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#1315112 - 18.12.17 17:12 Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln
StephanBehrendt
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 12129
Wir haben vom ADFC Köln aus in einer Gemeinschaftsaktion mit der Verkehrspolizei die Heckscheibe von Streifenwagen mit einem Aufkleber versehen, der auf den vorgeschriebenen Seitenabstand von 1,5 m aufmerksam macht.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1315115 - 18.12.17 17:34 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
hopi
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2710
Gute Idee! dafür
"If you want something done, do it yourself."
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#1315120 - 18.12.17 17:53 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
Odenthaler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 799
Tolle Aktion!
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#1315157 - 18.12.17 21:14 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
hal23562
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 287
Sinnvolle Aktion!

HAL
Mit dem Rad kommt man überall hin ... (frei nach Herbert Rittlinger)
Meine Website "Plünnenkreuzer"
Mein Blog "raus&weg-Blog"
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#1315170 - 19.12.17 01:39 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
Strolch
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 384
Witzig!
LG Strolch
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#1315174 - 19.12.17 07:47 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2541
Gute Sache, werde mal bei uns schauen, ob wir was abgucken können. In den letzten Ausgaben der Radwelt waren dazu sehr aufschlußreiche und ziemlich eindeutige Erklärungen zur Rechtslage. Problem: die Einhaltung der Regel stellt eine massive Behinderung des KFZ-Verkehrs dar. Das sieht man gut bei den wenigen und vorsichtigen KFZ-Fahrern, die es einhalten, während die große Mehrheit vorsätzlich dagegen verstößt. Im innerstädtischen Bereich bedeutet es z.B., dass bei vierspurigen Straßen ohne separaten Radweg eine Fahrspur für den KFZ-Verkehr letztlich entfällt - und zwar gerade im Berufsverkehr. Ein nicht unerheblicher Teil der Verstöße ist schlichtweg versuchter Mord/Totschlag, der aber tarifmäßig nicht annähernd so honoriert wird und viele Eltern davon abhält, ihre Kinder zur Schule radeln zu lassen (um sie dafür mit dem SUV vorzufahren und sich genauso daneben zu verhalten!). Gibt es da auch Kontakte zum ADAC, der es seinen Schäfchen auch mal beibringen muss?

Geändert von AndreMQ (19.12.17 07:49)
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#1315181 - 19.12.17 09:02 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
jutta
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4010
Gut gemeint.
Sinnvoller wäre es, wenn Polis in Zivil mit dem Rad fahren würden, gefolgt von ein zweiten mit Dashcam und dann direkt das ahnden würden. Dazu fehlt aber das Personal.
Und auch eine entsprechende Kodifizierung in der StVO, zB werden die Höchstgeschwindigkeiten auch genannt und keine schwammige Formulierung.
Gruß Jutta

Geändert von jutta (19.12.17 09:06)
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#1315183 - 19.12.17 09:40 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
nachtregen
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2088
1,5 Meter Abstand sind mit Sicherheit außerorts bei Geschwindigkeiten um die 100 km/h notwendig - innerorts reicht (zumindest mir) meist 1 Meter aus.

Was diese Aktion aber zu richtig unsympathischem Pseudoaktivismus macht, ist, daß der ADFC gleichzeitig alle Arten von Radfahrstreifen, "Schutzstreifen" und ähnliches, was zu Überholabständen unter 0,5 Meter führt, propagiert.
--
Stefan

Geändert von nachtregen (19.12.17 09:46)
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#1315184 - 19.12.17 09:49 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: jutta]
Holger
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 14461
In Antwort auf: jutta
[…]Und auch eine entsprechende Kodifizierung in der StVO, zB werden die Höchstgeschwindigkeiten auch genannt und keine schwammige Formulierung.


Ja, das wäre mal eine Maßnahme. Es geht ja, wie das Beispiel Frankreich zeigt - dort stehen die Zahlen in der gesetzlichen Regelung, wenn ich das aus einem anderen Thread richtig in Erinnerung habe.
.
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#1315194 - 19.12.17 10:57 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15107
In Antwort auf: AndreMQ
Problem: die Einhaltung der Regel stellt eine massive Behinderung des KFZ-Verkehrs dar. Das sieht man gut bei den wenigen und vorsichtigen KFZ-Fahrern, die es einhalten, während die große Mehrheit vorsätzlich dagegen verstößt. Im innerstädtischen Bereich bedeutet es z.B., dass bei vierspurigen Straßen ohne separaten Radweg eine Fahrspur für den KFZ-Verkehr letztlich entfällt - und zwar gerade im Berufsverkehr.

Nö, dem möchte ich entschieden widersprechen. Radfahrer sind Verkehrsteilnehmer. Als solche behindern sie ein schnelleres Fortkommen anderer Verkehrsteilnehmer - genauso wie dies auf alle anderen Verkehrsteilnehmer auch zutrifft.
Manchmal frage ich mich, ob die vorausschauende Denkweise manches PkW-Fahrers die Intelligienz einer Fliege übersteigt, die immer wieder an die gleiche Scheibe fliegt. Es stellt ja keiner in Abrede, dass PkW schneller fahren können als Radfahrer (zumindest solange es nicht gerade um eine Passabfahrt geht). Aber muss des wegen immer auch gleich der BeißÜberholreflex ansetzen? Nur um dann an der nächsten Ampel ein Fahrzeug weiter vorn in der Schlange zu stehen?
Jeder PkW-Fahrer, der anderen Radfahrern "massive Verkehrsbehinderung" vorwirft, sollte mal in sich gehen und so grob bilanzieren, wie viel Zeit er
- auf der Suche nach einem Parkplatz durch die Innenstadt geigt,
- an roten Ampeln wartet, die nur wegen der Betriebsgefahr von Kraftfahrzeugen überhaupt nötig sind,
- im Berufsverkehr "festhängt"
- hinter anderen langsamen Kraftfahrzeugen hertuckert (Bus, Müllauto, Schwerlasttransporter), wo man nicht im Ansatz ans Überholen denkt,
- im Rückstau hinter abbiegenden zweispurigen Fahrzeugen steht

Selbst der ADAC gibt in dieser Studie zu, dass die innerstädtische Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Teststrecke selbst bei Tempo50-Anordnung lediglich 25km/h betrug (mit Tempo30 wären es effektiv 20km/h) - das ist ein typischer Wert.

Vor dem Hintergrund dann bitte mal gegenrechnen, wieviele Sekunden Lebenszeit verliert man, wenn man hinter einem Fahrrad mal wartet, bis Platz zum Überholen ist oder man an der Ampel mal als zweiter und nicht als erster startet.
Das mit der "massiven Behinderung" ist bei objektiver Betrachtung ein Märchen, vor allem wenn man sich -wie du es ja auch tust- alternativ mal hypotetisch vorstellt, jeder Fahrradfahrer würde in einem weiteren PkW sitzen.

Dass viele Überholvorgänge in den Bereich des Strafgesetzbuches fallen, da gebe ich dir recht (Nötigung, gefährlicher Eingriff, etc.). Versuchter Mord/Totschlag ist es aber wohl meist nicht. Vorsätzliches Gefährden der körperlichen Unversehrtheit anderer hingegen schon. Aber für motorisierte Gewalt als solche gibt es leider keinen Strafrechtsparagraphen.

Um abschließend noch ein Wort zu den vierspurigen Straßen loszuwerden: Auf solchen erlebe ich das Fahren auf der Fahrbahn in aller Regel entspannter als auf zweispurigen Straßen. PkW-Fahrer sind innerstädtisch daran gewohnt, dass es rechts etwas langsamer geht (Parker, Abbieger) und sortieren sich bei leichtem bis mittlerem Verkehrsaufkommen links ein. Ist voller Berufsverkehr, dann fährst du als Radfahrer in aller Regel sowieso woanders lang (z.B. nichtbenutzungpflichtiger Radweg), weil das erheblich schneller ist - ganz unabhängig ob Radfahrer da sind oder nicht. Wenn du als Radfahrer trotzdem da fährst, dann schwimmst du halt im (stockenden) Verkehr mit.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#1315199 - 19.12.17 11:14 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
Holger
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 14461
In Antwort auf: derSammy
[…]Jeder PkW-Fahrer, der anderen Radfahrern "massive Verkehrsbehinderung" vorwirft, sollte mal in sich gehen und so grob bilanzieren, wie viel Zeit er
- […]

- verlieren würde, wenn alle Radfahrer auch im Auto sitzen würden

Eigentlich ermöglichen Radfahrer erst einen gewissen Verkehrsfluss in Stadtgebieten.
.
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#1315200 - 19.12.17 11:18 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: nachtregen]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15107
In Antwort auf: nachtregen
1,5 Meter Abstand sind mit Sicherheit außerorts bei Geschwindigkeiten um die 100 km/h notwendig - innerorts reicht (zumindest mir) meist 1 Meter aus.

Mir reicht das auch. Aber der Maßstab muss sein, dass jeder Verkehrsteilnehmer sich sicher fühlen darf - auch nach seinem Fahrkönnen. So mancher Senior braucht von seiner Fahrlinie her schon mindestens 80cm Platz. Und aus dem Auto heraus kannst du selten beurteilen, wie stürmisch es draußen ist. Bei Sturmböen ist 1m Seitenabstand mit Sicherheit nicht mehr ausreichend!

Was die Radverkehrsführungen betrifft: Das stieß mir in dem Artikel auch auf. Einerseits ist es rechtlich nicht sauber, andererseits tut man sich in dem eigenständig verfassten Presseartikel damit m.E. aber auch keinen Gefallen, das in einen Topf zu werfen.
Bei Schutzstreifen ist der normale gesetzliche Überholabstand einzuhalten, Schutzstreifen sind Teil der Fahrbahn.
Fahrradstreifen sind Sonderfahrstreifen und Radfahrer werden darauf nicht überholt, sondern man fährt an ihnen vorbei - rechtlich ein Unterschied. Der ausreichende Abstand sollte durch die bauliche Ausführung (ausreichend breit!) sichergestellt sein. Erst in zweiter Linie greift hier §1 StVO, dass man bei nicht ordnungsgemäßer Bauausführung natürlich entsprechende Sorge bei der Vorbeifahrt zu tragen hat.

