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#1014365 - 10.02.14 22:06 Quer durch Frankreich und Spanien
ChristianCW
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 69
Dauer:1 Monat, 22 Tage
Zeitraum:17.8.2013 bis 7.10.2013
Entfernung:3500 Kilometer
Bereiste Länder:deDeutschland
frFrankreich
esSpanien

Meine erste große Radtour sollte im August 2013 starten: mit Freundin und zwei ihrer Freundinnen sollte es zunächst auf dem Eurovelo 6 an den Atlantik gehen. Von dort aus wollten wir dann zu zweit weiter, irgendwohin wo es auch schön ist: Spanien! Nun mal der Reihe nach ...

Nachdem ich von einem Sturz noch ziemlich lädiert war, habe ich die drei Mädels erstmal alleine losfahren lassen, ehe ich dann in Verdun-sur-le-Doubs nachgekommen bin. Noch mit Verband ums Knie gewickelt ging es für mich nach zweiwöchiger Zwangspause endlich los: gleich am ersten Morgen wurden wir von einem Unwetter geweckt und warteten, bis der Regen etwas weniger wurde. Es ging zunächst hauptsächlich an Kanälen entlang, sodass mir meine mittlerweile trainierten Mitfahrerinnen schier davon fuhren. Erst am zweiten/dritten Tag konnte ich dann den Spieß umdrehen :-)


Kanal in Frankreich


Alte Brücker über den Kanal


Radfahrer sind hier sicherlich willkommen

In Digion, an der Loire angekommen, trafen wir eine radreisende Holländerin, die uns viel erzählt hat, uns eine Karte mit Markierungen geschenkt hat und die wir auch später noch häufiger angetroffen haben. Sehr interessant ist auch, dass über die Loire eine Wasserbrücke gebaut wurde, damit die Schiffe im Kanal über die Loire drüber fahren können. So etwas habe ich bis dahin noch nicht gesehen.

Morgens am Campingplatz in Diou wurden wir von der Sonne geweckt und haben uns bei wunderbarer Morgenstimmung für den Tag gestärkt. Heute sollte es bis Nevers gehen.


Morgenstimmung in Diou


Morgenstimmung in Diou


Morgenstimmung in Diou

Die Straßen verliefen vormittags fast ausschließlich gerade über 50km und der Wind kam – wie sollte es auch anders sein – immer von vorne. Also fuhren mir die drei Mädels im Gänsemarsch mit einem Abstand von je ca. 50cm hinterher. Toll, wenn man solche Fans hat ;-) Dafür „durfte“ ich dann auch etwas mehr beim Einkaufen mitnehmen ...

Am Campingplatz in Nevers angekommen trafen wir die nette Holländerin wieder. Am Himmel machte sich ein wieder ein starkes Unwetter breit, die Sturmabspannung bei den Zelten wurde extra aufgebaut, doch aus irgend einem Grund hat es sich wieder verzogen ... ein bisschen Glück braucht man auch.


Pouilly-sur-Loire

Am nächsten Mittag in Charité-sur-Loire gab es leckere Crèps. Das Städtchen sieht von weitem wegen der großen Kirche und den vielen älteren Häusern sehr einladend aus. Auch die kleinen Gässchen versprühen Charme: hier kann man es aushalten :-)


Kleine Gassen in Charité-sur-Loire

In Orleans angekommen, machten wir uns am nächsten Tag auf die suche nach einem Campingplatz. Doch weder existieren die in unserer 1:1 000 000 Übersichtskarte eingezeichneten Campingplätze, noch wissen die Anwohner von einem. So ergattern wir zunächst eine Handynummer eines älteren Mannes, bei dem wir zur Not unter kommen könnten.
Etwas später fragten wir ein junges Paar, ob sie denn wüssten, wo man hier campen könnte, und so kommt die Antwort: „Dans le jardin?“ (Im Garten?) Und so durften wir bei Stephan und Alexandra im Garten zelten. Sie gaben uns sogar ihren Hausschlüssel und wir konnten uns duschen, während sie noch in die Stadt fahren, um Freunde zu treffen. Damit hätten wir nicht gerechnet!


