zu kommerziell, Essen gut beim Italiener, nicht billig









Sa 30.6. Locarno (197m) - Ponte Brolla/Valle Mággia (~265m) - Locarno - Orselina (~400m) - Muralto - Locarno (Ruhetag)
U: C Delta 25 €
30 km | 14,0 km/h | 1:45 h | 285 Hm

- Frühstück im SB-Restaurant, Wäsche waschen, Karten schreiben am idyllischen Maggia-Delta, Ausflug über Locarno zum Anfang des Maggia-Tals kurz nach Ponte Brolla (viele Badestellen), nach Relaxphase zurück nach Locarno, Fahrt hinauf über Klosterkirche Madonna del Sasso nach Orselina (Panorama), kann man auch mit Standseilbahn machen, tolle bemalte und verzierte Häuser in Muralto und Locarno, stivoll Essen im idyllischen Innenhof, gut aber sehr teuer





So 1.7. Locarno - Cadenazzo - Passo Monte Cenero (554m) - Lugano - Porlezza (270m) - (408m) - Menággio || Fähre 15 min. || Varenna - Bellano (204m) - Colle di Balísio (723m) - 15 - Passo Cúlmine San Pietro (1300m) - S. Giovanni Bianco (400m) - Piazza Brembana (482m)
U: H Piazza Brembana 30 € m.Fr.
146 km | 14,9 km/h | 9:38 h | 2080 Hm

- dunstig, leicht schwül, Frühstück in gut bestückter Tankstelle, ab Cadenazzo mäßige Steigung zum Monte Cenero, treffe kautizigen belgischen Reiseradler, langsamer als ich, fahre mit ihm bis Lugano, ist auf dem Weg nach Napoli, hat schwerwiegende Rückenprobleme, zudem Knieprobleme nach Unfall in Frankreich, der ihm auch die Kamera zerschmetterte – ein Pechvogel offenbar, aber voller energetischem Willen
- wunderschöne Fahrt am Luganer See entlang, blumengeschmückte Villen, Boote schaukeln im stillen Wasser, seltsam entrückte Kirchenglocken läuten in ungeraden Metren
- leichte Hügelüberfahrt nach Porlezza, erwerbe u.a. Chili-Marmelade, Abfahrt nach Menággio mit Zedern-bestückten Gärten und Häusern mit rötlichem Putz vor dem Blau des Sees, Fährüberfahrt nach Varenna (zahle seltsamerweise nichts), sehr heiß
- nach Panini und kleiner Fahrt am See (keine Zugänge zum See), steiler Anstieg in Bellano, dichte, wasserdurchflossene Wälder, teilweise Flachpassagen über Wiesen, stark befahren, dann wieder nach dem Colle di Balísio steile Anstiege, weiße buschige Blumen wie Federschmuck, kaum Verkehr
- neues Panorama der Bergamasker Alpen, nach Auf und Ab mit kleinen Orten faszinierende Schlucht im Taléggio-Tal, flotte Fahrt nach Piazza Brembana, unsinnigerweise durch Tunnel gefahren, im Hotel kein Essen mehr, aber gutes Essen in separatem Ristorante/Pizzeria, Nacht durchgehend verregnet







Mo 2.7. Piazza Brembana - Passo di San Marco (1985m) - Morbegno - Nuova Olónio (200m) - Chiavenna - Bondo (823m)
U: C Bondo 0 €
100 km | 12,7 km/h | 7:40 h | 2010 Hm

- dampfendes Tal, braun überschäumende Bergflüsse und weiter mit Tendenz zum Regnen, kalt, Wasserfälle, Wasseramseln, blumige Bergflüsse, dann offene Wiesen, wieder dichter Wald, meist steil, dann stärker einsetzender Regen, am Casa San Marco vor der Passhöhe völlig durchnässt, Schuhe am Kaminofen getrocknet, über 2,5-stündige Mittagspause
- erste Trockenphase zur Auffahrt genutzt, tolle Panoramen mit Wolkenformationen, vom Pass in Wolke hinein, Flussskulpturenpark, faszinierende, kurvige Abfahrt ähnlich zu Finestre-Pass
- in der Tiefebene immer noch wenig warm, erst mit Sonne Richtung Chiavenna etwas besser, Wasserfall, stiller See, Straße mit viel Verkehr, reißende Wassermassen in Chiavenna, schöne Häuser- und Brückenwinkel (bin zum 2. Mal da, Maloja schon in umgekehrter Richtung gefahren), sehenswerter Doppelwasserfall in Borgonuovo, eher leichte Bergfahrt mit wechselnden Passagen, Maloja nicht mehr erreichbar, in Bondo trotz Kälte auf Camping, Essen in Hotel ordentlich, Nacht dann doch etwas weniger kalt als erwartet









Di 3.7. Bondo - Maloja-Pass (1815m) - St. Moritz - Pontresina - Berninapass (2329m) - la Motta (2050m) - Forcola di Livigno (2315m) - Livigno (1816m) - Passo d'Eira (2209m) - Mad. d. Soccorso (2021m) - Passo di Foscagno (2291m) - Isoláccia - Bórmio
U: H Daniela 36 € m.Fr.
119 km | 13,8 km/h | 8:32 h | 2385 Hm

- wenig Morgensonne, schöne Engadiner Häuser, Wiesen- und Waldpassagen, Serpentinen zum Maloja ziemlich steil, eindruckvolles Kurvenpanorama, wieder bewölkt und kalt
- Seen im Oberengadin etwas trüb unter den Wolken, trotzdem tolle Bergpanoramen, wunderbare Blumenwelt, St. Moritz die erwartet protzige, wenig ansprechende Silhouette, schmackhafte warme Mittagszeit in Restaurant mit Konditorei – kaufe noch edle hausgemachte Pralinés und Nusstorte
- weiterhin kalt, trotz fehlender Sonne tolle Blicke auf den Mortscheratsch-Gletscher, die leichte Auffahrt wird zur Mühsal durch stürmischen Gegenwind, Aufwärm- und Regenpause am Bernina, extreme Wolkenfront von der anderen Seite
- fahre schließlich in Wolke, leichter Regen, nach la Motta steinige Bergwiesen, Blumen, am Livigno-Pass aus Wolke heraus, rosafarbene Grasteppiche, mittlere Steigung zum Passo d’Eira, wenig aufregend bis zum Foscagno, Gegenwind, kalt, wieder in Wolke hinein, wenig Eindrücke aus der Abfahrt, weil keine Sicht und elend kalt, regnerisch, Camping nur was für Hartgesottene, daher in aus dem Vorjahr erprobtes Hotel am Ortsausgang an der Gavia-Pass-Straße mit sehr gutem Frühstück, Abendessen dort gerade noch möglich, allerdings schon abgestanden (besser wäre Ristorante im Ort), Zimmer billiger als im Vorjahr (wohl weil ohne Balkon)











Mi 4.7. Bórmio - Grósio (656m) - Passo de la Foppa (Passo del Mortirolo) (1852m) - Édolo - Malonno (590m) - Passo di Vivione (1828m) - Schilpário (1124m)
U: H Edelweiss 32 € m.Fr.
99 km | 14,0 km/h | 8:44 h | 2405 Hm

- Nacht wieder regnerisch, enorme Wassermassen in den Flüssen, Strecke bis Grósio zum 2. Mal, wunderbarer Kirchturm in Valdisotto-Cepina, tolle Farbkontraste mit Sonnenlicht, Wolken und grünen Hügeln
- unauffälliger Abzweig auf sehr kleine Straße vor Grósio (die steilere „Giro“-Variante geht in Mazzo weiter südlich ab), wunderbare, archaische Urwaldszenarien, treffe vier deutsche Mountainbiker, die mir allerdings nicht folgen können, wechselnd bewölkt-heiter, kalt, wieder Sonne, leichter Regen etc., tolle Flora auch oben, Blumen, Kiefern, Rifugio kurz nach Pass, kleiner Mittagstisch
- tolle Panoramen auf Abfahrt, auch in Édolo noch kühl, Abzweig in Malonno (habe dort mal übernachtet) direkt von Hauptstraße aus nicht ausgeschildert, wenig später aber doch
- toller Kastanienwald, wechselnde tolle Vegetation, Wasserfälle, wenig Verkehr, unrhythmisch, meist aber steil, später geniale Berpanoramen Richtung Osten, schöne Kühe, auf Pass saukalt (Übernachtung möglich), Abfahrt durch Schafherde, für Durchfahrt bis zum Idrosee zu spät, daher Übernachtung in Schilpario nötig, Essen im Hotel mäßig gut







Do 5.7. Schilpário - Azzone (973m) - Croce di Salven (1103m) - Malegno - Darfo - Pisogne (190m) - Passo dello Zeno (1434m) - Lavone (~550m) - Cóllio - San Colombano/Bondegno (900m)
U: C Maniva 10 €
103 km | 13,7 km/h | 8:00 h | 2180 Hm

- wegen Rückstand entscheide ich Passo Pressalona zu streichen – doch die Abkürzung nach Boària Terme ist dann gesperrt, die Umleitung über Croce di Salven kaum kürzer als der Pressalone-Pass (lediglich 200 Hm weniger), damit ist ein kompletter Tag Rückstand fast unausweichlich geworden, plane den Ruhetag in Molveno zu streichen
- fahre zwischen Malegno und Darfo auf Hauptstraße, Höllenverkehr, eigentl. für Velo verboten, aber auch Nebenstrecke ab Darfo bis Pisogno extrem verkehrsreich, hübsches Seeufer, malerische Winkel im Ort
- steile Anfahrt zum Zeno-Pass, Panorama auf Iseo-See, dann dichter Wald, Wiesen, kleine Orte, oben Ausgang für Wanderungen und Wintersport, Ostseite faszinierender Eichen-Kiefernwald, Licht-Schattenspiel sorgt für schwierige Abfahrtsverhältnisse auf sehr schlechter Straße, bemerke irgendwann fehlen meines Radcomputers (ist auch meine einzige Uhr), ein riesiges Desaster für mich, Ersatz wird es weit und breit nicht geben, beschließe zurückzufahren, ca. 3 Kilometer wieder bergauf, schließlich mit Hilfe 2 ital. Rennradler wiedergefunden – schon fast kurios, große Erleichterung, damit ein ganzer Tag Rückstand besiegelt
- schönes, enges Tal nach Cóllio, die meisten Unterkünfte sind in San Colombano, dort Camping, Warmwasser eigentlich nicht vorhanden, dann doch improvisiert vom Betreiber Leitung in Gang gesetzt, Essen im Ort mäßige Hausmannskost



Fr 6.7. San Colombano/Bondegno - Passo di Maniva (1664m) - Goletto della Crocette (2070m) - Giogo della Bala (2162m) - Passo di Croce Dómini (1892m) - Goletto di Cadino (1943m) - Bagolino - Lodrone (380m) - Bondo (823m) - Tione (565m) - Ponte Arche (398m) - Molveno (865m)
U: C Spiaggia 16 €
123 km | 14,0 km/h | 8:44 h | 2275 Hm

- sonniger Beginn, steile Anfahrt zum Maniva-Pass, treffe deutsche Mountainbiker mit aber anderer Route im Sinn, offen grüne Hügel von eigener Ästhetik, kleine Seen, eigenwillige Flora, Observatorium, tolle Panoramen, zu Beginn der Offroad-Passage Baustelle, teilweise gut fahrbar, andere Teile wieder sehr schwierig, einige Landrover, Motorräder, auch ein Rennradler, am Rifugio Croce Dómini große deutsche Mountainbike-Gruppe, die zum Nachmittag dort weiterfahren will
- weiterer kurzer Anstieg zum Goletto di Cadino (alle Pässe ohne Passschilder), wo ein Kreuz steht, tolle Bergblumenwiesen, dann faszinierende Wechsel von Bergwiesen, Hainen, Schluchten, orig. speiender Brunnen „Fontana del Lupo“
- sehenswerte Häuser und Ortsbild in Bagolino, eindrucksvolle Friedhofskultur, Radrennen, Straße abgesperrt, Fahrerfeld weit aufgerissen, Polizist lässt mich auf Straße, bin bald mitten im Radrennen, bekomme von Motorrädern und Begleitautos signalisert, auf die Rennfahrer zu achten und Vorsicht walten zu lassen, leichtes Erstaunen bei einigen Fahrern, Rennen setzt sich Richtung Brescia fort, ich zweige am Idro-See nach Lodrone ab, danach zunächst wenig aufregend flach, dann mehr und mehr ansteigend, viel Verkehr, idyllischer Flusslauf mit weiß blühenden Wasserpflanzen, Quasi-Passhöhe bei Bondo, kurze Abfahrt, eindrucksvolle Kulisse von Adamello und Brenta
- am Lago Ponte Pia See und Schlucht teilweise durch Tunnel verdeckt, teils leichte, teils mittlere Anstiege Richtung Molveno-See, in Dämmerung erreicht, superbes Panorama mit See und Brenta-Gruppe, Essen gut Nähe Camping













Sa 7.7. Molveno (823m) - Rocchetta (240m) - Sanzeno - Passo di Mendola (1363m) - Bolzano (262m) - Prato all'Isarco - Breien - Tiers (~1050m)
U: H Edelweiss 30 € m.Fr.
105 km | 14,7 km/h | 7:02 h | 2000 Hm

- da mein Hintereifen Luft verloren hat (schon vortags, aber nur langsam), muss ich zunächst einen neuen Schlauch einbauen, kann aber kein Loch finden, möglicherweise Ventil defekt
- sonniger Morgen, herrliche erscheinendes Panorma, Molveno-Ort hübsch mit sehr guten Einkaufsmöglichkeiten, Schokolade, Nudeln, Pilze, Würste, Käse, Antipasti, Grappa, Kunsthandwerk, Kindersachen etc. pp
- leicht weiter bergauf bis Ándalo, auch sehr begehrt bei Touristen, Abfahrt in weite Talöffnung, idyllische ruhige Wasserläufe, Obstanbau – Äpfel, Äpfel, Äpfel, auch Weinanbau, alsbald wieder ansteigend, stärker als erwartet, sehr heiß, Mendelpass unten steiler, bald weniger steil, aufgelockerter Tannenwald, dazwischen eine Ebene mit weiten Wiesen, Mendelpass selbst sehr touristisch, auffällige Kupferschmiedekunst
- eindrucksvolle Spitzkehren, weite Blicke ins Etschtal mit Kalterer See, treffe Fred, Rennradler, Deutscher, der seit einigen Jahren in Bozen als Soziologe arbeitet, er begleitet mich nach Bozen, geleitet mich an der Burg Sigmundskron (Messner-Bergmuseum) und der Stadt vorbei (Radwege zu eng), weiter an der reißenden Eisack bis Prato, dort trotz Warnung von Fred die Abkürzung, die schließlich auf 3 km mit 24% zuschlägt, kurz vor dem steilsten Stück kehr Fred um, fährt die Strecke aber am nächten Tag um zum Volksradfahren der großen Sellarunde teilzunehmen (Straße für Autos gesperrt), ich würge mein Rad teils bei 3,8-5,0 km/h nach oben, zahllose Verschnaufpausen
- Pozza ist unerreichbar, daher Essen & Schlafen Ausgang Tiers, fast St. Cyprien – überwältigendes Abendrot am Rosengarten trotz teilweiser Bewölkung, gutes Essen auf verglaster Panoramaterrasse, zum Finale sogar noch eine kleine Runde Whirlpool















So 8.7. Tiers (~1050m) - Passo Nigra (1630m) - Passo di Costalunga (1745m) - Pozza (~1300m) - Canazei - Passo di Fedáia (2057m) - Caprile (1014m) - Selva di Cadore - Passo di Giau (2233m) - Cortina d'Ampezzo
U: H la Larina 42 € m.Fr.
102 km | 12,5 km/h | 8:15 h | 2745 Hm

- nach gutem Frühstück in der Morgensonne atemberaubende Bergpanoramen, Tannenwald zum Nigerpass, danach offene Bergwiesen im leuchtenden Grün und die Dolomitenzapfen als Kulisse, Karerpass sehr touristisch, schöne Orte im Fassa-Tal, schönes Kunsthandwerk (Holzschnitzereien), tolle Häusermalerein in Canezei, kitschig, aber schön, Fred taucht erneut auf und fährt von Canazei weiter zur Sella-Runde
- nach Bruschetta in Canazei Fedaia-Pass nunmehr wieder bewölkt, eher leichter Pass von Westen, tolle Blicke auf Marmolada, lerne Daniele kennen, Rennradler aus Ferrara, fährt ein bisschen langsamer für mich, Pass mit Stausee identisch, Abfahrt sehr gerade und daher sehr schnell, verpasse Abfahrt in die kleine enge Schlucht, die ich nur von oben sehe, Daniele erwischt den Abzweig, ist langsamer abwärts, in Rocca Piétore Volksfest mit traditionellen Kostümen, Musik und Tänzen
- in Caprile trenne ich mich von Daniele, unter dunklem Himmel zum Passo Giau, ab Selva di Cadore sehr schön mit Wasserkaskaden, Blumen, aufgelockerter Bewaldung, oben grüne Wiesen mit seltsamen Gesteinsanhaufen, imposanter Monte Averau, Hotel vorhanden, doch ich strebe Richtung tiefhängender Wolke im Tal, dann voll im Regen, bei Pocol zu spät und zu nass für Falzarego-Pass, nur zwei teure Hotels (60 Euro), daher weiter Abfahrt nach Cortina mit weiterem Stop wegen Wolkenbruch
- Cortina erwartet exklusiv, d.h. überall dicke Hotelkästen, Camping undenkbar, fahre bis Ausfahrt Toblach, dort kleineres 3-Sterne Hotel garni mit noch passablen Preis für hübsches Zimmer und sehr gutem Frühstück, mit das beste Essen der Tour im nahen Ristorante „El Zoco“ –allerdings auch hier lockere 50 Euro













Mo 9.7. Cortina d'Ampezzo (~1200m) - Passo Falzarego (2105m) - Passo di Valparola (2192m) - la Villa - San Martino (1125m) - Würzjoch (1987m) - Ütia de Börz (2006m)
U: H Almgasthof Ütia de Börz 60 € HP (!)
65 km | 11,2 km/h | 5:42 h | 2035 Hm

- durch die Abfahrt nach Cortina hat sich mein Rückstand noch vergrößert zumal ich erneut erst mal bis nach Pocol zurück- und raufradeln muss, morgens erstmal auf Regenende warten, kaum zwei Kilometer in Cortina, kommt der nächste Guss von oben, Fachsimpelei mit radreiseinteressierten Sportgeschäftsbesitzer, dann mutig hinauf zum Falzarego-Pass, 2 deutsche Mountainbiker überholen und kommentieren: „Nur die Mutigen werden belohnt“ – leider traf der Spruch heute kaum zu – mit insgesamt 6 Regenpausen und dem finalen Abbruch der Etappe wurden meine Ziele erneut kräftig zurückgeschraubt
- trotz trüber Aussichten einfach tolle Berge, mystisch bemooste Lärchen, liebliche Bergblumen, schon wegen der Kälte kurze Kuchenpause am Falzarego, entscheide Abkürzung über Valparola statt Campolongo zu fahren, am Valparola allerdings dicke Wolcke mit Regen, wieder Pause, aus Verzweiflung Pasta mit Hirschgulasch gegessen, erste Lücke zur Weiterfahrt genutzt
- Strecke Cortina – Stern bereits in umgekehrter Richtung bekannt (und bei wesentlich besserem Wetter), nach Stern sehr viel grüne Wiesen, bei St. Martin, kurze Müdigkeits- und Regenpause, Walderdbeeren, in Burg Museum für ladinisches Brauchtum (nicht besucht), steile Auffahrt, geheimnisvoll stiller Kiefernwald, danach wieder Abfahrt, in Talmulde und nochmal 500m später doppelte Regenpause, Weiterfahrt bei leichtem Regen, 1 km später erneuter Kübelguss, danach Ortsende und mutige Weiterfahrt zum Würzjoch, ca. 2 km vor Passhöhe, Donner, Blitz, alle Schleusen offen + Hagel, triefend nass, eine Abfahrt undenkbar, finde ich komfortable Unterkunft im Almgasthof, das Tagesziel Cavalese mehr als weit entfernt, Essen eigentlich gut, aber etwas mager (typisch HP)





Di 10.7. Würzjoch - Kofeljoch (1863m) - Villnöß - Chiusa - Kardaun (275m) - Ponte Nova - Passo di Lavazè (1805m) - Cavalese - Molina (~900m) - Passo di Manghen (2047m) - Manga Valtrighetta
U: H Manga Valtrighetta 20 € m.Fr.
121 km | 14,0 km/h | 8:36 h | 2805 Hm

- jeder Morgen ist neu, dieser erst recht: ein Wintermärchen mitten im Sommer, Schneefall und weiße Tannen bei 0 °C, nach sehr gutem Frühstück späte Abfahrt nach Ende des Schneefalls, herrliche Bilder und Panoramen, tolle Farbkontraste aus Grün und Weiß, unten kleine Schlucht, reißender Bergfluss
- in Chiusa sonnig, unter der Burg schöner Ort mit idyllischen Ecken, kurze Fahrt auf dem Radweg entlang der Eisack, wild über dem Wasser, Radweg bereits in schlechtem Zustand (holpriger Belag), zuviel Zeitverlust, weiche bald auf die Bundesstraße aus
- weitere Burgen, das tief-dunkle Grün der Hänge und die reißende Eisack machen den Abschnitt schöner als erwartet (in meiner Erinnerung trübe Märztage)
- durch kleinen Tunnel bei Kardaun ins Eggental (Alternative südlich mittlerweile wegen Bauarbeiten unpassierbar), atemberaubend eng die Schlucht, danach liebliches Tal, nach Birchabrück wenig aufregend in eher dunklem Wald, Lavazè-Pass mit offen Weidewiesen, See, Wintersportambiente, kalt, Abfahrt durch lichten Lärchenwald, helles Grün vom Val di Fiemme, später ebenso leuchtende Wiesen
- in Cavalese wiederholt am schönen Turm, Passo Manghen nicht ausgeschildert, Abfahrt nach Molina westlich der Stadt suchen, weiter hinunter in tiefe Talmulde, dann Auffahrt zum Manghen, riskant-späte Anfahrt um 18 h, zunächst leicht in hellem Grün von Laubbäumen, steil werdend mit dunklem Nadelwald, mit Eisenoxid überzogene rote Steine, wenig Verkehr, Wald bis fast zum Pass, nur unterbrochen von Kuhweide mit Alm, oben weites Panorama bis Abruchkante bei Trento, tolle Abfahrt Südseite, mittendrin Hütte Valtrighetta, Übernachtung ähnlich JH, mäßiges Abendessen, Frühstück mager, aber eben sehr günstig



















Mi 11.7. Manga Valtrighetta - Telve - Strigno (463m) - Castello - Passo di Santo Agordo (1644m) - Passo di Brocon (1615m) - Canàl San Bovo (757m) - Passo di Góbbera (998m) - Imèr (637m) - Passo di Cereda (1369m) - Gosaldo (1141m) - Forcella Aurine (1299m) - Agordo (611m) - la Valle Agordina (~750m)
U: H Pensione Garni Al Cervo 26 € m.Fr.
119 km | 14,4 km/h | 8:11 h | 2760 Hm

- der Rückstand gegenüber dem Ziel Bassano del Grappa ist so groß, dass ich nicht nur die beiden Seen Caldenazzo und Levico streiche, sondern auch Bassano und den Monte Grappa – damit kann ich sogar den Rückstand in einen kleine Vorsprung umwandeln
- weiter schöne Abfahrt bei kalter Luft, selbst im Valsugana nicht richtig warm, in Strigno wieder Fahrt in die Berge, erstes Stück steil, treffe Fred aus München, Reiseradler mit ähnlicher Zielrichtung und identischem Niveau, fahren bis Imèr zusammen, beendet seine Etappen schon um ca. 15 h, riskanter Abfahrer, leicht und eher langweilig zum Brocon-Pass, saukalt, Abfahrt dann überraschend schön und launig kurvig, Góberra kleiner Pass, danach wieder tolle Dolomitenpanoramen, Regenpause in Fiera, Cereda-Pass schwer, danach runde Bergkuppen der Belluneser Alpen, bei Gosaldo Regenpause, toller Regenbogen, nach dem Aurine-Pass eindrucksvolle Dolomitenfelsen
- Ágordo mit schöner Lage, einige sehenswerte Gebäude, Unterkunft außerhalb bergauf gesucht in la Valle Agordina, Essen neben dem Garni-Hotel (einziges Ristorante) sehr schlecht, Ambiente noch schlechter (Spielbetrieb, Playstation), fettes Minus





Do 12.7. la Valle Agordina - Passo Duran (1601m) - Forno di Zoldo (810m) - Passo Cibiana (1530m) - Pieve di Cadore (683m) - Vigo di Cadore - Sella Ciampigotto (1790m) - Sella di Razzo (1760) - Forcella Lavardet (1542m) - Ovaro - Tolmezzo
U: H al Benvenuto 45 € m.Fr.
143 km | 14,6 km/h | 9:40 h | 2765 Hm

- in Morgensonne glänzen die Dolomitenformationen prachtvoll, P. Duran mit Lärchen, Bergblumen, steil mit flacherem Abschnitt oben, beliebt bei Wanderern, Abfahrt eng und steil, launig, selbst im engen Tal heftiger Wind, kühl trotz Sonne
- P. Cibiana auch schwer, aufgelockerter Wald, Walderdbeeren, oben Kuhweiden, am Pass tolle, mystisch wirkende Blumenwiesen, dunkler Nadelwald, kuriose Gesteinsformationen, Aufgang zum Bergmuseum möglich, Abfahrt eng und dunkel
- zum 2. Mal in Pieve beim Tizian-Geburtshaus, sehr kühl, tolle Farbkontraste am See durch Sonne/Wolken-Wechsel, betriebsame Orte und viel Verkehr bis Abzweig Vigo di Cadore, dort auffällige regionale Holzbauweisee, Sella Ciampigotto langgezogen mit Flachpassagen, unten dunkler Tannenwald, weiter oben aufgelockert, Lärchen, Walderdbeeren, steile Serpentinen zum Pass, durchgehend dunkel bewölkt
- Sella di Razzo nur Überrollpass, offene Wiesen, Forcella Levardet quasi auch Überrollpass auf Abzweig der gesperrten Offroad-Straße Richtung Santo Stefano, waldreich-schönes Val Pesarina ohne spektakuläre Highlights, danach verkehrsreich, weite Flussebene, mit flottem Tempo bis Tolmezzo, keine besonderen Ansichten, schwierig für Übernachtung, zentrales Hotel wollte gar 80 Euro, Alternative südlich des Ortes, Essen ordentlich













Fr 13.7. Tolmezzo - Amaro (300m) - Chiusaforte - Sella Nevea (1190m) - Lago del Predil (959m) - Passo del Predil (1156m) - Bovec - Kobarid - Tolmin
U: H Pensione Rutar 36 € m.Fr.
122 km | 15,5 km/h | 7:48 h | 1310 Hm

- sonniger Tag, weiter in Flussebene, bei Móggio enger werdend, Transitverkehr nach Austria weil niedriger Alpenübergang von Tarvísio, Reiseradgruppe kommt mir entgegen, Singvögelkästen in Raccolana
- sensationelles Tal mit blau und grün schimmerndem klaren Wasser nebst weißem Gestein, Badebecken im Fluss, Wasserfälle, leuchtendes Grün der Bäume, verwaiste Brücken, lange Zeit leichte Fahrt auf Höhe der Raccolana, nach 2. großen Wasserfall steiler Anstieg, enge Serpentinen, Urwald, Felsüberhänge, P. Nevea (gleichzeitig Ortschaft) der pure Kontrast: unansehnliche Skiortarchitektur, erodierte Berghänge durch Skipisten
- mystischer Wald mit bemoosten Steinblöcken, Abfahrt immer wieder durch Flachpassagen und Gegenanstiege aufgehalten, eigenartiges Gestein an den Berghängen, Versickerungen, Predil-See in tollem Türkis, dann wieder dunkel, geordnete Bergzacken, dunkler Wald zum Predil-Pass, See kaum zu sehen
- Südseite Predil offener, herrlicher Szenerie aus Bergwiesen, Wasserfällen, Bergfelsen und Talblicken, noch viel veraltete Landwirtschaft mit Reschen und Sense, Straße nur teilweise gut, insbesondere ab Bovec deutliche Verschleißspuren (gegenüber 2003), mir bekanntes mühevolles Auf und Ab im Soca-Tal (Fluss ist nur selten zu sehen), Rafting-Tourismus (Parkplätze mittlerweile alle gebührenpflichtig)
- Kobarid immer noch verträumt bis verschlafen, Gebäude alle bestens renoviert, in Volarje Camping möglich, sieht mir aber zu verschlafen aus (Essen?), fahre weiter bis Tolmin, tourist office noch geöffnet (kurz vor 20 h), Privatzimmer für eine Nacht nicht erwünscht, zwei Hotels am zentralen Platz (mit Casino) nicht zu verfehlen – wähle die 4-Sterne-Pension (!?) für 36 Euro – ob tatsächlich nach int. Standard das 4 Sterne sind, weiß ich nicht, aber alles ist sehr sauber, edel eingerichtet, perfekt-neu, Bad etwas zu eng trotz „goldener“ Wasserhähne, Frühstück nur mäßig, Essen in Pizzeria, noch „krumme“ Europreise (z.B. 3,56 oder 2,88 weil Euro erst gerade eingeführt und Preise genau umgerechnet wurden), Essen gut und extrem günstig







Sa 14.7. Tolmin - Most na Soci (167m) - D. Trebusa - Oblakov Vrh (725m) - Idrija (331m) - Godovic - Kalce - Planina - Postojna (656m)
U: (p) Barbara & Andrej 0 € m.Fr.
92 km | 15,7 km/h | 5:49 h | 1090 Hm

- am Morgen leicht nebelig, tiefes Blau an stiller Soca, dann romatische Fischerbootstimmung mit Nebel bei Most na Soci, sehr leichtes Tal Richtung Idrija, trotz Hauptstraße Verkehr bescheiden, herrliche verträumt durch überhängende Bäume, hügelige Wiesen und Felder nebst Weilern und kleinsten Dörfern, Kirchlein mit tief-roten Dächern, auch für nicht-sportliche RadlerInnen bequem fahrbar und super traumhaft
- leicht, idyllische Fahrt an Idrijca weiter möglich, fahre jedoch bei D. Trebusa auf Nebenstrecke für eine Bergfahrt, kurzes Stück Asphalt, danach offroad, fahrbar, aber mit hohem Zeitaufwand obwohl nicht sehr steil, traumhafte Waldpassagen, fast kein Verkehr, einige Mountainbiker, Abfahrt auf Südostseite fast durchgehend asphaltiert, launig enge Straße, mehr offene Wiesen, unten mehrere kleine Dörfer und belebte Weiler, flacher, aber eng bis Sp. Idrija
- nahezu flach bis Idrija, alte Bergbaustadt (Quecksilber), heute nur noch als Museum, Burg mit toll bemaltem Innenhof und Galerie, hohe Kunst der Spitzenstickerei (normale Geschäfte haben aber Samstagnachmittag geschlossen, größere Supermärkte am Stadtrand sind ebenso wie Sonntag Vormittag geöffnet)
- eher leichter Anstieg nach Godovic, treffe Neil, israelischer Reiseradler (Typ unorthodxer Globetrotter), langsamer als ich, auf dem Wege zwischen Portugal und Griechenland, fährt mit langer Hose und langen Ärmeln trotz Hitze wegen der Sonne, begleite ihn bis Godovic, danach biegt er auf Nebenstraße ab
- Richtung Kalce Auf und Ab durch typische Karstlandschaft mit grünenhügeligen Wiesen und Tannenhainen, Tendenz abwärts, daher flott, ab Kalce wieder aufwärts, Strecke bereits 2003 in anderer Richtung gefahren, ab Planina stärker etwas mühsam bergauf in großräumigen Kurven, dicht bewaldet, Motorrad-Mekka für junge, unerfahrene Slowenen, daher gefährlich, Motorradfahrer im Wettbewerb kommen mir riskant entgegen, wenig später höre ich Leitplankencrash wenig unterhalb von mir
- in Postojna Besuch von Barbara und Andrej, bei denen ich übernachte – ich lernte sie 2003 in Kroatien auf einer Fähre (ebenfalls mit Rädern unterwegs) kennen, mittlerweile hat Barbara ein Baby, Schiwa (Siva?) ist gerade einen Monat alt – auch hier nachmal Herzlichen Glückwunsch! – und Danke für die Gastfreundschaft! – weitere Leute zum Grillen im kleinen Garten eingeladen (Cevapcicci), schöner Sommerabend











So 15.7. Postojna - Logatec - Vrhnika - Ljubljana (293m) - Kamnik - Crnivec (902m) - Ljubno (~350m) - Luce (520m)
U: H Smica 20 €
139 km | 17,9 km/h | 7:37 h | 910 Hm

- nach dem Frühstück zeigt mir Andrej (mit dem Auto) noch einen sehr mystischen Ort im Wald in der Nähe – eine Karst-Versickerungsstelle mit einer natürlichen Bogenbrücke, die aus einer ehemaligen Höhle entstand nebst einer einer noch bestehenden Höhle, ein sehr schattiger Platz, der gerne zum Picknick genutzt wird, schattige, gute Offroad-Strecke auch für RadlerInnen zum Cerkno-See
- Abfahrt erst kurz nach 10h, bereits heiß (der Morgen war noch sehr kühl), gleiche Strecke bis Kalce zurück, weitere Strecke bis Ljubljana mir auch aus 2003 bekannt, schöne Fahrt durch die Karstlandschaft bis Vrhnika, dort Abfahrt aus dem Karst in die Ebene mit Panorama der Alpen in der Ferne, unangenehmer Straßenbelag bei Logatec, ab Vrhnika unangenehm flache, sich hinziehende Fahrt nach Ljubljana parallel zur Autobahn, Stadteinfahrt häßlich und bei drückender Mittagshitze
- zum 2. Mal in Ljubljana – traumhafte Stadt – eine der schönsten Städte in Europa ohne Zweifel, überhängende Weiden, alte Häuser, österr.-kaiserliche Prachtbauten, Burg als Wahrzeichen als Silhouette, lebendiges Treiben an den Ufern und in den Gassen, offene, modische Bars und Eisdielen, Restaurants mit guten kleinen und großen Gerichten, ständiger Floh- und Künstlermarkt, charmantes und viel junges Volk, internationale Touristen, ein bunter Mix, kompakt, großstädtisch und eben doch überschaubar, frisch gepresster Heidelbeersaft, halbe Ananas als Eisbecher, treffe Israeli wieder, der ebenfalls von der Stadt begeistert ist, sucht nach Internetcafé
- wie 2003 ist die Ausfahrt problematisch, weil nur wenige Strecken und nur autogerecht ausgeschildert sind, teils für Velo verboten bzw. auf Autobahnen fokussiert, finde Weg der Nase und Karte nach, treffe Slowenen mit zwei Söhnen, ebenfalls tourerfahren insbes. in Austria, spricht gut Deutsch, fahren gemeinsam eine Nebenstrecke nach Kamnik, beklagt ebenfalls, das Straßen nur noch für die Autos gut gebaut werden und die Nebenstrecken vernachlässigt werden, je nach kommunalem Gusto
- Kamnik schönes Städtchen mit charmanter Häuserkulisse, rote Dächer im Kontrast zum Weiß der Fassaden, Bergpanorama im Hintergrund, leichte bis mittelschwere Fahrt zum Crnivec-Pass, unten enger Talabschnitt, oben immer wieder Bergwiesen im Wechsel mit Wald, überall zerstreute Häuser und Bauernhöfe, Atemprobleme durch zuviel Kaltgetränk und das mächtige Ananaseis, Kartenangabe mit 16% trifft nicht zu – max. 8-10%, meist weniger, Hotel auf Passhöhe, kurze Abfahrt in sehr weites, offenes Hügelland, wie für Postkarte aufgestellte einzelnes Kirchlein, unten mühsames Auf und Ab durch Karstland
- in Ljubno Camping vermutet (falsch), versuche belebten Gasthof etwas außerhalb zu wählen – alles ausgebucht (bis September!), weiter ins Tal der Savinja, steigt schon mittelschwer an, enges Tal fast ohne Häuser, Zeitfenster sehr eng, fahre in Dunkelheit, keine Unterkünfte mit Essgelegenheit zu finden, in Luce nach anfänglich falscher Auskunft doch noch Camp 1 km außerhalb gefunden, mit Zimmern, fahre zunächst zum Essen zurück (Frau vom Camp hat zuvor für mich telefoniert), Gulasch mäßig, Palatschinken mit Eis sehr gut, wähle dann wegen der bereits kühlen und fortgeschrittenen Nachtzeit das günstige Zimmer statt Camping













Mo 16.7. Luce - Solcava - Logarska Dolina/Slap Rinka - Paulitschsattel (1339m) - Bad Eisenkappel - St. Primus - Tainach - Klagenfurt-Nord (440m) - Seigbichl - Moosburg/Tigringer See
U: C Tigringer See 15 €
126 km | 15,3 km/h | 8:10 h | 1445 Hm

- sonniger und heißer Tag, enges Tal mit markanten Felszapfen noch bis über Solcava hinaus, dann Talöffnung nach Westen, Postkartenpanorama vom Logarska Dolina, breite grüne Talwiese, das strahlend-helle Bergmassiv am Talende und der blaue Himmel darüber, zunächst leichte, eher flache Fahrt ins Tal, teils lichter Wald, teils die herrlichen Wiesen, von gelben Blumen durchsetzt, Wasseridyll mit sprudelnder Quelle (das Wasser vom Wasserfall weiter oben versickert und kommt hier erneut zu Tage), bald Mischwald dichter und Straße steiler bis schließlich heftig, zum Slap Rinka nochmal 15 min. Fußweg, traumhaft schöner Wasserfall, gleiche Strecke wieder zurück
- stimmungsvoller Mischwald, steiler Anstieg, kurz vor Passhöhe letzte slow. Gaststätte (auch Unterkunft), Paulitschsattel ist Grenze (es wird noch kontrolliert), danach zunächst Auf und Ab (steile Gegenanstiege), schließlich ab Bad Eisenkappel mäßig abfallendes Tal, Radweg möglich, etwas unübersichtlich, ungemütliches Auf und Ab zum Turner und Klopeiner See (extrem touristisch, Rikschas, Ferraris, heiße Frauen, heiße Fummel, Sehen und Gesehen werden)
- nach Drau-Überquerung auf gerade, quälend langweilige Bundesstraße Richtung Klagenfurt, suche Nordumfahrung (Klagenfurt auch schon bekannt), Alternativstraßen aber nicht ausgeschildert, daher Umwege gefahren, schlechte Verkehrsführung aber auch für Autos, danach weiter einfach auf der B95 zu fahren, Abzweig Seigbichl folgen, später nicht Tigring sondern Schild Moosburg folgen, FKK-Camping Tigringer See mit angeschlossenem Cafe/Gasthof Kogler (auch Zimmer), mal wieder nur Pizza möglich, idyllischer Badesee (Teich), Blick nach Süden bis zu den Karawanken











Di 17.7. Tigringer See – Feldkirchen (~500m) - Gnesau (973m) - Rottrasten - Schiestelscharte (2024m) - Grundalm (1688m) - Eisentalhöhe (2042m) - Innerkrems - Schönfeldsattel (1730m) - Pichlern (1025m) - Schloss Mosham - Mauterndorf - Twenger Talpass (1381m) - Radstätter Tauernpass (1739m) - Obertauern (Nord)
U: H Weningeralm 30 € m.Fr.
130 km | 13,5 km/h | 9:35 h | 3100 Hm

- nach angenehm milder Nacht früher Start (selten genug), leichte Hügel- und Abfahrt nach Feldkirchen, dort Frühstück, sehr heißer Tag beginnt, mäßig starker Anstieg nach Gnesau, Reiseradanfänger aus Salzburg getroffen, fahren bis Verzweigung Nockalm/Turracher Höhe zusammen – für mich 12 %, Stefan schluckt schwer beim Anblick vom Schild 23 %
- erster Teil Nockalmstraße aus 2003 bekannt (bei ähnlichem Wetter und ähnlicher Uhrzeit), trotz Mautstraße ziemlicher Verkehr, insbesondere Motorräder, eigenwillig
von: José María

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.07.07 21:37

Holá Matthias
Wunderschöne Aufnahmen von eine Traumhafte Landschaft. bravo
von: Anonym

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.07.07 21:45

Bilder von meinen Radtouren ab 2006
von: ethnowolfi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.07.07 22:12

Wahnsinn! Chapeau! Tolle Bilder, die sehr animierend wirken.
LG, Wolfi
von: Barfußschlumpf

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.07.07 22:56

Sowas:
1 Tag später lief dann der Schlumpf von Bern hereilend an der unsichtbaren Sanetschbahn ein.

Daher hat der Elektro-Typ 2 Häuser weiter also sofort gewusst, was ich wollte, als ich vorbeifuhr.
(Die Kasse ist nicht besetzt, aber wenn ein Radler in Anfahrt auf die Maschinenhäuser gesichtet wird, setzt sich sofort jemand in Bewegung und beamt ihn gnadenlos herauf, um 18 Franken.)


Sanetschpass 29. Juni 2007 - heftiger Verkehr von Schwaben

Starke Tour übrigens.
Mir ist sowas zu anstrengend.
Habe in 3 Wochen ein reichliches Dutzend große und kleine Pässe versägt (nur einer per Bergbahn schmunzel ), allerdings mit etwas Übergepäck, und außerdem einige Bergwanderungen mit und ohne Rad.
von: Flori

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 31.07.07 14:17

Allen Respekt für diese Leistung - und danke für die Fotos. Ich war selbst fünf von deinen Reisetagen in den Nordalpen unterwegs (ausgerechnet die regenreichen Tage so um den 10. Juli herum), die ersten drei Tage mit ähnlichen Höhenmetern wie dein Durchschnitt, bis es mir zu viel wurde und ich mir eine flachere Alternative gesucht habe. Und davon dreiunddreißig Tage? Stark. Daumen hoch schon allein fürs Durchhalten.
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 31.07.07 14:42

Hallo Rainer,

toll das du auch auf die Idee mit dem Sanetschpass gekommen bist - jedenfalls hast du ja dann auch noch gute Sicht gehabt.

P.S.: Beim Kopieren habe ich doch glatt den Schwanz der letzten 2 Tage verloren - daher hier nochmal zur Komplettierung - Der Alpenssüdbogen - der Rest:

Di 17.7. Tigringer See – Feldkirchen (~500m) - Gnesau (973m) - Rottrasten - Schiestelscharte (2024m) - Grundalm (1688m) - Eisentalhöhe (2042m) - Innerkrems - Schönfeldsattel (1730m) - Pichlern (1025m) - Schloss Mosham - Mauterndorf - Twenger Talpass (1381m) - Radstätter Tauernpass (1739m) - Obertauern (Nord)
U: H Weningeralm 30 € m.Fr.
130 km | 13,5 km/h | 9:35 h | 3100 Hm

- nach angenehm milder Nacht früher Start (selten genug), leichte Hügel- und Abfahrt nach Feldkirchen, dort Frühstück, sehr heißer Tag beginnt, mäßig starker Anstieg nach Gnesau, Reiseradanfänger aus Salzburg getroffen, fahren bis Verzweigung Nockalm/Turracher Höhe zusammen – für mich 12 %, Stefan schluckt schwer beim Anblick vom Schild 23 %
- erster Teil Nockalmstraße aus 2003 bekannt (bei ähnlichem Wetter und ähnlicher Uhrzeit), trotz Mautstraße ziemlicher Verkehr, insbesondere Motorräder, eigenwillige Nockberge, im oberen Teil archaischer Bergsee, auf Schiestelscharte Wunschglocke erneut geläutet (2003 war vergeblich!?), Jausenbrot mit Buttermilch
- Abfahrt durch offene Bergwiesen zur Grundalm, dort erneuter kräftiger Anstieg zur Eisentalhöhe, kleine Haine, archaische Bäume, weite Panoramen über die Nockberge, jede Kurve trägt einen Namen, manche haben Prominente aus Sport und Show als Paten, Eisentalhöhe mit bescheidener Hütte, Blick bis Großglockner, auf Abfahrt weitere Almgasthöfe, Bauernmuseum, charakteristische Bergpanoramen
- in Innerkrems sehr steiler Anstieg zum Schönfeldsattel, oben langezogener, ebener Sattel, verstreute Ortschaft, Wintersport, kein Passschild, Nordseite mit idyllischen Wiesen und Bergbachläufen oben, dann enges Tal nach unten, vor Pichlern heftiger Gegenanstieg
- von Pichelsdorf kommend kurz nach rechts auf Bundesstraße und gleich wieder links hoch zu Schloss Mosham, an Mauterndorf durch ungünstige Ausschilderung auf Umgehung vorbeigefahren, Zeitpolster gering, fahre dennoch weiter, unten einfache Fahrt, auch später nur mäßig steil, wenig aufregend bis auf Tauernblick, Raser unterwegs, Obertauern ist großangelegter Wintersportort, eine Schande für die Berge, fast alles geschlossen, kein Passschild, fahre hinunter bis Ortsende Obertauern, dort Almgasthof zu günstigen Konditionen, komfortables Zimmer, Essen mäßig gute Hausmannskost

















Mi 18.7. Obertauern - Radstadt - Hüttau - Werfen - Pass Lueg (553m) - Golling - Hallein - Anif - Salzburg (425m) || Zug 16:53-21:06 || Stuttgart
U: -
110 km | 21,6 km/h | 5:02 h | 270 Hm

- Nordseite des Radstätter Tauernpasses mit attraktiver Schlucht, danach weite grüne Bergwiesen mit schönen Häusern und Almen, keine durchgehende schnelle Abfahrt, Radstadt mit schönen Häusern, angenehmes Ambiente, idyllische Plätze, Trishort für heiße Tage wie diesen gekauft
- weil Rückstand gegenüber Planziel Radstadt vortags Wagrainer Höhe gestrichen und kürzester Weg nach Salzburg gewählt, nochmal schöne Schlucht, allerdings starkem Verkehr trotz paralleler Autobahn, Burg mit Standseilbahn bei Werfen, widerspenstiger Gegenwind sorgt für Frust und niedriges Tempo, pittoreske Häuserfassaden in Golling, verschroben alte Gemäuer in Hallein
- Radweg nach Salzburg möglich, bei Taxach allerdings zum Bad in der Königsseeache abgezweigt (gute und beliebte Badeplätze Richtung Mündung, am Besten bei Brücke auf Weg am Südufer fahren), danach auf Straße über Anif nach Salzburg, auch dort zum 2. Mal, nur noch wenig Zeit bis zur Zugfahrt, eher protziges-kaiserliche Prachtbauten, Zauberflötenspielplatz, Zugfahrt ohne Umstieg und Probleme (insgesamt nur 3 weitere Radlerinnen auf Teilstrecken, viele Fahrgäste nur zwischen München und Augsburg) - Ende











von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 31.07.07 18:53

Hallo Matthias,
schöne Fotos hast Du gemacht. Wir sind seit heute nacht auch wieder da, waren aber nur rund 18 Tage unterwegs und sind zum Teil in ähnlichen Gegenden (franz Alpen, Col de la Madeleine usw) rumgekurvt. Leider haben wir kein Tagebuch geführt, deshalb nur grob: knapp 1900 km, hm unbekannt. Route: S-Weil im Dorf, Nordschwarzwald (Dobel usw), Rastatt (da hat mich eine Wespe ins Auge gestochen, gab ein 3 Tage dauerndes Veilchen), Vogesen, Lothringen, Burgund, über die Loire drüber, um Dijon herum, in die Auvergne, Monts du Cantal, Aurillac, die Maguerite (die auvergne ist übrigens nicht umsonst so grün, sehr feucht da) Ardeche, Provence,in die Alpen und dann nach Genf von da in den Zug und heim. Mehr dazu morgen, wenn ich die Route noch einmal zusammengestoppelt habe und wenn Micha ein paar von seinen digitalen Fotos (ich hab noch analog) beisteuert. So schön wie Deine - echt gelungen, großes Lob,machen Lust sofort wieder loszustechen, sind sie nicht.
LG Nat
von: atk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 31.07.07 20:39

In Antwort auf: natash

da hat mich eine Wespe ins Auge gestochen

Du hast schon ein Pech. Die beiden einzigen Wespen in der Gegend treffen beide auf dich bäh grins

Ansonsten: Willkommen daheim!
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 31.07.07 21:16

Hallo Natalie,

schönen Dank für all die Komplimente - auch an alle schon zuvor für die Lobpreisungen eine devote Verbeugung - ich bekomme ja einen ganz roten Kopf...

Bei eurer Tour kommt mir einiges auch bekannt vor, anderes wäre Neuland - vielleicht können wir mal wieder ein Treffen vereinbaren, ich schaue mal, ob ich mal endlich irgendwo Zeit freischaufeln kann. Aber lebt euch erstmal wieder ein.
von: Flori

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.08.07 17:43

Aha, willkommen zurück! Bin gespannt auf den Bericht - und dann vielleicht bis zum Treffen in Bad Waldsee? schmunzel
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 02.08.07 20:46

In Antwort auf: Flori

Aha, willkommen zurück! Bin gespannt auf den Bericht

Aalso- hier nun der versprochene Bericht. Das mit den Bildern dauert noch etwas, da muß ich erst was einrichten und weiß noch nicht wo und wie. Weil das ganze aber ohnehin gänzlich unexotisch ist, macht das ja vielleicht auch nichts.
Los gings am 13. Juli. Weil wir schon spät dran waren und wir uns das doch nicht unerhebliche Verkehrsaufkommen im Großraum Stuttgart wenigstens im Urlaub sparen wollten gings mit der S-Bahn nach Weil der Stadt. Dann über Schömberg, Dobel und Bad Herrenalb durch den Nordschwarzwald und dann in die Rheinebene nach Rastatt, wo mich diese vermaledeite Wespe unter meiner Sonnenbrille verirrte und mein armes Auge attackierte. Unterhalb von Dobel gibt es übrigens hervoragende Forellen, die einen gleich besser den Berg hochbringen. Von Rastatt kommt man über die Rheinbrücke nach Frankreich und in den Straßburger Berufsverkehr. Abhilfe schaffen hier nur die kleinen Nebenstrecken und ein schnelles Durchheizen zum Rhein-Marne Kanal. Der hat nämlich einen Radweg an dem man aufgrund bester Wasserversorgung (Wasserhähne an den Schleusen) auch wunderbar zelten kann. Das taten wir dann auch etwa 15 km vor Saverne. Die Idylle wurde leider durch die Nationaltagsfeierlichkeiten und die um halb 3 in der früh auftauchende Angler getrübt, die ihren Zeltaufbau mit lautem Nebengeräuschen begleiteten. Etwa 150km.
14. Juli, jetzt etwas kürzer, sonst liest das kein Mensch mehr durch: Saverne-Engenthal-Windsbourg von da auf einer Forstraße stetig bergauf und dann eigentlich zum Col du Donon. Tja, leider haben wir den falschen Abzweig genommen (ja,ja mit GPS wäre das nicht passiert- oder doch?), obwohl wir da nicht zum ersten Mal lang gefahren sind und landeten nach langer Abfahrt in Abreschwiller. Weil in der brütenden Hitze keiner mehr die ganzen Höhenmeter wieder hoch fahren wollte, fuhren wir weiter nach St.Quirin, wo ein am See gelegende Campingplatz lockte. Nach einem erfrischendem Bad in dem doch eher trüben Tümpel brutzelten wir dann unser 6 Sterne Menü... Der Campingplatz war trotz lärmender Saarbrückener sehr hübsch und gewiss auch nicht teuer, wenn sich denn jemals einer hätte blicken lassen um die Gebühr einzustreichen. Auch ein radreisender Vater mit 4 Sprößlingen (Niederlande) begab sich ohne Erfolg auf die Suche nach einem Verantwortlichen...nur etwa 70km
15.7.St.Quirin-Blamont-Baccarat-Epinal-Fontenoy. Heiß UND Gegenwind. Obwohl die Strecke nur hügelig ist, geht es permanent hoch und runter. Baccarat ist eine sehr hübsche Stadt, die sich idyllisch zu beiden Seiten eines Flusses erstreckt. Hinter Epinal gibt es einen Badesee, an dem wir nur zufällig landeten (ja,ja kein GPS - aber hätten wir den See sonst je zu Gesicht bekommen?) 20km vor Fontenoy entdeckten wir einen Radweg am dortigen Kanal. Schattig, windgeschützt, flach - eine Wohltat. Zum Campingplatz (niederländische Betreiberin) geht es durch den urigen Ort dann aber wieder den Berg hoch.Dort 3 radreisende Jungs aus Amsterdam auf dem Weg nach Barcelona getroffen. ca 130 km
16.7. Weiter nach Jussey - Champlitte - Selongey , also immer schön um Dijon herum. Der Gegenwind nimmt an Stärke ebenso zu wie unsere Kräfte ab. Zermürbende 95 km.Nachts erster Regen.
17.7. Vom Zeltplatz in Selongey im Nieselregen an der Quelle der Seine vorbei nach St. Seine, Sombernon nach Arnay le Duc (immer noch Gegenwind aber wieder bestes Wetter). Der Zeltplatz dort kostet nicht nur das doppelte seiner Vorgänger (14 Euro für 2 Personen und 1 Zelt) er liegt auch an einem wunderbaren Badesee und berherbergt ein niederländisches Urlaubergetto dessen Insassen den Gang in den eigentlich sehr ansehnlichen Ort dermaßen scheuen, dass allabendlich sogar ein Clown zur Kinderanimation einfällt, damit ja keine Langeweile aufkommt. Wir beehren noch eine Bar des Städtchens und genehmigen uns ein kühles Bier in der Gesellschaft einer einsamen Wirtin und ihres schrulligen Hundes, dessen Anwesenheit zweifellos zum Fernhalten potentieller Gäste gedacht ist. Popelige 80 km - dafür ein erfrischndes Bad im See
18.7. Weiter bis Autun, dann in den Parc de Morvan, der nicht nur wunderschön ist,sondern auch ein Schmankerl für Freunde keltischer Geschichte behrbergt,ein umfassendes Keltenmuseum.Die Tour der France haben wir leider um ein paar Tage verpaßt, dafür sind wir in dem Parc (fast) alleine, ein ebenfalls radreisendes Paar kommt uns entgegen. Vom Parc fahren wir herunter zur Loire, überqueren sie - weiter nach Dompierre de Besbre. Weil im Tal der Besbre sämtliche Campingplätze renoviert werden und kuhfreie Wiesen nicht zu finden sind, fahren wir bis Trezelle, wo ein kleiner, feiner Zeltplatz tatsächlich zu beziehen ist. In der Nacht weckt uns ein sehr ausgiebiges Gewitter,in dessen Verlauf die elektrischen Entwicklungen rund ums Zelt echte Spannung aufkommen lassen. Es folgt ein sintflutartiger Regen. Meine Kette braucht jetzt doch dringend einen Schluck von dem guten kaltgepreßten Olivenöl (riecht ein wenig penetrant, hilft aber).Ca 160km
19.7. weiter nach Lapalize und östlich an Vichy vorbei nach Süden - le Mayet, St. Remy, Thiers. Wir sind jetzt in der Auvergne, die ein bischen wie eine Kreuzung aus Schwarzwald und Allgäu aussieht.Die Orte hingegen sind sehr urig und eindeutig französisch. Die Straße ist wenig befahren und das stetige auf und ab ein echter Genuß. Der Campingplatz von Thiers ist nicht zu finden, also weiter nach Billom, die letzen 20km im strömenden Regen,der in Billom wieder aufhört.1 A Camping: leer, sauber, bezahlbar(etwas über 7 Euro für uns beide) ca 130km
20.7.Billom-Vic le Compte -Besse-Picherande Zu den Vulkanbergen in den Monts du Cantal. Es geht stetig und sehr moderat aufwärts. Wunderbare Landschaft, weniger wunderbares Wetter und auf den "dicken" Straßen eindeutig zu viel Verkehr. Die Nebenstrecken hingegen sind angenehm ruhig. Der Zeltplatz ist nahezu leer, was bei stetig sinkenden Temperaturen auf etwas über 1000m Höhe auch kein Wunder ist.ca 90 km
21.7.nach Condat - dann zum Puy Mary über den Pas du Peyrol - Aurillac. Wunderschöner Tag mit tollen Ausblicken. In Condat 3 weitere (leicht bepackte) Reiseradler/innen gesehen, die aber augenscheinlich woanders hinwollen als wir. Wir fahren dann- zugegebenermaßen - den Anstieg mit der moderatesten Steigung zum Peyrol, aber wir sind ja auch nicht die TDF und jede Menge Gebäck ist halt schwer und zieht nach hinten. Geld zahlt mir auch keiner fürs hochradeln und aufs EPO warte ich heute noch.
Oben angekommen können wir den tollen Blick und die zahlreich anwesenden Nobelrennräder nur kurz bewundern, der Himmel öffnet einmal wieder seine Schleusen.Rasante Abfahrt nach Aurillac, wo wir das Zelt in der Sonne noch trocknen können. Ca 100 km
22.7.Aurillac-Raulhac-Pierrefort-Gorges de la Truyere-Caudes Aigues
Die Ausläufer der Monts du Cantal müssen quer gefahren werden, die Straße verläuft im Zick-Zack kurz in vielen Serpentinen. Zwischen die einzelnen Erhebungungen haben sich tiefe Schluchten gegraben, die ebenso sehenswert sind, wie jeder einzelne Ort durch den wir kommen. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, unsere Laune auch. Caudes Aigues liegt tief unten in einer Talkerbe, der Zeltplatz hingegen auf der darüberliegenden Hochebene... ca 100km
23.7.Chaudes Aiques-St.Chely und in die Margeride bei sturmartigem Wind, der wie immer meist nicht von hinten kommt.Eine einsame, wilde Landschaft, wunderschöne Schluchten, abermals geht es ständig auf und ab mit mehreren kleineren Pässen ( so um die 100 m-1400m usw). Die Margeride ist eine beliebte Skigegend, was uns im Nieselregen nicht wundert. In Baraque der Bouviers stürzt das Wasser von oben auf uns nieder. Wir geben nach und quartieren uns stante pede im örtlichen Skifahrerheim ein,wo wir endlich einmal einige seit Tagen nassen Kleidungsstücke trocknen können. (Heizung!)schlappe 70km bei erschwerten Bedingungen.
Die Pässe hier tragen übrigens so hoffnungsfrohe Namen wie "Pass des toten Pferdes" oder "St. Paul le froid". Kalt ist es allemal, feucht auch. Der Pass von Natalia der ersoffenen, ist auf meiner Michelin-Karte aber noch nicht verzeichnet.
24.7. Wir sind in Aubenas mit dem Dirk hier aus den Forum verabredet. Also weiter durch dicken Nebel nach Grandrieu, Langogne,über den Col de la Charade und dann: eine absolut grandiose Abfahrt hinunter in die Ardeche. 1000 Höhenmeter bergab, vom Nieselregen in den sonnigen Süden, aber auch von ruhiger Beschaulichkeit in Trubel und Lärm. Der Campingplatz liegt mindestens 5 Kategorien unter dem einfachsten in der Auvergne, dafür kostet er das doppelte. Auf die 60ger-Jahre-Party am abend hätten wir gerne verzichtet. 120 km
25.7. Aubenas-Villeneuve-parallell zur Gorges de l´Ardeche, um der Warscheinlichkeit zu entgehen von einem Wohnmobil überollt zu werden,auf kleinen Nebenstraßen ins Rhone-Tal (Bourg St.Andreol). Von da wurschteln wir uns über unbeschilderte Sträßchen durch bis Orange, wo Fans alter römischer Steine ganze Tage verbringen könnten. Wir fahren weiter bis Violes zum Camping auf einem Weingut. Die Sonne lacht, die provencialischen Lavendelfelder duften und der Wein mundet ganz hervorrgend.ca 110-120km
26.7. Richtung Mont Ventoux an diesem entlang über Viason, St.Leger und den Col de Macuegne nach Sederon (tolles Panorama)- über die Gorges de la Meauge -Laragne. Es sind so viele Rennradler unterwegs, dass man meint man befände sich in einer RTF. In Sederon trennen sich leider unsere Wege. Ich muß bald wieder arbeiten und will mit Micha Richtung Norden fahren, Dirk orientiert sich Richtung Süden(und wird dann vielleicht selbst noch von seiner Tour berichten).
27.7.Auf in die Alpen:Laragne-Monetier- auf der D 20 über den Col d´Espreaux nach Veynes. Auf ca 25 km rund um den Pass: 2 Autos,3 Rennradler, 2 Wanderer und 1 Traktor. Die Zugabe: Schön zu fahrende Serpentinen in Berge mit höchst einprägsamen Felsformationen,Kräuterdüfte in der Luft und strahlend blauer Himmel.Die kleinen Südalpenpässe sind fast einen eigenen Urlaub wert, ich komme ganz gewiss wieder.Von Veynes - la Cluse - Col du Festre - St. Didier um einen türkisfarbenen Stausee weiter nach Corps ca 110 km
28.7. Unsere "Königsetappe", wobei wir uns dafür entscheiden die großen bekannten Pässe der "Route de grande Alpes" unseren motorisierten Freunden zu überlassen. Corps-Valbonnais über den Col d´Ornon - nach le Bourd d´Oisans. Der d´Ornon hat nur 1371m, trotzdem lassen sich hier zahlreiche (niederlänsische)Rennradler von ihren Ehegattinnen hochkutschieren,um auf der Abfahrt tolle Trikots zur Schau zu stellen, ts ts. Für den Nachmittag gönnen wir uns den Col du Glandon (1924m) und eine berauschende Abfahrt nach la Chambre. Der Glandon ist keine gute Wahl für einen Nachmittagspass. In die z.t. sehr langezogenen steilen Stellen knallt die Sonne uns bevor es an einem (wieder einmal türkisfarbenen) Stausee zum Endspurt geht, darf man erst einmal etliche Höhenmeter abfahren, bevor die Straße in einer steilen Kurve wieder ansteigt.Ich verwünsche meine Käsebegeisterung, die mich dazu bringt sämtliche Köstlichkeiten der Auvergne in dicken, schweren Laiben in den vorderen Gepäcktaschen spazieren zu fahren. Auch wundere ich mich keineswegs darüber, dass der Wegesrand von Energiegelpackungen gesäumt wird,beschränke mich selbst aber auf Banane. Ich werde von nur einem Rennradler überholt, was mir verrät, dass tatsächlich nur wir so selten dämlich sind hier an einem Nachmittag so nebenbei hochfahren zu wollen. Langsamer wie 5 km/Std geht übrigens nicht, ab 4,5 kippe ich um, ich habe es getestet.Oben angekommen (Micha ist natürlich schon längst da) und bei der Abfahrt ist natürlich alles vergessen : - war gar nicht so dramatisch - toller Pass - schöne Aussicht. 120km einige hm, viele dekorative Salzkrusten und wackelige Knie.
29.7. Heute nur ein Pass, zur Erholung und zum Ausklingen. La Chambre-Longchamp-Col de la Madeleine (2000m)ins Tal der Isere-Albertville-Faverges-Zelten in St. Ferreol. Der Col de la Madeleine ist am Morgen tatsächlich wunderbar zu fahren. Die Auffahrt läßt sich im Gegensatz zu seinem nachmittäglichen Vorgänger tatsächlich genießen. Wir kommen gemeinsam mit einem Radrennen (Junior-Amateur oder ähnliches, veranstaltet von CA)oben an und ernten einen Teil des Zuschaueraplauses. Mir ist fast peinlich da hochgeschlichen zu sein, aber schneller sitzt bei mir nicht drin (das nächste Mal dann- ganz bestimmt). Ich habe sogar ein winziges Päuschen eingelegt,weil mir plötzlich einfällt, dass ich da anderthalb Liter Orangina spazieren fahre, die in meinem Magen doch weitaus besser aufgehoben sind als auf dem Gepäckträger. Oben trudeln noch weitere Radreisende ein (Schweizer),die unsere kleine Pannenhilfe an meinem Gepäckträger bewundern,der bei der Auffahrt zwei Schrauben abgeworfen hat und bedrohlich schwankt.
Nach der Abfahrt begrüßt uns der bereits beliebte und bekannte Gegenwind (der bislang immer einer Wetterumschwung eingeläutet hat), dabei könnte man gerade jetzt richtig schön Tempo machen. Von Albertville bis Annecy gibt es tatsächlich einen Radweg, der zum Teil auf einer stillgelegten Bahnstrecke verläuft. Wir biegen hinter Faverges ab nach St. Ferreol, wo ein Zeltplatz existiert. Mehr aber auch nicht, was unseren Plan endlich einmal essen zu gehen zu nichte macht. Schon wieder Nudeln mit Soße, Gemüse und Zwiebeln. Zumindest verkaufen sie an einem Kiosk Wein, den TDF-Abschluß kann man dort auch anschauen oder wahlweise besoffene Boule-Spieler bestaunen - na also!
30.7. Geplant war am nächsten Tag über nebenstrecken uns 2 kleiner Pässe nach Genf zu radeln um dort die Tour ausklingen zu lassen und in den Zug zu springen. Ein Gewitter macht uns einen Strich durch die Rechnung und Pässe im Nieselregen stehen auf keiner Hitliste ganz oben, die Berge haben sich in Nebel gehüllt, die Feuchtigkeit steht in der Luft. Im Tal ist es trocken: also Radweg weiter nach Annecy(auch eine durchaus sehenswerte Stadt),dort hindurchgekämpft auf die N 201 nach Genf und mitten in den Schwerlastverkehr (kein Spaß). An Cruseilles biegen wir ab zum Mont Saleve. Der Aufstieg ist nach der Nationalstraße die pure Erholung, die Sonne läßt sich blicken, es ist ruhig, die Tannennadeln duften.Oben angekommen belohnt ein umfassender blick auf den See von Anncy, den Genfer See und etliche Alpengipfel inclusive Montblanc für aller mühen.
Abfahrt über Nebenstraßen nach Genf, wo mich Micha fehlerlos zum Bahnhof navigiert. 3 Stunden später sind wir in Basel. Die weitere Fahrt nach Stuttgart wird zur 6 stündigen Odysee, weil die DB in Zusammen arbeit mit dem Land BW alle sinnvollen Nahverkehrszüge zusammenestrichen hat und uns über nach einer Fahrt rund um den Bodensee über Ulm nach Hause schippern läßt. ca 90 km oder so ähnlich, ich habe nicht mehr auf den Tacho geschaut, genullt habe ich ihn ohnehin nie.
Fazit:Wunderbare Tour, viel gesehen, weil wir tatsächlich quer durch Frankreich gefahren sind, nur für den Westen und die Pyrenäen hat es nicht gereicht. Aber:ich habe noch nie so viel Schwierigkeiten mit dem ganzen Gepäck gehabt wie dieses Jahr, obwohl ich schon mehr als 5000 km in den Beinen hatte und im Januar das Rauchen gesteckt habe. Vermutlich werde ich einfach älter, fehlt der Dopingeffekt des Nikotins:), halten die zusätzlichen Nichtrauchkilos auf und ist Rennradfahren keine gute Vorbereitung auf eine Radreise,weil halt ganz anders. Letzendlich ist das aber egal. Wir hatten einen prima Urlaub, die Auvergne und die Alpen sehen mich ganz bestimmt einmal wieder, schon alleine deshalb, weil ich immer noch nicht alle Käsesorten durchprobiert habe... Auch blieben etliche verlockende Pässe unbefahren, was dringend nachzuholen wäre.
Bilder folgen wie gesagt noch, für Fehler jeglicher Art, aufkommende Langeweile und umgekippte Weingläser wird von der Autorin nicht gehaftet. Glückwunsch, Ihr habt es geschaft, das Ende des Textes ist erreicht. Bravo. Bis bald.
LG Natalie
von: h.g.hofmann

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 02.08.07 21:09

Hallo Natalie,
da wird man ja richtig neidisch. Sag Micha, er soll seine Fotos bald rausrücken!!!
von: Saarländerin

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 02.08.07 21:30

In Antwort auf: natash

ich habe noch nie so viel Schwierigkeiten mit dem ganzen Gepäck gehabt wie dieses Jahr, obwohl ich schon mehr als 5000 km in den Beinen hatte und im Januar das Rauchen gesteckt habe. Vermutlich werde ich einfach älter, fehlt der Dopingeffekt des Nikotins:),

sag, dass das der Witz des Tages ist! Wie soll ich sonst weiter durchhalten ohne die Kippe? verwirrt zwinker
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.08.07 08:09

In Antwort auf: Saarländerin

In Antwort auf: natash

ich habe noch nie so viel Schwierigkeiten mit dem ganzen Gepäck gehabt wie dieses Jahr, obwohl ich schon mehr als 5000 km in den Beinen hatte und im Januar das Rauchen gesteckt habe. Vermutlich werde ich einfach älter, fehlt der Dopingeffekt des Nikotins:),

sag, dass das der Witz des Tages ist! Wie soll ich sonst weiter durchhalten ohne die Kippe? verwirrt zwinker

Zähne zusammenbeißen und durch. Das Absetzen von anderen Substanzen hat aufs Radfahren,nach dem was man so hört ,fatalare Auswirkungen. grins
LG Nat
von: Flori

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.08.07 10:40

In Antwort auf: natash
aufs EPO warte ich heute noch

Wenn ich das richtig verfolgt habe, hattet Ihr entgegen der Ankündigung also auch keine Astana-Trikots an? Schade, ich hatte mich schon gefreut zu hören, wie die Leute drauf reagiert haben.

