Aus: Bilderfaden zum Forumstreffen in Lauterbourg

von: iassu

Aus: Bilderfaden zum Forumstreffen in Lauterbourg - 13.06.18 23:58

Danke für die erfrischend deutlichen und unaufgeregten Worte.

Außer einem ganz bestimmten Modus, der für klassisches Radreisen eher exotischweniger typisch ist, nämlich Singletrailstrecken in dichter Botanik udgl hat mir bisher niemand Vorteile des bikepacking erläutern können, die die sofort ersichtlichen Nachteile wettmachen könnten. Auch Minimalstgepäckmitnahme lasse ich gerne als Argument noch gelten. Aber sonst?

Das umständliche Handling ist ja nicht das Einzige. Stabilität ist das andere. Fährt man nicht gerade mit einem gefederten Himterbau, gibt es keine Anbringung des Gepäcks, die physikalisch besser gelöst ist, als eben unten am Ausfallende und oben an den Sitzstreben. Alles andere kann stabilitätsmäßig nur schlechter sein. Einfachste statische und Hebelgesetzüberlegungen untermauern das.

Dazu kommt, daß keine Anbringung der Taschen (von deren Öffnung und Zugang zum Inhalt ganz zu schweigen) so durchdacht ist, wie aktuelle Hakenlösungen an klassischen Taschen. Soll das Ganze taumelsicher und ohne Rumgelommel montiert werden, braucht es viel Material. Und damit sind Gewichtsvorteile wieder perdu. Auch die Behandlung der Inhalts kann ein Thema sein. Gegenstände, die nicht gnadenlos komprimiert werden sollten, werden es bei der chronischen Raumnot des bikepacking nicht einfach haben.

Wer hier eine Befreiung von angestaubten Traditionen und frischen Wind in der Szene wittert, darf gerne sein bike päcken. Wenn er einigermaßen Erfahrung gesammelt hat, könnte es sein, daß er nach Gepäckträgern und Taschen dafür zu schielen beginnt.