Vielleicht etwas zum Kontext: In Köln gibt es faktisch keine Radverkehrsanlage, die die Mindestanforderungen einhält: Hochbordradwege sind zu schmal und katastrophal geführt, Schutzstreifen markieren gerade den Dooringbereich parkender KfZ und Fahrradstreifen haben oft gerade mal die Mindestbreite von Schutzstreifen (wenn überhaupt). Außerdem gibt es ein kunterbuntes Sammelsurrium an verschiedensten Umsetzungsvarianten die völlig unnachvollziehbar wild einander abwechseln. Aus dieser Vor-Ort-Erfahrung heraus ist der Ortsverband diesen Anlagen grundsätzlich relativ skeptisch gegenüber gestellt und fordert (wie nun anscheinend der ADFC auf höherer Ebene auch) vermehrt "geschützte" Radstreifen, sprich Fahrradstreifen mit einer baulichen Trennung zum KfZ-Verkehr. Ich sehe das wegen zahlreicher Probleme etwas skeptisch (erschwertes direktes Linksabbiegen für den Radverkehr, weiterhin problematische Kreuzungskonflikte mit rechtsabbiegenden KfZ, Gefahr von Geisterradeln, Kosten und Flächenbedarf, Verkehrsleitung für Radfahrer nachvollziehbar und vorhersehbar?, rechtliche Voraussetzungen nicht völlig klar), sehe aber auch insbesondere in Köln viele Argumente, die dafür sprechen (Parkanarchie, gefährliches Überholverhalten, Sicherheitsbedürfnis vieler Radfahrer).
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#1315203 - 19.12.17 12:19 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
inga-pauli
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3853
In Antwort auf: derSammy
...
Jeder PkW-Fahrer, der anderen Radfahrern "massive Verkehrsbehinderung" vorwirft, sollte mal in sich gehen und so grob bilanzieren, wie viel Zeit er
- auf der Suche nach einem Parkplatz durch die Innenstadt geigt,
- an roten Ampeln wartet, die nur wegen der Betriebsgefahr von Kraftfahrzeugen überhaupt nötig sind,
- im Berufsverkehr "festhängt"
- hinter anderen langsamen Kraftfahrzeugen hertuckert (Bus, Müllauto, Schwerlasttransporter), wo man nicht im Ansatz ans Überholen denkt,
- im Rückstau hinter abbiegenden zweispurigen Fahrzeugen steht
...

und mal darüber nachdenken, wieviel Platz er für sich in Anspruch nimmt, wenn er/sie allein im Pkw sitzt und sich dann auch noch das Recht rausnimmt, Radfahrer anzuhupen, wegzudrängeln etc.
Ingrid ***

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#1315205 - 19.12.17 12:28 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
StephanBehrendt
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 12129
"Geschützte" Radstreifen, sprich Fahrradstreifen mit einer baulichen Trennung zum KfZ-Verkehr halten wir vom KV Köln des ADFC natürlich nicht für die allein selig machende Lösung. Für vierspurige Straßen wie die Kölner Ringen ist es aber in Verbindung mit Tempo 30 und Änderungen an Kreuzungen eine sinnvolle Lösung, der Einzelhandel steht auch dahinter.

Sammy, du kannst dich gerne einbringen in die Verkehrspolitik des Kölner ADFC.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1315207 - 19.12.17 12:42 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
jutta
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4010
Sinnvoll wäre innerorts generell Tempo 30 und nur für ausgewählte Straßen höher. Würde Schilder sparen. müsste natürlich kontrolliert werden. Und darauf abgestimmte Ampeln.
Gruß Jutta
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Off-topic #1315208 - 19.12.17 12:47 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: jutta]
dhomas
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1661
In Antwort auf: jutta
Sinnvoll wäre innerorts generell Tempo 30 und nur für ausgewählte Straßen höher.


Richtig, nämlich für Fahrradwege lach
"For if truth is in wine, then 'tis all but a whim
To think a man's true when the wine's not in him."
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Off-topic #1315210 - 19.12.17 13:01 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15107
Lieber Stephan,
vielleicht ist dir entgangen, dass es außer dir noch weitere Aktive im ADFC gibt - selbst in deiner Heimatstadt. zwinker
Die Aktion "Ringfrei" kenne ich natürlich und auch die Tatsache, dass da der Einzelhandel mit dahinter steht. Liegt auch auf der Hand, dass ein Radweg zwischen Kneipentür und Außentisch für die kein befriedigender Zustand ist.
Ob der Einzelhandel aber dezidiert geschützte Radstreifen haben will (und nix anderes) - da habe ich meine Zweifel. So genau haben die sich nicht in dieses ihnen fremde Metier gekniet. Die wollen mehr Platz für die Fußgänger, geordnete Fahrradkundenströme und ggf. weniger Verkehrsbelastung durch KfZ - deshalb sind sie bei der Innitiative "Ringfrei" dabei.

In den Zielen (Radverkehr vernünftig, komfortabel und sicher führen) sind wir uns ja einig.
Und wir wissen auch beide, was die Kölner Verwaltung größtenteils für Murks anbietet.
Meine Erfahrung aus Dresden ist, dass vier- (und in den Kreuzungsbereichen auch bis acht-)spurige Straße und ausreichend dimensionierter und klar erkennbar geführter/geführte Radverkehrsstreifen auf gleichem Niveau durchaus gut funktionieren kann - bei Tempo 50.

In Sachen "geschützter Radverkehrsstreifen" habe ich noch nie eine Umsetzung gesehen, die mich wirklich überzeugt hat. Ich will nicht bezweifeln, dass sowas gehen kann und sinnvoll sein kann, nur frage ich mich, warum man nicht mit den bestehenden verkehrsplanerischen Konzepten eine Lösung sucht? Aber gut möglich, dass dies eine kölnspezifische Sache ist.

Aber viel weiter müssen wir das hier nicht breittreten, geht schnell neben das Thema. Und egal was sich wie an den Ringen ändert, es kann eigentlich nur besser werden - so haarig ist das da.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.

Geändert von derSammy (19.12.17 13:01)
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Off-topic #1315211 - 19.12.17 13:04 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15107
Hier noch ein Beispiellink zu der Straße, die ich vor Augen habe - wobei da mehrere einzelne Kreuzungspunkte dabei sind, die man hätte geschickter lösen können und müssen. Ist halt auch historisch gewachsen, diese Achse.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.

Geändert von derSammy (19.12.17 13:07)
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Off-topic #1315241 - 19.12.17 17:30 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2541
Die Straße mit 2 Fahrspuren in den ersten Sekunden des Video (also ab 7:04) meine ich, wobei es noch welche mit etwas schmaleren Fahrspuren gibt. Wenn rechts Radler fahren, dann bedeutet der Sicherheitsabstand von 1,5m, dass man bei belegter linker Spur nicht mehr überholen kann (also gerade in der Rush-Hour!!). Und diese (gerechtfertigte) "Behinderung" des KFZ-Verkehrs wird real nicht akzeptiert und deshalb trotzdem "in der rechten Spur" überholt, so dass der rechte Aussenspiegel bereits am Ärmel streift. Solche Straßen sind Kandidaten für einen Rückbau zu einer einspurigen Führung (mit dann einem breiteren Fahrstreifen) und einem Radschutzstreifen oder Radfahrstreifen. Die Pflastermalerei später ist wieder ein anderes Thema. Wieder etwas anderes ist der nicht auflösbare Widerspruch - auch im ADFC - zwischen abgetrennten, geschützten Radwegen (wird besonders von Älteren und von Eltern verlangt) und genau dem Gegenteil, das Rad als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer, das auch den schönen, glatten Asphalt nutzen möchte. Die Verkehrsplaner können diesen Widerspruch nicht auflösen.
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Off-topic #1315247 - 19.12.17 18:02 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15107
In der Situation des Videos ist es so, dass es auf der Brücke (also zu besagtem Zeitpunkt) rechts einen Radweg gibt, verläuft noch neben den Straßenbahnschienen. Da ist mir nicht so ganz klar, wie verbindliche benutzungspflichtig der ist. Wenn man vor der Brücke aus Sicht des Videos von links kommt, dann sieht man das Schild nicht und kann folgerichtig auch über die Brücke fahren. Habe ich regelmäßig schon so praktiziert. Geht auch gut, weil der Verkehr in dem Bereich gepulst ist (viele Ampeln). Man muss sich als Radler nur breit machen und darf nicht am rechten Rand kleben. Aber ja, "angenehm" geht anders. Rückbau ist an der Stelle kaum möglich - die Leistungsfähigkeit einer zweispurigen Straße ist dort schon nötig.

Nach der Brücke kommt der gute Abschnitt, breiter Fahrradstreifen auf Fahrbahnniveau und die Rechtsabbiegespuren rechts des Fahrradstreifens. Erst drei Kreuzungen später oder so wird der Radweg wieder Hochbord geführt, Rechtsabbieger links des Radwegs und später gar nur Schutzstreifen im Dooringbereich. Das ist natürlich deutlich weniger optimal. Trotzdem DER Hauptpendelweg für Studenten in Dresden - diese Achse.