Der Bericht macht neidisch - aber zum Glück komm ich im September auch mal wieder nach Frankreich.
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.08.07 11:12

In Antwort auf: Flori

[keine Astana-Trikots an?

ich kann die Dinger leider nirgendwo auftreiben (außer bei einem Versender, dessen Preise einem die Tränen in die Augen treiben), dabei sollte man meinen, man bekäme das ganze nun nachgeworfen. Im Übrigen wäre ich mit einem Käppi vollauf zufrieden cool LG nat
von: Dietmar

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.08.07 11:33

In Antwort auf: natash
... ich kann die Dinger leider nirgendwo auftreiben ...

... gestern noch bei Karstadt-Sport gesehen (39 €??). Soll ich welche zurücklegen lassen? Gruß Dietmar
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.08.07 12:12

lass mal, ich komm so bald nicht nach Berlin. Es bleibt ja noch die Rad-WM... LG Nat
von: martin boehm

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.08.07 10:08

Hallo,

eine kleine Geschichte:
Ausgangssituation: Dienstag Abend, ich bekomme einen Fotoauftrag für Samstag Abend in der nähe von Freiburg, wohne in München und habe eigentlich keine Lust mich durch den ferienverkehrgeschwängerten Autoverkehr zu kämpfen. Kurzentschlossen packe ich mein Rad und liege am nächsten morgen um 7 Uhr im Zug nach Ulm.



Im Hinterkopf hatte ich irgenwas von 300km für die Strecke Ulm-Freiburg und dachte mir, naja bis Freitag Abend, bin ich damit eigentlich beschäftigt schmunzel Kurz nach Ulm plane ich die genaue Route.



Die Befürchtung, daß der Donauradweg total überfüllt ist, bestätigte sich nicht, auf der ganzen Strecke war es relativ relaxt, wobei es meiner Meinung nach erst im oberen Donautal schön wird.



Für mich gehört Wildcampen einfach zu einer Radtour dazu und so schlug ich mich nach 160km in die Büsche und widmete mich dem Feierabendbier.



Dort bekam ich dann noch Besuch grins



Am nächsten Morgen, war es im Tal noch Neblig und es herrschte eine wildromantische Stimmung:





Eine Schwarzwaldüberquerung ohne auf dem höchsten Gipfel gewesen zu sein ist ja auch nur eine halbe Sache, also radelte ich gegen Abend noch auf den Feldberg.



Kurz unterhalb des Gipfels war mir noch eine Schutzhütte in Erinnerung. Dort bin ich früher öfter mit dem MTB vorbeigekommen. Der Trail ist allerdings so schmal und wurzelgespickt, dass ich mit meinem ganzen Gepäck auf dem Rad, ziemlich zu kämpfen hatte.



Bei der Hütte angekommen richtete ich mich nach 140km auf dem Rad wieder häußlich ein und das Bier schmeckte erneut ziemlich gut...





Tags darauf, rollte ich nach Freiburg hinunter, verbachte den Tag mit Kaffeetrinken und Freunden in der Stadt und bewegte mein Velo gegen Mittag auf den Schauinsland.



Hier war ich mit meinem Bruder und einem Freund zum Grillen verabredet.



In geselliger Rund näherte sich die Tour dem Ende.



Tags darauf konnte ich dann meiner Arbeit nachgehen und Abends ging es mit dem Zug zurück.

Fazit: Auch ein kleines Zeitfenster reicht aus, um etwas Urlaubsstimmung aufkommen zu lassen!

In diesem Sinne: Martin
von: Hardliner

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.08.07 11:20

Hallo Martin,

man merkt das du Erfahrung im fotografieren hast. Super Fotos. Mit was für einer Kamera hast du die Bilder gemacht?

lg

Danjel
von: martin boehm

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.08.07 13:07

Hallo Danjel,

ist eine Standartknipse (EOS 350d und das Setobjektiv 17-55), meine gute Fotoausrüstung habe ich unfreiwillig in Südamerika an andere Traveller "abgegeben"... böse

Grüße: Martin
von: Hardliner

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.08.07 13:19

Gut zu wissen,

weil ich gerade von meinem Bruder genau diese Kamera ausgeliehen hab. Bin von ihr schon begeistert. Objektiv 17-85 und 100-400. Bin am überlegen mir auch so eine zu besorgen.

Was gibt es noch besseres, wenn du die 350d als Standardknipse bezeichnest. Sicherlich wenn man keinen Preisrahmen hat gibts immer was besseres. Vollformat wäre auch reizvoll.

Was mich noch an den Bildern interessiert sind die EXIF Daten:

Blende
Verschlusszeit
Brennweite
ISO Einstellung

Bin sehr wissbegierig. zwinker

lg

Danjel
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.08.07 13:21

Egal welche Knipse - Deine Bilder samt Bericht veranschaulichen ganz prima, dass man für eine schöne Tour nicht erst nach Tibuktu fliegen muß und dafür 3 Monate Zeit braucht, sondern dass spontane Abstecher (fast) vor der Haustür ebenfalls lohnenswert sind. Das gerät manchmal nämlich ein wenig ins Abseits.
LG Nat, die sich gerne schöne Bilder anschaut
von: Hardliner

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.08.07 13:24

dito cool cool

lg

Danjel
von: martin boehm

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.08.07 13:46

Hi,

Du kannst mit rechter Maustaste über die Bilder und dann "Eigenschaften", da stehen dann die Infos drin...

Zur Kamera: Ich hatte eine 5d und zwei Objektive aus der L-Serie, die wie gesagt unfreiwillig den Besitzer gewechselt haben. Für`s Hobby ist eine 350d natürlich voll ok. Für professionelle Anwendung aber nicht geeignet. Besonders für vernünftige Objektive muß man leider deutlich mehr Geld ausgeben... traurig

Grüße
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 07.08.07 20:03

Hallo allerseits,
hier nun die versprochenen Fotos, in der Hoffnung, dass alles reibunglos so klappt, wie ich mir das denke.

Ersteinmal was für unsere Eisenbahnfreunde- Ausflugsbahn in den Vogesen

Bereits bekannt als Testbild – im Parc du Morvan, wir haben die Jungs greade so eben verpaßt.


Auvergne


Auvergne


Monts du Cantal


Monts du Cantal


Zwischen Raulhac und Pierrefort (Auvergne)


Gorges de la Truyere


Bei Chaudes Aigues


spricht für sich


Abfahrt in die Ardeche (1000m)


Provence auf dem Weg in die Alpen


ebenso


Steht dran – Südwestalpen supersondergenialer Genußpass – nahezu verkehrslos


Stausee beim Col de Glandon


Poserfoto an eben diesem


irgendwo bei der Auffahrt zum Col de la Madeleine


am Col de la Madeleine – Amateurrennen oder so ähnlich


Poserfoto 2


Abfahrt


Blick vom Mont Saleve Richtung Annecy


Des woars. Gibt natürlich mehr, aber wir wollen ja nicht übertreiben...

LG Nat
von: h.g.hofmann

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 07.08.07 20:18

Hi Natalie, schöne Fotos, aber warum bist Du so sparsam? Zeig uns doch noch ein paar mehr zwinker Routengrafik, Km, Hm, GPS-Daten,
Gesundheitliche Probleme, Pannen u.s.w.
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 07.08.07 20:27

In Antwort auf: h.g.hofmann

Zeig uns doch noch ein paar mehr zwinker Routengrafik, Km, Hm, GPS-Daten,
Gesundheitliche Probleme, Pannen u.s.w.

gibts nix. Das Schwellauge ist - Sonnenbrille sei Dank - nicht belegt.
Routengrafik - hey ich bin froh, dass ich das ganze überhaupt noch zusammengestückelt bekommen habe. HM waren´s genug- Pannen gabs nur eine- ein Platten im Vorderad in Orange(ich), na ja gut , die Schrauben am Col...
Eins der supertollen Schönwetterbilder ´a la vermuteter Berg in dichtem Nebel - wird nachgereicht.
Und letzendlich : wir FAHREN in erster Linie RAD cool
LG + bis bald Nat
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 07.08.07 23:04

Hallo Natalie,

da habt ihr aber auch ganz schön in die Pedalen getreten - Gratulation zur tollen Leistung! - Da sehe ich keine Altersschwäche - wo denkst du hin? Den Col de la Madeleine hat Tony Rominger (Schweizer Ex-TdF-Fahrer) als den schwierigsten TdF-Pass bezeichnet - und den habt ihr jetzt geschafft - und mit dem ganzen Ballast!

Apropos Ballast: Warum willst du immer den gannzen Käse bis nach Deutschland schleppen? - isst sich doch viel besser im französischen Ambiente und mit dem köstlichen Baguette - das bekommt man ja hier leider immer noch nicht so wie es sein sollte. Ich leide nach jeder Frankreich-Tour darunter, bis ich mich wieder an die deutschen Backwaren gewöhnt habe.

Dankenswerter habt ihr ein Foto vom See am Glandon eingestellt - da habe ich ja außer einer Wolke mit Eisregen gar nichts gesehen...

Die Probleme mit der Rückfahrt vom Genfer See sind mir bestens bekannt - da hätte ich euch vorwarnen können. Bin 2005 am letzten Tourtag von Genf nach Lausanne in Erwartung einer lockeren Zugfahrt am Nachmittag - wäre aber auch nicht mehr am selben Tag zurückgekommen, wenn ich nicht "unerlaubt" in Zürich in einen ICE gestiegen wäre...
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 08.08.07 08:26

Hai Matthias,
ich fand den Madeleine auf jeden Fall einfacher wie den Glandon, was aber auch an der Tageszeit gelegen haben mag und dassmir relativ gleichmäßige Anstiegen mit schönen Serpentinen einfach mehr liegen, wie Stiche mit dazwischenliegenden flacheren Stellen oder Bergabfahrten. Micha hat mir und dem Dancelli außerdem extra für die Berge vor unser Abfahrt ein 24er Ritzel vorne (statt 28) geschenkt, das hat das ganze doch um etliches angenehmer gemacht. Wettertechnisch hatten wir in den Alpen im Gegensatz zu Dir wirklich unglaubliches Glück. Tja und der Käse - er lacht mich halt an, essen tu ich ihn auch, aber die regionalen Spezialitäten sind halt meist nur regional erhältlich und mehrere Kilo davon am Tag schaff selbst ich nicht zu essen. Ich habs am Schluß schon enorm reduziert. Die nächste Westeuropa-Tour wird auf jeden Fall mit reduziertem Gepäck angegegangen...Bis denn ich meld mich noch wegen dem Bierchen.
LG Nat
von: Flori

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 08.08.07 10:18

In Antwort auf: natash
24er Ritzel vorne (statt 28)

Morgen Natalie, darf ich interessehalber mal fragen, was du am Dancelli als kleinstes Ritzel fährst? 27, 30 - oder mehr? - Die Fotos machen Laune auf Frankreich. In den meisten Regionen, die ihr bereist habt, war ich schon, aber in den wenigsten mit dem Rad. Und jetzt ärgere ich mich, was ich alles verpasst habe.
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 08.08.07 10:38

In Antwort auf: Flori

[, darf ich interessehalber mal fragen, was du am Dancelli als kleinstes Ritzel fährst? 27, 30 - oder mehr? -

darfst Du, ich weiß es aber aus dem Stand nicht und hier auf der Arbeit bin ich mit dem Diamant. 27er könnte aber hinkommen, muß ich heute abend mal schauen, es sei denn Micha möchte es Dir verraten, der ist daheim und könnte in den Keller rennen.
LG Nat
PS: Wo sind eigentlich DEINE Fotos, Du warst doch auch unterwegs?
von: Flori

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 09.08.07 14:49

Ich kenne meine Grenzen und verstecke meine Fotos. In der Schweiz hatte ich nicht einmal den Apparat dabei, der reiste zeitgleich nach Spiekeroog. Und von der Sachsen-Tour (von Nürnberg nach Görlitz) habe ich ein paar in Unsere Räder eingestellt. Ob die anderen so interessant sind, bezweifle ich mal. Da haben wir ja auch ein paar Leute vor Ort, die sicher alle besser knipsen. Übrigens, die Sachsen sind wirklich überdurchschnittlich nette Menschen, und Görlitz ist einfach großartig (Wenn schon Essen, dann in Görlitz!). Ansonsten muss ich noch Burg Stolpen empfehlen, neben der der Giant's Causeway in Nordirland (gleiches Material: Basalt) fast armselig wirkt.
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 09.08.07 15:01

Schad, grad die Schweiz hätt mich interessiert...Vielleicht denkt ihr ja mal über die Anschaffung einer 2.Kamera nach. Ich hab´s jetzt auch getan,ganz digital nun (die Zeiten, in denen ich voller Begeisterung auf dem Klo (selbstgebastelte Dunkelkammer) in der Chemie rumgepanscht habe, sind unweigerlich rum)damit Micha auch Mal drauf ist. Wobei der eh mehr Zeit zum Fotografieren hat wie ich, er muß ja ständig auf mich warten bäh
LG Nat
von: wusele

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 09.08.07 23:24

Hallo,
ich möchte hier unsere diesjährige 2wöchige Fahrradreise vorstellen, die uns diesmal sehr gut gefallen hat, nicht nur weil das Wetter fast immer schön war, sondern weil wir auch sehr viele wunderbare Fahrradwege benutzen konnten.

Alpentour 2007: Österreich-Italien mit Via Claudia Augusta
die Strecke ca. 1100 km:
Bad Reichenhall → Saalachtal
Saalfelden
→ Zeller See Ostufer
Bruck an der Großglocknerstr.
→ Großglockner (Fuscher Törl + Hochtor 2576 m)
Heiligenblut
→ Iselsberg (1204 m)
Lienz (Drau) → Iseltal
Huben → Defereggental / Schwarzachbach
→ Staller Sattel (2052 m) → Antholzer Tal
Nieder Rasen → Rienztal
Toblach → alte Bahntrasse nach Cortina d’Ampezzo / → Höhlensteintal
Cortina d’Ampezzo → Valle di Cadore
Pieve di Cadore → Piavetal
Belluno
Trichiana
→ Passo di San Boldo (706 m)
Valdobbiadene
Asolo
Basano del Grappa → Brentatal
Grigno → Val Sugana
→ Lago di Caldonazzo
Zug (ca.15 km von St. Cristoforo nach Trient) mangels brauchbarer Fahrrad-Straßen
Trient (Trento) → Etschtal
Kaltern (Ruhetag mit Rundfahrt: Kaltern-Eppan-Montiggler Seen und zurück
Bozen → weiter im Etschtal
Meran
→ Reschenpass (1508m)
→ Finstermünzpass (1188 m) CH → Inntal
Landeck
südlich an Imst vorbei
Telfs
Leutasch → Leutascher Ache
Mittenwald → Isar
Bad Tölz
München
Freising
Zug, Heimfahrt mit dem Bayernticket


Das sind wir am Großglockner.


und unsere wohlverdiente Pause am Hochtor, der Durst war groß!


Wir fuhren ab Lienz einen kleinen lohnenden Umweg übers Defereggental und den Staller Sattel.
Die Abfahrt durchs Antholzer Tal war herrlich.


Blick auf die Drei Zinnen im Höhlensteintal.
Die alte Bahntrasse nach Cortina d'Ampezzo war sehr steinig und mit unseren Tourenrädern+Gepäck nur schwer zu befahren.
Wir bevorzugten dort die Straße.


Ein sehr beeindruckendes Bauwerk!
Am Passo di San Boldo wurde gearbeitet. Wir durften fahren, die Autos nicht grins


In Basano del Grappa war es unerträglich heiß.
Sogar die Klimaanlage des Hotelzimmers war hoffnungslos überfordert.


Im Brentatal stießen wir endlich auf die Via Claudia Augusta, der wir bis hinter Landeck im Inntal folgten.


Und hier viel später im Inntal gab es ein echtes Teilstück der alten Via Claudia Augusta zu besichtigen.


Vorher durchfuhren wir aber das Etschtal.
In Kaltern gabs einen Ruhetag, an dem wir eine kleine Rundfahrt machten. Dabei durfte ein Bad im Montiggler See nicht fehlen.
Die Fische waren sehr neugierig auf mich und kamen mir beängstigend nahe - vielleicht waren es kleine Piranhas unsicher


Am Reschensee gab es auf der straßenfernen Seite einen ganz neuen Radweg, der noch nicht einmal im bikeline-Buch von 2006 vorhanden war!
Die Hautpstraße von Nauders nach Pfunds war für Fahrradfahrer verboten.
Wir wählten die Version über den Finstermünzpass und ein paar km in der Schweiz.


Am letzten Tag war die Freude groß: ich hatte einen Platten an der Isar.
Am nächsten Tag regnete es wie fast immer in Deutschland im Sommer 2007 und die Heimreise fiel uns leicht.

Grüße Gudrun
von: mgabri

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.08.07 07:23

In Antwort auf: natash

In Antwort auf: Flori

[, darf ich interessehalber mal fragen, was du am Dancelli als kleinstes Ritzel fährst? 27, 30 - oder mehr? -

darfst Du, ich weiß es aber aus dem Stand nicht und hier auf der Arbeit bin ich mit dem Diamant. 27er könnte aber hinkommen,

32
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.08.07 07:56

Hallo Gudrun,
sieht gut aus eure Tour und ich schau immer si gerne nette Fotos an? Ist die Via Claudia Augusta eigentlich stark befahren(also auch von andern Radlern) oder gehts?
LG Nat
von: wusele

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.08.07 10:14

In Antwort auf: natash

Ist die Via Claudia Augusta eigentlich stark befahren(also auch von andern Radlern) oder gehts?


Hallo natash,
im Brentatal bzw. Val Sugana sind nur ganz wenige unterwegs. Im Etschtal begegneten uns dafür um so mehr Via Claudia Augusta Reisende. Aber im Vergleich zum Donau Radweg sind es noch sehr wenige und überhaupt nicht lästig. Auch im Inntal konnte man die Radreisenden noch zählen.

Grüße von einer geb. Cannstatterin
Gudrun
von: Hansflo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.08.07 20:22

Hallo,

endlich ist es auch bei uns soweit, wir haben uns ein Web-Album eingerichtet: http://picasaweb.google.de/hans.altmann

Vorerst kann man dort besichtigen:
- Niederösterreichisches Weinviertel 2007: http://picasaweb.google.de/hans.altmann/RadWeinviertelJul2007
- Niederösterreichisches Mostviertel 2006: http://picasaweb.google.de/hans.altmann/RadMostviertelJul2006
- Von Verona nach Venedig 2007: http://picasaweb.google.de/hans.altmann/RadVenetoOstern2007
- Mur-Tour 2006: http://picasaweb.google.de/hans.altmann/TourDeMurSep2006
- Durchs Puster-, Eisack- und Etschtal nach Verona 2006: http://picasaweb.google.de/hans.altmann/RadVeronaOstern2006
- Von Radstadt nach Wien entlang von Enns und Donau 2004: http://picasaweb.google.de/hans.altmann/RadtourEnnsDonauSep2004
Durch die Dolomiten nach Venedig 2004: http://picasaweb.google.de/hans.altmann/RadSillianVenedig2004

Hans und Flo
von: José María

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 11.08.07 00:03

Holá Hansflo

Wunderschöne Bilder. Interessant die Foto Alben bei Picasa.
von: Hansflo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 11.08.07 18:06


Hola José,

muchas gracias por tu comentario. en paisajes impresionantes no es difícil sacar fotos maravillosas.

Hans und Flo
von: Uli

Von der Ostalb durch den Südwesten - 19.08.07 12:25

Hallo,

bin seit Mittwoch zurück von meiner zweiten längeren Tour dieses Jahr. Die Route war Bad Friedrichshall – Jagst aufwärts – Kocher abwärts – ein Stück den Neckar rauf – durch’s Enztal und über den Stromberg nach Karlsruhe – ein kurzes Stück den Rhein rauf – entlang der Lauter in den Pfälzer Wald – rechts und links der dt.-frz. Grenze nach Zweibrücken – Blies, Saar und Mosel abwärts bis Bullay. Kurz ein paar Eindrücke, Meinungen, Infos und Tipps zur Strecke.

Kocher-Jagst-Radweg
Ein sehr schöner Radweg durch eine hübsche, interessante Landschaft, über den weitaus größten Teil gut zu fahren. An den Unterläufen beider Flüsse säumen Weinhänge das Tal. Je weiter man ostwärts kommt, desto mehr dominieren Wald und Wiesen das Bild. Beide Täler ähneln sich, sind aber dennoch unterscheidlich. Das Jagsttal wirkte auf mich etwas uriger und „natürlicher“ als das Kochertal. Während an der Jagst der Oberlauf eher landwirtschaftlich geprägt ist, ist dies am Kocher am Unterlauf der Fall. Ebenso verlässt der Radweg an der Jagst am Oberlauf öfters mal den Fluss, am Kocher tut er dies am Unterlauf. An beiden Flüssen führt der Weg sehr viel auf asphaltierten Rad- und Wirtschaftswegen, wobei am Kocher auch ein paar längere Passagen auf stärker befahrenen Strassen zurück zu legen sind. Nicht vermeidbar scheinen auch auf diesem Weg ein paar Kilometer auf Schotterwegen. Wenn ich zwischen beiden Tälern wählen müsste, würde ich auf jeden Fall das Jagsttal fahren, mir hat’s dort besser gefallen.

Die Städte auf dem Weg fand ich dagegen größtenteils uninteressant und nicht sehenswert. Positive Ausnahme sind Schwäbisch Hall, dass auf jeden Fall einen längeren Aufenthalt wert ist, und – mit Abstrichen – Ellwangen. Crailsheim, Aalen und Künzelsau lohnen sich dagegen m.E. überhaupt nicht für einen Sightseeing-Stop.

Beides sind zwar Flussradwege, aber alles andere als flach. Einstellen muss man sich auf ein paar heftigere Steigungen (z.B. Jagst bei Kirchberg). Zudem gibt es an beiden Flüssen viele kurze, z.T. steile "Buckel". Nichts wildes, meistens nur so 5 - 10 Höhenmeter, aber genau so, dass nie so richtig in meinen Rhythmus kam.

Vor ein paar Monaten hatte ich mal die Frage gestellt, ob man besser Jagst-Kocher oder Kocher-Jagst fährt. Mein Fazit: Egal. Ich hatte auch den Eindruck, dass genauso viele Radler die eine, wie die andere Richtung fuhren. Die meisten scheinen aber wirklich im Osten der Runde (Aalen) zu starten.

Die Beschilderung ist zahlreich, teilweise aber arg verbesserungswürdig. Sehr störend war, dass viele Schilder so aufgestellt waren, dass man sie erst spät sehen konnte: Innen in engen Kurven, auf der anderen Strassenseite, hinter Büschen und – die Krönung – mehrfach erst hinter Abzweigungen! Die teilw. kleinen Pfeile auf den Schildern erschweren zudem die Erkennbarkeit. Vorbei fahren, Richtungswechsel erkennen und umkehren stand täglich drei- bis viermal auf dem Plan. Zweimal habe ich mich auch kurz verfahren. Höhepunkt ist die Beschilderung im Bereich von Aalen / Wasseralfingen, wo die Schilder Kocher-abwärts an einer mehrspurigen Strasse auf dem in Fahrtrichtung linken Radweg hängen, obwohl der benutzungspflichtige Radweg auf der rechten Seite der Strasse ist. So wird man zum Geisterfahrer gemacht!

Abschnittsweise nervt Vekehrslärm von parallel verlaufenden Strassen, an der Jagst nur kurz, um so mehr dafür am Kocher. Dafür waren die paar Kilometer, die man vor Untergrönningen auf der B19 fahren muss (der Radweg dort ist keiner) überraschend angenehm und ruhig.

Überrascht war ich auch über die für einen so bekannten und gut frequentierten Radweg bescheidene Infrastruktur. Insg. gibt es nicht viele Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. Am ersten Abend musste ich ganz schön rum telefonieren und eine gute Stunde länger fahren als geplant, weil die wenigen Unterkünfte ausgebucht waren. Ähnlich war es am vierten Abend, als sich mit einsetzendem Regen eine ganze Reihe von Radreisenden zwischen Ingelfingen und Forchtenberg - der selbsternannten Weinmetropole am Kocher – auf die Jagd nach den wenigen Betten machten. Da es dort neben den vier Herbergsbetrieben (davon zwei ausgebucht) auch nur drei Speisegaststätten gab, wovon eine Ruhetag hatte und eine aufgrund von Reservierungen ausgebucht war, trafen sich abends alle Radfahrer zwangsläufig beim Italiener.

Was mich immer wieder stört: Tische und Bänke sind teilw. sehr rar, so am Mittellauf der Jagst und am Oberlauf des Kocher. Wer dort einen freien Rastplatz sieht, sollte ihn nutzen.

Ein paar Infos und Tipps:

Am schönsten und anstrengensten Stück der Jagst, zwischen Dörzbach und Kirchberg (ca. 40 km Strecke), gibt es keine Einkaufsmöglichkeit und nur eine Handvoll Gasthäuser.

Für Sonntagsfahrer: An der Jagst zwischen Möckmühl und Kirchberg gibt es genau eine Tankstelle: In Dörzbach an der B19 Richtung Norden, ein Stück den Berg hoch. Kurios: Diese Tanke hat nicht den obligatorischen „Minishop“, sondern eine Bäckerei mit Cafe. Deswegen gibt es außer Backwaren, einer kleinen Zeitungsauswahl (Blöd, etc.) und einem winzigen Kühlregal kein weiteres Angebot und entsprechend gesalzene Getränkepreise. Die Tankstellen in Möckmühl liegen direkt am Weg, die in Kirchberg - in diesem Fall leider – unten am Fluss.

Der Radweg wechselt erst im letzten Moment vom Jagsttal zum Kocher (bzw. umgekehrt). Es gibt m.E. keinen Grund, warum man diesen letzten Zipfel mitnehmen muss. Der Anstieg auf die Albhöhe hat es in sich, oben gibt es m.E. nichts tolles zu sehen, Aalen ist auch nicht prall und das Kochertal ist bis Hüttlingen langweilig bis hässlich. Zudem macht das Radeln dort wenig Spaß, die paar Kilometer von der Kocherquelle bis Aalen sind sogar ganz große Sch... : Enge Straße und tierisch viel Verkehr. Meine Empfehlung: Kurz vor Westhausen (auf der Karte im Bikeline-Buch genau an der Spitze des roten Pfeils rechts von der A7) zweigt eine ausgeschilderte Alternativ-Route ab, die in Wasseralfingen wieder auf den Radweg stösst. Alternativ kann man auch ab Rainau dem Limes-Radweg nach Hüttlingen folgen.

Wer trotzdem hoch fährt: Von der Kapfenburg aus hat man keine schöne Aussicht, die gibt es von dem Weg, in den man kurz nach der Burg vor Hülen nach rechts geleitet wird. Von diesem Weg rate ich allerdings ab, er ist in einem sehr, sehr schlechten Zustand. Wenn man den Ausblick Richtung Norden genossen hat, fährt man besser die paar Meter wieder nach Hülen zurück und nimmt die etwas weiter südlich parallel verlaufende, sehr ruhige Nebenstrasse Richtung Arlesberg. Wer dann weiter der Beschilderung Richtung Aalen folgt wird bei Simmisweiler in den Wald geleitet. Ich bin dem bikeline-Buch gefolgt und weiter auf der Strasse Richtung Unterkochen geradelt – empfehlenswert.

Am Kocher sollte man wg. des schlechten Radwegs nicht nur – wie im bikeline-Buch empfohlen - bis Möglingen auf der langweiligen, aber ruhigen und breiten Straße bleiben, sondern bis Hardthausen.

Apropos bikeline-Buch: Aufgrund der wenigen Hotels, Pensionen, etc. ist es schon alleine wg. des Übernachtungsverzeichnisses hilfreich. Es hat nur ganz wenige, nicht erwähnenswerte Detail-Fehler. Zu „kritisieren“ ist neben der kommentarlosen Aufnahme der wenigen schlecht fahrbaren Wege, dass mit Steigungspfeilen etwas sparsam umgegangen wurde und bei den Infos fast alle Fahrradwerkstätten fehlen.

Neckar
Zum Neckar-Radweg gibt’s nicht viel zu berichten. Die Beschilderung am Neckar ist okay, aber in Heilbronn hat jemand ein Schild geklaut, so dass man in eine kurze Sackgasse rauscht. Ein paar Meter weiter ist momentan der Weg wegen einer Baustelle gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert. Wer Ludwigsburg nicht kennt, sollte vielleicht mal einen Abstecher dorthin machen. Die beste Unterkunft der ganzen Reise hatte ich in Lauffen am Neckar, das Gästehaus Kraft, http://www.gaestehaus-kraft.de (von Nordheim kommend in der Abfahrt am Ortseingang, rechtzeitig bremsen) – sehr empfehlenswert!

Enztal und Stromberg-Enztal-Radweg
In Besigheim bin ich dann ins Enztal abgebogen. Der Einstieg in den Enztal-Radwegist nicht verfehlbar, weil durch eine große Tafel angezeigt – lobenswert. Im weiteren Verlauf könnte die Beschilderung etwas besser sein, sich zu verfahren ist allerdings schwer. Dass ich die Strecke aus 1998 deutlich schöner in Erinnerung hatte, lag wahrscheinlich am Regen, den ich diesmal ertragen musste, und an dem teilw. hohen Kfz-Lärmpegel. In Vaihingen bin dann hoch zum Bahnhof und ab dort weiter auf dem Stromberg-Enztal-Radweg Richtung Westen. Klare Empfehlung: Nicht nachmachen!

Ich zitiere aus http://db.tourismus-bw.de/BW_Radfernwege_WegInfo_0.asp?RIR=260510 :

Wegequalität: überwiegend asphaltierte Wege, teilweise Schotterwege
Stimmt, aber die erwähnten Schotterwege sind fast alle richtig schlecht (z.B. vor Maulbronn) und waren im Regen alles andere als gut befahrbar.

Steigungen: wenige mittlere Steigungen, zwischen Köngisbach-Stein und Maulbronn steile Steigungen und Abfahrten
Das ist m.E. arg verharmlost dargestellt. Es geht eigentlich immer rauf und runter und das teilw. nicht zu knapp. Da ist der etwas weiter nördlich verlaufende Kraichgau-Radweg deutlich moderater.

Verkehr: überwiegend ruhig, in Karlsruhe starker Verkehr
Kann man so sehen, aber auch außerhalb von Karlsruhe gibt es wieder sehr viel Lärm von nahen Hauptverkehrsstrassen, z.B. der B10.

Was aber wirklich ärgerlich war, war die Ausschilderung. Auf der einen Seite vor den „Knotenpunkten“ richtig gute, große Schilder mit Richtungs- und Entfernungsangaben nicht nur für den SER, sondern auch in die anderen Richtungen. Auf der anderen Seite gibt es aber fehlende Schilder und Schilder mit falschen Richtungsangaben. Bei Gündelbach bin ich deshalb falsch abgebogen und am Bahnhof Kleinvillars habe ich minutenlang gerätselt, wo lang es denn weiter geht, um dann die falsche Richtung zu nehmen. Der Hit: In Stein zeigt das Schild am westlichen Ortsrand Richtung Karlsruhe wieder zurück in die Richtung, aus der man kommt.

Wirklich lohnenswert ist der Weg nur wg. Kloster Maulbronn, was man sich aber auf keinen Fall entgehen lassen sollte. An keinem anderen Ort konnte ich bislang so gut fühlen, wie es wohl im Mittelalter war. Leider gibt es dort nur zwei Führungen am Tag durch dieses super-interessante Kleinod (11 Uhr und 15 Uhr).

Fazit für den SER: Wer dort vom Rhein (Karlsruhe) zum Neckar (Stuttgart) oder umgekehrt wechseln möchte, sollte besser das Enztal bis Pforzheim fahren und dann dem ausgeschilderten Weg entlang der Bahnlinie ins Pfinztal nehmen. Das Pfinztal ist zwar unspektakulär, lässt sich auf dem Radweg aber ganz gut abradeln. Und wer sich entlang der Enz radelnd Kloster Maulbronn nicht entgehen lassen will, sollte dies von Mühlacker aus anfahren, ebenfalls auf ausgeschilderter Route.

Durch Karlsruhe ging es trotz fehlender Radweg-Beschilderung – das letzte Schild hatte ich in KA-Durlach gesehen – erstaunlich gut. Nur die Rheinbrücke ist dann ohne Ausschilderung sehr schlecht zu finden, zum Glück habe ich einen Mund zum Fragen und Ohren zum Hören.

Weiter ging es ein kurzes Stück den Rhein hoch bis Lauterburg, dort beginnt der

(Wies-) Lautertal-Radweg
Ich bin ab Scheibenhardt die Variante auf der frz. Seite gefahren. Es geht bei ausreichender Beschilderung auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse die Lauter hoch. Der Weg ist gut fahrbar, bis auf das Stück an der Pferderennbahn glatt asphaltiert und bis auf die ruhigen Ortsdurchfahrten verkehrsfrei. Das Radeln dort ist allerdings reizlos, da man auf der gesamten Strecke fast nur durch Maisfelder fährt – „gähn“! Die Strecke auf der dt. Seite kann ich auch nicht empfehlen, da die 2 km, die ich dort südl. von Wissemburg zu meinem Nachtquartier fahren musste, aus einer äusserst holprigen, kaputten und deshalb nahezu unfahrbaren Schotterpiste bestanden. (Hier habe ich übrigens das erste Mal erlebt, dass ein Pferd vor einem Liegerad scheut.)

Ab dem sehr schönen Wissemburg war das Radeln dann aber ein Genuss. Es ging auf einem richtig guten Radweg immer leicht ansteigend durch das schöne Lautertal in den Pfälzer Wald, eine tolle Strecke. Auch nach Verlassen des Lautertals bei Bundenthal geht es klasse weiter auf einer ehemaligen Bahntrasse Richtung Fischbach. Die sollte man dann nach dem kurzem steileren Stück an der Kuppe (Rastplatz) verlassen und auf der Strasse bergab Richtung Fischbach rollen, da kurz danach der Weg schlecht wird. Das Biosphärenhaus in Fischbach ist bestimmt interessant, leider war es total überlaufen, als ich dort ankam, so dass ich rasch durch ein schönes, weites Wiesental weiter gefahren bin. Bei Ludwigswinkel beginnt dann die Anfahrt über den Höhenzug des Pfälzers Waldes. Man taucht in den dichten Wald auf einer Nebenstrasse ein, die angenehm seicht, aber stetig hoch führt. Erst auf den letzten ca. 2 Kilometern geht es nach der Kehre etwas strammer bergan (ca. 5-6%), bis man den höchsten Punkt an der Eselssteige erreicht.

Einen großen Wermutstropfen hatte diese ansonsten sehr empfehlenswerte Strecke allerdings doch. Es war Sonntag, es war schönes Wetter und das bedeutete, dass gefühlten 80% der dt. Bevölkerung das Gehirn entnommen wurde und man sie zum Ausgleich auf ein Motorrad gesetzt hat. Was dort an Verkehr herrschte ging auf keine Kuhhaut mehr. Bei einer kurzen Pause am Saarbacherhammer habe ich innerhalb von 10 Minuten über 80 vorbei rasende Motorräder gezählt. Seitdem ist meine Meinung, dass 5 Euro für den Liter Sprit noch zu wenig sind.

Nach der Abfahrt habe ich deshalb kurzerhand die geplante Strecke verlassen und bin rüber nach Frankreich gewechselt – ein Traum! Dass es von Trulben nach Kröppen stramm hoch geht, war zwar auf der ADFC-Karte so nicht zu erkennen, aber das lohnte sich aufgrund der phänomenalen Aussicht und der folgenden super-schönen Landschaft tausendfach. Mit dem Überschreiten der Grenze wird es sofort schöner, ruhiger, „relaxter“, einfach für’s Radfahren viel angenehmer. Ich bin dann über Walschbronn, Waldhouse und Rolbing (D162d, D86c) wieder Richtung Deutschland. Eine sehr, sehr schöne Strecke auf schmalen, ruhigen Strassen durch romantische Täler.

Hinterher habe ich mich etwas geärgert, dass ich nicht spontan einfach weiter westwärts geradelt bin, wäre bestimmt auch weiterhin sehr schön gewesen. Stattdessen bin ich über Hornbach (Europ. Mühlen-Radweg) und Zweibrücken an die Blies. Das ist zwar auch eine nette Strecke, erst auf recht ruhigen Strassen, später auf einem im nördl. Teil sehr schlecht beschilderten ex-Bahntrassen-Radweg, aber es kam bei mir dann doch nicht dieses angenehme Gefühl auf, wie in Frankreich. In Zweibrücken sollte man dann nicht mehr den wenigen, versteckten Schildern folgen, irgendwann landet man auf einem Single-Trail zwischen Autobahn und Fluss.

Bliestal-Radweg
Wenn man dann hinter Zweibrücken den Lärm der Autobahn überstanden und den Bliestal-Radweg auf der aufgegebenen Bahnstrecke gefunden hat (am Ende der Strasse auf der B423 nicht links, sondern rechts bis kurz hinter die Autobahn), kann man diesem problemlos, aber etwas eintönig – aufgrund des dichten Buschwerks rechts und links sieht man nicht von viel von der Umgebung – Richtung Saar folgen. Der Radweg endet nicht an der dt-frz. Grenze, sondern führt weiter bis Folpersviller am Ostrand von Sarreguemines. Am Ende des Radweg steht eine Info-Tafel, auf der die weitere Route bis zur Saar abgebildet ist (wer sich die nicht merken kann: abfotografieren). Der Weg ist leidlich beschildert und führt im 2. Teil über einen eigenen Radweg. An einem Kreisverkehr endet dieser plötzlich und natürlich fehlen dort erstmals Schilder. Hier rechts runter, am nächsten Kreisverkehr geht links ein Radweg runter zur Saar. Vermutlich muss man weiter oben an der Rue A. Rausch den Radweg verlassen und nach rechts in die Zone industrial de Gutenberg. Um auf den Saar-Radweg zu gelangen muss man am Kreisverkehr hinter der Saar-Brücke ein Stück flussaufwärts fahren.

Saar-Radweg
Nett und gut fahrbar verläuft der Radweg bis Saarbrücken neben der beschaulichen Saar her. Man passiert ein paar kleine, geradezu pitoreske Schleusen. Mehrfach wird man darauf hingeweisen, dass eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h gilt und man nachts dort nicht radeln darf – in Frankreich, nicht im regulierungswütigen Deutschland! Je näher Saarbrücken kommt, desto mehr nimmt der Verkehrslärm zu und wenn die Autobahn neben den Radweg rückt, ist es vorbei mit dem Entspannung. Deutlich gesagt: Der Saar-Radweg hinter Saarbrücken ist großer Mist. Es geht kilometerlang super-laut und über einige Kilometer hässlich-stupide neben oder unter(!) der Autobahn her und wenn man den Radweg verlässt wird man über abenteuerliche Wege geführt (z.B. an der Messe). Meine Empfehlung: In Saarbrücken in den Zug steigen und bis Merzig fahren. Wer sich Völklingen oder Saarlouis (die Altstadt ist richtig nett, hat wahrscheinlich die höchste Strassencafe-Dichte in Deutschland, es war dort an dem Nachmittag aber furchtbar „busy“) ansehen möchte, steigt ein paar Stationen vorher aus. Den Weg ab Merzig kenne ich schon, die Saarschleife ist sehr schön, das lässt mich durchhalten. Der Radweg auf der linken Saarseite hinter Mettlach war damals noch in Bau, ist aber leider nicht gut (geworden). Holprig und mit reichlich Kuhlen und Rinnen versehen, in denen noch das Wasser der voran gegangenen Regentage stand, und am Ende mit einer steilen, schotterigen Rampe. In Gegenrichtung ist die richtig gefährlich! Weiter bis zur Mosel geht es anfangs neben der mäßig belasteten B51 her, später auf ruhigen Radwegen, ein netter Abschnitt.

Momentan ist der Saar-Radweg an drei Stellen gesperrt:
- bei Völklingen, eine Umleitung ist ausgeschildert, aber ich kam problemlos durch die fast übersehbare Baustelle.
- bei Dillingen, hier ist aufgrund der Ufer- / Autobahn-Baustelle der Radweg z.Zt. „verschwunden“, ausgeschilderte Umleitung über die rechte Uferseite. Man sollte nach der Umleitung wieder auf die linke Saarseite wechseln, durch Merzig durch ist es nicht schön zu fahren.
- linker Ufer-Radweg in der Saarschleife, wg. akuter Steinschlaggefahr angeblich schon seit Monaten gesperrt (man kommt aber durch, wenn man die Absperrungen überwindet), die „Hauptroute“ verläuft sowieso am rechten Ufer.

Mosel-Radweg
Ab Konz bin ich diesmal links der Mosel nach Trier gefahren, die rechte Seite war mir als total lärmverseucht in schlechter Erinnerung. Das hat leider nur bedingt geholfen, der Krach der motorisierten Verkehrsteilnehmer schafft es leicht über’s Wasser bis ans andere Ufer. An der Kyll-Mündung hat es mir gewaltig in den Fingern gejuckt, bin aber dort nicht eingebogen, die Eifel wollte ich diesmal anders queren. Ab Schweich wird es dann schlagartig ruhig und es folgt in meinen Augen einer der schönsten Radweg-Abschnitte in Deutschland: Tolle Landschaft, ein sehr guter Radweg und viele geöffnete Straussenwirtschaften. Da auch das Wetter mitspielte waren das welche von den wenigen Stunden mit Hochgenuss auf dieser Tour. Dass trotz eines Dienstags viele andere Radfahrer unterwegs waren, störte (mich) nicht. Mit dem Genussradeln ist es dann ab ungefähr Bernkastel-Kues vorbei, wenn das Tal enger wird, der Verkehr zunimmt und Straße und Radweg wieder eng zusammen liegen. ’ habe „ausgetestet“, dass die ausgeschilderte Hauptroute nicht immer die "besser" zu fahrende Moselseite nimmt, wenn es an beiden Ufern Radwege gibt, z.B. zwischen Traben und Reil, hier ist es deutlich schöner am linken Ufer entlang zu fahren.

Eigentlich wollte ich ab Lieser den Mosel-Maare-Radweg hoch, am Nürburgring vorbei und die Ahr runter fahren, da ich aber die Zeit aufgrund der Regentage in der Vorwoche knapp etwas wurde und die Wettervorhersage seit dem Vortag immer schlechter wurde, bin ich weiter an der Mosel bis Bullay und ab dort mit dem Zug heim.

Und sonst?

Meine Ortliebs und die Regenausrüstung sind dicht, das durfte ich leider über mehrere Tage am Stück testen. Schon lange nicht mehr habe ich in einem Urlaub soviel schlechtes Wetter mit soviel Regen gehabt.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass auch bei den Hotels und Pensionen die „Mittelklasse“ langsam verschwindet. Es gab auf der Tour auffallend viele billige Absteigen mit alten und zusammen gesuchten Möbeln, sowie - ein neuer Trend? - „do-it-yourself“-renovierte Hotels mit Möbeln aus dem Baumarkt und dem Cash&Carry-Möbelhaus.

Auf der Tour habe ich immerhin fünf andere Liegeradfahrer getroffen / gesehen: Ein Langlieger (Peer Gynt?) in Schwäbisch Hall, ein Trike (Antrotech?) bei Bietigheim, eine Speedmachine in Karlsruhe, ein Trike (Ostrad Adagio?) beim Saarbacherhammer und eine Streetmachine in Saarlouis („runterschalten bevor es steil bergauf geht“). Es werden mehr!

Vielen Dank an die Radwerkstatt in Künzelsau, die mir in wenigen Minuten meine urplötzlich wirkungslose Scheibenbremse am Vorderrad wieder funktionsfähig machte. Ohne wäre die Tour dort beendet gewesen.

Wer Fragen zu den von mir gefahrenen Strecken und „gewählten“ Unterkünften hat, kann sich gerne melden.

Gruß
Uli
von: veloträumer

Re: Von der Ostalb durch den Südwesten - 20.08.07 22:26

Hallo Uli,

mal eine sehr detailreiche, präzise und plastische Darstellung einer kleinen Deutschlandtour. Weil ich Teile auch schon aus der Nähe zu den Regionen selber kenne, kann ich die Darstellungen gut nachempfinden - man kann sich sehr schön hier Rosinen zum Fahren rauspicken.

Gut finde ich auch mal der Hinweis auf die oft lieblosen "Gast"höfe - möchte aber hinzufügen, dass ich auch immer mal wieder mit Übernachtungen in Deutschland zufrieden bin. Allerdings sind hübsche Details sehr selten (insbes. auch bei Privatzimmern, fam. geführten Pensionen o..ä.) - das wird in Frankreich, insbesondere aber in Österreich, Schweiz und Italien mehr gepflegt (was leider nicht auch dort Ab und An das Gegenteil nicht ausschließt).
In Deutschland missfällt mir allerdings noch ein Trend bei den Hotels: sterile Hightech-Zimmer mit digitaler Heizungssteuerung, elektronische Schließsysteme - aber Zimmer ohne Charme - kalt statt heimelig. Ich würde auch gerne mal lieber auf TV verzichten zugunsten schönerer Zimmer.

Mit dem Wetter hattest du übrigens kein Pech - das war diesen Sommer System - und nicht nur in Deutschland. Ich weiß, wovon ich rede...
von: Anonym

Re: Von der Ostalb durch den Südwesten - 21.08.07 07:07

von: veloträumer

Re: Von der Ostalb durch den Südwesten - 21.08.07 22:29

In Antwort auf: ex-4158



Da muss ich Einspruch erheben. Ich glaube, du kennst die Alpen nicht sehr gut. Italien und Frankreich wohl auch nicht.

Gewiss: in allen Ländern habe ich auch schon Enttäuschungen erlebt. Und dass Deutschland mittlerweile zuweilen billiger ist als die Nachbarländer, ist auch kein Geheimnis mehr. Aber das ist kein Grund, pauschal alles mies zu machen. Und welch Kascheme man in England für teures Geld bekommt, möchte ich erst gar nicht wissen (lieber Rom als London!).

In Italien gibt es übrigens mittlerweile ein riesiges Angebot an B&B, nicht immer ganz billig, aber im Preis-Leistungsverhältnis sehr gut (wird auch kontrolliert, es gibt dafür offizielle Standards). Hatte auch solche nette Adressen für Cavalese und Bassano del Grappa notiert, die Orte entfielen allerdings für Übernachtungen in diesem Jahr.

Für die franz. Alpenregion habe ich jetzt nicht so viele Beispiele, weil ich dort meist doch auf dem Camping gelandet bin.
- einziges Hotel dieses Jahr in la Bathie (Albertville), 43 € mFr, nicht ganz so preiswert, aber geräumig und einwandfrei
- in 2005 reine Übernachtung in Tignes-les-Brevières (Val d'Isère), einfache Unterkunft, Etagendusche nicht die beste, aber dafür geringe 20 € oFr

Für Italien - hier nur Alpenraum - habe ich zahllose - belegbare! - Gegenbeispiele, einige davon hier:
- Cesana Torinese, Casa Cesana 33 € mFr, gutes Fr., neues, sehr sauberes, wenn auch kleines Zimmer, helle Holzbauweise und trotz "Olympiaort" preiswert
- Piazza Brembana, dito, 30 € mFr, geräumiges Zimmer, Dusche alles in Ordnung, sauber, Fr. mäßig
- Bórmio, Daniela, 36 € mFr (2007, o.Balkon), 40 € (2006, m.Balkon), sehr saubere Zimmer, charmantes Ambiente, Bier- und Liegegarten, Begrüßungsbonbons, Zimmer mit Balkon war traumhaft, direkt gegenüber rauschenden Bergfluss, sehr gutes Frühstück, ideal für Gavia-Pass-Anfahrt
- Tiers (Nigerpass), Edelweiss, 30 € mFr, kl. Zi., Etagendusche, geniale Glasterrasse für Abendessen und Fr, sehr gutes Fr, nette Gastwirtin, Whirlpool (noch genutzt) und Sauna (war schon aus)
- Cortina d'Ampezzo, la Larina, 42 € mFr, sehr schönes Zimmer im stimmigen Holzstil, Schreibsekretär, sehr sauber, sehr gutes Fr, nette Gastwirtin
- Würzjoch, Ütia de Börz, 60 € HP (!) nobler Almgasthof, riesige Zimmer, sehr sauber, gelaugte stilvolle Möbel, Abendessen gut, sehr gutes Fr.
- Carisolo, Cavento Garni, 30 € mFr, sehr stilvol eingerichtetes kl. Zi., exklusives Bad, dekorative Holzmatten, schön gestickte Decken, Begrüßungs-Schoki, Bonuskärtchen für nahgelegene Pizzeria, sehr nette Wirtin, riesiges Fr-Büffet für mich allein (!), Marschverpflegung, der Preis-Leistungs-Hammer schlechthin!
- Aicha (Franzensfeste, Brennerstr.), Name?, 30 € mFr, moderne, geräumiges Zi, nobles Bad, sehr gutes Fr., Außenpool, Garten, Abendessen auf Terrasse (Essen eher mäßig)
- Atzwang, Name? (nur ein H dort), ca. 26 € mFr, geräumiges Zi im alten Bauernstil, urig, netter Gastwirt, ladin. Küche
- Weißenbach (Penserjoch), Name?, ca. 28 € mFr, geräumige moderne Zi., gutes Fr.
- Pieve Vécchia (Lago d'Idro), B&B Name?, ca. 25 €, nette, saubere Zi., gutes Fr, nette Gastwirtin

Das muss reichen!
von: Uli

Re: Von der Ostalb durch den Südwesten - 22.08.07 11:13

Zitat:
Bezüglich der Strecke Lauterbourg-Wissembourg irrt sich Uli allerdings gewaltig.

Wieso irre ich mich, wenn ich behaupte, dass die ausgeschilderte Strecke in der Nähe von Wissembourg über einen äusserst schlecht zu fahrenden Weg führt und *ich* deshalb die Strecke nicht so recht empfehlen kann? Dass es vielleicht eine andere, gut zu fahrende Strecke gibt will ich nicht bestreiten.
Gruß
Uli
von: cantullus

Unsere Italienfahrt 2007 - 02.09.07 14:21

Hallo, liebes Radforum,
Hier der Bericht über unsere diesjährige Italienfahrt.
Im Sommer 2003 (das war der mit der langen Hitzeperiode) beschlossen mein Sohn Florian und ich, jedes Jahr in den Ferien eine Radtour zu unternehmen. Als erster Test diente uns damals eine dreitägige Rundtour von München ans Leitzachtal, wo es einen sehr schönen, fast wilden Platz zum Campen gibt, dann über den Elendssattel (Biwack) zum Forsthaus Valepp und über Spitzingsattel, Schliersee und Bartewirt zurück nach München.
2004 fuhren wir dann über Tegernsee, Achensee und Pfitscher Joch nach Sterzing, 2005 gings ebenfalls übers Pfitscher Joch, dann aber weiter übers Penser Joch und auf den Ritten; Rückfahrt ab Bozen mit der Bahn. 2006 nahmen wir den Brenner und den Jaufenpass nach Meran, fuhren dann am Etschradweg zum Gardasee und weiter nach Verona (mit Bahn zurück).
Leider haben wir immer nur 4 Tage Zeit, trotzdem macht es immer wieder viel Spass, daher wollten wir es diesmal wissen. Wir wollten mit dem Rad ans Meer. Das nächste Meer von München aus ist die Adria, die kürzeste Strecke geht über den Glockner und die Karnischen Alpen nach Lido di Jesolo (wohin ich sonst eher nicht fahren würde listig ).
Die Vorgaben waren recht knackig: 1. Tag bis Fusch, 2. Tag bis Oberdrauburg, 3. Tag bis Jesolo, 4. Tag Venedig und Rückfahrt mit der Bahn, aber wir starteten wohlgemut am Sonntag, 26.8.2007 in aller Frühe.

Es war ziemlich heiss und der Fahrtwind brachte wenig Kühlung, denn das war ein kräftiger Föhn, der uns ab Rosenheim (am Innradweg) ganz schön schnaufen ließ. Die erste Rast am Inndamm genossen wir sehr. Nach dem kurzen, aber wegen des vielen Ausflugsverkehrs nervigen Aufstieg zum Walchsee gönnten wir uns eine Kaffeepause.

Weiter gings nach Reparatur des ersten Platten recht angenehm auf der gut ausgebauten Landstraße mit wenig Verkehr über Kössen nach Kirchdorf. Dort begann der Mozartradweg nach Lofer schön geteert und gut beschildert. Nach etwa 2 Kilometern wurde leider ein Kiesweg draus, der im Zick-Zack und mit ermüdenden Steigungen und miesem Belag an den dortigen Kiesgruben vorbeiführt. Wir verließen ihn bei der erstbesten Möglichkeit und nahmen die Bundesstraße über den sogenannten Pass Strub nach Lofer (Rast in Sankt Martin). Ab hier gibt’s die Variante des Tauernradwegs entlang der Saalach – fährt sich recht komfortabel, auch wenn nicht alles geteert ist:

Schöne Aussicht aufs Steinerne Meer:

Nun wurde es allerdings langsam Zeit, das Tagesziel zu erreichen und daher fuhren wir ab Saalfelden auf der Hauptstraße weiter bis zum Nordufer des Zeller Sees, umfuhren diesen auf der Ostseite, gelangten am Abend bis nach Bruck und gönnten uns dann den ersten Anstieg an der Glocknerstraße bis Fusch, wo wir am Campingplatz beim Gasthof Lampenhäusl fast vom Radl fielen. Immerhin 192 Kilometer hatten wir da schon drauf!
Die Küche des Lampenhäusls konnte unseren Bedarf an Kalorien mit Mühe befriedigen – nach dem Menue gaben sie auf und sperrten zu (es schmeckte aber alles sehr lecker, Vorspeise, Zwischengang, Hauptspeise, Nachtisch, Bier, Schnaps und Wein…).
Nach einer feuchten Nacht im Biwacksack und einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Wasserwand (das Lampenhäusl macht zu spät auf) gings weiter zur Mautstelle in Ferleiten.

Dass die Glocknerstraße kein Zuckerschlecken wird, habe ich mir schon vorher gedacht und daher übers Jahr fleissig trainiert, aber dass es so anstrengend wird? Immerhin waren auch einige andere Radlerinnen und Radler unterwegs, manche schneller, manche langsamer und wir machten uns gegenseitig Mut. Insgesamt wars sehr schön dort, aber von der Leistung her schon ziemlich happig. Die angegebenen 12 % Steigung sind wohl eher der Durchschnitt, einige Passagen haben eher 14 % (gefühlte?).

Nach dem Fuscher Törl

und einer kurzen Abfahrt kommt noch der kräftige Anstieg zum Hochtor:

Dann wars geschafft!

Auf der Abfahrt versuchten wir, den Schnitt wieder auf über 20 zu heben, was nicht ganz gelungen ist, denn ein paar Schafe zwangen zum Langsamfahren, einige Autos und Busse ließen sich nicht gleich überholen und in den Kehren mussten wir das Tempo auch etwas reduzieren listig.
Jetzt noch durchs Mölltal nach Winklern und über den Iselsberg ins Drautal – eine Leichtigkeit, dachte ich bei der Planung, aber dieser 200-hm-Buckel hat mich fast geschafft. Drüben wurde das Wetter schlechter und wir nahmen in Dölsach ein Zimmer.
Dienstag früh wars wieder schön und es ging weiter nach Oberdrauburg und über den leichten Gailbergsattel nach Mauthern.
Nun trennte uns nur noch der Plöckenpass mit seinen lächerlichen 700 Höhenmetern vom Traumziel Italien!
Anfangs erklimmt man auf gut ausgebauter Straße mit wenig Verkehr und erträglicher Steigung schon mal einen Teil der Höhendifferenz, dann kommt eine Gefällstrecke mit schlechtem Belag und einigen Baustellen und dann eine elende Schinderei über steile Rampen, die teils in Galerien und Tunnels verlaufen (auch im Tunnel geht’s recht steil nach oben!).

Aber auch diesen Pass schafften wir!

Nun kam eine traumhafte Abfahrt, auf der Südseite gings nach Tolmezzo und zum Südrand der Alpen. Ein kräftiger Südwind sorgte dafür, dass die Beinmuskeln nicht kalt wurden und so erreichten wir das Etappenziel nicht ganz und übernachteten im gastfreundlichen Friaul bei bester Verpflegung und in sterneverdächtigem Komfortzimmer.
Am Mittwoch kamen wir mittags endlich in Lido di Jesolo ans Meer!

Mittagspause am Corso

Schifffahrt nach Venedig

Wir wollten eigentlich von Lido di Jesolo zum Bahnhof oder zur Piazza Roma schippern, aber das Schiff legte an der Riva San Biagio an.

Jetzt möglichst schnell zum Bahnhof und Rückfahrkarten kaufen! Vaporetto ging nicht mit Rad und Wassertaxi kostet 80 €, also war Schieben angesagt. Das Schieben der vollgepackten Räder durch die Stadt zum Bahnhof war allerdings nicht ganz so lustig - jede Menge Brücken, Massen von Leuten und Gassen, die nur ein klein wenig breiter als der Lenker sind, aber auch diese Hürde konnte gemeistert werden, wir wurden auch nicht wegen der Räder angesprochen und es blieb noch etwas Zeit, durch die Stadt zu bummeln.

Nach einem nicht ganz so tollen Abendessen Hetze zum Zug (die Wege in Venedig führen nicht alle zum gewünschten Ziel)

und dann eine ruhige Heimfahrt mit dem Nachtzug über Verona nach München.
Ich hoffe, der Beitrag hat Euch Spass gemacht und freue mich schon auf die nächste Fahrt,
Euer Hans

unter: Venedig 2007 gibts auch eine Diashow mit allen Bildern.

edit: auf Wunsch von Hans einen Ortsnamen berichtigt. Gruss Andi
von: Franco

Re: Unsere Italienfahrt 2007 - 03.09.07 13:40

hallo Hans

ich bin erstaunt was ihr geleistet habt. Drei so anstrengende Etappen nacheinander mit Gepäck kann ich mich erst nach 2-3 Wochen Radreise vorstellen, und ich reise nicht untrainiert ab...

Wunderschöner Blick auf dem Grossglockner, ich bin ein bißchen neidig zwinker
von: cantullus

Re: Unsere Italienfahrt 2007 - 03.09.07 16:09

Tja, nur gut, dass ich keine 2-3 Wochen am Stück Radltouren machen kann, das wäre dann wohl sehr frustrierend für viele hier grins .

_________
Achtung: war nur 1 Scherz!
von: Christel

Inselhüpfen Aland Gotland Öland - 03.09.07 20:30

Ich habe bei Flickr ein Album mit Fotos von meiner diesjährigen Radtour auf auf den Alandinseln (ab Turku), Gotland und Öland erstellt. Ich hoffe, der Link funktioniert. Wer Lust und Interesse hat, kann ja mal reinsehen.

Album Inselhüpfen

Christel
von: natash

Re: Inselhüpfen Aland Gotland Öland - 04.09.07 08:11

Hallo Christel,
hübsche Fotos - Du hattest aber auch Spitzenwetter!
Gruß
Natalie
von: Christel

Re: Inselhüpfen Aland Gotland Öland - 06.09.07 08:27

Hallo Natalie,

Danke. Im großen und ganzen hatte ich schon Glück mit dem Wetter. Auf den Bildern täuscht das aber etwas, weil ich überwiegend bei schönem Wetter fotografiert habe. cool

Christine
von: Falk

Re: Inselhüpfen Aland Gotland Öland - 07.09.07 01:10

Schade, die Fotoübersicht sieht ja richtig gut aus. Aber dann sind die Bilder nur reichlich briefmarkengroß, der Bildwechsel ist dafür so zäh wie bei Imagehack und voller HD-Auflösung. Nach dem zehnten Bild habe ich aufgehört. Pro Bild dreimal an unterschiedliche Stellen klicken, dass ist richtig lusttötend.

Falk, SchwLAbt
von: Hansflo

Re: Inselhüpfen Aland Gotland Öland - 07.09.07 16:04

der Bildwechsel funktioniert bei mir absolut problemlos; nur sie sind leider zu klein um ihre Stärken ausspielen zu können.

Eine schöne Reise muss das gewesen sein.

Hans
von: Krakonos

Norwegen mit Familie - 11.09.07 23:59

Hallo allerseits,
nach einer gewissen Rad-forums-Abstinenz will ich Euch meine kurze Zusammenfassung unserer diesjährigen Radtour nach Norwegen liefern. Sie könnte auch unter dem Titel "Radtour mit Kind für Fortgeschrittene" stehen.
Im Übrigen stelle ich den Bericht natürlich wieder hier in Markus' netten Reiseberichte-Faden, aber eigentlich finde ich, daß unbedingt eine Rubrik dafür geschaffen werden sollte. Reiseberichte sind das Salz in der Suppe des Rad-Forums. GPS-Diskussionen dagegen nur technisches Beiwerk, genau wie Fahrradcomputer etc. und daher auch in der Ausrüstungs-Kategorie hervorragend untergebracht, aber das nur so nebenbei.
Unsere Abfahrt, ausnahmsweise per Auto am 3. August war sehr spät abends. Unsere fünfjährige Tochter Luise war noch auf einem Kindergeburtstag und so kamen wir erst gegen 7 Uhr los. Sie ist übrigens, wie auch schon letztes Jahr mit dem ToutTerrain Streamliner gefahren. Der paßt an den Kupplungsstutzen des Wiesmann SingleTrailers (jetzt ebenfalls von Tout Terrain) und ist ein gefedereter Nachläufer zum selber mittreten. Zuerst ging es noch auf eine Hochzeit nach Badbergen bei Osnabrück. Einer der Hauptgründe, wieso wir dieses mal unser gerade erst erworbenes Auto für die Anfahrt genutzt haben (Ja es wird bald wieder verkauft, aber dazu ein anderes mal mehr). Sonntag morgen fuhren wir dann nach Kiel, was auch recht reibungslos funktioniert hat. Dort haben wir uns noch mit unserem Forumsmitglied Rainer Thiess und seiner Frau getroffen. Sehr nette Leute übrigens schmunzel Die Überfahrt nach Oslo dauert ja 21 Stunden. Wir sind noch mit dem alten Schiff "Kronprins Harald" gefahren. Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht inzwischen schon durch das neue Schiff abgelöst wurde.
Erst auf der Fähre haben wir uns, unserem Bauchgefühl gehorchend für die Himmelsrichtung entschieden, in die wir fahren wollen. Ursprünglich hatten wir damit geliebäugelt, uns eher im Regenschatten des skandinaischen Gebirges zu halten und durch die Ostnorwegischen Bauerntalungen Richtung Trondheim zu fahren. Uns war aber auch klar, daß Luise lieber am Meer fahren wollte, und so haben wir uns dann entschieden erst mal den Oslofjord entlang zu fahren. Das ist auch eine sehr günstige Variante den Großstadtverkehr in Oslo schnell hinter sich zu lassen. Man setzt einfach mit einem Linienboot nach Nesoddtangen über und fährt dann an der Ostseite des Oslofjords entlang.
Ein großes Handikap war die Tatsache, daß wir kein komplettes und aktuelles Verzeichnis der norwegischen Zeltplätze ergattern konnten. Mit Kind im Schlepptau fühlt man sich aber doch um Einiges sicherer, wenn man genau weiß, wo man abends sein Zelt aufschlagen kann. So war es immer ein wenig ein Rätselraten. Eine Karte sagte, am Punkt x gibt es einen Zeltplatz. Die andere Karte sagte, dort gibt es sogar zwei. Der Radwegführer sagte, dort gibt es weit und breit keinen. Und so war das Dilemma gleich am ersten Abend perfekt. Meine schwangere Frau war von den kräftezehrenden Hügeln gleich am ersten Tag ziemlich erledigt und im schönen Städtchen Dröbak haben wir glücklicherweise in der Touristeninfo nachgefragt, ob der 8km bergauf gelegene Zeltplatz auch wirklich existiert. Natürlich war er voriges Jahr geschlossen worden und so nahmen wir eine Ferienwohnung mit Blick über den Oslofjord, die mit 750 NOK nicht gerade geschenkt war, aber an die norwegischen Preise würden wir uns schon noch gewöhnen...
Der Oslofjord wurde dann am nächsten Tag im häßlichen Stadtchen Moss Richtung Horten überquert. Die Anfahrt bis dorthin war jedoch schön. Wir folgten in den darauffolgenden Tagen der Schärenküste Südnorwegens weiter bis Stavern, wo wir einen Tag Pause einlegten. Das Wetter war die ganze Zeit sonnig und warm gewesen, sodaß Luise viel baden konnte. Die vielen Hügel der Schärenküste führten dazu, daß wir, um unsere Tochter nicht zu vergraulen immer nur ca. 30-40km am Tag gefahren sind.
Dann wurde das Wetter schlecht und der Familienrat beschloß einstimmig, daß wir jetzt auch von der Küste weg fahren könnten. Baden ging sowieso nicht mehr. Luise war schon ganz gespannt, wie das Fjell aussieht, in dem Petterson zusammen mit Findus eigentlich zelten gehen wollte, dann aber von seinen Hühnern abgehalten wurde zwinker
Also fuhren wir den sehr schönen Numedals-Radweg entlang. Dieser verläuft auf einer kleineren Straße, die parallel zu einer viel befahrenen großen Straße von Larvik über Kongsberg nach Geilo führt. Insgesamt vielleicht etwas weniger bergig als die Schärenküste, verließ die Straße aber doch oft den Talgrund, um am Hang hochzuklettern, wieder abzufallen, an der anderen Talseite hochzuklettern usw... Das Wetter war sehr durchwachsen mit viel Regen. Der Fluß war Forellenreich und so gab es an ausgewiesenen Stellen viele Angler, auch auf den Zeltplätzen. Gleich zu Anfang haben wir eine fast 1000 Jahre alte Kirche besucht, in der gerade die Musik für eine Hochzeit geprobt wurde. Das hat auch Luise sehr beeindruckt.
Kongsberg war ganz nett, aber nicht wirklich ein Highlight. Danach wurde es aber langsam richtig norwegisch, dummerweise auch wieder das Wetter. Wir hatten mal wieder DauerregenSo bestiegen wir dann in Veggli den Bus, um bis Geilo zu fahren. Dieser Abschnitt war landschaftlich spektakulär, wäre aber für meine schwangere Frau nicht zu machen gewesen. Die Straße stieg doch enorm an. Leider konnten weder Luise noch ich die Fahrt geniessen, weil uns die ganze Zeit speiübel war. Luise hat sich auf den 100km zigfach übergeben.
In Geilo bezogen wir dann für vier Tage eine Zeltplatzhütte. Wir wollten die Gegend vor allem per pedes erkunden. Das taten wir dann auch. Wanderausrüstung hatte aber eigentlich nur Luise in Form von wasserdichten Halbschuhen dabei. Den Rucksack hatten wir im Auto in Kiel vergessen und mit Fahrradschuhen mit Schuhplatten kommt man im Hardangervidda nicht weit, insbesondere bei dem immer noch schlechten Wetter. Also mußten wir uns noch Schuhe und Rucksack kaufen. Die Tageshöchsttemperaturen hatten sich jetzt so bei 11-12 °C eingependelt und die Berge waren oft wolkenverhangen. Es regnete immer noch viel. Trotzdem unternahmen wir mehrer schöne Touren, wobei ich aber Luise doch des öfteren tragen mußte. Zur Belohnung gab es dann abends Pizza.
Gleich bei unsere Ankunft in Geilo hatten wir uns Zugtickets für die Rückfahrt nach Oslo gekauft und so sind wir dann auch am 20. August mit dem Zug wieder nach Oslo gefahren, wo wir nochmals drei Nächte auf dem mir schon bekannten Ekeberg-Zeltplatz übernachtet haben. Dieser liegt auf einem Hügel und man hat von dort einen wunderschönen Blick auf die Stadt. In Oslo war es wieder sommerlich warm und sonnig, sodaß wir auch noch mal baden gehen konnten, wenngleich der Strand nicht so toll war. Besonders beeindruckt haben mich in Oslo zwei Dinge: Zum einen die Skulpturen im Vigelandpark mit ihren eher weichen irgendwie Frieden und Geborgenheit verströmenden Formen. Und zum anderen die Fram, das Schiff mit dem Nansen sich im Eis einfrieren ließ, um den Nordpol zu erreichen (das Schiff wurde extra dafür konstruiert, vom Eis nicht zerdrückt zu werden) und mit dem Amundsen zur Antarktis fuhr, um dann im Wettlauf mit Scott als erster den Südpol zu erreichen. Es ist originalgetreu erhalten und man kann es begehen. Und obwohl es von einem Haus überbaut ist, kann man sich gut in die Situation der Mannschaft wärend der dreijährigen Drift durch das Eis hineinversetzen.
Zurück fuhren wir dann am 23./24. August mit der riesigen Color Fantasy. Ein recht neues Schiff, bei dem man innen mit aller Macht versucht hat, den Eindruck zu vermeiden, es könne sich tatsächlich um ein Schiff handeln. Warum man das tut, ist schwer zu begreifen, insbesondere, da sich die Erbauer als Thema für die Innenausstattung offenbar ein Einkauszentrum ausgedacht haben. Sehr anheimelnd... Aber beeindruckend war es natürlich trotzdem.
Zusmmenfassend muß man sagen, daß man schon sicher sein sollte, daß seinem Kind Radtouren gefallen. Seine Geduld wird in Norwegen doch ab und zu mal auf eine gewisse Probe gestellt, wenn der Anstieg doch mal wieder etwas länger ist, als vorher angenommen, es jetzt dochschon wieder regnet oder der Zeltplatz doch nicht existiert und man noch 10 km weiter fahren muß (Viel weiter war es zum Glück nie.) Auch waren die Spielplätze auf den Zeltplätzen meist in keinm guten Zustand. Da waren wir von Dänemark irgendwie besseres gewohnt. Auch das Essen ist nicht besonders und enorm teuer. Aber die Landschaft wiegt natürlich alles bei Weitem auf. Auch aufgrund unserer inzwischen doch langjährigen Erfahrungen mit Radreisen mit Kind war die Tour dann doch ein voller Erfolg und Regen und Berge gehören in Norwegen ja auch irgendwie dazu.

