Re: Auf Schotterpisten durch die Westalpen

von: lutz_

Re: Auf Schotterpisten durch die Westalpen - 07.09.12 09:36


Am nächsten Morgen ist es wolkenlos aber empfindlich kalt, einer der wenigen Tage, an dem die Dauenweste zum Einsatz kommt. Nach den Zusammenpacken brechen wir sofort auf und verschieben das Frühstück auf die erste Bank am Straßenrand, die bereits von der Sonne beschienen wird. Wenige Kehren folgen wir der Passstraße zum kleinen St. Bernhard bevor wir die unscheinbare Abzweigung ins Valle de Chavannes erreichen. Zunächst noch auf Asphalt geht es steil bergan, es wird schnell warm, die Daunenweste hat für's Erste ausgedient. Nach einigen Kehren biegen wir ins noch im Schatten liegende Seitental auf die gleichmäßig in gutmütiger Steigung hinaufführende Militärpiste an. Es ist immer wieder unvorstellbar, mit welchen Mühen seinerzeit der Wegebau vorangetrieben wurde um die Kasematten kurz unterhalb der Passhöhe zu errichten und zu versorgen. Wir profitieren jedoch von der Weganlage und kurbeln gemütlich bergan. Kurzzeitig sehen wir die Südabstürze des Mont Blanc Massivs über den Grat lugen, der Rückblick das Tal hinaus zeigt das vergletscherte Massiv der Testa del Rutor mit Chateau Blanc und Mont Paramont.











Weiter oben passieren wir zwei Almen und ein paar Hirten, ansonsten ist hier (im Gegensatz zum Val Ferret am Vortag) fast überhaupt nichts los. Nach der zweiten Alm wird die Piste dann etwas holpriger und schließlich zum Singletrail auf dem sich aber bequem bis auf eine zu querende Schuttrinne hinüber zur Passhöhe fahren. lässt. Kaum treten die grünen Grashänge des Valle de Chavannes zurück wird man vom Panorama des Mont Blanc Massivs förmlich erschlagen. Ein grandioses Finale dieser beeindruckenden Passauffahrt.