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#1439694 - 17.07.20 15:47 Durch Schweden und nach Norwegen wechseln
Stahlradler
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 16
Unterwegs in Deutschland

Moin,

plane fuer naechstes Jahr eine Schweden/Norwegen Tour.

a) War noch nie mit dem Rad in Schweden oder Norwegen.

b) Wuerde gerne mit der Faehre nach Goeteborg, dann durch Schweden hochfahren und in Hoehe Trondheim nach Norwegen wechseln.

Wenn ich mir die Topographie anschaue sehe ich es ist bergig, habe zuerst gedacht man koennte bis Aere und dann rueber. Gibt es jemanden der dort schonmal gefahren ist und Erfahrung hat?

Mein Plan waere von Goeteborg westlich am Vaenern vorbei dann Malung, Mora, Sveg, Ostersund und dann via Aere rueber Richtung Stjordal / Steinkjer.
Habe auch gesehen das wenn man noerdlich von Stockholm an der Ostsee hochfaehrt bis Sundvall die E14 bis Trondheim verlaeuft und es auch eine Zugverbindung
gibt. Ist dort schonmal jemand langefahren?

Bin ueber jeden Tipp dankbar.

Danke

Stahlradler
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#1439701 - 17.07.20 17:18 Re: Durch Schweden und nach Norwegen wechseln [Re: Stahlradler]
roll_b
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 757
Hallo,
bin selbst allergisch gegenüber Steigungen.

In Antwort auf: Stahlradler

Wenn ich mir die Topographie anschaue sehe ich es ist bergig, … …


Wenn Du bei Idre die W1058 und kurz vor dem „Grenzübergang“ die W1059 nach Norwegen (die 221) nach Elgå Elgå (am Femundsee) nimmst, dann hast DU eine sehr interessante und abwechslungsreiche Strecke. Die Straße geht sehr flach und sachte hoch zum Grenzübergang und ist kaum befahren. Weiter ab Elgå mit der »Fæmund II« in Richtung Røros. Das bietet gleich noch eine geruhsame Fahrt mit originellem Gefährt.
Wir sind bereits in Johnasvollen ausgestiegen.
Camping und Hotel(s) hast Du in Elgå und kurz vor der Grenze in einem kleinen Privatplatz.
Kurz vor dem Grenzübergang in Ollarslinden gibt es ein nettes Kaffee (direkt an der Straße) und zumindest im Winter auch offene Hotel(s).

Die Strecke lohnt sich.

Ob zur Zeit von Corona die Fæmund II verkehrt, das kann ich Dir nicht sagen.



VG

Geändert von rolandk (17.07.20 17:20)
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#1439801 - 18.07.20 13:46 Re: Durch Schweden und nach Norwegen wechseln [Re: Stahlradler]
Phil
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 144
Hey, Hey, Du hast eine PN.
Gruß Phil
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#1439883 - 19.07.20 21:40 Re: Durch Schweden und nach Norwegen wechseln [Re: Stahlradler]
Karl der Bergische
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 645
Die Gegend um den Femundsee mag ich auch. Hier kann man aufgrund der Landschaft und der zumindest vor einigen Jahren noch präsenten Rentierhaltung durch Sami recht weit im Süden Lapplandfeeling bzw. "politisch korrekter" Sapmi-Feeling genießen. Sowohl norwegische als auch schwedische Seite (Idre - Elga ...) kenne ich von Familienurlauben. Bei meiner Radtour 2014 von Oslo bis nahe Nordkap bin ich auch mit der Femund II gefahren, siehe Reisebericht https://www.rad-forum.de/showflat/Number...ein#Post1077753 ;
hier konkret Bericht zum 20.7.

Infos auch im RadreiseWIKI: https://radreise-wiki.de/Norwegen#Routen_und_Touren

Karl
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#1439951 - 20.07.20 12:37 Re: Durch Schweden und nach Norwegen wechseln [Re: Karl der Bergische]
roll_b
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 757
Ja, die Gegend um den Femundsee ist wirklich sehr schön. Auch bei den Wanderfreunden sehr beliebt.