Fotos gibt es leider keine. Wir haben wieder Dias gemacht und besitzen immer noch keinen Diascanner. Das Benutzen Eurer Fantasie sollte aber beinahe ebenso schöne Bilder hervorbringen.

Viele Grüße,
Georg
von: Anonym

Liebeserklärung ans herbstliche Elsass - 18.09.07 07:53

von: natash

Re: Liebeserklärung ans herbstliche Elsass - 18.09.07 08:22

Hallo,
schöne Tour- ich kenn sie andersherum und im Frühjahr. Jetzt haben wir auch noch nette Bilder dazu...Merci.
LG Nat
von: mmi

Re: Von der Ostalb durch den Südwesten - 18.09.07 19:12

Gite d'etapes haben in Frankreich häufig ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, falls man sowas mag. Hotels sind problematisch in Frankreich, insbesondere wenn man alleine kommt.

Zu Italien: Ich war dieses Jahr eine Woche in Sardinien. Ich erinnere mich gerne an ein gutes Agriturismo und ein Familienhotel, ausserdem war ich zweimal in der Jugendherberge. Die Lage ist also in Italien auch nicht ganz aussichtslos, ich stimme aber zu, mit Hotels ist es in der Regel schwierig.
von: Shimpagnolo

Pässefahrt Schweiz Lombardei 2007 - 18.09.07 23:55

Hallo zusammen,

nachdem ich schon einige Jahre keine mehrtätige Tour mehr unternommen hatte, hat es mich dieses Jahr mal wieder gepackt ( auch aufgrund der Berichte hier im Forum...). Da ich mich recht kurzfistig entschlossen hatte waren die „Spielregeln“:
1. Start und Ziel in der Schweiz wegen einfachem Fahrradtransport per Bahn
2. leicht & schnell: Rennrad mit KlickFix Satteltasche für die schweren Sachen und Rucksack für die leichten
3. Unterkunft in Hotels
4.möglichst viel Pässe = Höhenmeter, jedoch ohne Extrem Etappen (soll ja schliesslich Urlaub sein...)

Dank Infos im Internet wie http://www.alpenrennradtouren.de/ und http://www.quaeldich.de/ bin ich dann auf die Lombardei gekommen, die 9 Etappen im einzelnen waren:

87km, 1980hm
Start in Landquart, Wolfgangpass , Davos, Flüelapass , Zernez
Hotel am Bahnhof 55 CHF (Etagendusche & -WC, Frühstück) – empfehlenswert

Den Wolfgangpass bin ich nur zwecks Komplettierung meiner schweizer Pässesammlung gefahren. Ansonsten gibt es auch keinen Grund ihn zu fahren, trotz abschnittsweise separater Streckenführung für die Radfahrer leidet man einfach unter dem höllischen Verkehr. Sehenswert ist die relativ neue Brücke der Umfahrung Klosters. Erst auf dem schönen Flüelapass stellt sich das richtige Pässegefühl ein – der Urlaub kann beginnen!

105km, 2718 hm
Zernez, Ofenpass , Prad, Stilfser Joch , Bormio
Hotel Dante 30 EUR ((Zi. mit Dusche & WC, Frühstück), in der Altstadt gelegen, von der Hauptstrasse aus gut ausgeschildert – empfehlenswert

Vom Ofenpass war ich positiv überrascht: angenehm zu fahren, schöne Landschaft und beinahe hätte ich noch einen Hirsch mit Riesengeweih auf der Fahrbahn fotografiert wenn in diesem Moment nicht gerade ein Auto von hinten gekommen wäre. Zum bekannten Stilfser Joch brauche ich nichts sagen, einer der schönsten Pässe mit der elegantesten Streckenführung. Beeindruckend mit wie wenig Kunstbauwerken sich die Strasse unter Ausnutzung der Topographie nach oben windet. Auf der Passhöhe wie erwartet kalt und windig, die angekündigte Schlechtwetterfront hat aber nur auf der Nordseite der Alpen zugeschlagen, habe mich rechtzeitig in den Süden gerettet.

85km, 1586hm
Bormio, Mazzo, Mortirolo , Pso.di Guspessa, Trivigno, Aprica, Edolo
Eurohotel 60 EUR (Zi. mit Dusche & WC, Balkon, Frühstück) – war zu faul was billigeres zu suchen

Als ob ich nicht schon genug Glück mit dem Wetter hätte bläst mich morgens ein starker Rückenwind das Addatal hinunter und erreiche ohne grössere Anstrengung teilweise 80km/h. Da die Hauptstrasse separat geführt wird ist nur wenig Verkehr unterwegs, weiter unten gelange ich sogar auf einen Radweg. Ab Mazzo ist dann Schluss mit lustig, hier beginnt der gefürchtete klassische Anstieg zum Mortirolo. Im Adamello Bike Arena Prospekt steht zu diesem Anstieg: „Der Aufstieg ist sehr anstrengend, mit furchtbaren Trakten, schon am Anfang.“ Furchtbare Trakte gehörte bisher nicht zu meinem Sprachgebrauch, aber das triffts recht gut ;-) 1300 Höhenmeter auf 12km mit kilometerlangen Durchschnittssteigungen konstant im Bereich 12-14% sprechen für sich. Die Strasse windet sich schmal durch den Wald, bis auf ein paar Autos und 2 Biker gab es keinen Verkehr. Ungefähr in der Mitte ist in einer Kehre ein Denkmal für Marco Pantini errichtet worden, der beinahe wie ein Heiliger verehrt wird. Die Skulptur sieht etwas morbid aus, was aber die Sache ja gut trifft. Während ich beim Anstieg noch furchtbar aufgrund der Steilheit geflucht habe, bin ich oben angekommen doch etwas enttäuscht, dass es so gut geklappt hat und ich mich nicht mehr quälen musste. Als Radfahrer zeichnet man sich ja vor allem dadurch aus erlittene Strapazen schnell ausblenden und vergessen zu können...
Wenn man dann kurz nach der Passöhe Richtung Süden abzweigt folgt dann die Belohnung, auf einer nahezu ebenen Strasse fährt man kilometerlang den Bergrücken entlang, anschliessend eine sehr schöne Abfahrt über Trivigno nach Aprica. Achtung: den Abzweig nach Trivigno kann man leicht verfehlen da er nicht angeschrieben ist. Man darf an der entsprechenden Abzweigung nicht geradeaus bergab fahren, sondern muss den leicht ansteigenden Weg nach rechts nehmen.

79km, 1812hm
Edolo, Malonno, Pso. Vivione , Azzone, Croce di Salven, Breno
Hotel Giardino 35 EUR (Zi. mit Dusche & WC, Frühstück)

Der Passo Vivione ist einer der schönsten Pässe die ich gefahren bin, er hat alles was einen idealen Pass für Radfahrer auszeichnet: kilometerlang schlängelt sich die schmale Strasse (minimal 2m !) mit angenehmer Steigung durch den Wald, Verkehr gibt es nahezu keinen, auf den letzten Höhenmetern wird die Landschaft dann alpin. Auf der einsamen Passhöhe ist man dann überrascht überhaupt ein Gasthaus zu finden, in dem man darüberhinaus noch leckere Pizzocheri essen kann. Auf der Abfahrt wird einem dann beinahe schwindelig aufgrund der zahlreichen Kurven und Kehren und anfangs grandioser Aussicht. Bei der Auffahrt ist mir übrigens folgende Panne passiert (die einzige auf der Tour): Da ein Baum quer über die Strasse gestürzt war musste ich das Rad durch unwegsames Gelände tragen. Dabei muss das Hinterrad so unglücklich auf einen spitzen Stein oder Dorn gestossen sein, dass es ein Loch gab. Beim Flicken tröste ich mich mit dem Gedanken, dass ich nun wohl zu einer exclusiven Gruppe von Radlern gehöre die sich einen Platten beim Fahrrad tragen geholt haben.

61km,1747hm
Breno, Pso. Croce Domini , Idro See, Anfo
Hotel al Lago 30 EUR (Etagendusche & -WC, Frühstück)

Anfangs wenig spektakulär, führen die letzten paar km vor der Passhöhe des Croce Domini durch eine wirklich schöne Landschaft mit eigentümlichen Grashügeln. Oben zweigt auch ein Schotterweg direkt zum Manivapass ab, der aber für ein Rennrad nicht in Frage kommt. Stattdessen stürzt man sich anfangs durch zahlreiche Kehren ins Tal um dann später dem Flusslauf zu folgen. Neu geteerte Stücke wechseln sich mit schlechten Strassenabschnitten ab. Schöne Aussicht dann auf den Idrosee, der wie ein Gardasee in Minatur aussieht.


116km, 2387hm
Anfo, Dosso Alto, Pso. Maniva , Pezzaze, Colle San Zeno , Iseo See, Sarnico, Clusone
Hotel Punta del Est 46 EUR (Zi. mit Dusche & WC, Frühstück), direkt am See gelegen und Blick vom Zimmer auf Landungssteg - empfehlenswert

Ein weiterer Höhepunkt: aufgrund eines Bergrutsches kurz vor dem Maniva Pass, ist der direkte Weg von Anfo aus seit ein paar Jahren für den motorisierten Verkehr nicht mehr durchgängig befahrbar. Als Radfahrer kann man jedoch das Rad problemlos über den Erdrutsch tragen. Und so geniesse ich eine 20km Passfahrt ohne jeglichen Verkehr, einmal kommen mir 2 Wanderer entgegen, das wars. Die Strasse ist in erstaunlich gutem Zustand, nur zwischendurch sind ca 1,5km nicht geteert. Beim Colle San Zeno macht dann vor allem der untere Bereich der Abfahrt richtig Spass, da erst frisch geteert wurde. Auf der Westseite des Lago Iseo war ich dann überrascht, dass sich der Verkehr in Grenzen hielt, dafür sehr viele Rennradfahrer, die Umrundung des Sees scheint eine beliebte Tour zu sein.

92km, 2092hm
Clusone, Sarnico, Pso. San Fermo , Casazza, Pso. del Colle Gallo , Nembro, Selvino , San Pellegrino
Hotel Moderno 40 EUR (Zi. mit Dusche & WC, Frühstück)

Alle 3 Pässe waren gut zu fahren, allerdings war ich von den vorhergehenden Etappen dann doch etwas anderes gewohnt. Auf dem Passo del Colle Gallo steht die Kirche “Madonna dei Ciclisti”. Sehenswert sind die Glasfenster mit Radfahrermotiv und ein Raum mit Rennradfahrer “Devotionalien“ wie unterschrieben Trikots, Autogrammkarten und 2 Bianchirädern aus den frühen 80er Jahren, die mich an mein erstes Rennrad erinnert haben.

112km, 1806hm
San Pellegrino, Piazza Brembana, Pso. San Marco , Morbegno, Menaggio
Hotel Corona 61 EUR (Zi. mit Dusche & WC, Frühstück)

Wer aufgrund des bekannten Mineralwassers einen mondänen Kurort erwartet, wird sich bei San Pellegrino getäuscht sehen. Beeindruckend fand ich aber das riesige leerstehende vor sich hin gammelnde Grand Hotel. Bis Piazza Bremabano konnte ich dann oft auf einer stillgelegten Bahnstrecke fahren, die zum Radweg ausgebaut wurde, sämtliche der zahlreichen Tunnels sind übrigens beleuchtet. Seltsamerweise zogen die zahlreichen italienischen Rennradfahrer alle die vielbefahrene Strasse vor. Obwohl keiner der grossen bekannten Pässe ist der Aufstieg zum Passo San Marco durchaus anspruchsvoll. Die rauschende lange Abfahrt entschädigt dann aber wieder für alle Anstrengungen. Da ich ins Tessin will muss ich am Comer See entlangfahren. Dort werde ich beinahe von einem Bus erdrückt der mich an einer unübersichtlichen Stelle extrem knapp überholt. Instinktiv bremse ich abrupt ab, halte an und lehne mich an die danebenführende Mauer, denn zum Absteigen hat es bereits keinen Platz mehr. Als dann noch Gegenverkehr auftaucht fährt der Bus noch knapper an die Mauer heran, den Abstand vorne schätze ich kleiner als 40cm = Lenkerbreite.
Der Adrenalinkick treibt mich dann noch bis Menaggio, ein natürliches Doping auf das ich gerne verzichtet hätte.

84km, 1115hm
Menaggio, Lugano, Tesserete, Monte Ceneri , Bellinzona

Nach den Erfahrungen am Comer See war ich aufs Schlimmste vorbereitet, aber auf der Strecke nach Lugano war wenig Verkehr. Ich hatte mir dann zwar noch überlegt über den Gotthard heimzufahren, aber irgendwie konnte ich mich nicht mehr so recht motivieren und so habe ich in Bellinzona wieder den Bahnhof angesteuert.

Gesamt: 821 km (91km/Tag), 17243 hm (1915 hm/Tag)

Fazit: hat höllisch Spass gemacht und das ohne grossen Aufwand und Vorbereitung! Da das Wetter darüberhinaus noch die ganze Zeit über sensationell schön war bin ich wieder voll vom Radreisefieber infiziert lach
von: veloträumer

Re: Pässefahrt Schweiz Lombardei 2007 - 19.09.07 02:01

In Antwort auf: Shimpagnolo

Ab Mazzo ist dann Schluss mit lustig, hier beginnt der gefürchtete klassische Anstieg zum Mortirolo.

Abweichend von dieser Giro-Route kann man kurz vor Grósio eine allerdings nur etwas leichtere Variante fahren. Landschaftlich geht es durch teils mystische Urwälder. Nach den Streckenbeschreibungen im Web die wohl schönere Variante - just diesen Sommer gefahren, allerdings direkt durch nach Édolo.

In Antwort auf: Shimpagnolo

Der Passo Vivione ist einer der schönsten Pässe die ich gefahren bin, er hat alles was einen idealen Pass für Radfahrer auszeichnet

Gratuliere! Komme zur selben Erkenntnis - ein genialer Pass. Empfehlung zudem: In Malonno sehr gute Bäckerei, die mit heimischen Kastinienmehl bäckt.

In Antwort auf: Shimpagnolo

Anfangs wenig spektakulär, führen die letzten paar km vor der Passhöhe des Croce Domini durch eine wirklich schöne Landschaft mit eigentümlichen Grashügeln. Oben zweigt auch ein Schotterweg direkt zum Manivapass ab, der aber für ein Rennrad nicht in Frage kommt.

Kann man so sehen. Mir kam ein Rennradler entgegen. Ich selbst bin mit Marathon-Racer (wenig Profil) unterwegs (gewesen - von Süden kommend). Fahrt teils sehr kritisch, aber ggf. auch mit Rennrad noch machbar. Die Reifen sind wohl weniger das Problem, eher das stete Rappeln und Rütteln und das entsprechend niedrige Tempo.

In Antwort auf: Shimpagnolo

Beim Colle San Zeno macht dann vor allem der untere Bereich der Abfahrt richtig Spass, da erst frisch geteert wurde.

Für Fahrer in umgekehrter Richtung der Hinweis: die Ostseite ist teils sehr schlecht asphaltiert, schwierige Lichtverhältnisse zudem bei Sonne durch Schattenspiel des Waldes. Pass verdient aber gerade hier ein besondere Würdigung.

In Antwort auf: Shimpagnolo

Obwohl keiner der grossen bekannten Pässe ist der Aufstieg zum Passo San Marco durchaus anspruchsvoll.

Bei Italienern schon bekannt, da auch Giro-Pass. Fand ihn nicht weniger schwer als Mortirolo. Nicht verpassen auf der Abfahrt: Flussskulpturenpark. Witzige Flusssteinfiguren.

In Antwort auf: Shimpagnolo

Nach den Erfahrungen am Comer See war ich aufs Schlimmste vorbereitet, aber auf der Strecke nach Lugano war wenig Verkehr.

Für alle, die am Luganer See unterwegs sind: diese Nordseite bietet die schönsten Seeblicke und pittoreske Orte wie San Mamete und Porlezza.

Bin neidisch, dass du so gutes Wetter hattest. Musste selber im Casa San Marco fröstelnd meine Schuhe am Kachelofen trocknen - so war halt der Sommer.
von: kuegel

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 24.09.07 19:33

Hallo
dieses Jahr bin ich von Beziers in Südfrankreich erstmal am Fluß Orb entlang bis Orlagues gefahren, dort habe ich die D14a mit der D14 verwechselt und bin an einem Sperrgebiet der France Electric ( vielleicht ein Pumspeicherbecken ?) gelandet, dort war Schluß mit der Chaussee, jedenfalls war der Aufstieg auf 900 m nur eine sportliche Übung und hat mich an dem Tag keinen Meter weiter gebracht. wirr Am nächsten Tag ging es über die Col de Frontfroide ( 972 m ) mit einer weiteren Übernachtung in Roquecourbe nach Albi. Von Albi die Tarn- Schlucht entlang fast bis zur Tarn- Quelle. Anschließend über die Cevennen- Genolhac, Besseges nach Les Vans. Von dort aus oberhalb der Ardeche bis zur Rhone nach Pont St. Esprit. Über Orange nach Carpentras auf den Mt. Ventoux ( 1910 m ) und nach Vaison-la-Romaine zum Ausruhen. Am Ende habe ich mir Avignon angeschaut und bin an Nimes vobei zurück nach Lunel gefahren.
Eine Reise bei schönstem Wetter ( wenn man vom ekligen Nordwind dem Mistral? absieht ). In Frankreich gibt es in jeder Gemeinde einen Zeltplatz und das Übernachten ist kein Problem. In Roquecourbe hatte ich einen sogar einen Zeltplatz für mich allein, es war schon Nachsaison.
Ich hätte es noch ein bischen ausgehalten da unten, aber der am Urlaubsende ist bei mir immer noch soviel Jahr übrig...
Am Schluß der 10- tägigen Reise hatte ich ca. 900 km auf dem Tacho, die Höhenmeter sind Wurscht, es waren genug.

Uli
von: Christel

Re: Inselhüpfen Aland Gotland Öland - 24.09.07 19:44

In Antwort auf: falk

Schade, die Fotoübersicht sieht ja richtig gut aus. Aber dann sind die Bilder nur reichlich briefmarkengroß, der Bildwechsel ist dafür so zäh wie bei Imagehack und voller HD-Auflösung. Nach dem zehnten Bild habe ich aufgehört. Pro Bild dreimal an unterschiedliche Stellen klicken, dass ist richtig lusttötend.

Falk, SchwLAbt


Tut mir leid, war eine Weile nicht im Forum. Also ich kann (ohne mich bei Flickr anzumelden) die Bilder als Diaschau betrachten (rechts oben "Als Diaschau anzeigen") und dann rechts unten unter "Optionen" > "Kleine Fotos auf Bildschirmgröße". Ansonsten haben die Bilder etwa Postkartengröße (was den Vorteil hat, daß man die mangelnde Schärfe nicht so bemerkt grins ).

Aber wenn jemand einen besseren Service kennt, dann gerne her damit - nur bitte nicht Imageshack.

Christine
von: kuegel

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 24.09.07 19:50

Huch, hab doch die Bilder aus Frankreich vergessen.
Pardon
von: rayno

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.09.07 09:33

Hallo!

Fotos von meiner diesjährigen Radreise können unterdieser Adresse eingesehen werden:

http://picasaweb.google.de/elrayno

Lothar
von: Ednett

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.09.07 00:23

OK, dann will ich auch mal:

Der erste Teil meines Reiseberichts über meine Radtour in den Cevennen und der Provence ist online unter http://radlos.blogger.de/

Der zweite Teil folgt (hoffentlich) im Laufe de Woche

Kritik und Anregungen nehme ich gerne entgegen....

Manfred
von: Anonym

Unterwegs auf dem Skulpturenradweg - 30.09.07 18:00

von: ChrisB

Salzburg-Albanien-Dubrovnik - 05.10.07 20:52

Hallo zusammen,

hier habe ich ein paar Fotos meiner Radreise diesen Sommer veröffentlicht, gibt's ja schon genug über diese Region, aber wen's trotzdem interessiert, bitte schön.

Über die Grossglockner Hochalpenstrasse

ging's durch Slowenien, über die kroatischen Inseln (Zadar-Split mit Bus) ins schöne Mostar.

Weiter durch die montenegrinischen Berge, 1Tag Kosovo bei Morina nach Albanien ins Valbonatal

und die Küste hoch bis Dubrovnik. Landschaftliches Highlight waren die nordalbanischen Berge und die Abfahrt vom Lovcen in die Bucht von Kotor.

Gruss Christoph
von: natash

Re: Salzburg-Albanien-Dubrovnik - 05.10.07 21:05

Hai Chris, - Du hast echt ein paar schöne Bilder gemacht. Vor allen die noralbanischen Berge.... Hast Du auch noch einen winzigen bericht dazu..
LG nat
von: ChrisB

Re: Salzburg-Albanien-Dubrovnik - 05.10.07 21:17

Hallo Natalie,

hab keinen Bericht, willst Du was bestimmtes wissen? Nachdem ich letzten Oktober in Südalbanien unterwegs war, hab ich mir diesmal kurz das Valbonatal angeschaut, für die Theth-Runde hätte es eigentlich auch noch gereicht, aber muss mir ja Ziele für die dritte Albanienreise zurück halten. Mit der Asfaltierung der Strasse Bajram Curri - Valbone soll nach Auskunft eines Einheimischen noch dieses Jahr begonnen werden. Es wurde im August gerade die Strecke nach Cerem ausgebaut, wird vielleicht gleich mitasfaltiert und eventuell wohl auch nach Montenegro fortgeführt.
Gruss Christoph
von: Redwine

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 05.10.07 21:31

Hallo Lothar,
da hast Du tolle Bilder gemacht! Zum Weinen schön - aber als alte Frostbeule trau ich mich nicht recht in den Norden. Ich hab da mal 3 Wochen lang sehr gefroren ....
Gibt's auch nen Bericht?
Monika
von: natash

Re: Salzburg-Albanien-Dubrovnik - 06.10.07 12:02

In Antwort auf: ChrisB

aber muss mir ja Ziele für die dritte Albanienreise zurück halten. Mit der Asfaltierung der Strasse Bajram Curri - Valbone soll nach Auskunft eines Einheimischen noch dieses Jahr begonnen werden. Es wurde im August gerade die Strecke nach Cerem ausgebaut, wird vielleicht gleich mitasfaltiert und eventuell wohl auch nach Montenegro fortgeführt.
tja, bei mir wärs die 2. Albanienreise (+ weils mir so gut gefallen hat, ist nochmal auf jeden Fall angesagt) + der Norden fehlt noch. Das mit der Asphltierung hört sich spitze an...Welche Strecke bist Du ganz genau gefahren ?
LG nat
von: Anonym

Neckar-Rhein-Kurztour 10.2007 - 07.10.07 11:32

Ab 08.10.2007 sichtbare Bilder
von: Anonym

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 07.10.07 11:38

Weil das Bilder reinhängen beim Laden der Seiten, wie ich gerade erlebe, eher nervig ist - der Bildschirminhalt springt so viel rum und das ganze etwas unübersichtlich bei so viel Text ist, erlaube ich mir nur einen Link auf den Bericht "Frankfurt-Edinburg" zu posten
Link entfernt
von: natash

Re: Neckar-Rhein-Kurztour 10.2007 - 07.10.07 15:33

In Antwort auf: Jaeng

Ab 08.10.2007 sichtbare Bilder

also bei mir ist nix sichtbar- 0 Fotos...
LG nat
von: antonioinotna

Re: Neckar-Rhein-Kurztour 10.2007 - 07.10.07 15:43

Heute ist ja auch erst der 7.10... zwinker
von: natash

Re: Neckar-Rhein-Kurztour 10.2007 - 07.10.07 18:34

In Antwort auf: antonioinotna

Heute ist ja auch erst der 7.10... zwinker

peinlich
von: Anonym

Re: Neckar-Rhein-Kurztour 10.2007 - 07.10.07 19:06

Na gut, 1 Bild vorab.
omm
Ok, noch eins.
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.10.07 15:24

Weil das direkte Einstellen der Bilder soviele Probleme bereitet, Langtexte im Forum nicht gerne gesehen sind, hier noch einmal eine Kurzversion meiner

Königssee-Zillertal-Herbstrunde 2007

Ich kann es ja nicht lassen, die Berge zu befahren – so bin ich zu einer einer kleinen Herbstrunde samt Wochenende, Feiertag und zwei Brückentagen in die herbstlichen Alpen gefahren. Es war fast ausschließlich goldenes Oktoberwetter, morgens manchmal etwas frisch – mit zunehmender Dauer der Tour milder werdend. Und es war ein buntes Farbspiel im besten Sinne des „Indian Summer“ mit tollen Bergpanoramen.

Die Tour führte vom Chiemsee weg zur Deutschen Alpenstraße ins Berchtesgadener Land, hinüber in die Regionen Pinzgau und Pongau des Salzburger Landes und weiter nach Osttirol, über den Achenpass via Tegernsee und Isar zu einem Bahnhof in der „Pampa“ westlich von München. Die „sportlichen“ Herausforderungen waren die Roßfeldringstraße, die alte Gerlospassstraße und die Zillertaler Höhenstraße. Die Natur war überall so wunderbar schön, dass es fast eine Verzerrung ist, wenn ich Königssee, Liechtensteinklamm und Achensee besonders hervorhebe. Den Preis für die schönsten Häuser teilen sich St. Johann/Tirol, Kitzbühel und Bad Tölz.
Übernachtet habe ich ausschließlich in Gasthöfen und Privatzimmern.

Gesamt: 5 Tage, 687 km, 37:29 h, 8695 Hm
Durchschnittswerte: 137 km/d, 18,1 km/h, 7:29 h/d, 1739 Hm/d
Ausstattung: 2 Hinterradtaschen, Lenkertaschen, ohne Zelt etc.

Sa, 29.9. Stuttgart || Zug 5:53 - 9:20 || Prien (534m) - Maserer Pass (793m) - Reit im Winkel (695m) - Seegatterl - Engpass (708m) - Bad Reichenhall (480m) - Pass Hallthurm (693m) - Berchtesgaden (573m) - Roßfeldhöhenringstraße (1604m) - Berchtesgaden - Königssee - Schönau-Schwöb
139 km, 18,2 km/h, 7:40 h, 1880 Hm

Ü: Gästehaus „Sulzberger“ 20 Euro m.Fr. – seltsame Kaschemme, sehr kleines Zimmer, und doch schöne Aussicht – zum Duschen eine Etage runter in eine gerade frei stehende Ferienwohnung (eine Freiluftdusche hat sie mir auch noch angeboten). Frühstück erstaunlich gut.
Essen: Gasthaus „Unterstein“, 21 Euro, Knoblauchcremesuppe (sehr gut), Rostlendenpfanderl mit Röstzwiebeln und Bratkartoffeln (letztere etwas versalzen, sonst aber gut), Apfelstrudel mit Vanillesoße, ein süffiges Bier vom Königssee.

So, 30.9. Schönau - Königssee - Schwarzbachwartsattel (868m) - Schneizlreuth (516m) - Steinpass (606) - Kniepass (558m) - Lofer - Saalfelden (748m) - Filzensattel (1291m) - Dienten (1078m) - Dientner Sattel (1357m) - Bischofshofen (556m) - St. Johann/Pongau (616m)
123 km, 17,7 km/h, 6:46 h, 1620 Hm

Ü: Privatvermieter „Haus Monika“, 30 Euro m.Fr., Zimmer ordentlich, Frühstück dürftig, eher etwas zu teuer – auch weil einige Gasthöfe noch günstigere Zimmer anbieten.
Essen: Gasthof „Silbergasser“, gediegen-angenehmen Ambiente, 25,30 Euro, ordentlicher Grillteller mit Gemüse und Pommes frites, Salzburger Nockerln (gleichen eher dem Großglocknermassiv, kann man auch als vollwertiges Gericht ansehen, einViertel Rotwein.

Mo, 1.10. St. Johann/Pongau - Liechtensteinklamm - St. Johann - Bruck - Saalfelden (748m) - Grießenpass (967m) - St. Johann/Tirol (659m) - Kitzbühel - Pass Thurn (1274m) - Mittersill (788m) – Bramberg
153 km, 20,3 km/h, 7:28 h, 1350 Hm

Ü: „Kaserer’s Gasthaus Straßenwirt“ (bereits 2003 am Ende der Kroatientour und nach der damaligen Königsetappe über das Hochtor gut genächtigt und gespeist), 32 Euro (2003: 28 Euro), großes Frühstücksbüffet.
Essen: dito, 26,70 Euro Knoblauchcremesuppe, Pinzgauer Jagdpfanderl (Schweinemedaillons mit Pfifferlingen & Spätzle), Schokoladenpalatschinken mit Eis, ein Viertel Rotwein - ausgezeichnet.

Di, 2.10. Bramberg - (alte Passstraße) - Gerlospass (1628m) - Zell/Ziller (580m) - Hippach - Zillertaler Höhenstraße (2020m) – (1400m) – Kaltenbachhütte (1800m) – Ried - Wiesing
109 km, 13,8 km/h, 7:45 h, 2695 Hm

Ü: Privatunterkunft „Haus Mayr“, 20 Euro m.Fr., Frühstück ordentlich, schöner Wintergarten inmitten grüner Berghügel
Essen: Gasthof „Sonnhof“, 20,30 Euro, Spaghetti Bolognese (kein Festmahl), Rumpsteak mit Kroketten & Bohnen (gut), ein Viertel Rotwein.

Mi, 3.10. Wiesing - Maurach (958m) - Achenpass (941m) - Rottach-Eggern - Bad Tölz - Wolfratshausen - Starnberg - Seefeld - Bhf. Geltendorf || Zug 19:23 - 22:24 || Stuttgart
163 km, 20,6 km/h, 7:50 h, 1150 Hm

Zug rappelvoll Oktoberfest+Feiertag). Gleich vier weitere RennradlerInnen wollten ebenso hinein. Der Schaffner verweigerte den Zutritt – irgendwie haben wir uns alle dann aber noch zwischen biergetränkte Lederhosen und prallbusige Dirndlschönheiten lach gezwängt. In Buchloe das ganze nochmal von vorne, in Memmingen hat’s sich dann deutlich ausgedünnt.

Bilder gibt’s hier (allerdings in umgekehrter Reihenfolge der Tour!!!):
Königssee-Zillertal-Runde
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.10.07 15:34

Hallo matthias,
da hast Du ja zum "Saisonsabschluss" noch mal ordentlich reingetreten und das Wetter optimal ausgenutzt, da werd ich ja fast neidisch... lach Wie immer sehr schöne Bilder dabei.
LG Nat
von: Bafomed

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.10.07 21:15

Hallo Matthias,

eine schöne Tour, die Du da gemacht hast...und mit vielen tollen Fotos (bist du Hobbyfotograf?), die deine Informationen illustrieren. Das Berchtesgadener Land war auch auf meiner diesjährigen Tour vom Bodensee zum Königssee ein landschaftlicher Höhepunkt - da muss ich unbedingt nochmal hin, vor allem bei besserem Wetter... zwinker

Gruß,
Martin
von: slayerman

Re: Unterwegs auf dem Skulpturenradweg - 10.10.07 21:59

[edit zak: Link entfernt]
Hoffentlich kommt da nie ein Liegedreiradfahrer vorbei, der nutzt das glatt als Steilkurve... grins teuflisch

Ciao,
Manu
von: ulli82

Rheinradweg + Berlin-Kopenhagen + ... - 25.10.07 11:46

Hallo,

auch wenn meine Touren nicht so spektakulär sind wie viele von euch, möchte ich diese Gelegenheit hier nutzen, um auf meine Homepage aufmerksam zu machen, auf der Fotos und kurze Berichte zu meinen mehrtägigen Radtouren zu finden sind:
www.matthias-ullmann.de

Grüße aus Jena

Matthias
von: Uli

Re: Rheinradweg + Berlin-Kopenhagen + ... - 25.10.07 13:35

Hallo Matthias,
optisch schöne Seite, aber ....
Wie komme ich denn z.B. beim Bericht zur Rhein-Tour vom 1.Tag zu den folgenden?
Gruß
Uli
von: ulli82

Re: Rheinradweg + Berlin-Kopenhagen + ... - 25.10.07 13:42

Hallo,

danke.

Erst mal klären, ob ich dein Anliegen richtig verstehe:
du möchtest quasi einen bestimmten Tag direkt anwählen?

Tja, das ist ne gute Frage. Geht zur Zeit nicht. Daran hattte ich gar nicht gedacht. Die Seite befindet sich aber auch noch im Aufbau. Dein Wunsch wird in der nächsten Rev. berücksichtigt.

Grüße aus Jena

Matthias

Edit:
Oder möchtest du nur wissen, wie man zum nächsten Bild kommt?
Einfach das rechte Miniaturbild anklicken, dann scrollt die Miniaturvorschau eins weiter. Wenn du dann das mittlere Miniaturbild anklickst, wird dieses vergrößert. Wenn du das große anklickst, wird es noch größer dargestellt.

Ein Tribut an Optik und Ladezeit.
von: Uli

Re: Rheinradweg + Berlin-Kopenhagen + ... - 25.10.07 14:06

Nein, ich möchte zum Bericht des jeweils nächsten Tages kommen. Oder gibt es bislang nur Texte zu dem jeweils ersten Tag einer Tour?
Gruß
Uli
von: ulli82

Re: Rheinradweg + Berlin-Kopenhagen + ... - 25.10.07 14:20

Nein, es gibt zu jedem Tag einen Bericht. Zur Zeit besteht halt noch nicht die Möglichkeit direkt zum nächsten Tag zu springen, sondern man ist gezwungen alle Bilder durchzuklicken, um zum nächsten Tag zu gelangen.

Wie gesagt, wird demnächst verbessert.

Matthias

Edit:
Die Berichte sind mit den Bildern verknüpft.
von: ulli82

Re: Rheinradweg + Berlin-Kopenhagen + ... - 25.10.07 15:24

Hallo,

Seite wurde überarbeitet. Ein direktes Anwählen bestimmter Tage ist nun möglich. Wenn du noch weitere Verbesserungsvorschläge hast --> PN oder Mail.

Grüße

Matthias
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 28.10.07 20:56

Bilder meiner Ostgriechenlandradtour findet man hier: Picasa

Gruß amarillo
von: Joe 1967

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 07.11.07 20:28

Hallo Radfreunde!

Falls jemand an ein paar Bildern (inklusive Übersichtskarte) meiner letzten 4 (Rad)-Touren (Auvergne/Lozére, Norwegen, Portugal, Provence) Interesse hat, wird unter www.traveling-world.de (joe) fündig.

Liebe Grüße
Joe
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 07.11.07 22:06

Hallo,

hier: Titel des Links könnt ihr euch jetzt Bilder meiner Radreisen der vergangenen 2 Jahre anschauen.
Folgende Alben sind jetzt verfügbar:
Norwegen
Kroatien
Dalmatien
Ostgriechenland
Irland
Korsika
Andalusien
Moldau/Elbe
Katalonien/Roussillon
Viel Spaß beim Betrachten der Bilder, vielleicht sind für den ein oder anderen auch Anregungen für künftige Radreisen dabei.

Gruß amarillo
von: Filou

Schweden 2007 - 18.11.07 13:36

So, die diesjährige Schwedenreise ist mehr oder weniger umfassend dokumentiert auf unserer Homepage BikeAway.info . Am Tagebuch bzw. an der unterhaltsamen Geschichte arbeiten wir noch, das wird dauern. Wir haben die Bilder der Reise (Menüpunkt Bilder) ausführlich untertitelt, so dass man sich ungefähr vorstellen kann, wie es uns ergangen ist.

In einem Satz kann ich die Reise so zusammen fassen:
Wegen technischer, aber auch gesundheitlicher Probleme unterbrachen wir die Reise in Linköping und führten sie dann mit dem Auto fort.

Das Motto der Reise war: Vom Pech verfolgt durch Südschweden. Danach waren wir (mit dem Auto) meistens schneller als das Pech, aber auch nicht immer.

Fazit: Ich habe schon wieder Sehnsucht...

Nächstes Jahr ist die Schweiz an der Reihe. schmunzel
von: Dittmar

Re: Schweden 2007 - 20.11.07 19:21

Hallo Nordlandfans,

nun habe ich auch mal ein paar Bilder einer Nordkappreise 2006 öffentlich gemacht. Mehr als die Bilder und einer Ultrakurzbeschreibung gibt es leider nicht.

http://picasaweb.google.de/arfeis

Viel Spass beim Bilderschauen

Dittmar
von: gustavson

Re: Schweden 2007 - 20.11.07 21:31

In Antwort auf: Dittmar

Hallo Nordlandfans,

nun habe ich auch mal ein paar Bilder einer Nordkappreise 2006 öffentlich gemacht. Mehr als die Bilder und einer Ultrakurzbeschreibung gibt es leider nicht.

http://picasaweb.google.de/arfeis

Viel Spass beim Bilderschauen

Dittmar


Hallo Dittmar,

super Bilder (sind das noch Dias?)
super Landschaftstimmung eingefangen,
Kompliment zum Zelt-Eigenbau...

Gruss Klaus
von: gustavson

Re: Schweden 2007 - 20.11.07 21:48

Sorry war zu langsam wegen der Editierzeit.....

Wollte nur mal ein paaralte Bilder von der Überquerung des Pico de Veleta zeigen....
ungefedertes Bike, Stahlrahmen, mit Zeltausrüstung und Kocher über den Berg...
damals konnte man auch noch mit den Auto rüberfahren, von daher war auch der Zustand der Piste um einiges besser als heute...

Gruss und sorry Klaus
von: Thomas1976

Nordkaptour 2007 - 20.11.07 21:58

Hallo Dittmar und die anderen,

hier meine Fotos von meiner diesjährigen Nordkaptour! Könnte sofort wieder aufbrechen wenn ich mir die Fotos so anschaue!

Gruß
Thomas

Fotoalbum
von: Dittmar

Re: Schweden 2007 - 20.11.07 23:10

In Antwort auf: gustavson

Hallo Dittmar,

super Bilder (sind das noch Dias?)
super Landschaftstimmung eingefangen,
Kompliment zum Zelt-Eigenbau...

Gruss Klaus


Hallo Klaus,

das sind eingescannte Dias, teilweise sieht man noch etwas Staub. Die Farben sind auf den Dias of tnoch etwas besser. Ich finde Dias oft Eindrucksvoller, habe aber dieses Jahr vor allem Digitalbilder gemacht, da die Spiegelreflex für die Dias den Geist aufgegeben hat - die Digi ist erst nach 18 Tagen kaputtgegangen. Da ich dann nicht mehr allein unterwegs war hatten wir noch eine andere Kamera - zum Glück

Gruß Dittmar
von: Falk

Re: Schweden 2007 - 21.11.07 04:22

Du hattest in der Sierra nevada offenbar eine wirklich schneearme Phase erwischt. Deine Bilder brauchen aber unbedingt etwas Photoshop. Die Trauerränder müssen nämlich nicht sein - und dann versuche es mal mit Umschalt + Strg + L. Ein Schnelldurchlauf ergibt so etwas: Sierra Nevada
Besser?

Falk, SchwLAbt
von: Dittmar

Re: Schweden 2007 - 21.11.07 09:18

Hallo Bilderfans,

für Leute, die sich mehr für den Süden Europas interessieren oder ein wenig Retro sehen möchten habe ich ein paar Bilder von einer Radtour in den PYRENÄEN eingestellt, diese ist aber schon viele Jahre her, war 1991.

Auf meiner Seite http://picasaweb.google.de/arfeis finden sich Bilder zu:
Skandianvien mit Nordkapp (2006)
Pyrenäentour (1991)
Harzreise (2007).

Mit der Zeit wird noch so manches andere dazukommen.

Gruß Dittmar
von: Ehrenfried

Meine Touren - 25.11.07 17:17

Hallo ihr fleißigen Radler,
nachdem ich nun schon viel über andere Touren gelesen und Ideen gesammelt ahbe, möchte ich auch hier einige Hinweise auf meine veröffentlichten Berichte geben. Diese sind auf meiner Homepage: www.nascha-radtour.de zu finden. Neben dem Bericht sind auch einige Fotos und Hinweise zum verwendeten Kartenmaterial gegeben. Ich wünsche Euch viel Spaß und Anregungen beim Lesen.

Fulda-Weser 2004: Von der Quelle der Fulda in der Rhön bis Bremerhaven immer am Fluß entlang.
Ungarn 2005: 1800 km durch Ungarn, teilweise mit dem Rad und manche Strecken mit dem Zug überbrückt.
Elbe 2005 : Entlang der Elbe von Bremerhaven bis Dresden, insgesamt 951 km
Portugal, Sanien, Frankreich 2006: Von Faro(Südportugal) entlang des Atlantik - Lissabon, Porto, Fisterra - dann den Jakobsweg: Santiago - Leon - Burgos - Pamplona - Espinal -Navarrenx - Cahors - Le Puy - Cluny, in Cluny Jakobsweg verlassen und über Mühlhausen - Rheinradweg - Karlsruhe - Darmstadt.
Griechenland 2006: von Igoumenitsa - Ioannina - Lefkas - Kefalonia - rund um die Peleponnes, Killiny - Olympia - Methoni - Porto Kagio - Monemvasia - Kosmas - Korinth - Patras
Spanien-Frankreich-Schweiz 2007 : Start in Südportugal, Faro - Sevilla - Ronda - Granada - Almeria, Mittelmerküste, Valencia - Figueras - Rhonedelta, die Rhone aufwärts mit Abstecher zur Ardeche - Genf - Basel - Rheintour - Darmstadt
Italien 2007: Von Neapel bis Rom an der westlichen Mittelmeerküste entlang, dann durch Umbrien - Montfiascone - Assisi - Urbino - Pesaro, Adria bis Comacchio - Ferrara - Gardasee - Trento - Brenner - Innsbruck
Schwarzwald 2007: von Rastatt die Murg entlang - Waldachtal - Nagold - Pforzheim - Bruchsal
von: Falcon

Fotos Ostseetour 2007 - 27.11.07 18:26

Hallo,

Fotos meiner herbstlichen Ostseetour von Lübeck über Rügen nach Greifswald sind hier:

Bilder

Viel Spass beim Anschauen. Teilweise war es so kalt, daß ich am Morgen das Eis vom Zelt abschlagen konnte. War aber eine wirklich klasse Tour.

Eine Extraempfehlung hat sich der Campingplatz des Bundeswehrsozialwerkes in Prora verdient!

Gruß

Peter
von: Schraat

Re: Fotos Ostseetour 2007 - 02.12.07 17:45

grins deschawü
hi,
habe gerade auf meine Campingrechnung geschaut, am 9.10. bin ich 14.30 Uhr bei Meschendorf (zwischen Rerik und Kühlungsborn) an die Küste gestossen und hab mich dann auf dem Campingplatz dort niedergelassen, und bin noch ohne Gepäck rumgekurvt, z.B der rumpelige "Fußweg" direkt an der Steilküste bis Rerik. Bin dann dir gefolgt.
von: berndi

Etschradtour 2007 - 03.12.07 19:49

Hallo zusammen,

wir beide waren dieses Jahr auf dem Etschradweg unterwegs. Hier das eine oder Bild von unserer Tour.

Etschradweg

Gruß Heike und Bernd
von: iassu

Sommer 2007 Griechenland - 09.12.07 22:24

Guten Morgenmittagabendnacht zusammen, ich stelle jetzt mal als Erstversuch eine kleine Auswahl der Bilder meiner Tour vom letzten August hier rein. Begonnen hat sie am Bodensee, führte über das Rheintal und den Malojapaß an den Comer See, über Bergamo und Verona nach Venedig. Von dort mit der Fähre nach Patras und von Piräus nach Kreta. Nach der dortigen Rundfahrt ging es zurück über Santorini, Naxos und die Peloponnes, nicht ohne pünktlich die großen Feuer mitzuerleben. Der Rückweg erfolgte analog, über den Splügen bis Thusis.
Es sind 35 Bilder, bei Bedarf kann das noch um das Vielfache erweitert werden.
Andreas
http://picasaweb.google.de/Bilderles/Sommer200735erAuswahl
von: iassu

Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 10.12.07 01:26

So, hier die Ergänzung. Bilder aus der 35er Serie fehlen hier.
Viel Spaß, guten Appetit auf den Süden und bei dem Wetter hier und heute nicht verzweifeln cool !
Andreas
http://picasaweb.google.de/Bilderles/D125erSommer
von: natash

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 10.12.07 08:31

In Antwort auf: iassu

So, hier die Ergänzung. Bilder aus der 35er Serie fehlen hier.
Viel Spaß, guten Appetit auf den Süden und bei dem Wetter hier und heute nicht verzweifeln cool !
http://picasaweb.google.de/Bilderles/D125erSommer

wie gemein..., mir kribbelt es sofort in den Beinen... bäh
Hast du eigentlich immer so wenig Gepäck oder war das nur abgelegt?
Fragt sich Nat
von: Anonym

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 10.12.07 08:38

Klasse Bilder Andreas, großes Kompliment bravo bravo bravo !!!
von: iassu

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 10.12.07 13:12

In Antwort auf: natash

wie gemein..., mir kribbelt es sofort in den Beinen... bäh
Hast du eigentlich immer so wenig Gepäck oder war das nur abgelegt?

Da ich kein Camper mehr bin, reicht das so gut aus. Diese Tasche (Ortlieb) ist erstaunlich geräumig und im Süden brauchst du halt auch wenig. Den meisten Platz nehmen Regenzeug, lange Jeans und dünner Pulli ein, was schon trotzdem immer dabei sein muß.
Noch mehr Bilder?
Andreas
von: joerg721

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 10.12.07 13:25

Da fällt mir ja die Kinnlade runter.

In Antwort auf: iassu

Noch mehr Bilder?

Wenn´s dir nichts ausmacht... grins
von: reinhard_1005

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 10.12.07 13:33

Hallo Andreas,

auch von mir ein "Hut ab" für deine Bilder! schmunzel

Du hast einen guten Blick für spannende Motive und setzt diese auch richtig gut in Szene. Ich persönlich mag auch die etwas extremeren Weitwinkelbilder (verzerrte Perspektiven) sehr gern, sofern es nicht zu viele davon sind, diesbezüglich hast du aber genau meinen Geschmack getroffen. Nochmals "Respekt" und bitte noch mehr davon.
von: Job

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 10.12.07 13:33

so, ich hab jetzt mal ein Bild als anstößig an Google gemeldet. Dir reichte wohl die Disskusion um die barbusigen Schweden nicht? Musst Du auch noch ein entsprechendes Bild einstellen.

job,



der förmlich sieht, wie die Klickrate nach oben schnellt.

bäh listig grins
von: natash

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 10.12.07 13:57

In Antwort auf: iassu

Noch mehr Bilder?

immer gerne
LG nat
von: iassu

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 11.12.07 12:59

In Antwort auf: natash

In Antwort auf: iassu

Noch mehr Bilder?

immer gerne
LG nat

Also gut, hier sind sie. Das war es dann aber auch, mehr Bilder gäbe es noch, sind aber nicht alle sinnvoll. Wie vorher auch als und in Ergänzung der vorigen Alben.
War halt mein Erstversuch, daher zunächst etwas unsicher.
Danke allerseits für den Zuspruch. Das macht dann auch mehr Spaß, wenn die Bilder Anklang finden.
Habe alle 10 Fotos einen Weckton eingebaut, will schließlich nicht für Alltagswegträumfolgen verantwortlich sein grins
Gruß Andreas
http://picasaweb.google.de/Bilderles/Sommer20072ErgNzung
von: natash

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 11.12.07 13:08

Hey, die Dame auf dem RR war, glaub ich die, die sich auf der WM mit einer Serbin die rote Laterne teilte. Dabei hab ich immer laut Hellas gebrüllt..Da muss ich daheim nochmal meine WM Fotos durchschauen schmunzel
Du hast echt ein Auge für Motive, ich hab ja im Zweifelsfall immer keine Lust zum Fotografieren anzuhalten und bretter da lieber weiter. Hinterher bereue ich es.

LG nat
von: veloträumer

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 11.12.07 21:51

Tolle Bilder, geistreiche Bildunterschriften - ein außergewöhnlicher Reisebericht - Super, Andreas! bravo
von: ethnowolfi

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 12.12.07 11:32

Schapo!
LG, Wolfi
von: SchottTours

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 12.12.07 12:12

Danke für die tollen Bilder, Andreas.

Ich bin vor allem deshalb begeistert, weil das Zielland (Griechenland) eines ist, dass mich eher nicht so interessiert. Nach Deinen Bildern muss ich meine Meinung jedoch meine Meinung revidieren. Auch Deine umweltfreundliche An- und Rückreise (bezogen auf Griechenland) nötigt mir allen Respekt ab.

Eine Frage noch: welche Kamera/welche Objektive benutzt Du unterwegs?

Viele Grüsse nach 20 km weiter nördlich...
Uwe
von: iassu

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 12.12.07 13:07

In Antwort auf: SchottTours

Ich bin vor allem deshalb begeistert, weil das Zielland (Griechenland) eines ist, dass mich eher nicht so interessiert. Nach Deinen Bildern muss ich meine Meinung jedoch meine Meinung revidieren. Auch Deine umweltfreundliche An- und Rückreise (bezogen auf Griechenland) nötigt mir allen Respekt ab.

Eine Frage noch: welche Kamera/welche Objektive benutzt Du unterwegs?

Das freut mich natürlich, wenn ich einen bisher wenig Interessierten begeistern konnte! Wobei man sagen muß, um nicht vielleicht Enttäuschungen hervorzurufen, daß es dort natürlich auch viele Schattenseiten gibt, deren Dokumentation mich weniger gereizt hat......
Ich hatte diesesmal die Canon 400D dabei, als Oblektive das 10-22 und das 28-135 mm. Das ergibt umgerechnet auf Kleinbild 16- 216 mm. Dank des wirksamen Staubschutzes in dieser Kamera hatte ich auch nach häufigem Objektivwechsels unterwegs nie Staub auf dem Sensor.
Andreas
von: iassu

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 12.12.07 13:11

In Antwort auf: natash

ich hab ja im Zweifelsfall immer keine Lust zum Fotografieren anzuhalten und bretter da lieber weiter. Hinterher bereue ich es.

Ja, wenn ich nicht ganz erledigt bin, mache ich das so, immer anhalten, wenn ich etwas sehe. Sehr zum Leidwesen meiner Begleitung auch auf anderen Reisen manchmal.... grins
Speziell aus dem fahrenden Auto, wenn man nicht einfach stehen bleiben kann, ist das immer mal wieder auch frustig, wenn etwas vorbeistreicht.
Andreas
von: Falk

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 13.12.07 02:44

Soviel Durchhaltwillen, praktisch ganz Kreta auf dder Nordseite zu befahren, habe ich nicht. Auf der unerfreulichen Rennbahn, die das ist, vergeht mir der Urlaub sehr schnell. Immerhin, man passiert mit dem Fahrrad ganz ungewohnte Schilder:

(kurz vor Réthimno). Das es keine durchgehende Südküstenstraße gibt, ist wirklich ein Segen.

Falk, SchwLAbt
von: iassu

Re: Mehr Bilder Sommer 2007 Griechenland - 13.12.07 06:28

In Antwort auf: falk

Soviel Durchhaltwillen, praktisch ganz Kreta auf dder Nordseite zu befahren, habe ich nicht. Auf der unerfreulichen Rennbahn, die das ist, vergeht mir der Urlaub sehr schnell.....Das es keine durchgehende Südküstenstraße gibt, ist wirklich ein Segen

Stimmt allerdings schon. Meine diesbezügliche Dickfelligkeit ist u.A. in Italien antrainiert, dort fahre ich zwecks Zeit- und Geländegewinn nur noch Bundesstraßen, was, wie ich festgestellt habe, doch nicht so schrecklich ist, wie befürchtet und auch kaum gefährlicher.
Bin 2004 auf Kreta sogar von Kissamos bis Sitia gefahren, da gibt es auch schöne Abschnitte. In Pachia Ammos (östlich Ag.Nikolaos) kamen mir zwei reichlich entnervte und entkräftete Franzosen entgegen, sie waren von Sitia westlich gefahren, die ganze Strecke am Vormittag, zu der ich den ganzen Tag brauchen sollte, und hatten dabei den Wind von vorne.
Bin dieses Jahr von Iraklio bis zum Ausbauende bei Malia die Autobahn gefahren statt der Küstenstraße. Es gab nur selten viel Verkehr und dafür interessante Ausblicke von der Höhe, so manchen Höhenmeter, aber kein Touristen-Leih-Quad-Streß und ähnliche Annehmlichkeiten in und um die Badeorte.
Andreas
von: iassu

nochwas - 13.12.07 06:45

Noch ein kleiner Nachtrag. Entstanden während mehrerer Jahre. Leider habe ich die Dias aus 1981 so aussortiert, daß ein Bild, was wunderbar das erste dieser Serie sein könnte, nur noch in der Erinnerung existiert. Dennoch jetzt: "Hotel Okeanis, Naxos"
Andreas
http://picasaweb.google.de/Bilderles/HotelOkeanis
von: Falk

Re: nochwas - 13.12.07 07:33

Naja, Naxos ist für jeden, der Griechenland und die Kykladen nur von Pauschalreisen her kennt, eine echte Überraschung. Die nächste ist Amorgos - und die Fahrt dahin mit der MFS Skopelitis. Gibt es diese Kotzmühle eigentlich noch?

Falk
von: iassu

Re: nochwas - 13.12.07 07:43

In Antwort auf: falk

Naja, Naxos ist für jeden, der Griechenland und die Kykladen nur von Pauschalreisen her kennt, eine echte Überraschung. Die nächste ist Amorgos - und die Fahrt dahin mit der MFS Skopelitis. Gibt es diese Kotzmühle eigentlich noch?

Weiß ich nicht. Aber abgasdurchsetzt ist ja auch die nette Mirtidiotissa mit Ko..garantie auf und in allen Decks traurig grins cool schockiert
Über die Klimaanlage wird permanent Abgas in alle Bereiche verteilt. Hatte da 2005 eine Außenkabine über nacht nach Kreta. Die Innenkabinenschläfer hatten die Kabinentüren auf und lagen mit dem Kopf zum Gang hin, weil der Gestank dort etwas weniger schlimm war... Sogar auf dem Oberdeck gibt es kaum Stellen, wo es nicht stinkt. Wenn das Traumschiff um 4 Uhr irgendetwas in Kissamos ankommt, nimmt der Gasdruck etwas ab und man kann bis um halb sieben noch drin bleiben....
Andreas
von: Falk

Re: nochwas - 13.12.07 07:56

Um Himmels Willen, und da hat sich doch seit dem Untergang vor Paros (wegen Fernsehfussball) in der griechischen Flotte allerhand getan.
Die Skopelitis hat die Mägen weniger wegen der Abgaswolken rebellisch gemacht, sondern wegen ihrer etwas eigenwilligen Seeeigenschaften.
Kein Wunder, früher waren die Schiffe aus Holz und die Männer aus Stahl. Heute sind die Schiffe aus Stahl...

Falk, SchwLAbt
von: iassu

Re: nochwas - 13.12.07 08:09

In Antwort auf: falk

Um Himmels Willen, und da hat sich doch seit dem Untergang vor Paros (wegen Fernsehfussball) in der griechischen Flotte allerhand getan.
Die Skopelitis hat die Mägen weniger wegen der Abgaswolken rebellisch gemacht, sondern wegen ihrer etwas eigenwilligen Seeeigenschaften.
Kein Wunder, früher waren die Schiffe aus Holz und die Männer aus Stahl. Heute sind die Schiffe aus Stahl...

Falk, SchwLAbt

....und manche Männer immer schöner grins
Andreas
http://picasaweb.google.de/Bilderles/MNnerInWei
von: iassu

Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 17.12.07 00:17

So, jetzt kommt Nachschub. Bis das alles sortiert, geladen,beschriftet ist.... aber macht auch Spaß.
Diesmal sind die Bilder aus 2006. Die Route damals:
Bregenz, Rheintal, Splügen, Comer See, Bergamo, Parma, Rimini, Ancona, Korfu, Patras, Peloponnes, Piräus, Iraklio, Rethymno, Piräus-Athen, meine Freundin dort abholen, Naxos, Golf von Korinth, Patras und zurück, wie hin.
Gewisse Ähnlichkeiten zu 2007 sind ja selbstverständlich, dennoch habe ich versucht, Wiederholungen zu vermeiden und stelle fest, jedes Jahr hat auch bildermäßig eine eigene Signatur.
Viel Spaß!
Andreas
http://picasaweb.google.de/Bilderles/Sommer2006
von: iassu

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 10:07

Letzte Folge: Bilder aus 2005.
Andreas
http://picasaweb.google.de/Bilderles/ISommer2005200er
von: Dietmar

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 11:26

Hallo Andreas,
Glückwunsch zu Deinen Fotos. Sie gefallen mir fast alle sehr gut. Mir geht's nicht nur um die teilweise sehr schönen Motive, sondern vor allem um Deinen speziellen Blick! Mir gelingt das nur ganz selten. Oft nimmt man sich meist nicht die Zeit, um die schönsten Augenblicke einzufangen. Am besten sind die 2006er Aufnahmen.
Du hättest vor die besten Motive ein Fahrrad stellen sollen, um den Reisekalender 2008 (fast) allein zu bestreiten schmunzel . War mir jedenfalls ein Bedürfnis, mal ausdrücklich zu loben.
Kann man irgendwo etwas zu Deiner Ausrüstung erfahren?
Gruß Dietmar
von: dogfish

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 11:36

Man kann, Dietmar schmunzel

UR 2: Specialized-Spezial (Ausrüstung Reiserad)

Gruß vom Kümmerer
Mario
von: iassu

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 11:40

In Antwort auf: Dietmar

Hallo Andreas,
Glückwunsch zu Deinen Fotos. Sie gefallen mir fast alle sehr gut. Mir geht's nicht nur um die teilweise sehr schönen Motive, sondern vor allem um Deinen speziellen Blick! Mir gelingt das nur ganz selten. Oft nimmt man sich meist nicht die Zeit, um die schönsten Augenblicke einzufangen. Am besten sind die 2006er Aufnahmen.

Danke!
In Antwort auf: Dietmar

Du hättest vor die besten Motive ein Fahrrad stellen sollen, um den Reisekalender 2008 (fast) allein zu bestreiten schmunzel

Wer denkt auch unterwegs an sowas.... grins
In Antwort auf: Dietmar

Kann man irgendwo etwas zu Deiner Ausrüstung erfahren?

Das war jedes Jahr etwas anders. Immer Canon DSLR . 2005: 350D mit 17-85; 2006: 5D mit 28-135; 2007: 400D mit 10-22 und 28-135.
Gruß Andreas
von: Dietmar

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 11:41

Danke Mario, sehr interessant! Aber ich dachte eher an die Fotoausrüstung schmunzel . Gruß Dietmar
von: dogfish

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 11:45

Sorry, Dietmar, war quasi die Macht der Gewohnheit,
hab es nach Andreas Antwort dann auch gemerkt. schmunzel

Gruß Mario
von: iassu

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 11:51

In Antwort auf: iassu

Das war jedes Jahr etwas anders. Immer Canon DSLR . 2005: 350D mit 17-85; 2006: 5D mit 28-135; 2007: 400D mit 10-22 und 28-135

Übrigens: die Kamera trage ich unterwegs immer über Schulter/Rücken, so ist sie sofort am Start. Das Wechselobjektiv (im Beutel) und die Kamera bei Regen schlicht in der Lenkertasche.
Andreas
von: Dietmar

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 12:46

In Antwort auf: iassu
... Übrigens: die Kamera trage ich unterwegs immer über Schulter/Rücken, ...

Mach ich auch so, allerdings mit einfacheren Digitalkameras oder auch mit der Videokamera. Mittelfristig möchte ich auch mal eine digitale Spiegelreflex erwerben. Habe mir vorgenommen, mich damit näher zu beschäftigen, wenn die Dinger unter 500 € fallen. Mal sehen, was nach Weihnachten kommt.
Gruß Dietmar
von: blauer Blitz

Re: Sommer 2007 Griechenland - 19.12.07 15:13

Hey Andreas,
habe Deine Fotoalben durchgeschaut.
Einige Deiner Bilder, besonders solche in denen Du Menschen fotografierst, errinnern mich an den großartigen Martin Parr.
Weiter so!
Vielleicht erkennst Du ja hier ein paar Deiner Motive wieder.

Grüße
Sebastian
von: veloträumer

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 20:49

Hallo Andreas,

ungeachtet deiner schönen Fotomotive habe ich da mal eine andere Frage:
- 2005 über Splügenpass, langer Schiffstransfer durch die Adria, Griechenland, wieder per Schiff durch die Adria, über Splügenpass zurück
- 2006 über Splügenpass, langer Schiffstransfer durch die Adria, Griechenland, wieder per Schiff durch die Adria, über Splügenpass zurück
- 2007 über Splügenpass, langer Schiffstransfer durch die Adria, Griechenland, wieder per Schiff durch die Adria, über Splügenpass zurück
- Peloponnes, Kreta und Santorin scheinen immer dabei zu sein, am Comer See geht's auch immer vorbei, fast immer die direkteste bzw. schnellste Route (nordital. Tiefebene) - okay, mal ist es Venedig, mal Ancona als Hafen - okay, mal wird diese, mal jene Stadt in Italien unters Objektiv genommen
- vor 2005 warst du offenbar auch schon nach Griechenland unterwegs...

Darf man erfahren, was deine Griechenlandtreue ausmacht, warum immer per Schiff und warum immer diese schnörkellose, immergleiche, pilgerverdächtige Route über die Alpen zur Adria? verwirrt
von: iassu

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 21:38

Hallo Matthias,
das ist schon eine berechtigte Frage.
Ich bin seit 1981 Griechenlandfan, nachdem ich mich dem Süden Europas vorher strikt verweigert hatte aufgrund eines gewissen Sommerurlaubs auf der Insel Silba, noch tief in Titos Zeiten und mit 15.
Schon lange hatte ich die Idee gehabt, meine drei Hobbies Griechenland, Radfahren und Fotografieren unter einen Hut zu bringen und habe das seit 2000 verwirklicht, mit Ausnahme von 2001 jeden Sommer.
Noch wird es mir dort überhaupt nicht langweilig.Das Potential an Faszination ist noch groß. Es gibt noch viel, was ich nicht gesehen habe, oder wo ich unbedingt nochmal hin will. Die Rund-um-Rhodos-Tour z.B., oder Paros, oder Amorgos, oder Sounion usw. Gewisse Strecken jedesmal zu fahren, ist allerdings schon ambivalent. Einerseits entbehrt das Wiederholen natürlich den Reiz des Neuen. Aus diesem Grund mache ich ja schon auch Abwechslungen im Land. Obwohl z.B. Naxos meine Lieblingsinsel ist, werde ich dorthin zunächst nicht wieder fahren. Andererseits bringt es auch eine Art Gewohnheitseffekt, quasi sich an bestimmten Orten heimisch zu fühlen. Das geht mir speziell am Splügenpaß so, ich habe für mich die Erfahrung gemacht, daß ich ihn leichter fahre, als früher, einfach weil ich jeden Meter kenne. Aber das ist natürlich alles rein subjektiv und würde sicherlich von Anderen gegenteilig erlebt.
Was die Alpen- und Italienroute angeht, so hängt es damit zusammen, daß ich kein guter Bergfahrer bin und froh bin, wenn es nur einmal rauf und runter geht. Der Splügen ist nun mal die direkteste Verbindung, solange es keinen Fahrradbasistunnel gibt grins .
Ansonsten will ich einfach so schnell wie möglich runter kommen, möglichst nur mit dem Rad. Alternativen zur Fähre gibt es nicht wirklich - ich habe zwar zum Glück im Sommer viel Zeit, aber wenn ich über Land führe, bliebe kaum noch Zeit für GR. Die Fahrt von Ancona dauert mit ca.20 Stunden auch nicht unbedingt lange.
Dennoch, berechtigt ist deine Frage schon und ich stelle sie mir selber immer wieder. Die großen Feuer haben mir dieses Jahr viel ausgemacht. Erstens hatte das eine unwahrscheinlich abschreckende und feindliche Athmosphäre dort zur Folge und zweitens habe ich keine Lust, tagelang an schwarz-grauen Wüsten vorbei zu radeln. Gerade Euböa hatte ich mir überlegt, wo es dann auch so viel gebrannt hat.
Vielleicht fahre ich mal bis Süditalien runter, vielleicht nehme ich mal eine Kombination von Pässen, z.B. Alberg, Reschen, Trento-Bassano. Aber die Adria ostseitig zu fahren kann ich mir für mich im Moment nicht vorstellen, durch den Balkan schon garnicht. Was definitiv fehlt, sind Fährverbindungen direkt nach Piräus oder wenigstens nach Korinth und solche direkt nach Kreta. Auch Zypern wäre mal interessant. Man kommt aber derzeit wirklich nur mit dem Flieger hin. Wenn ich mal das Lotto abräumen, eine Garnitur Bodygards beschäftigen und beste Verbindungen zu Politik und Clans haben sollte, fahre ich mal die große Schleife rund ums Mittelmeer...... cool
Kannst du mit all dem etwas anfangen?
Gruß Andreas
von: veloträumer

Re: Fortsetzung: iassu Sommer 2006 - 19.12.07 21:43

Alles klar.
von: iassu

Re: Sommer 2007 Griechenland - 19.12.07 22:12

In Antwort auf: blauer Blitz

Hey Andreas,
habe Deine Fotoalben durchgeschaut.
Einige Deiner Bilder, besonders solche in denen Du Menschen fotografierst, errinnern mich an den großartigen Martin Parr.
Weiter so!
Vielleicht erkennst Du ja hier ein paar Deiner Motive wieder.

Grüße
Sebastian

Ja, danke, das ist wirklich spannend. Der Stil ist mir nicht fremd cool !
Gruß Andreas
von: bastler

Re: Sommer 2007 Griechenland - 19.12.07 23:06

Hallo Andreas

Tolle Bilder, muss sagen du hast den Blick.

Bei Durchsicht des 2006 er Albums ist mir aufgefallen, daß du einige Gesichter unkenntlich gemacht hast?
Wie hältst du es mit der Personenfotografie, fragst du um Erlaubnis?

mfg michl
von: iassu

Re: Sommer 2007 Griechenland - 19.12.07 23:41

In Antwort auf: bastler

Hallo Andreas

Tolle Bilder, muss sagen du hast den Blick.

Bei Durchsicht des 2006 er Albums ist mir aufgefallen, daß du einige Gesichter unkenntlich gemacht hast?
Wie hältst du es mit der Personenfotografie, fragst du um Erlaubnis?

Schnappschüsse mache ich wie der Name sagt, spontan. Gelegentliche Indiskretionen inbegriffen. Ich versuche, eine Balance zwischen einer Art berechtigtem Interesse an Besonderheiten seitens der Allgemeinheit einerseits und sensationsorientiertem Bloßstellen andererseits zu wahren. Das ist natürlich sehr diskutabel. Gelegentlich siegt auch die Lust am krassen Bild, gebe ich zu. Die Erkennbarkeit der Personen habe ich durch Verdecken der entsprechenden Partieen aber verhindert. Schließlich will ich nicht allzu gemein sein und mir auch keine Urheberrechtsklagen einheimsen.
Geplante Bilder werden immer erfragt, habe einige sehr nette richtige Portraits, aber da ich nicht nach Veröffentlichungserlaubnis gefragt habe, bleiben die tabu.
Gruß Andreas
von: Tourenradfahrer

norwegen sommer 2007 (2000km) - 27.12.07 00:09

hallo,

ich bin im sommer 2007 mit einem kamerad 4 wochen in norwegen gewesen. 2000km in 22 etappen und 23088 hoehenmeter.

ich habe die weihnachtstage genutz um alle bilder online zu stellen. nun sind sie unter tour 2007

ich wuensche viel spass beim betrachten.

gruesse danny

von: spuernase

Schiffsradtour an Obermosel, Saar und Sauer 2007 - 27.12.07 09:53

Hallo Zusammen

Den Bericht findet Ihr im Forum Länder unter
Mosel Schiffs-Radtour von Trier nach Thionville
Die Bilder hierzu findet Ihr in meiner Signatur unter Picasa.

Herzliche Grüße

Spuernase alias Manfred
von: Tigermäulchen

Re: Schiffsradtour an Obermosel, Saar und Sauer 2007 - 03.01.08 18:47

Hallo Manfred,

habe gerade Deine Bilder auf picasa betrachtet. Besonders freuen mich die Fotos von der Wasserburgenroute. Ich meine sogar meinen Heimatort in Swisttal zu erkennen.
Man selbst kommt ja so gut wie nie auf die Idee, bei sich vor der Haustür zu fotografieren...

Viele Grüße
TM
von: spuernase

Re: Schiffsradtour an Obermosel, Saar und Sauer 20 - 03.01.08 19:51

Hallo Tigermäulchen

Danke für Deine Rückmeldung. Habe mir mal Deine Website angesehen und den Blog über den Kocher-Jagst Radweg gelesen.
Du schreibst, Du hast da auch viele Bilder geschossen.
Gibt es die irgendwo im Web zu sehen ?
Ich finde das immer toll, wenn sich jemand neben der
textlichen Info über schöne Radtouren auch die Mühe macht,
die entsprechenden Bilder ins Netz zu stellen.
Dann kann man sich einen viel besseren Eindruck machen.

Herzliche Grüße

Manfred alias Spuernase
von: Tigermäulchen

Radtourenfotos - 04.01.08 12:46

Hallo Manfred,

ich war sehr überrascht, dass ich noch den Link auf mein Blog im Profil habe...