Was den vermeintlichen Widerspruch betrifft, halte ich folgendes für richtig:
(1) Das mit dem "gleichberechtigten" Verkehrsteilnehmer betrifft vor allem die Wahrnehmung des Rades als Verkehrsteilnehmer, sowohl in der Verkehrsplanung, als auch von anderen Verkehrsteilnehmern (namentlich meist KfZ). Das gilt es grundsätzlich zu propagieren, ganz unabhängig von der verkehrsplanerischen Umsetzung und ob ein Radfahrer da wo er fährt "legal" unterwegs ist, oder nicht.
(2) In verkehrsarmen Bereichen ist Fahrbahnradeln m.E. für alle tollerabel. Piktogramme und Schutzstreifen mögen helfen, die Akzeptanz zu erhöhen, aber eigentlich sollte die da grundsätzlich da sein (und ist es nach meiner Beobachtung in der Regel auch).
(3) An Hauptachsen muss man geeignete Lösungen finden. Das ist immer eine situative Geschichte und mit Patentlösungen meist nicht zu beantworten.
(4) Die Verkehrsplaner sollten meines Erachtens beiden Ansprüchen gerecht werden. Einerseits sollen sie Radverkehrsführungen anlegen, die für flotte Alltagsradler attraktiv sind. Dabei sollte man insbesondere auf einen kontinuierlichen Ausbau von Hauptachsen achten. Andererseits spricht auch nix dagegen, hier und da separate Führungen vorzusehen, die vom motorisierten Verkehr getrennt geführt sind. Sowas muss aber nicht flächendeckend sein, sondern da, wo es sinnvoll ist (z.B. an Flüssen, Parks) und wo es nachgefragt ist.
Wichtig wäre, dass die Verkehrsplaner bei jeder Radverkehrsanlage im Blick haben, für wen sie gedacht und geeignet ist. Eine Anlage kann für beide Interessengruppen geeignet sein - dann muss man aber bei der Umsetzung mehr berücksichtigen, als wenn man sich nur auf die Interessen einer Gruppe konzentrieren muss.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#1315438 - 21.12.17 16:36 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
radler4711
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1449
Ich frage mich, ob das realisierbar ist mit dem 1,5 m ?

- Nicht wenige Straßen sind zu schmal für 1,5 m Abstand.
- Bei anderen muss man als Autofahrer auf die Gegenspur wechseln, um die 1,5 m einzuhalten. Was bei dem Gegenverkehr oder Kurven ... nicht möglich ist.

Und kein Autofahrer wird sich mit 15 km/h hinter einem Radfahrer bewegen, nur weil die 1,5 m nicht einzuhalten sind.

Mein Vorschlag, keine Fixierung auf 1,5 m, sondern die Autofahrer generell zur Vorsicht beim Überholen aufrufen.

Grüsse

Rainer
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#1315440 - 21.12.17 16:48 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: radler4711]
Karl der Bergische
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 565
In Antwort auf: radler4711
Ich frage mich, ob das realisierbar ist mit dem 1,5 m ?
- Bei anderen muss man als Autofahrer auf die Gegenspur wechseln, um die 1,5 m einzuhalten. Was bei dem Gegenverkehr oder Kurven ... nicht möglich ist.
Und kein Autofahrer wird sich mit 15 km/h hinter einem Radfahrer bewegen, nur weil die 1,5 m nicht einzuhalten sind.



Sicherheitsbewusste rücksichtsvolle Autofahrer tun das durchaus. Die sind allerdings z.B. in Norwegen häufiger als in D. Ein rücksichtsvoller Radfahrer wird gelegentlich an den Rand / auf Fußweg fahren, um Autofahrern sicheres Überholen zu ermöglichen. Sicherheit hat vorzugehen !
Karl
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#1315444 - 21.12.17 17:30 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: radler4711]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2541
In Antwort auf: radler4711
Ich frage mich, ob das realisierbar ist mit dem 1,5 m ?

- Nicht wenige Straßen sind zu schmal für 1,5 m Abstand.
- Bei anderen muss man als Autofahrer auf die Gegenspur wechseln, um die 1,5 m einzuhalten. Was bei dem Gegenverkehr oder Kurven ... nicht möglich ist.

Und kein Autofahrer wird sich mit 15 km/h hinter einem Radfahrer bewegen, nur weil die 1,5 m nicht einzuhalten sind....
Das ist das Problem. Die Rechtslage ist durchaus eindeutig, aber für den KFZ-Verkehr unbequem. Auf der Landstraße wird ja auch nicht in den Gegenverkehr überholt - bzw. dann kommt man in die Zeitung oder die Abendnachrichten. Man kann dann eben nicht überholen. Weil es unbequem ist, wird permanent gegen die Abstandsregel bei Radlern verstoßen und weil keine Tickets ausgestellt werden, vergessen die Leute sogar die ganze Regel. Die Abstandsregel gilt sogar bei Radstreifen. Ein Farbstrich ersetzt keinen Sicherheitsabstand. Pro gefahrenem Kilometer im städtischen bzw. Überlandbereich erlebe ich unzählige Überholer mit Unterschreiten des Sicherheitsabstandes - das ist Normalfall - und davon einer jeweils hochgefährlich. Ist einfach tägliche Praxis, auch heute wieder.
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Off-topic #1315445 - 21.12.17 17:32 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Karl der Bergische]
jutta
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4010
Wenn da einer parkt (nur weil er sich ne Semmel holen will, muss der vorbeifahrenden Autofahrer auch seeeehr vorsichtigst fahren, wenn er nicht auf den Semmelabbeißer warten will.
Gruß Jutta
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#1315449 - 21.12.17 17:41 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: radler4711]
Ulli Gue
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2036
In Antwort auf: radler4711
Bei anderen muss man als Autofahrer auf die Gegenspur wechseln, um die 1,5 m einzuhalten. Was bei dem Gegenverkehr oder Kurven ... nicht möglich ist.
Bei zweispurigen Fahrbahnen ist eine Fahrbahn sowieso fast immer zu schmal um die 1,5 m einzuhalten. Deshalb darf dann bei Gegenverkehr auch nicht überholt werden. Deshalb fahre ich in solchen Grenzfällen eher in der Mitte der Fahrbahn, um ein zu knappes Überholtwerden zu vermeiden und die hinter mir fahrenden PKWs zum Abbremsen zu zwingen. Wenn dann genügend Platz ist, weiche ich nach rechts aus um ein Überholen zu ermöglichen, d.h. ich definiere die Situation. Ein Spiegel ist dabei recht hilfreich.

In Antwort auf: radler4711
Und kein Autofahrer wird sich mit 15 km/h hinter einem Radfahrer bewegen, nur weil die 1,5 m nicht einzuhalten sind.
Das muss er aber, denn auch in diesem Fall handel ich wie soeben beschrieben.
Gruß Ulli

PS: Ich muss zugeben, hier in Bremen in einigen Stadtvierteln verhalten sich viele Autofahrer gegenüber Radfahrern sehr respektvoll. In Frankfurt erlebe ich allerdings genau das Gegenteil. Dort sind die motorisierten Verkehrsteilnehmer erheblich aggresiver und die Verkehrsplanung berücksichtigt anscheinend eher die Belange der Autofahrer.

Geändert von Ulli Gue (21.12.17 17:52)
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#1315451 - 21.12.17 17:52 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: radler4711]
StephanBehrendt
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 12129
In Antwort auf: radler4711
Ich frage mich, ob das realisierbar ist mit dem 1,5 m ?
Warum nicht? Es gibt kein Recht auf Freie Fahrt für freie Bürger.
Es gibt sogar Innenstädte fast ganz ohne Autos.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1315459 - 21.12.17 19:23 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Ulli Gue]
jutta
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4010
Hier parkt schon über ein Vierteljahr ein Campinganhänger, der breiter ist als die heutigen PKW (die Straßen sind für sozialistische gebaut).
Der stand schon im Frühsommer >2 Wochen da, damals relativ nah zur Einmündung, (aber wohl >5m), so dass es bei flott einbiegenden Kfz ziemlich eng wurde, da schlecht einsehbar.
Jetzt wird er mit Tel-nr zur Vermietung angeboten.
Gruß Jutta
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#1315460 - 21.12.17 19:33 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: jutta]
StephanBehrendt
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 12129
In Antwort auf: jutta
Hier stand schon im Frühsommer >2 Wochen da, damals relativ nah zur Einmündung, (aber wohl >5m), so dass es bei flott einbiegenden Kfz ziemlich eng wurde, da schlecht einsehbar.
Alle zwei Wochen muss der Hänger woanderes hin; wende dich ans Ordnungsamt.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1315466 - 21.12.17 21:22 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
Felix-Ente
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 674
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: AndreMQ
Weil es unbequem ist, wird permanent gegen die Abstandsregel bei Radlern verstoßen und weil keine Tickets ausgestellt werden, vergessen die Leute sogar die ganze Regel. Die Abstandsregel gilt sogar bei Radstreifen. Ein Farbstrich ersetzt keinen Sicherheitsabstand. Pro gefahrenem Kilometer im städtischen bzw. Überlandbereich erlebe ich unzählige Überholer mit Unterschreiten des Sicherheitsabstandes - das ist Normalfall - und davon einer jeweils hochgefährlich. Ist einfach tägliche Praxis, auch heute wieder.


Wir brauchen ein paar Stuntmen, die beim Überholen mit zu geringem Abstand einfach mal spektakulär und mit Geschrei durch die Gegend kugeln... teuflisch
Felix
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#1315467 - 21.12.17 21:32 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Felix-Ente]
jutta
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*Actions" gibts leider schon
http://m.lvz.de/Region/Polizeiticker/Radfahrerin-von-LKW-Sog-erfasst-und-in-Graben-geschleudert
Radfahrerin wurde so schwer verletzt, dass ein Rettungshubschrauber eingesetzt wurde
Gruß Jutta
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#1315473 - 21.12.17 22:13 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: jutta]
AndreMQ
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@felix-ente: naja, sich bei dem Wetter theatralisch in den schmutzigen Straßengraben werfen, wenn der andere auch noch "Fahrerflucht" macht und später dann die Nummer als "Schwalbe" entlarvt wird, ist auch keine gute Lösung.
@jutta: ja, diese Überholmanöver sind saugefährlich und man muss extrem konzentriert als Überholter fahren. Für Schulkinder und nicht so fahrsichere Leute nicht beherrschbar.
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#1315476 - 21.12.17 22:30 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
jutta
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Ich bin die S1 vor Jahren mal an einem Novembersamstag gefahren, dem Morgenrot entgegen. Nicht empfehlenswert.
Gruß Jutta
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#1315479 - 21.12.17 23:23 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
Peter Lpz
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In Antwort auf: AndreMQ
In Antwort auf: radler4711
Ich frage mich, ob das realisierbar ist mit dem 1,5 m ?

- Nicht wenige Straßen sind zu schmal für 1,5 m Abstand.
- Bei anderen muss man als Autofahrer auf die Gegenspur wechseln, um die 1,5 m einzuhalten. Was bei dem Gegenverkehr oder Kurven ... nicht möglich ist.