Laut der Website der »Fæmund II« muss (im Moment) das Ticket online bestellt werden.
Falls es die Spontanität der Reise nicht zulässt, so bietet die Straße von Funäsdalen nach Røros einen angenehmen Übergang. Die Verkehrsdichte sich auch dort in Grenzen.
Wenn Du dort auch Wandern möchtest, so lohnt sich evt. ein Abstecher nach Brucksvallarna (Camping/Hütte/Hotel) oder Ramunberget (Hütten/Hotel).
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#1439959 - 20.07.20 13:40 Re: Durch Schweden und nach Norwegen wechseln [Re: Stahlradler]
MaikHH
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1857
Moin,

die Grenzregion Schweden-Norwegen ist sehr reizvoll aber durch das die Grenze bildende Fjell natürlich auch mit Anstiegen verbunden. Es ist aber auch kein Hochgebirge und man hat auch nicht das extreme Auf-und-Ab, das man bei manchen Fjorden so vorfindet. Wenn es dir also grundsätzlich nichts ausmacht, auch ein paar Höhenmeter zu erfahren, dann kann man das durchaus bewältigen.

Je nach dem. wie viel Zeit du mitbringst, kannst du über Göteborg oder auch Oslo anreisen.

Vorteile Göteborg:
- Überfahrt ist etwas schneller und günstiger.
- Man hat eine gewisse Schonfrist, bevor es ins Fjell geht, und kann sich etwas ans Fahren gewöhnen.
- Die Seenlandschaft Värmlands nördlich von Göteborg, nord-westlich des Vänern ist sehr schön.

Vorteile Oslo:
- Die Stadt ist schöner als Göteborg (ok, das ist sehr subjektiv ;))
- Du startest bereits etwas weiter nördlich und kannst ggf. mit der Bahn sogar nochmals etwa 100km weiter gewinnen, gleich im Land starten und schnell ins Fjell gelangen.

Wenn du reichlich Zeit hast, würde ich in Göteborg starten, wenn du aber maximal 3 Wochen hast eher in Oslo.

Sehr schön ist die Route, sich entlang der Grenze durch das Fjell nach Norden hoch zu arbeiten und dabei immer mal wieder die Grenze zu überqueren. Ein paar Stationen (sehr unvollständig), die sich dabei lohnen:

- Die Seen Värmlands (bei Start in Göteborg)
- Die Wildnis um die 311 nördlich des Verlaufs des Österdalälven zwischen Idre und Särna, mit dem höchstgelegenen Ort Schwedens (Högvålen). Ich würde eher eher Idre fahren, wenn auch nichtasphaltierte Straßen in Frage kommen.
- Von Tännäs über die Flatruet (das war zumindest mal die höchstgelegene Straße Schwedens) bis nach Östersund.
- Der Vildmarklsvägen nordwestlich von Strömsund (der Name ist Programm). Wenn du nach Trondheim möchtest, dann kannst du z.B. über Gäddede nach Norwegen wechseln und dann bis Trondheim fahren. Von Trondheim solltest du mit dem Zug nach Oslo kommen.

Mora ist natürlich für sich eine lohnenswerte Station. Aber es führt dich wieder weit hinaus aus dem Fjell. Wenn du lieber mehr Natur sehen willst, würde ich mich lieber bis Östersund weiter durchs Fjell vorarbeiten. Noch weniger würde ich dir die Küstenroute empfehlen. Aber das ist natürlich alles Geschmacksache.