Ein paar Fotos im Netz gibt es auch:

http://picasaweb.google.de/velophilie

und

http://www.flickr.com/photos/yyyes/

Ich werde mal in nächster Zeit zusehen, dass ich noch ein paar schöne Fotos vom Computer hochlade.

Viele Grüße
TM
von: Freitag

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 12.01.08 13:45

Auf hundefischs anraten hier der Vollständigkeit halber mein Reisebericht.

Ich war im Oktober 2007 allein mit dem Fahrrad in Rumänien und habe auf 1300km das Land durchquert. Trotz der Bedenken mancher Leute bin ich nicht im Schnee stecken geblieben, sondern erlebte ein interessantes, herbstliches Rumänien mit all seinen Charakterzügen.

http://www.bitshare.de/download.php?file=99590
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 12.01.08 15:42

Jetzt habe ich es gelesen. Gar nicht so verkehrt, aber die Heimfuhre mit dem Bus? Mann, bin ich froh, dass ich nicht dabei war...
Mit was hast Du das pdf-Dokument zusammengebaut? Zweispaltig ist allerdings am Monitor nicht so angenehm zu lesen, ohne hoch- und runterrollen geht es nicht.

Falk, SchwLAbt
von: Freitag

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 13.01.08 14:54

@falk: Bus geht schon, weil.... es billig und unkompliziert ist! Nur fühlt man sich danach echt wie tot, wie nach einem ganzen Wochenende LAN-Party oder dergleichen. Den Bericht hab ich mit Word gebastelt, die Grafiken mit Corel PhotoPaint. Wenn man beides anzuwenden weiß, kann man alles realisieren. Wenn es dir zu viel gescrolle ist, verkleiner doch mal die seite im acrobat-reader. ich find es jedenfalls besser=P
von: Hoin

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 13.01.08 16:01

Hi.

In Antwort auf: falk

Mit was hast Du das pdf-Dokument zusammengebaut?


Ganz nett finde ich Scribus , vor allem, weil es Open Source und auch für exotische Betriebssysteme (Windows, Linux grins ) erhältlich ist.

Ciao,
Hoin.
von: martin boehm

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 13.01.08 19:29

MIT BIKE & BOOTS DURCH PATAGONIEN



Familienpizzagroß sind die Schweißflecken in meinem so genannten Funktionsshirt. Mehrspurig zieht sich das Asphaltband der Panamerikana nach Süden.  Lkws, Busse, Autos und Mopeds hupen um die Wette und die Gestik der Fahrer macht mir unmissverständlich klar: Du bist hier fehl am Platz! Dabei wollte ich doch eigentlich die unberüherte wilde Schönheit Patagoniens mit dem MTB und Wanderschuhen erkunden.
Da das mystische Stück Erde am südlichsten Zipfel Südamerikas liegt und der nächstgelegene, meinem kleinen Budget entsprechende Flughafen in Santiago de Chile ist, stehe ich nun einige tausend Kilometer nördlich auf besagtem Highway.  Auf der Suche nach einer Alternative, zur offensichtlich lebensverkürzenden Variante, die komplette Strecke mit dem Rad zurückzulegen, fahre ich an einen Busterminal.  Kurzerhand lade ich mein bike und vierzig Kilogramm Gepäck in einen Bus und fahre 800 km nach Süden. Aufgrund meines gestressten Gesichtsausdrucks geht dies auch ohne den bei solchen Gepäckmengen fälligen finanziellen Zuwendungen an das Verladepersonal. Ausgeruht erreiche ich nach einer Nacht im Bus den Ort Pucon, der neue Ausgangspunkt meiner Tour.







Bedingt durch die Kollision von ozeanischer Platte und  südamerikanischer Kontinentalplatte befindet sich hier eines der Hauptvulkangebiete Südamerikas. Der schneebedeckte Kegelvulkan Villarica schiebt sich in mein Blickfeld und trotz langem Suchen kann ich weder Schlitten, Ski oder Snowboard in den Fahrradpacktaschen finden. Gut, dass es hier optimale touristische Infrastruktur gibt, somit stehe ich mit einem gemieteten Schneebrett am nächsten Morgen auf dem Vulkan und freue mich auf die Abfahrt. Die nicht gerade jungfräulichen Sulzschneebedingungen können den schönen Sommeranfang nicht verderben!  Gegen Abend erkunde ich in kurzen Hosen und T-Shirt die umliegenden Trails. Von dieser Kombination: Morgens im Schnee, Mittags auf dem Radl hört man immer wieder. Schlecht ist es wirklich nicht. Nach zehn Tagen fällt mir wieder die Sache mit Patagonien ein, belade mein Rad und mache mich auf um erst den Villarica Nationalpark und dann die Anden zu queren.







Laut Karte und Tipps von Ortskundigen sollte ich mein nächstes Etappenziel, St. Martin de los Andes in Argentinien, innerhalb drei Tagen erreichen können.  Drei Zeltnächte später habe ich mein voll gepacktes Gefährt zwar über einen angeblich jeeptauglichen Singletrail durch den Nationalpark gebracht, bedingt durch zahlreiche Schiebe- und Tragepassagen zeigt der Kilometerzähler aber nur 160 statt 350 km an. Abgeschlagen erreiche einen kleinen Ort in den Anden. Mir wird Cola und eine Zigarette offeriert, dankbar nehme ich an. Die Zigarette schmeckt eher nach einer Gewürzmischung und somit fällt mein Körper wohlig auf eine Couch und ich schlafe 14h lang. Ausgeruht und mit neuem Proviant ziehe ich tags darauf weiter. Die anhaltende Hitzeperiode beschert tagsüber immer um die 35 Grad und macht mir enorm zu schaffen. Ich trinke täglich 10 Liter Wasser und fühle mich trotzdem dehydriert.  Über Schotterstrassen und erreiche ich nach vier Tagen wieder bewohntes Gebiet und genieße die Annehmlichkeiten der Zivilisation.  Vor mir liegt nun die so genannte Seven lake route, die Verbindungsstrecke nach Bariloche. Sie führt durch eine Region, die von zahllosen Flüssen, Seen und Bächen durchzogen wird. Auf einem hervorragenden Asphaltband kurble ich weiter nach Süden. Traumhafte Lagerplätze säumen die Ufer der Seen und Flüsse und es fällt schwer, sich für einen zu entscheiden.







Einen dieser Plätze teile ich mir mit einer Kuhherde, nichts ungewöhnliches in Argentinien, denn irgendwo müssen die traumhaften Rinderhüftsteaks ja herkommen. Leider gesellt sich am späten Abend noch ein ausgewachsener und äußerst paarungswilliger Bulle zur Herde. Die Kühe sind allerdings nicht so recht in Stimmung und er rennt liebestoll umher. Dass er dabei über eine Zeltabspannleine stolpert, verbessert seine Laune auch nicht gerade und ich kann mich gerade noch hinter einen dicken Baumstamm retten. Gut das er irgendwann müde wird und von dannen zieht. Das Frühstück fällt leider aus, da er beim ersten Tageslicht schon wieder sehr aktiv durch die Gegend läuft. Ich ziehe es vor, schleunigst das Feld zu räumen. Im nördlichen Patagonien angekommen, mache ich Station in Bariloche.









6 Uhr, der Wecker klingelt, mir schnürt es die Luft ab, nicht wegen der Höhe, noch liege ich auf moderaten 750m ü. NN aber in einem 12er Mehrbettzimmer. Um die kettensägenähnlichen Geräusche des kulturellen Schmelztiegels zu übertönen hatte ich mir als Schlafmittel die Kopfhörer mit bekannten Klängen verabreicht. Dessen Kabel hat sich um meinen Hals geschlungen und lässt sich nur widerwillig entfernen, gepaart mit der dicken Luft der Körperausdünstungen leide ich nun unter Sauerstoffmangel. Somit starte ich eher unausgeschlafen den einwöchigen Erkundungstrip in den Nahuel Huapi Nationalpark. Los geht es an der Skistation Cerro Catedral bei +10 Grad und schlechter Sicht laufe ich durch einen Wasserfall, der zu Hause als Landregen bezeichnet wird. Nach 6h, einige hundert Meter höher ist der Wasserfall verschwunden es schneit -. Am Refugio Frey, idealer Stützpunkt für Klettertouren, baue ich mein Zelt hinter einem Schutzwall aus Steinen auf. Die Kettensägen von letzter Nacht habe ich ja nicht mitgenommen, dafür zerrt der Sturm mit so unbändiger Gewalt an meinem Zelt, dass die Geräuschkulisse einem Rockkonzert gleicht. Da ich Proviant für sieben Tage dabei habe und der Rucksack somit ungefähr 25kg wiegt, war der Aufstieg so anstrengend, dass ich trotz der Geräuschkulisse rasch einschlafe. Beim Erwachen: Absolute Stille. Es erinnert an die letzte Wintertour, damals waren unsere Zelte eingeschneit und es drang ebenfalls kein laut mehr ins Zeltinnere. Vorsichtig öffne ich den Reißverschluss und rechne mit einem Schneeeinbruch ins Zelt. Dieser bleibt aus, stattdessen blicke ich zu einem funkelnden Sternenhimmel auf. Das Wetter hat sich beruhigt und es weht kein Lüftchen mehr. Voller Vorfreude lege ich mich nochmals in den Schlafsack und verbringe entspannt den Rest der Nacht. Die nächsten Tage erlebe ich einsame und wilde Bergsznerie die in tieferen Lagen hin und wieder durch blutrünstige Pferdebremsen gestört wird. Die Pässe über 1800m liegen unter einer Schneeschicht und teilweise bin ich über die ausgeliehenen Steigeisen froh, da doch einige vereiste und ausgesetzte Passagen zu bewältigen sind. Nach sieben Tagen beziehe ich nochmals Quartier in Bariloche und fülle die Vorräte in meinen Radtaschen auf. Wieder im Sattel bringt mich die legendäre Routa 40 weiter gen Süden.









Bereichert von weiteren Trekkingtouren und einigen Tagen Pause bei deutschen Auswanderern erreiche ich die argentinische Pampa, eine durch den Regenschatten der Anden und Föhneffekten entstandene, tausende von Quadratkilometern messende Steppenlandschaft. Oft habe ich von den berüchtigten patagonischen Winden gelesen und gehört. Zahlreiche Warnungen wie, „Mit dem Fahrrad? Machbar aber absolut Grenzwertig!“ Vielleicht gerade durch solche Aussagen angespornt, schiebe ich nun, fahren ist bei dem Seitenwind wirklich nicht möglich, das Stahlross auf einer Schotterpiste entlang. Frustriert setzte ich mich in den Strassengraben, der wenigstens ein wenig Windschutz bietet und stopfe Energieriegel in mich hinein. Total ausgelaugt baue ich das Zelt direkt neben der Strasse auf. Nachts ist es meistens windstill und es herrscht eine Atmosphäre wie in der Wüste. Mitten in der Nacht bekomme ich Besuch von einem japanischen Radreisenden, er erzählt mir, das er immer gegen 20 Uhr abends los fährt und die ganze Nacht durchpedaliert, bis die aufgehende Sonne dem Wind wieder Kraft verleiht. Er meint, eine andere Möglichkeit, sieht er nicht, die enormen Distanzen zwischen den Wasserversorgungsmöglichkeiten zu bewältigen. Der Entschluss hier abzubrechen, mit ihm nach Norden zurückzufahren und die Pampa motorisiert zu queren ist schnell gefasst da ich keinerlei Lust verspüre die nächsten zehn Nächte auf dem Rad zu verbringen. Was ich in drei Tagen mehr oder weniger zu Fuß zurückgelegt habe, fahren wir in dieser Nacht in 5h. Ein Ticket nach Puerto Natales ist schnell organisiert, reißt aber ein Loch in meine Reisekasse. Hier unten im Süden breitet sich ein Trekking- Kletter- Radeldorado aus.









Einige Wochen erkunde ich Berge und Nationalparks. Darunter so klangvolle Namen wie Torres del Paine oder Los Glaciares. Trotz des rauen, kühlen Klimas sind die familienpizzagroßen Flecken wieder im Shirt zu finden, aber keine gestikulierenden Fahrzeuglenker und ich denke mir: Hier bist du genau richtig!
von: iassu

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.01.08 11:25

Tolle Bilder und anmachende Landschaften!
Andreas
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.01.08 12:05

wow, schöner Bericht mit noch schöneren Bildern, Klasse!
LG nat
von: Stefan Boehm

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.02.08 18:21

Endlich ist der Breicht fertig:

Tour de France – Christmas Edition 2007


Prolog – Samstag, 22.12.2007

Wie in einem explodierten Outdoorgeschäft sieht es in meinem Wohnzimmer aus. Die gesamte Ausrüstung liegt unübersichtlich auf dem Boden und wartet darauf seinen Platz in einer der Packtaschen einzunehmen. Ein Häkchen nach dem anderen wird auf der Packliste gesetzt, ein Teil nach dem anderen liegt nun bereit. Ein bisschen hin und her, den Kocher nochmal genau inspiziert – funktioniert alles, habe ich auch nichts vergessen, brauche ich das wirklich?
Morgen früh soll es losgehen: mit dem Fahrrad in Richtung Südfrankreich soweit ich komme, keine feste Route, dann mit dem Zug nach Marseille um Sylvester zu feiern.
Der Wetterbericht verspricht kaltes, aber stabiles Wetter, Zelt, Schlafsack und Kleidung sind für die kalte Jahreszeit ausgelegt. Genügend Erfahrung mit Kälte konnte ich auf mehren Wintertouren mit Ski und Pulka in Nordschweden sammeln – aber mit dem Fahrrad? Ein kleiner Aufbruch ins Unbekannte.
Erst spät am Abend finde ich Ruhe.


Mehr gibts unter:
Reisebericht Frankreich 07
von: h.g.hofmann

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.02.08 18:54

KLASSE! Toller Bericht, und alle Achtung bei dem Wetter.
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.02.08 20:44

Respekt, Stefan. bravo Auch wenn's schön klingt bei dir, ich würd's als geborener Warmblüter selber doch nicht machen.
von: mmi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.02.08 22:53

Was für Reifen wurden benutzt?
von: Stefan Boehm

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 03.02.08 23:10

Schwalbe Marathon 26x2.00 Standardreifen.
Hatte null Probleme, nicht mal bei Schnee und leichtem Eis...

Bei viel längeren Strecken mit dauerhaft mehr Schnee und Eis wären Spikes aber sicher sinnvoll...
von: ReneM

Bodensee-Königssee-Radweg 2007 - 04.02.08 15:56

Hallo,

dann will ich hier auch mal meinen ersten Bericht verlinken, den ich online gestellt habe. Ich habe noch ein paar mehr, aber die muss ich erst ins Netz schieben.

Hier also mal unser Bericht vom Bodensee-Königssee-Radweg 2007

Viel Spaß damit!

Gruß

René
von: belchenwolfi

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.02.08 02:01

Endlich ist mein Reisebericht USA Sommer 2007 fertiggeworden. Nicht ganz Radforum-koscher, crazy und etwas melancholisch. Wie Musiker halt manchmal sind. Take it or leave it. Thanks USA!!!!! It was an unforgettable Journey!!!


USA Sommer 2007 (Englisch)
von: ReneM

Von Stralsund nach Hamburg - 06.02.08 16:53

So und nun ist auch unser zweiter Bericht online. Zwar schon etwas älter, aber egal.

Es handelt sich um einen Teil des Ostseeküsten-Radweges von Stralsund nach Hamburg im Jahr 2006.

Link

Viel Spaß damit!

Gruß

René
von: iassu

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 08.02.08 19:52

Hier gibt´s meinen Reisebericht der Sommertour. Bilder einzufügen habe ich unterlassen, der riesigen Dateigrößen und des langsamen Händlings wegen. Die Bilder selber konnten und können hier angeschaut werden.
Andreas
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 13.02.08 22:22

Hallo,

ein Webalbum meiner letzten 10-tägigen Radreise über die 3 östlichen kanarischen Inseln Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa habe ich gerade hochgeladen. Viel Vergnügen beim Betrachten der Bilder wünscht

amarillo
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 03:38

Sieht gut aus, hast einen guten Blick für Details und die Bilder sind schön groß. Nur das ñ solltest Du noch üben...

Falk, SchwLAbt
von: iassu

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 05:19

Schließe mich dem glatt an!
Andreas, der froh ist, daß es so ein n (wie geht das?) im Griechischen nicht gibt grins
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 14:38

Tastaturtreiber aus spanisch umschalten und dann da draufdrücken, wo in deutsch ein ö rauskommt: ñ
Kombinationen von Alt mit Ziffernblock funktionieren bei meinen Addiermaschinen nicht.

Falk, SchwLAbt
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 15:00

Hallo Falk,

wenn du noch erklärst, wie ich den Tastaturtreiber umstelle, dann werden die nächsten Untertitel in korrektem Spanisch sein.
wirr Au wei, die nächste Reise geht aber nach Marokko. Muss ich dann die Namen in korrektem Arabisch angeben? Ich glaub, da bin ich dann doch etwas überfordert.

Gruß amarillo
von: JohnyW

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 15:35

Hallo Hildegard:

Ohne Tastaturumstellen: Alt Taste gedrückt halten und 0241 auf dem NumBlock eingeben.

Gruß
Thomas
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 15:57


danke. Hab es gerade ausprobiert. Funktioniert.
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 17:27

Die Ziffernkombinationen funktionieren bei mir mit keinem Rechner und weder unter Linux noch unter Windows. Für den Tastaturtreiber muss ich wissen, welches Betriebssystem Du verwendest.

Falk, SchwLAbt
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 17:36

Mein Betriebssystem ist Windows XP.
von: JohnyW

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 17:52

Hi Falk,

funktioniert in jeden Windows mind. seit Win98. In der Zeichentabelle kannst Du die Kürzel nachsehen.
Wichtig ist Numblock einschalten und verwenden - mit den "normalen" Zahlen geht das nicht.

Gruß
Thomas
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 18:42

Hallo Hildegard,

schöne Bilder, die endlich mal wieder den Sommer näher bringen schmunzel . - Apropos letztes Bild: Willst du auswandern?
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 18:53

Auswandern? Nein, danke! Ich weiß mein Leben in Deutschland und die Radurlaube im Ausland zu schätzen. Und schon garnicht wollte ich einen solch überteuerten "Hasenkasten" an der Küste kaufen.
von: Pedalen-Paule

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 19:09

Ebenfalls: Tolle Bilder. Bisher hat mich die Reise auf die Kanaren wegen meiner Antipathie gegen Überbevölkerung und Touristenfabriken abgehalten, aber es scheint wohl auch ganz nette Ecken dort zu geben. Wie ich sah, hast du auch wild gecampt. Ist das nicht streng verboten und wird auch hart geahndet?

PS: Wo ist eigentlich das Leuchtturmbild hin? Oder konntest du die Schmach nicht mehr ertragen und hast es gelöscht? grins
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 19:45

Die Tourismusindustrie ist eben nur an den Küsten aktiv und selbst dort gibt es noch viele unverbaute Strände und Küstenabschnitte oder auch kleine untouristische Fischerorte. Die Orte im Inselinnern sind aber noch weitgehend typisch kanarisch.

Zum Wildzelten: das Zelt erst in der Abenddämmerung aufstellen und morgens wieder weg. Auch wenn uns Einheimische noch gesehen haben, so haben sie ausnahmslos freundlich reagiert.

Und das schöne Leuchtturmbild kann man ja weiterhin im Bilderrätsethread betrachten. listig
von: JohnyW

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.02.08 21:21

In Antwort auf: Pedalen-Paule

Antipathie gegen Überbevölkerung


Ach was?
Wohnst in einem der dichtbesiedelsten Staaten (wenn man Stadt und Inselstaaten abzieht) und dann noch in einer der dichtbesiedelsten Städte in Deutschland. Wie wärs mit auswandern? grins

Total Offtopic:
verwirrt Hilfe wir sterben aus! Afrika ist überbevölkert!
verwirrt
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 15.02.08 00:01

Zitat:
Windows XP.

Dann ist das einfach. Öffne die Systemsteuerung (ich beschreibe das in der klassischen Ansicht, die Kategorieansicht halte ich für unnötig verwinkelt), und dann »Regions- und Sprachoptionen«, dann die Karteikarte »Sprache« und die Schaltfläche »Details«. Wieder öffnet sich ein neues Fenster, die Karteikarte links heißt »Einstellungen«. Oben kannst du die benötigte Sprache auswählen und hinzufügen (und dabei gleich das normalerweise überflüssige englisch-US entfernen). Unten links gibt es die Schaltfläche »Eingabegebietsschemaleiste«. Im sich dabei öffnenden Fenster setzt du sinnvollerweise einen Haken im oberen Ankreuzfeld »Eingabegebietsschemaleiste auf dem Desktop anzeigen«. Sonst weißt Du nicht, welche Sprache gerade eingestellt ist. Das dritte Ankreuzfeld, »Zusätzliche Symbole oberhalb der Taskleiste anzeigen« ist nicht so mein Fall und reine Geschmackssache. Es hat mit MS Office zu tun, das ich im Allgemeinen nicht verwende.
Unten rechts kannst Du unter »Tastatur« die Umschaltoptionen einstellen. Sinnvoll ist auf jeden Fall eine Tastenkombination für den Wechsel zu deutsch (oder was Deine Grundeinstellung ist).
Wichtig ist, dass die Umschaltung bei Windows immer nur das jeweils im Vordergrund geöffnete Fenster betrifft. Willst Du Dir die Sucherei nach den Zeichen einfacher machen, dann öffne die Bildschirmtastatur (Start → Programme → Zubehör → Eingabehilfen → Bildschirmtastatur) vor dem Umschalten der Sprache (sonst kippt sie zurück auf die Grundeinstellung).
Das war es eigentlich schon.

@JonyW, NumLock ist bei mir durch Einstellung in der Registratur bzw. Im KDE-Kontrollzentrum beim Start generell aktiv. Weiß der Fuchs, warum die Exoteneingabe mit der Alt-Taste nicht funktioniert.

Falk, SchwLAbt
von: E. Mazzoleni

Re: Bodensee-Königssee-Radweg 2007 - 14.03.08 17:05

Hallo René,

ich bin schon zwei Mal den Bodensee-Königssee-Radweg gefahren (2004 u. 2005). Beim ersten Mal allein und beim zweiten Mal mit meiner Lebensgefährtin. Bei Deinen Bildern kommt schon Wehmut auf, weil ich im Moment mit starken Rückenproblemen keine Berge fahren kann.
Ein paar Jahre vorher waren wir auch am Bodensee und den Radweg an der Ostseeküste kenne ich auch.
Übrigens musste ich in vielen Jahren erst einmal eine Radtour abbrechen, nach drei Tagen Dauerregen im Erzgebirge auf dem Weg nach Dresden listig .
Verrückt ist, dass wir bei meiner zweiten B-K-R-Tour ganz viele ähnliche Punkte angesteuert haben oder ähnliche Erlebnisse hatten.
Der Käseladen in Hergatz, Beinaheschieben am Anstieg nach Stiefenhofen, der Zeltplatz in Immenstadt, den Weg durchs Flussbett sowieso (da müssen ja alle durch) und natürlich der Golfplatz. In Piding auf dem Campingplatz waren wir auch. Auf dem Platz an der Königsseer Aache hatten wir wahrscheinlich sogar den gleichen Stellplatz fürs Zelt. Selbstverständlich hatten wir dort auch Regen beim Abbau.
Beim ersten Mal allein war ich ebenfalls in Kochel am See und am Schliersee. In Kochel gibts übrigens ein kleines Stück weiter den Berg hoch noch einen zweiten Campingplatz, der wesentlich ruhiger liegt. Den hab ich aber auch erst am nächsten Tag entdeckt. In Schliersee hab ich die Betreiber des Platzes genauso obermuffelig erlebt, nur gestritten haben sie da nicht.
Auch von mir gibts ein Lob für die schönen Fotos. Leider bin ich mangels Zeit mit meinem Bericht nicht über die ersten drei Bilder (Campingplatz in Lindau) hinausgekommen.
Noch ein Tip von mir zum Gepäck: Zur Gewichtsreduzierung der ganzen Ausrüstung habe ich mir in den letzten Jahren angewöhnt, Zelt, Schlafsack und Isomatte in die Taschen zu packen. Dadurch entfällt die dicke Rolle hinten (nur das Zeltgestänge ist auf einer der hinteren Taschen fest gemacht) und Du packst automatisch weniger in die Taschen.

Ansonsten möchte ich mich bei Dir dafür bedanken, dass Du mir mit Deinem Reisebericht einen trüben Krankheitstag ein wenig aufgehellt hast.

Enrico
von: HeinzH.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.03.08 17:46

Moin Freunde,
dann will auch ich endlich, dieser Thread besteht ja nun bereits seit Juni 2006, einen Teil meiner/unserer Fahrradreisen*, soweit elektronisch verfügbar, hier hinein verlinken:

Fahrradreisen 2002 und 2003
Fahrradreisen 2004 und 2005

Zum Teil fehlen noch Texte, diese werden in absehbarer Zeit ergänzt.
Gruß aus Hamburg,
HeinzH.

*Stichworte für die forumseigene Suchmaschine:

Hannoversch-Münden - Weser - Bremen
Mittenwald - Isar - Silvensteinstausee - Achensee - Jenbach - Inn - Braunau - Passau
Colmar - Strasbourg - Germersheim

Trier - Mosel - Andernach - Rhein - Bad Breisig - Köln
Hamburg - Neugraben - Neu Wulmsdorf - Walsrode/Vogelpark - Soltau - Schwarmstedt - Aller - Celle - Hannover
Lengries - Silvensteinstausee - Achensee - Zillertal - Inn - Innsbruck
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.03.08 21:57

Hallo,

bin gestern von einer fantastischen Radreise durch den Süden Marokkos zurückgekommen. Und hier gibt's die Bilder dazu.
Viel Spaß!

Gruß amarillo
von: Pedalen-Paule

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.03.08 23:15

Sehr sehr schön. Mit Blick für unscheinbare Details. Auch für Geologen ist Marokko eine Reise wert.

Wo sind eigentlich die Bilder von Rolands Tour ´08? verwirrt
von: iassu

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.03.08 23:21

Sehr eindrucksvolle und gute Aufnahmen!
Andreas
von: ChrisB

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.03.08 23:31

auf seiner Seite
von: Inty

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 07.04.08 01:22

hallo liebes radreiseforum ...

wer lust hat kann uns auf unsere ende 2006 gestarteten suedamerika rad und projektreise begleiten. wir wollen bis ende des jahres2008 bis nach kolumbien kommen.

viel bilder und geschichten findet ihr hier.

[Bild]http://picasaweb.google.es/brisienbici/FOTOS/photo?authkey=kJqamQFCvc4#5183625177312308034[/Bild]

viel spass damit.

viele gruesse aus cusco/ peru

britta und simon
von: the_muck

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 07.04.08 08:44

hier sind Bilder meiner ersten Alpen Tour, von Obersdorf zum Gardasee. Klick Ich glaube alle Räder sind von Rose und von den hässlichen BOC Trikots haben wir einen Haufen geschenkt bekommen. Die Räder haben die gesamte Tour ohne eine Panne überstanden, es wahren ca. 500Km und 15000 Hm wenn ich mich recht entsinne. Wir hatten nur eine gebrochene Rippe, eine paar Blasen und Magen Probleme zu versorgen.

lg der muck
von: JohnyW

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.04.08 18:01

Hallo,

Bilder der diesjährigen Winter-Ostertour von Aachen über Malmedy, Lultzhausen und Echternach nach Trier sind jetzt auf Thomas on Tour online.

Gruß
Thomas
von: Gerald H.

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 11.04.08 23:23

Kurzbericht Sinai (8 Tage vom 31.03. bis 07.04.2008)

31.03.2008 Flughafen Sharm el-Sheikh - Dahab (89 km)
Der erste Tag stellte sich als anstrengender heraus als erwartet. Wenig Schlaf, Hitze und Steigungen, die nicht immer als solche zu erkennen waren. Bei der Einreisekontrolle am Flughafen sollte ich erst alles auspacken, bis der um einiges ältere Oberchef der Grenzpolizei seinen jüngeren Kollegen abwinkte und mir nach einigen Fragen lediglich eine gute Reise wünschte. Die letzten beiden Stunden im Dunkeln bis nach Dahab, zum Glück bergab. Kurz vor dem Ort noch einmal eine Kontrolle, diesmal mit teilweise Auspacken der Taschen. In Dahab fand ich sehr schnell das Hotel Dyarna (zu erreichen über H.Bauderer(ÄT)gmx.de), welches ich bereits in Deutschland über das Internet gebucht hatte (24,- Euro incl. Frühstück). Eine sehr gute Wahl, denn es ist ein sehr kleines Hotel mit Swimming-Pool und direkt an der netten Promenade am Wasser gelegen.

Dahab, 1. April 2008 (Ruhetag)
Um erst einmal richtig anzukommen, wählte ich einen Ruhetag. Dahab ist ein kleinerer Ort, der zumindest am Wasser entlang nur dem Tourismus dient. Dies aber noch auf relativ ruhige und angenehme Weise. Es herrscht bei weitem nicht so viel Trubel wie in Sharm. Die Gebäude sind maximal 2-stöckig. Überall nette Restaurants, in denen mann bei schönem Blick auf das Wasser günstig essen oder auch nur sehr gemütlich mit vielen bunten Kissen Tee oder Kaffee trinken kann.

in den Bergen vor Nuweiba, 2. April 2008 (40 km)
Eine Wahnsinnstour! Wenn ich von einer Piste abraten würde, dann von dieser - obwohl es landschaftlich wirklich einmalig war. Zuerst ging es die Promenade und Straße bis zum Blue Hole, einem bekannten Tauchplatz, dann über Kamelpfade am Wasser und am Strand entlang. Die spätere Piste landeinwärts war anfangs trotz des Wellblechprofiles einigermaßen zu fahren; später ging es nur noch schiebend weiter, da etwa 15cm tiefer Sand, bzw. feine Steine ein Fahren mit Gepäck nahezu unmöglich machten. Hinzu kamen noch starke Hitze, Gegenwind und nervige Fliegen. Nach der Reparatur eines Plattens (nein, es war kein Dorn der zahlreichen stacheligen Pflanzen oder Bäume, sondern ein ganz banaler Glassplitter...) war schon klar, dass Nuweiba nicht mehr zu erreichen war. Das Campen etwas abseits der Piste war eigentlich vollkommen problemlos. Gut, dass ich etwas abseits war, denn auch nachts kamen noch einige Pick-ups vorbei, die sich aber Minuten vorher durch das Motorengeräusch ankündigten und die Berge in interessante Lichtermeere verwandelten. Der Sternenhimmel und die Ruhe waren einmalig!

Nuweiba, Blue Bus Camp, 3. April 2008 (41 km)
Kurz nach Sonnenaufgang aufgestanden und schon um 6:40 auf der Piste. Wieder fast nur Schiebestrecken. Ab der Oase ging es auf einer neuen Teerstraße weiter; trotzdem noch zwei sehr lange und steile Steigungen. Nach Nuweiba ging es dann fast 20 km nur hinunter; die Hafengegend war nicht ganz so schön. Im ersten besten Hotel (Hilton) gönnte ich mir das Frühstücksbuffet und mußte 33 Ägyptische Pfund (ca. 4,- Euro) zahlen...Von dort aus ging es noch ein ganzes Stück weiter bis in den Ortsteil El Tarabin zum Blue Bus Camp (www.blue-bus.de). Es war einfach supergenial. Ein traumhaftes Camp mit Übernachtungsmöglichkeit in Bambushütten, Restaurant mit vielen netten Sitzgelegenheiten und einem Sandstrand direkt davor...Das Essen, Tee und Kaffee waren erstklassig. Für die Übernachtung, ein Abendessen, einen O-Saft, zwei Tee und einen Kaffee mußte ich etwa 8,50 Euro zahlen...

Katharinenkloster, 4. April 2008 (116 km)
Bereits um 6:20 Uhr losgefahren, um die erste lange Steigung noch am kühleren Morgen fahren zu können. Der Tag war einer der schönsten des ganzen Urlaubes. Für mehrere Momente wußte ich ganz genau, dass ich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und genau das richtige tat. Mit niemandem hätte ich tauschen wollen...Es ging durch einsame Gebirgs- und Wüstenlandschaften und schließlich über ein Hochplateau. Wahnsinnig, wie unterschiedlich Gesteins- und Sandstrukturen und -farben sein können...
Da die Zeit insgesamt eng war, übernachtete ich gleich im Hospiz des Klosters (21,50 Euro incl. Abendessen und Frühstück; sehr sauberes Zimmer mit Dusche). Abends war es sehr ruhig und angenehm, am morgen war schon eine riesige Besucherschaar anwesend, ein Teil einer mehrheitlich aus bekopftuchten Frauen bestehenden Gruppe stimmte nach dem Frühstück russische Gesänge an (passte aber auch irgendwie an diesen Ort und war sehr schön anzuhören).

El Tur, 5. April (163 km)
Ein sehr langer Tag mit viel zu vielen Eindrücken. Tee in der Tankstelle (von einem offenen Gasherd im Verkaufsraum...)Das Wadi Feiran sehr grün. Immer wieder schöne Canyonlandschaften. Im Rasthaus an der Hauptstraße (Kairo-Sharm) Kaffee und Käsebrote. Eine Gruppe Botanikstudenten auf Exkursion aus Kairo kannte keine Berührungsängste und wollten alles über meine Tour und mich wissen. Richtung El Tur mit starkem Rückenwind über längere Zeit einen Schnitt von 33 km/h. Eine scheinbar endlose, nur gerade verlaufende Straße mit starkem LKW-Verkehr, zum Glück mit sehr breitem Randstreifen. Überall Reste von abgefahrenen Reifen. In El Tour länger nach einem Hotel gesucht. Moses Bay für 28,- Euro incl. Abendessen und Frühstück, sehr gutes Essen, nur wenig Gäste.

Shark Bay, 6. April 2008, (135 km)
Wieder eine langgezogene Strecke durch die Wüste (95 km), diesmal jedoch mit nervigem Gegenwind. Teilweise reines Kilometerzählen. Glücklich über die "Bushaltestellen"; eine kurze Abfahrt mit Betondach und -bank; voll mit Schutt und auch nicht sehr sauber, aber immerhin mit Schatten, den es sonst nicht gab. An einer dieser Haltestellen stoppte ein LKW, kurz bevor ich eigentlich schon wieder los wollte. Der Fahrer machte die Klappe seiner "Küche" (eine Box im Bereich der Reservereifen) auf, schmiss den Gaskocher an und lud mich zum besten Kaffee des ganzen Urlaubes ein....
Durch Sharm el-Sheik: so fürchterlich kann Urlaub sein (und die Leute merken es nicht einmal...;-) ) Auch der lt. Karte etwas kleinere Ort Na'ama war noch zu grausig. Nach langem Suchen die Shark Bay gefunden, wo es kleinere Zimmer für 20,- Euro incl. Frühstück gab; zwar auch sehr touristisch und zugebaut, dafür aber noch einigermaßen ruhig und nett und sehr flughafennah.

7. April 2008 (9 km)
Morgens nach dem Frühstück noch einmal Baden und dann in aller Ruhe zum Flughafen. Erst im falschen Terminal gewesen und den Abflug nach Nürnberg nicht gefunden (es gab nur Perm, Jekatarinburg, Moskau, Brüssel, ....).


Insgesamt war es ein total schöner Urlaub, natürlich viel zu kurz. Vieles habe ich mir für das nächste Mal aufgehoben, bzw. vorgenommen: Oase Ain Hudra, Coloured Canyon, White Canyon, Sarabit el-Khadim, Turquoise-Mine, Mosesberg, ...
von: Martin_Bo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 23.04.08 14:06

Hallo zusammen,
ich hab Oster meine erste mehrtägige Radtour gemacht von Koblenz bis Saarburg.

Ich wollte euch die Bilder dazu nicht vorenthalten, da ich etwas schreibfaul bin, gibt es zu der Tour (noch) keinen Bericht.

Fotos


Gruß Martin
von: Hansflo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 23.04.08 15:16

In Antwort auf: Inty

wer lust hat kann uns auf unsere ende 2006 gestarteten suedamerika rad und projektreise begleiten. wir wollen bis ende des jahres2008 bis nach kolumbien kommen.

viel bilder und geschichten findet ihr hier.

[Bild]http://picasaweb.google.es/brisienbici/FOTOS/photo?authkey=kJqamQFCvc4#5183625177312308034[/Bild]
viele gruesse aus cusco/ peru

britta und simon


Wahnsinn, tolle Reise und tolle Bilder.

Hans
von: JohnyW

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 23.04.08 16:21

Hi Gerald,

scheint Dir ja gefallen zu haben grins

Gruß
Thomas
von: Transterra

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 23.04.08 18:58

Auf den Bericht sind wir gespannt zwinker

...Quäl Dich dich Du "Schreib" Faulsau grins
von: JohnyW

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 23.04.08 21:41

Hi,

ist doch ganz einfach - schön wars, kalt wars und nach 2 Tagen das campen aufgegeben grins

Gruß
Thomas
von: Hauke

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.05.08 18:40

Hier sind Bilder vom Lahntalradweg. Mit drei Freunden am 03. und 04.Mai von Gießen bis Lahnstein geradelt.
von: Hansflo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.05.08 22:52

Hallo,

und wir waren letztes Wochenende zwei Tage im Salzkammergut

Hans und Flo
von: bille

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 12.05.08 17:44

Hallo Hauke,
das sind sehr schöne Bilder! Macht Lust auf den Lahn-Radweg! lach
Gruß bille lach
von: Martin_Bo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 13.05.08 20:46

Hallo zusammen,
wir waren über Pfingsten unterwegs und sind den Ruhrtalradweg gefahren mit Umwegen zum Hennesee und Sopresee. Wir sind allerdings nur von Winterberg bis nach Bochum gefahren also nicht bis zum Ende nach Duisburg.

Bilder gibt es hier ein Bericht folgt hoffentlich später:
Pfingsttour 2008 - Ruhrtalradweg

Gruß Martin
von: Uli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.05.08 14:16

Hallo Martin,
falls Ihr euch an einen an der Ruhr entgegen kommenden Liegeradfahrer erinnern könnt: "Ich war's!" Ich bin über das lange Wochenende ab Herdecke (Bf. Hagen-Vorhalle) die Ruhr aufwärts, hinter Bestwig rüber nach Brilon, den Alme-Radweg bis Büren (super schön und ruhig) und dann auf NRW-Radrouten über Lippstadt nach Hamm. Die Strecke kann ich als 2- oder 3-Tages-Tour wärmstens empfehlen, auch andersrum. Aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet sind An- und Abreise mit der Bahn einfach und schnell (wenn nicht gerade eine Strecke gesperrt ist böse ).
Gruß
Uli
von: mille1

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 15.05.08 20:49

Hallo Martin,
alle Achtung, für die paar Tage habt ihr mehr Gepäck dabei, als ich für zwei Wochen Alpen. Hoffentlich hatte von Deinen Begleiterinnen kein Bügeleisen dabei listig Ich spreche aus Erfahrung: Einer meiner frühreren Freundinnen hatte ein Bügeleisen dabei wirr
Ansonsten eine schöne Tour, die ich mir leider momentan geschäftsmäßig zeitig nicht leisten kann traurig
Aber dafür Ende Juni in die Alpen lach
Grüße Mille
von: Martin_Bo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 15.05.08 21:51

Hallo Mille,
ja die Tour war echt schön, da das aber erst unsere zweite Tour war tüffteln wir noch rum was man so mit nehmen kann und braucht aber ein Bügeleisen hatte keine/r dabei grins . Allerdings muss ich dir schon recht geben es war viel Gepäck für die Tage wobei wir selten bis gar nicht Essen gehen und das Zeug nimmt dann irgendwie am meisten Platz ein. Am Ende der Tour wars dann auch leichter grins

@Ulli
Hi, ein Liegerad ist mir nicht aufgefallen. Schade wirr

Gruß Martin
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 17.05.08 00:40

Zu Pfingsten war ich auch unterwegs. Ein Kurzdartellung:

9.6. S - BB - Aidlingen - Deckenpfronn - Wildberg - Schönbronn - Neuweiler – Enzklösterle (76 km, 1095 Hm)

Am Nachmittag beschloss ich, die Zeit zu nutzen und gleich ein Etappenziel anzusteuern. Ob nur Schwarzwald oder auch Vogesen war noch unklar – jedenfalls bei Ostwind erstmal Richtung Westen. Es ergab sich, dass es bei der Route zum Camping in Enzklösterle reicht. Dort war ich einziger Camper. Ein bisschen seltsam: Die Wohnwagen sind samt Sanitärgebäude abgeschlossen hinter einem Zaun, Zelte kommen auf die Wiese vorher ohne Zaun. Sicher ist sicher: Klopapier ist dann nochmal extra abgeschlossen. 4 Sterne heißt es, 10,60 € – dass die Dusche 50 Cent extra kostet, sagt der Herr natürlich nicht – blöd wenn man gerade kein passendes Geldstück dabei hat, zur Abhärtung halt mal kalt duschen. Morgens ist das Zelt tropfnass, weil direkt angrenzend ein Bach. Trotz des schönen Wetters war die Nacht ziemlich kalt.
Im nahegelegenen Gasthof lockt eine Speisekarte, kurz nach 21:30 Uhr ist aber die warme Küche zu. Ein Bauern-Vesper-Teller für 8,90 € bietet eher weniger als ein von mir übliches, gemachtetes Mittagsbaguette und bekommt daher das Prädikat lieblos und spartanisch. Immerhin hilft mir der Kellner mit etwas Tesafilm zum kleben meiner Brille aus – ich trat zuvor auf die Brille beim Zeltaufbau, als die Brille gerade vom Lenker gefallen war – nennt man auch Pech. Die Bäckerei im Ort auch eher bescheiden. Trotz schöner Lage keine allzu dolle Empfehlung.

10.6. Enzklösterle - Sprollenhaus - Kaltenbronn - Weissenbach - Forbach - Rote Lache - Baden-Baden - Varnhalt - Unzhurst - Rheinau - Brumath – Saverne (144 km, 1275 Hm)

Kurz durchs Enztal um dann Richtung Kaltenbronn abzuzweigen. Herrliche Auffahrt, teilweise auch schattig – ist weniger steil als die Westseite (die auch alpiner wirkt). Oben auf der Höhe weht ein gar stürmischer Wind. Von der Straße ist es nicht weit zum Kaiser-Wilhelm-Turm. Ziemlich steil hinunter nach Weissenbach an der Murg, unerwartet kommt der Wind von vorne – von wo auch sonst? – Bei Forbach eine Straße nach Baden-Baden, die eine Entdeckung wert ist - kurz nach Forbach beginnt ein Ziegenpfad, der erwandert werden kann. Wirkt wie ein Almwiesental, ziemliche starke Steigungen, oben wieder sehr schattig. Kulminationspunkt ist die Rote Lache, ein Ausflugslokal.
Baden-Baden umfahre ich quasi auf dem Radweg (Parkanlage), verpasse aber dadurch auch Verpflegungsmöglichkeiten. Die Fermersbergerstraße (Richtung SWR) führt durch bessere Wohngegend, irgendwann kam noch ein Edeka-Markt für eine kleine Mittagsration. Ein paar steile Rampen führen zum bzw. durch den Golfplatz – etwa auf dem Kulminationspunkt gibt es einen Abzweig, über den man zum Trippschsee gelangen kann. Ein vor einer aufrechten Felswand romantisch leigender See, offiziell zum Baden verboten – interessiert aber keinen. In der Felswand kämpfen Falken gegen Raben.
Nach also schöner Badepause schlage ich die Route Schwarzwaldhochstraße endgültig aus. Es könnte sein, dass der Wind wie im Murgtal sich ungünstig kanalisiert und und von vorne kommt. Wirklich eindeutig war es nicht. In der Rheinebene dann teils Rücken- meist aber Seitenwind – starke Böen. In Frankreich trotz Hauptroute nach Saverne weniger Verkehr als auf deutschen Nebenstraßen. Mehr Rücken- als Seitenwind, aber hin auch wieder eine Klatsche von vorne.
In Saverne zum Camping einfach Richtung Zentrum fahren, dann ausgeschildert, knapp 2 km außerhalb, leicht erhöht. Wunderbare Lage, mit Fachwerkhaus, Tische unter Weiden, auch klimatisch bevorzugt – keine Feuchtigkeit und doch die Milde der Rheinebene noch. Ich glaube, es waren 7,50 €, diesmal Warmdusche inklusive ohne Münzen und sogar für Frankreich selten: Klopapier vorhanden. Ziemlich Betrieb, auch Zelter und Radler dort (sogar velotraum-Radlerpaar aus Lahr). Im Ort bekomme ich auch gegen 21:30 h noch ein genüssliches Menü – erfreulich auch wieder mit delikaten Finessen, samt Wein muss ich aber 30 Euronen berappen. Morgens gibt es leckere Sachen aus der Bäckerei, auch gute Sandwiches für die Mittagspause. Saverne habe ich ja schon mal letztes Jahr hier vorgestellt – eine wunderschöne Fachwerkstadt. Insgesamt Bestnoten für das gesamte Servicepaket vor Ort.

11.6. Saverne - Lutzelbourg - Dabo - Col du Valsberg (652m) - Wangenbourg - Col de Pandours (662m) - (Cascade du Nideck) - Oberhaslach - Wolxheim - Strasbourg – Kehl (114 km, 1030 Hm)

Morgens noch wenig Wind (nachts gar nix), ab ca. 11 Uhr aber stärker werdend. Wunderschön entspannte Fahrt am Rhein-Marne-Kanal. Eindrucksvolle „Schleusentechnik“ beim Schiffshebewerk bei Arzviller. Zwischen Lutzelbourg und Dabo mehrere Möglichkeiten zum Kauf von Kristallkunsthandwerk – wohl weniger ideal für Radler. Zunächst eher offene Route nach Dabo (bergauf nun mit Gegenwind) – markantes Zeichen der Rocher de Dabo mit einem Kirchlein drauf. Man kann natürlich auch eine Extraschleife hochfahren, war ich aber nicht. Nach Dabo schattig, insgesamt bis zum Col du Valsberg eine mäßige Steigung (dafür lange Anfahrt). Kurz vor dem Pass nochmal ein Panoramablick samt Rocher de Dabo.
Schattige, eher steilere Abfahrt, unten bei Wangenbourg mehrere kleine Auf und Abs mit steilen Rampen – schließlich auch steil zum Col de Pandours. Auf der Abfahrt Fußweg zum Cascade du Nideck – dauert samt Rückweg und Foto-Shooting eine Stunde – möglicherweise ist man schneller, wenn man den Zugang unterhalb nimmt (man kann also auch durchmaschieren, Rad mitnehmen bitte nicht).
In Oberhaslach wähle ich die etwas schwierigere Route durch den Haslacher Wald und anschließend durch die Auf und Abs der Weinstraße. Alles sehr schön Orte. Leider extremer Gegenwind, unweit Strasbourg auch schon mal „Stehversuche“. Deswegen auch nur kurze Etappe möglich (wollte eigentlich bis Peterstal). In Strasbourg mache ich ein paar Fotos im Petite France. Strategisch möchte ich aber für den nächsten Tag wenigstens über den Rhein. Seltsame Wolken türmen sich auf, der Wind wirbelt Sand über den gesamten Rhein – es bleibt aber trocken.
Camping in Kehl fast voll, Radlergruppe trifft mit mir ein. 6,30 € ist der Minipreis, einen Euro muss man aber noch für Warmduschen berappen – diesmal wenigstens vorher angekündigt. Restaurant direkt am Platz – ziemlich teuer, und kurz nach 21:00 Uhr nichts mehr zu haben. Also beim Chinesen im Ort für ca. 19 € gespeist (gut). Frühstück auch im Camping-Restaurant möglich, lohnt aber nicht (zu teuer für zu wenig). Etwas Feuchte am Zelt, Nacht aber mild. Insgesamt eine mittlere Wertung für Kehl.

12.6. Kehl - Zierolshofen - Achern - Bühl - Varnhalt - Baden-Baden - Müllensbach - Gernsbach - Bad Herrenalb - Dobel - Höfen - Schömberg - Bad Liebenzell - Weil der Stadt - Leonberg || S (137 km, 1850 Hm)

Schön war es bisher, auch teils anspruchsvoll, aber mein Höhenmetertraining ist noch nicht so ganz auf Touren gekommen. Für eine südliche Schwarzwaldüberfahrt finde ich es zu spät – daher kreuze ich die Rheinebene nach Norden, erst windstill, bald aber wieder aufflackernd. Es bietet sich an, nochmal eine Pause am Trippschsee zu machen – allerdings dann mit heftiger zweiter Tageshälfte. Der Wind bleibt dann aber doch zurückhaltend. Es geht über mehrere altbekannte Schwarzwaldhügel zurück, in Malmsheim verpasse ich die S-Bahn, in Leonberg ist es dann bereits dunkel und mein Hungerast meldet sich deutlich, sodass ich dann für den kleinen Rest die geschiente Dienstleistung in Anspruch nehme.

Ach so, Fotos habe ich natürlich auch gemacht:
Schwarzwald-Vogesen/Cascade du Nideck Pfingsten 2008
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 17.05.08 09:54

Hallo Matthias,

mal wieder ein sehr schöner Bericht und noch schönere Bilder dazu. Kompliment!!!
Die Strecke, die du gefahren bist, kenne ich weitgehend und ist immer eine Radtour wert. Auch deiner Bewertung kann ich voll zustimmen.
War selbst an Pfingsten von Saarbrücken nach Radolfzell unterwegs. 340 km in 2,5 Tagen gegen diesen fiesen Ostwind - es war hammerhart. Da hast du es doch geschickter angestellt, und trotzdem hat dich noch ab und zu eine Böe von vorne erfasst.

Gruß Hildegard
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 17.05.08 10:31

Hallo Matthias,
da hast Du ja - während wir Kisten ausgepackt und Löcher in die Wand gebohrt haben- die schönen Tage optimal genutzt und eine wirklich schöne Tour in einer mir wohl bekannten Gegend gemacht. Deine Fotos sind übrigens wie immer ein Augenschmaus bravo
LG Nat
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 18.05.08 00:20

In Antwort auf: natash

während wir Kisten ausgepackt und Löcher in die Wand gebohrt haben-

Oh je, hoffentlich ohne blaue Finger und immer scharf an der elektrischen Leitung vorbei... zwinker
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.06.08 01:59

So, nun endlich mein Bericht zur Kurzreise am Fronleichnam-Wochenende. Quasi die Fortsetzung meiner Pfingsttour – d.h. die mittleren Vogesen südlich von Oberhaslach und nördlich der Linie Colmar/Col de la Schlucht. Erneut mit einer Anfahrt über den Schwarzwald, Rückfahrt durch die Rheinebene und bis ins Pfinztal, Rest mit Zug. Die Tour war auch sowas wie die Generalprobe für die Sommertour – statistisch 23 Vogesenpässe – allerdings einige davon nur in meiner Fahrtrichtung Überrollpässe, was aber nicht besagt, dass es weniger Hochpunkte gab, denn zwischen zwei Überrollpässen liegen auch schon mal gerne ein oder zwei weitere Hochpunkte, die keine Pässe sind. Landschaftlich super, das Wetter blieb leider hinter den Erwartungen zurück.

Mi, 21.05. Stuttgart - Böblingen - Nufringen - Kuppingen - Nagold - Oberschwandorf - Pfalzgrafenweiler – Hallwangen (76 km, 890 Hm)

Der Start um ca. 16 Uhr unter einer dunklen Wolkendecke, geradezu düster, ziemlich kühl, bleibt aber trocken, Seiten- und Rückenwind. Bereits jenseits von Nufringen schöne, artenreiche Blumenwiesen. Von Nagold bis Iselshausen, hier ins Waldachtal, dass sich als sehr schöne Alternative zur Bundestraße via Altensteig erweist. Feuchtwiesen, intakte Natur. Seltsamerweise viele Autos – offenbar von vielen als Alternative zur B 28 nach Altensteig genutzt. Ab Oberschwandorf via Bösingen (jetzt steiler ansteigend und das Waldachtal verlassend) kaum noch Verkehr. Auf die B 28 bei Pfalzgrafenweiler, Camping Königskanzel (9,50 €, Dusche inkl., ohne Münze) auf einer Anhöhe mit Aussicht. Schöne Anlage, gute Sanitärgebäude, SB-Restaurant mit wenigen Gerichten vorhanden (Hähnchen mit Pommes und Rotwein 9 €), Qualität mäßig. Treffe zwei Radler auch aus Stuttgart auf dem Weg nach Freiburg.

Do, 22.05. Hallwangen - Freudenstadt - Alexanderschanze (971m) - Bad Peterstal - Zell - Lahr - Nonnenweier - Erstein - Obernai - Mont-Ste. Odile (764m) - le Hohwald
(144 km, 1715 Hm)

Die Nacht war kühl, aber noch akzeptabel. Zelt noch trocken – aus dem Waschraum zurück nieselt es sich ein. Entsprechend ausgehangener Schlafsack feucht und Zelt bald auch. Es wird zunehmend nasskalt, verspätete Abreise nach langer „Trockenarbeit“ ca 9:25 Uhr. Nieselregen in Freudenstadt kurz unterbrochen, danach weiter nass auf der Schwarzwaldhochstraße bis Alexanderschanze. Weiterhin kühl, talwärts aber immerhin trocken.

Nach Bad Peterstal steiler Anstieg hinüber ins Harmersbachtal, leider weiterhin trüb – kenne das Tal in umgekehrter Richtung bei Sonne – da leuchtet es herrlich, aber auch jetzt noch schön. Zu empfehlen auch wegen mehrere Mühlräder und schöne Orte im unteren Talabschnitt, Zell ist die kleine Perle. Empfehlung: in umgekehrter Richtung fahren.

Gleich weiter zur B 415 Richtung Lahr, mit Anstieg verbunden, Blick offen und hinauf auf die Ruine Hohengeroldseck. In Lahr etwas milder, dicke Wolken bleiben aber. Einige Häuser mit besonderem Mauerschnörkel am Fenster. Der Radwegauszeichnung folgend teilweise über nicht asphaltierte Dammwege, zunehmend zäh gegen den Wind. Ab Nonnenweier dann nerviger Gegenwind, endlos wirkt die Gerade am Rhein entlang, Querung der großen Schleusenanlage bei Gerstheim.

Erste Begegnung mit schönen elsässischen Fachwerk in Erstein. Richtung Obernai stärkerer Verkehr. Am Fuße der Vogesen liegt Obernai, sehr schönes Städtchen mit mit pittoresker elsässischer Fachwerksbaukunst, Camping nahe westlicher Ausfahrt vorhanden. Die Auffahrt zum Odilienberg (Klosteranlage) dann lange und ziemlich konstant steil durch dunklen Mischwald. Stetiger Niesel. Größere Felsbrocken vermitteln oben etwas mysteriöse Stimmung, gute Wandermöglichkeiten. Aussicht wegen des Nieselwetters getrübt, sehr kühl. Der Abzweig Richtung le Hohwald liegt nur wenig unterhalb des Pilgerortes.

Nur wenig abwärts, geht es zunächst zäh auf einer Art Höhenstraße durch den Wald. Offene Wiese mit Eseln, dann kurze Abfahrt nach le Hohwald. Camping Municipal (weder abends noch morgens jemand vorgefunden, daher 0 €, Dusche inkl., ohne Münze, kein WC-Papier) liegt windgeschützt ortsauswärts nach der Talmulde im bereits ansteigenden Teil Richtung Col du Kreuzweg. Weil es noch leicht regnet, denke ich darüber nach, in einem hübsch zurecht gemachten Bed & Breakfast nachzufragen. Gehe dann doch auf den Camping, alsbald der Regen sogar aufhört. Ich verspeise im A l’Ancienne Grange Flammkuchen, Galettes, Rotwein, Dessert (25 €), empfehlenswert, nette Einrichtung.

Fr 23.05. le Hohwald - Cascade du Hohwald - Col du Kreuzweg (766m) - Col de la Charbonnière (960m) - Col de Steige (534m) - Col de la Salcée (585m) - Col d'Urbeis (602m) - Fouchy - Col de Fouchy (603m) - Lièpvre - Châtenois - Haut-Koenigsbourg (755m) - Thannkirch - Ribeauville - Col du Ht. de Ribeauville (742m) - Col de Fréland (831m) – Fréland
(117 km, 2200 Hm)

Die Nacht war angenehmer als erwartet. Ich versäume zurück in den Ort le Hohneck zu fahren, was sich rächt: Danach finde ich bis ca. 14 Uhr in Chatenois wegen der entlegenen Route keine geöffnete Bäckerei oder einen Supermarkt. Restaurationsbetriebe hätte es aber genügend gegeben. Ich komme aber mit meinen Reserven zurecht, etwas „Süßstoff“ kam auch noch hinzu. Zunächst aber mache ich eine Abstecher zum Cascade du Hohwald, ca. 800 m Stichstraße bzw. -weg, fahrbar, zum Schluss aber steil und zu rutschig für mein Velo. Der kleine Umweg ist durchaus lohnend.

Meist offen ist der Weg zum Col du Kreuzweg, viel Weideflächen am Hang, einige Auberge als Unterkünfte vorhanden. Oben ein Hotel/Seminargebäude, nach kurzer Abfahrt wieder Anstieg zum Col de la Chabonnière, der in meiner Fahrtrichtung kein echter Pass ist, weil es anschließend weiter hoch geht (Kuppe ohne Pass über 1000m). Zunächst begleitet lichter Mischwald, viele Farne - die Abfahrt zum Col de Steige ist dann von Weitblicken und gelbem Ginster an den Hängen gekennzeichnet.

Auch der Col de Steige ist in Fahrtrichtung kein echter Pass – vielmehr eine Talmulde mit einem kleinen See (Picknickplätze, kein Badesee). Hier steht auch ein Hinweis zur Marmeladenverkostung bei Les Confitures du Climont – Erklärungen und Vorführungen in den Kupferkesseln inklusive. Ich koste mich durch und kaufe ein paar Gläschen ein. Es wird gerade voll, denn eine Schulklasse hält Einzug. Bei Sonnenschein fahre ich über den Col de la Salcée (auch wieder kein echter Pass in Fahrtrichtung, es geht weiter hoch, um zum Col d’Urbeis auf der anderen Seite wieder abzufallen. Viele Blumen, Ginsterhänge und Weideland für Kühe und Ziegen beschreiben die Landschaft. Ein launige Afahrt führt nach Urbeis, dort steiler Anstieg zum Col de Fouchy, mit viel Ginster, Bergziegen, tolle Abahrt mit Bergwiesen ins Silbertal, ab Lièpvre eher langweilige Flachstrecke mit viel Verkehr.

In Chatenois erreiche ich die Weinstraße, schöner Ort. Erstmals richtig warm – obwohl in den Vogesen auch überwiegend Sonne, blieb es dort kühl. Wegen Mittagspause auch hier Bäckereien geschlossen, Supermarkt nur weit außerhalb Richtung Selestat. Finde Döner-Imbiss an Ausfallstraße, das dortige Sandwich ist miserabel. Anschließend dann wieder gute Qualität aus franz. Bäckerei. Weiter ein kurzes Stück sommerliche Weinstraße nach Kintzheim, wieder schönste Fachwerkarchitektur und einladende Lokale.

Anstieg zur Haut-Koenigsbourg unten steiler als oben – nur wenige Blicke vorab, waldreich, viele Rennradler unterwegs. Sensationell schöne Burg, aus dem 12.-15. Jh., Anfang des 20. Jh. für Kaiser Wilhelm II. wirklichkeitstreu nachgebaut. Außenbesichtigung kostenlos, wer innen rein will, kann das Rad bei ein Gepäckaufsicht abgeben. Diverse Shops mit Souvenirs und Literatur zum Ritterwesen. Bleibe selber aber nur draußen.

Nach kurzer Abfahrt Gegenanstieg Richtung Thannenkirch, dann sehr schönes Tal Bergenbach, feucht-schattiger Wald, teils alpiner Charakter. Bergheim mit schönem Tor, Ort nicht besichtig, gleich weiter auf der Weinstraße nach Ribeauville. Grandioser Postkarten-Ort mit Fachwerkbaukunst vom Feinsten, endlose Bildmotive, allseits Störche auf den Türmen, lauter leckere Spezialitäten, schöne Lokale zum Relaxen – hier könnte man auch länger verweilen.

Zum Col du Haut Ribeauville unten schönes, grünes, blumereiches Tal, meist steil, einige Passagen mit Straßenpflaster, oben Nadelwald, nach Pass weiter hoch nach Aubure – ruhiger Höhenort mit Camping. Kurzer weiterer Anstieg zum Col de Fréland, dann herrliche Abfahrt mit Wald und Bergwiesen. Quasi noch vor Ortsanfang Abzweig zum Camping la Cabanes Thai nebst einiger Wohnhäuser, an einem Bachlauf gelegen. Der Camping (5,70 €, Dusche inkl., ohne Münze, kein WC-Papier) liegt direkt bei einem Thai-Restaurant, die Thailänderin kocht, der frz. Mann bedient. Weil erstes Hauptgericht gut (Hühnchen mit Tamarindensauce und Minzeblättern, kleinste Nudelnester), aber zu wenig Kohlehydrate, benötige ich ein zweites, das weniger ansprechend ist (Hühnchen mit Nüssen) – Hauptsache viel Reis (samt Rotwein 27 €), denn das Tagesprogramm war heftig.

Sa 24.05. Fréland - Col de Châmont (680m) - Lapoutroie - Faude - Lapoutrie - Orbey - Collet du Linge (975m) - Col du Wettstein (882m) - Col du Calvaire (1134m) - Col du Louchbach (978m) - Col du Bonhomme (949m) - Col du Pre de Raves (1025m) - Col des Baganelles (903m) - Ste. Marie-aux-Mines - Col de Ste. Marie (772m) - Bertrimoutier - Col d'Hermanpaire (608m) - Col du Las (701m) - ? (589m) - Col du Saales (554m) – Saales
(130 km, 2450 Hm)

Am Morgen ist es sehr trüb, nach dem Waschgang schon wieder Nieselregen. Ich kann aber einigermaßen gut noch das Zelt verstauen. Der Camping liegt direkt an der ansteigenden kleinen Straße zum Col de Châmont (es gäbe eine weitere Zufahrt im Ort), nach den letzten Häusern mit Ginster in dichten Wald rein, auch mystisch, später Bergwiesen mit kleiner Zwischenabfahrt, oben Kunstfiguren am Pass nebst offener Wiesen und Weitblick. Rassige Abfahrt durch dichten Mischwald.

Es bleibt nieselig, fahre zunächst an Lapoutroie vorbei, während einer kräftigen Schauer stelle ich mich bei einer ehemaligen Tankstelle unter. Zurück in den Ort, gibt es keinen direkten Hinweis zum Col de Bermont. Ich folge dem Gefühl und meiner Karte nach, teils sehr steil durch Weidewiesen. Die Straße endet bei einem Hotel (Faude), nur eine Forststraße aus Schotter führt kurz vorher noch weiter hoch – das ist mir zu rutschig zum Ausprobieren, fahre zurück, muss unten feststellen, dass bei der alternativen Auffahrt vor der Kirche der Hinweis für den Col de Bermont steht mit Plussymbol – das war die Forststraße… - nun, ich war nahe dran am Pass, aber nun nicht gefahren – ist jedenfalls nicht durchgehend asphaltiert – was aus der Michelin-Karte nicht hervorgeht.

Auf der viel befahrenen D 48 nach Orbey, Supermarkt am unteren Ortseingang, Ort hat nicht viel zu bieten. Man kann hier direkt Richtung der Bergseen fahren, ich fahre aber den Umweg über die D 11 an les Trois-Epis vorbei (zertstreuter Ort auf kleiner Hochebene) und weiter am Grand Hohnack vorbei zum Collet du Linge. Es gibt steile, aber auch flachere Abschnitte. Soweit Ausblicke, schaue ich auf wolkenverhangene Vogesenberge, es regnet mal weniger, mal mehr, ab und an eine Regenpause. Kiefernwald, Buchenwald – urtümlich, Moose begleiten den Weg – und dann die Zeugnisse der Schlachten des Ersten Weltkrieges – Bunker und Kreuze – ein Irrsinn der Menschen. Friedhöfe auf Friedhöfe. Tod für nichts und das mitten in schönster Natur. Sinnlose Verbrechen.

Weder der Collet du Linge noch der Col du Wettstein sind Pässe in meiner Richtung. Gibt keine überdachten Picknickmöglichkeiten und so – kaum das ich angehalten habe – packe ich die Sachen wieder zusammen, weil es erneut regnet. Aufwärts durch Nadelwald zum Lac Blanc auf über 1000m, lasse ich den Lac Noir aus (man fährt eine Stichstraße runter, was anschließend einen zusätzlichen Anstieg erfordert). Am Lac Blanc wandern viele hinauf zum Rocher Belmont oder steigen hinab zum Lac Noir. Durch das Wasser, das vom Lac Blanc zum Lac Noir herunterläuft wird ein Kraftwerk betrieben. Auch hier keine windgeschützte Sitzgelegenheit jenseits der Restauration. Es ist sehr kühl, Wolken hängen an den Bergen am See.

Nach dem Col du Calvaire befinde ich mich auf der Route des Crêtes. Hier oben gibt’s Wintersportangebote und Downhill-Biking, die Radler kommen per Sessellift wieder nach oben. Es folgen kleinere Abfahrten, flachere Abschnitte und giftige Anstiege, bald nur noch in einer Wolke. Teilweise reicht die Sicht nicht mehr für 50m. So hinunter ohne Sicht auf die Landschaft nach Ste. Marie-aux-Mines – eine ehemalige Silberbergbaustadt. Idyllische Winkel und nette Häuser geben dem Ort viel Flair, wenn es denn nicht so düster wäre.

Es folgt ein wieder längerer Anstieg zum Col de Ste. Marie, schön aber stramm zu fahren, oben wieder in der Wolke. Dann nach Westen auf der Abfahrt endlich sonnige Aufhellungen, unten in der Ebene des Fave-Tals leuchten wunderbar artenreiche Blumenwiesen. Es wäre nicht weit bis St. Die-des-Vosges, auch eine direkte Verbindung nach Saales würde ich jetzt problemlos schaffen. Ich folge aber etwas zeitriskant meinem Plan über entlegende Straßen über den Col d’Hermanpaire (angenehm zu fahren) und den Col du Las (kleines Steilstück durch dunklen Wald, danach einfach).

In Saales ist der Camping Municipal am westlichen Ortseingang geschlossen (offen ab 15. Juni), man kommt auch nicht sonstwie rein. Ich suche die Umgebung ab, und beschließe im Bar-Restaurant Hôtel-de-Ville zu essen und einfach wildzucampen, zumal im gesamten Ort es außer einem moderneren Hotel keine sonstige Übernachtungsangebote gibt. Spaghetti mit Putenstreifen und ein riesiger Flammkuchen sind das Nachtmahl (mit Rotwein und Espresso ca. 20 €). Jenseits des Friedhofes finde ich sowas wie einen Schrebergarten, wo ich das Zelt gut aufschlagen kann. Richtig Ruhe finde ich in der Nacht nicht, zunächst gibt’s seltsamste Geräusche von nachtaktiven Tieren, dann schüttet es kräftig bis fast zum Morgen. An einer Stelle ist das Zelt nicht ganz dicht. Immerhin, am Morgen etwas Sonne, die auch bis zum Mittag bleibt.

So 25.05. Saales - Col du Hantz (541m) - Col de Praye (785m) - Col du Donon (718m) - Schirmeck - Urmatt - Molsheim - Entzingen - Straßbourg - Kehl - Rheinau - Iffezheim - Haueneberstein - Malsch - Ettlingen - Waldbronn-Busenbach - Singen-Wilferdingen || Stuttgart (190 km, 910 Hm)

Den Col du Hantz erreicht man angenehm über einen anderen Hochpunkt dann abwärts, schließlich weit hinunter, bevor ich ins Val de Senones abzweige. Dieses feuchte, enge, schattige Tal erradelt man auf einer kleinen Forststraße, die auch für den motorisierten Verkehr freigegeben ist – allerdings fährt hier fast niemand her. Das Tal ist ein echtes Vogesen-Highlight. Urwüchsige Farne, stränige Gräser, querliegende Bäume, glitzernde Kaskaden, irisierendes Licht-Schattenspiel und vor allem die archaischen Moose auf Steinen, Bäumen oder einfach mitten im Flusslauf vermitteln eine urzeitliche Waldromantik von selten gesehener Schönheit. Oben folgt eine hochmoorige Wiesenlandschaft, sodann ab dem Col de Praye (ebenso wie der Col du Donon nicht ausgewiesen) ist die Fahrt weniger aufregend.

Der Donon gilt als heiliger Berg und birgt so manches Rätsel in sich. Theoretisch ließe sich hier die Route durch die Vogesen nach Norden u.a. über eine Forststraße fortsetzen. Doch die drohenden Wolken aus Westen lassen mich eine „sichere“ Route einschlagen, um zur Not in den Zug zu steigen. Von den Restaurantationsbetrieben geht eine weitgeschwungene Abfahrt auf bester Straße ins Tal nach Schirmeck. Das Bruche-Tal bietet noch das eine oder andere Idyll, mit Mutzig erreicht man dann jedoch wieder die Weinberge. Ebenso wie in Molsheim stehen auch hier schöne Fachwerkbauten, die Stadttore ähneln sich. Nach Molsheim folge ich der Flachroute via Entzheim nach Strasbourg – dort an allem Innenstädtischen vorbei (trotzdem wieder verfahren) und nach Kehl eine ziemlich lange Route durch die Rheinebene – ein Weg via Schwarzwald-Berge ist mir wegen dort gleichermaßen drohender dicker Wolken zu riskant. Nach Einsetzen der Dunkelheit kann ich diesmal ohne lange Wartezeit in den Zug.