Und kein Autofahrer wird sich mit 15 km/h hinter einem Radfahrer bewegen, nur weil die 1,5 m nicht einzuhalten sind....
Das ist das Problem. Die Rechtslage ist durchaus eindeutig, aber für den KFZ-Verkehr unbequem. Auf der Landstraße wird ja auch nicht in den Gegenverkehr überholt - bzw. dann kommt man in die Zeitung oder die Abendnachrichten. Man kann dann eben nicht überholen. Weil es unbequem ist, wird permanent gegen die Abstandsregel bei Radlern verstoßen und weil keine Tickets ausgestellt werden, vergessen die Leute sogar die ganze Regel. Die Abstandsregel gilt sogar bei Radstreifen. Ein Farbstrich ersetzt keinen Sicherheitsabstand. Pro gefahrenem Kilometer im städtischen bzw. Überlandbereich erlebe ich unzählige Überholer mit Unterschreiten des Sicherheitsabstandes - das ist Normalfall - und davon einer jeweils hochgefährlich. Ist einfach tägliche Praxis, auch heute wieder.


Die Rechtslage ist leider nicht eindeutig. Ich gebe zu, dass 1,5m einem genormten Maß entsprechen. Wenn Du mir jemanden nennen kannst, der mit dem Zollstock überholt, dann ist das ein toller Mensch, der die Regel ernst nimmt. Aber selbst wenn ich mein Radfahrerhirn mit seinen Vorstellungen benutze, würde ich sagen, der ist einfach doof. Wer noch alle Latten am Zaun hat, der überholt als Autofahrer, wenn es passt. Ich mache das in den seltenen Fällen einer Autofahrt auch nicht anders. Wenn der Gesetzgeber sein, aus meiner Sicht, selten dämliches Gedöhns vom vorgeschriebenen Seitenabstand ernst meint, dann erlaubt er uns das Nebeneinander Radeln. Denn bei diesem Abstand kommt er am Spurwechsel beim Überholvorgang nie und nimmer vorbei.

Und weil er das nicht tut, will er auch die Einhaltung dieses Seitenabstandes nicht. Gäbe es diese Vorschrift nicht, was wäre dann anders? Ich denke, absolut nichts! Ich finds schade, wenn man um solchen Schwachfug ein einziges Wort verliert und höre auch schon damit auf.

Gruß Peter
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#1315481 - 21.12.17 23:23 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: radler4711]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: radler4711
Und kein Autofahrer wird sich mit 15 km/h hinter einem Radfahrer bewegen, nur weil die 1,5 m nicht einzuhalten sind.
Ich will bei Passabfahrten oder im Verkehrsstau auch nicht hinter den langsamen KFZ herzockeln.
Ich will auf schmalen Wegen auch nicht hinter langsameren Radfahrern herzockeln.
Ich will auf kombinierten Wegen auch nicht hinter Fußgängergruppen herzockeln.

Wenn ich das nicht aushalten kann, sollte ich das Fahrzeug wechseln oder woanders lang fahren.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1315485 - 22.12.17 07:15 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Peter Lpz]
AndreMQ
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In Antwort auf: Peter Lpz
... Die Rechtslage ist leider nicht eindeutig. ...
Also in der Radwelt 4/17, Rubrik Rad+Recht, war ein Artikel zum Sicherheitsabstand des Überholenden gegenüber Radlern. In der 5/15 dann zum Abstand, den man als Radler gegenüber z.B. parkenden KFZ einhalten muss/darf (Dooring!!). MMn ist das eindeutig. Dieser Abstand (ca. 0,8m) plus die "Fahrerbreite" (ca. 0,8m) plus den Abstand zum Überholenden (ca. 1,5m) ist letztlich der maximale Straßenraum, den man benutzen kann/muss/darf und kommt auf über 3m! Die Realität: 0,3m zu den Parkern plus 0,8m Fahrer + 0,3m zum Überholer sind ca. 1,4m - wenn man sich nicht bewusst als Radler (zumindest nach rechts) mehr holt.
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#1315487 - 22.12.17 08:06 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
HeinzH.
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Moin moin!
In Antwort auf: AndreMQ
In Antwort auf: radler4711
Ich frage mich, ob das realisierbar ist mit dem 1,5 m ?

- Nicht wenige Straßen sind zu schmal für 1,5 m Abstand.
- Bei anderen muss man als Autofahrer auf die Gegenspur wechseln, um die 1,5 m einzuhalten. Was bei dem Gegenverkehr oder Kurven ... nicht möglich ist.

Und kein Autofahrer wird sich mit 15 km/h hinter einem Radfahrer bewegen, nur weil die 1,5 m nicht einzuhalten sind....
Das ist das Problem. Die Rechtslage ist durchaus eindeutig, aber für den KFZ-Verkehr unbequem. Auf der Landstraße wird ja auch nicht in den Gegenverkehr überholt - bzw. dann kommt man in die Zeitung oder die Abendnachrichten. Man kann dann eben nicht überholen. Weil es unbequem ist, wird permanent gegen die Abstandsregel bei Radlern verstoßen und weil keine Tickets ausgestellt werden, vergessen die Leute sogar die ganze Regel. Die Abstandsregel gilt sogar bei Radstreifen. Ein Farbstrich ersetzt keinen Sicherheitsabstand. Pro gefahrenem Kilometer im städtischen bzw. Überlandbereich erlebe ich unzählige Überholer mit Unterschreiten des Sicherheitsabstandes - das ist Normalfall - und davon einer jeweils hochgefährlich. Ist einfach tägliche Praxis, auch heute wieder.
In Frankreich gibt es als ständige Erinnerung an den Seitenabstand zu Fahrradfahrern nicht nur ein offizielles Verkehrsschild, sondern dieser ist seit 1958 in der französischen "StVO" klar definiert. So weit ich weiß beträgt der offiziell vorgeschriebene Seitenabstand dort innerorts 1,0 Meter und außerorts 1,5 Meter.
Wie auch immer in Frankreich mit dieser Vorschrift praktisch umgegangen wird finde ich sie klarer als unsere deutsche Abstandsregelung. Diese ist vielen Autofahrern doch gar nicht bekannt oder wird mangels ständiger Wiederholung per Verkehrsschild wie in Frankreich schlichtweg vergessen oder verdrängt...
Morgendliche Grüße aus Münster,
HeinzH.
Demokratie lebt vom selbstbestimmten Mitmachen der Bürger...

Geändert von HeinzH. (22.12.17 08:07)
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#1315493 - 22.12.17 08:51 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Peter Lpz]
Ulli Gue
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In Antwort auf: Peter Lpz
Die Rechtslage ist leider nicht eindeutig ...

Hallo Peter,
die Formulierungen in der STVO bzgl. Seitenabstand sind wahrlich dehnbar und lassen viel Raum für eigene Interpretationen. Etwas mehr Klarheit hat da die Rechtssprechung in den letzten Jahren gebracht. Danach ist bei einem Radfahrer ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Ist dieser mit einem Kind unterwegs, sind mindestens 2,0 m einzuhalten.
Hier mal ein Link auf ein Arbeitspapier des ADFC. Dies ist zwar schon etwas älter, aber meines Wissens hat sich die Rechtslage seitdem nicht geändert.
Gruß Ulli

Geändert von Ulli Gue (22.12.17 08:52)
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#1315495 - 22.12.17 09:22 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: HeinzH.]
inga-pauli
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In Antwort auf: HeinzH.
In Frankreich gibt es als ständige Erinnerung an den Seitenabstand zu Fahrradfahrern nicht nur ein offizielles Verkehrsschild, sondern dieser ist seit 1958 in der französischen "StVO" klar definiert. So weit ich weiß beträgt der offiziell vorgeschriebene Seitenabstand dort innerorts 1,0 Meter und außerorts 1,5 Meter.
...

So eins wie dieses hier - es gibt noch eins, auf dem aufgefordert wird, sich die Fahrbahn zu teilen.

Andere europäische Beispiele.
Ingrid ***


Geändert von inga-pauli (22.12.17 09:24)
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#1315498 - 22.12.17 09:40 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: HeinzH.]
Axurit
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In Antwort auf: HeinzH.
Diese ist vielen Autofahrern doch gar nicht bekannt oder wird mangels ständiger Wiederholung per Verkehrsschild wie in Frankreich schlichtweg vergessen oder verdrängt...
Auch durch ständige Wiederholung wird deine Darstellung nicht zutreffender. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Diese Schilder kenne ich in Frankreich nur von Straßenabschnitten, wo ein ansonsten getrennt geführter Radweg über eine normale Straße führt, und an Stellen, wo aus anderen Gründen mit besonders viel Fahrradverkehr zu rechnen ist. An ganz normalen Landstraßen habe ich die noch nie gesehen. Dort wird nach meiner Wahrnehmung entweder mit geringen Abstand überholt oder nach Überholen mit großem Abstand extrem knapp wieder eingeschert, bevorzugt bei herannahendem Gegenverkehr. Soviel zu den Kirschen in Nachbars Garten.
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#1315499 - 22.12.17 09:40 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: inga-pauli]
inga-pauli
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Dieses Schild meinte ich:
Ingrid ***

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#1315500 - 22.12.17 09:53 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: inga-pauli]
schneller66
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Es ist ja schön das Ihr diese Aktion macht. Ich finde Sie gut und richtig. Leider halten sich nicht mal die Fahrradfahrer an den Abstand beim Überholen eines anderen Fahrradfahrers. Ich, als Fahrer mit 1m breitem Wohnwagen, werde auf Radwegen regelmässig böse beschimpft. Oft dann, wenn ein Radfahrer mich überholt und sich nicht ankündigt. Dann kann es eben sein, dass ich eben da einen Schlenker drin habe und es extrem eng wird. Mein Hinweise das der Überholer den zu Überholenden frei halten muss, wird hier als Provokation angesehen. Wenn sich der Überholer ankündigt, ging es bis jetzt immer ohne Probleme, da ich dann besonders genau die Spur halte. Dann ist auch gegen ein Überholen mit geringem Abstand nichts zu sagen denn wir paßen beide genau auf.