Vielleicht schreibst du selbst einmal, wie viel Zeit du hast und was deine Vorlieben sind.
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#1439968 - 20.07.20 14:58 Re: Durch Schweden und nach Norwegen wechseln [Re: Stahlradler]
Stahlradler
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 16
Unterwegs in Deutschland

Moin @all,

vielen Dank an jeden einzelnen fuer die interessanten Vorschlaege und Tipps :-)

Also plane fuer naechstes Jahr die Norwegen/Schweden Reise, bin aber noch in den Anfangs- / Grob- / Uebersichtsplanungen was geht / wo / wann / wie.

Zeittechnisch werde ich ungefaehr 3 Monate Zeit haben weil kuendige meinen Job, mache die Radreise und such mir dann einen neuen (soweit der Plan).

Wuerde wahrscheinlich von Goeteborg losfahren, am liebsten so wenig Verkehr wie moeglich,
Staedte muessen nicht sein ausser fuer Ersatzteile, moeglichst schoene Natur, so viel Berge wie noetig.

Bin z.Zt. Klimatabellen und Wetterdaten am sichten und frage mich ob Mai zu frueh ist um loszufahren? (also von Flensburg Richtung Faehre in Frederikshavn).

Dass es Regentage geben wird plane ich ein.

Wuerde soweit es moeglich ist, wild im Zelt schlafen und selber kochen (meiste Zeit, ab und an Hostel/Hotel/Campingplatz, je nach Verfuegbarkeit).

Faehre ist drin, Bahn zur Not und fliegen tabu.

Rad 17 Kg
Gepaeck ~25 Kg
Nahrung ~5-8 Kg
Fahrer ~100 Kg (oder ~85 wenn die Disziplin bis naechstes Jahr haelt).

Habe nichts gegen mal 10 Km einen Trampelpfad zu fahren nur keine 100 Km.
Fahre 50er Reifen und Schotterpiste und unaspaltierte Straßen sind Ok nur bitte keine Trampelpfade durch Gebirge wo ich mein Rad von Steinplatte zu Steinplatte schleppen muss, danach zurueck und noch 2 mal die Gepaecktaschen holen ;-)

Pro Woche plane ich mit mindestens einem Ruhetag, evtl. auch mehr je nach Verfassung und
evtl. auch einen "Schiebetag" (wenn es zu steil ist und es nicht moeglich ist zu fahren dann wird geschoben).

Habe Forumslader und ein Smartphone mit Offlinekarten (maps.me) dabei, bin bisher ganz gut mit maps.me klargekommen. Gucke da ab und an mal drauf aber nicht dauernd, liegt in Lenkertasche, als Grob-Navi, Hotelfinder, Uebersetzer, etc.

Danke,

David

Update: Fast das wichtigste vergessen:
Das alles ist sogesehen die Anreise fuer mein eigentliches Ziel:
Den FV17 von Steinkjer hoch bis Bodo, dann mit Faehre auf Lofoten und dann kein Plan, evtl. Tromso. Nordkapp hab ich z.B. nicht auf dem Schirm, lasse mich aber gerne auf neues ein und bin fuer alles offen.

Geändert von Stahlradler (20.07.20 15:00)
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#1440716 - 30.07.20 09:08 Re: Durch Schweden und nach Norwegen wechseln [Re: Stahlradler]
bk1
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abwesend abwesend
Beiträge: 2515
Unterwegs in Schweiz

Die Gegend in der Nähe der Grenze ist meistens schön, aber es ist fast überall Mittelgebirge. Zum Teil Hochgebirge, aber die Berge sind doch weiter auseinander und die Pässe nicht sehr hoch.

Von Göteborg nach Östersund/Trondheim und zurück bin ich schon öfter gefahren, vor allem, wenn man Radtouren zusammensetzt, zuletzt dieses Jahr.

Du kannst einfach E45 bis Östersund fahren. Aber bis etwa zur Linie Oslo-Karlstad-Stockholm hat die relativ viel Verkehr, nördlich davon fast nur in der Nähe von mittleren und größeren Orten (Grums, Sunne, Torsby, Mora, Orsa, Östersund).