Und hier dann die Foto-Auswahl: Les cols du Vosges central
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 02.06.08 19:02

Hallo Mathias,

danke für deinen ausführlichen Bericht. Zu 95% bin ich diese Strecken auch schon gefahren und hatte im Gegensatz zu dir meistens gutes Wetter. Aber den Col de Prayé hab ich auch schon im Wolkennnebel erlebt. Dort ist es einfach immer schön. Kann nur jedem diese Tour empfehlen.

Deine Fotos sind auch wieder ein Augenschmaus. Vor allem die zahlreichen Detailaufnahmen.

Bewundernswert ist auch deine tägliche Kilometer- und Höhenmeterleistung.

Gruß Hildegard
von: Anonym

Radtour Pisa-Elba-Pisa - 08.06.08 14:55

Bild von meiner Radtour nach u. auf Elba
Wer mehr Bilder sehen möchte, bitte PN mit E-Mailadresse an mich. Einladung ins Fotoalbum bei Arcor (174 Bilder) kommt dann.
von: ruta40

Veloland Schweiz - Nr. 5 & Nr. 9 - 29.06.08 08:42

Hallo

Hier mal ein Bild von der Tour durch die Schweiz.

Dauer: 16 Tage
Kilometer: 1157
Regen: nur einmal, aber 4 Tage lang wirr



Tschau, Jörg
von: Uli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 29.06.08 16:42

Eine Runde durch die Eifel

Mitte Juni habe ich eine einwöchige Tour durch die Eifel gemacht. Hier ein Abriss über gut 600 km in sieben Tagen.

Ahrtal-Radweg (Remagen - Ahrdorf)
Ein Beginn mit Pauken und Trompeten! Kurz nach dem Start in Remagen überrascht mich ein Unwetter mit allem, was der gemeine Radfahrer nicht mag: Blitz, Donner, Sturm, Hagel und Starkregen. Aber dafür kann der Ahrtal-Radweg nix. Nach einer Stunde in einem Hauseingang ist der Spuk wieder vorbei. Große Pfützen und herabgerissene Äste zieren die kommenden Kilometer. Eine Unterführung hinter Sinzig ist voll gelaufen und muss umfahren werden. Ansonsten ein netter, an diesem Sonntag bis Bad Neuenahr viel befahrener Weg. Obacht muss man auf die vielen Rennradfahrer geben, die offensichtlich denken, dass sie ein eingebautes Vorrecht haben und Regeln für sie nicht gelten. In Bad Neuenahr dann die nächste Herausforderung: Der Festumzug zum Rheinland-Pfalz-Tag wird für die folgenden 5 Stunden fast den gesamten Ort und damit auch den Radweg unpassierbar machen. Eine Umleitung ist natürlich nicht ausgeschildert. Also wieder zurück auf (den Orts-) Anfang und unter tatkräftiger aber unfähiger Hilfe der grünen Verkehrsordner einmal um den Ort rum. (Aber dafür kann der Ahrtal-Radweg nix.) Hinter dem hübschen Ahrweiler beginnt der spektakuläre Teil des Ahrtals. Durch einen von kantigen Felswänden und steilen Weinhängen gesäumten, tiefen, engen und verwinkelten Taleinschnitt geht es meistens direkt neben der Bahnlinie höchst interessant und abwechslungsreich voran. Nicht allzu schnell, denn es lohnt sich öfters mal stehen zu bleiben und die Umgebung in Augenschein zu nehmen. Wobei die Landschaft deutlich schöner ist, als die voll auf Ausflugstourismus und Weinseligkeit setzenden Ortschaften. Einziger Minuspunkt: Der Lärm der motorgetriebenen Ausflügler von der unweit verlaufenden Bundesstrasse, der hinter Altenahr noch weiter ansteigt. Ab Kreuzberg weichen Fels und Wein zurück und das Ahrtal verwandelt sich ein hübsches Wiesental, durch das der Radweg sich meist auf der alten Bahntrasse angenehm bis Dümpelfeld schlängelt. Dort schlägt dann das Ahrtal einen Haken nach Westen, Bahntrasse und Radweg auch. Das Tal wird wieder enger und die Krachmacher weichen auf andere Strassen aus. Auch das Wetter schlägt einen Haken, denn die seit dem mittäglichen Gewitter wechselnde Bewölkung mit viel Sonne wird durch einen kurzen, kräftigen Regenschauer beendet. Trotz der Passage auf der Strasse ist der folgende der für mich angenehmste, weil ruhigste Abschnitt des Ahrtal-Radwegs. Damit ist ab Mürsch wieder Schluß, die B258 und damit mächtig Lärm erobern das Tal. Der Radweg auf der alten Bahntrasse ruft hier bei mir ambivalente Gefühle hervor. Einerseits abseits vom Kfz-Verkehr und ohne große Steigungen, andererseits absolut abgeschottet durch Bäume und Büsche, so dass man von der Gegend absolut nix mitbekommt.

Kalkeifel- und Mineralquellen-Radweg (Ahrdorf - Niederehe - Daun)
Der Übergang vom Ahrtal- zum Kalkeifel-Radweg ist so fliessend, dass der Radfahrer, der im Ahrtal weiter Richtung Blankenheim will, aufpassen sollte. Es ändert sich die Geräuschkulisse – Vögelzwitschern statt Motorenbrummen - , nicht aber der Weg – eine von der Umgebung abgeschottete, alte Bahntrasse. In Ahütte verlässt man diese kurz, hinter dem Ort geht es darauf weiter. Vor Üxheim-Niederehe taucht mitten im Wald plötzlich ein großes Schild auf: „Mineralquellen-Radweg“. Eine interessante, weil ohne große Steigungen auskommende Verbindung zum Maare-Mosel-Radweg nach Daun. Bloß warum steht der Weg im bikeline-Buch ganz anders drin? Vielleicht weil der Weg eigentlich nicht empfehlenswert ist. Direkt nach dem Abzweig muss man auf einer Furt durch einen Bach schieben und trifft nach einem Abschnitt auf ruhiger Landstrasse auf einen völlig zugewachsenen, holprigen und steinigen Wirtschaftsweg. Diesen lehne ich bei jetzt anhaltenden, starken Regen wg. Unbefahrbarkeit ab und quäle mich über den Berg bis Dreis-Brück, wo mich der selber viel Rad fahrende Besitzer „meiner“ Unterkunft am Abend dreimal fragt, ob ich mich nicht vertan habe. Der „fahrbare“ Weg verläuft doch auf der anderen Seite des Bachs (Abzweig in der Spitzkehre). Nein, ich habe mich nicht vertan. Die erst wenige Wochen alte Ausschilderung weist bedauernswerterweise in diesen Katastrophenweg. Leider ist das nicht der letzte miese Abschnitt des MQRw. Nach der einzigen steilen, aber nur kurzen Steigung in Dockweiler führt der Weg abwärts durch einen Wald Richtung Daun. Sehr idyllisch und ruhig, viel Natur, aber furchtbar zu fahren, da der Waldweg typisch, d.h. ausgefahren, steinig, glitschig, holprig, ... ist. Nach ca. 5 km ist damit zum Glück Schluß, vor Rengen gibt es wieder Asphalt unter die geplagten Räder.

Maare-Mosel-Radweg (Daun - Lieser)
DER Vorzeige-Radweg! Einfach spitze. Nachdem ich in Daun die versteckt liegenden Nachschubmöglichkeiten gefunden hatte (vom Bahnhof runter zum Kreisverkehr und quasi gerade durch diesen durch folgen hinter der nahen Linkskurve zwei große Supermärkte) beginnt das erste Highlight dieser Tour. Total entspanntes Radeln auf einem tollen Radweg durch eine abwechslungsreiche, ruhige Gegend mit Wald und Wiesen. Alle paar Kilometer gibt es gut angelegte Rastplätze, vor den Orten sind die für Radfahrer hilfreichen Gewerbe aufgeführt (Hotels, Radwerkstätten, ....) und die vielen, etwas abseits Sehenswürdigkeiten (die Eifel-Maare, das Vulkan-Haus, die Burgen in Manderscheid, ...) sind ausgeschildert. Einfach spitze. Wenn es überhaupt etwas zu bemeckern gibt, dann die kurzzeitig nervende Autobahn, sowie anfangs die Vorfahrt der querenden Wege gegenüber dem Radweg, was sich lustigerweise Richtung Mosel ändert. Außer mir waren nur wenige andere Radler unterwegs – „ach, wie schön“ -, das wird am Wochenende aber wahrscheinlich anders sein. Findige Reiseveranstalter karren ganze Gruppen mitsamt Rädern nach Daun, lassen diese abwärts Richtung Mosel fahren (Achtung: es geht nicht immer abwärts, ganz im Gegenteil) und kredenzen unterwegs auch noch Picknick. Trotzdem: Der Radweg ist einfach ein Genuss!

Mosel-Radweg (Lieser - Wasserbillig)
Dazu gibt es nicht mehr viel zu berichten. Von Lieser bis Schweich ist das für mich eine der schönsten Radstrecken in Deutschland (Highlight 2), weiter bis Wasserbillig hingegen gefällt mir der Moselradweg überhaupt nicht, egal auf welcher Uferseite. „Ohren zu und durch!“

Sauer-Radweg (Wasserbillig - Wallendorf)
Welch ein Kontrast zum Mosel-Radweg. Abgebogen von der Mosel Richtung Norden wird es schlagartig geradezu idyllisch. Leider hält dieser Eindruck nur ganz kurz an. Je weiter man der Sauer aufwärts folgt, desto mehr nimmt der Autoverkehr auf der N10 zu (ich habe abends 47 Kfz in 2 Minuten gezählt). Da der Radweg meist direkt neben dieser verläuft, nervt das gewaltig, ebenso wie die vielen Querungen der N10. Auch ein kurzzeitiges Ausweichen auf die dt. Flussseite hilft nicht und bringt wohl erst ab Bollendorf etwas Ruhe. Schade, ich hatte mich auf eine nette Strecke gefreut. Gekrönt wurde dieser weniger schöne Tag durch eine bemühte, aber unfähige Touristeninformation in Bollendorf (etwas, was mir in Prüm nochmals widerfahren wird) und das seit langem ungastlichstes Hotel, in dem ich absteige. Unvollständige Telefonauskunft (z.B. falscher Preis), schlechte Zimmer, langsames Personal und Essen auf Kantinenniveau werden abgerundet durch einen Chef, der sich einen Dreck um das Nichtrauchergesetz schert und ständig paffend durch das Haus läuft.

3-Länder-Route (Teil1: Wallendorf - Arzfeld)
Weiter sollte es auf der hier quasi nicht ausgeschilderten 3-Länder-Route über Körperich, Geichlingen und Koxhausen ins Enztal gehen. Wer auch die Sauer nordwärts radelnd diese Route nehmen will, dem sei empfohlen ab Bollendorf auf der deutschen Flussseite zu fahren und vor Wallendorf auf die sehr ruhige Landstrasse durch das nette Gaytal abzubiegen. Hinter dem angenehm verschlafenen Körperich (Tante-Emma-Laden im Ort) geht es dann aufwärts auf die Eifelhöhen – Highlight Nummer 3 der Tour. Nachdem der Radler sich auf einem einsamen Sträßchen durch Wald und Wiesen hochgekurbelt hat, tut sich ihm eine weite, gewellte Hochfläche auf. Getreidefelder und Wiesen wogen im steten Westwind und vereinzelte Rinderherden zaubern schwarz-weisse Punkte in die Landschaft. Das Auge kann weit in fast alle Richtungen schweifen und erfasst unter einem weiss-blauen Himmel in der Ferne kleine Dörfer, dunkle Wälder, runde Hügel und scharf gegenüber dem Horizont abgrenzte Bergkämme. Das gefiel mir so gut, dass ich spontan nicht nach Neuerburg ins Enztal gefahren bin, sondern hinter Koxhausen weiter auf der Höhe über Karlshausen und Jucken nach Arzfeld – nachmachen! Gekrönt wird dieser Abschnitt durch eine unglaubliche Ruhe: Während der knapp vier Stunden zwischen Wallendorf und Arzfeld sind mir keine 100 Kfz begegnet.

Prümtal-Radweg (Arzfeld - Manderscheid - Prüm)
Für den Übergang vom Enztal ins Prümtal gibt es mehrere, ausgeschilderte Varianten. Zwischen diesen habe bin ich einen Mittelweg gewählt, der mich mit 82 km/h in der Spitze unterhalb von Manderscheid auf den Prümtal-Radweg führte. Zu diesem gibt es nur wenig zu berichten. Das interessanteste ist der alte Bahnhof in Pronsfeld. Ansonsten ist es ein typischer, gut fahrbarer, aber eher langweiliger Bahntrassen-Radweg. Der anfangs geringe Lärmpegel nimmt dabei merklich zu, je näher man Prüm kommt.

B265 (Prüm - Hellenthal)
„B265 – was ist denn das für ein Radweg?“ Keiner! Da ich in der Ecke nicht das erste Mal unterwegs bin, wusste ich, dass diese Bundesstrasse ohne große Steigungen schön auf einem Bergkamm mit weiten Aussichtsmöglichkeiten nach Osten und Westen entlangt geführt wird. Da sie nur bei Prüm und Losheim stärker, ansonsten höchstens mäßig befahren ist, wurde sie entgegen meinen üblichen Gepflogenheiten in die Route aufgenommen. Und genau wie beschrieben war es dann auch, so dass das Radeln bei steifen Rückenwind und viel Sonne bis Hellenthal richtig Spaß machte. (Ich hoffe, dem LKW-Fahrer, der nicht 5 Sekunden warten konnte, sondern in einer Linkskurve überholen musste, sitzt der Schreck aufgrund des nur ganz knapp vermiedenen Frontalzusammenstoßes noch heftig in den Gliedern.)

3-Länder-Route (Teil2: Hellenthal - Aachen)
Ab der Oleftalsperre bin ich wieder der 3-Länder-Route (Aachen – Trier), die in NRW besser ausgeschildert ist, gefolgt. Schön, ruhig und gut fahrbar der Abschnitt entlang der Talsperre, schön, ruhig und richtig mies der Abschnitt entlang der belg. Grenze und durch das Perlenbachtal (tiefer Schotter). Zwei Tipps für diesen anstrengenden, weil steigungsreichen Abschnitt: Auf der B258 war zwar viel Verkehr, ich würde aber trotzdem von / nach Kalterherberg über Höfen zu fahren, vor allem Richtung Trier. Und wer in dieser Richtung von der B258 zur Talsperre abfährt: Passt bitte gut auf! An der steilsten Stelle geht der Asphaltweg abrupt und schwer zu sehen in eine schlechte Schotterpiste über (zum Glück nur kurz). Weiter über Kalterherberg und Mützenich (trotz Nationalpark und des nahen Monschau touristisches Niemandsland) geht es rüber nach Belgien. Von hier bis Aachen ist es wieder ein angenehmes Pedallieren auf ruhigen, gut ausgebauten und ebenso ausgeschilderten Wegen. Oft geht es durch Wälder, Höhepunkt ist die interessante Wesertalsperre bei Eupen.

NRW-Radroutennetz: Aachen – Düsseldorf
Entsprechend der Beschilderung des NRW-Radroutennetzes bin ich dann von Aachen aus heimwärts gefahren. Im Vorfeld hatte ich mir eine Route errechnen lassen, aber nicht die Liste der Fahrtanweisungen mitgenommen, sondern nur die ausgeschilderten Fernziele notiert. Alleine die Angabe dieser auf der Beschilderung sollte mich zum Ziel führen, was nach den Ansprüchen der Macher und meinem Dafürhalten das Ziel eines ausgeschilderten Routennetzes sein sollte. Um es kurz zu machen: Ich bin etwas enttäuscht, denn die Beschilderung ist gut, aber sie genügt (für diese Strecke) alleine nicht, um sicher und problemlos ans Ziel zu kommen. Es ist halt der wunde Punkt einer Beschilderung, dass ein einziger Fehler reicht, um sich richtig zu verfahren. Als Nutzer des NRW-Radroutennetzes benötigt man (leider doch) eine detaillierte Karte oder etwas Glück.

Planung
Vorbeitet hatte ich diese Eifel-Tour bis Aachen mit dem „Radatlas Eifel“ aus der bikeline-Reihe. Zum Planen ist dieser brauchbar, vor Ort zeigt sich allerdings, dass man der im Vorwort gemachten Aussage, dass jeder Meter von Redakteuren abgefahren und überprüft wurde, keinen großen Glauben schenken darf. Hier sei nur auf den gröbsten Fehler des Buches hingewiesen: Der Mineralquellen-Radweg verläuft nicht von Kelberg nach Üxheim-Niederehe, sondern als Verbindung von Maare-Mosel- und Kalkeifel- bzw. Ahrtal-Radweg von Daun über Dreis-Brück nach Üxheim-Niederehe.

Mein Fazit:
Die Eifel ist eine schöne und abwechlungsreiche Gegend und für Mittelgebirgstouren sehr empfehlenswert. Obwohl ich zum Großteil woanders unterwegs war, ist es erstaunlich, wie sehr die Eindrücke dieser Reise denen meiner letztjährigen Tour gleichen. Deutschland ist landschaftlich schön, aber viel zu viele Ecken sind verseucht von den Auswüchsen unseres Mobiltätswahns, der sich in übermäßigen Kfz-Lärm niederschlägt. Der qualitative und quantative Ausbau von Radfernwegen schreitet voran und das - abgesehen von einzelnen Ausreissern - mit m.E. guten Ergebnissen, so dass das Radfahren an sich viel Freude macht. Die Ausschilderung in NRW und RLP hat mittlerweile ein fast durchgängig ausreichendes Niveau, so dass das Orientieren überwiegend leicht ist. Im Gegensatz dazu lässt – für mich unverständlich - die touristische Infrastruktur einiger Gebiete, die eigentlich auf Urlauber setzen, arg zu wünschen übrig. Bei den Übernachtungsbetrieben schreitet der Wegfall guter „Mittelklasse-Herbergen“ anscheinend weiter fort - entweder billig und ungastlich oder sehr teuer und unnötiger Luxus. Beim Essen geht der Trend leider immer mehr in Richtung „Nahrungsaufnahme“ und weg von dem, was ich mit „gut speisen“ bezeichnen möchte. Beides sind Trends, die ich überwiegend abseits größerer Orte betrachte. Deshalb werde ich wohl von einer Vorliebe Abschied nehmen müssen und demnächst statt der Übernachtung „auf dem Lande“ verstärkt mein Quartier in Städten suchen.

Gruß
Uli
von: Tandemfahrer

Auvergne mit Rad und Zelt - 04.07.08 17:05

Also, ich machs kurz: Die Auvergne sollte es in diesem Jahr sein, und zwar eine zweiwöchige Tour mit Rad und Zeltausrüstung. Als Ausgangspunkt habe ich Clermont-Ferrand ausgeguckt, da diese Großstadt gut per Bahn zu erreichen ist.
Mehr oder weniger kurzfristig hatten sich auch noch meine beiden Töchter eingeklinkt - die Aussicht auf zwei Wochen Frankreich zu Lasten von Vaters Kreditkarte schien wohl recht verlockend.
Die Hinreise führte uns von Köln mit dem Thalys in weniger als vier Stunden nach Paris Nord. In diesem Expresszug sind Fahrräder nur komplett verpackt mitführbar. In Paris dann: Fahrräder auf dem Bahnsteig zusammenbauen - Verpackung entsorgen - aufsatteln und ab zum Gare de Lyon, vier Kilometer entfernt.
Ach so, die Fahrradkarten für den Schnellzug nach Clermont-Ferrand müssen ja noch gekauft werden (geht nämlich nicht per Internet). Im Gare de Lyon vor jedem der vier offenen Schalter fünfzig Meter Menschenschlange; Reservierung aus dem Automaten? Fehlanzeige; na dann eben ohne Reservierung den Zug geentert und die Räder verladen. Der Radtransport kostet dann 60 Euro statt 30 Euro. Wenn das so weitergeht....
Während der Fahrt Richtung Süden zieht sich die Sonne immer mehr zurück, und stattdessen öffnet der Himmel seine Schleusen zu einem beschaulichen Dauerregen.
Vom Bahnhof direkt zum Campingplatz? Waas? Bei dem Wetter? So hartgesotten zeigen sich meine Mädels nun doch nicht...
Also gut, für die erste Nacht wird ein Formule1-Hotel angefahren.
Am nächsten Morgen gings dann endlich auf Tour, die uns in einer weiten Schleife von Clermont-Ferrand nach Süden und wieder zurück führen sollte. Neben den ordentlichen Campingplätzen suchten wir öfters Bed & Breakfast-Häuser (pardon - Chambres et Table d'hote) auf, um Schlechtwetterperioden zu überbrücken. Hier gabs neben einem guten Bett auch noch ein opulentes Abendessen für ca 12 Euro Aufpreis pro Person.

So, nun lasse ich die Bilder für mich sprechen:
http://picasaweb.google.com/tandemfahrer1/Auvergne2008

Zusammenfassung: Sehr durchwachsenes Wetter von Affenhitze bis Schnürlregen war das einzige Problem der Tour. Keine Pannen, keine gesundheitlichen Probleme. Auf den Nebenstraßen angenehm wenig Autoverkehr. Die Franzosen, mit denen wir zusammentrafen, waren immer spontan auskunfts- und hilfsbereit. Unsere mindestens mittelmäßigen Französischkenntnisse taten ihr übriges.

Für die Zukunft habe ich mir allerdings vorgenommen: Radurlaub - ja bitte! Zelten - nein danke, nicht mehr mit mir! Die mögliche Ersparnis wird in meinen Augen durch den höheren Aufwand beim Transport des ganzen Hausrates nicht ausgeglichen.

Einen schönen Sommer und erlebnisreiche Reisen wünscht
Euer Tandemfahrer
von: Uli

Re: Auvergne mit Rad und Zelt - 04.07.08 19:33

Zitat:
Der Radtransport kostet dann 60 Euro statt 30 Euro.

Seit kostet die Mitnahme von Rädern im Zug in Frankreich etwas (Ausnahme: TGV)?
Gruß
Uli
von: Tandemfahrer

Re: Auvergne mit Rad und Zelt - 04.07.08 20:45

Im Corail (vergleichbar mit dem deutschen Intercity) kostet die Mitnahme im Radabteil 10 Euro pro Strecke und Rad.
In Regionalzügen (TER) ist es wohl kostenlos.
Gruss Tandemfahrer
von: Uli

Re: Auvergne mit Rad und Zelt - 04.07.08 21:22

Zitat:
Im Corail (vergleichbar mit dem deutschen Intercity) kostet die Mitnahme im Radabteil 10 Euro pro Strecke und Rad.

Entweder ist das so neu, dass auch die einschlägigen Webseiten davon nichts wissen, oder man hat Euch gut abgezockt.
Gruß
Uli
von: Falk

Re: Auvergne mit Rad und Zelt - 04.07.08 22:08

10€ mit Reservierungspflicht kostet der Fahrradtransport in den aufgedonnerten und auch für die Fahrgäste platzkartenpflichtigen Corail Téoz (und eventuell in den Nachtzügen Corail Lunea).

Falk, SchwLAbt
von: Uli

Re: Auvergne mit Rad und Zelt - 04.07.08 22:17

Wieder dazu gelernt: Dass der Teoz auch nach Clermont fährt ist mir neu. Nehme (fast) alles zurück. zwinker
Gruß
Uli
von: Tandemfahrer

Re: Auvergne mit Rad und Zelt - 04.07.08 23:23

Danke, Falk, für deine fachkundige und umfassende Auskunft. Das mit der Abzocke ist allerdings auch nicht so weit hergeholt. Ein älterer Herr, der mich kurz vor dem Ziel ansprach und nach dem Preis für den Radtransport fragte, kriegte bei meiner Antwort Stielaugen und bezeichnete den Preis als "skandalös".
Gruss T.
von: Hoin

Alle Jahre wieder - Sardinien! - 07.07.08 22:52

Hallo liebe Lesenden.

Zum dritten Mal in Folge habe ich jetzt Sardinien beradelt. Eine Inselumrundung 2006, um mal einen Eindruck zu bekommen, die Nordküste (Palau und Santa Teresa) 2007. Dieses Jahr stand die Nurra, der Nordwesten, auf dem Programm: Stintino und Alghero. Aber nur als Sahnehäubchen. Wie letztes Jahr auch bin ich von der Haustür aus losgeradelt, dieses Jahr nach Genua.

Ich habe die leichte Flusstour genommen, den Kocher aufwärts, die Brenz abwärts, die Donau aufwärts, die Schussen abwärts, einen Schlenker um den Bodensee, den Rhein aufwärts. Gut, der San Bernardino war nicht unbedingt ein Flussradweg, aber dann ging es wieder abwärts, am Ostufer des Lago Maggiore entlang, etwas den Ticino abwärts, über den Po, noch einen Hüpfer über den Passo dei Giovi nach Genua, 856 km und 4426 Höhenmeter bis hierhin.

Auf Sardinien bin ich dann nochmal 350 km und 2140 Höhenmeter geradelt. Ich hatte 6 Tage ein Hotel in Stintino, danach 5 Tage in Alghero. Regentage gab es in den 22 Tourtagen nur drei richtige (wo ich die Regenjacke anziehen musste), ansonsten zwar ab und zu ein paar Tropfen, aber in der Tendenz überwiegend sonnig und warm.

Zwei Forumsmitglieder durften die Bilder vorab schon sehen, der eine oder andere hat sie vielleicht schon von alleine gefunden. Für den Rest der Welt jetzt ganz offiziell:
Sardinien 2008 - Stintino und Alghero

Viel Spaß!

Ciao,
Hoin.
von: ruta40

Veloland Schweiz - Nr. 5 & Nr. 9 - 07.07.08 22:58

Hallo

Jetzt gibt es noch ein paar Bilder mehr.

Die Strecken sind ja klar.
Siehe: http://www.veloland.ch







Eindeutig zweideutig listig


Dort wo Fuchs & Hase sich gute Nacht sagen.




















DAMIT geht es den Pass hoch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCnigpass
Von Meiringen aus gibt ein eine super Naturstraße durch den Wald.



Da hat mich der Regen aber richtig erwischt.
Zum Glück gibt es immer mal wieder Waldhütten.




Alles ohne GPS zwinker


Ein Rad von Eddy Merckx. Schade um das Velo böse


Das ist ein lustiger Kasache der in Deutschland lebt.
Er möchte mit einem Fahrrad zurück in seine Heimat radeln.
Kein Witz.......


Tschau, Jörg
von: iassu

Re: Alle Jahre wieder - Sardinien! - 07.07.08 23:16

Hallo Hoin,
habe mit großem Interesse die ersten 20 Bilder gesehen, dann aber abgebrochen. Kann fast alle Bilder erst öffnen, wenn ich unter der Anzeige den Zurück Button klicke. Es kommt ewig lange nur hellblau. Nervig ist auch, daß man bei ganz großer Darstellung keine Möglichkeit zum Weiterklicken hat.
Andreas
von: ruta40

Und noch einmal - 08.07.08 11:16

traurig traurig traurig










































Tschau, Jörg
von: Hoin

Re: Alle Jahre wieder - Sardinien! - 08.07.08 22:16

Hi.

In Antwort auf: iassu

Hallo Hoin,
habe mit großem Interesse die ersten 20 Bilder gesehen, dann aber abgebrochen. Kann fast alle Bilder erst öffnen, wenn ich unter der Anzeige den Zurück Button klicke. Es kommt ewig lange nur hellblau. Nervig ist auch, daß man bei ganz großer Darstellung keine Möglichkeit zum Weiterklicken hat.
Andreas


Ja, Arcor hat da etwas Probleme. Wenn zu viele gleichzeitig auf das Fotoalbum zugreifen, gibts Timeouts. Dafür kostet es nichts, außer Geduld. Meine eigene Homepage ist zu klein für ein Fotoalbum und mein eigener Server zu Hause zu langsam. grins

Ciao,
Hoin.
von: martin boehm

Kurze Tour: München-Engadin-Freiburg - 15.07.08 17:02

Die Zeit ist knapp, der große Urlaub ist erst in einigen Monaten in Sicht, eine Woche Pauschalurlaub ist nicht das Gewünschte?
Lösung: Ab aufs Rad, die Packtaschen angehängt und los.

Strecke: München [Isarradweg bis Mittenwald] – Inntal [Inntalradweg nach St. Moritz] – über den Malojapass (2315m) nach Zürich – kurze Passage am Rhein entlang und durch das Wehratal nach Todnau – auf MTB-Strecken über den Schauinsland nach Freiburg.

Insgesamt ca. 750km, überwiegend auf Trails, Waldwegen, Nebenstrassen und Radwegen.
Fahrtage: 7
Übernachtungen: 6x freies Campen und 3x bei Freunden in St. Moritz, Zürich und Freiburg. Wer die Strecke ohne Zelt fahren möchte, findet zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten auf allen Streckenabschnitten.
Streckenprofil: Bis auf den Abschnitt Chur-Zürich (140km): wellig bis bergig, hin- und wieder sind entweder gute Fahrtechnik, schieben oder auf Hauptstrassen ausweichen nötig.
Reisezeit: Anfang Juli (Möglich von ca. Mitte Mai bis Anfang Oktober)

Fazit: Sehr schöne Strecke mit vielen tollen Lagermöglichkeiten. Vernünftige Grundkondition sollte vorhanden sein.


















Mehr Bilder und eine grobe Karte gibt es hier:
www.visufix.de/engadin.html

Viel Spaß auf Euren Touren, viele Grüße: Martin
von: iassu

Re: Kurze Tour: München-Engadin-Freiburg - 15.07.08 22:38

Hervorragende Bilder!
Andreas
von: martin boehm

Re: Kurze Tour: München-Engadin-Freiburg - 16.07.08 22:47

Hallo Andreas,

danke! schmunzel

Grüße: Martin
von: DerZugvogel

Re: Und noch einmal - 20.07.08 13:48

@ruta40: hat der Herr auf dem letzten Foto eine Deutschlandflagge falsch herum am Fahrrad montiert? Ich hab mich schon öfter gefragt ob das Unkenntnis ist oder irgendeinem Grund hat? grins
Den in Albanien hängt die Deutschlandfrage an jedem 2. Hotel auf dem Kopf und ich hab auch schon die Flagge der USA auf dem Kopf gesehen die eigentlich schon bekannt sein sollte.
von: DerZugvogel

Re: Und noch einmal - 21.07.08 11:03

Es soll natürlich Flagge und nicht frage heißen wirr
von: Jim Knopf

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 21.07.08 12:05

Hallo,

habe die ersten Bilder meines Norwegenurlaubs hier bei Pixum eingestellt. War bislang wunderschoen. Bin jetzt in Tromsø und werde heute Nacht mit der suedgehenden Hurtigrute meine Heimreise beginnen.
von: ruta40

Re: Und noch einmal - 22.07.08 10:45

In Antwort auf: DerZugvogel

@ruta40: hat der Herr auf dem letzten Foto eine Deutschlandflagge falsch herum am Fahrrad montiert? Ich hab mich schon öfter gefragt ob das Unkenntnis ist oder irgendeinem Grund hat? grins
Den in Albanien hängt die Deutschlandfrage an jedem 2. Hotel auf dem Kopf und ich hab auch schon die Flagge der USA auf dem Kopf gesehen die eigentlich schon bekannt sein sollte.


Hallo

Das habe ich gar nicht gesehen, gut beobachtet zwinker

Der Kasache (oder ist er JETZT Deutscher??!) machte auf mich einen guten und sympatischen Eindruck.
Keine Ahnung ob das Absicht war.
Wenn ja, fände ich das ziemlich "frech".

Tschau, Jörg
von: Sickgirl

Re: stuttgart - Avignon - 24.07.08 21:39

Ich bin im Juni von Stuttgart nach Avignon geradelt, vier Wochen lang mit 2500 km und 34 000 hm.
Morgens mit der ersten S-Bahn nach Weil-der-Stadt und dann über das Rheintal nach Basel. Von da aus ging es dann über das Jura nach Genf.
Dort wollte ich mich entscheiden, wie es weiterging. Als ich in Deutschland losfuhr, waren die großen Pässe in den französischen Alpen alle noch gesperrt, so das ich in Genf erst mal schauen musste, wie es weiterging.
Ins nächste Internet Cafe und endlich alle Pässe offen, so konnte ich meine Tour wie geplant durchführen.
So ging es dann weiter: über Chamonix nach Martigny in der Schweiz, uber den Großen und kleinen St. Bernhard wieder zurück nach Frankreich. Da hatte ich echt übles Wetter erwischt. Regen der auf der Passhöhe in Schnee überging.
Aber danach hatte ich Glück, so das ich die folgenden Pässe bei Sonnenwetter überqueren konnte:
Col de l´Iseran
Col du telegraphe
Col du Galibier
Alpe d´Huez
Col du Isoard
Col du Vars
und zum Abschluß den Col de la Bonette
In Südfrankreich angekommen bin ich dann gemütlich über die Verdon Schucht zum Mont Ventoux gefahren.
Ich hatte dann noch einige Tage Zeit, in denen ich einen kleinen Abstecher über die Cevennen und die Gorge de l´Ardeche gemacht habe , bis ich meine eigentliches Ziel Avignon erreichte. Von da aus ging es dann mit dem Fahrradbus zurück nach Deutschland.
Hier geht es zu den Fotos: Fotoalbum
von: Peter Lpz

Re: Und noch einmal - 24.07.08 21:54

Die Frage mit der amerikanischen Flagge kann ich inzwischen beantworten. Ich habe die Leute nämlich einfach gefragt, warum sie das machen. Es handelt sich um den Leipziger Raurm zwischen Leipzig und Weissenfels. Die Orte sollen in den nächsten 20 - 30 Jahren der MIBRAG zum Opfer fallen, sprich Kohlegrube werden. Die MIBRAG(Mitteldeutsche Braunkohle AG) befindet sich in amerikanischer Hand. Die Fahne verkehrtherum aufzuhängen drückt tiefes Missfallen gegenüber dieser Nation aus. Wohl eine Vorstufe der Verbrennung. Das man das mit deutschen Fahnen auch tut ist mir neu. Ob es dieselbe Bedeutung hat, weiß ich auch nicht.

Gruß Peter
von: Pedalen-Paule

Re: Und noch einmal - 24.07.08 22:08

In Antwort auf: Peter Lpz

Die MIBRAG(Mitteldeutsche Braunkohle AG) befindet sich in amerikanischer Hand. Die Fahne verkehrtherum aufzuhängen drückt tiefes Missfallen gegenüber dieser Nation aus.


Man sollte nie die Dummheit unterschätzen. Sie ist unendlich groß.
von: DerZugvogel

Re: Und noch einmal - 25.07.08 00:29

Wenn man die Flagge auf den Kopf hisst ist das das militärische Zeichen für Notstand. Da mir aber die umgedrehten flaggen allesamt in Albanien begegnet sind wird es wohl weder mit dem einem noch mit dem andern zutun haben. zwinker
von: wusele

Re: Und noch einmal - 27.07.08 21:57

In Antwort auf: Sickgirl
Von da aus ging es dann mit dem Fahrradbus zurück nach Deutschland.

Hallo,
Was ist das für ein Fahrradbus, der von Avignon nach Deutschland fährt?
Grüße Gudrun
von: Uli

Re: Und noch einmal - 28.07.08 10:43

Zitat:
Was ist das für ein Fahrradbus, der von Avignon nach Deutschland fährt?

Ich nehme mal an dieser hier: http://www.natours.de/bb08 .
Gruß
Uli
von: wusele

Re: Und noch einmal - 28.07.08 15:43

danke, gut zu wissen auch wenn die Reisedaten etwas rar sind.
Wir hatten dieses Jahr extreme Beförderungsprobleme mit der SNCF innerhalb von Frankreich.
Regionalbahnen (ter und corail) sind ausgefallen, viel zu spät gekommen, Verbindungen sind mehrfach geplatzt. Andere Verbindungen wurden auf Dauer durch Busse ersetzt (Schienenverkehr eingestellt), die ewig unterwegs sind (Ussel - Montlucon: ca. 3 Stunden), weil sie jeden Provinzbahnhof anfahren - dann war man noch von der Laune des Busfahrers abhängig, ob er einen auch mitnimmt, weil es keine Regeln gibt.
Unglaublich, wenn man meint, das geht so gut wie in Deutschland oder Österreich!
Grüße Gudrun
von: Sickgirl

Re: Und noch einmal - 28.07.08 18:51

In Antwort auf: Uli
Zitat:
Was ist das für ein Fahrradbus, der von Avignon nach Deutschland fährt?

Ich nehme mal an dieser hier: http://www.natours.de/bb08 .
Gruß
Uli


Genau, mit natours
von: olafs-traveltip

Re: Und noch einmal - 28.07.08 22:24

Es gibt auch einen TGV mit Radmitnahme
TGV 05430:

13h24 - AVIGNON TGV

19h19 - STRASSBURG
von: Uli

Re: Und noch einmal - 29.07.08 10:25

Zitat:
Unglaublich, wenn man meint, das geht so gut wie in Deutschland oder Österreich!

Wenn das heissen soll, dass bei Streckensperrungen, Zugausfällen / -verspätungen und Schienenersatzverkehr bei DB und ÖBB alles (mehr oder weniger) prima klappt: Ich kann mit genügend Gegenbeispielen dienen.
Gruß
Uli
von: wusele

Re: Und noch einmal - 29.07.08 21:09

In Antwort auf: Uli
Ich kann mit genügend Gegenbeispielen dienen.

Ich auch, aber so wie dieses Jahr in Frankreich hat es uns noch nie erwischt...
Grüße Gudrun
von: wusele

Re: Und noch einmal - 29.07.08 21:12

In Antwort auf: olafs_traveltip
Es gibt auch einen TGV mit Radmitnahme

Im TGV muss man doch das Rad auseinanderbauen und verpacken, wie machst du das, wenn du auf Reisen bist???
Grüße Gudrun
von: olafs-traveltip

Re: Und noch einmal - 29.07.08 21:16

Nicht bei den TGV die explicit für Radmitnahme angegeben - und die 10€ pro Rad kostet.

Wie das aussieht siehtst Du z.B. der dieser Webseite:
http://home.arcor.de/fries.p/Provence%202008/BerichtHeimreiseProvence.htm

Gruß

Olaf
von: Uli

Re: Und noch einmal - 30.07.08 11:13

Zitat:
Nicht bei den TGV die explicit für Radmitnahme angegeben - und die 10€ pro Rad kostet.

... und reservierungspflichtig ist.
Gruß
Uli
von: hemavomo

Re: stuttgart - Avignon - 01.08.08 22:50

Hallo Sickgirl

richtig schöne Tour hast Du da gemacht. Dieses Jahr bin ich von Nizza nach Norden fast dieselbe Strecke gefahren, und zugewinkt haben wir uns dann zwischen Telegrah und Iseran. zwinker schmunzel

noch viele schöne Touren

Volker
von: Goya2

Re: Rheinradweg + Berlin-Kopenhagen + ... - 07.08.08 19:59

Hallo Ulli82,bin neu in dem Radreiseforum.Finde einfach keinen Link,um eine Frage an alle zu stellen.Du bist die Tour Berlin-Kopenhagen gefahren.Kannst Du mir sagen,ob der Flughafen Kopenhagen Verpackungskartons für das Fahrrad anbietet?Air Berlin hat diesen Service nicht.Fahre am 20.08.08 Wipperfürth(Bergisches Land)über Münster-Berlin-Kopenhagen.Wäre prima,wenn Du helfen könntest.Mfg.Hans Stuplich
von: Holger

Re: Rheinradweg + Berlin-Kopenhagen + ... - 07.08.08 20:08

Schreib es doch als Beitrag im Bereich "Länder". Ist nicht schwierig: Auf den Bereich Länder klicken, dann auf "neues Thema" (oben links). Dann einen aussagekräftigen Betreff wählen (z. B. Verpackungskartons Flughafen Kopenhagen) und dann Deine Frage stellen.

Vorher kannst Du vielleicht die Suchfunktion bemühen.

Gruß
Holger
von: ulli82

Re: Rheinradweg + Berlin-Kopenhagen + ... - 08.08.08 09:12

Hallo,

deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten, da ich mit dem Zug abgereist bin.

Ach ja: herzlich Willkommen im Forum.
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 09.08.08 15:43

Hallo,
gerade eben habe ich eine Auswahl von Fotos meiner Karpatenradreise hochgeladen. Ihr könnt euch die Bilder hier anschauen: http://picasaweb.google.de/PETHIL/RadreiseKarpaten2008
Viel Spaß! Fragen zur Tour beantworte ich gerne. Zeit, einen ausführlichen Reisebericht zu schreiben hab ich leider nicht.

Fazit der Reise: der "Wilde Osten" Europas hat uns gut gefallen. Besonders Rumänien und die Ukraine. Dort hatten wir allerdings auch das bessere Wetter.
Wir fühlten uns immer überall sehr sicher. Die Bevölkerung erlebten wir als freundlich, eher zurückhaltend und sehr religiös. Besonders in der Ukraine haben wir für unsere Begriffe viele Radreisende getroffen: Österreicher und vor allem junge Tschechen.
Pannen hatten wir trotz der oft schlechten Straßen und Pisten keine. Nur meine Rohloffnabe hat ständig Öl verloren. Nebeneffekt davon war, dass meine Kette selbst nach heftigsten Regenfällen nie geölt werden musste - das hat die leckenede Nabe automatisch geregelt. Um dieses Problem kann ich mich aber erst übernächste Woche kümmern. Erst am Flughafen in Budapest bemerkte mein Mann, dass die Hinterradfelge mehrere Risse aufweist und wohl nicht mehr lange halten wird - mittlerweile ist eine neue Felge bestellt. Bei der Ankunft am Kölner Flughafen dürfen wir dann noch einen Platten reparieren. So ist der Urlaub an den Rädern doch nicht spurlos vorübergegangen.
An uns übrigens auch nicht. Die nächste Radreise in den vielleicht etwas ferneren Osten oder Südosten Europas wird wohl im Winter geplant.

Gruß Hildegard
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.08.08 11:11

Hallo Hildegard,
sehr schöne Fotos, ich erkenne auch einiges wieder.In Rumänien scheint man auch weiter im Osten einiges am Erscheinungsbild der Orte getan zu haben. Wie war das da mit dem Verkehr, hat der auch so horrend zugenommen oder geht es dort, weil da ja auch weniger Leute leben?
Gruß Natalie
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.08.08 17:04

Hallo Natalie,

ja, man fängt in manchen Orten an Bürgersteige anzulegen (vor allem in der Bukowina). Was uns aber mehr gestört hat, war die Tatsache, dass in vielen Ortschaften das Erscheinungsbild durch das Fehlen von Bauvorschriften zerstört wird. Rumänen, die im Ausland zu Geld gekommen sind, bauen z.B. neben die alten Holzhäuser "moderne", große und schreiend bunte Steinhäuser mit viel Edelstahl. Für unsere Begriffe ein wirklich scheußlicher Kontrast zu den oft sehr schönen Holzhäusern.
Ob der Verkehr zugenommen hat kann ich schlecht beurteilen, da ich das erste mal in Rumänien war. Wir empfanden den Verkehr auf Haupstraßen, die wir aber gemieden haben und im Bereich der größeren Ortschaften als stark. Nebenstraßen und Passstrecken waren für unsere Begriffe nur wenig befahren.

Gruß Hildegard
von: Goya2

Re: Rheinradweg + Berlin-Kopenhagen + ... - 11.08.08 09:51

Hallo Holger! Vielen Dank für die Information.Bin Deiner Anweisung gefolgt.Hat funktioniert.Vielleicht kann jemand helfen.Danke!Mfg.Hans.
von: berndi

Rheinradweg in der Schweiz - 13.08.08 16:05

Hier einige Bilder unserer diesjährigen Tour auf dem Rheinradweg in der Schweiz mit Abstecher zum Splügenpass und Malojapass.Viel Spaß beim Anschauen.

Gruß Bernd und Heike.

http://picasaweb.google.de/berndies/RheinradwegInDerSchweizMitAbstecherSplGenpassUndMalojapass
von: sunnym23

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 16.08.08 21:08

Hier sind meine Foto, habe noch keine Kommentare geschrieben werde diese nächste Woche mal machen. Wenn ihr etwas wissen wollt fragt doch.
http://picasaweb.google.com/sunnymTraveler

War diesen Sommer 3 Wochen in Schweden, von Stockholm nach Göteborg, 1400km in 15Tage gefahren, der Rest pause oder Stadtbesichtigung 4Tage in Göteborg
mein Streckenverlauf:
Stockholm Arlanda-Flughafen-Upsala, Västera, Kulma, Gullspang, Mariestad, Vänersborg, Stenungsund, 70km vor Lysekil(weiss nicht mehr wo), Hunebostrand, 15 Km vor Strömstad(Free Camping mit Holländer), Strömstad+ Koster-Inseln(lohnt sich nicht anzuschauen, ist aber Autofrei), Ed(kleinse Stück durch Norwegen), 7km nach Gräfnas(freecamping), 20km vor Vänersborg((über Haverud, (einmalig auf der Welt) Schläuse-Zugbrücke-Autobrücke alles übereinander)), Lerum(max. KM/H 70 Hügel-herunter, Göteborg- Askim-Stand Camping
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 01.09.08 18:14

Hier: http://picasaweb.google.de/PETHIL/MitDemRadQuerDurchDieSchweiz2008 nun meine Bilder von meiner kürzeren Reise durch die Schweiz.

Gruß Hildegard

P.S. Für einen ausführlichen Bericht reicht meine Zeit nicht. Fragen beantworte ich aber gerne.
von: Hoin

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 10.09.08 20:34

Hi.

Nachdem ich im Alleinradler-Thread etwas gegackert habe, stelle ich jetzt doch meine Spätsommer-Reise hier rein. Es war eine kombinierte Gruppen-Alleinreise mit vielen Pässen (7 Stück) und Lebensmittelvergiftungen (4 Stück). krank

Grobe Route: Start in Regensburg - etwas Donau - etwas Inn - Salzach - Pass Lueg - Gerlos-Pass - Zillertal - Finstermünz- und Reschenpass - Etschtal - Stilfser Joch - Ofenpass - Inntal - Flüela - Rheintal - Bodensee.

Fotoalbum: Tauernradweg und Stilfser Joch

Viel Spaß,
Hoin.
von: spelli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 11.09.08 13:05

Hallo!

Dieses Jahr habe ich exakt nach 4 Wochen und 3028 Kilometern an meinem 25. Geburtstag mit einem guten Freund das Nordkapp erreicht.

Ein kleinen Bericht gibts hier:

Spelli zum Nordkapp
von: Benni

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 11.09.08 14:58

Hallo,
ich denke zum obigen Bericht passt dann auch ganz gut die Fahrt in die andere Richtung.
Nach 366 Tagen, 18.600 Kilometern und vielen Mitfahrern habe ich Kapstadt in Südafrika erreicht.
Berichte, Bilder, Filme und vieles mehr gibt es auf der Homepage
Bike-Together
von: spelli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 11.09.08 16:06

In Antwort auf: Benni
Hallo,
ich denke zum obigen Bericht passt dann auch ganz gut die Fahrt in die andere Richtung.
Nach 366 Tagen, 18.600 Kilometern und vielen Mitfahrern habe ich Kapstadt in Südafrika erreicht.
Berichte, Bilder, Filme und vieles mehr gibt es auf der Homepage
Bike-Together


Also wenn du meinen Bericht meinst, dann passts nicht so ganz ;-)
von: Pedalen-Paule

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 11.09.08 16:41

Hallo Benni,

Respekt und herzlichen Glückwunsch zur erfolgreich abgeschlossenen Tour. Mich würde interessieren, wie viele km bzw. Prozent deiner Tour du einen Mitfahrer hattest? Oder anders gefragt: Musstest du oft dein Gefährt alleine antreiben?
von: Benni

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 11.09.08 16:46

Hallo spelli,
ich denke, es passt recht gut. Du bist ans Nordkap gefahren und ich ans südliche Kap. Wenn sich jetzt noch einer dranhängt, der nach Westen und Osten gefahren ist, ist es perfekt.

Ich hatte auf ca. 4500 Kilometer Mitfahrer.
Viele Grüße
Benni
von: spelli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 11.09.08 22:43

Sternfahrten...

Mir würde hierzu folgender Link einfallen: http://de.youtube.com/watch?v=RT4FcEISDG0

Am Ende der Tour hatten wir kurz überlegt, noch nach Kirkenes zu radeln, aber irgendwie möchte man dann erst mal nicht mehr...

Nächstes Jahr wirds irgendwas mit den Alpen und irgendwann später mal was i. R. Gibraltar... Aber deine Tour ist bemerkenswert! - Tolles User-Bild übrigens!
von: Tumaisch

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 12.12.08 11:36

Hallo,

Als Fan der Schweizer Alpen hier einige Fotos der bisher befahrenen wunderschönen Alpenpässe.
Desweiteren Reiseberichte, Länderinfos und Fotos von über 20 europäischen Ländern

Gruss Thomas
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 05.01.09 19:40

Hallo,

möchte euch meine Bilder der neuesten Tour durch den großen Süden Marokkos nicht vorenthalten. http://picasaweb.google.de/PETHIL/MarokkosGroErSDen122008#

Gruß Hildegard
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 05.01.09 20:14

Hallo Hildegard,
sehr einfallsreiche Verpackung der Räder - wieviel Rollen waren es denn?
Schöne aparte Landschaften, scheint mir allerdings recht holprig gewesen zu sein?
Sehr gelungene Fotomotive dabei, Gratulation!
Was mir aufgefallen ist: die Kleidung sieht meist recht dick aus: War es sehr kalt (oder war das nur Staubschutz)?
von: skämt åsido !

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 05.01.09 20:19

In Antwort auf: veloträumer
Hallo Hildegard,
sehr einfallsreiche Verpackung der Räder - wieviel Rollen waren es denn?


Wenn ich mir mal erlauben darf.Ich habe ganze drei Rollen gesehen.Mächtig gewaltig...

http://picasaweb.google.de/PETHIL/MarokkosGroErSDen122008#5287868812762027554
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 05.01.09 21:02

Hallo Matthias,

na, pro Rad 2 Rollen, also 100 m Folie stramm gewickelt. Zu zweit haben wir mittlerweile Übung darin und brauchen zum Wickeln pro Rad gerade mal 10 Min.

Holprig war es nur auf wenigen Kilometern Piste, ansonsten sind wir Teerstraßen gefahren, deren Belag jedoch sehr, sehr rauh ist.

Von den Temperaturen hatten wir alles zwischen 0° C und 30°C. Was sich aber auch bemerkbar gemacht hat, war der Windchillfaktor, vor allem im Antiatlas, wo wir zwischen 4° und 10°C bei eisigem Gegenwind hatten, musste ich meine Winterjacke überziehen und selbst auf der Abfahrt in die Palmoase habe ich noch die Handschuhe getragen. Auch im Süden in der Wüste, war es abends nach Sonnenuntergang und morgens noch recht frisch. Die leichten langen Hosen, haben wir wie du schon vermutest zum Staubschutz getragen und weil wir uns damit in Marokko, in einem Land, in dem die Menschen total verhüllt sind, einfach wohler fühlen.

Gruß Hildegard
von: krid

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 05.01.09 21:21

Hallo Hildegard,

In Antwort auf: amarillo
na, pro Rad 2 Rollen, also 100 m Folie stramm gewickelt. Zu zweit haben wir mittlerweile Übung darin und brauchen zum Wickeln pro Rad gerade mal 10 Min.


Ich finde die Idee grandios. Habt Ihr schon einmal Schäden am Rad gehabt? Durch die dünne Folie durch kann sich ja immer noch was verbiegen.

Ciao,
Dirk
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 05.01.09 21:40

Hallo Dirk,

richtige Schäden bisher eigentlich nicht, seit wir diese Wickelmethode mit Frischhaltefolie anwenden. Einmal war nach dem Rückflug ein Low-Rider leicht verbogen. Das konnte mein Mann aber wieder richten.
Gut an der Methode ist einfach, dass man die Folie gut transportieren kann und dass sie billig ist. Nachteil, man sollte schon zu zweit sein: einer wickelt der andere hebt jeweils das Rad, wenn benötigt an und nimmt die Rolle entgegen.

Gruß Hildegard
von: phoenix73

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 25.04.09 09:46

Hei schmunzel

Eigentlich wollte ich mich in dem Forum anmelden, um ein paar Fragen loszuwerden ... als ich dann freigeschaltet war, hatte ich die erste Tour bereits hinter mir. grins Mitte März habe ich mir (m)ein Rad gekauft, Anfang April ging es dann nach Schweden, also von Rostock nach Trelleborg, und von dort einfach Richtung Norden (Westküste). Eine gute Freundin ist mitgefahren, die nicht zum ersten Mal so eine Tour gefahren ist, wir waren bis Vilshärad und von dort ging es dann wieder zurück. Die Tour dauerte 5 Tage und wir sind ca. 600 km gefahren. Es können auch 580 gewesen sein zwinker
Es war noch etwas kalt, aber ansonsten war es toll.
Das sind die Pics ->
Bilder

... übrigens tolles Forum! Wenn ich die Reiseberichte hier lese und die Fotos sehe, dann könnte ich sofort wieder losfahren.

Gruß, Phoenix
von: naphta

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 22.07.09 08:50

da ich das gerade hier entdeckt hab, tu ich schnell auch mal einen link zu unserem blog rein - für wenn das wen interessiert:
www.grandtour.at

die reise ist noch "work in progress" von wien nach china (oder indien, oder vietnam)!

aktuell steht der tacho bei 4000km und wir radln gerade durch die ost-türkei kurz vor der iranischen grenze!

lg
christoph
von: heckte

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 26.08.09 13:01

Ich denke mal, hier bin ich richtig und kann diesen Link einstellen (das ist keine Radreise von mir):

Im Juli in St. Petersburg habe ich zwei Jungs kennengelernt, die mit Ihren Räder aus der Schweiz kamen (über Polen, Baltikum), weiter zum Nordkap wollten und nun aktuell (mitten in Norwegen) auf dem Rückweg in die Schweiz sind.

Wenn jemanden Ihre Seite bzw. Blog interessiert:
Schweiz-Nordkap-Schweiz
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 13.10.09 16:00

Hallo,

da ich es immer noch nicht geschafft habe einen kurzen Reisebericht von der Porto-Madrid-Radreise fertigzustellen, hier nun für die Fotohungrigen unter euch ein paar Bilder von der Tour http://picasaweb.google.de/PETHIL/PortoMadridPerRadApril2009#

Gruß Hildegard
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 13.10.09 21:23


Hallo,

und weiter geht es mit Bildern der Radreise durch Kirgistan

http://picasaweb.google.com/PETHIL/RadreiseKirgistan2009#.

Ein Bericht ist nicht in Planung. Mir fehlt die Zeit, da die nächste Reise schon vor der Tür steht und ich viel lieber plane, als von "historischen Ereignissen" zu berichten. schmunzel

Gruß Hildegard
von: natash

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.10.09 12:39

Hallo Hildegard,
Danke für die wirklich schönen Bilder, die sind mal wieder sehr gelungen. Scheint mir ja, dass dort ein bereits etliche Reiseradler unterwegs sind. Bei nachahmungsversuchen gäbs dann zumindest schon einige Ansprechpartner.
Gruß Nat
von: iassu

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.10.09 13:04

In der Tat eine beeindruckende Bilderstrecke! Vielen Dank!
von: Juergen

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 14.10.09 14:33

Hallo Andreas,
kennst Du eigentlich "cooliris" Gibt es als Erweiterung für alle Browser und ich finde da machen Photos noch viel mehr Spass.
(nur safari auf xp geht leider nicht)

Hier sind deine
Beste Grüsse
Jürgen
von: iassu

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 15.10.09 00:24

Ich persönlich mag diese Präsentationsorgien nicht so. Macht die Bilder nicht besser und ist anstrengend.
von: Hansflo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 15.10.09 12:07

Hallo Hildegard,

ich bin schwer beeindruckt: tolle Reise und tolle Bilder.

Hans
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 28.11.09 16:56


Hallo,

um vom feuchtgrauen Novemberalltag abzulenken, hier mal wieder einige Bilder von meiner vergangenen Radreise im sonnigen Süden Europas.

SARDINIEN



Gruß Hildegard
von: Dietmar

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 28.11.09 17:12

In Antwort auf: amarillo
... um vom feuchtgrauen Novemberalltag abzulenken, ...

Haste geschafft! Viele ungewöhnliche und bizarre Motive und der richtige Blick dafür, und natürlich professionell fotografiert.

Dietmar in tiefer Verneigung schmunzel
von: Hansflo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 28.11.09 21:02

die Ablenkung ist dir gelungen, auch wenn wir hier im Salzburger Land seit Wochen wunderschönes sonniges Spätherbstwetter haben. Die Bilder sind ausnahmslos sehr schön und die ganze Strecke wunderbar gelungen.

mille grazie, Hans
von: Thomas1976

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 29.11.09 09:47

In Antwort auf: amarillo

Hallo,

um vom feuchtgrauen Novemberalltag abzulenken, hier mal wieder einige Bilder von meiner vergangenen Radreise im sonnigen Süden Europas.

SARDINIEN



Gruß Hildegard

Hallo Hildegard,

tolle Fotos. Da kommen ja gleich wieder Erinnerungen hoch an meine Sardinientour im letzten Jahr. verliebt

Nur, wie hast Du/Ihr es geschaft, dass die Hunde Euch "aus der Hand" gefressen haben? Mich mochten die nicht so wirklich auf Sardinien grins

Gruss
Thomas


von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos Sardinien im Oktober - 29.11.09 11:58


Hallo Dietmar, hallo Thomas

Zitat:
In Antwort auf: amarillo
... um vom feuchtgrauen Novemberalltag abzulenken, ...
Haste geschafft! Viele ungewöhnliche und bizarre Motive und der richtige Blick dafür, und natürlich professionell fotografiert.



danke für die Blumen, aber vom professionellen Fotografieren bin ich weit entfernt.

Zitat:
Nur, wie hast Du/Ihr es geschaft, dass die Hunde Euch "aus der Hand" gefressen haben? Mich mochten die nicht so wirklich auf Sardinien


Betrachte und behandle sie beim nächsten Mal einfach wie deine Freunde. Wie du siehst hatten wir keine Probleme mit den Hunden, da waren mir eher die Katzen zu aufdringlich.

Gruß Hildegard



von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos Sardinien im Oktober - 30.11.09 00:25

Starke Eindrücke - stimmungsvolle, kuriose und abwechslungsreiche Motivwahl bravo

Frage zu den Oliven: Sind die eigentlich jetzt vergammelt oder werden die tatsächlich im November noch geerntet?
von: iassu

Re: Unsere Tourenfotos Sardinien im Oktober - 30.11.09 03:19

Alles ganz normal so.
von: Thomas1976

Re: Unsere Tourenfotos Sardinien im Oktober - 30.11.09 11:05

Hallo Hildegrad,

ich habe mal im kreise von Bekannten und Freunde gestern einen Fotovortrag über meine vergangenen Radreisen gezeigt. Mit Abstand am besten fanden die die Fotos von meiner Sardinientour, noch besser als die Fotos von meiner Kanadatour.

O-Ton eines Freundes von mir: In Kanada sieht es doch so aus wie in den Alpen.

Sardinien hat alle bessser gefallen (von den Fotos) als Kanada, weil Berge und auch die Strände so eng zusammenhängen.

Zitat:
Betrachte und behandle sie beim nächsten Mal einfach wie deine Freunde. Wie du siehst hatten wir keine Probleme mit den Hunden, da waren mir eher die Katzen zu aufdringlich


Na ja, ich kann doch keiner Flige was zuleide tun. Ich habe die Hunde nicht irgendwie "flasch" behandelt. Ärgerlich war halt nur, dass ein Hund mein Zelt "abgebaut" hat. Das fand ich jetzt nicht so toll. Auf den Campingplätzen liefen ständig herrenlose Hunde rum, die nachts dann auch noch fürchterlich geheult haben.

Das war das einzige was mich an Sardinien gestört hat. Komischerweise hatte ich in Andalusien (wo ich es eigentlich eher befürchtet habe) keine Probleme mit herrenlose Hunde.

Gruss
Thomas
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.11.09 11:07

Jetzt konnte ich die Bilder endlich mal im Ganzen sehen. Einen guten Blick für lohnende Schüsse hast Du. Noch schöner wäre es allerdings, wenn man wüsste, was man sieht. Ein paar Sachen erkenne ich wieder, aber Euere gefahrene Strecke kann ich nicht nachvollziehen.

Falk, SchwLAbt
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos Sardinien im Oktober - 30.11.09 14:16

In Antwort auf: iassu
Alles ganz normal so.

Scheint doch sehr verschieden zu sein. In Andalusien habe ich Olivenernten im Hochsommer gesehen.
von: iassu

Re: Unsere Tourenfotos Sardinien im Oktober - 30.11.09 14:23

war dann wohl entsprechend dieser alten Bauernweisheit:

Steht im November noch das Korn, ist es wohl vergessen wor´n.....
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.11.09 15:23


Hallo Falk,
Zitat:
Euere gefahrene Strecke kann ich nicht nachvollziehen

wir haben halt viele Umwege zwischen Olbia und Cagliari gemacht, sind "Schleifen" gefahren
und auch einige Sackgassen hin und zurück.
Gut, hab die Bilder diesmal nicht mit Titeln versehen. Problem Zeit war dafür verantwortlich.
Wenn du aber etwas genau wissen möchtest, dann frag mich einfach.

Gruß Hildegard
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos Sardinien im Oktober - 30.11.09 15:31


Hallo Thomas,

Zitat:
In Kanada sieht es doch aus wie in den Alpen.

Dem muss ich hier doch mal widersprechen. Ich hab die Geomorphologie des Hochgebirges noch nirgends so lehrbuchhaft gesehen wie in den kanadischen Rockies. Hier ist doch alles viel größer und weiträumiger als in den Alpen und die Tier- und Pflanzenwelt ist auch eine völlig andere. (Wapitis, Bären, Streifenhörnchen, Indian-Paint-Brush, ....)

Gruß Hildegard
von: bergradler

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 30.11.09 19:17

Wirklich tolle Bilder ! Kirgistan steht auch auf meiner Wunschliste. Würde gern im Falle des Falles nähere Informationen per PM erhalten.

:-)
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 16.01.10 17:21


Hallo,

hier: http://picasaweb.google.de/PETHIL/AndalusienWinter200910#5427367851876055058
könnt ihr euch ein paar Bilder meiner letzten Radreise von Malaga über Granada ans Cabo da Gata anschauen.
Das Wetter war nicht immer so wie auf den Bildern und wir kämpften auch mit dem Wind und Regen.

Gruß Hildegard
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 17.01.10 00:40

Beneidenswert, wie ihr es schafft, jede Gelegenheit zu nutzen auf großer Achse zu sein. Trotz des vielleicht trüben Mittelmeerwinters ist es dir gelungen, mal wieder Randnotizen und stimmungsvolle Szenerien fotogen festzuhalten.
von: Hansflo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 17.01.10 09:52

Hallo,

großartig, kann man da nur sagen und staunen, was sich in der trüben Winterzeit alles machen lässt.

Hans
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 18.01.10 18:27


Na, ganz so trüb war der Mittelmeerwinter denn doch nicht. Die ersten beiden Tage bedeckt, dann einige Regen- und Sturmtage, dabei aber immer ziemlich warm (15°- 21°)und gegen Ende bis auf einen Tag trockenes und sonniges Wetter. Abends z.B. in Granada 17°, in Almeria abends die fotografierten 20,5° Zweimal konnte ich sogar mit Blick auf die verschneite Sierra Nevada in die Fluten springen.
von: Falk

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 18.01.10 21:23

Klasse, kurz vorher war das Wetter eher abschreckend. Da habt Ihr echt Schwein gehabt - und die Bilder sind auch richtig gut. Wird Zeit, dass ich mal wieder hinkomme (aber selbstverständlich wie immer ohne Flugzeug).

Falk, SchwLAbt
von: 2blattfahrer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 22.03.10 20:56

Bis ins Salzburger Land kam ich dieses Wochenende auch, für einen Reisebericht ein wenig kurz, für den "Wo war ich heute" - Faden zu lang schmunzel eine Zeltübernachtung war auch dabei, wobei ich auf dem Zeltplatz der erste Zelter der Saison war...

Samstags ging es los über Lenggries, Sylvensteinsee,



Achenpaß, Achensee





runter ins Inntal bei Jenbach, rein ins Zillertal



und hoch auf den Gerlospaß.













Übernachtung auf einem Zeltplatz in Hollersbach in der Nähe von Mittersill. Am nächsten Morgen weiter nach Zell am See





und wegen schlechtem Wetter die kurze Variante über Lofer (Tauern-/Mozartradweg) nach Bayern zurück.

Grüße von Andi

P.S. in den Packtaschen waren Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Werkzeug, Handtuch, Nudeln, Pesto, Tee, Zeitungen zum Lesen am Abend ... schmunzel
von: veloträumer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 22.03.10 21:12

Mutig, mutig. Das Achenseepanorama ist natürlich klasse. Ich nehme mal an, dass die alte Gerlospassstraße noch gesperrt war? - War auf der Tour auch starker Wind wie in unseren Mittelgebirgen? - War die Nacht mild wie hier, oder doch noch Frost?
von: 2blattfahrer

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 22.03.10 21:26

Windmässig war es recht ruhig. Bei der alten Strasse hab ich gar nicht nachgeschaut wegen einer Sperrung, es lag weiter oben am Strassenrand aber noch einiges an weissem Gold herum, das dort in der Zillertalarena lebenswichtig ist. Rund um Lofer war ich dann noch mal "mutig" und hab mich auf die ausgeschilderten touristischen Radwege gewagt, da musste ich dann durch einige Schneefelder schieben. Ich hatte nur den Sommerschlafsack dabei und der leichte Frost in der Nacht war dann doch so spürbar, daß ich um rund 3Uhr früh meinen Kopf in die Kapuze des Schlafsackes steckte.

Grüße Andi
von: 2blattfahrer

Unsere Touren - München-Salzburg-Linz-Passau - 04.04.10 20:14

Ostern 2010 - München, Salzburg, Linz, Passau

Gemütlich gings um 9Uhr morgens aus München bei klarem, kaltem Wetter los, am Kloster Seeon vorbei an den Plastiken von Heinrich Kirchner





Etwas Schnee liegt noch in den Alpen



Salzburg



Campingplatz am Fuschlsee







In der Nacht wars noch ein klein wenig frisch, so daß ich am Morgen erst mal das Eis aus den Trinkflaschen schütteln musste



Wolfgangsee



Am Mondsee vorbei zum Attersee



Sonnig aber etwas kühl zum Baden







Klaussee



In Neukirchen gab es exzellente Mohnkipferl mit hoher Energiedichte. Weiter zum Traunsee



Und durch österreichische Voralpenland gen Norden



über Kremsmünster



St. Marien und St. Florian wo ich mein Zelt am Abend aufschlug



Weiter ging es nach langer Donauradwegabstinenz am Morgen nach Linz





bei Ottensheim mit der Drahtseilbrücke querend



die meiste Zeit der Donau folgend auf recht nett geteerten kleinen Wegen. Leute waren noch nicht so viel unterwegs, so daß ich nach recht flotter Fahrt um 12.30Uhr in Passau ankam und, da das Wetter nach Regen aussah, mich kurzentschlossen in den Zug setzte.



Das war meine kleine Osterttour

Grüße von Andi
von: natash

Re: Unsere Touren - München-Salzburg-Linz-Passau - 05.04.10 19:46

In Antwort auf: 2blattfahrer

Das war meine kleine Osterttour


wie immer ansprechende Bilder wenn auch mit sehr sparsamem Text. Danke bravo
LG Nat
von: TimTom

Mein Webalbum - 13.04.10 10:29

Hallo

Ich bin zurzeit Richtung Osten unterwegs und habe eine Kamera mit. Nunja die meisten haben eine mit wenn sie auf Tour sind. Also ist es nichts ungewöhnliches. Ich werde meine Bilder bei Picasa hochladen. Ich schaue das ich es regemäßig aktualisiere. Muss selber mal schauen wie ich das hinbekomme. Einen Blog will auch auch noch machen. Aber ich muss den erstmal einrichten und die Berichte von 2 Monaten eintragen. Der Blog wird noch dauern, aber er wird sicher kommen.

Die Picasa Adresse ist:

http://picasaweb.google.com/sufakan


Mfg aus Ankara der auf sein Paket wartende und niemand kann keine Auskunft darüber geben wo es ist

Thomas
von: amarillo

neue Bilder aus Marokko - 20.04.10 22:09

Hallo,

es gibt mal wieder einige neue Bilder aus Marokko von meiner letzten Radreise über Ostern zusammen mit meinem Mann und einem Forumsmitglied.

Zum Gucken müsst ihr hier klicken : http://picasaweb.google.de/PETHIL/3Marokkoradreise#

Gruß
von: 2blattfahrer

Unsere Touren - München-Bodensee-Blautopf - 25.04.10 19:11

Bin gerade von einem Wochenendausflug heimgekommen. Die Route und grössere Bilder finden sich auch hier, das Wetter war ja einwandfrei hier im Süden...

Zeitig am Morgen gings los über Fürstenfeldbruck, Kaufering und Mindelheim auf der Suche nach der perfekten Strasse



und einigem Wasser zu trinken, Kirchen bzw. Friedhöfe können da nützlich sein



weiter über Memmingen, Kißlegg und Tettnang nach Friedrichshafen. Hin und wieder kurze Pausen zwischendrin um die mitgebrachten Bananen zu verspeisen



In Friedrichshafen blieb ich auf dem Cap-Rotach Zeltplatz.







und am nächsten Morgen ging es nach Norden über Ravensburg, Weingarten Bad Waldsee nach Biberach.