Schöne Grüße Jürgen
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Off-topic #1315501 - 22.12.17 10:18 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Ulli Gue]
jutta
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Ein Kraftfahrer hat (normalerweise) einen Führerschein, den er durch eine Prüfung erworben hat.
Aber solange der Gesetzestext so wischiwaschi ist, wird sich nix andern.
Das juckt die Verkehrtminister egal welcher Farbe einen feuchten Dreck.
Einzig ein klarer Gesetzestext und entsprechende Kontrollen würden viellleicht was ändern. Eine Aufschrift aufm Po-Auto ist wie VZ Eingeschränktes "Halteverbot"
Gruß Jutta

Geändert von jutta (22.12.17 10:19)
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#1315513 - 22.12.17 12:31 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Axurit]
Holger
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In Antwort auf: Axurit
In Antwort auf: HeinzH.
Diese ist vielen Autofahrern doch gar nicht bekannt oder wird mangels ständiger Wiederholung per Verkehrsschild wie in Frankreich schlichtweg vergessen oder verdrängt...
Auch durch ständige Wiederholung wird deine Darstellung nicht zutreffender. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Diese Schilder kenne ich in Frankreich nur von Straßenabschnitten, wo ein ansonsten getrennt geführter Radweg über eine normale Straße führt, und an Stellen, wo aus anderen Gründen mit besonders viel Fahrradverkehr zu rechnen ist. An ganz normalen Landstraßen habe ich die noch nie gesehen. Dort wird nach meiner Wahrnehmung entweder mit geringen Abstand überholt oder nach Überholen mit großem Abstand extrem knapp wieder eingeschert, bevorzugt bei herannahendem Gegenverkehr. Soviel zu den Kirschen in Nachbars Garten.

Danke. Man hat ja die Tendenz, Urlaubserlebnisse etwas zu verklären im Gegensatz zum Alltagsradeln hier. Das, was Du als Vor-ort-lebender schreibst, vermute ich auch. Grundsätzlich meine ich zwar auch, eine größere Akzeptanz von Fahrradfahrern bei Autofahrern zu erleben in Frankreich - jedoch ist es nicht das Paradies.

Das Schild fiel auch mir auf "normalen" Straßen bisher nicht auf.

Viele Grüße
Holger
.
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#1315517 - 22.12.17 12:47 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: schneller66]
Toxxi
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In Antwort auf: schneller66
Ich, als Fahrer mit 1m breitem Wohnwagen, werde auf Radwegen regelmässig böse beschimpft. Oft dann, wenn ein Radfahrer mich überholt und sich nicht ankündigt.

Blöde juristsiche Zwischenfrage: Darf man damit überhaupt den Radweg benutzen? Zumindest zu DDR-Zeiten war das nicht erlaubt, da musste man mit einem so breiten zweispurigen Anhänger auf die Straße.

Gibt es per Gesetz eine Obergrenze, wie breit ein Fahrradanhänger sein darf?

In Antwort auf: schneller66
Mein Hinweise das der Überholer den zu Überholenden frei halten muss, wird hier als Provokation angesehen.

Dieser Satz ergibt für mich keinen Sinn... was bedeutet "frei halten" in diesem Zusammenhang? verwirrt

In Antwort auf: schneller66
Wenn sich der Überholer ankündigt, ging es bis jetzt immer ohne Probleme, da ich dann besonders genau die Spur halte.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich viele Radfahrer provoziert fühlen, wenn man das Überholen ankündigt... traurig Aber besser wäre es, das hast du völlig recht. schmunzel Bei Rennradfahrern ist üblich, kurz "von links" oder "von rechts" zu brüllen, wenn man an einem anderen Rennreadfahrer vorbei fährt.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (22.12.17 12:49)
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#1315519 - 22.12.17 13:00 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: schneller66]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: schneller66
Ich, als Fahrer mit 1m breitem Wohnwagen, werde auf Radwegen regelmässig böse beschimpft.
Natürlich gibt es neben aggressiven Dosentreibern auch aggressive Velozipisten.

Bei dir habe ich allerdings den Eindruck, dass du mit deinem breiten Caravan auf zu schmalen Radwege unterwegs sein möchtest und so andere Radfahrer behinderst. Mit solch einem sperrigen Gefährt gehörst du ebenso auf die Fahrbahn wie eine Rikscha und eben gerade nicht auf schmale Radwege.
------------------------
Grüsse
Stephan
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Off-topic #1315520 - 22.12.17 13:28 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Toxxi]
inga-pauli
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In Antwort auf: Toxxi
...Bei Rennradfahrern ist üblich, kurz "von links" oder "von rechts" zu brüllen, wenn man an einem anderen Rennreadfahrer vorbei fährt.

"wenn man an einem anderen Rennradfahrer vorbei fährt." - andere (normale) Radfahrer gibt es für Rennradfahrer anscheinend nicht - ich jedenfalls hab das noch nie erlebt (andere auch nicht)!
Im Gegenteil: plötzlich rauschen einige auch an den engsten Stellen an einem vorbei (rechts oder links), mit null Sicherheitsabstand und ohne zu rufen (geschweige denn klingeln ).
Trotz häufiger Blicke in den Rückspiegel ist mir/uns das schon einige Male passiert schockiert
Ingrid ***

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Off-topic #1315521 - 22.12.17 13:38 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: inga-pauli]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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In Antwort auf: inga-pauli
"wenn man an einem anderen Rennradfahrer vorbei fährt." - andere (normale) Radfahrer gibt es für Rennradfahrer anscheinend nicht - ich jedenfalls hab das noch nie erlebt (andere auch nicht)!

Ich schon, erlebe es immer wieder, und mache das auf dem Rennrad selbst auch. schmunzel
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1315523 - 22.12.17 14:01 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Toxxi]
inga-pauli
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Anwesende sind die rühmliche Ausnahme grins
Ingrid ***

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#1315525 - 22.12.17 14:26 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: schneller66]
derSammy
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Zwischen Radfahrer gilt meines Wissens auch nach gängiger Rechtssprechung ein geringerer Abstand. Zum einen wegen der geringeren Relativgeschwindigkeiten und potentiellen Unfallfolgen, zum anderen wegen der fehlenden Sogwirkung im Vergleich zu KfZ.

Das mit dem Ankündigen (vermutlich meinst du klingeln?) ist immer so eine Sache - das wird viel zu oft leider nicht gehört. Und als Überholer kannst du halt nie sicher sein, dass es gehört wurde, musst also sowieso immer so fahren, als ob es nicht gehört worden wäre. Dann kann man es auch gleich weglassen...

Mit einem zweispurigen Anhänger gibt es ja diese Dienstanweisung an die Rennleitung, dass die Radwegbenutzungspflicht nicht als bindend zu betrachten ist. Es hängt vom konkreten Radweg ab, aber ich fahre mit Hänger auf ganz vielen zu schmalen Radwegen auch ganz bewusst nicht und würde mich hier oder da schon auch als drüber ärgern, wenn ein Anhängerfahrer einen Radweg, auf dem man nicht überholen kann, einfach dicht macht. Aber klar, das ist keine Legitimation andere (oder sich selbst) vorsätzlich zu gefährden.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#1315527 - 22.12.17 15:09 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
Ulli Gue
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In Antwort auf: derSammy
Mit einem zweispurigen Anhänger gibt es ja diese Dienstanweisung an die Rennleitung, dass die Radwegbenutzungspflicht nicht als bindend zu betrachten ist.

Hallo Sammy,
nur zur Info. Das steht in der Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO). Dort steht unter §2 Randnummer 23:
Die vorgegebenen Maße für die lichte Breite *) beziehen sich auf ein einspuriges Fahrrad. Andere Fahrräder (vgl. Definition des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 8. November 1968, BGBl. 1977 II S. 809) wie mehrspurige Lastenfahrräder und Fahrräder mit Anhänger werden davon nicht erfaßt. Die Führer anderer Fahrräder sollen in der Regel dann, wenn die Benutzung des Radweges nach den Umständen des Einzelfalles unzumutbar ist, nicht beanstandet werden, wenn sie den Radweg nicht benutzen.
*) Mit lichter Breite ist hier die in den vorhergehenden Absätzen besprochene Radwegbreite gemeint.
Gruß Ulli
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#1315528 - 22.12.17 15:16 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Ulli Gue]
radler4711
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Kenn Ihr einen Fall, wo ein Autofahrer bestraft worden ist, da er zu nah an einem Radfahrer vorbei fuhr?

:-)
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#1315529 - 22.12.17 15:21 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: radler4711]
StephanBehrendt
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Themenersteller
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In Antwort auf: radler4711
Kenn Ihr einen Fall, wo ein Autofahrer bestraft worden ist, da er zu nah an einem Radfahrer vorbei fuhr? :-)
Aber natürlich: Wenn der Radfahrer dadurch stürzte.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1315531 - 22.12.17 15:38 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: radler4711]
nachtregen
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Beiträge: 2088
In Antwort auf: radler4711
Kenn Ihr einen Fall, wo ein Autofahrer bestraft worden ist, da er zu nah an einem Radfahrer vorbei fuhr?

Mit Unfall gibt es Fälle.

Ohne Unfall: Es ist nach Auskunft des Senats Berlin an Andreas Baum, MdA keine gerichtsfeste Messung von Überholabständen möglich, daher werde das nicht verfolgt.

Auf Seite 4, unter 6. - Link zu web.archive.org
--
Stefan
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#1315532 - 22.12.17 15:58 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: nachtregen]
schneller66
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Okay ich kann verstärkt auf der Straße fahren mit dem Anhänger nur ist es oft als Ortsfremder nicht so einfach zu entscheiden ob der Radweg jetzt breit genug sein wird oder nicht.

Auf jeden Fall bitte wenn Ihr z.B. einen mit Kinderanhänger vor euch habt. Bitte Ansprechen oder Klingeln. Wir können nicht dauernd nach hinten sehen.

Schöne Grüße Jürgen
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#1315534 - 22.12.17 16:12 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: radler4711]
HeinzH.
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In Antwort auf: radler4711
Kenn Ihr einen Fall, wo ein Autofahrer bestraft worden ist, da er zu nah an einem Radfahrer vorbei fuhr? :-)
Vor wenigen Jahren führte die Polizei in Hamburg selbst eine Seitenabstands-Aktion durch. Zu nahe an den fahrradfahrenden Beamten vorbeifahrende Kfz wurden am Ende des Kontrollabschnittes von anderen Polizeibeamten herausgewinkt. Offenbar ist diese Aktion wieder "eingeschlafen", sonst würden wir zwischenzeitlich etwas davon gelesen haben.
Hier im Forum wurde seinerzeit die betreffende Meldung verlinkt und kommentiert...
Bis denne,
HeinzH.
Demokratie lebt vom selbstbestimmten Mitmachen der Bürger...