Alternativrouten bis Mora: weiter westlich, z.B. Stenungsund-Tjörn-Orust-Munkedal-Töftedal-Arjäng-Arvika-Sunne
Göteborg-Trollhättan westliche Seite des Flusses
weiter östlich:
Trollhättan - nahe am See (statt N44) - Lidköping - nahe am See statt N44 - Mariestad - E20 - N26 - Mora
Wenn Norwegen erlaubt ist:
Torsby Vitsand - Höljes - Långflon - Rörbäcksnäs - Särna - Sveg
Torsby - Vitsand - Höljes - Trysil - Støa - Ljørdalen - Gördalen - Mörket - Särna - Sveg
(oder von Särna rüber nach Norwegen über Røros oder Åkrestrømmen oder beides)
Von Mora nach Sveg E45 schön und nicht sehr befahren (außer auf den ersten 20 km)
Alternative 1: via Älvdalen - Lillhärdal
Alternative 2: N296 via Voxna und östlich an Sveg vorbei
Alternative 3: An Mora vorbei und von Särna via Lovsdalen nach Vemdalen
nördlich von Sveg: immer noch Lillhärdal - Särna möglich
N84 nach Røros
via Vemdalen nach Östersund
E45 ist etwas länger, aber flacher als via Vemdalen
Am Südende des Sees in Stenstavik hast Du die Wahl: Ostufer mit E45 via Östersund oder Westufer. Oder Mischung mittels Brücke in der Mitte.
Ostufer ruhiger.
Und ab der Mitte des Sees gibt es Uferstraße statt E45. Etwa gleich lang und gleich bergig, auch wenn es kürzer und flacher aussieht. Aber ich bevorzuge das.
Von Östersund nach Westen kannst Du über die Inseln fahren und kommst auf die E14, wo sie schon ruhiger ist. Dann gibt es vier Routen nach Norwegen:
N340 nach Norden (Fiskeleden) und dann Namsos
N339 nach Steinkjer (achtung: Nationalstraße und KEIN Asphalt, vielleicht die einzige in Schweden)
Regionalstraße etwas später via Kallfjäll
E14
Die Fähre über den Femundsee habe ich auch schon genommen. Wenn die fährt ist das sicher interessant, aber die fährt natürlich nur einmal pro Tag.

Ich hoffe, dass das hilft.
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#1440718 - 30.07.20 09:14 Re: Durch Schweden und nach Norwegen wechseln [Re: Stahlradler]
bk1
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2515
Unterwegs in Schweiz

Für die N17 ist Steinkjer natürlich Startpunkt.
Du kannst aber grundsätzlich östlich oder westlich an Trondheim vorbei und kommst durch das Gebiet Fosen mit Fähre, wenn Du Trondheim westlich umgehen willst.
Nördlich Bodø ist meine Präferenz via Lofoten. Du kannst auch E6 nehmen, ist beides schön, aber Lofoten fand ich nochmal viel besser.
Dann Senja. Das finde ich fast noch schöner als die Lofoten.
Und von Tromsø zum Nordkap ist es noch weit.

Berge hast Du auf jeden Fall. Und Regen und Wind wahrscheinlich.
Auf den letzten 100..200 km vor dem Nordkap kommst Du in eine andere Klimazone. Übergang zur Tundra und zuletzt wirklich Tundra. Da gibt es nur drei Jahreszeiten (Winter, Frühling, Herbst) und schlechteres Wetter. Und in der Tundra keinen Wald und nicht mal Sträucher. Und viel Wind. Also gutes Zelt und gute Regenkleidung und Geduld beim Fahren und genug Zeit mitbringen. Ist aber ein Erlebnis, zumindest auf Magerøya zu fahren.
Für mich sind Nordkap, Knivsjellodden, Nordkinn (Kinnarodden) und Slettnes gleichwertig, aber Slettnes ist klimatisch und landschaftlich noch in der Übergangszone zur Tundra.
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