Ich hab mir eingebildet mal den Blautopf mir anzusehen in Blaubeuren.







und später in Ulm den Georg beim Drachentöten zuzusehen



am Rathaus entdeckte ich dann noch einen Hinweis auf Keplers "Rudolfinische Tafeln" zur Bestimmung von Planetenpositionen.



Gruß Andi
von: 2blattfahrer

Unsere Touren - München-Altmühl-Rothenburg o.T. - 14.05.10 17:18

Ich hatte ja vor, von Rothenburg aus heute zum Schurrenhof zu fahren, aber das Wetter war mir zu nasskalt für so einen Wochenendausflug, auf einer Radreise wäre die Frustrationsschwelle höher schmunzel
Route und größere Bilder hier.

Von München aus am späteren Nachmittag über Garching, Eching, Hohenkammer



bei mässig gutem Wetter



und durch hügelige Landschaft



bis nach Ingolstadt auf einen Zeltplatz am Auwaldsee.





Nur mässig gestört wurde ich von den vielen Hasen, die mich nachts rund ums Zelt belagerten. Am nächsten morgen schon kurz nach 6Uhr auf dem Rad, da ich schlechtes Wetter befürchtete und mir die Option einer Zugfahrt nach München von Rothenburg o.T. offenhalten wollte. In der Nähe von Eichstätt





traf ich auf den Altmühltalradweg, der an diesem Feiertag trotz der schlechten Witterung von Radfahrer-Pulks belebt war. Solnhofen ist bekannt für versteinerte Urzeit-Viecher in Kalk, hier ein lebendiger Saurier



Vorbei an der Burg derjenigen Stadt über die Wallenstein sagte "Ich kenne meine Pappenheimer"



Bei weniger unfreundlichem Wetter wären die Bilder mehr und besser geworden, Motive gibt es genug entlang der Altmühl



Um 15.30 war ich schliesslich in Rothenburg o.T. und entschloss mich wegen des feuchtkalten Wetters den Kurzurlaub abzubrechen und mit dem Zug nach München zu fahren



Andi
von: Uli

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 06.08.10 22:38

Hallo,
ich brauchte neulich mal eine kurze Auszeit von der Arbeit und machte eine 5-Tages-Tour über knapp 500 km durch Eifel und Hunsrück. Da ich dieses Jahr bislang fast gar nicht mit dem Rad unterwegs war, stand der Fokus weniger auf Kultur und Besichtigen, sondern mehr auf Radeln. Dabei wollte ich ein paar mir unbekannte Radwege erforschen, so die Strecke von Euskirchen nach Kall („Täler-Route“), das Urfttal und den Übergang südwärts ins Prümtal, den Enztal-Radweg, die deutsche Variante im Sauertal sowie den Ruwer-Hochwald-Radweg.

Erft-Radweg Grevenbroich-Frimmersdorf – Euskirchen
Mit dem Zug fahre ich bis zur Grenze des VRR. Da mir die Ecke von Neuss bis Kerpen aus unzähligen Tagesausflügen sehr gut bekannt ist und ich auch nicht in „Sichtweite“ der Heimat zum ersten Mal übernachten will, spare ich mir so die ersten ca. 45 Kilometer. Oh, wie angnehm es ist unter der Woche entlang der Erft zu fahren. Ganz anders als am Wochenende sind nur wenige Radfahrer unterwegs, eine Handvoll Jogger und einige Fussgänger. Da diese aber ausnahmslos einen Hund dabei haben, beschleicht mich der Eindruck, dass hier in jedem Haushalt mindestens ein Hund zur Familie gehört. Dieser richtig nette Teil des Erft-Radwegs ist in fast jeder Hinsicht abwechslungsreich: Asphalt (75%) wechselt mit überwiegend guten Schotterwegen (25%), langweilige mit interessanten Abschnitten, es gibt Wald, Wiesen, Felder und kleine Orte und auch die Beschilderung (NRW Radroutennetz) ist leider nicht immer auf gleich hohem Niveau. Die Strecke verläuft angenehm fast durchgängig abseits von Straßen und dort fast immer auf Radwegen. Beim Radeln störten nur ein wenig die zwei sehr engen, winkligen Brückenzufahrten bei Glesch (nicht für Tandems und Hänger-Gespanne geeignet), die zwischendurch gehäuft auftretenden Straßenquerungen und die nahen Autobahnen bei Erftstadt. Den guten Gesamteindruck konnte das aber nicht nachhaltig stören. Sehenswert sind die vielen (mir fast alle bekannten) Schlösser am Rande des Weges, den Aussichtspunkt ohne Aussicht am ehemaligen Tagebau bei Mödrath kann man sich hingegen getrost sparen.

Täler-Route Euskirchen – Mechernich – Kall
Die „normale“ Route wäre weiter auf dem Erft-Radweg nach Blankenheim gewesen. Ich aber wollte zum Urft-Radweg wechseln, da hatte ich gutes drüber gehört. Zur Sicherheit um halb fünf mal telefonisch das Zimmer für die Nacht klar gemacht, bis 19 Uhr werde ich wohl eintreffen. Leider aber entpuppte sich die Täler-Route von Euskirchen nach Kall als weniger schöne und überraschend steigungsreiche Strecke. Die Gegend ist stärker besiedelt als von mir erwartet und die Route verläuft ziemlich häufig auf Radwegen neben stark befahrenen Straßen. Da auch noch die Beschilderung einige Lücken und Tücken aufweist, brauchte ich für die veranschlagten 31 km Radweg-Entfernung aufgrund Fährtensuche und diverser, höhenmeterreicher Umwege wg. Verfahrens fast vier(!) Stunden. Ganz kurz zwei Tipps für Nachfahrwillige:
- Folgt man nur der Beschilderung nach Mechernich und Kall, fährt man eine andere Strecke als im NRW Radroutenplaner errechnet.
- Aus Euskirchen raus bis Mechernich ist es sehr schwierig der Beschilderung zu folgen. Es gibt vor allem in Euskirchen viele Richtungswechsel und einige Schilder sind sehr versteckt. Zwei davon habe ich trotz Suche nicht gefunden. Es ist sehr sinnvoll hier genau die Fahrtanweisungen des Routenplaners zu beachten.
Zum Glück lächelte der Wirt verschmitzt als er bei der Ankunft gegen halb Neun meinte: „Ja ja, sieben Uhr ... .“. Ich hatte fertig, statt gemütlichen 80 waren es zum Schluß anstrengende 110 km geworden.

Urft-Radweg Kall – Blankenheim-Wald
Ich kann dem Igel-Radler nur beipflichten, wenn er diesen Abschnitt für einen, wenn nicht gar den schönsten Radweg in der Eifel hält. Schöne Waldlandschaft, ein ruhiges Tal, leider viel zu kurz. Am positiven Urteil kann auch die vor allem nach Regen nicht gute Qualität des Weges wenig ändern. Der Haken an diesem Radweg folgt aber auf dem Fuße ... .

Blankenheim-Wald – Schmidtheim – Kronenburg – Ormont – Neuendorf
Am südlichen Ende des o.g. Radwegs weist ein Schild nach Dahlem – das war’s. Am Bahnhof Blankenheim-Wald kein Hinweis mehr auf diese Strecke. Rumgekurvt, auf die andere Seite der Bahn gefahren, Schilder gesucht - erfolglos. Auch nach nochmaliger Suche am Bahnhof finde ich nicht die in einigen älteren Karten ausgewiesene Route. Der versteckt neben dem Bahnsteigzugang liegende „Weg“ ist eine zweispurige, steinige, ausgefahrene, halb zugewachsene Pfützenpiste übelster Sorte. Ich probiere es 200 m, dann drehe ich um. Unfahrbar, der Weg kann nicht gemeint sein. Die beiden großen Radweg-Pläne am Bahnhof nochmals inspiziert, dort ist kein Weg eingezeichnet. Gewissheit gibt dann ein auf dem Rad vorbei kommender Junge: „Nee, da kann man nich’ langfahren, das geht nur auf der Strasse.“ Klasse! Das heisst: Auf der B258 aus dem Tal raus auf die Höhen. Ich entscheide mich für die westliche Variante, die B51 im Osten will ich meiden. Klappt auch ganz gut, moderate Steigung, breite Strasse, nur mäßig viel Verkehr. Die Landstrasse auf dem Kamm des Höhenzuges ist dann so nett zu fahren, dass man glatt auf die Idee kommen könnte schon in Kall-Urft auf diese wechseln. Rasend abwärts nach Schmidtheim, ich erreiche mit fast 70 km/h mein Geschwindigkeits-Maximum auf dieser Tour. Leider geht’s auf der anderen Talseite wieder hoch. (P.S.: Es gibt aber Hoffnung diese blöde Lücke von nicht mal 5 km irgendwann mal vergessen zu können. Im Web ist zu lesen, dass in 2012 ein Radweg zwischen Bhf. Blankenheim-Wald und Schmidtheim gebaut werden soll.)

Kurz hinter Schmidtheim lockt dann eines der in Rheinland-Pfalz grünen Radweg-Schilder nach rechts Richtung Prüm. In meiner gerade auf Radreisen manchmal grenzenlosen Naivität dachte ich, dass das die „beste“ - weil kürzeste, verkehrsärmste, steigungsärmste - Verbindung zum Prümtal-Radweg ist. Weit gefehlt. Auf dieser zumindest landschaftlich schönen Strecke macht man zuerst einmal ordentlich Höhenmeter, die man nach Kronenburg rein schlagartig wieder verliert und weiter soll es dann über Hallschlag auf die B265 und nach Prüm gehen. Nachdem ich das gepeilt hatte bin ich in Kronenburg den Schildern über ein kleines, fast einsames aber ordentlich steiles Sträßchen durch den Wald nach Ormont gefolgt und weiter über die unwesentlich stärker frequentierte Strasse nach Neuendorf geradelt. Fazit: Wer von Schmidtheim zum Beginn des Prümtal-Radwegs will muss den Schildern bis nach Stadtkyll folgen.

Prümtal-Radweg Neuendorf - Prüm – Lünebach
Hier war ich schon öfters unterwegs, so dass ich mich kurz fassen kann. Die Strecke verläuft im oberen Prümtal parallel zur B51, meist auf einer ruhigen Landstrasse, die ich empfehlen würde nicht zu verlassen, da die abseits verlaufenden Abschnitte sehr schlecht (grobschottrige Zweispur-Wege …) und sehr laut (… direkt neben der B51) sind. Von Nord nach Süd und damit abwärts fahrend finde ich diese Route durch das dicht besiedelte, nicht so schöne Tal besser, von Süd nach Nord bevorzuge ich die landschaftlich schönere, ruhigere Strecke auf der B265. Nach dem obligatorischen Kaffee-und-Kuchen-Stop im „Goldenen Hahn“ (super leckere Torten) gegenüber der Basilika in Prüm geht’s dann ruhig aber auch ein wenig langweilig auf dem sehr guten Radweg weiter Prüm-abwärts.

Enztal-Radweg Lünebach – Arzfeld – Neuerburg – Peffingen
Zu den jüngeren Radwegen in der Eifel zählt der Enztal-Radweg, der am Eifel-Zoo bei Lünebach vom Prümtal-Radweg abzweigt und nach einer kurzen Steilrampe bis Neuerburg durchgängig auf dem aufgelassenem Planum einer alten Bahnstrecke verläuft. Seit der Fertigstellung des letzten Abschnitts von Lünebach nach Arzfeld gibt es damit eine nicht mehr so steigungsintensive Verbindung vom oberen Prümtal zur Sauer. Diese Gegend („Islek“) gehört für mich zu den schönsten in der Eifel, leider kann der nördliche, neue Teil des Radwegs da nicht ganz mithalten. Die ex-Bahntrasse liegt bis Arzfeld fast durchgängig in Einschnitten, so dass man von kurzen Ausnahmen abgesehen die ca. 20 km quasi in einem „Tunnel ohne Dach“ pedalliert. Das ist aufgrund der schönen Gegend etwas schade, aber verschmerzbar, schliesslich geht es schön ruhig und abseits von Strassen stetig leicht (ca. 2%) und damit nicht annähernd so heftig bergan wie auf den sehr steilen Alternativ-Strecken. Nicht akzeptabel aber ist die wassergebundene Oberfläche des Radweges bis kurz vor Neuerburg. Durch den hohen Sandanteil bildet sich nach Regen obenauf eine mehrere Millimeter dicke, weiche Schicht, die die Laufräder deutlich hör-, sicht- und vor allem spürbar „einsinken“ lässt. Während ich auf den kurzen asphaltierten Stücken ganz locker mit 14 – 15 km/h bergan pedallierte, musste ich mir ansonsten Mühe geben nicht unter 11 km/h abzufallen. Schön zu hören, dass man noch dieses Jahr daran gehen will die ersten bereits asphaltierten Kilometer nördlich von Neuerburg bis Arzfeld zu verlängern. Ab dem sehenswerten Neuerburg folgt dann ein ganz kurzer Abschnitt auf der nur mäßig befahrenen Landstrasse, von der man nach 1 km auf den nigel-nagel-neuen Radweg bis Sinspelt wechseln kann. Interessant ist der rasche Wechsel der Landschaft in diesem Abschnitt. Weiter im netten Tal verläuft die Strecke bis Enzen fast durchgängig abseits der ruhigen Strasse, die man aber m.E. nicht verlassen muss. Zum Schluß auf der Straße noch über einen kleinen Berg (ca. 70 hm) ins Prümtal. „Noch“, weil der Bau des Radweges im Tal nach Holsthum angeblich schon begonnen hat.

Prümtal-Radweg Peffingen – Minden
Schöne, ruhige, landwirtschaftlich geprägte Gegend, viel Wald und ein mit Ausnahme der verwinkelten Ortsdurchfahrten gut zu fahrender Radweg. Leider habe ich auf diesem netten Abschnitt zum einzigen Mal während der 5 Tage schlechtes Wetter. Wer ein paar kurze, knackige Steigungen vermeiden und dadurch einen schönen Aussichtspunkt verpassen will kann von Peffingen bis Prümzurlay auf der (zu dieser Zeit) ruhigen Strasse bleiben.

Sauertal-Radweg Minden – Wasserbilligerbrück
Vor zwei Jahren bin ich den Radweg auf der luxemburger Seite gefahren und war nicht begeistert. Nun ist der Radweg auf der deutschen Seite fertiggestellt und der hat mir deutlich besser gefallen: Breit, gut asphaltiert, nur wenige Querungen ruhiger Stichstraßen, fast durchgängig in Flussnähe. Auch bekommt man deutlich mehr von dem netten Tal mit. Nicht unschuldig an dem positiven Eindruck ist dabei aber bestimmt, dass Autos wg. einer Baustelle nicht die direkt nebenan verlaufende B418 nutzten wollten oder konnten. Neben der N10 am anderen Sauer-Ufer war es deutlich lauter.

Mosel-Radweg Wasserbilligerbrück – Trier-Ruwer
Die Durchquerung von Trier entlang der Mosel ist eine von mir schon häufig gefahrene Strecke, mit der ich bislang nicht warm wurde, obwohl man links neben der Mosel sehr gut am Fluss lang radeln kann. Diesmal kommt dieser Abschnitt des Mosel-Radwegs besser bei mir weg, weil zwischen Saarmündung und Trier bei weitem nicht so viel Verkehrslärm wie sonst an meinen Nerven zerrte (zwischen Sauer- und Saarmündung hingegen schon); lag vermutlich an der vorteilhafteren Windrichtung.

Ruwer-Hochwald-Radweg Trier-Ruwer – Kell am See – Hermeskeil
Wieso hat noch niemand hier im Forum von diesem Kleinod berichtet? Dieser Radweg ist echt spitze! Leicht aufwärts auf einer babypopoglatt asphaltierten ehemaligen Bahnstrecke geht es in den Hunsrück. Fast immer fernab von Strassen und dessen Lärm, zeitw. sogar als einziger Weg im wild-romatischen Ruwertal. Man durchquert ausgedehnten Wald, es gibt aber vor allem im „oberen“ Teil des Weges auch schöne Möglichkeiten den Blick in die Landschaft schweifen zu lassen. Nette Rastplätze mit Tischen und Bänken haben die Macher ebensowenig vergessen wie Hinweistafeln in der Nähe von Ortschaften, die im mittleren Abschnitt etwas abseits des Radwegs liegen, was zum „einsamen“ Eindruck viel beiträgt. Ich bin den Weg spät nachmittags an einem Donnerstag bis Kell am See gefahren, außer zwei Handvoll anderer Radfahrer, meist auf Rennrädern, war nichts los: „Oh, wie ist das schön ….“ Vielen Dank auch noch wg. der Unterstützung durch die Touristen-Info in Kasel, die direkt am Weg liegt.

Hermeskeil – Erbeskopf – Idar-Oberstein
Der Chef des von mir gewählten, empfehlenswerten Hotels in Kell am See riet mir von Hermeskeil nicht über Birkenfeld zum Nahe-Radweg fahren. Viel schöner, gut zu fahren und auch nicht anstrengender sei die Strecke über den Erbeskopf (höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz) nach Idar-Oberstein. Ein sehr, sehr guter Tipp! Da die Ausschilderung der Strecke ein paar Tücken aufweist hier für alle, die die Strecke nachfahren wollen, die Beschreibung ab Kell am See:
· auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg Richtung Hermeskeil
· NICHT dem ersten, etwas verstecktem Schild nach Thiergarten folgen, sondern bis zum Radweg-Ende am Bahnhof fahren
· ab hier weiter der Ausschilderung Richtung Thiergarten folgen
· es geht steil bergauf Richtung Hermeskeil-Zentrum, nach der Steigung weiter als Geisterfahrer durch eine Einbahnstraße und dann durch die Fussgängerzone (sic!)
· am Ende der Fussgängerzone über die Fußgänger-Ampel und links in die Straße Richtung Damflos
· auf der Straße bis Damflos fahren und dabei alle Schilder zwischendurch ignorieren; NICHT im Gewerbegebiet nach links abbiegen und NICHT am Abzweig im Wald in den furchtbar schlechten Waldweg fahren
· ab Damflos weiter auf der ruhigen Landstraße den Radweg-Schildern Richtung Thiergarten und Hermeskeil (sic!) folgen
· ca. 1,8 km hinter Damflos zweigt nach rechts eine ausgeschilderte Radroute nach Birkenfeld und Börfink ab
· hier beginnt der schweisstreibende Teil der Strecke: es geht 3,5 km bei gleichmäßig ca. 6% Steigung auf einem nicht gut asphaltierten Weg durch schöne Waldlanschaft bergan
· oben auf dem Kamm nach links und NICHT der Ausschilderung nach Birkenfeld und Börfink direkt wieder nach rechts folgen
· auf diesem sehr schönen, einsamen, glatt asphaltierten Weg auf dem Kamm weiter durch den Wald im leichten Hoch und Runter bis zum Ende fahren
· hier nach links und die letzten 20 Höhenmeter leicht ansteigend auf der schmalen Straße bewältigen
· Gesamtstrecke von Kell am See bis zum Gipfel: ca. 36 km
· auf der Strasse zurück bergab und am Ende rechts
· immer weiter abwärts auf der B422 bis Idar-Oberstein
Um keine falschen Erwartungen zu schüren: Nur wg. des Erbeskopfes lohnt sich diese Fahrt nicht. Da oben ist es alles andere als schön (lärmende Radarstation der Bundeswehr, großer Parkplatz) und man hat wg. der hohen Bäume trotz Aussichtsturm keinen Fernblick. Hier ist der Weg der Star, nicht das Ziel.

In umgekehrter Richtung als Verbindung von der Nahe zum Ruwer-Hochwald-Radweg kann ich diese Strecke nicht empfehlen. Der Anstieg auf der recht stark befahrenen B422 (Radweg erst auf den letzten Kilometern) von Idar-Oberstein auf den Erbeskopf ist lang und zeitweise kräftig. Auf der Abfahrt vom Bergkamm ins Primstal Richtung Hermeskeil müsste man dauernd in der Bremse stehen, weil der Asphalt auf dem o.g. Weg für die geringen Geschwindigkeiten aufwärts noch akzeptabel ist, für eine Schußfahrt abwärts aber keinesfalls. Besser ist es vermutlich den Naheradweg bis zur Quelle zu fahren und dann das Primstal aufwärts über Nonnweiler bis Hermeskeil zu radeln (Strecke ist ausgeschildert).

Nahetal-Radweg Idar-Oberstein – Kirn - Bad-Kreuznach – Bingen
Den Weg bin ich vor über 10 Jahren zum letzten Mal gefahren. War so la-la. Ob ich diese Strecke nach so langer Zeit anders sehen werde? Nicht viel. Man hat offensichtlich in dieser Zeit auch nichts daran getan das Radeln auf dem Nahe-Radweg zu verbessern, ích habe alle „Schwachstellen“ wieder angetroffen. Zwischen Idar-Oberstein und Hochstetten-Dhaun gefällt mir der Radweg trotz netter Landschaft mit interessanten Felsformationen überhaupt nicht. Dafür ist der Lärm der nahen, sehr stark befahrenen B41 viel zu beherrschend und auch das Radeln an sich macht bei den vielen „Hindernissen“ und Ortsdurchfahrten keinen Spaß. Das ändert sich dann schlagartig hinter Hochstetten-Dhaun, wenn die Nahe zum schönsten Teil ihrer Reise zum Rhein aufbricht. Ruhige, schmale Strassen und Radwege durch ein idyllisches Tal. Herrlich! Leider ist damit nach nur 15 km Kilometern Schluß. Die folgenden Durchfahrten von Bad Münster am Stein und Bad Kreuznach sind für mich (immer noch) der Horror schlechthin. Immer wieder enge Wege, verwinkelte Passagen, schlechte Ausschilderung, viel Autoverkehr, noch mehr Fussgänger und eine Reihe unübersichtliche Straßenüberquerungen. Mann, war ich froh als ich die letzte Klippe überwunden hatte (gesperrter Bahnübergang, keine Umleitung, siehe meinen Hinweis im Wiki). Die letzten Kilometer bis Bingen sind eher belanglos. Vom Fluss sieht man fast nichts mehr, wenigstens kommt man auf den guten Radwegen mit Ausnahme der Tragepassage über eine Brücke problemlos voran. Nahe? Nein, danke!

Ab Bingen fuhr ich mit der Bahn wieder heim, das ging trotz teilw. voller Züge ganz problemlos.

Übernachtungen
Das Hotel in der ersten Nacht in Kall war unterdurchschnittlich, die anderen drei Unterkünfte in Neuerburg, Kell am See und Schloßböckelheim hingegen wirklich gut und empfehlenswert, letztgenannte mit leichten Einschränkungen. Die Unterkunft in Kell am See („Hotel zur Post“) stach dabei nicht nur wg. des ausgeprägten Engagements für Radfahrer heraus. Gezahlt habe ich für ein Einzelzimmer mit Frühstück zwischen 37,50 und 45,00 Euro pro Nacht, was überraschenderweise etwas weniger ist als in den letzten 3 Jahren gewohnt.

Folgende Webseiten lieferten mir Informationen für diese Tour und wurden zur Planung genutzt:
· www.Radroutenplaner.nrw.de
· www.kreis-euskirchen.de/tourismus/fahrradfreundlicher_kreis/radrouten_kreis_euskirchen.php
· www.achim-bartoschek.de/
· www.ruwer-hochwald-radweg.de/
· www.eifel-radtouren.de
· www.Bett-und-Bike.de
Zudem kamen die schon länger in meinem Besitz weilenden bikeline-Bücher „Radatlas Eifel“ und „Nahe-Radweg“ zum Einsatz. Leider merkt man diesen die Zeit seit der Herausgabe mehr und mehr an.

Gruß
Uli
von: amarillo

Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys - 19.08.10 21:41


Hallo,

Anfang Juli war ich auf dem Berliner Mauerradweg unterwegs. Ich finde diesen Radweg sehr gut geeignet, um erste Eindrücke unserer Bundeshauptstadt zu sammeln.

Emotional war ich sehr betroffen von den vielen Versuchen der Menschen, die Grenze zu überwinden. Viele fanden dabei den Tod. Der Radweg dokumentiert auf eindringliche Art und Weise ein Stück deutscher Geschichte.

Mir wurde auch wieder bewusst, dass die Einheit Deutschlands und der Wegfall des Eisernen Vorhangs es mir nun ermöglicht nach Osteuropa und in viele Länder Asiens zu reisen.

Wer sich für die Bilder und Impressionen dieses Radwegs interessiert klickt hier .

Gruß Hildegard
von: 2blattfahrer

Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 23.08.10 20:12

Inhalt verschoben in den ersten Beitrag. Ich muss bei Maze mal nachfragen, ob das auch anders funktioniert... Tschuldigung für die Panne. Diskussionen bitte im Bereich Forum

Andi
von: 2blattfahrer

Großglockner, Kaiser Franz Josef Höhe - 23.08.10 22:20

Am Watzmann war ich nicht mit dabei, aber beinahe hätte ich die tapferen Bergsteiger am Sonntagnachmittag getroffen schmunzel , ich machte eine 2-Tagestour mit dem Rennrad, hier ein paar Bilder und Worte...

Großglockner und Kaiser Franz Josef Höhe
(aus der Reihe "kleine Wochenendfluchten" zwinker )

Zur Übersicht eine Karte

Ich bin mit dem ersten Zug am Samstagmorgen von München über Rosenheim ins Inntal nach Oberaudorf und über Niederndorf am Walchsee

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entlang nach Kössen. Durch kleine Täler weitgehend flach jedoch tendentiell Höhe gewinnend an der Großache entlang nach Erpfendorf und weiter über St Ulrich am Pillersee,



Hochfilzen, Leogang, Saalfelden, Zeller See nach Bruck zu einer Mittagspause nach rund 4h Fahrzeit und 100km Strecke: Kornspitz mit einem Töpfchen KuK Kren und Karotte Frischkäse.

Diesmal durfte ein Rennrad von mir auf die Tour mitkommen, was ich nicht bedacht hatte: der Mehrtagesrucksack zusammen mit dem 25er Ritzel hinten war bisweilen nur mit viel Kraftaufwand den Berg hochzustemmen.

.

Vom Fuscher Törl aus dann der Blick Richtung Nordwesten und Nordosten

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zwischen Fuscher Törl und Hochtor eine kleine Rast mit Kasknödelsuppen-Doping

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bevor es dann wieder auf 1900Hm runterging und die Stichstrasse zur Kaiser Franz Josef Höhe wieder hoch. Dort übernachtete ich in einem Lager im Karl Volkert Haus, die quasi über ihre Webseite www.grossglocknerblick.com einen Blick auf diesen Berg versprechen und unten der Blick aus meinem Lagerfenster...

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Abendstimmungen am Karl Volkert Haus

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und morgendliches Erwachen kurz vor einem guten Frühstück, bevor es dann zur Kaiser Franz Josef Höhe raufging

.



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Das Karl Volkert Haus auf dem Rückweg und nochmal ein Blick auf den Großglockner.

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Der nahegelegene Stausee und das seit 1875 dort erbaute Glocknerhaus. Nach einer kleinen Abfahrt wieder rund 600Hm zum Hochtor zurück.

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Blick vom Hochtor gen Norden und abschliessend von der Glocknerstrasse noch ein Bild vom Rad und ein Panorama am Fuscher Törl

.



Runter in schneller aber gebremster Fahrt (am Tag zuvor war erst ein Rettungshubschrauber unterwegs kurz vor mir) nach Bruck und weiter gen Norden über Saalfelden an der Saalach entlang bis Weißbach bei Lofer. Dort beginnt der Anstieg zum Hirschbichl, der (alp-)traumhafte Steigungen von bis zu 30% bietet.

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Nch einer kurzen Pause in Bischofswiesen gings weiter nach Salzburg und von dort mit dem Zug nach München.

Grüße von Andi
von: alexos76

Reiseberichte - 05.09.10 10:22

Hallo, ich bin auch begeisterter Radfahrer und neu hier. Auf meiner Seite www.radonline.at.tt habe ich einige Berichte und Erfahrungen auf meinen Radtouren gemacht. Vielleicht schaut ihr ja vorbei und hinterlässt einen Gruß hier.

Ich bin von Kärnten nach Lignano gefahren. Eine andere Tour von Klagenfurt nach Marseille. Eine kleine Slowenientour. Eine Tour an die Amalfiküste. Zu Fuß an die Adria usw.. Einiges habe ich noch vor.

Schöne Grüße
von: toffifee

Wir sind wieder da, (alleinerz. 2010) - 05.09.10 10:41

Hallo grins

wir sind zurück von unserer Reise, beginnend in Nauders (A) bis zu unserem Ziel Venezia.

Das Wetter war durchgehend schön und heiss, bis auf ein kleines Unwetter am Meer.

Vielen lieben Dank an alle Tippgeber, und die allerliebsten Grüsse an unsere Mitradler.

Für uns wird diese Reise ein unvergessenes Erlebnis sein.

Hier ein paar Bilder, Reiseeindrücke, für viele von Euch sicher bekannt, daher auch ohne grosse Kommentare.




Lg
toffifee, petra
von: shaugsburg

Loire - Atlantique 2010 - 05.09.10 13:31

Hallo Alle,

Loire - Atlantique Reisebericht

Anbei ein externen Link zu das Bericht über meine neueste Loire-Atlantique Reise. Das Bericht ist zwar sehr ausführlich, aber auf Englisch, meine Muttersprache. Leider habe ich keine Zeit die Ganze nochmal auf Deutsch zu schreiben.

Zu jeden Tag gibt’s auch ein Bildergalerie. Die Lichtverhältnisse waren nicht immer so wunderbar auf die Reise aber man bekommt mindestens einen visuellen Eindruck.

Auf die Seite kann man auch durch meine andere Radreiseberichte stolpern. Letztes Jahr (mit 54!) war meine erste mehrtägigen Rad reise, deshalb sind meine Tagesetappen nicht so lang wie euch die es seit Jahren machen. Aber ich bin begeistert dabei und merke dass mit jeder Reise steigen meine Fähigkeiten.

Gruß aus Augsburg, Sara
von: amarillo

Radreise durch Tadschikistan - 05.09.10 21:30

Hallo,

http://picasaweb.google.com/104200765245131536464/TadschikistanTeil1#
wegen Zeitmangel gibt es keinen Bericht zu meiner Radreise. Aber häppchenweise stelle ich in mein Online-Album kommentierte Bilder der Tour ein, die ihr euch dann unter dem obigen Link ansehen könnt.

Gruß Hildegard

von: Lilli04

Re: Radreise durch Tadschikistan - 06.09.10 15:58

Super schöne Bilder. Texte gibt es dann schrittweise bei mir. Thomas
www.reisen-mit-und-ohne-rad.de
von: amarillo

Re: Radreise durch Tadschikistan - 06.09.10 21:57

Hallo Thomas,

danke für die "Blumen".

War gerade auf deiner Seite. Kompliment! sehr aufwendig und sicher arbeitsintensiv.

So, aber hier gibt es schon den 2. Teil ausgewählter Bilder zur Strecke Kala-i Kum - Khorog:

http://picasaweb.google.com/104200765245131536464/TadschikistanTeil2#

Gruß Hildegard

von: amarillo

Re: Radreise durch Tadschikistan - 14.09.10 00:31


Hallo,

der 3. Teil meiner Bilder von der diesjährigen Sommertour und sozusagen das Herzstück der Reise (Wakhan Valley und Pamir Highway) könnt ihr euch nun anschauen: Tadschikistan Teil 3

Grüß Hildegard
von: amarillo

Re: Radreise durch Tadschikistan - 14.09.10 16:21


Hallo,

wer jetzt noch Lust hat, sich die Bilder des letzten und 4. Teils meiner Tadschikistanreise, der sogenannten Südroute von Kala-i Kum nach Dushanbe, anzuschauen, der sollte hier klicken .

Gruß Hildegard
von: Weg=Ziel

Re: Radreise durch Tadschikistan - 14.09.10 16:55

Einfach atemberaubend... bravo
von: amarillo

Re: Radreise durch Tadschikistan - 14.09.10 17:19



Zitat:
Einfach atemberaubend...


ja, ja und das in mehrfacher Hinsicht. Als der erste 4-Tausender Pass aber mal geschafft war, waren die folgenden fast ein Kinderspiel.

Gruß Hildegard
von: astrid s.

Re: Radreise durch Tadschikistan - 14.09.10 20:05

In Antwort auf: amarillo

Hallo,

wer jetzt noch Lust hat, sich die Bilder des letzten und 4. Teils meiner Tadschikistanreise, der sogenannten Südroute von Kala-i Kum nach Dushanbe, anzuschauen, der sollte hier klicken .

Gruß Hildegard


Hallo Hildegard,

natürlich habe ich Lust... zwinker ...vielen Dank für die schönen Bilder! schmunzel

Könntest Du mir vielleicht noch schreiben (PN), welches Zelt Du mit hattest?
Warst Du zufrieden damit?
von: natash

Re: Radreise durch Tadschikistan - 14.09.10 20:23

danke, wie immer tolle Bilder bravo. Wenn ich wider Wrwarten mal länger Urlaub haben sollte....
LG nat
von: jmages

Re: Radreise durch Tadschikistan - 14.09.10 22:36

In Antwort auf: amarillo
... der sollte hier klicken


Vielen Dank für die Bilder - Sehr stimmungsvoll!

Kleine Anmerkung aus botanischer Sicht: Die vermeintliche "Passionsblume" auf Bild #16 ist übrigens eine Kapernblüte (Capparis spinosa).

Gruß,
Jürgen.
von: Falk

Re: Radreise durch Tadschikistan - 14.09.10 23:11

Die Bilder sind richtig gut, und dass sie beschriftet sind, macht sie noch besser. Aber »Valley«, »highway« und »kh« für den ach-Laut, warst Du vielleicht doch eher in Texas?

Falk, SchwLAbt
von: pushbikegirl

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 00:33

schöne Bilder. Wie fandet Ihr denn dann den südlichen Rückweg nach Dushanbe? Haben wir da was verpasst? Leider war die Brücke wieder offen als wir den Rückweg antraten und somit sind wir wieder den gleichen Weg zurück nach Dushanbe, aber anscheinend muß die südliche Straße ja total fürchterlich sein....

LG Mini
von: dcjf

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 08:56

Hallo Heike,

ab Khalaikum ist diese Strecke in meinen Augen noch einmal eine Steigerung gegenüber der Schluchtstrecke davor. Insofern würde ich sie gleichwertig gegenüber Saghidasht sehen. Obwohl ich letztes Jahr schon mal da lang gefahren bin, hat sie mir wieder super gefallen. Im Gesamtcharakter würde ich beide Routen als gleichwertig vom Eindruck her bezeichnen, da die Strecke ab Kulyob bis Dangara für mich eher öde ist (da ist die Nordstrecke gleichmässiger schön), daher haben wir ab Kulyob auch ein Taxi genommen (+ um den Flieger zu erreichen). Der Nureksee und die Gegend drumrum ist dann wieder sehr schön, bin letztes Jahr noch beide Berge gefahren, 1 Tunnel ist ja schon offen, der zweite wohl in Bau.
Die südliche Strasse ist eigentlich gut, sogar mit dem besten Asfalt in Tajikistan auf ca 40 km (bis Zigar), dann wird es Piste. Da die Iraner da letztes Jahr noch gearbeitet haben, ist die Piste gut, bis man die Schlucht verlässt. Dann kommen wirklich ein paar (wenige) mühsame Kilometer und schliesslich der Anstieg, der allerdings noch grossteils schlechten Asfalt aufweist, im Hochfahren also sehr gut, beim runterfahren muss man mehr aufpassen.

Grüsse

Christian

PS Strassenbeurteilungen sind subjektiv. Andy, ein Engländer hat geflucht, dass ihm die Nordstrecke mit dem Hinweis empfohlen wurde, es sei nur Asfalt schmunzel
von: amarillo

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 16:10


Hallo Astrid,

es ist dieses Zelt von exped.
Das Zelt besitze ich seid 2 Jahren und bin sehr zufrieden damit.

Gruß Hildegard

p.s. PN funktioniert gerade nicht oder ich bin zu blond.
von: amarillo

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 16:16


Hallo Falk,

das war mir klar, dass ich dir mit meinen Beschriftungen eine Steilvorlage biete.
Der Begriff "Highway" trifft m.E. im Gegensatz zu den Straßen in Texas, hier aber voll die Sachlage, denn hoch liegt die Straße und zumindest an den Pässen ist sie eher ein Weg. listig
Was die Transkription angeht, so habe ich mich an die schweizerische gehalten.

Gruß Hildegard
von: amarillo

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 16:24


Hallo Heike,

Christian hat es schon ganz gut zusammengefasst.

Die Südroute hab ich als völlig anders empfunden als die Nordroute. Vom Belag her sind richtig schwere Pistenabschnitte und auch neuester Asfalt dabei. Ich fand sie sehr abwechslungsreich und auch die Gegend zuwischen Kulob und Dangara hatte für mich ihren Reiz.

Im Nachhinein finde ich es gut beide Strecken gefahren zu sein, da ich so ein differenzierteres Bild vom Land erhalten habe.

Gruß Hildegard
von: Lilli04

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 17:26

Ich war ja mit auf der Tour und bin echt auch froh, beide Strecken gefahren zu sein. Ich denke wir sind die einzigen Radler in diesem Jahr, die das Glück hatten. Solltet ihr Lust auf Berichte zu den Bilder haben, schaut einfach mal auf meine Webseite unter Aktuelles. Danke Thomas
www.reisen-mit-und-ohne-rad.de
von: astrid s.

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 17:46

Vielen Dank Hildegard für den Link!
von: kuegel

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 19:35

Hallo Hildegard,

Deine Bilder sind, wie immer, einfach gelungen.


Gruß Uli
von: tirb68

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 20:25

In Antwort auf: kuegel
Hallo Hildegard,
Deine Bilder sind, wie immer, einfach gelungen.
Gruß Uli


Finde ich auch.
Da bekommt man Lust gleich wieder loszufahren.

Brit
von: amarillo

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 20:42



Danke Uli. Bist du mit dem Rad in Spanien?

Gruß aus dem Saarland.

Hildegard
von: amarillo

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 20:47


Hallo Jürgen,

vielen Dank für die Richtigstellung. Die Blätter zeigen eindeutig, dass es eine Kapernpflanze ist. Warum ich auf Passionsblume kam? wirr Weiß der Geier? Vielleicht weil ich an dem Tag bei 59° C Rad gefahren bin.

Gruß Hildegard
von: pushbikegirl

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 21:53

In Antwort auf: amarillo

Hallo Heike,

Christian hat es schon ganz gut zusammengefasst.

Die Südroute hab ich als völlig anders empfunden als die Nordroute. Vom Belag her sind richtig schwere Pistenabschnitte und auch neuester Asfalt dabei. Ich fand sie sehr abwechslungsreich und auch die Gegend zuwischen Kulob und Dangara hatte für mich ihren Reiz.

Im Nachhinein finde ich es gut beide Strecken gefahren zu sein, da ich so ein differenzierteres Bild vom Land erhalten habe.

Gruß Hildegard




Ja schade dass wir das nicht mehr gesehen haben...naja...alles geht halt leider nicht. Danke für die Info.

Gruß Mini
von: kuegel

Re: Radreise durch Tadschikistan - 15.09.10 22:12

Du willst es aber genau wissen peinlich
nein, es steht noch ein Besuch des Museo del Prado aus... zwinker

Uli
von: semliw

Re: Radreise durch Tadschikistan - 16.09.10 00:05

Fernweh



Jürgen
von: José María

Re: Radreise durch Tadschikistan - 16.09.10 05:37

Hola Hildegard,
was für eine Tolle Tour muss es gewesen sein bei den wunderschönen Bilder. bravo

Saludos
von: Velotroll

Re: Radreise durch Tadschikistan - 16.09.10 12:34

Hallo @ all!
Unsere Tour 17 - Tour de Asterix 2010 Nur mal so'n paar Impressionen. Click on play.

Gruß der Velotroll
von: Altberater

Loire - Radtour von Orleans zum Atlantik - 08.10.10 17:51

Liebe Forumsgemeinde,

Ende August / Anfang September waren wir mit unseren beiden Mädels und 4 Kettwieseln auf dem Weg von Orleans bis nach Saint Brevin les Pins und weiter nach Noirmoutier. Wir haben auf den insgesamt 710 km eine tolle Zeit gehabt und viele schöne Dinge erlebt.

Wer Lust hat findet unter

http://familie-sterr.eu/LoireRadtourvonOrleansnachNoirmoutier.aspx

eine Übersicht und Links u den Etappenberichten, Bildern und Kartenmaterial.

Ich hoffe es gefällt euch.

Viele Grüße

Thomas
von: aighes

Norwegen 2010 - 26.10.10 13:51

Hallo,
mittlerweile ist mein Bilderbuch von meiner Norwegenreise auch fertig.

Zu bestaunen unter
http://www.aighes.de/galerie/index.php?event=norwegen_2010


(Die Galerie hat leider noch ein paar kleine Probleme mit den Panoramen)
von: xasso

Re: Norwegen 2010 - 27.10.10 00:06

Wahnsinns-Bilder!!!

Ich war noch nie da, aber Norwegen muss echt ein traumhaft schönes Land sein. Steht ab sofort auf meiner Lebens-Besuchs-Wunschliste..
von: k_auf_reisen

Re: Norwegen 2010 - 27.10.10 09:14

Norwegen ist wirklich eines der schönsten Länder, die ich kenne. Absolut empfehlenswert, wenn auch aufgrund der Topographie eher anstrengend. Danke für die tollen Photos - ich konnte wieder einmal in Erinnerungen an eine wunderbare Radtour dort schwelgen. Du hattest, wenn ich das richtig sehe, auch eher Glück mit dem Wetter, oder?

[klugscheißermodus] Deine "Elche" scheinen mir übrigens Rentiere zu sein - bin aber kein Spezialist. [/klugscheißermodus]

K.
von: aighes

Re: Norwegen 2010 - 27.10.10 09:21

In Antwort auf: k_auf_reisen
Du hattest, wenn ich das richtig sehe, auch eher Glück mit dem Wetter, oder?

Das könnte man so sagen, wobei ich an Regentagen die Kamera in der Hülle gelassen hab. Aber echte Regentage gab es nur 3-4 in 5 Wochen, wovon ich einen ausgesessen habe.
In Antwort auf: k_auf_reisen

[klugscheißermodus] Deine "Elche" scheinen mir übrigens Rentiere zu sein - bin aber kein Spezialist. [/klugscheißermodus]

Ist möglich...ich konnte sie leider nicht fragen, die sind immer weg gerannt listig
von: k_auf_reisen

Re: Norwegen 2010 - 27.10.10 09:37

In Antwort auf: aighes
In Antwort auf: k_auf_reisen
Du hattest, wenn ich das richtig sehe, auch eher Glück mit dem Wetter, oder?

Das könnte man so sagen, wobei ich an Regentagen die Kamera in der Hülle gelassen hab. Aber echte Regentage gab es nur 3-4 in 5 Wochen, wovon ich einen ausgesessen habe.


Das ist, glaube ich, für Norwegen ein hervorragender Wert. Da kann es schon mal längere Zeit regnen, was man so hört. (Ich hatte allerdings auch zweimal Glück mit dem Wetter.) Bei Sonnenschein sind die Landschaften traumhaft schön.

K.
von: universe

FFM - ROM - 28.10.10 15:22

Hab zwar schon im Treffpunkt (wie es in den Reiseberichte-Regeln steht) gepostet, aber scheinbar ist das folgende hier besser aufgehoben. Wir sind gerade aus Rom wiedergekommen. Frankfurt - Rom, 2400 km, 6 Wochen und 6 Tage. Je Tag ein Blog-Eintrag mit Bildern. Ich habe die Reiseroute mit Google Latitude aufgezeichnet und die Daten als Bilder und Videos exportiert, die auch im Blog (letzter Post) zu finden sind. Wer mal reinschauen moechte, die URL lautet: http://mitdemradunterwegs.blogspot.com

Gruss
Markus
von: Tumaisch

6000km Kanada und Pacific coast USA - 06.11.10 23:53

In diesem Jahr verwirklichten wir uns den kleinen Traum einer grösseren Nordamerika-Tour. Nach langen Vorbereitungen starteten wir am 08.Mai unser Abenteuer im kanadischen Vancouver und kehrten erst nach 160 erlebnisreichen Tagen aus den USA wieder in die Schweiz zurück...

Ab Vancouver nahmen wir die Fähre nach Vancouver Island und fuhren dann zunächst entlang des Pacifics, später durch einsame Waldlandschaften nordwärts bis Port Hardy. Nach einer 15 stündigen Schiffsfahrt weiter nordwärts erreichten wir bei Prince Rupert wieder das Festland Canadas. Von da fuhren wir während ca. 1100km auf dem Yellowhead Highway via Terrace und Prince Georges ostwärts nach Jasper in die wunderschöne Gegend der Rocky Mountains. Auf dem spektakulären Icefields Parkway fuhren wir durch die Nationalparks Jasper und Banff, bevor wir dann ab Lake Louis auf dem Transcanada Highway 1 wieder westwärts nach Golden und Sicamous fuhren. Der Highway 97 führte uns danach südwärts in die Obst- und Weinregion und in Osoyoos, an der Grenze zu den USA, erlebten wir die einzige Wüste Canadas. Der Crowsnest Highway 3 führte uns anschliessend zurück nach Vancouver. Nach einer erneuten Fahrt auf Vancouver Island, diesmal aber mit dem Ziel Tofino, endete unser Canada-Abenteuer nach ca. 3130 km auf dem Fahrradsattel in Victoria.

Mittels Fähre steuerten wir Port Angeles in den USA an, wo wir während über 2900 km auf der als „Traumstrasse“ bekannten Pacific Coast Highway 101 bzw. 1 südwärts durch die Staaten Washington, Oregon und Californien mit den Städten San Francisco und Los Angeles bis an die mexikanische Grenze nach San Diego fuhren.

Am 03.September wechselten wir das geliebte Fahrrad und erkundeten mit einem Wohnwagen während 5 Wochen bzw. auf einer Route von über 8000km die einzigartigen Landschaften des Westens der USA mit all den Naturwundern die wir in den einzigartigen Nationalparks erleben durften. Am 16.Oktober endete unsere unglaublich schöne Entdeckungsreise durch Nordamerika.

Hier gehts zu den Fotos
von: GlobalDave

Re: 6000km Kanada und Pacific coast USA - 07.11.10 10:22

Hallo!
Sehr schöner Bericht und sehr schöne Fotos sind das auf deiner Homepage.
Gefällt mir...
von: Hanjok

Re: 6000km Kanada und Pacific coast USA - 07.11.10 10:54

Hallo

Kann ich mich bloß anschließen sehr schöne Bilder.
Und ein schöner Bericht macht Lust einfach loszufahren.

Gruß Hanjok
von: gaudimax

Re: 6000km Kanada und Pacific coast USA - 07.11.10 13:04

Sehr schön, sehr schön!

Ist schon eine wunderbare Landschaft zum Radln. Gerade den Teil in Kanada muss ich auch irgendwann mal in Angriff nehmen.
von: Thomas1976

Re: 6000km Kanada und Pacific coast USA - 07.11.10 14:39

Hi,

sehr schöne Radreise habt ihr da unternommen. Da kommen Errinnerungen aus dem letzten Jahr wieder hoch (und auch die Errinerung das ich hier mal einen Reisebericht zuende schreiben muss peinlich).

Kanada ist einfach landschaftlich ein Traumland verliebt, vielleicht fliege ich nächstes Jahr noch einmal hin.

Gruss
Thomas
von: Lilli04

Re: 6000km Kanada und Pacific coast USA - 07.11.10 19:09

Super schöne Bilder. Viele erkenne ich wieder, auch wenn ich 2004 dort war. Wünsche Euch viel Spass auf weiteren Touren. Thomas
www.reisen-mit-und-ohne-rad.de
von: Schnoop

Mit dem Rad quer durch Südspanien - 09.11.10 12:28

http://picasaweb.google.com/112122337561744290074/MitDemRadQuerDurchSudspanien#

Mit dem Rad quer durch Südspanien

Im Frühjahr diesen Jahres bin ich zusammen mit meinem Kollegen dem kalten deutschen Winter entfloh(g)en, um in acht Wochen durch das frühlingshafte Südspanien zu touren.
Unser Startort war Faro in Portugal; das Ziel Girona in Katalonien.
Etwa die Hälfte der Zeit haben wir uns in Andalusien aufgehalten. Minas de Riotinto, Sevilla zur Semana Santa, Puerto de las Palomas in der Sierra Grazalema, Gibraltar, Ronda, El Torcal, Malaga, Granada, Wüste von Tabernas und der Nationalpark Cabo de Gata waren dabei die wichtigsten Highlights.
Der weitere Verlauf führte meist immer etwas entfernt der Küste durch die Provinzen Murcia, Valencia, La Mancha und Katalonien mit Barcelona als absolutem Highlight. Besonders die ländlichen, touristisch kaum erschlossenen Regionen haben hier ihren absoluten Reiz und zeigen Spanien von seiner authentischen Seite.

Eine Bericht über diese lange erlebnisreiche Zeit zu schreiben würde sicherlich das Forum sprengen. Daher ist der Reisebericht in Form einer Diashow zu sehen, die über den obenstehenden Picasalink erreicht werden kann.

Viel Spaß beim Ansehen!!!

von: gatzek

Re: Mit dem Rad quer durch Südspanien - 10.11.10 13:18

Hallo Schnoop,
sehr schöne Fotos habt Ihr da gemacht. Hätte nicht gedacht, dass es so "verkehrsberuhigt" auf Südspaniens Straßen zugeht. Tja, das Wetter war in diesem Frühjahr nicht so besonders. Aber manchmal ist das ja gerade das Salz in der Suppe.
Gruß, Gatzek
von: jonathan

Re: Mit dem Rad quer durch Südspanien - 10.11.10 14:01

Danke für die schönen Fotos.
Glückwusch zu dieser Superreise.
Wart Ihr auch in Tavira, der schönsten Stadt der Ostalgarve
und habt Ihr auch auf dem Weg bis Vial Real den Eccovia (Radweg der Algarve)
kennengelernt?
Gruß Heinz
von: Schnoop

Re: Mit dem Rad quer durch Südspanien - 10.11.10 17:31

Danke für die Komplimente.

Hallo Gatzek,

also, wir hatten tatsächlich durchweg kaum Verkehr auf den Straßen. Es war oftmals sogar gespenstisch wenig los, was für uns natürlich das Paradies war. Auch an den Küstenstreifen hielt sich der Verkehr in Grenzen. Relativ viel los war natürlich in Städten und in der Gegend um Barcelona und Girona.
Und das Wetter. Also es war absolut nicht schlecht. Es waren halt keine 25°C aufwärts über die meiste Zeit, eher so um die 20°C. Zum Radfahren perfekt. Nur die Nächte waren noch verdammt frisch.

Hallo Heinz

Naja, wir sind durch Tavira durchgefahren, aber haben uns nicht viel von der Stadt angesehen. Wir sind am ersten Tag (durch extrem frühes aufstehen für den Flieger) nicht sehr weit gekommen und wollten am 2. Tag Kilometer machen.
Den Radweg sind wir wahrscheinlich auch nicht gefahren, stattdessen haben wir uns vielmehr die ganze Zeit auf der N-125 aufgehalten. Unsere Straßenkarte fing leider erst in Spanien an. Für das kurze Stück wollten wir nicht unnötig Geld für 'ne Karte ausgeben.
Vermutlich haben wir da was verpasst. ;-)

Viele Grüße

Schnoop

von: gatzek

Re: Mit dem Rad quer durch Südspanien - 12.11.10 10:20

Hallo Schnoop,
Ihr habt am Anfang Eurer Tour Maciej getroffen, den Tourenradler aus Polen. Wir haben in Nordspanien gelegentlich von ihm gehört und gelesen. In einigen Herbergsbüchern hinterließ er Mitteilungen. Sollte Euch seine Europatour interessieren, dann geht mal auf www.bajkajak.pl.
Mittlerweile dürfte er schon fast daheim sein.
Gruß Gatzek
von: Scherz

Graz-Venedig-Trentino-Tirol-Bayern-Graz - 13.11.10 16:31

Meine Herbsttour 2010!!

http://www.youtube.com/watch?v=Glp0hUWAc2g
von: pottkind

Re: Mit dem Rad quer durch Südspanien - 17.11.10 22:09

Hallo Schnoop.
Etwas versteckt Dein Bericht. Bin leider heute erst dazu gekommen die ganzen schönen Bilder anzusehn.
Das mit dem Schnee war ja echt krass, na ist man da drauf vorbereitet wenn man nach Südspanien fährt?!?
Aber gut zu wissen. Sonst lief mir beim Anblick der Landschaft und der leckeren Kuchen und Tapas schon das Wasser im Mund zusammen. Eine schöne Reise habt ihr da gemacht. Spanien steht auch auf meiner langen Liste.
Viel Mut und Kraft für neue Reisen mit Aufbrechen und Ankommen.
Gruß, Peter
von: rei

Radreisebericht Schweden 2010 - 03.01.11 20:24

Hallo,
anbei der Link zu meinem Reisebericht von unserer 2010er Radreise durch Schweden. Wir sind von Göteborg nach Stockholm bzw. Nyshamn gefahren.

Schweden2010

Viel Spass beim Lesen und Bilder gucken,
Grüße Michael
von: Alex, der Laubfroschradler

Reisebericht Froschradweg - 04.02.11 07:53

Hallo zusammen,

ich lese in diesem tollen Forum schon eine ganze Weile mit und einige Tipps von euch haben zum Gelingen meiner ersten (!) Radreise beigetragen. Vielen Dank dafür!

Der Bericht über diese Radreise auf dem Froschradweg ist jetzt endlich fertig geworden: 31 Seiten mit einigen Farbbildern; das erklärt die Dateigröße von 4 MB. Aber noch weiter wollte ich die Bildauflösung nicht veringern.

Ihr findet ihn hier: Reisebericht Froschradweg und ich freue mich über euer Feedback!

Gruß von
Alex
von: xasso

Re: Reisebericht Froschradweg - 05.02.11 10:21

Ja Wahnsinn, das sieht aus wie ne Seminararbeit! Da hast du dir ja ne Menge Arbeit gemacht, Respekt!
von: Alex, der Laubfroschradler

Re: Reisebericht Froschradweg - 08.02.11 19:50

Hallo Xasso,

vielen Dank für's Lob! Es freut mich, dass dir der Bericht gefällt! schmunzel

Gruß

Alex
von: 19matthias75

Main-Rotmain-Tour (aus 2007) - 12.02.11 15:46

Nachdem mir heute meine Notizen in die Hände gerutscht sind, hab ich die eingetippt und nun auch hier reingestellt.

Main-Rotmain-Radtour

Eigentlich entschied ich mich zum Start der Tour ganz spontan am Sonntag, 26.08.2007. Am Montagmorgen startete ich gegen 08.30 h bei mir Zuhause in Zellingen am Main. Schlafsack, Isomatte, das Akto sowie Trangia, Verpflegung und Kleidung waren schnell verstaut.
Das anspruchvollste Teilstück kommt gleich zuerst: hinüber nach Retzbach und dann den Thüngener Berg in den Weinbergen hoch und dann auf sandigen Wegen weiter. Es folgt die Abfahrt ins Werntal bei Stetten und dann der Abschnitt auf dem Werntalradweg über Thüngen und Binsfeld nach Arnstein. Alles gut fahrbar und ich komme gut voran. Nach Arnstein sind noch ein paar Buckel zu bewältigen. Über Zeuzleben erreiche ich Werneck. An der Bundesstraße entlang führt der Radweg nach Bergreinfeld. Die Kühltürme des KKW Grafenreinfelds sind schon von weitem sichtbar. Über den Main komme ich bei Grafenreinfeld dann auf den Mainradweg und fahre zunächst oben auf dem Damm. Doch dann wird dieser wegen losen Schotter schwieriger zu befahren und ich wechsle auf die darunter neu asphaltierte Straße. Das Industriegebiet von Schweinfurt ist schnell erreicht. Ich durchfahre Sennfeld und unterquere nach leichtem Anstieg die A70 und streife Gochsheim. Hinab führt mich der Weg nach Weyer. Ich überquere den Main auf der B303 und muss anschließend noch ein Stück auf der B26 fahren um den Mainradweg bei Gadheim zu erreichen. Die nächsten Kilometer des Radwegs sind wenig spektakulär: Bahn, Radweg, Wiesen, Main verlaufen parallel. Und der Radweg besteht aus lauter Betonplatten, also wunderbar holprig. Nach Obertheres und ca. 70 km habe ich mir eine Rast verdient. Idyllische in einer kleiner Bucht lässt es sich entspannen. Frisch gestärkt und ausgeruht erreiche ich schnell Haßfurt. Die Route verläuft auch direkt durch die Altstadt. Schönes Fachwerk. An der Bundesstraße 26 verläuft der weitere Radweg nach Zeil am Main. Hier geht‘s hinüber nach Sand am Main. Die weitere Strecke bis Bamberg verläuft der Radweg nur direkt an der Straße. Unterwegs stattete ich der Wallfahrtskirche Maria Limbach einen kurzen Besuch ab. Werke von Balthasar Neumann (u. Sohn) gibt‘s hier zu bestaunen. In Eltmann konnte ich per Knopfdruck Trinkwasser auffüllen. Die nächsten Orte vor Bamberg, es sind Dippach, Roßstadt, Trunstadt und Viereth, werden alle durchfahren. Ein Abwechslung zum „langweiligen“ straßenbegleitenden Radweg. Bei Trosdorf beginnen die Bamberger Industriegebiete. Und ich darf zunächst am Main-Donau-Kanal bis Bamberg weiterfahren. In Bamberg ist gerade Altstadtfest, s dass ich mich durch voll Straßen und Gassen einen Weg bahnen durfte. Ich bin eigentlich noch gut in Form, lediglich mein Hinterteil spüre ich etwas. Ab dem Bamberger Bahnhof geht‘s dann wieder auswärts durch Bambergs Kleingartenanlagen nach Hallstadt. Auf dem Main treffe ich bei Kemmern wieder. In Breitengüßbach spendiere ich mir ein Eis (1,20 €) und außerdem Wasser und Wein.
Ich entschließe mich dazu, nicht am Breitengüßbacher Baggersee zu biwakieren und fahre schließlich über Ebing und Zapfendorf bis Unterleitenbach. An der Bootseinsetzstelle entscheide ich mich für die Nacht zu bleiben. Als Abendessen muss eine Tütensuppe, Käsebrot und Tee genügen. Außerdem hab ich ja noch ein Viertele Rotwein. Dabei genieße ich den Sonnenuntergang am Ufer sitzend und danach den Schein des Vollmondes. Ein schöner aber anstrengender Tag geht zu Ende.
Mit Isomatte und Schlafsack nächtige ich unter der Brücke :-) - so bleibt das Akto eingepackt.

Wetter: sonnig bis leicht bewölkt
Temperatur: 20-25°C
gefahrene Km: 141,76
Fahrzeit: 7:24:56
Max-Kmh: 45,3


Dienstag, 28.08.2007
Die Nacht unter der Brücke habe ich gut überstanden. So gegen 6 h bin ich richtig wachgeworden und konnte den Sonnenaufgang aus dem Schlafsack genießen. Teewasser war dann auch schnell aufgesetzt. Meinen Übernachtungsplatz verließ ich gegen 8 h. Nur langsam erwärmte die Sonne die morgentliche Kühle. Fast bis Staffelstein geht‘s direkt am „jungen“ Main entlang. In der Sonne leuchteten die Türme von Kloster Banz. Kurz vor Staffelstein traf ich auf einen Radler aus Hafenlohr. Bis vor Vierzehnheiligen waren wir nur wenige Meter auseinander. Ich entschied mich, den Weg hinauf zu Vierzehnheiligen zu fahren. Ein anspruchsvolle morgentliche Etappe. mit vielen kurzen Verschnaufpausen. Vierzehnheiligen bewunderte ich von außen, da innen eine Messe abgehalten wurde. Es gab noch einen Inforaum. Nach dem Rundgang folgte die rasante Abfahrt und war kurze Zeit später in Lichtenfels. Mitten durch die Altstadt führt die Route. Weiter über Michelau, Hochstadt, Altenkundstadt nach Burgkundstadt wechselte sich Radweg straßenbegleitend, Straßen und Schotterwege ab. Dann folgte ein bahnbegleitender Weg für die nächsten Kilometer. Bei Theisen? machte ich Mittagsrast. Nun schlängelte sich der teils gepflasterte Radweg durch die Auwiesen nach Mainleus. Nach Kulmbach geht‘s neben der Straße her. Die Abzweigung des Rotmainradweges ist nicht ganz logisch ausgeschrieben. Und bis Neuenrath? ist es eine ruhige Landstraße. Ab Neudrossenfeld wird es dann hügeliger. Kurz vor Bayreuth weicht die Radroute tatsächlich deutlich von der im Führer ab. Den Weg aus Bayreuth hinaus musste ich mir erst mal suchen. Auf ruhigen Straßen geht‘s nun über Destuben? Unterschreez bis Haag. Es sind gute Anstiege dabe und zwei Abfahrten, die aber gleich von weiteren Anstiegen gefolgt werden. Am Ortsausgang von Haag nochmal eine Rast eingelegt und für den letzten Anstieg erholt. Zunächst gepflastert, dann auf Schotter geht‘s in den Wald und schließlich auf ungefährt 600 Meter zur Quelle des Roten Mains. Die Quelle selbst ist über einen Pfad mit vielen Wurzeln erreichbar. Ein kleines Rinnsal kommt aus der Erde heraus. In mühseliger Handarbeit füllte ich Tasse für Tasse meine Wasserflasche auf. Eine Nacht an der Quelle war hier nicht drin. So nahm ich den Weg nach Creußen. Aber auch hier war mit einer Übernachtung nichts zu machen, einfach keinen geeigneten Platz zum campieren gefunden. Mit der Regionalbahn bin ich dann nach Bayreuth und versuchte mein Glück in der Jugendherberge. Ich ergatterte das letzte freie Bett.

Wetter: leicht bewölkt, leicht sonnig, bewölkt
Temperatur: 20-22°C
gefahrene Km: 117,02
Fahrzeit: 7:09:10
Max-Kmh: 59,3


Mittwoch, 29.08.2007

Ich hatte eine angenehme und erholsame Nacht in der Jugendherberge. Nach einem ausgiebigem Frühstück hab ich die Jugendherberge gegen 9 h verlassen und in die Innenstadt geradelt. Dort hab ich dann für eine halbe Stunde mein Tagebuch aktualisiert. Auf dem Rotweinradweg bin ich dann über Neudrossenfeld nach Neuenreuth gefahren. Vor dort folgte ich dem Bahntrassenradweg über Thurnau, Kasendorf nach Melkendorf. Fast bis Thurnau steigt der Weg leicht an. Anfangs sehr nahe der Autobahn 70, dann bei wird bei Thurnau die Autobahn unterquert. Ab jetzt folgt überwiegend ein ganz leichtes Gefälle. Eine kurze Rast am Wegesrand dient der Pause und Landschaftsgenuss. In Melkendorf noch den Abstecher zum Zusammenfluss des Roten und Weißen Maines gemacht. Weiterfahrt auf der Straße bei Gegenwind und Kulmbach hinein. In Kulmbach suchte ich zunächst den Bahnhof auf und suchte mir eine Zugverbindung nach Schweinfurt aus. Dann hatte ich noch Zeit ein wenig durch die Kulmbacher Altstadt zu laufen und am Marktplatz einen Eisbecher zu essen. Mit Blick zur Plassenburg. Per Bahn ging‘s dann nach Schweinfurt zurück. Dann weiter zurück mit dem Rad und nach Telefonat mit den Eltern dann in Werneck zusammentreffen und Abendessen. Der restliche Rückweg erfolgte dann im Pkw zurück nach Zellingen.

Wetter: leicht bewölkt
Temperatur: 20-23°C
gefahrene Km: 66,28
Fahrzeit: 4:03:15
Max-Kmh: 52,6
von: Klaus1

Re: Reisebericht Froschradweg - 20.02.11 13:04

Hi Alex,

toller Bericht und viel Arbeit die Du dir da gemacht hast.
von: SuseAnne

Re: Reisebericht Froschradweg - 20.02.11 14:01

Hallo Alex,

gerne hätte ich Deinen Reisebericht gelesen. Aber schon beim Download werde ich damit konfrontiert, dass ich ein Programm benutze, welches ich nach 40 Tagen der Nutzung bezahlen soll. Das stößt mir schon mal sauer auf. Und dann stolpere ich über Deinen Bettelhinweis für die Kaffeekasse. Das geht hier in diesem Forum gar nicht. Hier sind Radreiseenthusiasten versammelt, die ohne wenn und aber ihre Erfahrungen kostenlos teilen und sich nicht zu "hastemalneuro" erniedrigen. Bitte mach das weg.

Suse
von: DebrisFlow

Re: Reisebericht Froschradweg - 20.02.11 14:09

In Antwort auf: SuseAnne
Hallo Alex,

gerne hätte ich Deinen Reisebericht gelesen. Aber schon beim Download werde ich damit konfrontiert, dass ich ein Programm benutze, welches ich nach 40 Tagen der Nutzung bezahlen soll.
Suse

Das ist doch nur ein geziptes PDF, was soll da wo kosten?
von: SuseAnne

Re: Reisebericht Froschradweg - 20.02.11 14:18

Hier sind keine wörtlichen Zitate erlaubt, daher meine Zusammenfassung. Ich bekomme mitgeteilt, dass ich gerade eine Linzenz von WINrar erwerbe und die nach 40 Tagen zu bezahlen habe.

Was mir aber eigentlich sauer aufstößt ist dieses Betteln um Spenden für einen Reisebericht. Entweder ... oder. Aber hier möchte ich nicht sehen, dass so etwas einreißt.

Suse
von: :-)

Re: Reisebericht Froschradweg - 20.02.11 14:22

In Antwort auf: SuseAnne

Aber schon beim Download werde ich damit konfrontiert, dass ich ein Programm benutze, welches ich nach 40 Tagen der Nutzung bezahlen soll. Das stößt mir schon mal sauer auf.


Hallo Suse,
das würde mich auch stören, aber der Hinweis kam bei mir nicht, war ein ganz normaler download oder besondere Downloadprogramme oder ähnliches. Welches Programm meinst du, Acrobat kann es nicht sein, vielleicht ein Programm zum entpacken? Eigentlich auch eher unwahrscheinlich.


In Antwort auf: SuseAnne

Und dann stolpere ich über Deinen Bettelhinweis für die Kaffeekasse. Das geht hier in diesem Forum gar nicht.

Der Bericht liegt nicht hier im Forum sondern als "sehr gut gemachtes" pdf auf seiner Seite und enthält viele Informationen. Nicht nur Forumsmitglieder lesen das sondern vielleicht auch andere die über seine Seite stolpern. Dem Hinweis für die Kaffeekasse werden die Leser nicht in Strömen folgen, aber warum soll er nicht danach fragen. Der Bericht ist kostenlos und man darf ihm was dafür geben. Find ich völlig in Ordnung.

von: lutz_

Re: Reisebericht Froschradweg - 20.02.11 14:29

Hallo!

In Antwort auf: SuseAnne
gerne hätte ich Deinen Reisebericht gelesen. Aber schon beim Download werde ich damit konfrontiert, dass ich ein Programm benutze, welches ich nach 40 Tagen der Nutzung bezahlen soll.


Ein Pack- und Entpackprogramm für .zip-Dateien gehört zur Grundausstattung eines jeden PCs. Und für jedes Betriebssystem ist so eine Funktion entweder eingebaut oder es sind kostenlose Programme erhältlich.


In Antwort auf: SuseAnne
Was mir aber eigentlich sauer aufstößt ist dieses Betteln um Spenden für einen Reisebericht. Entweder ... oder. Aber hier möchte ich nicht sehen, dass so etwas einreißt.


Finde ich o.k., warum soll die mit der Erstellung des Reisebereichts verbundene Mühe nicht honoriert werden? Niemand muss spenden, aber wem der Bericht für die Planung der eigenen Tour weiter hilft, dem kann das doch auch eine Tasse Kaffee wert sein.

Im Software-Bereich gibt es zwischen Freeware und Shareware auch Donationware oder sogenannte Beerware


Gruß LUTZ
von: SuseAnne

Re: Reisebericht Froschradweg - 20.02.11 14:34

@ Lutz und auch @Jörg, sorry, ich bin aus diversen Gründen gerade auf einem fremden Rechner unterwegs. Mag also tatsächlich daran liegen, dass hier nix zum Entzippen vorhanden ist.

Dennoch stößt mir der Bettelhinweis sauer auf. Entweder ich teile hier meine Erfahrungen mit anderen oder ich lasse es bleiben. Angehängte Zahlscheine machen mich mißmutig und widersprechen dem Geist dieses Forums.

Suse
von: lutz_

Re: Reisebericht Froschradweg - 20.02.11 14:41

Hallo Suse!

In Antwort auf: SuseAnne
ich bin aus diversen Gründen gerade auf einem fremden Rechner unterwegs. Mag also tatsächlich daran liegen, dass hier nix zum Entzippen vorhanden ist.