Kathedrale von Orleans bei Nacht

Mit Stephan haben wir dann am nächsten Morgen noch gefrühstückt, über unsere Reise erzählt und uns von ihm Tipps geben lassen. Dabei haben wir erfahren, dass er und Alexandra (die schon Arbeiten musste) bald nach La Rochelle mit dem Fahrrad aufbrechen wollen.

Die nächsten Tage ging es hauptsächlich an Dammwegen entlang der Loire, die super geteert waren und man sehr gut Kilometer machen konnte.
In Amboise haben wir beim Mittag essen am Ufer der Loire einen Fotografen getroffen, der uns als Motive haben wollte, da er für einen regionalen Touristik-Verbund Werbung machen soll. Und was passt da besser ins Bild, als waschechte Reiseradler, mit voll bepacktem Rad? ;-)


Fotograf beim Anweisungen geben

Dem Tipp eines Freundes folgend haben wir den Eurovelo 6 verlassen (diesmal absichtlich, zwischendurch haben wir ihn sowieso ein paar Mal verloren) um ein schönes Schloss anzusehen. An sich könnte man wirklich alle paar km anhalten und ein Schloss besichtigen, wir haben uns aber gesagt, dass es nur eins werden soll und dann eben dieses, in Azay-les-Rideau. Ein schickes altes Wasserschloss.


Wasserschloss Azay-les-Rideau

Danach führte uns der Weg über Weinberge bis nach Saumur, wo wir auf der Insel einen großen Campingplatz gefunden haben. Da ich irgendwo auf der Tagesetappe meine neue Windjacke verloren habe, bin ich am nächsten alleine und mit minimalem Gepäck den Weg noch zwei mal abgefahren, um sie (erfolglos) zu suchen. Die drei Mädels sind derweil weiter geradelt, und so habe ich mich unabsichtlich darum gedrückt, ihnen beim einzigen Platten auf der Tour zu helfen. Die Männer sind nie da wenn man sie mal braucht ...


Schloss in Saumur


An der Loire nähe Saumur

Am Abend bin ich dann noch mit dem Zug den Weg gefahren, die die Mädels am Tag zurückgelegt haben. Als DB-verwöhnter Deutscher hab ich erstmal erfahren müssen, dass die Züge dort nicht stündlich verkehren und ich somit noch knapp zwei Stunden in einem Cafe Pause machen durfte ... Doch in einem Punkt sind uns die Franzosen weit voraus: Fahrradtransport im Zug. Als ich am Bahnsteig stand kam ein Schaffner zu mir und sagte, ich solle mich in einem bestimmten Bereich hinstellen, dort wird der Fahrrad-Wagen halten. Und dann sind dort aus dem Fahrrad-Wagen drei Schaffner ausgestiegen, die eine Rampe ausgefahren haben, mein Rad (mit Gepäck) entgegen genommen haben, um es mir dann bequem am Zielort wieder zu geben. Derweil konnte ich mich ganz normal im Personenwagen setzen. Und das war doch bloß ein Regionalzug ...

Bei nächster Gelegenheit haben wir dann nach einer neuen Windjacke Ausschau gehalten. Doch entweder war es billigster Schrott oder es gab nichts passendes ... so groß diese ganzen Kaufhäuser dort doch sein mögen, da lob ich mir einfach meinen kleinen örtlichen Händler ... na jedenfalls habe ich dann doch ein billiges Teil gekauft, besser als keine Jacke :-)

Durch Nantes sind wir erstaunlich gut gekommen. Obwohl wir quer durch die Stadt sind mussten wir nur an einer oder zwei Ampeln halten, da wir eine grüne Welle erwischt haben ... Großstädte sind eh nicht so toll, von daher waren wir echt froh uns da so durchgeschlagen zu haben. Hinter Nantes dann eine lustige Entdeckung: dort steht ein Haus mitten in der Loire! Woher das wohl stammt?


Haus mitten in der Loire nähe Nantes

Dort hat dann der Eurovelo-Radweg auch über die Loire geführt. Da es dort aber keine Brücken mehr gibt, durften wir kostenlos Fähre fahren :-)
Der ausgezeichnete Campingplatz war nicht vorhanden, und so durften wir bei netten Anwohnern noch Wasser tanken und dann in Flussnähe wild zelten. Jetzt beim Schreiben merke ich, dass wir zu viert eher selten wild gezeltet haben ... zwischendrin habe ich es mal nicht erwähnt, aber an den Kanälen an den alten Schleusenhäsuchen z.B. kann man sehr gut wild zelten ... dort haben wir jedenfalls auch viele weitere Radler getroffen ;-)

In St. Nazaire angekommen staunten wir erstmal über riesige Brücke, die über die mittlerweile echt dreckige Loire führt: 3 km lang und über 60m hoch! Und der Atlantik war auch zum ersten Mal sichtbar ...