Geändert von HeinzH. (22.12.17 16:14)
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#1315537 - 22.12.17 16:18 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: inga-pauli]
HeinzH.
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In Antwort auf: inga-pauli
Dieses Schild meinte ich:
So ein ähnliches Schild gibt es auch in den USA...
Demokratie lebt vom selbstbestimmten Mitmachen der Bürger...
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#1315539 - 22.12.17 16:21 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Axurit]
HeinzH.
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Moin Rainer!
In Antwort auf: Axurit
In Antwort auf: HeinzH.
Diese ist vielen Autofahrern doch gar nicht bekannt oder wird mangels ständiger Wiederholung per Verkehrsschild wie in Frankreich schlichtweg vergessen oder verdrängt...
Auch durch ständige Wiederholung wird deine Darstellung nicht zutreffender. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Diese Schilder kenne ich in Frankreich nur von Straßenabschnitten, wo ein ansonsten getrennt geführter Radweg über eine normale Straße führt, und an Stellen, wo aus anderen Gründen mit besonders viel Fahrradverkehr zu rechnen ist. An ganz normalen Landstraßen habe ich die noch nie gesehen. Dort wird nach meiner Wahrnehmung entweder mit geringen Abstand überholt oder nach Überholen mit großem Abstand extrem knapp wieder eingeschert, bevorzugt bei herannahendem Gegenverkehr. Soviel zu den Kirschen in Nachbars Garten.
Vielleicht habe ich in Frankreich meist den selektiven Blick "eingeschaltet". zwinker
Wie auch immer, ich finde es gut, daß der vorgeschriebene Seitenabstand in Frankreich klar festgelegt ist:
In Antwort auf: Axurit
In Antwort auf: HeinzH.
in Frankreich sehe ich öfters das blaue(!) Verkehrsschild mit der Aufschrift „Si je dépasse - 1,5m"*. Hierzulande gibt es dazu kein Pendant. Mich würde interessieren, welche rechtliche Relevanz dieses Verkehrsschild in Frankreich tatsächlich hat und ob die 1,5m Mindestabstand in der französischen "StVZO" hinterlegt sind.
Ist im Code de la Route Artikel R414-4 III festgelegt: 1m innerorts, 1,5m außerorts. Interessant und typisch für das französische Bußgeldwesen ist, dass ein Verstoß mit einer Geldbuße von 90 Euro und drei Punkten geahndet wird (FS-Entzug bei 12 Punkten).

Danke nochmals für das Verlinken des "Code de la Route",
Gruß aus Münster,
HeinzH.
Demokratie lebt vom selbstbestimmten Mitmachen der Bürger...

Geändert von HeinzH. (22.12.17 16:30)
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#1315541 - 22.12.17 16:34 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Ulli Gue]
HeinzH.
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In Antwort auf: Ulli Gue
(.....) ...die Formulierungen in der STVO bzgl. Seitenabstand sind wahrlich dehnbar und lassen viel Raum für eigene Interpretationen. (.....)
Das ist bezogen auf die deutsche StVO wohl war...
Bis denne,
HeinzH.
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#1315543 - 22.12.17 16:36 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
derSammy
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In Antwort auf: StephanBehrendt
In Antwort auf: radler4711
Kenn Ihr einen Fall, wo ein Autofahrer bestraft worden ist, da er zu nah an einem Radfahrer vorbei fuhr? :-)
Aber natürlich: Wenn der Radfahrer dadurch stürzte.

Mir ist im Juni ein Autofahrer bei einem solchen missglückten Schneideversuch von hinten aufgefahren. Rad Totalschaden (erst eine Woche später gemerkt, dass der Rahmen durch war). Weil der Impuls von hinten (und damit in Fahrtrichtung) kam, konnte ich einen Sturz vermeiden und blieb unverletzt.
Als die Polizei fast 1h nach dem Unfall eintraft, hatte die nix andere zu tun als mir zuallerst die an der Stelle nicht vorliegende Radwegbenutzungspflicht vorzuhalten. Weil auch nicht gleich ein Schaden am Rad erkennbar war (Polizei und ich haben leider nur hinten geschaut - die Acht im Vorderrad (das Hinterrad wurde beim Aufschlag ausgehoben, das zur Aufschlagsrichtung leicht schräg stehende Vorderrad verbogen) habe ich unmittelbar nach Wegfahren von der Unfallstelle gemerkt), wurde nicht mal eine ordnungsgemäße Unfallmeldung verfasst. Da ich keine Ansprechdaten der Unfallaufnehmer bekam , habe ich das auch erst deutlich später per Onlineanzeige gemeldet/melden können.

Wie auch immer, zu dem Unfall gab es nicht mal eine ordentliche Unfallaufnahme, auf dem Schaden von etwa 500€ bin ich allein sitzen geblieben, eine Verwarnung oder Belehrung des Unfallgegners über angemessene Überholabstände gab es nicht. Der fährt wohl heute noch in dem Glauben rum, alles richtig gemacht zu haben - so ist leider die Realität (an der das Fehlverhalten der Kölner Polizei aber sicher auch nicht ganz unschuldig ist).
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#1315547 - 22.12.17 17:26 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
Ulli Gue
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Da hast du alles falsch gemacht was man nur falsch machen kann. Du hättest eine Aufnahme des Unfalls von der Polizei verlangen sollen, aber was viel wichtiger ist, du hättest folgendes dokumentieren müssen:
- Wer ist dir aufgefahren? Name, Kennzeichen, Versicherung
- Von der Unfallstelle Fotos machen
- Zuhause eine Bericht schreiben mit folgenden Punkten:
+ Was ist geschehen?
+ Wer war beteiligt?
+ Wo trug sich das Schadensereignis zu?
+ Wann kam es zu dem Geschehen?
+ Warum ist der Unfall passiert?
Dazu noch eine Skizze, die Fotos, Kostenvoranschlag der Reparatur usw. und das alles an die Versicherung schicken. Eine Anzeige bei der Polizei bringt dir finanziell garnichts. Den Schaden musst du schon selbst oder dein Anwalt einfordern.
Gruß Ulli

PS: Evtl. noch Zeugen benennen.


Geändert von Ulli Gue (22.12.17 17:32)
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Off-topic #1315551 - 22.12.17 18:17 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Karl der Bergische]
dhomas
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In Antwort auf: Karl der Bergische
In Antwort auf: radler4711
Ich frage mich, ob das realisierbar ist mit dem 1,5 m ?
- Bei anderen muss man als Autofahrer auf die Gegenspur wechseln, um die 1,5 m einzuhalten. Was bei dem Gegenverkehr oder Kurven ... nicht möglich ist.
Und kein Autofahrer wird sich mit 15 km/h hinter einem Radfahrer bewegen, nur weil die 1,5 m nicht einzuhalten sind.



Sicherheitsbewusste rücksichtsvolle Autofahrer tun das durchaus. Die sind allerdings z.B. in Norwegen häufiger als in D.


Mir kamen die Spanier da auch sehr gut erzogen vor. Die waren dann auch nicht genervt, sondern haben das gutmütig über sich ergehen lassen. Entspannter Autoverkehr.
"For if truth is in wine, then 'tis all but a whim
To think a man's true when the wine's not in him."

Geändert von dhomas (22.12.17 18:17)
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#1315554 - 22.12.17 19:13 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
max saikels
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In Antwort auf: derSammy
Das mit dem Ankündigen (vermutlich meinst du klingeln?) ist immer so eine Sache - das wird viel zu oft leider nicht gehört. Und als Überholer kannst du halt nie sicher sein, dass es gehört wurde, musst also sowieso immer so fahren, als ob es nicht gehört worden wäre. Dann kann man es auch gleich weglassen...

Ich machs normalerweise so: ich klingele, versuche zu erkennen, ob der/die andere es gemerkt hat, klingele ggf. nochmal oder überhole vorsichtig und bedanke mich beim überholen (vorbeifahren an Fußgängern).
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#1315571 - 23.12.17 09:15 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: max saikels]
schneller66
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Hi,

es ist vielleicht richtig das er alles falsch gemacht hat bei der nicht Unfallaufnahme. Jedoch gebe ich immer zu bedenken das in so einem akuten Moment und als Normal-Mensch ohne besondere Ausbildung in Sachen Recht sowas für mich normal ist. Die Polizei ist ausgebildet (höherer Dienst also Studiert) sollte schon selbst auf so was achten. Oder ist es in Ordnung wenn ein Ingenier die Zündkerzen so einplant das der Motor heraus muss wenn man Sie wechseln will (Verschleißteil).

Schöne Grüße Jürgen
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#1315574 - 23.12.17 10:39 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: derSammy
Als die Polizei fast 1h nach dem Unfall eintraft, hatte die nix andere zu tun als mir zuallerst die an der Stelle nicht vorliegende Radwegbenutzungspflicht vorzuhalten.
Eines der Ziele der Kölner Polizeiführung mit den Aufklebern des ADFC ist es gerade, auch die Verkehrspolizisten selber für das Thema Seitenabstand zu sensibilisieren.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1315581 - 23.12.17 12:11 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: schneller66]
Behördenrad
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In Antwort auf: schneller66
Die Polizei ist ausgebildet (höherer Dienst also Studiert) ....

....aber nicht der "normale" Streifenpolizist.

Das Problem liegt bei den Streifenpolizisten eher daran, dass sie wegen z. T. katastrophaler Unterbesetzung (Personalmangel) nicht die Zeit (und oftmals keine Lust) haben, sich mit Lappalien rumzuärgern. Das hört sich hart an, ist aber so.
Für die Streife in einer Großstadt, die sich mit allem kriminellen Kroppzeug der übelsten Sorte rumschlagen muss, ist ein "umgefallener Radfahrer" eine Lappalie - der Radfahrer sieht das naturgemäß anders.
Zitat:
....als Normal-Mensch ohne besondere Ausbildung in Sachen Recht sowas für mich normal ist.....

