Re: Radmitnahme beim 49-Euro Ticket

von: Peter Lpz

Re: Radmitnahme beim 49-Euro Ticket - 15.08.23 19:46

Ich möcht mal bemerken, worüber wir hier diskutieren und was das eigentlich mit Bahnfahren bzw. der Radmitnahme als solcher zu tun hat. Das soll mal keine Kritik an der Abschweifung vom Thema sein, weil ich das selbst gut kann und auf etwas anderes hinaus will:

Wenn man nur von A nach B mit der Bahn fahren möchte, kann man doch nicht ernsthaft darüber diskutieren, ob ein Vertrag zustande kommt, wieso und zu welchen Bedingungen, wer hat welche Fahrkarte gekauft, wer bleibt ggf. auf dem Bahnsteig stehen, wer war zuerst im Zug... Und dann reden wir von "Beförderungspflicht". Der Sachverhalt ist an sich absurd und offenbart einmal mehr das Unvermögen der Bahn. Es sind alles Diskussionen, die ein funktionierendes Unternehmen Zukunft definitiv nicht hat.

Ich möchte das mit dem Unvermögen der Bahn nicht auf die Spitze treiben: Für das, was ich bezahle, funktioniert sie durchaus ganz hervorragend. Sie wird nur dem Anspruch, den sie an sich selbst gestellt hat und dem, den die Bevölkerung an sie hat, nicht im Ansatz gerecht und ich fürchte, die nächsten hundert Jahre klappt das auch nicht. Absehen würde ich hier nur vom Preis, weil wir es billig wollen und uns beschweren, wenn wir billig kriegen.

Mein Autochen verschlingt an reinen Betriebskosten (das sind bei mir Versicherung, Kfz-Steuer, Werkstatt, Sprit, Waschanlage und Krümelkram) mehr als das dreifache der Billigfahrkarte. Davon ist es noch nicht gekauft, der Parkplatz ist nicht enthalten und auch die Mwst. Grunderwerbsteuer fürn Parkplatz ist nicht enthalten. Die Km - Leistung ist recht gering und gegenwärtig überwiegt wieder das Radfahren. Ich hab somit einen Anreiz, mich von Auto zu lösen, ganz allein die Finanzen betreffend. Ich brauch dazu gar keine Umwelt und kein Klima retten wollen. Ich muss nur zählen können. Deshalb ist für mich die billige Bahn ein Zusatzgeschäft, weil sie mir diese Option schlichtweg verhagelt.

Gruß Peter