Brücke über die Loire bei St. Nazaire

Zwei Tage, bevor der TGV unserer Freundinnen abfährt, haben wir also unser Zeil erreicht! Und der Atlantik ist gar nicht mal so warm, wie man es gerne hätte ;-D
Nach einem netten Pausentag am Meer und abschließendem Lagerfeuer mit Stockbrot am Strand sind unsere beiden Freundinnen also wieder zurück in die Heimat, es war der 06. September.
Von nun an waren wir nur noch zu zweit unterwegs, kein Stress mehr wegen vorgebuchter Rückfahrt und noch 5 Wochen Zeit, bis das Semester wieder losgeht ...


Statue in St.-Marc-sur-mer

Also haben wir uns erstmal die Frankreich-Karte geschnappt un überlegt, wo wir noch hinradeln wollen. Nach vielen Vorschlägen wollten wir zunächst über Bordeaux und Toulouse nach Südfrankreich in die Cevennen. Und so sind wir dann auch gestartet ...


Atlantikküste in Saint Michel Chef-Chef

An der französischen Küste führt der Eurovelo 1 entlang, der auch ziemlich gut ausgeschildert ist (Velocean etc.). Nur einmal waren wir auf einem ziemlich hoppeligen Feldweg gelandet, der zwar in die richtige Richtung geführt hat. Aber erst als wir auf dem danebenliegenden Damm einen Radfahrer entdeckt haben, haben wir kapiert, dass dort oben der eigentliche Weg ist ... also wieder umdrehen :-)


Vermeintlicher Eurovelo 1

In St. Jean-de-Monts haben wir dann K-Pete, einen netten Radreisenden getroffen. Er war ein halbes Jahr unterwegs und kommt gerade aus Griechenland, möchte noch Frankreich und Großbritannien besuchen und dann im Winter über seine Reisen im Rahmen eines Wasser-Projekts berichten. Super coole Sache. Leider waren wir in entgegengesetzen Richtungen unterwegs und so haben wir noch schnell ein paar Karten getauscht.

Am Meer sind ziemlich viele Ferienhäuser, die einsam und verlassen eine Ortschaft bilden. Und noch mehr Hotel-Bunker (z.B. La Rochelle). Da sind wir schnell durch gefahren :-)
Mich erstaunt es immer wieder, dass die Leute in der Touri-Info nicht mal wissen, was ein Eurovelo-Radweg ist, obwohl er direkt (!!!) an ihrem Gebäude entlang führt ...
Insgesamt muss man sagen, dass der Eurovelo1 sehr gut ausgebaut ist, vor allem in Touristischen Gebieten sogar mit Seiten- und Mittelmarkierung. Hier sind viele Rennradler unterwegs :-)

In Royan hatten wir einen sehr guten Zeitpunkt erwischt, um die Fähre über die Garonne zu nehmen: das Personal hat den ganzen Tag gestreikt ...


Heute keine Überfahrt wegen Streiks

Na dann fahren wir halt zur nächsten Brücke, und die ist in ... Bordeaux?!
Den ganzen Tag begegnen wir Jägern und ständig hört man von irgendwo her Schüsse kommen. Heute hat wohl die Jagdsaison begonnnen. Die Einschusslöcher an den Verkehrsschildern machen einen guten Eindruck ...

Eigentlich wollten wir ja zu zweit mehr wild zelten, aber wenn man im Wald sein Zelt aufbauen will, alle 30 Sekunden von irgendwo her ein Schuss ertönt und das Hundegebell immer lauter wird, hat man da wohl dann doch keine richtig große Lust mehr und sucht sich lieber einen netten Campingplatz ... An einem gabs sogar einen richtig großen Feigenbaum mit viiieeeelen reifen Feigen dran, lecker!