Beliebte Ausrede, die im Ernstfall aber nicht gilt. In einer freien Informationsgesellschaft darf man sich selbstverständlich auch über die "normalen Alltagsrechtslagen" frei informieren. Das Internet bietet hier ausreichend Möglichkeiten für alle Bildungsgrade. Man muss dafür also keine juristischen Staatsexamen haben - ein gewisses Grundinteresse am Thema genügt.

Matthias
******************************

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#1315588 - 23.12.17 15:18 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: schneller66]
Ulli Gue
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In Antwort auf: schneller66
Oder ist es in Ordnung wenn ein Ingenier die Zündkerzen so einplant das der Motor heraus muss wenn man Sie wechseln will (Verschleißteil).
Schöne Grüße Jürgen
Ne, in Ordnung nicht, aber bedingt durch die Modulbauweise der heutigen Autos lassen sich einfache Teile nur mehr sehr umständlich und oft nur von der Werkstatt tauschen. Z.B. musst beim Renault Modus die komplette Stoßstange abgebaut und der Scheinwerfer zerlegt werden um eine Glühlampe zu tauschen. Zeitaufwand für diesen Tausch über eine halbe Stunde - wohlgemerkt in der Werkstatt. Das macht dann mal so locker 60 Euro. Und so etwas ist heute kein Einzelfall.
Gruß Ulli
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#1315798 - 28.12.17 12:54 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Ulli Gue]
Fichtenmoped
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Das mit dem Leuchtmittel dürfte so nicht (mehr) richtig sein. Alle seit 2006 entwickelte Pkw müssen so konstruiert sein, dass die Leuchtmittel ohne Werkzeug getauscht werden können.

Leider gibt es vereinzelt Werkstätten, die bei der Vielzahl der Modelle nicht wissen, wie es geht, oder schlicht den Kunden abledern.

Zum eigentlichen Thema:

Die Aufkleber mögen gut gemeint sein, werden aber nichts bringen. Solange die Großstädte im motorisierten Verkehr ersticken, wird jeder der nicht verzichten kann oder will irgendwie versuchen, sein Fortkommen zu sichern und dann sind Fußgänger oder Radfahrer eben ganz unten in der Nahrungskette.

Ordentliche Radwege wären schön, lassen sich jedoch manchmal allein aus Platzgründen nicht realisieren und viel zu oft spielt auch das Geld ein gewichtige Rolle.
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#1317125 - 08.01.18 14:44 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Fichtenmoped]
derSammy
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In Antwort auf: Fichtenmoped

Ordentliche Radwege wären schön, lassen sich jedoch manchmal allein aus Platzgründen nicht realisieren und viel zu oft spielt auch das Geld ein gewichtige Rolle.

Nö, das ist eine Frage der Prioritätensetzung. Dass man das Rad fördern kann, machen nicht nur Städte wie Amsterdam, Kopenhagen und London vor. Einfach mal schauen, welche Maßnahmen die ergriffen haben. Ist übrigens erstaunlich profitabel fürs Stadtsäckl. Muss aber halt politisch gewollt sein.
Ein Tier hat einen festen Platz in der Nahrungskette. Das Verkehrsmittel, mit dem der Städter unterwegs ist, ist nicht unveränderlich und gottgegeben.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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Off-topic #1317129 - 08.01.18 15:10 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Ulli Gue]
Toxxi
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In Antwort auf: Ulli Gue
...Z.B. musst beim Renault Modus die komplette Stoßstange abgebaut und der Scheinwerfer zerlegt werden um eine Glühlampe zu tauschen.

Die spinnen ja, die Gallier!
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1317137 - 08.01.18 15:43 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Toxxi]
Ulli Gue
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In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: Ulli Gue
...Z.B. musst beim Renault Modus die komplette Stoßstange abgebaut und der Scheinwerfer zerlegt werden um eine Glühlampe zu tauschen.

Die spinnen ja, die Gallier!

Beim Golf Version 4 war es ähnlich. Aber wie Fichtenmoped schon schrieb, müssen seit 2006 Teile, die besonders schnell kaputt gehen können, einfach zu tauschen sein.
Und was macht daraufhin die Autoindustrie. Sie passt ihre Scheinwerfer den neuen zur Verfügung stehenden Leuchtmitteln - sprich LED - an und konstruiert sie so, dass Einzelteile nicht mehr getauscht werden können. Wenn dann z.B. das seit 2011 vorgeschriebene Tagfahrlicht ausfällt, muss oft der ganze Scheinwerfer getauscht werden - dies sind dann so ca. 1300 Euro bei einem Mittelklassewagen - wohlgemerkt - pro Scheinwerfer. böse
Gruß Ulli

Geändert von Ulli Gue (08.01.18 15:45)
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#1317140 - 08.01.18 16:02 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: inga-pauli]
indomex
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Gesehen in Argentinien, bei Rada Tilly, im Südosten. Dass das eine sinnvolle Forderung ist, wird also auch in anderen Regionen durchaus so gesehen...

LG, Peter
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter
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Off-topic #1317144 - 08.01.18 16:22 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Toxxi]
Chris-Nbg
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In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: Ulli Gue
...Z.B. musst beim Renault Modus die komplette Stoßstange abgebaut und der Scheinwerfer zerlegt werden um eine Glühlampe zu tauschen.

Die spinnen ja, die Gallier!

Dinge einfach selber reparieren zu können ist doch sowas von vor-kapitalistisch!
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#1317381 - 10.01.18 13:41 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
berghopser
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In Antwort auf: AndreMQ
Problem: die Einhaltung der Regel stellt eine massive Behinderung des KFZ-Verkehrs dar.


Solch ein Satz passt aber eher in einen Leserbrief in der ADAC Motorwelt als in ein Rad-Forum. Dir steht es natürlich frei, auf das Rad fahren zu verzichten um den KFZ Verkehr nicht unnötig zu behindern. Wir anderen hier fahren weiter Rad und nehmen uns den Raum, der uns zusteht.
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#1317383 - 10.01.18 13:50 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
berghopser
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In Antwort auf: derSammy
In Antwort auf: Fichtenmoped

Ordentliche Radwege wären schön, lassen sich jedoch manchmal allein aus Platzgründen nicht realisieren und viel zu oft spielt auch das Geld ein gewichtige Rolle.

Nö, das ist eine Frage der Prioritätensetzung. Dass man das Rad fördern kann, machen nicht nur Städte wie Amsterdam, Kopenhagen und London vor. Einfach mal schauen, welche Maßnahmen die ergriffen haben. Ist übrigens erstaunlich profitabel fürs Stadtsäckl. Muss aber halt politisch gewollt sein.
Ein Tier hat einen festen Platz in der Nahrungskette. Das Verkehrsmittel, mit dem der Städter unterwegs ist, ist nicht unveränderlich und gottgegeben.


Genau so ist es. Wenn in einer Strasse kein Platz für einen Fahrradstreifen ist, muss sie eben als Fahrradstrasse umgewidmet werden, in der Autofahrer nur geduldet sind und sich nach den Radfahrern richten müssen.
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#1317384 - 10.01.18 14:00 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: berghopser]
AndreMQ
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Das hast Du missverstanden. Als Radler meine ich das nicht, aber ich muss halt zur Kenntnis nehmen, dass einige/viele Autofahrer das so sehen und damit wird der Gesetzgeber und die Kommunen auch konfrontiert.
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#1317410 - 10.01.18 16:26 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: berghopser]
Fichtenmoped
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Ich hatte nur geschrieben, dass die Aufkleberaktion ohne große Wirkung verpuffen wird, nicht jedoch, dass ich das Fahrverhalten der Autofahrer oder die Proritäten der Verwaltungen begrüße oder als gottgegeben ansehe.

So eine Fahrradstraße ist auch nicht unbedingt das Maß der Dinge. Zunächst war ich begeistert, jetzt fühle ich mich eher als lebender Poller. Viele Autofahrer wissen gar nicht, was das Zeichen bedeutet und fahren jetzt noch rücksichtloser, weil sie sich - durch was auch immer - provoziert fühlen.

Es wird nicht kontrolliert und nicht aufgeklärt. Ein Verkehrszeichen aufstellen, ein paar Bildchen auf die Straße (hier in Hannover werden teilweise die Radwegsymbole farbig auf die Straße gedruckt) und schön ist die Welt? Das bringt auch nicht mehr als ein Klebchen.

Ein Blick in andere Städte wie etwa Kopenhagen dürfte wahrlich angezeigt sein. Aber warum wir mir das vorgehalten?
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#1317437 - 10.01.18 19:09 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
berghopser
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In Antwort auf: AndreMQ
Das hast Du missverstanden. Als Radler meine ich das nicht, aber ich muss halt zur Kenntnis nehmen, dass einige/viele Autofahrer das so sehen und damit wird der Gesetzgeber und die Kommunen auch konfrontiert.