Nimm das hier zum Entzippen


Gruß LUTZ
von: Wegekuckuck

Kuba Februar 2011 - 10.03.11 11:49

Im Februar bin ich auf Kuba an 9 Tagen mit dem Fahrrad unterwegs gewesen.
Über den gesamten Zeitraum war gutes Wetter. Es war kein Regentag dabei und die Temperaturen entsprachen recht genau meinen Wohlfühlempfinden.
Ich bin nicht so der große Berichteschreiber, habe aber ein paar Bilder gemacht.
Die Bilder gibt es hier
von: Hesana

Re: Kuba Februar 2011 - 10.03.11 13:19

schöne Bilder, weckt Erinnerungen!
Wir sind so ziemlich die gleiche Strecke gefahren und auch in gleichen Hotels (Mokka und San Diego) abgestiegen.
Wir fanden Kuba auch ein tolles Land zum radeln.
9 Tage sind definitiv zu kurz!!!
Ich kann Dir den Osten Kuba`s sehr empfehlen - für ein nächstes Mal! Vinales war auch nicht schlecht, war uns aber touristisch zu überlaufen.
Gruß Sabine
von: BotBiker

7 Flüsse von Bonn nach Salzburg + X - 21.03.11 19:47

Ich traue mich fast nicht, denn scheinbar schreibe ich meine Reiseberichte fast immer erst 1,5 Jahre später. Hier also der Bericht unserer Radreise 2009. War zwar eine sehr „feuchte“ Reise, aber das Nacherleben beim Schreiben war zumindest trocken ;-)
Und ich kann mich jetzt endlich ohne schlechtes Gewissen an 2010 machen (immerhin habe ich hier schon ein Fotobuch geschafft!). Bin ich eigentlich der Einzige der seine Berichte so spät mit Rosa Brille aufarbeitet?



Start: Bad Breisig 07.06.2009
Ende: Rosenheim 22.06.2009
Gefahren ca: 1.291km // ca. 3300 hm

Tag 01 Anreise Bad Breisig – Loreley
Tag 02 Loreley - Mainz
Tag 03 Mainz – Mainaschaff
Tag 04 Mainaschaff – Wertheim
Tag 05 Wertheim – Bad Mergentheim
Tag 06 Bad Mergentheim – Rothenburg
Tag 07 Rothenburg – Altmühlsee
Tag 08 Altmühlsee – Eichstätt
Tag 09 Eichstätt – Kelheim/Herrnsaal
Tag 10 Kelheim – Straubing
Tag 11 Straubing – Passau
Tag 12 Passau - Braunau am Inn (AT)
Tag 13 Braunau am Inn (AT) – Salzburg (AT)
Tag 14 Regen-Pausentag Salzburg (AT)
Tag 15 Salzburg (AT) – Waginger See
Tag 16 Waginger See - Bad Endorf
Tag 17 Bad Endorf – Heimreise

Untertitel;: 7 Flüsse in 14 Tagen

Von Bad Breisig den Rhein entlang bis Mainz – den Main entlang – auf den Taubertal Radweg bis Rothenburg – Altmühltal Radweg bis zur Donau – die Donau bis Passau – dann auf dem Inn bis zur Salzach - Salzach bis Salzburg – Mozart-Radweg als Brücke zum Königssee-Bodensee Radweg bis zum Chiemsee / Rosenheim. Hier allerdings Abbruch aufgrund des Dauerregens und der Unwetter bzw. Überschwemmungen. Mietwagen genommen und in das sonnige NRW zurück. Auch im Nachhinein eine sehr weise Entscheidung! Wer lust hat, hier geht es zum kompletten Radreisebericht. Wäre mit den Bildern etwas viel für copy and paste ;-) Ich hoffe es geht auch so. Wünsche viel spass beim lesen.
von: Wittmundertorfbrand

Re: 7 Flüsse von Bonn nach Salzburg + X - 21.03.11 22:04

Hallo Paul,

schöne Tour, hat spaß gemacht zu lesen!!

Gruß Ralf
von: BotBiker

Re: 7 Flüsse von Bonn nach Salzburg + X - 22.03.11 00:21

Hallo Ralf,
Danke hört man gerne bier2
von: Anakrusis

Re: 7 Flüsse von Bonn nach Salzburg + X - 22.03.11 09:53

nein, da bist du in bester Gesellschaft ;-) ich schreibe auch gerade an unserer Bodensee-Königssee-Tour von letztem Jahr.

Sonnige Grüße,
Annette
von: BotBiker

Re: 7 Flüsse von Bonn nach Salzburg + X - 22.03.11 12:19

Schön das ich nicht der Einzige bin ;-)

PS: Bin gespannt auf den Bodensee-Königssee Bericht. Wollen die Tour eigentlich schon seit 3 Jahren fahren.
von: Anakrusis

Re: 7 Flüsse von Bonn nach Salzburg + X - 23.03.11 15:45

Soviel vorneweg ... das war trotz widrigem Wetter landschaftlich das Schönste, was wir bisher in Deutschland geradelelt sind. Trotz dem, dass es überall in unserem Land ganz tolle Abschnitte gibt. Aber wahrscheinlich lag es einfach auch an den Bergen, der tollen Luft und an den doch ein wenig anspruchsvollen Hügelchen dort im Allgäu. Vielen Dank für den Ansporn für den Bericht ;-)

Grüße,
Annette
von: BotBiker

Re: 7 Flüsse von Bonn nach Salzburg + X - 24.03.11 12:56

Wegen dem Wetter sind wir im letzten Jahr im Juni kurzfristig ganau nicht die Tour gefahren, sondern auf der Flucht vor dem Regen übers Fichtelgebirge in Prag gelandet. War aber auch schön, und trocken! Villeicht klappt es ja dieses Jahr ;-)
von: B-Probe

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 05.05.11 17:20

Tour de Hesse – Einmal rund um Hessen

da ich sicherlich keinen bericht auf deutsch (einmal in der muttersprache war schwer genug) zu diesem tour schreiben werde, hier einen hinweis zu einem längeren bericht auf englisch (mit photos usw)

LG
Kevin
von: joeyyy

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 05.05.11 23:37

...wunderbar! Zeigt, dass es auch in Deutschland schöne Ecken gibt. Vor allem in meiner alten Heimat. zwinker
von: PMB

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 06.05.11 12:01

Hier ein kleiner Bericht zu meiner 4 Tage Kurztour durch Elsaß, Lothringen und Süd-Belgien.

HIER


(bevor sich wieder jemand beschwert: achtung englisch)
von: B-Probe

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 06.05.11 13:07

Hi PMB

echt netter bericht - ich war schon zweimal an der Meuse, war immer sehr schön. Die Semois ist auch eine reise wert - vor allem Bouillon.

hast du ein track/gpx file für die strecke im Alsace/Lorraine?

beste grüsse

kevin
von: FlevoMartin

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 08.05.11 00:23

Hallo zusammen,

Stephie und ich sind im September 2010 auf Radreise von Zittau aus über Tschechien im etwas weiteren Bogen nach Krakau und zurück nach Zittau gefahren. Leider hatten wir etwas zu oft Regen und Gegenwind auf unseren zu lang geplanten Strecken. Zurückblickend war's aber dennoch eine Tour, die viele schöne Momente hatte und auf der wir gelernt haben, was wir beim nächsten Mal besser machen können. Den vollen Bericht gibt's auf meiner Webseite.

Nächtliche Grüße,
Martin
von: Falk

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 08.05.11 18:37

Martin, Du lässt nach. Die Fuhre beginnt und endet in Olbersdorf, und der Jeschken wird nicht einmal erwähnt. Da muss doch was faul sein!

Falk, SchwLAbt
von: FlevoMartin

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 08.05.11 19:43

Falk, Du hast den Bericht offensichtlich nicht komplett verschlungen. In der Bildergalerie ist er doch dabei, der Jeschken zwinker

Gruß,
Martin
von: Falk

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 08.05.11 20:08

Bilder konnte ich noch nicht aufrufen. Mein Netzwerk läuft heute mal wieder sehr schleppend. GMX behandelt mich als Lastabwurfkunden (allerdings zum vollen Preis). Immer, wenn in der Umgebung die Indernetznutzung steigt, fliege ich raus. Im Juli ist damit endgültig Schluss.

Falk, SchwLAbt
von: amarillo

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 26.05.11 18:36

Hallo,

mal wieder ein paar Bilder von mir. .... und zwar von einer einwöchigen Radreise im Hinterland der Côte d' Azur.

https://picasaweb.google.com/104200765245131536464/RadreiseProvence311#

Die Tour fand Mitte März 2011 statt.
Bei bestem Wetter konnte die Anreise zum TGV, der früh morgens in Metz mit Ziel Nice Ville abfährt, per Rad von Saarbrücken aus bewerkstelligt werden. Eine gute und günstige Übernachtungsmöglichkeit bietet die JH in Metz, die man selbst wenn man nicht im Besitz eines JH-Ausweises ist, ohne Aufschlag als Radreisender benutzen kann.

Auch während der Tour hatten wir für die Jahreszeit bestes Wetter. Einzig auf der letzten Etappe nach Toulon hat es ein wenig genieselt. Glück muss man haben, oder wie meine Freundin sagt: "Wenn Engländer reisen..."
Auch auf der Rückreise haben meine englische Freundin und ich diese Übernachtungsmöglichkeit in Metz noch einmal genutzt und sind dann sonntags die 75 km nach Saarbrücken mit dem Rad gefahren.

http://www.ajmetz.fr/allindex.php

Gruß Hildegard

von: veloträumer

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 26.05.11 21:09

Hallo Hilde,
deine Bildchen sind ja immer wieder ein Genuss mit den stimmungsvollen Details und dem Blick für das Originelle. bravo Ein paar Orte sind mir selbst noch frisch im Gedächtnis vom Sommer 2009 (z.B. Saut du Loup).
Da es keine Bildunterschriften gibt, bleiben für mich ein zwei kleine Detailfragen:
Wo befinden sich der bunte Briefkasten und die Steinkamera (ich vermute das Künstlerstädtchen Vence, was der Abfolge entsprechen könnte)?
Wo befindet sich die offensichtliche Radlerkneipe (Laufradsatzlampe)?
von: amarillo

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 26.05.11 21:42


Der bunte Briefkasten und die Steinkamera befinden sich in dem Künstlerort St.Paul de Vence.

Die Radlerkneipe liegt am Ortseingang von Châteauneuf-Grasse, wenn man über die D3 von Gourdon kommend in den Ort bzw. weiter nach Grasse möchte, dann am ersten Kreisverkehr gleich links.
Für uns kam das Café gerade zum richtigen Zeitpunkt, da wir von der langen Abfahrt schon ein wenig ausgekühlt waren.
Ein Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall, nicht nur wegen des leckeren Zitronenkuchens. In der ersten Etage gibt es einen Radladen, auch ganz praktisch, wenn man ein Ersatzteil braucht. Aber absolut sehenswert ist die ganze Deko in dem Laden. Über der Bar befinden sich auch 2 skurrile Rennräder.
von: NINJAENTE

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 27.05.11 13:30

Hir auch meine BLOG bin nicht s der sreiberling aber bilder und vidios sprechen fur sich

www.weitweiterweg.de

GruSS
Patrik
von: amarillo

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 08.06.11 15:12


Hallo,

in der 2. Aprilhälfte war ich um Ostern bei bestem Wetter (teilweise war es sommerlich heiß) in Westeuropa unterwegs.

Zunächst verbrachte ich 2 Tage auf dem Globetrottertreffen in Weeze bei interessanten Vorträgen und Lesungen. Eine Radtour führte mich nach Kleve.

Sonntags war dann der eigentliche Start der Tour zusammen mit einer anderen weitgereisten Reiseradlerin. Für die ersten beiden Übernachtungen bei Arnheim und Amsterdam haben wir uns im Vorfeld über das Dachgeberverzeichnis des ADFC private Unterkünfte organisiert. Auch hier noch einmal ein Dank an unsere beiden Gastgeber. Danach wurde bis auf eine Ausnahme in Frankreich gezeltet.

Ziel der Tour waren die Hansestädte Antwerpen, Gent und Brügge. Alle drei sehr sehenswert, doch mein Favorit war eindeutig Brügge. Von dort bin ich dann alleine weiter nach Ostende, das am Karfreitag von Franzosen überschwemmt war, die zum Einkaufen und Sonnenbaden kamen.

Froh war ich, endlich Frankreich zu erreichen, wo meines Erachtens die Bedingungen für Radfahrer einfach besser sind, da man auf der Straße ein gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer ist. Dem ist nicht so in Belgien, wo man von rüden Autofahrern dauernd daraufhin gewiesen wird die teilweise sehr schlechten Radwege, die in den Orten oft eine Zumutung sind, zu benutzen. So mein Eindruck vom nördlichen Teil Belgiens.

In Frankreich plante ich meine Strecke spontan. Interessant war für mich das Städtchen Bergues, wo der französische Kultfilm "Bienvenue chez les Ch'tis" gedreht wurde. Bei einem Kaffee konnte ich dann auch das Glockengeläut genießen. Einfach hörenswert.
Montreuil hat mich als kleine, feine Festungsstadt mit einem sehr schönen Campingplatz überrascht. Als ich vom Drachenfestival in Berck-sur-Plage erfuhr, musste ich mir das auch ansehen. In einigen Städten und Orten habe ich dann noch die nordfranzösische Gotik und die während der Revolution zerstörten Abteien bewundert.

Erst als ich durch die öde Nordchampagne fuhr, und es dann auch noch heftig zu regnen begann schenkte ich mir eine Bahnfahrt nach Hause.

Ein Bild der Tour könnt ihr euch hier: https://picasaweb.google.com/104200765245131536464/RadreiseApril11#5615812169199539746 machen

Gruß Hildegard
von: B-Probe

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 08.06.11 15:27

ich war wieder unterwegs - diesmal am Kocher + Jagst (achtung bericht auf englisch)

Kocher + Jagst

und ein hinweis für alle K+J fans: Der Goldene Adler in Schw. Hall ist vorübergehend geschlossen - vorasusichtlich bis Okt. 2011
von: hell-g

Prag - Riesa Elberadweg - 15.06.11 20:38

Hallo,

ich Kurztrip von Prag nach Riesa. 280km in 3 Tagen. Zuviel, hat mein Knie gesagt. Daher war nach 3 Tagen Schluss. Schön war es dennoch:

Prag bis Riesa
von: Bikerrudy

Re: Prag - Riesa Elberadweg - 16.06.11 07:34

In Antwort auf: hell-g
Hallo,

ich Kurztrip von Prag nach Riesa. 280km in 3 Tagen. Zuviel, hat mein Knie gesagt. Daher war nach 3 Tagen Schluss. Schön war es dennoch:

Prag bis Riesa

Prag / Riesa genau die Strecke möchte ich in den nächsten Wochen auch fahren nur nicht an drei Tagen sondern an einen. Ich weiß ist verrückt aber mir machts halt Spass.
von: hell-g

Re: Prag - Riesa Elberadweg - 16.06.11 07:40

Ich kann mir kaum vorstellen, wie das geht schmunzel

Ist ja nicht so, dass die Strecke durchgehend asphaltiert ist. Gerade auf der tschechischen Seite gibt es einge km Schotter.
von: Bikerrudy

Re: Prag - Riesa Elberadweg - 16.06.11 07:59

In Antwort auf: hell-g
Ich kann mir kaum vorstellen, wie das geht schmunzel

Ist ja nicht so, dass die Strecke durchgehend asphaltiert ist. Gerade auf der tschechischen Seite gibt es einge km Schotter.

Fahre ja auch nicht die gleiche Strecke wie du erst ab Decin an der Elbe lang. Ich benutz für die Fahrt auch nicht mein Reiserad sondern eins mit schmalen Reifen.
von: Blueface

Schottland Radwanderung - Coast to Coast - 28.06.11 16:41

Hallo Radler,

im Mai habe ich mal wieder Schottland unter die Räder genommen. Diesmal ging es mit Zelt und Schlafsack in den Nordwesten in das Gebiet zwischen Kinlochewe, Ullapool und Ardgay. Erstmals waren auch zwei volle Offroad-Tage dabei, die in dem dünn besiedelten Landstrich nicht leicht zu planen waren, weil sie ja tauglich für unsere "Lastenesel" sein mussten.



Wen es interessiert: Einen Bericht in zwei Teilen mit vielen Fotos habe ich auf mein (werbefreies) Blog gestellt.
http://www.iserlohner-impressionen.de/

Iserlohner Impressionen - Schottland 2011 - Direktlink zu Teil 1.

Über Rückmeldung freue ich mich natürlich und beantworte gerne Fragen.

Beste Grüße

Blueface
von: Be@t

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 03.07.11 00:12

Hallo Reiseradler

Ich bin am 14. Juni auf meine ca. 3monatige Giro d'Italia Tour gestartet und berichte so oft wie möglich in meinem Blog darüber (werbe- und Bannerfrei). Wer Interesse hat kann ja mal reinschauen. Auch Kommentare und Tips sind natürlich gerne gesehen/gelesen.



Wünsche allen einen schönen Sommer und viele unfallfreie Kilometer im Sattel.
von: Anonym

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 22.07.11 15:24

Hier der Bericht von meiner Nordskandinavientour.

Link entfernt

Vom zweiten Teil habe ich leider die CF-Karte mit den Bildern verloren. weinend

Viele Grüße
Stephan
von: SuseAnne

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 23.07.11 19:22

Hallo Stephan,

danke für Deinen Bericht. Habe ich, wie immer, mit Vergnügen gelesen. Etwas bedarf noch der Klärung: Irgendwo schreibst Du, jemandem erklärt zu haben, was Google auf deutsch heißt. Erklärst Du es mir auch?

Gruß von Suse
von: Anonym

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 23.07.11 20:23

In Antwort auf: SuseAnne
Hallo Stephan,

danke für Deinen Bericht. Habe ich, wie immer, mit Vergnügen gelesen. Etwas bedarf noch der Klärung: Irgendwo schreibst Du, jemandem erklärt zu haben, was Google auf deutsch heißt. Erklärst Du es mir auch?

Gruß von Suse


Es geht um die Geschichte in dem Absatz. Das deutsche Wort für hubgeneratorcharger, um bei google endlich mal etwas Verwertbares zu finden.


Viele Grüße
Stephan
von: SuseAnne

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 24.07.11 14:10

Ok, danke, jetzt ist das Zehncentstück gefallen....

Suse
von: dudeludu

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 03.08.11 00:45

Kurzreisebericht Rügen 25. bis 30. Juli

Montag: Anfahrt mittels Bahn von HH nach Stralsund (3 1/2 Std., 2mal Umsteigen jeweils 10min zwischen den Verbindungen, einige Radler, Platz ausreichend).
Ersten Campingplatz nach Übersetzen per Rad aufgesucht; toller Sonnenuntergang trotz wolkigem Wetter, Bodden

Dienstag: Klarer Himmel, Sonne. Auf dem Rügenrundweg und Wanderwegen bis Schaprode, Genußradeln, gutes Essen. Übersetzen nach Hiddensee gespart (knapp 50€ für 2 Personen + Räder)

Mittwoch: Sommer. Kap Arkona erradeln, endlich Ostsee, Horizont, tolle Luft. Campen Nordost Rügen, Gemeinschaftsgefühl. Regeneinbruch in der Nacht

Donnerstag: Regen. Aufbruch mühselig, Regenausrüstung gut. Schaabe. Delikates Fischrestaurant und dekandente Einkehr ins Hotel; morgen soll viel Zeit und Energie für den Jasmunder Nationalpark sein.

Freitag: Noch mehr Regen. Königsstuhl, Abstieg und Ausstellung - für mehr laden uns die äußeren Umstände nicht ein. Tolle Abfahrten, naße Alleen. Durch Prora nach Binz. NS-Jugendhergenkoloss kontra DDR-Nostalgie. Regenkleidung nach stundenlanger Regenfahrt am Ende, erneute Hoteleinkehr.

Samstag: Unruhige Nacht, Touristenhochburg zwecks abgesoffener Keller Feuerwehrsirenenkonzert. Wegen anhaltendem Regen Einkehr in Bergen zur Rückfahrt: Fahrradabteile hoffnungslos überfüllt, weitere Fahrräder in den Einstiegsbereichen aller Waggons. Zusammenbruch der Verbindung Rostock-Hamburg, 2 Std. Verzögerung.
Tolle Samstagnacht zu Hause.

Trotz des vielen Peches ein erlebnisreicher, spannender Urlaub und ein paar schöne Erinnerungen

schmunzel
von: PMB

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 09.08.11 10:47

Kurzreisebericht: 2 Wochen Armenien 2011

Liebe Reiseradler,

ich habe soeben meinen Bericht zu unserer zweiwöchigen Armenien Rundfahrt im Juni 2011 in gewohntem Format fertiggestellt (leider nur auf Englisch, aber hoffe wem das keine Umstände macht liest in trotzdem gerne).

-HIER-

Armenien war ein sehr aufregendes Radreiseland, da sehr wenige dort hinkommen. Das machte auch die Planung etwas kompliziert, da es einfach sehr viele Fragezeichen vor der Tour gab. Als fast alles reibungslos lief war die Freude vor Ort dafür umso größer.

Ich würde aber jedem, der sich nicht vor kräftigen Höhenmetern scheut ermutigen sich das Land per Rad anzuschauen. Uns hat es sehr gefallen.

Liebe Grüße,

Peter.
von: gibbi_affe

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 31.08.11 11:31

so, dann poste ich hier auch mal meinen blog schmunzel

bin jetzt seit samstag zurück. ich bin etwas nördlich von hamburg gestartet, bis prag mit einem bekannten zusammen gefahren und ab da dann alleine weiter nach budapest. über den balaton dann nach triest und dann entlang der adria-küste bis dubrovnik. die gegend hat mir super gefallen...wer bilder oder berichte lesen will:

Klick hier
von: Gio

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 31.08.11 14:23

Amstelveen (Amsterdam) - Berlin in 4 Etappen.


Meine erste Radreise überhaupt fand letzte Woche mit dem Rennrad statt. Wenig Gepäck (5,5 kg) , tagsüber essen in Bäckereien, übernachten in vorreservierten Pensionen, zügige Fahrweise, wenig Pausen, unterwegs keine touristischen Interessen, also auch kein "Backsteinegucken"
Hier habe ich den Track abgestellt. Die Strecke ist auf jeden Fall Trekkertauglich, Probleme mit der Strecke fürs RR gab es aber schon. Dazu mehr im Text.

1. Etappe: Amstelveen (NL) - Holsterfeld (D)(216 km)
Mit etwas Bammel, ob der Zumutungen die da kommen, starte ich um 8:15 bei guten Freunden in Amstelveen, ein Vorort von Amsterdam, wo ich ein paar Tage verbracht habe.
Nebel und eher niedrige Temperaturen tragen nicht dazu bei die Stimmung aufzuhellen, aber was soll's: Kneifen geht jetzt nicht mehr. Nachdem ich zum Abschluß noch den Schlüssel des Garagentors meiner Freunde kaputt gemacht habe, sehe ich zu, daß ich Land gewinne.

Schon nach einer 20 Minuten Fahrt brennt die Sonne den Nebel weg und die saftigen holländischen Wiesen erstrahlen in hellstem Licht. Gleich kommt Freude am Radfahren auf und die soll auch die nächsten Tage nur selten eingetrübt werden.

Das Fahren in Holland ist erheblich angenehmer, als in D. Die Radwege sind sehr breit und meist gut in Schuß, abgesehen vom Amsterdammer Raum sind sie auch meist asphaltiert, ansonsten geklinkert, aber eben in ordentlichem Zustand, so daß man sie auch mit dem RR befahren kann. Die Verkehrsteilnehmer sind deutlich entspannter, keiner pocht auf sein Recht, sondern alle sind mit Übersicht unterwegs und nehmen Rücksicht. An Kreuzungen wird man auch auf dem linken Radweg bemerkt und meist zuvorkommend durchgewinkt. Keiner rast. Ein Traum, v.a. wenn man in Berlin wohnt.

Nach Mittag wurde es langsam richtig heiss und das Radfahren dann doch recht beschwerlich, zumal nur wenige Abschnitte durch schattigen Wald führten. Gegen abend, 17:00 Uhr, etwa, lies das dann nach und ich konnte wieder richtig reintreten. Gummibärchendoping machte dann die letzten Kilometer zum Kinderspiel. Ankunft in Holsterfeld: 19:00 Uhr.

2. Etappe: Holsterfeld - Lüdersfeld (157 km)

Start kurz vor 9:00 Uhr bei wenig ermutigenden Wetteraussichten, einerseits war große Hitze, anderseits schwere Gewitter vorrausgesagt, mäßiger Gegenwind aus Osten: Gut daß ich mir für diesen Tag nur eine kurze Etappe ausgesucht hatte. Noch besser fand ich diese Idee, als ich völlig unerwartet feststellen musste, daß das Osnabrücker Land alles andere als flach ist. Zwar waren die Wellen nicht sehr hoch, aber teilweise richtig steil. Schön daß es immer auch wieder runter ging.

Etwas mulmig war mir bei Planung angesichts der L770. Eine Straße, die nördlich des Teutoburger Waldes vorbeiführt und in der Wikipedia als Alternativroute zur Autobahn A2 beschrieben wurde. Leidlich LKW-Verkehr befürchtete ich und so war es dann auch. Aber die Tatsache, daß die Straße bis Petershagen auf jeder Seite über eine recht breite Standspur verfügt, macht sie ideal fürs Kilometerfressen: Bremsgriffhaltung, Kopf nach unten, Blick 3 Meter vors Vorderrad und treten, treten, treten. 40km oder 1:20 Std. lang. Zwar ging es meist leicht bergauf, aber dafür gabs auch kaum noch Gegenwind. Einem heftigen Gewitter, daß sich am Anfang der L770 hinter mir aufgebaut hatte, konnte ich so auch entkommen.

Nach Petershagen hörte die Standspur auf der L770 leider auf und ich musste von meiner geplanten Route abweichen um dem Feierabendverkehr dort zu entgehen. Mein Vista HCX lieferte aber eine gute Alternativroute, die auch kaum länger war als die ursprünglich geplante.
Ankunft in Lüdersfeld: 17:00 Uhr. Zeit für ausgiebiges Abendessen und ausserdem soll ja der Schlaf vor Mitternacht der gesündeste sein.

3. Etappe: Lüdersfeld - Bülstringen (181 km)
Während der Teilabschnitt durch Hannover eher unproblematisch war, bin ich in Wolfsburg mitten durch ein eher unschönes Industriegebiet geradelt. Mistiger Radweg, höllischer Verkehr und 35 Grad machten diesen Abschnitt recht beschwerlich. So gegen 17:00 Uhr, als die extreme Hitze langsam nachlies und ich zurück in ländlicheren Gebiete kam, machte die Fahrt aber wieder Spaß und es ging auch wieder einigermassen flott voran. Das obligatorische Gummibärchendoping etwa 30 km vor dem Tagesziel tat sein übriges um Stimmung und Fahrgeschwindigkeit anzuheben.

Wie man auf der Karte sieht bin ich hier einen Umweg gefahren, etwas 30-40 km mehr als unbedingt nötig. Das kommt daher, daß ich die B 188 um Stendal vermeiden wollte, diese Straße ist viel befahren und hat keinen Radweg. Deshalb habe ich einen kleinen Schlencker nach Süden gemacht und darauf verzichtet den geraden, also kürzesten Weg zu nehmen.

Ankunft in Bülstringen: 18:44 Uhr. Kaum war ich dort, gabs ein höllisches Gewitter, mit flächendeckendem Stromausfall und allem pipapo.

4. Etappe: Bülstringen - Berlin (200 km)
Dies war die landschaftlich schönste Etappe. Dank meiner Idee die B188 zu meiden bin ich östlich der Elbe durchs Jerichower Land gefahren, was ein echtes Highlight war. Dort sind mir auch, erstmals in Deutschland, einige Trupps mit Radfahrern begegnet.
Zunächst ging es aber noch ein paar KM weiter nach Süden zum Mittellandkanal. Hier zeigte sich, daß meine Art die Strecke mit der Sattelittenansicht von Google-Maps zu planen auch ihre Tücken hat. In der Satellittenansicht zieht sich eine schwarze Straße entlang des Kanals. Sieht auf dem Satellitenbild aus wie ein perfekter, asphaltierter Radweg. Leider war dem aber ncht so, sondern der Weg war mit schwarzen, kleinen Steinen und Schotter belegt. Für einen Trekker eher unproblematisch, aber schlecht fürs Rennrad und nachdem ich mich einige KM über diesen Weg gequält hatte, entschloß ich mich wieder eine Alternativroute zu planen.
Erstes touristisches Highlight des Tages war dann die Kreuzung Mittellandkanal/Elbe. Der Kanal quert hier in einer gigantischen Trogbrücke die Elbe. Ein kleiner Radweg ist auch auf diesem Bauwerk (aber keine Straße) so daß man darauf gut die Elbseite wechseln kann. Danach dann durchs schon erwähnte Jerichower Land.

Ab Rathenow kannte ich die Strecke bis nach Hause schon, aber durch die große Hitze wurde sie doch noch beschwerlicher als erwartet.
Ankunft Berlin: 19:45 Uhr.

Insgesamt hat die Tour (755 km) eine Menge Spaß gemacht. Die schönste Zeit war eigentl. morgens: Frische Luft, wenig Verkehr, schöne Landschaften.
Jeden Mittag hatte ich wg. der großen Hitze meine Tiefs, musste oft anhalten und viel trinken. Gegen abend konnte ich aber wieder Strecke gut machen und es kam auch wieder Laune auf.

Die Länge der Strecken war weit unproblematischer als gedacht. Eher schon die Hitze. Leichter wäre es vlt. auch geworden, wenn ich den einen oder anderen (gleichstarken) Mitfahrer gehabt hätte. Man hätte sich auch mal mit einem Gespräch ablenken können oder gegenseitig aufmuntern. So ganz alleine sind die Tiefs vermutlich noch um einiges tiefer als notwendig.

Die Idee Pensionen vorzubuchen war gut. Wenn ich das nicht gemacht hätte, hätte ich mir bestimmt das eine oder das andere mal schon gegen Mittag eine Bleibe gesucht um der Hitze zu entgehen. Ausserdem war es sehr angenehm nach einer anstrengenden Etappe einfach in die Pension einzufallen anstatt noch stundenlang nach einem Schlafplatz suchen zu müssen.

Meine Theorie, daß ich die ganze Zeit mit Rückenwind fahren würde, da in Mitteleuropa die Windrichtung vorwiegend aus West-Südwest kommt, ging nicht auf. Am ersten Tag kam der Wind aus Süden, also von der Seite, am 2. von vorne und am 3. und 4. Tag war es so gut wie Windstill.

Nach der Tour ist vor der Tour: Meine Radreise von Holland ist für nächstes Jahr schon in Planung. Dann werde ich aber vermutl. ein paar längere Etappen in Holland dazunehmen. Der lange Afsluitdijk (Abschlußdeich) des IJsselmeeres reizt mich, auch der Houtribdijk quer durchs IJsselmeer ist sicher interessant.
von: martinbp

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 31.08.11 15:16

Hallo, Tobi
ich hoffe, dass ist so richtig.
Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Tour und den schönen Bildern.
Habe soeben deinen Blog gelesen, gar manche Dinge kenne ich auch. Kroatien leider noch nicht (bis auf den Zipfel bei Cakovec, zwischen Ungarn und Maribor)
Schade dass auf der Landkarte nur die Autobahnstrecken angezeigt werden und nicht die wirklich gefahrene Route, aber macht nichts.

Einige Erklärungen (bezüglich Ungarn)helfen dir vielleicht, gewisse Erscheinungen zu verstehen, sollen aber keine Entschuldigung sein:
1. Aus den Zeiten, als bis auf die Autobahn zum Balaton es in Ungarn keine weiteren Autobahnen gab, stammt die Unsitte, alle Fernstraßen mit einem Mercedes-Logo (Verkehrsverbot für Fahrräder, Traktoren und Pferdefuhrwerke) zu versehen. Meist gibt es keine Alternative, schon gar keine ausgeschilderte- oder man fährt x km Umweg. Wenn eine parallel verlaufende Autobahn existiert, ignoriere ich dieses Verkehrsverbot (z.B. vom Balaton bis Zalakomár, dann von Nagykanizsa bis Becsehely- diese Strecke bin ich in diesem Sommer auch gefahren) Bisher hat mich noch keine Polizei angehalten, selbst die Autos hupen heute selten. (Früher wurde in Ungarn immer gehupt, um Radfahrer auf sich aufmerksam zu machen, nicht als Zeichen einer Verkehrswidrigkeit. Na und dass ein Autofahrer die Polizei anruft, weil ein Radler auf der Straße ist, das hat mir ein lautes Lachen entlockt. Die Ungarn sind normalerweise keine Denunzianten, es sei denn, es ist der Nachbar....

2.Auch Deine Angst, im Dunklen auf dem Radweg überfallen zu werden, ist unbegründet-im VIII. Stadtbezirk von Budapest vielleicht, oder wenn man sich durch dummen Zufall in einen Slum verirrt, ich schreib jetzt mal nichts über die Bewohner...

3.Es ist kein Wunder, dass in Érd niemand den CP Blue Flamingo kennt, hab gerade mal danach gegoogelt, er bietet Platz für 16 Wohnwagen und drei Holzhäuschen.
Érd ist eine Schlafstadt mit 50 000 Einwohnern aber sehr großer Flächenausdehnung, wer nicht gerade in der Nachbarstraße wohnt, wird das nicht kennen.
Im Süden von Budapest sind die CPs wirklich rar, auch in der Nähe des DonauRWs.

4. Die Ausprache des Wortes Euro erschien dir deshalb so schrecklich, weil das, was wir als eu (oder äu) schreiben und oi aussprechen im ungarischen als e-u (ausgesprochen ä-u) gesagt wird. Das Wort dobra wird ein Überbleibsel des Russischunterrichts sein, bedeutet in slawischen sprachen: gut, im Ungarischen gibt es diese Wort nicht.

5. Der überflutete Radweg unter der Brücke, das wird wohl ein Nebenflüsschen des Balatons sein, der hier zurückgestaut ist. Die ganzen Jahre zuvor war am Balaton immer zu wenig Wasser, dieses Jahr ist der Wasserpegel zu hoch. Das führt dazu, dass in mehreren Wochenendsiedlungen in unmittelbarer Wassernähe die Weekendhäuser mit Sandsäcken vor eindringendem Wasser geschützt werden mussten, vor allem am Südufer, in der südwestlichen Ecke.
Dass du die Qualtät der ungarischen Radwege lobst, wundert mich jedoch, wahrscheinlich fahre ich immer auf anderen...

Übrigens, wie bist du von Maribor nach Ljubljana gefahren? Ich bin Lendva-Banovci-Ptuj-Majsperk-Polcane-Ponikva-Celje gefahren und dann wie Du weiter über die Hauptstraße (in Trojane, am Scheitelpunkt habe ich auch Rast gemacht...)

Naja, und Bratislava: zum Glück hatte ich ein Navigationsgerät dabei und die Radwegführung war auf der OCM-Karte eingezeichnet (bin allerdings aus Richtung Brünn gekommen), so klappte es ganz gut. Aber die Ausschilderung ist wirklich (sau)mäßig, auch im Vergleich zu der schon schlechten Beschilderung in Budapest.

VG aus Budapest
Martin
von: gibbi_affe

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 31.08.11 16:53

hey martin!

punkt 4 hatte ich dann später auf der reise noch gelernt ... da lief mir das wort "dobre" dann doch noch öfters über den weg schmunzel

von maribor nach ljubljana bin ich über (ich hoffe ich verschreib mich jetzt nicht bäh ) Spodnje Hoce, Slovenska Bistrica, Tepanje, Slovenske Konjice, Frankolovo und dann Celje gefahren. Dann über Prebold, Trojane und Domzale nach Ljubljana. Wenn ich mich richtig erinnere, war das härteste Stück zwischen Slovenska Bistrica und Slovenske Konjice. 12%, 14% und 18% Anstiege...die Route würde ich wohl nicht wieder wählen - vor allem weil ich in dem Moment nicht darauf eingestellt war, dass da Anstiege kommen würden (hatte vorher die Strecke nicht wirklich ausführlich analysiert) ^^

Zu den Radwegen in Ungarn noch schnell: Also zwischen der Grenze zur Slowakei (Rajka) und Györ z.B. war der Radweg allererste Sahne! Zweispurig neben der Landstraße ohne Hubbel oder sonstwas. Also es gibt schon nette Strecken in Ungarn schmunzel Das mit der überfluteten Brücke ein paar Tage später darf aber dennoch nicht sein ^^

Zu Punkt 1 noch kurz: Dann war das ein großer Zufall, dass die Polizei so kurz danach an mir vorbei gefahren ist und dann sofort wieder umgedreht war... schmunzel Wunderte mich auf jeden Fall schon ziemlich...
von: martinbp

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 31.08.11 19:06

Hi,
dann ist es ja gut, dass ich nicht über Slov. Konjice gefahren bin. Ich hatte es in Erwägung gezogen, weil ich gern im Tal der Dravinja weitergeradelt wäre.
Auf meiner Strecke nach Celje waren auch 3 steilere Anstiege, aber ich denke mal, so um die 10%, aber jeweils nur 1-2 km lang.
Eigentlich hatte ich befürchtet, dass es von Prebold bis Domzale sehr verkehrsreich zugeht,und war angenehm überrascht, auch von der moderaten Steigung hinauf nach Trojane. Bei Domzale bin ich allerdings dann in Richtung Bled gefahren.
von: gibbi_affe

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 31.08.11 20:00

In Antwort auf: martinbp
Hi,
dann ist es ja gut, dass ich nicht über Slov. Konjice gefahren bin. Ich hatte es in Erwägung gezogen, weil ich gern im Tal der Dravinja weitergeradelt wäre.
Auf meiner Strecke nach Celje waren auch 3 steilere Anstiege, aber ich denke mal, so um die 10%, aber jeweils nur 1-2 km lang.
Eigentlich hatte ich befürchtet, dass es von Prebold bis Domzale sehr verkehrsreich zugeht,und war angenehm überrascht, auch von der moderaten Steigung hinauf nach Trojane. Bei Domzale bin ich allerdings dann in Richtung Bled gefahren.


Bled hatte ich auch auf dem Zettel, aber hab´s dann weggelassen. In Sachen Verkehrsaufkommen und Steigung zwischen Celje und Ljubljana (über Trojane) war ich ebenfalls sehr positiv überrascht. Die Höhenmeter merkte man kaum, ging dir auch so?

Die 12, 14 und 18% Anstiege auf dem Stück nach Celje waren nicht so lang, aber halt einfach nervig. Ich hatte die Dinger überhaupt nicht auf dem Zettel und mit so viel Gepäck tuts einem dann schon weh, wenn man an dem Tag von einer Art Ruhetag ausgegangen war bäh Naja, aber habs ja überlebt schmunzel Übel war an dem Tag dann auch noch der Wind, der recht heftig und von vorne kam.
von: Leoville

Neusiedler See und Elsterradweg - 13.09.11 11:51

Meine Berichte:

<http://radfernfahrten.blogspot.com/>

Gruß
von: Velotroll

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 15.09.11 21:55

Hallo !

Waren dies Jahr en tour von von Oslo nach Kopenhagen auf ca.900 km.

Gruß der Velotroll
von: 19matthias75

Hessen-Allgäu-Express - 16.09.11 21:55

Eine Radreise vom Südhessischen Darmstadt ins Allgäu und an der Iller bis Ulm.

Zeitraum: 16. bis 31. Juli 2011 (davon vom 24. bis 30. Juli DAV-JL-Grundausbildung)

Etappen:
Darmstadt-Herrenberg
Herrenberg-Villingen
Villingen-Katharinenhöhe-Waldkirch
Waldkirch-Basel
Basel-Schaffhausen
Schaffhausen-Konstanz-Arborn
Arbon-RiedbergPass
Riedbergpass-Sonthofen
Sonthofen-BadHindelang
Bad-Hindelang-Hexenhäusle(Kirchdorf an der Iller)
Hexenhäusle-Ulm (Hbf)

Mein Reisebericht ist als PDF (nicht druckbar) unter dem folgenden Link herunterladbar:
Reisebericht als PDF (99 MB) (PDF kann nicht gedruckt werden!)

Viel Vergnügen,
Matthias
von: 19matthias75

Re: Hessen-Allgäu-Express - 16.09.11 22:46

Die PDF Datei ist geändert und hat nun 1,9 MB.
Die eingebunden Bilder sind im Moment zu stark komprimiert.
von: B-Probe

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 23.09.11 14:46

hier der link zu meinem 4-tägigen vogesen-trip vor 2 wochen.

Alsace

bericht ist zwar auf englisch, dafür sind die bilder international ;-)

LG
Kevin
von: Juergen

meine Heimatstadt, Neuss am Rhein - 10.10.11 18:28

ich würde mich freuen, wenn es noch mehr von euch gäbe, die Stadt- oder Landrouten mit ein wenig Heimatverbundenheit ausarbeiten oder vorhandene und schon veröffentliche Strecken für Ortsfremde hier mit einbringen.



Ich fand dann mal an, ganz im Sinne von Ludwig Soumagne, der sinngemäß schreibt:Quelle
"dat de Jott em Himmel die Dolle op Äede beschötzen möje, weil die ja net dofür künne, dat se su sind"

hier der Track auf GPies „Rund um Neuss“

Die provinzielle Stadt Neuss , neben Trier übrigens die älteste Stadt Deutschlands, im Schatten der Landeshauptstadt ist durchaus einen Besuch wert, nicht nur zum Neusser Bürger Schützenfest am letzten August Wochenende, denn neben guten Kneipen gibt es durchaus triftige Gründe Kultur in der Natur durchaus kulinarisch auf dem Rad zu genießen.

Ich fahr los in der Nordstadt direkt an der Nordkanalbrücke (im Track km 75) und atme durch im Naturbelassenen Neusser Stadtwald auf unbefestigten Rad und Reitwegen, Eselspfaden und Drehkreuzschranken. Der Weg führt Richtung Bauerbahn. (rote Fahne)












Vorher (grüne Flagge im Track) mache ich aber noch einen Schlenker zum Hauptfriedhof, um meinem kürzlich gestorbenen Vater zu besuchen. Ich erinnere mich an mein altes Bonanza Fahrrad mit der verbotenen Laufschelle, an Papas Klapprad und so vieles mehr……..




Weiter geht’s über Wirtschafts- und Feldwege bis hinter Lanzerath zum nächsten Ziel, worüber ein Architekturkritiker mal geschrieben hat, dass man den Neussern Landschaftsverschandelung nun wirklich nicht vorwerfen kann, denn diese Halle stehe auf einer Mülldeponie. Das Salzburger Land steht hier Pate. (km 5)










Auf der Rückseite kann der Könner 45 Meter hoch krabbeln und im Inneren des Monstrums bei -5° runter wedeln. 300 Skilehrer arbeiten hier mittlerweile.










Draußen gibt’s einen grossen Biergarten und einen imposanten Hochseilklettergarten. Auch für die kleinsten ist gesorgt.












Entlang der Landstrasse geht’s nach Grefrath und Richtung A46. Dahinter liegt die Raketenstation, die bis 1993 noch eine Basis der Nato war, bis sie dann von Architekten und Künstlern für sinnvolleres entdeckt wurde. Bis 1992 waren hier noch Pershing Raketen gen Osten gerichtet. (km 10)

Heute ist die Kunst hier zu Hause, frei zugängig und immer einen Stopp wert.














Es gibt hier begehbare Skulpturen, in denen Radfahrer mit Helm gesteinigt und die ohne Helm mit Kuhfladen beworfen werden dürfen. Dafür sollten aber genügend verifizierte Forumsmitglieder anwesend sein, denn eine namentliche Abstimmung mit dem Daumen ist gewünscht und somit bindend für alle.

Es bekommen zunächst die mit niedrigsten BdK Faktor (Beiträge durch Kilometer) das Vorrecht zu sprechen. Schlösser sind hier übrigens genauso zwecklos, wie Umfragen sinnfrei. Bevorzugt in der Rednerliste werden zudem die, die ihr „aus dem Zelt krabbeln“ vorführen und dabei die schnellsten sind. Die reine Anzahl der geschriebenen Beiträge spielt keine Rolle.

Ausgeschlossene Forumsteilnehmer erhalten hier die einmalige Möglichkeit der Rehabilitation, die notwendigen Regeln dafür müssen aber ergebnisoffen diskutiert werden.






In das Pendant zum Forumsraum kommt man nur sehr gebückt, dafür sammelt sich hier die Sonne im V2A Parabolspiegel und der wirklich auch ungläubigste Thomas wird sich hier der dramatischen Erleuchtung nicht widersetzen können.










Im schönen Kunstmuseum von Tadao Ando war ich zwar noch nie drin, doch von aussen sieht man, dass hier Helden verehrt werden.
Die Love Skulptur steht mittlerweile nicht mehr vor der Langen Foundation.
Schade.













Mit den Gedanken beim Forum und dem freien Blick bis Frimmersdorf geht’s zur Insel Hoimbroich. die ich auf schmalen Pfaden direkt an der Erft umrunde. Hier fühlt sich der Fluss noch nach Fluss an und gibt versteckte Blicke ins Museumsgelände frei. (km 13)

Ein Besuch der Insel ist wertvoll und sättigend. Denn im Eintrittspreis ist neben landschaftlichen Highlights auch ein Buffet mit rheinischen Köstlichkeiten enthalten. Pellkartoffeln, Schwarzbrot, Rosinenstuten, Pflaumen- und Apfelmus, Butter und Schmalz. Lecker.





hier links ab










bald gehts weiter schmunzel
Jürgen
von: Juergen

Teil II meine Heimatstadt, Neuss am Rhein - 11.10.11 08:11

Am Granitblock von Ulrich Rückriem führt der Weg über die blaue Brücke linkserftig Richtung Minkel mit dem Bootshausbiergarten der Olympiasieger an gleichnamiger Strasse. (km 14) Der Weg wird anschliessend wieder auf der rechten Erftseite wirklich schmal, wechselt mal wieder die Flussseite und endet hinter der Eppinghovener Mühle doch im Brennnesselwald. (km 15)




















Zurück und jenseits der B477 führt der offizielle Radweg zum Wehr an der Erprather Mühle in Weckhoven. (km 16)






Bei KM 17 muss man sich entscheiden, ob man rechts ab dem offiziellen Erftradweg Richtung Grimlinghausen oder lieber den schönen Parks Richtung Neusser Innenstadt folgt.
Hier im Selikumer Park (angrenzend wohnt übrigens die Haute Volaute der Stadt) und anschließend im Reuschenberger Park bin ich näher am Fluss und kurve lieber zum Obertor , dem letzten erhaltenen Stadttor der Stadt Neuss. (km 21)















Über den Scheibendamm geht’s weiter zur Erft Mündung, da wo die Erft den Rhein begrüßt. lalalalalala Hier am Neusser Sporthafen habe ich in der Ruder AG unserer Schule das Rudern gelernt. Hier war ich fast jedes Wochenende, hier war sozusagen mein 2. zu Hause. Ein Schulsport übrigens, der lehrt, sich zu verpflichten und verbindlich Termine einzuhalten, denn wenn jemand aus einer 5er Besatzung nicht erscheint, dann stehen die restlichen im Regen.









Hier noch 2 Photos vom offiziellen Erft Radweg kurz vor der Mündung






Die Fleher Brücke (km 29) führt mich dann zum nächsten Ziel.
Düsseldorf, Aachener Strasse, das Mekka der Eis-Esser. (km 31) Seit Ewigkeiten hocken die Leute hier auf und an der Strasse und schlecken das angeblich beste Eis der Welt. Nun gut, im Dorf an der Düssel haben sie ja wohl auch die Erlebnis Gastronomie erfunden.
Wenn man aber schon auf der Aachener Strasse ist, sollte ein Besuch beim schönsten und wirklich kompetentesten schmunzel Knopfladen der Welt nicht fehlen, bevor es wieder Richtung Rhein geht, der sogar auf Düsseldorfer Seite ganz schöne Strände bietet. (km 38) Die neue Brücke über den Hafen ist Kult, wobei der Kommerz den Sandstrand von monkey island in ein Hotel gewandelt hat. (km 40)





























Zwischen Rheinturm (Rhein-Knie Brücke) und Schlossturm gibt es neuerdings offene Bücherschränke d.h. jeder kann dort ein Buch entnehmen, ohne die Verpflichtung zum Tausch. Klick

Über die restlichen Sehenswürdigkeiten zwischen Rhein- und Schlossturm können sicher andere erfahrene Forumsteilnehmer besser berichten, vornehmlich die, die hier wohnen.











Die nächste Brücke, so unscheinbar massiv sie auch aussieht, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Manche sprechen davon, es solle Schiebung im Spiel gewesen sein.
Die alte Oberkasseler Brücke war seit 1948 nur ein Provisorium. Also musste eine neue mit Radwegen und Bahntrassen her. Diese entstand 47,5 Meter rheinaufwärts neben der alten und als die neue fertig war, leitete man den Verkehr über eine Rampe auf diese neue Brücke. Anschließend wurde die alte abgerissen.

Neue Brücke an neuer Stelle? Das geht in diesem Dorf mal gar nicht.
Das wäre doch viel zu normal.
Also wurden die neuen Pfeiler auf Schienen ins Wasser gebaut und am Tag „x“ schob man 12.500 Tonnen Brücke einfach über die Schienen an die alte Stelle. Punkt. Der Verkehr wurde dabei lediglich an einem Wochenende gestoppt. Es gab ein grosses Volksfest und am Montag, den 9. April 1976 rollten Autos und Radler wieder ins Dorf. Straßenbahnen fuhren (geplant) erst eine Woche später. Beweisphotos







Hinterm Schlossturm führt dann die Oberkasseler Brücke rein ins Mekka der Chiqueria.
Werbung für sich und die Agenturen der Welt scheint hier das Hauptthema bei den feinen Italienern und im Bistro zu sein. Trotzdem gibt es hier in Düsseldorf Oberkassel eine empfehlenswerte Adresse mit neuer Liebe und altbekannter Speisenkarte. (km 45,4) immer voll, immer laut, immer wieder lecker



schmunzel bald kommt Teil III
von: nöffö

Re: meine Heimatstadt, Neuss am Rhein - 11.10.11 08:57

In Antwort auf: Juergen

Im schönen Kunstmuseum von Tadao Ando war ich zwar noch nie drin, doch von aussen sieht man, dass hier Helden verehrt werden.
Die Love Skulptur steht mittlerweile nicht mehr vor der Langen Foundation.
Schade.




Sag mal, Jürgen, hast Du den Mario hier eingebaut oder hat Mario da ein bisschen an Deinem Foto rumgebastelt? grins

Sehr netter Beitrag von Dir!

lG
Thomas
von: Juergen

Re: meine Heimatstadt, Neuss am Rhein - 11.10.11 10:48

In Antwort auf: nöffö


Sag mal, Jürgen, hast Du den Mario hier eingebaut oder hat Mario da ein bisschen an Deinem Foto rumgebastelt? grins

Sehr netter Beitrag von Dir!

lG
Thomas

Danke für die Blümchen,
und ich glaube fest daran, dass Mario einen Traum hat, einen Traum alle Räder, die er jemals präsentiert hat, in einem Museum zu sehen. dafür
von: Juergen

Teil III meine Heimatstadt, Neuss am Rhein - 11.10.11 11:08


hier noch mal der Track auf GPies „Rund um Neuss“


Zurück auf der rechten Rheinseite lohnt sich ein Blick in den Ufertunnel. Der wurde bei laufendem Verkehr 2.stöckig an den Rand der Altstadt in den Rhein gegraben und ist neuerdings gegen Raser mit Infrarot Blitzern ausgestattet VORSICHT!
Als Radler kann man dann bis Kaiserswerth am Rhein entlang cruisen.


















Die Fähre (km 58) bringt mich rüber nach Meerbusch und der Weg führt zunächst linksrheinisch bis zur Flughafenbrücke, dann aber wie gewohnt und näher an der Natur direkt durch den Wald Richtung Haus Meer und bei der zu erwartenden Flutwelle (km 65,5) links rein in den Meerer Busch.




die Antwort? Kennt die einer?





hier bitte rechts

hier bitte links

über die Flughafenautobahn







Nach dem nächsten Trampelpfad links rein ins Quartier der Neu:Reichen bin ich doch geschockt. Das Schild „spielende Kinder“ braucht hier keiner, Spielstrassen gibt es hier auch nicht. Übrigens auch keine Bauordnung. Hier in diesem Viertel durfte jeder bauen, wie er wollte, er musste nur die Mindestgrösse von 1.500qm Grund kaufen. Ob Frank o Gehry Fan, Beton Freak oder Schwarzwaldromantiker, alle ruhen hier in Eintracht nebeneinander. Gelebt wird halt im Büro. Gott sei Dank ist dieses Viertel komplett eingezäunt.














Dort wo seit Gründerzeiten das richtig alte Geld sitzt, mit 3 Garagen am Wald (Km 67) verdrücke ich mich wieder in den Busch, radle weiter am Golfplatz vorbei und entdecke wieder Kulinarisches (km 70). Bald ist St. Martin und am 21. Oktober grosses Schlachtfest. Mein Gott, wenn das die Kinder wüssten.









Kurz hinter der Lauvenburg in Kaarst bin ich wieder in Neuss und fahr durch Kleingärten, vorbei an spielenden Kindern, am Jröne Meerke (km 74) durch den Wald, entlang des Nordkanals zur Brücke, an der meine Tour begann.











Doch ja, Neuss ist eine Rund-Reise schmunzel wert.
Im Westen geht’s wunderschön Richtung Holland, im Süden nach Köln, im Osten ins Neanderthal und im Norden in den Pott.

und in der Stadt ist es auch ganz schön………………


Viele Grüsse und danke fürs Lesen
Jürgen
von: ruhiger-treten.de

Korsika – Die nächste der fernen Inseln - 20.10.11 14:49

Endlich geht es los!
Die Radtaschen waren gepackt, alles samt den Rädern in unseren kleinen Jetta reingequetscht.
Montagabend trafen wir in Livorno ein, kauften unsere Fährtickets, setzten nach Korsika über und kamen dann endlich am Dienstag um um die Mittagszeit in Bastia auf der korsischen Mittelmeerinsel an. Wir radelten zunächst aus Bastia hinaus, um das Cap Corse zu befahren, das wie ein Zeigefinger nordwärts ragt. Wir entschieden uns die Insel gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden. Unseren ersten, noch geöffneten, Natur-Campingplatz fanden wir in Marina de Sisco, nur wenige Meter vom Strand entfernt und wunderschön unter Korkeichen gelegen.
Am nächsten Morgen umrundeten wir dann Cap Corse. Wir genossen den herrlichen Ausblick auf das Meer und den wenigen Autoverkehr. Bei Macinaggio, einem netten Städtchen an der Ostseite, legten wir eine Kaffeepause ein, den fortan wurde die Etappe anspruchsvoller und bergiger; es ging jetzt über die Nordspitze zur Westseite des Kaps.
Höhepunkt der heutigen Etappe war die romanische Kirche St. Michèle de Murato, auf ca. 475 m über dem Meeresspiegel, die aus dem Jahr 1280 n.Chr. stammt. An den folgenden Tagen konnten wir die Westküste bei herrlichem in vollen Zügen genießen. Die Küstenstraße ist schmal, felsig und lässt tolle Ausblicke auf die malerischen Buchten, und das herrliche türkisfarbene Mittelmeer zu. Zwischen Galeria und Porto führte die Strecke durch das Landesinnere, und immer wieder mussten wir Pässe von 500 m Höhe zu bewältigen. Der Küstenabschnitt ist der spektakulärste der ganzen Westküste und erinnerte uns sehr an die kalifornischen Pazifikküste bei Big Sur.
Weitere Etappenziele waren, Cargèse, Sagone, die Geburtsstadt von Napoléon, Ajaccio, aber das Highlight unserer Inselumrundung war Bonifacio. Doch zuerst mussten wir wieder bergauf, um von Propriano, das liegt auf Meeresniveau, hoch nach Sartène, das auf 305 m Höhe liegt, zur korsischsten aller korsischen Städte zu kommen. Nochmals hatten wir zwei kleinere Pässe zu überwinden, bevor wir dann Bonifacio, die südlichste Stadt Frankreichs, nach rasanter Abfahrt erreichten. Wir entschieden uns kurzerhand an einer Rundfahrt mit dem Schiff teilzunehmen und konnten so die Besonderheiten von Bonifacio vom Meer aus bewundern. Der Ort ist in zwei Gebiete unterteilt: Die Ville haute (Oberstadt) genannte mittelalterliche Altstadt und die Marina im Hafenbereich.
Eigentlich wollten wir dann von Bonifacio über das Landesinnere zurück nach Bastia. Doch wir hatten leider nur noch drei Tage Zeit, diese Routenwahl hätte aber mindestens eine Woche in Anspruch genommen, sodass wir entschieden, unsere Inseltour an der Ostküste Richtung Bastia weiter zuführen. Auf der N 198, die schnurgerade verläuft, waren es nur noch etwa 200 km bis an unser Ziel. Etwa 15km vor Bastia wurde der Straßenverkehr sehr hektisch und auch in der Stadt selbst ging es heiß her. Um an den Fährhafen zu kommen, mussten wir durch die Innenstadt radeln, denn der direkte Weg führt durch einen für Radfahrer und Fußgänger gesperrten Tunnel. Das touristische Zentrum der Stadt ist der alte Hafen der jetzt als Marina genutzt wird. An diesen schließt sich die Altstadt mit ihren engen Gassen. Auch die Zitadelle ist sehr sehenswert. Am Donnerstagabend erreichten wir mit der Fähre wieder Livorno, unser Auto stand noch unversehrt auf dem Parkplatz. Nachdem alles verstaut war machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Köln.

Einen ausführlichen Bericht mit Bildern findet Ihr unter Korsikatour http://ruhiger-treten.de/unsere-touren/korsikatour/
von: Dietmar

Re: Teil III meine Heimatstadt, Neuss am Rhein - 05.11.11 20:53

In Antwort auf: Juergen
... Doch ja, Neuss ist eine Rund-Reise schmunzel wert. ...

Ja, da kannma nich meckern. (höchstes Berliner Lob)

Habe nun mal alles im Zusammenhang gelesen. Interessante, teils skurrile Fotos und ein launiger Text. So gefällt's mir! Sehr interessant, dass bei Euch Windräder als Kunstwerke gehandelt werden. schmunzel

Na, und dass Mario endlich mal ein Denkmal gesetzt wurde, wurde ja auch Zeit.

Weiter so, wünscht sich Dietmar
von: Juergen

Re: Teil III meine Heimatstadt, Neuss am Rhein - 06.11.11 18:37

In Antwort auf: Dietmar

Ja, da kannma nich meckern. (höchstes Berliner Lob)

da werd ich doch glatt noch rot in meinem Alter........
mal gucken, vielleicht bau ich die auch noch ein Denkmal zu Weihnachten. grins
von: BeBor

Re: Teil III meine Heimatstadt, Neuss am Rhein - 06.11.11 21:15

> Teil III meine Heimatstadt, Neuss am Rhein

Man sollte vielleicht mal über einen ganz neuen Faden nachdenken.

Neben "Unsere Räder", "Unsere sonstigen Räder", "Unsere Teile" und den weiteren "Unsere ***"-Threads auch "Unsere Heimatstädte".

Bernd
von: Dietmar

Re: Teil III meine Heimatstadt, Neuss am Rhein - 06.11.11 22:16

Man könnte das Ganze auch als Stadtrundfahrt durchgehen lassen schmunzel und im Radreise-Wiki verewigen.

Guckst Du!

Gruß Dietmar
von: Rucki

Porto-Lissabon-Algarve-Sevilla - 03.12.11 16:15

Hallo,
die Reisedauer war deshalb so lange, da wir in den Städten und an der Algarve immer ein paar Tage geblieben sind.
Teilnehmer: 3
Alter: 61,62, 63 Jahre
Räder: 2 Tourenräder und 1 Rennrad
Übernachtung: immer in kleinen Hotels und Pensionen
Straßen: bis auf ein paar unangenehme Kopfsteinpflasterstücke ohne Probleme mit dem Rennrad zu fahren
Fahrrichtung: von Nord nach Süd, da meistens seitlicher Rückenwind mit 10-15 km/h
Temperatur: am Atlantik sehr angenehm immer zwischen 22 und 28 Grad C. Nur zwischen Vila Real und Sevilla wurde es richtig heiß über 50 Grad C. lt. Computer
Flug: mit Air Berlin. Probleme gabs mit den Fahrradschachteln in Sevilla. Wir haben uns dann welche besorgt bei einem Fahrradladen namens:Bicicletas Jose Gomez de Moral, ganz umsonst in einer Seitenstraße am nördlichen Ende des Herkulesplatzes.

1.Tag Porto nach Mira ca. 110 km. Schlechte Straßen, viel Kopfsteinpflaster und viel Verkehr
2.Tag Mira nach Sao Pedro de Muel ca. 120 km.kleines Fischerdorf mit einer Traumkneipe in den Klippen über dem Strand
3.Tag Sao Pedro de Muel nach Peniche ca. 100 km. Ab Obidos wird es ziemlich hügelig und Peniche hat auch nicht viel zu bieten. Die sogenannten Fischerdörfer lt. Reiseführer sind entweder sehr touristisch, z.B. Figuera de la Foz oder tot, z.B. Peniche
4.Tag Peniche nach Ericeira ca 70 km
5.Tag Ericeria nach Cascais über Sintra und Cabo da Roca ca. 80 km
Es wird langsam recht hügelig mit viel bergauf und bergab. Das Schloß in Sintra
und Cabo da Roca sind wirklich sehenswert. Preise in der Pizzeria in Sintra am
Palacio Real: Pizza 8 € und ein großes Bier 7 €.
6.Tag Cascais Lisabon 30 km
7.Tag Lisabon nach Setubal ca 80 km. Wie in Porto schlechte Straßen und schlechte Beschilderung. Ein paar mal verfahren. Etwas hügelig. Setubal selbst ist tot. Ab 20.00 Uhr sind fast alle Kneipen in der Altstadt zu.
8.Tag Setubal nach Porto Covo ca. 100 km . Flach und schöne Küste
9.Porto Covo nach Sagres ca. 130 km. Anfangs sehr schön zu fahren. Auf Sagres zu recht hügelig.
10.Tag Armacao da Pera 90 km. Auf N125 gut zu fahren trotz des Verkehrs, da der Seitenstreifen sehr groß und der Belag sehr gut ist. Abstecher nach Carvoeiro.
11.Tag Armacao da Pera nach Vila Real ca. 110 km. Auf N 125 gut zu fahren.
12.Tag Vila Real nach La Palma Del Condado ca. 110 km. Wellig aber gut zu fahren. Sehr heiß, lt. Computer 52 Grad C. die letzten 10 km.
13.Tag La Palma del Condado nach Sevilla 60 km. Gut zu fahren
von: joeyyy

Marokko von Agadir nach Melilla - 06.12.11 01:17

Moin zusammen,

im November war ich mit einer Freundin zwei Wochen in Marokko unterwegs. Von Agadir nach Errachidia mit den Rädern, von Errachidia nach Nador mit dem Bus, von Nador nach Melilla wieder mit den Rädern.

Ich habe fleißig fotografiert und wieder Tagebuch geschrieben.

Da das zu viel ist für einen einzigen Beitrag hier, verweise ich mal wieder auf meinen Reiseblog, den ich jetzt nach und nach mit den Eindrücken füttern werde.

Hier gehts zum ersten Teil der Reise: 18. November 2011 – Anreise, Agadir – Taroudant



Mein Fazit schon jetzt: Ich bin fasziniert von diesem Kontinent, diesem Land, diesen Menschen. Und ich werde wieder hinfahren.

Gruß

Jörg.
von: Juergen

Re: Marokko von Agadir nach Melilla - 06.12.11 13:37

Hallo Jörg,
ich freu mich jetzt schon auf die Fortsetzung. schmunzel und finde es schade, dass der Bericht hier gelandet ist. traurig

Schreib doch deinen Bericht zu Ende und setze ihn dann noch mal unter Reiseberichte.
positiv formuliert: dort erreichst Du wesentlich mehr Leser für deine wunderschönen Geschichten

Liebe Grüsse
Jürgen
von: SuseAnne

Re: Marokko von Agadir nach Melilla - 06.12.11 13:44

Sehr schön, danke!

Suse
von: joeyyy

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 06.12.11 13:46

...hmm, verstehe die Verschiebung hierher auch nicht so richtig. Ich werde mal eine Zusammenfassung schreiben und dann für die ausführlichen Beschreibungen auf den Blog verweisen.

Ach ja - und vielen Dank für die Kommentare schmunzel
von: Uli

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 06.12.11 14:55

In Antwort auf: joeyyy
...hmm, verstehe die Verschiebung hierher auch nicht so richtig. Ich werde mal eine Zusammenfassung schreiben und dann für die ausführlichen Beschreibungen auf den Blog verweisen.

Die Gründe finden sich am Anfang dieses Fadens:
Zitat:
- Kurzreisen (2 bis 3 Tage in etwa)
- Kurzberichte und Aufmacher mit link zu einer eigenen Seite im Internet (mir kam das Wort "teaser" in den Sinn, wusste nicht so recht wie ich dieses neckisch-lockend Werbende in ein Wort fassen sollte)
- Links zu Berichten auf eigenen Webseiten

... sollen hier eingebracht werden. (Nur) Längere Berichte hingegen bitte als eigenen Thread posten.
Gruß
Uli
von: amarillo

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 06.12.11 14:56



... ich freue mich auch auf die Fortsetzungen.
Danke!
Besonders gut gefällt mir dein Aufmacher "la vie est belle". Das unterstreiche ich gerne.
Gruß Hildegard
von: ruhiger-treten.de

„Kanada ist wunderbar“ – Teil 1 - 06.12.11 16:29

„Kanada ist wunderbar“
Eine Radreise durch British Columbia – Teil 1 von Vancouver bis Banff

[img]http://www.funpic.de/foto/584438[/img]

Unsere Anfahrt nach Vancouver wurde, je weiter wir Richtung Downtown kamen, schwieriger. Wir mussten über drei große Brücken radeln, doch die Anfahrt zur Alex-Fraser-Brigde konnten wir nur Dank ortskundiger Radfahrer finden.
Vancouver, mit seinen 2,1 Mio. Einwohner, war für uns eine der attraktivsten Städte unserer Reise. Am Canada-Place gehen die Kreuzfahrtschiffe nach Alaska ab und hier steht auch das olympische Feuer, an dem als zentraler Punkt während der Winterspiele 2010 die Siegerehrungen stattfanden.
Wir bezogen unser Hostel in Downtown und machten einen Streifzug durch die touristischen Highlights der Stadt. Nachts brodelt es in Downtown und die zahlreichen Clubs und Bars ziehen so manch schrägen Typen und Paradiesvogel an.

Tags darauf verließen wir Vancouver in östlicher Richtung. Um aus dem Großstadtdschungel wieder herauszukommen, nahmen wir einen Pendlerzug bis nach Mission. Nun ging es etwas ruhiger zu. In Hope entschieden wir uns nach Keremeos zu radeln, der Obst-und Gemüsekammer von British Columbia. Vorbei am Okanagan-Lake trafen wir dann bei Kelowna auf den Trans-Canada-Highway. Er verbindet die großen Städte dieses riesigen Landes von der Pazifikküste bis zum Atlantik.

Kurz vor dem Städtchen Banff, im gleichnamigen Nationalpark, mussten wir dann über zwei Pässe und konnten die gigantische Natur Kanadas bestaunen. Die Campgrounds auf den Provincialparks entlang des Highways waren sehr teuer und einfach ausgestattet, mit Plumpsklos und meist nur einer Wasserstelle mit Handpumpe. Nach 12 Radeltagen standen wir dann vor den Rocky Mountains und dem Banff National Park.

Den ausführlichen Bericht mit vilen Bildern könnt ihr dann auf ruhiger-treten.de lesen.

Vor Weihnachten folgt der zweite Teil unserer Reise.
von: joeyyy

Re: Marokko von Agadir nach Melilla - 06.12.11 23:36

...weiter geht's mit kletternden Ziegen, die auf Männer starren: 19. November 2001 – Raus in die Landschaft, rein ins Herz



Viel Spaß

Jörg.

P.S.: Ich find's irgendwie immer noch doof, dass mein Reisebericht hier im Sammelfaden so verhackstückt wird. So eine Fortsetzungsgeschichte in einem zusammenhängenden Thread mitsamt Kommentar-Möglichkeiten ist doch für die Leserschaft ganz spannend. Und da es hier leider nicht die Möglichkeiten einer Wordpress-Seite gibt, finde ich es legitim, zu verlinken und damit die beiden Welten Rad-Forum und professioneller Reise-Blog zu verbinden. Vielleicht denkt Ihr (Moderatoren) ja nochmal drüber nach.
von: Uli

Re: Marokko von Agadir nach Melilla - 07.12.11 11:31

Zitat:
Ich find's irgendwie immer noch doof, dass mein Reisebericht hier im Sammelfaden so verhackstückt wird. So eine Fortsetzungsgeschichte in einem zusammenhängenden Thread mitsamt Kommentar-Möglichkeiten ist doch für die Leserschaft ganz spannend.