Frische Feigen vom Baum am Campingplatz

Nachdem das Wetter dann immer schlechter wurde, es viel geregnet hat und der Wetterbericht auch nichts gutes vorher gesagt hat, haben wir uns kurzerhand umentschlossen und sind in Bordeaux nicht wie ursprünglich geplant nach Südfrankreich weiter, sondern haben Kurs auf Spanien genommen :-) Also erstmal wieder den Eurovelo1 finden ...

Südlich von Bordeaux sind die Straßen ziemlich eben und es geht fast nur gerade aus. Ideal um dem Wetter zu entkommen.
Ein älterer Radfahrer erzählt uns von seiner letztjährigen Spanien-Rundfahrt und gibt uns den Tipp, hier das „Camping a la ferme“ zu machen, da zahlt man nur 5-7 Euro ... leider haben wir so etwas nie gefunden und haben uns daher prompt in einen 4**** Campingplatz verirrt ...

Vor Bayonne haben wir dann am Horizont die Pyrenäen gesehen. Nach dem Flachland eine echte Abwechslung. („Wenn es hier einen Fussball-Club gibt, heißt der dann FC-Bayonne“?)
Hier gibt es auch eine richtig schöne Altstadt mit engen Gässchen, hohen, alten Häusern und einer großen Kirche, an der viele Pilger vorbei kommen. Das Flair lassen wir uns nicht nehmen und essen erstmal genüsslich Crépes und Eis.


Die Pyrenäen am Horizont


Altstadt in Bayonne

Da wir in den letzten Tagen mit Sonnenschein belohnt wurden hat es jetzt zugezogen und es sollte noch die nächsten drei Tage regnen. Anscheinend ist das im Norden der Pyrenäen üblich. Als wir in Hendaye einen schönen Ufer-Radweg entlang fahren, hört dieser urplötzlich mit Stacheldraht auf. Was ist denn hier los?! Beim Umkehren hat uns ein cooler Typ erzählt, dass die „verrückten Spanier“ die Grenze zu gemacht hätten und kein Geld für den Ausbau des Radwegs. Der Typ kommt ursprünglich aus Wales, lebt seit einiger Zeit in Hendaye und erzählt uns von DEN Franzosen und von DEN Spaniern. Außerdem hat er uns den Weg erklärt und so finden wir nun doch noch nach Spanien!

Bis hier her war der Radweg super gut ausgeschildert. Und ein paar Meter hinter der Grenze: nada. Kein Schild, kein bekanntes Radzeichen, nichts. Also fahren wir einfach mal den Fluss entlang, dort schaut es doch nach Radweg aus ... Und wie wir den Fluss so entlang fahren, finden wir uns immer weiter in den Bergen wieder. Würde man nicht wissen, wo man ist, könnte man es auch fürs Allgäu halten:


In den Pyrenäen

Das Gemüse ist jetzt erstaunlich günstig. Die besten Paprika, Tomaten, Pfirsiche und Wassermelonen können sich nun nicht mehr vor uns sicher fühlen :-)

Vor Pamplona mussten wir dann über einen Pass fahren, da es nur eine Nationalstraße gibt, die einen Tunnel bekommen hat. Und da ist derart viel Verkehr, dass man da eigentlich nicht fahren möchte. Leider hört die Passstraße direkt an dieser Straße auf, sodass wir über ein paar km von Lastwägen mit minimalem Abstand überholt werden. Das ist ätzend!

Mitten in Pamplona haben wir ein nettes und günstiges Hotel gefunden, sodass wir uns am nächsten Tag ein bisschen die Stadt angesehen haben. Hier wimmelte es dann auch von Pilgern und der Jakobsweg ging zufällig in unsere Richtung. Also folgen wir diesem natürlich!
Trotz Nebensaison (Mitte September) trifft man alle 500 Meter auf einen Pilger. Dass das so ein großer Volkssport geworden ist, hätte ich nicht erwartet ...


Schöne Brücke in Spanien

Was ist eigentlich unsere Richtung? Ganz klar: Madrid! Ich habe erfahren, dass Ende September dort eine meiner Lieblingsbands (SKA-P) ein Konzert gibt, das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Auch wenn man nur mal den Jakobsweg 100 Meter verlässt, um einen Supermarkt zu suchen, wird man von freundlichen Spaniern sofort wieder (ungefragt) auf den „Camino“ geschickt, wild gestikulierend und rufend. Wer braucht da noch Karten?!
Und dabei wollen wir ja gar nicht pilgern, aber zwei voll bepackte Räder machen eben gleich den entsprechenden Eindruck ...