Ach so. OK.
Vom Rennradfahren bin ich es gewohnt, zum rechten Rad einen Abstand von ca. 1,50 m einzuhalten. Das sorgt dafür, dass sich kein Autofahrer mehr bei Gegenverkehr an mir vorbeiquetschen kann. Gelegentlich werde ich mal angehupt, aber wer hupt hat mich gesehen - und das erhöht meine Überlebenschancen sehr deutlich.
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#1317559 - 11.01.18 13:21 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Fichtenmoped]
sugu
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In Antwort auf: Fichtenmoped
Ich hatte nur geschrieben, dass die Aufkleberaktion ohne große Wirkung verpuffen wird (...)
Wenn es nur bei dieser Aktion ohne Folge-Erinnerungen bleibt, dann schon. Aber immer noch besser, als die Aktion mit den Abstandhaltern der 80er Jahre.
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#1317636 - 11.01.18 21:19 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: berghopser]
AndreMQ
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In Antwort auf: berghopser
... Genau so ist es. Wenn in einer Strasse kein Platz für einen Fahrradstreifen ist, muss sie eben als Fahrradstrasse umgewidmet werden, in der Autofahrer nur geduldet sind und sich nach den Radfahrern richten müssen.
Es gibt da halt ganz andere Meinung, gerade frisch kompakt formuliert gefunden WELT . Tut zwar weh, aber man muss halt auch mal die andere Seite zur Kenntnis nehmen. Man kann noch nicht einmal alles darin Gesagte entkräften. Mache selbst bei Stellungnahmen zu Verkehrsprojekten der Kommune mit und da merkt man sehr schnell, dass diese ebene viele Sichten und Interessen unter einen Hut bringen muss.
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#1317648 - 11.01.18 21:58 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
Ulli Gue
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In Antwort auf: AndreMQ
In Antwort auf: berghopser
... Genau so ist es. Wenn in einer Strasse kein Platz für einen Fahrradstreifen ist, muss sie eben als Fahrradstrasse umgewidmet werden, in der Autofahrer nur geduldet sind und sich nach den Radfahrern richten müssen.
Es gibt da halt ganz andere Meinung, gerade frisch kompakt formuliert gefunden WELT . Tut zwar weh, aber man muss halt auch mal die andere Seite zur Kenntnis nehmen. Man kann noch nicht einmal alles darin Gesagte entkräften. Mache selbst bei Stellungnahmen zu Verkehrsprojekten der Kommune mit und da merkt man sehr schnell, dass diese ebene viele Sichten und Interessen unter einen Hut bringen muss.

Guido Bellberg (der Autor dieses Artikels), von Beruf Texter, lebt davon massenmediales Zeugs zu blubbern.
Gruß Ulli

Geändert von Ulli Gue (11.01.18 22:00)
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#1317650 - 11.01.18 22:06 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Ulli Gue]
inga-pauli
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In Antwort auf: Ulli Gue

Guido Bellberg (der Autor dieses Artikels), von Beruf Texter, lebt davon massenmediales Zeugs zu blubbern bellen.

Nomen est Omen teuflisch
Ingrid ***

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#1317652 - 11.01.18 22:11 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: Ulli Gue]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: Ulli Gue
In Antwort auf: AndreMQ
Es gibt da halt ganz andere Meinung, gerade frisch kompakt formuliert gefunden WELT . Tut zwar weh,
Guido Bellberg (der Autor dieses Artikels), von Beruf Texter, lebt davon massenmediales Zeugs zu blubbern.
Weh tut da in der Tat Einiges, aber Kiel im Winter kann schon depressiv machen. Vielleicht fährt Herr Bellmann ja eine von Fahrverboten bedrohte Dieselschleuder.

Die Ausdünstungen von See- und Flussschiffen sind sehr wohl ein Thema (auch in der Binnenstadt Köln), staatliche Busse und freie Kapazitäten im ÖV kennen wir in Köln nicht. Ich habe aber das ÖV-Netz in Kiel nicht gerade in bester Erinnerung.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1317656 - 11.01.18 22:23 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: sugu]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: sugu
In Antwort auf: Fichtenmoped
Ich hatte nur geschrieben, dass die Aufkleberaktion ohne große Wirkung verpuffen wird (...)
Wenn es nur bei dieser Aktion ohne Folge-Erinnerungen bleibt, dann schon.
Die Kölner Polizei hat nachgelegt.
Am Mittwoch hat sie mit dem Fahrradbeauftragten der Stadt Köln auf dem Rudolfplatz Warnwesten mit dem vom ADFC entwickelten Piktogramm kostenlos verteilt. So sieht es aus.
Hier die PM der Polizei.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1317662 - 11.01.18 22:51 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
AndreMQ
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Sieht gut aus. Auch wenn Guido Bellberg durchaus noch die Mehrheitsmeinung und -verhalten ganz gut wiedergibt, wird so etwas durch zähes Handeln in den Städten verändert - zwar zu langsam, aber es ist nicht erfolglos. Dazu zählen alle Maßnahmen. Auch heute konnte ich wieder intensiv die Einhaltung der Abstandregel "geniessen", aber es gibt auch Autos, die den Schlenker machen - wenn es gerade das Fortkommen mal nicht stört.
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#1317696 - 12.01.18 09:11 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: StephanBehrendt]
derSammy
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Bildchen selbst und den Presserummel um das Thema finde ich sehr gut.
Den unterbewusst vermittelten Eindruck, dass Radfahren so gefährlich ist, dass es dazu gesonderter Schutzkleidung, Modell "ABM-Uniform" bedarf, hingegen gar nicht!
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.

Geändert von derSammy (12.01.18 09:12)
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#1317698 - 12.01.18 09:29 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
KUHmax
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Tja,
In Antwort auf: AndreMQ
Es gibt da halt ganz andere Meinung, gerade frisch kompakt formuliert gefunden WELT . Tut zwar weh, aber man muss halt auch mal die andere Seite zur Kenntnis nehmen.

die vielbeschworene Landbevölkerung kenne ich nicht in größeren Mengen.

Dafür jede Menge Münchner, die immer jammern, dass in der Stadt kein Platz für das Auto sei. Dann lässt man es halt weg, so what.

Aber nein, das ist dann wieder Ideologie. Dass die Forderung, dass jeder, der ein Auto besitzt, auch überall damit fahren dürfen muss, auch eine ideologische sei, wird dann wieder heftigst bestritten.
------------
Radlergrüße, Karin
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#1317703 - 12.01.18 10:05 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: KUHmax]
Ulli Gue
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In Antwort auf: KUHmax
Dass die Forderung, dass jeder, der ein Auto besitzt, auch überall damit fahren dürfen muss, auch eine ideologische sei, wird dann wieder heftigst bestritten.

Nicht nur das. Öffentlicher Raum wird hier durch die Kfz-Besitzer ohne eigenen Parkplatz sozusagen zwangsenteignet. Hier in Bremen sind mittlerweile sämtliche Nebenstraßen zugeparkt - auch Straßenzüge, die bis vor ein paar Jahren aufgrund von baulichen Maßnahmen noch frei von parkenden Autos waren. Parken auf dem Bürgersteig wird vom Ordnungsamt mittlerweile (gesetzeswidrig) geduldet. Abgeschleppt wird fast nie. Sollte es doch einmal ein Strafzettel geben, wird das als erweiterte Parkgebühr angesehen. Allerdings hat das ganze für (selbstbewußte) Radfahrer auch Vorteile. Man kann mit Recht mitten auf der Fahrbahn fahren und Autos und Straßenbahn zockeln hinterher. Verkehrsberuhigung der etwas anderen Art. zwinker
Gruß Ulli
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#1317717 - 12.01.18 12:06 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: derSammy]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: derSammy
Bildchen selbst und den Presserummel um das Thema finde ich sehr gut.
Den unterbewusst vermittelten Eindruck, dass Radfahren so gefährlich ist, dass es dazu gesonderter Schutzkleidung, Modell "ABM-Uniform" bedarf, hingegen gar nicht!
Genau deswegen hat der ADFC bei den Westen nicht engagiert und an dieser Veranstaltung auf dem Rudolfplatz auch nicht teilgenommen.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1317748 - 12.01.18 15:41 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: KUHmax]
AndreMQ
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In Antwort auf: KUHmax
... Dafür jede Menge Münchner, die immer jammern, dass in der Stadt kein Platz für das Auto sei. Dann lässt man es halt weg, so what...
Naja, das hängt halt vom Job ab, bei mir geht es momentan gut, aber das ist schon etwas Glückssache. Diese nicht auflösbaren Widersprüche sind mMn der einzige Weg, im Rahmen eines demokratischen Prozesses zu einem stärkeren Gewicht auf den Radverkehr in den Städten zu kommen. Da muss auch das "Geheimnis" der immer zitierten Erfolge von Kopenhagen und Co. sein:
- Ich will überall fahren, also auch am Schlafzimmer der anderen vorbei, aber bitte nicht umgekehrt - besonders krank hier: Klappenauspuff_Fehlzündungen
- Wenn im Rahmen der Verdichtung Wohnungen nachgebaut werden, reicht der Stellraum auf der Straße nicht mehr. Das kann man sogar ausrechnen. Alternative: Parkhäuser in die Tiefe, die teurer sind, als Wohnungen. Also wir bauen den Autos bessere Wohnungen als uns selbst?
- Ortsumgehungen sind eine feine Sache, aber müssen dann leider durch geschützte Gebiete verlaufen.
- 30er-Zone ist toll, aber nur in meiner Wohnstraße.
- Radfahren ist schön, vor allem wenn die anderen das tun, aber bitte nicht mein schnelles Vorankommen per KFZ behindern.
- 2000qm-Grundstück mit altem Baumbestand mitten in der Stadt - für jeden!
- Fahrradstreifen ja, aber bitte ohne Beanspruchung von Straßenraum!
.....
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#1317765 - 12.01.18 17:02 Re: Aktion „Seitenabstand 1,5 Meter“ in Köln [Re: AndreMQ]
KUHmax
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abwesend abwesend
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Hallo,
In Antwort auf: AndreMQ
In Antwort auf: KUHmax
... Dafür jede Menge Münchner, die immer jammern, dass in der Stadt kein Platz für das Auto sei. Dann lässt man es halt weg, so what...
Naja, das hängt halt vom Job ab, bei mir geht es momentan gut, aber das ist schon etwas Glückssache.

Nö, bei denen, die ich kenne, geht es darum, sich mitsamt Aktentasche, ggf. Laptop, auf Strecken zu befördern, die einerseits gut mit dem Rad zu bewältigen wären, andererseits aber auch bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu überbrücken sind.

Ein wudnerschönes Beispiel für die Schizophrenie des Autowahns stand vor Jahren mal in der Süddeutschen:
Wo gefällt es Ihnen in München am besten, und was stört Sie an dieser Gegend dennoch?

Ein Mensch wurde zitiert:

- Am schönsten ist es am Odeonsplatz und in der Theatinerstraße (beises Fußgängerzone)
- Leider ist die Gegend so schlecht mit dem Auto zu erreichen.

Ich wette, dass derselbe Mensch diese Gegend nicht so toll gefunden hätte, hätte er sie zu Zeiten beurteilen sollen, als dort noch ungebremster MIV stattfand.

------------
Radlergrüße, Karin

Geändert von KUHmax (12.01.18 17:03)
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