Wie an anderer Stelle erwähnt: Der Rubrik "Reiseberichte" ist dafür da, Radreisenden ohne eigene(n) Website / Blog die Möglichkeit zu geben Berichte zu veröffentlichen. Niemand wird dich daran hindern, deine Fortsetzungsgeschichte als eigenen Thread im Treffpunkt zu posten (wie es auch am Beginn dieser Rubrik steht).
Gruß
Uli
von: Juergen

Re: Marokko von Agadir nach Melilla - 07.12.11 11:55

In Antwort auf: Uli
[zitat]
[mod].............Niemand wird dich daran hindern, deine Fortsetzungsgeschichte als eigenen Thread im Treffpunkt zu posten (wie es auch am Beginn dieser Rubrik steht).
Gruß
Uli[/mod]

Wieso Treffpunkt? Da such ich mir doch einen Wolf. Die Definition von Treffpunkt ist eindeutig
Allgemeine, aber radreisebezogene Themen; Reiseradler & Globetreter Meinungsaustausch

Wenn ich dann noch im Profil nachschaue, welche Reiseberichte wer worüber geschrieben hat, dann ist doch Ende Gelände.
Die Definition für Reiseberichte lautet: Zur Veröffentlichung eigener Radreiseberichte durch die Mitglieder
Da steht nix von eigener Homepage. wirr

Gruß
Jürgen
von: mgabri

Re: Marokko von Agadir nach Melilla - 07.12.11 12:10

Diskutieren wir gerade hier:
Re: verschieben von Reiseberichten (Forum)
von: ruhiger-treten.de

"Kanada ist wunderbar" Teil 2 - 21.12.11 15:56

„Kanada ist wunderbar"
Eine Radreise durch British Columbia –Teil 2

Nachdem wir auf dem Trans-Canada-Highway Banff erreichten, fanden wir noch eine kleine Nische auf dem völlig überfüllten Campingplatz, denn am nächsten Morgen fand dort ein Triathlon statt. Banff selbst wirkte auf uns wie ein mondäner Skiort in den Alpen.
Der Banff Nationalpark wurde 1885 gegründet und ist der älteste Kanadas. Über den südlichen Eingang führte uns die Bow-Valley Road zum Icefield Parkway, die gesamte Strecke entlang der Rockies beträgt rund 300 km. Wir hatten hatten noch immer unter dem frühen Kälteeinbruch zu leiden, oft gab es Schneeregen und die Temperaturen lag nur wenig über dem Gefrierpunkt. Der Vorteil war jedoch, dass nur wenige Autos den Icefield Parkway befuhren. Viele Campingplätze hatten schon geschlossen, so mussten wir öfters die Nächte alleine dort verbringen, Bärenspuren verunsicherten uns sehr. Die Landschaft entschädigte uns für alle Mühen, denn trotz des schlechten Wetters war es gigantisch entlang der riesigen Berge zu radeln.
Der Peyto-Lake, mit seinem türkisfarbenen Wasser, tief eingegrabene Canyons, durch die sich die Flüsse seit Jahrtausenden ihren Weg schneiden, waren ein besonderes Highlight.
Deprimiert standen wir vor Columbia-Icefield, denn hier konnte man sehen wie sich der Gletscher innerhalb kürzester Zeit zurückgezogen hat.
Kurz vor dem Städtchen Jasper blieben wir einige Tage auf dem Whisler Campground, von dort aus unternahmen wir Wanderungen in die nahegelegenen Rockies.

Den ausführlichen Bericht und tolle Fotos bei:
"Canada ist wunderbar" www.ruhiger-treten.de
von: commi2k

Deutsche Küste - Ultraleichttour = Fotos - 06.01.12 23:28

Hier seht ihr Fotos meiner Radreise von der Grenze Holland bis zur Grenze nach Polen entlang der Deutschen Küste (Nordseeradweg und Ostseeradweg) mit meinem Velotraum Randonneur und mininmaler Ultraleichtausrüstung:

Bitte hier klicken

Die Tour habe ich im Jahr 2011 gemacht.

Viel Spaß

Zur Ausrüstung:

Wohnung =
Vaude Power Tokee Ultralight Zelt, Yeti VIB 250 Schlafsack, ThermARest ZLite Isomatte

Kleidung =
2x Unterwäsche, 2x Strümpfe, 2x Trikot, 1x Coolmax Tshirt, 1x Fahrradhose kurz, 1x Ersatzfahrradhose kurz, 100er Fleecepullover, Regenjacke, Regenhose, Gamaschen, als Schuhe hatte ich nur Crocs Cayman Clogs dabei. Ein echter Geheimtipp!! TOP

Nahrung =
2x Müsliriegel, 1,5 Liter Wasser, 1 Tafel Feinherbe Schokolade

Waschen =
Kinderzahnürste, Zahncreme, Duschgel, Deo, etwas Haargel abgefüllt, etwas Creme abgefüllt, 1x schnelltrocknendes Handtuch, Wäscheleine

Sonstiges =
Handy, Kompaktkamera jeweils mit Ersatzakku, Geld & Dokumente im Plastikbeutel, 1 Pck Taschentücher, 1 Pck Pflaster/Mullbinden, je 2 Tabletten Aspirin & was gegen Durchfall, ein selbstgefertige 10x10 cm große Karte mit Stadtnamen des Tourverlaufs und KM Angabe der Orte als Karte.

Werkzeug =
Einzelne Schüssel/Inbusschraubendreher von einem Multitool, Kettennieter, Kettenschloss, Miniluftpumpe, Flickzeug, etwas Öl, Eratzschrauben mit Muttern am Fahrrad montiert, kleine Zange, Pinzette
von: Falk

Re: Deutsche Küste - Ultraleichttour = Fotos - 07.01.12 02:57

Hast Du was gegen die Vorsteven von Schiffen? Sowohl bei der »Elbe 1« als auch bei U461 hast Du die Nase abgesägt.
(Oder lag es nur am fehlenden Weitwinkel?)
von: 11111

Re: Deutsche Küste - Ultraleichttour = Fotos - 07.01.12 05:40



Schöne Fotos! Top!! schmunzel

Olivier
von: haggi

Re: Deutsche Küste - Ultraleichttour = Fotos - 14.01.12 21:34

Hi Mathias,

schöne Erinnerungen werden durch deine tollen Fotos wach. Bin selbst einen Großteil der Route auch schon gefahren.

(Lustigster Teil deiner Ausrüstung fand ich das Haargel :-) )

Gruß
Henning
von: Gegenwind

Re: Deutsche Küste - Ultraleichttour = Fotos - 18.01.12 15:30

grins
Schön, bekommt man glatt Lust sofort loszufahren...
Gruß - Stefan
von: Fahrradfips

Re: Deutsche Küste - Ultraleichttour = Fotos - 18.01.12 16:25

Fotos von vielen Orten, die ich sofort wiedererkenne, selbst wenn auf dem Foto gar "Wiederzuerkennendes" zu sehen ist... grins

Schöne Tour bravo
von: spike0

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 16.02.12 00:27

Solo-Amateur Schweden Tour 2011

Alleine und mit kaum Erfahrung Schweden runterfahren, das war das Ziel im Sommer 2011 lach

Und hier geht's zu meinem Reisebericht (zwei Teile), den die Profis wahrscheinlich eher belächeln werden. Aber jeder fängt mal klein an zwinker

http://www.truthtakestime.de/travel/radtour-schweden-2011-1/

von: Deul

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 17.02.12 19:35

Hier ist ein link zu unserer Buenos Aires und Uruguay Tour.
Ba und uruguay
Auf englisch.
von: veloträumer

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 18.02.12 19:12

Eine interessante Shopping-Tour - ich staune, wieviel Platz deine Frau in den Radtaschen freischaufeln konnte. grins Der Bericht ist auf angenehme Weise aus dem Leben des Radreisens gegriffen - mit den Höhen und Tiefen, wo auch nicht immer alles wie Gold glänzt. Danke auch für die authentischen Bilddokumente.

Die Argentiner sind übrigens auch bei den Chilenen unbeliebt - zu arrogant und zu laut. So eine Geschichte wie mit dem eBook hat mir auch mal eine ehemaliger brasilianischer Kommilitone berichtet: Er hatte mal bei einem Kiosk einen Geldbeutel liegen lassen und hat ihn mehrere Stunden später, als er zurückgefahren war, wieder ohne Verlust zurückbekommen. Ist auch auf dem brasilianischen Lande möglich. Dennoch sollte man nie die andere Seite vergessen, gerade in den Städten. Mein Diplomvater wurde gleich auf den ersten Metern am Flughafen in Rio ausgeraubt. Diese Ambivalenz ist wie die soziale Disprepanz in fast allen Teilen Lateinamerikas präsent. Aus der manchmal übertriebenen Mediendarstellung darf man nicht das Gegenteil ableiten, sondern es gibt eben beide Seiten. Dabei werden die guten Geschichten gerne vernachlässigt. Ich halte es aber weniger für ein Medienproblem, als für ein fehlende Bereitschaft, sich auch tiefergehende Beiträge und Informationen über andere Länder zu Gemüte zu führen.
von: Deul

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 18.02.12 19:34

Vielen Dank für den Kommentar, Leider könne meine Bilder nicht mit deine mithalten. Ich arbeite aber dran. Bei den Taschen meiner Frau wundere ich mich auch immer wieder. diese mal mußte ich sie aber gewaltig bremsen. Sie plant jetzt nächstes mal weniger Radklamotten mitzunehmengrins. Ich glaub das aber wenn ich es sehe.

zu der sozialen Diskrepanzist anzumerken daß es in Argentinien sehr viel der krise in 2001 geschuldet ist. Bekannte sagen daß man vorher z.B in Buenos Aires keine Bettler gesehen hat. Heute sind sie unausweichlich. Die Situation der Cartoneros ist bedrückend. dort sind Kinder und Jugendliche Tagsüber in der Schule, nachts arbeiten sie dann als Cartonero um sich die Schule leisten zu können. Mit dem Medienproblem hast Du recht, wobei die Situation in Ururguay (mal abgesehen von der Küste und Montevideo) besser ist. Nächste Woche fang ich mit dem Wiki für Uruguay an. Braucht halt Zeit.

Gruß
Detlef
von: xasso

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 19.02.12 22:29

Juhu, endlich mal wieder ein Amateur wie ich! Für mich liest sich ein Bericht wie deiner wesentlich "realer" und lebensnaher als viel von der Profi-Poesie hier.
Respekt vor dem Mut, der Leistung und dem Durchhaltevermögen!
von: ironmonkey

Radreise von Flensburg nach Skagen (DK) - 28.02.12 00:39

Aloha!

Meine erste Radreise ist zwar schon ein Weilchen her, aber da mich vor allem dieses Forum dazu inspiriert hat, wollt ich euch natürlich auch bisschen daran Teil haben lassen und mich auf diesem Wege nochmal bei allen bedanken schmunzel

Meine Reise führte mich durch folgende Orte:

Flensburg - Abenraa - Dyehaven - Haderslev - Hejlsminde - Kolding- Vejle - Horsens - Odder - Aarhus - Randers - Aalborg - Frederikshavn - Skagen

Da ich leider nur eine Woche Zeit hatte aber mich das Fernweh gepackt hatte, beschloss ich eine einwöchige Reise zu unternehmen. Da ich in der Großstadt lebe und mir das ganze Treiben vor der Tür manchmal zu viel wird, wollte ich mit dem Rad vor allem durch schöne und Ruhige Landschaften fahren. So fiel die Wahl dann schließlich auf Dänemark. Auch weil ich dort zuletzt mit etwa 13 Jahren war und das Land in schöner Errinerung behalten habe.

Am 1. Juli 2011 sollte es also los gehen. Ich beschloss mit der Bahn von Hamburg nach Flensburg zu fahren um von dort dann den nördlichsten Teil Dänemarks, Skagen mit dem Rad zu erreichen.

Von Flensburg ging es in Richtung Norden durch die Altstadt und ab ans Meer. Ab da an wusste ich wieder wieso ich hier bin.


Marineschule Mürwik in Flensburg


Blick vom Capingplatz auf Abenraa


Blick vom Kniusbjerg


auf dem Weg zur "Attraktion"


sieht nicht nur bei dem Regenwetter einladend aus


Die "Attraktion". Hätte das Wetter gestimmt, wäre ich geneigt gewesen zu baden, ich war aber bereits Nass zwinker


Hindemade

[/i]
Hier konnte man wunderbar verschnaufen und die Umgebung genießen schmunzel


Sobald man nach der Kamera griff eilten Sie davon traurig




lieber tragen


Pfad nach Haderslev





Kreisverkehr ohne Verkehr




Hejsager Strand





Haderslev


Hejlsminde


Kolding








Mein treues Gefährt schmunzel


Schloss Koldinghus




Bølgen in Vejle






"Double Blind" von Michael Kvium in Horsens


kurz vor Aarhus wieder das Meer zur Rechten




Durchquerung eines wunderbaren Waldes




Abendessen auf dem Campingplatz in Aarhus


...kurz nochmal zum Strand um den Tag ausklingen zu lassen"




Aarhus Theater


ARoS Aarhus Kunstmuseum


Muh Muh!


Ein besonders schöner Ausklang in Aalborg. Die Nacht zuvor soll es hier ein heftiges Unwetter gegeben haben. Glück gehabt zwinker


Erinnerte mich ein bisschen an die Große Freiheit in HH zwinker


Aua!


Da gehts gleich rüber


schöne Gassen in Alborg




Abgeschleppt!


Frederikshavn


Strand und Palmen in Dänemark!


Die ersten Dünen auf dem Weg nach Skagen
von: ironmonkey

Re: Radreise von Flensburg nach Skagen (DK) - 28.02.12 00:40




Skagen. Mit so vielen Menschen und Yachten hab ich nicht gerechnet bäh


Trotzdem schön


Nord- & Ostsee


Das Resultat meiner Reise


Bahnhof in Alborg. Von hier ging es dann zurück

Ich fand die Reise super, auch wenn es zwei Tage davon ziemlich stark geregnet hat. Jedenfalls habe ich auch einiges gelernt, was ich beim nächsten Mal anders tun würde unschuldig Vielleicht konnte ich mit den Bildern, bei dem ein oder anderen paar Erinnerungen oder/und die Reiselust wecken schmunzel

Dieses Jahr plane ich länger weg zu fahren, wodurch sich mir auch mehr Möglichkeiten eröffnen. Hab an die Alpen gedacht, aber noch keine konkrete Route im Sinn. Von Pisa oder Mailand über die Alpen zurück nach Deutschland verwirrt Hab auch für ein neues Rad gespart da ich gemerkt habe, dass mir die unasphaltierten Wege Spaß machen lach Mit meinem alten KTM Viaggio war es bisschen schwierig. Werde aber dafür wahrscheinlich einen neuen Beitrag eröffnen verliebt

Cheerz
Adam
von: Tourfreak

Re: Radreise von Flensburg nach Skagen (DK) - 28.02.12 09:25

Moin Adam,

schöne Bilder - wir werden dieses Jahr von München nach Hamburg radeln.

Für 2013 haben wir auch Dänemark ins Auge gefasst (kenne ich bisher nur vom Wasser aus)
und deine Bilder sind "einladend".
von: aighes

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 12.03.12 17:20

Hallo,
nach dem beim Wintertreffen schon einige Bilder meiner Türkeireise gesehen haben, will ich sie dem Rest auch nicht vorenthalten.

http://www.aighes.de/galerie/index.php?event=tuerkei_2011

Meine Reise führte mich mit dem Flieger nach Antalya, dann mit dem Rad entlang der Küste bis nach Anamur. Von da aus ging es durchs Hinterland zurück nach Alanya. Von Alanya mit dem Bus nach Izmir und von dort immer entlang der Küste zurück nach Antalya.

Die Strecke gibt es auch auf einer Karte zu sehen: http://www.aighes.de/radrouten/index.php?track=Tuerkei_2012.gpx
von: radlsocke

Re: Radreise von Flensburg nach Skagen (DK) - 12.03.12 21:30

In Antwort auf: Lebe
Jedenfalls habe ich auch einiges gelernt, was ich beim nächsten Mal anders tun würde


... Dieser Satz macht neugierig zwinker – was würdest Du anders machen?

Reiselust weckt Dein Bericht auf jeden Fall, vielen Dank! grins
von: ironmonkey

Re: Radreise von Flensburg nach Skagen (DK) - 16.03.12 09:25

Freut mich das euch die Bilder gefallen schmunzel

Was würde/werde ich anders machen?
Zum einem würd ich mir mehr Zeit nehmen, obwohl man in der einen Woche viel rumkommt und zu sehen bekommt. Habe mich jedoch durch die Ziellegung Skagen zu erreichen, ein wenig gehetzt. Was nun rückblickend überflüssig war.

Dann würde ich weniger Konserven aus DE mitnehmen. Hatte rechlich dabei, obwohl es ja in Dänemark genügend Einkaufsmöglichkeiten gibt.

Regenfeste Kleidung ist bei schlechtem Wetter Gold wert. Meine Jacke sah zwar Regenfest aus, war sie dann aber leider nicht. Da hab ich aber schon vorgesorgt zwinker

Lenkerhörnchen hätte ich mir an den Lenker montiert um die Griffposition öfters mal wechseln zu können. Nach dem zweiten Tag schmerzten mir ein wenig die Handgelenke, war aber erträglich.

Und zu guter letzt hätt ich mir ein gutes Buch mit eingepackt. Hatte nur ein Survival Handbuch dabei träller Jetzt weiss ich aber wie man Fallen und Boote in der Wildnis baut grins
von: Yasec69

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 29.04.12 12:08

Runde durch's steirische Vulkanland

Das gute Wetter vor Augen bei der Chefin den Freitag und Montag als Urlaubstage "erbettelt" und schon ging's Freitag in der Frueh von Graz aus los.
Ziel war eine Runde durchs steirische Vulkanland, also ueber Laßnitzhöhe und den Milchgraben erstmal ins schöne Gleisdorf und dann weiter nach Fehring. Ab Gleichsdorfbewegt man sich auf dem R11, teilweise Radwege oder kaum befahrene Nebenstrassen. Eine Jause am mittelalterlichen Hauptplatz in Fehring und weiter auf den R12 (Eurovelo 9) ins beschauliche Bad Radkersburg. Die vorher recht flache Strecke wurde deutlich hügeliger, auf den Nebenbstrassen nahezu null Verkehr. Eine sehr schoene hart an den Grenzen zu Ungarn und Slowenien verlaufene Strecke, immer in der Naehe der Raab. Highlights zum Verweilen sind da eine Straussenfarm, ein Märchenwald und eine Skulturenaustellung. Ein paar wenige Kilometer sind (grob) geschottert, die liessen sich aber mit dem RR am St. Anna am Aigen auf der Bundesstrasse umfahren. Mit den Conti SportContact in 37 gings, ideal ist anders.

Nach 122km und 800Hm haben wir BadRadkersburg erreicht, ein Ort micht wirklich vielen Fremddenzimmern. Den Track kann man sich auf Gpsies anschauen. Aufgezeichnet mit Sports-Tracker...


Untergekommen sind wir im Lindenhof, ein nettes Hotel mit Pool nähe Radkersburg, grossen Zimmern, Balkon, gutem Fruehstueck... hat also gepasst. Für Radler gibt's eine extra Radgarage, aber man sollte ein Schloss dabei haben, da diese erst am Abend abgesperrt und morgens um 6 aufgesperrt wird.

Der zweite Tag bestand aus der beschaulichen Rueckreise nach Graz, auf dem R2 ueber Mureck, Spelfeld, Wildon... in Summe nochmal 90km. Auch hier einige Schotteranteile. die Strecke führt ebenfalls über wenig befahrene Nebenstrassen oder eben ausgewiesene Radwege. Ab Wildon Richtung Graz sehr viel Verkehr ...

Wer in der Steiermark Radfahren will, dem kann diese Karte, welche kostenlos zu beziehen ist, gute Dienste erweisen.



von: luckyloser

Re: Radreise von Flensburg nach Skagen (DK) - 29.04.12 18:48

In Antwort auf: IronMonkey
... Vielleicht konnte ich mit den Bildern, bei dem ein oder anderen paar Erinnerungen oder/und die Reiselust wecken schmunzel...


Genau das hast du! Danke dir fürs Wecken div. Erinnerungen schmunzel !
von: Sonntagsradler

Re: Radreise von Flensburg nach Skagen (DK) - 30.04.12 19:08

Mit einer ähnlichen Tour habe ich gedanklich auch schon gespielt.

Hat jemand einen Tip, wie man vom Norden Dänemarks elegant zurück nach Hamburg kommt ?

Per Bahn geht da ja immer 1 Tag (7h Fahrtzeit mit 3x Umsteigen) drauf.

Vielen Dank im Vorraus

Andi



von: heckte

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 02.05.12 11:53

Hallo Yasec69,

ich bin vor zwei Jahren genauso wie diesen Sommer im Juli für 7 Tage dort zum Radfahren.
Wir fahren aber "Standorttouren". Auf einem Bauernhof eine Ferienwohnung gemietet (nähe Neuhaus a. Klb.) und dann täglich die Gegend mit dem Fahrrad erkunden.
Ist ja eine sehr schöne Landschaft und wie Du es beschrieben hast gibt es auf den Nebenstraßen kaum Verkehr. Zudem gibt es dort ja eine ganze Menge von ausgewiesenen Radrouten/Radtouren. Und für Unterwegs gibt es "kulinarisch" ja auch 'ne ganze Menge um sich vor/nach den Hügelfahrten zu stärken.

Gruß
Martin
von: Hardcorebiker

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte und Links - 04.05.12 16:53

Hallo

Ich habe im Oktober 2011 eine Radtour von Winsen (Nähe Hamburg) bis nach Basel gemacht. Diese Tour belief sich auf 8 Tage. Wer Interesse hat, sich die Tour samt kleinem Bericht (Blog) anzuschauen, klicke hier....

Wer sich darüberhinaus noch weitere Fotos ansehen möchte,der klicke hier....

Gesamtstrecke 1056 km
von: estate

Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte - Links auf Berichte - 01.06.12 21:06

Ich war 2 Tage mit dem MTB unterwegs, um einen Teil des Nord-Süd Weitwanderweges entlang der Koralpe zu machen. War eine anstrengede Tour, aber es hat mir bewießen, dass man mit dem Fully durchaus auch ohne Rucksack viel machen kann.
[url=Link]http://imgur.com/a/fVu8r[/url]
von: conri

Kurz-Tour Stuttgart -> Heidelberg - 18.06.12 08:29

Im Sommer 2012 möchte ich eine Tour längs durch Deutschland machen (ab Husum Richtung Mannheim) und wollte vorher mein Material testen. Da ich beruflich von Mannheim nach Stuttgart pendle und die Geschäftsbahncard 100 auch die kostenlose Mitnahme des Radls gestattet, bin ich kurzerhand am Samstag (16.06.) mit dem EC nach Stuttgart gefahren, um von dort aus am Neckar entlang zurück nach Mannheim zu fahren.

Vom Stuttgarter BHF ging es sehr angenehm durch den Schlossgarten bis zum Neckar. Der Garten zieht sich quer vom HBF zum Neckar bei Cannstatt und man gelangt quasi völlig autofrei bis zum Neckartalradweg.

Am Neckar entlang dauert es dann ein gutes Stück (rund 17km) bis man Dörfer und Straßen hinter sich lässt und mal wirklich abseits von Verkehr durch grüne Landschaften radeln kann. Mich erstaunt, dass wirklich jeder Quadratzentimeter Berg/Hügel für den Weinanbau gedacht ist - Weinreben an Weinrebe. Der Flussradweg führt durch zahlreiche Dörfer - was nicht immer so toll ist: innerhalb der Dörfer ist die Beschilderung teilweise völlig unbrauchbar und in Kirchheim wurde für ein Fest das wichtigste Schild abgeschraubt. Als ich nach einer halben Stunde und einigen Kilometern das gefühlte 200-ste mal an der selben Stelle vorbei komme, gesteht mir ein Mann, der gerade eine Bühne aufbaut, dass er das Schild abgeschraubt hat und weist mir den richtigen Weg.

Bei Lauffen merke ich zum ersten mal, dass ein Rad mit Gepäck und Steigungen keine gute Kombination sind: ich schiebe einen endlos erscheinenden Hügel in der prallen Sonne mein Radl inkl. Gepäck den Berg hinauf und frage mich, ob ich zu schwach bin oder der Berg zu steil ;o) Da mich kein Radler überholt schiebe ich die Schuld auf den Berg. Sowieso: Flussradwege sind flach - das stimmt ja gar nicht. Hätte ich das vorher gewusst... ;o) Immer wieder geht es steil hinauf, immer wieder steige ich ab und schiebe.

Ab Heilbronn ist der Neckar (fast) immer in Sichtweite und die Hügel lassen erst mal nach. Da mir nun schon der Hintern gehörig weh tat (Sattelprobleme) wollte ich so langsam einen Campingplatz erreichen. Aber komischerweise gibt es zw. Stuttgart und Gundelsheim keinen Campingplatz am Radweg. Danach könnte man dann alle paar Kilometer das Zelt aufschlagen. Also heißt es Zähne zusammen beißen bis ich nach Kilometer 110 Gundelsheim erreiche. Der Campingplatz ist katastrophal (sorry) aber weiter fahren will ich nicht. Dafür ist das Restaurant neben dran (Alte Mühle) gut, das Essen schmeckt, die Aussicht auf den Neckar ist super und das Bier wahrlich ein Genuss.

Nach einer kurzen Nacht starte ich am nächsten Morgen um 5 Uhr und verlasse das schöne Wetter. Es wird kälter, der Himmel ist total bewölkt und beim Frühstück am Fluss fröstelt es mich etwas.
Es geht über so manchen Hügel, durch Wälder und immer wieder über Brücken (man wechselt ein paar mal die Flussseite) am Neckar entlang. Der Abschnitt durch den Odenwald gefällt mir bisher am besten: immer am Fluss, grün, ab und an ein Boot - schön! Das Wetter ist nicht so schön und als es richtig zu regnen anfängt entscheide ich in Hirschhorn in die Bahn zu steigen.

Eigentlich wollte ich bis Schlierbach (Heidelberg), weil man ab Schlierbach - wenn ich mich recht erinnere) nur noch auf oder direkt neben einer stark befahrenen Bundesstraße fahren kann und das wollte ich mir nicht mehr antun. Der Regen beschert mir als nach knapp 50km um 8 Uhr eine Tasse Kaffee im Wartehaus der Bahn. Eine halbe Stunde später steige ich etwas frierend und leicht nass in den Zug.

Der Tour war gut - ich weiß nun, was ich noch brauche, um die größere Tour machen zu können. Gefreut habe ich mich auch darüber, dass ich nach 110km nur wegen den Poppes-Schmerzen aufhören musste - zeitlich und konditionell hätte ich weiter radeln können.
Toll fand ich auch die gute Verbindung der Bahn: Sonntags früh fahren die Züge stündlich und direkt nach Mannheim, die Verbindung nach Stuttgart ist einfach super schnell und im EC gestaltet sich die Fahrradmitnahme erstaunlich gut (war das erste mal ;o) ).
von: wal

Berliner Mauerweg - 18.06.12 13:26

So, jetzt hänge ich mich auch mal mit einer Kurztour hier dran:

am Sonntag habe ich mal in einer Tagestour den Berliner Mauerweg abgeradelt.
Von der Wegeoberfläche her war's teilweise schon eher schlecht, aber thematisch fand ich es recht interessant aufgearbeitet. Und, da ich ja vor zwei Jahren die ehemalige innerdeutsche Grenze von Tschechien bis zur Ostsee abradelte, "fehlte" mir noch die Runde um ehemals Westberlin.

Ein paar Fotos von meiner Tour um Westberlin habe ich HIER zusammengestellt.

Fazit: war eine schöne thematische Tagestour. Die Runde am Stück zu fahren ist aber wegen der teilweise schlechten Oberflächen schon anstrengender gewesen als gedacht.

So long,
Waltraud
von: Pierrot

8 Tage Korsika - ein Kurzbericht, ohne Fotos. - 20.06.12 23:17

Hi!
Zwischen dem 6.Juni - 17. Juni nutze ich die Gelegenheit, um Korsika kennenzulernen. Dabei habe ich mich auf den Norden beschränkt. Korsika wird ja allgemein sehr begeistert beschrieben. Ich versuche zu differenzieren. Jetzt gehts los.

Ich nahm die Fähre von Toulon nach Bastia, kam morgens bei grauem Himmel und Sturm an.
Der erste Eindruck von Bastia vom Schiff aus war relativ enttäuschend. Malerisch sieht Bastia von dort nicht aus. Auch die ersten Fahrten durch die Stadtmitte waren nicht sonderlich begeisternd.Eher nüchterne Einkaufsstraßen. Richtung Vieux Port wurde es dann interessanter. Die Fassaden der alten Häuser bröckeln dort bedenklich. Scheint so, als wäre dies das Armenviertel der Stadt.
Auf der Fahrt nach St. Florent hoch zum Col de Teghime hatte ich erst dichten Nebel, bergab empfingen mich Sturmböen. Danach schien die Sonne.
St.-Florent war für mich ein uninteressanter Touri-Ort, der Duft der Luft in der Désert des Agriates verwöhnte meine Nase. L'île Rousse ließ ich aus, zugunsten der empfohlenen D71 im Landesinneren ab Belgodère bis Lumio. Gerade am Abend war das eine sehr schöne Fahrt. Kurz vor Lumio übernachtete ich auf dem Camping Panoramique mit Blick Richtung Calvi.

Calvi ist enttäuschend, die anschließende Küstenstraße entschädigt. An der Küste fuhr ich bis Porto. Da ich dort auf keinen Fall bleiben wollte, ging es weiter bis Evisa auf dem Weg zum Col de Viergo (1477m). Oberhalb des Ortes gibt es einen wunderschön gelegenen Camping mit Blick zurück aufs Meer. Die Felsformationen waren sehr schön, erinnerten mich an jene chinesischen Tuschezeichnungen ...
Die Fahrt zum Paß blieb schön. Die Steigung empfand ich, trotz gegenteiliger Behauptungen als eher angenehm, mehr als 7% sind es glaube ich nie.
Danach ging es nach Corte. Das Städtchen ist übersichtlich, aber ganz nett. Ich entschied mich für den Camping U Sognu, der sich an der Straße ins Restonica-Tal noch in der Stadt befindet. Sehr schön ist natürlich der Camping im Restonica Tal selbst.
Ich blieb zwei Tage und machte zwei Wanderungen in den Gorges du Tavignano und im bekannte Restonica. Hier gibt es tolle Badegelegenheiten und tolle Panoramen.
Richtung Bastia fuhr ich durch die Castagniccia, eine wunderschöne Gegend, sehr einsam. Ich sah kaum noch Touristen und auch keine Motorräder !!! Campingplätze sucht man hier vergebens, Lebensmittelläden ebenfalls. Ich fand die Fahrt Richtung Morosaglia, also die Seite, die zur Inselmitte abfällt wesentlich schöner. Richtung Piedicroce gefiel es mir nicht mehr so gut. So fuhr ich an diesem Tag 130km, quälte mich an der Ostküste entlang, durch Bastia, bis ich auf Cap Corse in Marine de Sisco einen netten Camping fand.

Hier suchte ich als Entschädigung noch einmal die Einsamkeit fuhr landeinwärts und schob mein Rad bis auf 959m auf den bocca de San Giuvanni, einen Paß einer unbefestigten Straße, die auf der anderen Seite wieder auf die Küstenstraße mündet.
Bei Farinole gönnte ich mir noch Badefreuden.
Eigentlich wollte ich am Samstagmorgen eine Fähre nehmen, doch der Camping bei Bastia war so ätzend, dass ich noch am Abend fuhr.

Die acht Tage auf der Insel waren sehr intensiv, mit vielen schönen Momenten. Die Backwaren rund um den Bocciu waren sehr, sehr lecker. Ziegen und Schweine am Wegesrand waren eine nette Abwechslung, einen stoischen Bullen bat ich freundlich passieren zu dürfen.
Als eingefleischter Frankreichfan wird die Insel dennoch nicht meine Lieblingsecke werden.
Die Insel hat, verständlicherweise, etwas herbes. Gefehlt haben mir dann am Ende doch die hübschen Ort mit morgendlichen Märkten, die man ansonsten, nicht nur in der Provence, sondern auch in der Auvergne und anderen Ecken Frankreichs findet.


Grüße
Peter
von: Falk

Re: 8 Tage Korsika - ein Kurzbericht, ohne Fotos. - 21.06.12 00:26

Zitat:
Scheint so, als wäre dies das Armenviertel der Stadt.

Ja, ist es tatsächlich.
Meinst Du mit ätzendem Zeltplatz bei Bastia »San Damiano« auf der Landzunge zwischen thyrrenischem Meer und dem Etang de Biguglia? So schlecht habe ich den gar nicht in Erinnerung. Hat er echt so nachgelassen? Wegen der Fahrzeiten ist er zu Anfang und vor der Heimfuhre kaum zu umgehen und ich hatte schon länger den Eindruck, als wüsste man es. Man muss aber dort nicht essen und Fressalien gibt es doch bei den mit dem Fahrrad leicht erreichbaren Großkaufmichs bei Furiani.
von: Pierrot

Re: 8 Tage Korsika - ein Kurzbericht, ohne Fotos. - 21.06.12 00:49

Nein, ich meine 'Les Sables rouges' dem ersten Camping südlicher Richtung.

Peter
von: Falk

Re: 8 Tage Korsika - ein Kurzbericht, ohne Fotos. - 21.06.12 01:14

Der muss neu sein. Möglich, dass es ihn schon vor meiner ersten Korsikafahrt mal gegeben hat. Wenn er aber in Autobahnnähe südlich von Bastia liegt, dann kann ich gut verstehen, dass Du dort nicht bleiben wolltest. Das dürfte das hässlichste Stück der ganzen Insel sein.
von: BeBor

Re: 8 Tage Korsika - ein Kurzbericht, ohne Fotos. - 21.06.12 08:59

In Antwort auf: Pierrot
Nein, ich meine 'Les Sables rouges' dem ersten Camping südlicher Richtung.

Dort war ich im letzten Jahr eine Nacht, nach der Ankunft spät abends in Bastia. Der Platz ist ziemlich klein und lebt wahrscheinlich von den one-night-stands der Gäste, die entweder gerade in Bastia von der Fähre kommen oder am Folgetag dorthin wollen. Vor der Rückfahrt war ich dann allerdings auch auf dem (ziemlich großen) Platz, der etwas weiter auf der Landzunge liegt, der ist wesentlich schöner.

Ansonsten fand ich aber gerade die kleinen Campings viel reizvoller, z. B. bei Corte einen sehr rustikalen Bauerncampingplatz mit Bio-Ziegenkäseproduktion oder ein Platz zwischen Corte und Ajaccio an einem Flüsschen.

Bernd
von: Thomas12

Re: 8 Tage Korsika - ein Kurzbericht, ohne Fotos. - 15.08.12 11:08

Die kleinen Campingplätze reizen mich auch, da steigen nicht soviele Touris ab. Aber gelegentlich gönn mir auch gern mal ne Nacht im Hotel , wenn passt zwinker
von: Yasec69

5 Tage | Drauradweg und Murradweg - 16.08.12 10:54

11.08 - 15.08.2012 Graz - Maribor - Lienz in Osttirol - Friesach in Ktn - Bruck/Mur - Graz

Samstag 8:00 in der Früh haben wir die S-Bahn nach Spieldfeld von Graz aus bestiegen - die Strecke Graz|Spielfeld ist uns altbekannt und von daher vollkommen uninteressant für eine Radreise ;-).
Hinweis: Ein Radticket für die Steiermark kostest 14€ und erlaubt es in einer bestimmten Zone jeden Nahverkehrszug zu benutzen. Allerdings ist die Steiermark in mehrere Zonen unterteilt - von daher muss man schon schauen, ob man nicht mit einem Österreichticket (kostest 39,90€ und erlaubt es für bis 5 Personen alle Nahverkehrszüge zu benutzen) letztendlich billiger wegkommt.


Tag 1:
Die ersten 20km nach Maribor sind zwar auch eine altbekannte Strecke, aber irgendwann muss man ja mal anfangen mit dem Radeln. Der Weg ist quasi nicht zu verfehlen und weist keine besonderen Higlights auf, am ehesten noch der schlechte Fahrbahnbelag am Strassenrand. Die Strecke wird auch oft von Mautflüchtlingen benutzt - die sich die Autobahnmaut in Slowenien sparen wollen auf ihrem Weg nach Kroatien.

Maribor, Kulturhauptstadt 2012 ist recht nett ... nach einer kurzen Pause sollte es auf dem Drauradweg gegen Dravograd gehen... Die Beschilderung ist quasi nicht vorhanden und es empfiehlt sich hier schon einen Radreiseführer, wie jenen von Bikeline am Start zu haben.

Irgendwann unterwegs haben wir uns verfahren und sind auf der Draubundesstrasse gelandet - kein Problem, es fing eh an zu regnen und Kilometer mussten gemacht werden. Ausserdem war mir die "richtige" Strecke eh bekannt... ein ewiges auf und ab mit schlechtem Belag und nahezu keiner Möglichkeit zur Einkehr.

In Radje ob Dravi haben wir dann Quartier bezogen - knapp 80km standen auf dem Tacho... nicht gerade viel, aber ein Sommerurlaub im Regen ist, zudem für die naechsten Tage besseres Wetter angekündigt wurde, auch nicht gerade einladend.
Untergekommen sind wir in einem neuen Hostel, ein EZ kostest 27€. Das Einchecken war mehr als kompliziert - eine 3/4h für zwei Personen. Am nächsten Morgen brauchte die Dame die Ausweise noch mal, da sie irgendwas falsch abgeschrieben hatte, was wiederum erklärt warum 10 Minuten nach dem Einchecken die Polizei aufkreuzte. Man muss übrigens anrufen, die Rezeption ist standardmaessig nicht besetzt.
Radje ob Dravi bietet ausreichend Restaurantsmöglichkeiten - typisch für Slowenien recht preiswert.

Tag 2:
Nach einem sehr guten Frühstück in einer Bäckerei im Ort gings die Bundessrtasse nach Dravograd weiter. Erstaunlicherweise ist im Ort auf der Radroute ein kurzes Stueck der Strasse für den Radverkehr gesperrt - das entsprechende Schild ist recht neu und wird von jedem ignoriert. Weiter gings nach Österreich und damit wieder zurück auf den echten Drauradweg. Hier ist die Strecke auch noch ziemlich hügelig, dafür aber auf besserem Aspalt. Manko ist sicherlich die fehlende Infrastruktur mit Gasthäusern - viel Auswahl hat man wirklich nicht. Entsprechendes gilt auch für Unterkünfte.

Sehr zum Empfehlen ist das Gasthaus am Völkermarkter Stausee - liegt direkt am Radweg und man hat einen prima Ausblick auf den See. Gar nicht zu verfehlen.

Irgendwann hat sich dann auch das Asphaltband in einen leicht geschotterten Fahrweg geändert, der später dann vorherrschende Belag. Wirklich wunderschöne Strecke.

Die zweite Nacht haben wir dann in Ferlach verbracht, dass Zimmer mit 45€/Nacht recht teuer, dafür aber eigentlich eher unterer Standard. Wenn man spontan etwas braucht, kann man eben nicht immer Glück haben. Tagesleistung etwas um die 100 km

Tag 3
Vorbei an der Landeshauptstadt Kärnten, der zweitgrösssten Stadt Villach ging's ins beschauliche Spittal an der Drau. Die Strecke flach, die bereits erwähnten Schotterwege und wunderschön - das Wetter hat auch mitgespielt.
Ab Villach wird der Radweg dann "italienisch" - deutlich mehr Radtouristen, sehr viele Italiener sind da unterwegs. Etwas muehsam die nebeneinander hefrahrenden Gruppen, die niocht nach vorne schauen - man muss da fuer die Mitdenken (Klingeln, Gestikulieren, Rufen) :-)
Untergekommen sind wir dann im Kolpingheim Villach - sehr zu empfehlen. 27€ pro Nase haben wir gezahlt und hatten sogar ein gutes Frühstueck dabei.



Tag 4


Vorbei an Heiligenblut, kurz mit dem Gedanken gespielt auch mal mit Gepäck den Großglockner zu erklimmen - rasch wieder verworfen, gings dann Richtung Lienz in Osttirol. Wahnsinnig viele Touristen und blauäugig wie wir waren wollten wir mal schnell eben 2 Tickets nach Radtstadt kaufen. Der freundliche Schalterbeamte meinte: Reservierung so 3 Tage im vorraus, alles voll. Guter Rat war also teuer und deswegen konnten wir dann nicht die Tour wie geplant für den Ennsradweg fortsetzen... Schliesslich haben wir das oben beschrieben Österreichticket um 39,90€ gekauft und sind erstmal in den Regionalzug Richtung Klagenfurt umgestiegen. Dank oebb-online am Handy haben wir schnell eine Alternative gefunden ... Friesach in Kärnten, nahe der steirischen Grenze und von Lienz aus in etwas mehr als 2:30 mit Regionalzügen erreichbar. Im Hotel Goldener Anker haben wir zwei Einzelzimmer um je 36€ gefunden, einen sehr netter Wirt. Zum Fruehstueck gabs sogar Kaffe aus einer echten Profi-Espresso-Maschine. Friesach ist ein sehr huebscher Ort, bekannt bei Mittelalter-, Burgen-, und Kirchenfans. Wir hatten eher Glück, dass noch etwas frei war - da oben ist zu der Zeit Hochsaison.


Fazit Drauradweg: Bisher der schoenste in Österreich denn ich kenne (Mur, Donau, Drau). Wegen des häufigen Schotterbelages sicher nichts für Rennräder. Der Kollege für am MTB 2.0 Kojak Reifen und mnachmal fluchte er an Passagen mit tieferem Schotterbett.
Wichtig erscheint mir aufgrund des Staubes, dass man Kettenfett/-öl mitnimmt.
Wegen des Andrangs in Lienz muss man seine Weiterfahrt wohl etwas planen... oder so wie wir flexibel sein ;-)


Tag 5


Die Steiermarkradkarte, gibt es kostenlos bei Steiermark-Tourismus, zeigte einen geplanten Radweg von Friesach in Ktn zum Murradweg R2 in der Nähe von Schiefling an. Der Radweg war nicht existent - wo der mal langführen soll ist auch unklar. De facto fährt man recht lange auf einer stark befahren Bundessstrasse, ab und an gibt es Radwegstücke.

Weiter auf dem Murradweg R2 Richtung der Heimatstadt Graz - wesentlich hügeliger als angenommen - bis dato kannte ich nur den Teil ab Knittelfeld bis Radkersburg.

In Judenburg am Hauptplatz sehr gut gegessen - Gasthaus Gruber und weiter gings.
Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit war es klar, dass die Strecke bis Graz heute nicht mehr drin ist, ein paar km von daheim zu übernachten war aber auch keine Option. Also in die Pedale getreten und bis Bruck/Mur. Von dort gehen stuendlich Schnellbahnen.... eh voila um 19:00 war ich wieder daheim :0)

Bilder folgen :-)
von: Marner

Radtour am Chimborazo und hinab in's Tiefland - 26.08.12 16:03

Ich bin schon länger nicht mehr aktiv gewesen hier in diesem Forum, dafür umso mehr bei den Rennrad-Fahrern.

Einen Bericht von meinem Kurztrip (mit einem "normalen" Rad) letztlich in Ecuador habe ich auch dort veröffentlicht; hier ist der Link:

http://www.rennrad-news.de/forum/threads/unterwegs-mit-dem-alten-stahlross-ecuador.113003/
von: zulukurt

Re: Radtour am Chimborazo und hinab in's Tiefland - 27.08.12 21:50

Hallo!

Schöne u. extrem abwechselungsreiche Tour! Und 150 km bei den Höhen sind schon bemerkenswert.

Gruß
Jörg
von: Der Wolfgang

Tochter und Vater an der Elbe - 01.09.12 22:47

Unsere erste gemeinsame Fahrradreise im Juli 2012. Wünsche euch viel Spaß beim Lesen.


Der achte Geburtstag meiner Tochter brachte ihr die ersten eigenen Fahrradtaschen. Orange, wasserdicht, gemacht für die große Tour. Natürlich wollten die Taschen möglichst bald eingeweiht werden und so begannen wir drei Tage später unsere erste grooooße Fahrradtour. Ursprünglich war geplant die Elbe von der Mündung aus nach oben zu fahren. Doch der Wetterbericht hat uns schnell davon überzeugt etwas weiter Strom aufwärts zu beginnen. Die erste Erfahrung die wir machten war, zu spät ist wenn der Zug weg ist. So konnten wir gerade noch sehen wie ein Zug von hinten aussieht. Eine halbe Stunde später dann, saßen wir im nächsten Zug und erreichten kurz nach Mittag die Elbestadt Lauenburg.
Das erste Abenteuer begann mit dem Überqueren der Elbe. Hier wechselten wir von Schleswig-Holstein nach Niedersachsen. Das beflügelte Jarla dazu darüber zu philosophieren, ob es möglich wäre hier eine richtige Grenze zu errichten und warum ist hier überhaupt eine Grenze, warum gibt es Bundesländer? Während des Einkaufs wichtiger Nahrungsmittel wie Nudeln und Schokolade, konnte ihr Wissensdurst ausreichend gestillt werden.



Schon auf den ersten Kilometer fällt die unglaubliche Ruhe auf, die die Elbauen verbreiten. Doch leider ist hinter dem Damm nichts vom einst geteilten Fluss zu sehen. Ein Greifvogel dreht seine Runden und Jarla ist von den ersten Störchen noch ganz begeistert. Schnell ist der erste Campinglatz erreicht. Noch bei der Einfahrt auf dem Platz fängt das Rad an zu Rumpeln. Ein Plattfuß! An der Rezeption werden wir von einer freundlichen Frau mit niederländischem Akzent empfangen. Sie teilt uns ein lauschiges Plätzchen unter den Bäumen zu. Flott geht der erste Zeltaufbau zu zweit voran. Kaum steht das Zelt, öffnen sich die Schleusen und es regnet was das Zeug hält. Mit dem Regen wächst auch der Entschluss, mich endlich von meinem 20 Jahre alten Zelt zu trennen.



Der Wettergott hat dann doch ein Einsehen und stellt das Wasser wieder ab. Nach dem Trockenlegen von Schlafsack und Isomatte ist der Platten dran. Der Blick in die Werkzeugtasche bringt eine leere Tube Flickenkleber ans Tageslicht. Zum Glück gibt es noch andere Radfahrer auf dem Platz und ich bekomme sogar eine neue Tube Kleber geschenkt. Jarla bleibt lieber auf dem Platz während ich noch eine Runde durch die drei Häuser von Radegast drehe. Rund um die Kirche reiht sich altes Fachwerkgemäuer zu einem winzigen, malerischen Ortskern auf. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz fängt das Rad schon wieder hässlich zu Rumpeln an. Der nächste Plattfuß ist fällig. Jetzt ist nur noch ein einziger Flicken übrig.



Nach einer ruhigen Nacht zeigt der Blick auf das Zelt, dass der Baum über uns wohl die Toilette von Tauben ist. Der grüne Stoff ist mit weißen Tupfen neu gestaltet. So ein Sch.... Nach dem Zeltreinigen frühstücken wir und packen ein. Jetzt noch bezahlen dann geht es weiter die Elbe aufwärts. Kaum sind die ersten 500 Meter zurückgelegt, melden meine Hände ein bekanntes Rumpeln vom Vorderrad. Platten Nummer drei. Schon nach dem zweiten Platten hatte ich den Mantel nochmals besonders gründlich durchsucht. Von Innen, von außen, durchgewalkt und doch nichts gefunden. Jetzt das ganze Prozedere wieder von vorn. Und endlich, da ist er. Ein hauchdünner Splitter hat sich in den Gummi gedrückt. Weder von innen noch von außen zu sehen oder zu spüren. Erst wenn das Rad rollt arbeitet sich der Splitter durch den Gummi und schneidet so nach ein paar Umdrehungen langsam aber sicher ein Loch in den Schlauch. Der letzte Flicken findet seinen Einsatz. Jetzt darf bis zum nächsten Ort nichts mehr schiefgehen.



Unsere erste Station in Bleckede ist der Fahrradhändler um ein neues Päckchen Flickzeug zu kaufen. Wir werden es zum Glück nicht mehr brauchen, aber es beruhigt ungemein. Im Garten des Café Zeitraum, teilen wir uns mit zwei Motorradfahrern den Sonnenschirm als Regenschutz. Im Gespräch stellen wir fest, auch wenn es von außen manchmal anders aussieht, haben Motorradfahrer und Radfahrer oft die gleichen Interessen. Sie wollen unterwegs sein und neues, fremdes entdecken. Jeder so auf seine Weise. Für Jarla gibt es Nudeln, was sonst und für mich stellt die aufmerksame Bedienung eine leckere Kartoffelsuppe auf den Tisch.



Nach dem Essen hat sich auch der Schauer wieder verzogen und ich möchte noch das Biosphaerium Elbtalaue besuchen. Anfangs ist Jarla etwas skeptisch wegen der Besichtigung. Will sie doch einfach nur hoch hinauf auf den Turm. In den Ausstellungsräumen gibt es allerdings so viel auszuprobieren, dass sie ganz schnell ihr eigentliches Anliegen vergisst. Das gilt ganz besonders ab dem Betreten der Biberburg. Nach der fünften ausführlichen Runde an den schlafenden Bibern vorbei, erreicht meine Ausdauer so langsam ihr Ende. Jetzt hilft nur noch Bestechung mit Eis.



Die meiste Zeit führt der Radweg fernab von jeglichem Verkehr. Lediglich Radfahrer und der ein oder andere Landwirt kreuzen unseren Weg. Beim Einchecken auf unserem heutigen Campingplatz gibt man uns den Rat, die nächste Etappe auf der anderen Seite der Elbe zurück zu legen. Auf der linken Seite gebe es Steigungen bis zu 13 %. Wir danken für den freundlichen Rat und suchen uns einen Platz mit schöner Aussicht auf die Elbauen. Nach dem Zeltaufbau erkunden wir den Campingplatz und stellen mit Freuden fest, dass wir heute an einem richtigen Tischen essen können. Hier gibt es einen Raum mit Tischen, Bänken, Kocher und Spüle. Soviel Komfort erfreut das Radfahrer Herz. Als wir allerdings den Raum wieder verlassen wollen, öffnet der Himmel wieder mal die Schleusen und es gießt wie aus Kübeln. Wir bleiben im Trockenen und schauen ein wenig trübselig zur Tür hinaus.



Auch der nässeste Regen hat einmal sein Ende. Wir gehen gemeinsam ans Zelt hinunter, holen unser Essen und machen es uns in dem Raum wieder gemütlich. Bisher hierher ist Jarla auch noch sehr überzeugt von der Einrichtung. Zum Abwasch jedoch fällt ihr ein, dass sie noch dringend etwas im Zelt erledigen muss. Was solls, ich bin alt genug um den Abwasch diesmal alleine zu bewältigen. Nach den Pflichtaufgaben geht es an den Strand und wir genießen gemeinsam den Abend. Ich mache Fotos und Jarla schaut nach ob das Wasser noch nass ist.



Das Frühstück gibt es nach dem Zeltabbau wieder im Gemeinschaftsraum und dann rollen wir die Straße runter zur Fähre. Kurz nach der Überfahrt auf die andere Seite machen steht gleich die erste Pause an. Wir haben jetzt wieder ein Bundesland verlassen. Nur war es bis vor 22 Jahren noch gar nicht möglich hier auf die andere Seite zu wechseln. Drüben hatten sich die Mächtigen der DDR vor dem Klassenfeind hinter hohen Zäunen verschanzt. Für Jarla ist es nicht leicht zu verstehen warum man Menschen im eigenen Land eingesperrt hat. Gleich nachdem wir die Richtung Elbe aufwärts eingeschlagen haben weht uns ein kerniger Wind entgegen. Wer hat eigentlich im Reiseführer geschrieben dass flussaufwärts, wegen der angeblichen vorherrschenden Windrichtung, die bessere Richtung sei? Immer wieder begegnen uns andere Radler. Und alle sind viel schneller als wir. Als dann noch einige mit Rückenwind und Elektrounterstützung an uns vorbei rauschen ist uns klar, diese Welt ist nicht gerecht.



Eine Skulptur, ein verwilderter Garten und ein Eingang mit der Aufschrift „Kaffee Kuchen Kunst Küche“ macht uns neugierig. Außerdem ist Mittagszeit, da kommt diese Einladung gerade recht. Der Blick durch den Tunnel aus Sträuchern und Bäumen macht ein wenig unsicher. Durch diesen grünen engen Tunnel sollen wir in das verwunschene Reich eintreten? Ein weiterer Radler der hinzukommt macht die Sache einfacher. „Wenn hier Eingang steht, dann wird es hier schon reingehen“, so sprach er und wir traten ein. Irgendwo am Ende des Tunnels taucht ein altes Bauernhaus zwischen den wilden Sträuchern und der Blumenpracht auf. Hier ist alles schön ungepflegt und unordentlich. Nichts ist in Reihen eingezwängt. Alles wächst in eigener Ordnung bunt durcheinander. Einige Stühle und Tische zeigen uns dass hier Gäste willkommen sind, aber so richtig bewirtschaftet sieht es nicht aus.



Wir suchen an einem Seitengebäude eine Tür die am ehesten verspricht zu einer Gaststätte zu führen. Langsam greife ich zum Türgriff und öffne sie vorsichtig einen Spalt weit. Ein Tresen zeigt wir sind richtig. Kleine Räume, liebevoll eingerichtet und manche nur mit einem Tisch und zwei Stühlen ausgestattet, laden zum Bleiben ein. In jedem Winkel gibt es etwas zu entdecken und aus der Küche kommt der freundliche Gesang der Chefin. Wir fragen nach ob wir etwas zu essen bekommen können und erfahren dass sie noch nicht so ganz richtig offen haben, aber sie macht uns gerne etwas Warmes zum Essen. Nudeln mit einer Tomaten Gemüse Sauce steht auf dem Speisezettel. Eine Zeitlang hören wir wieder den Gesang aus der Küche und dann kommt die Chefin heraus und fragt Jarla ob sie mit in den Garten kommen möchte. Jarla ist sofort dabei. Und so gehen beide nach draußen und pflücken frische Kräuter und Blüten für unser Essen. Dass das Essen einfach und einfach klasse war, muss man eigentlich nicht weiter erwähnen. Hof 4, so heißt das Café im verwunschenem Garten, wird uns noch lange in bester Erinnerung bleiben.



Jetzt sind es nur noch wenige Kilometer bis zur Fähre. Nur der Wind und einige Schafe verlangsamen ein wenig unsere Fahrt. Zwar weist ein Schild den Weg zum Anleger, würde dort aber nicht schon ein kleines umgebautes Schiff auf Fahrgäste warten, könnte man glauben wir müssen hier hinüber schwimmen. Lange vor dem eisernen Vorhang war hier wohl mal mehr los. Jetzt ist dieser Fähranleger gerade noch für Radfahrer und Fußgänger zu gebrauchen. Der Fährmann ist freundlich und hilfsbereit beim Verlanden der Fahrräder und wir helfen ihm dafür den richtigen Fahrpreis zu berechnen. Mathematik ist nicht ganz so seine Stärke.



Wieder einmal ziehen dunkle schwere Wolken auf als wir uns am anderen Ufer auf die Räder setzen. Wir beeilen uns die Jugendherberge zu erreichen. Auf halber Strecke fallen die ersten schweren Tropfen vom Himmel. Wir ziehen uns schnell die Regenjacken über und fahren wie die Wilden weiter. Nun trifft das ein, wovor wir auf dem Campingplatz gewarnt wurden. Mit 10% Steigung streckt sich die Straße zur Herberge hinauf. Jarla gibt alles unter meinen anfeuernden Rufen und sie schafft es bis auf die letzten 30 Meter. Was für eine tolle Leistung.



Wer glaubt das Jarla vom Gegenwind und der Steigung geschafft ist, hätte sie nach dem Duschen auf dem Spielplatz sehen sollen. Die restlichen Kalorien vernichtend hat sie alle Möglichkeiten zum Toben genutzt. Nur zum Sparziergang nach dem Essen war sie dann viiiiieeeeel zu schlapp.



Am nächsten Tag sitzen wir im Bummelzug auf dem Weg nachhause. Beide schauen wir aus dem Fenster raus auf die idyllische Landschaft und unterhalten uns über Störche, Jugendherbergen und natürlich über das nächste Eis zuhause beim Italiener. Ich muss ja noch mein Bestechungsgeld bezahlen.

Mit frischen Grüßen aus der Vollmondbucht

Wolfgang
von: GertrudS

Re: Tochter und Vater an der Elbe - 02.09.12 17:13

Hallo Wolfgang!

Dein Reisebericht und die Fotos haben mir sehr gut gefallen. So wie es scheint, hattet Ihr trotz des schlechten Wetters viel Spaß. Es wird bestimmt noch mehr solcher Vater-Tochter -Touren geben.

Schöne Grüße vom Niederrhein

Gertrud

www.touren-speichenbruch.de
von: Der Wolfgang

Re: Tochter und Vater an der Elbe - 02.09.12 20:36

Hallo Gertrud,

das Wetter war eigentlich immer nur kurze Zeit schlecht. Und bis zur Jugendherberge sind wir auch trocken geblieben.

Frische Grüße

Wolfgang
von: Flying Dutchman

Re: Tochter und Vater an der Elbe - 02.09.12 21:05

Moin Wolfgang,

sehr schöner Bericht! da werden Erinnerungen wach. Bin 2007 mit meinem damals 6jährigen Sohn die gleiche Strecke von HH bis Wittenberge gefahren. Die CPs in Radgast und Neu Darchau sowie den steilen Anstieg zur JH in Hitzacker kennen wir auch lach
von: Deul

Vom Königssee nach Koblenz - 07.09.12 16:48

Hallo,

hier gibts was auf englisch
Königsse - Cochem

Hoffentlich gefällts euch.
Detlef
von: natash

Re: Vom Königssee nach Koblenz - 07.09.12 20:58

Hallo detlef,
warum eigentlich immer auf Englisch. Also AUCH auf Englisch verstehe ich ja, aber ausschließlich...?
fragt sich
Nat (dies auch auf englisch liest schmunzel )
von: Deul

Re: Vom Königssee nach Koblenz - 07.09.12 23:15

Hallo Natalie,

ich schreib so viel englisch im Job, dass ich einen Lektor brauche um was deutsches zu posten. Leider hat Conny nicht die zeit das alles Korrektur zu lesen. Auch wenn meine englische Rechtschreibung alles andere als perfekt ist die deutsche ist mittlerweile viel schlechter.

Außerdem muß ich mir bei GCOAB keine Gedanken über die Bildgröße machen, da die alle auf dem Server da gespeichert sind skaliert er sie beim Transfer passend.
Als ich was im Wiki geschrieben hab fielen da schon einige über meine Orthgraphie her. da verliert man dann auch schon die Lust.

Viele Grüße
Detlef
von: 2blattfahrer

Montafon-Silvretta-Hahntennjoch-Lechtal - 10.09.12 11:20

Lindau, Montafon, Silvretta, Hahntennjoch, Lechtal

der Wochenendausflug in die Berge begann mit einer Zugfahrt von München nach Lindau. Den Rhein entlang radelte ich gen Süden und fast durchgängig abseits der grossen Strassen über Bludenz ins Montafon zur Silvrettahochalpenstrasse und hoch zur Bieler Höhe. Übernachtet hab ich dort oben auf rund 1850m Höhe auf einem schön gelegenen Zeltplatz am Zeinisee.
Die Nacht und der nächste Morgen waren durchaus kühl, doch die ersten 50km bis zum Frühstück in Landeck waren in einer guten Stunde verflogen. Von Imst schraubte ich mich über das an so einem wunderschönen Sonntag romantisch-einsame Hahntennjoch (zusammen mit tausenden Motarradfahrern) ins Lechtal.
Nach einem langen Zwischenstopp, bei dem ich von Arbeitskollegen fürsorglich mit Kaffee und Kuchen versorgt wurde, folgte ich dem Lechtalradweg die paar Kilometer nach Füssen und nahm abends den Zug nach München zurück.

Karte

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von: Oppa

Re: Montafon-Silvretta-Hahntennjoch-Lechtal - 10.09.12 20:57

Solche Fotos gehören ab sofort verboten grins
Und unsereins fährt hier durch Industriekulisse, Emscher und durchs Münsterland weinend
von: veloträumer

Re: Montafon-Silvretta-Hahntennjoch-Lechtal - 11.09.12 14:17

Schon wieder Münchener Hausberge? zwinker
In Antwort auf: 2blattfahrer
... zur Silvrettahochalpenstrasse und hoch zur Bieler Höhe. Übernachtet hab ich dort oben auf rund 1850m Höhe auf einem schön gelegenen Zeltplatz am Zeinisee.

Du weißt, dass du auch kurz nach der Mautstation von der Silvrettastraße direkt zum Zeinisjoch fast verkehrsfrei abzweigen könntest? (wahrscheinlich wärst du dann aber zu früh für die Nacht dort gewesen?) - Die Strecke kann landschaftlich durchaus mit der Route via Bieler Höhe mithalten, wenngleich etwas weniger Weitenpanorama.
von: 2blattfahrer

Re: Montafon-Silvretta-Hahntennjoch-Lechtal - 11.09.12 15:44

ja, ich hab die Abzweigung gesehen, bin aber dann doch die Bieler Höhe gefahren, da ich mir dachte, daß ich mit der Übernachtung hinterm Zeinisjoch in gewisser Weise von beiden Strecken etwas sehe. Das frühere Ankommen dort oben hätte ich ja notfalls mit einer kleinen Bergtour "kompensieren" können schmunzel
lg Andi
von: Titschi

Berlin-Kopenhagen - 23.09.12 16:16

Ich machte die Tour mit einem Freund in entspannten 2 Wochen. Die Strecke in Deutschland ist wirklich super durch Natur mit klaren Seen tollen Wäldern und wilden Wiesen, Hauptsächlich Radwege fern ab von Autoverkehr. In Dänemark sah das anders aus wenn es nicht an der schönen Ostsee entlang ging waren die Felder schnell langweilig die schmalen Straßen mußten wir uns mit den Autos teilen und unsagbar Teuer ist es dort auch. Allerdings haben wir ein Abstecher zu den Kreideklippen von Mons Klint gemacht, echt Sehenswert. Und die Stadt Kopenhagen ist Grandios beeindruckende Bauwerke viele Nette Junge und Offene Menschen. Das entschädigte für die etwas Windige und öde Landschaft, aber nochmal würde ich die Tour nicht machen.
von: uwe EF

Re: Berlin-Kopenhagen - 23.09.12 20:05

Den Radfernweg habe ich im Juni 12 mit meiner Partnerin gemacht und bin da voll Deiner Meinung, in D war alles schön und in DK angekommen, hatten wir es mit Sturmböen der Stärke 10 zu tun, da waren wir fast mit Fahrrad schieben schneller unterwegs. zwinker
Diese Fähre (Bild) hat bei der Überfahrt über 40 Min. zu kämpfen gehabt und besonders viel "Spaß" hatten wir dann auf dem Damm nach Stege.
von: Titschi

Re: Berlin-Kopenhagen - 23.09.12 23:25

hehe, ja auf dem Damm hat ein 40Tonner wegen uns eine Vollbremsung gemacht, da ist uns aber kurz das Herz aufgeblüht. Wind war ab DK auch unser Freund zum fluchen. Die Nächste Tour machen wir mal in den Süden von Europa.
von: uwe EF

Re: Berlin-Kopenhagen - 24.09.12 16:15

Wir sind im vorigen Jahr von Passau bis Györ an der Donau und sind dort zum Balaton "abgebogen", haben da ne Woche Urlaub gemacht danach mit`m Rad nach Budapest. Das war wesentlich entspannter als B - Kph, die nächste geht auch wieder in den Süden. zwinker
von: Alukoffer

Liegeradreisen an die »Süddeutsche See« - 28.09.12 14:25

In Antwort auf: 2blattfahrer
Links zu Berichten auf eigenen Webseiten

Damit kann ich dienen:

Andreas
von: uwe EF

Re: Liegeradreisen an die »Süddeutsche See« - 28.09.12 16:12

Hi Andreas,

danke Dir, die Sache mit dem Bodensee finde ich gut.

Uwe
von: mstuedel

Berg- und Wallfahrt nach Ronchamp - 06.10.12 00:28

Herbsttour durch Jura, Franche Compté, Elsass und Markgräfler Hügelland

Strecke ca. 280 km Distanz und ein paar Höhenmeter...


Panta-rhei und ich konnten uns Ende September einen Donnerstag und einen Freitag frei halten. Eigentlich wollten wir uns ja in die Alpen aufmachen, die Wetterprognosen sahen allerdings nicht gerade vielversprechend aus (inkl. Schnee bis unter 1'500m) und so einigten wir uns auf eine Tour durch den Jura auf schönen Umwegen nach Basel.

Gleich vorneweg: Wir haben gleich 2 Mal geschummelt und in den Zug eingeladen: Das Stück Autobahn von Biel nach Sonceboz wollten wir uns ersparen, und auch die Strecke Ronchamp - Belfort haben wir per Regionalbahn bestritten, ganz einfach deshalb, weil wir uns zeitlich und distanzmässig etwas verschätzt hatten; mehr davon später.

1. Tag: Durch den Jura bis zur Landesgrenze

In der Morgendämmerung brechen wir von Biel auf und besteigen erst einmal den Regionalzug nach Sonceboz. wer am Forumstreffen mit dabei war, kann den Grund erahnen: Die Strecke auf der Autobahn durch die Taubenlochschlucht ist zwar für Fahrräder erlaubt, bergauf ist sie allerdings alles andere als angenehm zu befahren.

Zu meiner Beladung (Beschreibung von panta-rhei's Beladung folgt): Die Ortlieb Sportpacker, die Fronttasche und der Zeltsack bieten genug Platz für Zelt, Matte, Schlafsack, Kleider und Proviant für 3 Tage.



Wir ersparen uns also den Autobahn - Stress und beginnen unsere Radtour gleich mit dem Anstieg zum Col de la Pierre Pertuis, ein kleiner Anstieg zum warm werden, der Dank dem neu eröffneten Autobahntunnel auch nicht mehr so stark unter dem MIV leidet.




Wir machen kurz halt beim alten Felsdurchstich ("pierre perduis" auf französisch), welchen schon die Römer ausführten, dem wohl ältesten Strassentunnel der Schweiz.




Weiter geht's via Tavannes Richtung Tramelan. Die Strecke leidet hier etwas unter dem motorisierten Verkehr und ich werde prompt unflätig angehupt und mit gefühlten 10cm Abstand überholt, weil ich es wage, neben panta-rhei herzufahren. Nach Tramelan lässt der Verkehr zum Glück etwas nach und wir geniessen den kurzen Abstecher zum Etang de la Gruère, welcher eher an Skandinavien als an die Schweiz erinnert:



Ein Wort zu panta-rhei's Beladung: Da er von Basel aus am Samstag direkt den Zug nach Zürich-Kloten und Flugzeug nach Hamburg nehmen muss, hat er auf Seitentaschen verzichtet und seine ganze Ladung (inkl. Schlafsack, Matte und Kocher) in und um einen Reise-Rucksack untergebracht. Dank Fixierung an Sattelstrebe und dem ziemlich breiten Tubus Cargo Träger hält die Ladung auch ganz passabel.



Weiter geht's in etwas beschleunigtem Tempo, denn Regenwolken verdüstern den Horizont.
Via Saignelegier gelangen wir nach Les Enfers, wo uns der Regen einholt. Wir nehmen Zuflucht in einer kleinen Hütte auf einem Kinderspielplatz, welche auch gleich als Mittagsrastort dient. Der Wind treibt den Regen durch die löchrigen Wände, und wir ziehen uns warm und regendicht an. Zum Glück ist der Regenguss von kurzer Dauer, und wir machen uns frisch verpflegt wieder auf die Räder. Gleich nach les Enfers wartet eine rauschende Abfahrt runter zum Doubs auf uns.



Vor Soubey verlassen wir die befestigte Strasse und folgen dem Feldweg entlang des Doubs, welcher meinem Randonneur gelegentlich seine Limiten aufzeigt.



In einer kernigen Gegensteigung muss ich wegen ungenügender Traktion absteigen und schieben, trotzdem hätten wir dieses Stück bis nach St.Ursanne nicht missen mögen: Dem malerischen Doubs folgend radeln wir durch das rauhe Flusstal ohne einer Menschenseele zu begegnen. Erst vor St.Ursanne holen wir die Zivilisation wieder ein. Im mittelalterlichen Städtchen statten wir dem Brückenheiligen Nepomuk einen Besuch ab.



Mit Kaffee gestärkt nehmen wir den strengsten Aufstieg unserer Tour in Angriff: 18% Steigung erwarten uns auf dem Weg zum Col de la Croix.





Weiter führt uns der Weg via Courgenay und Porrentruy nach Boncourt. Eigentlich haben wir geplant, in Frankreich zu übernachten, aber kurz vor dem Ortseingang von Boncourt bietet sich uns eine Gelegenheit, welche wir unmöglich ausschlagen können: An einem alten Mühlkanal neben einer Schwelle gelegen lädt uns ein altes Gemäuer zum Übernachten ein. Das Haus besteht aus einem Raum im Erdgeschoss mit Feuerstelle, welche offensichtlich als Grillplatz benutzt wird, und einem zweiten Raum im ersten Stock, welcher von einem Balkon umgeben ist. Dieser Raum ist trocken, einigermassen sauber, gut durchlüftet und trotzdem von aussen schlecht einsehbar. Ein ideales Nachtlager also, zumal für die Nacht Regen angekündigt ist.



Zwecks Beschaffung von Trinkwasser mache ich mich mit dem Rad auf nach Boncourt, währenddem sich pantha-rei im Mühlkanal der Körperhygiene widmet. Bei meiner Rückkehr ist der Kocher auch schon installiert und wir gönnen uns ein Radlermahl aus Pasta mit Gorgonzolasauce, Oliven, Äpfel und Shortbread zur Nachspeise.



2. Tag: Vive la France!

In der Nacht peitscht tatsächlich Regen auf das Hausdach, aber alles hält dicht und wir sind froh um unsere Unterkunft. Der Sonnenaufgang über den feuchten Flussauen der Ajoye ist glorios, und wir schwingen uns frischen Mutes wieder in die Sättel.




Zwischen Boncourt und Delle deutet auf der Quartierstrasse nichts mehr auf eine Landesgrenze hin. Dass wir sie überradelt haben, merken wir zuerst anhand der etwas anderen Strasssensignalisation.

Weiter geht's auf Wald- und Wiesenwegen zwischen Montbéliard und Belfort hindurch. Wir meiden Hauptstrassen und grössere Ortschaften.