Wie gut, dass keiner von uns Spanisch kann und der Großteil der Spanier kein Englisch. In einer Bücherei, in der 20 junge Leute arbeiten, findet sich gerade mal ein Mädchen, das eine Hand voll englischer Wörter sprechen kann. Da bin ich schon sehr erstaunt! In der Heimat lernt man das schon im Kindergarten, man möge es gut oder schlecht finden.

Nun sind die Straßen tip top: Zweispurige Kreisverkehre, an jeder Seite 1m breite Ra(n)dstreifen und fast kein Verkehr. So rollt man gerne durch die Gegend :-)

In Banos de Rio Tobia war eine Art Volksfest: alle Leute der Stadt waren in blau-weiß gekleidet und haben sich bei Blasmusik versammelt. Da waren wir (vor allem wegen des Liegerads) eine große Sensation :-)

Man sieht zwar vor sich, dass es nun wieder bergig wird, aber dass man so plötzlich sich mitten drin befindet und eine relativ ebene Straße durch die Täle hat, ist schon ein wenig unheimlich. Unheimlich schön sogar.


Stausee in Mansilla de la Sierra

An einem Fluss haben wir dann wild gezeltet und wurden abends noch von ein paar frei umherlaufenden Pferden besucht, die unsere Anwesenheit aber nicht mochten und wieder gegangen sind. In der Nacht spürte ich, wie etwas direkt neben mir, außerhalb des Zeltes Gras rupft, Glocken waren auch zu hören: Stiere ... Gott sei Dank haben sie uns nicht angegriffen, aber so ganz wohl haben wir uns auch nicht mehr gefühlt. Da wir auch ganz fit waren, aber keine Uhr dabei hatten, haben wir uns entschlossen, einfach zu packen und weiter zu fahren, die Sonne müsste jeden Moment aufgehen.

Bei Dunkelheit durch diese Berglandschaft zu fahren ist einfach ein ganz anderes Gefühl und eine tolle Erfahrung. Anstatt der vielen Farben und Formen nimmt man nun eher Geräusche und Gerüche wahr, die Berge sind nur Schatten.
Auch die Kühe und Stiere am Wegesrand fanden es ganz toll, dass wir sie besucht haben. In der nächsten Ortschaft (Neila) wollten wir dann etwas frühstücken, und als die Anzeige auf der Kamera 2:00 Uhr morgens angezeigt hat, waren wir schon ziemlich baff.
Naja, dann fahren wir halt mal in der Nacht, auch nicht schlecht.

Erst ging es bei strahlendem Vollmond einen Pass rauf, dann wieder runter (ganz schön kalt!). Als es dann endlich 6 Uhr Morgens war und es uns schon etwas gefroren hat, waren wir überglücklich, als genau zu unserer Ankunft der Inhaber eines Cafes aus dem Fenster geschaut hat und uns bemerkt hat. Obwohl wir kein Spanisch können und er kein Englisch, verstehen wir uns irgendwie und wir bekommen hilfreiche Tipps zur Route (und einen heißen Kaffee!).

Nachdem wir noch ein bisschen durch die Landschaft gefahren sind, hat sich gegen 8 Uhr dann auch endlich mal die Sonne blicken lassen. Zuvor haben wir alles was wir an langen Pullis und Jacken dabei hatten angezogen, da es für unsere Gewohnte Temperatur echt kalt war.


Sonnenaufgang bei Casarejos

Jeder Sonnenstrahl wird genossen und wie wir so dahin fahren, finden wir uns auf einmal auf einem Canyon wieder: atemberaubende Sicht (geschätzt 150km), super schöner Moment. Wer weiß, ob wir hier vorbei gefahren wären, wenn wir diese Nacht-und-Nebel-Aktion nicht durchgezogen hätten?
Ich finde, die Atmosphäre in dem Moment kann man nicht mit der Kamera einfangen.


Canyon am Rio Lobos

In El Burgo de Osma wollten wir dann einen Campingplatz aufsuchen, aber es gab einfach nichts, nichtmal in 50 km Entfernung. Da wir aber unbedingt duschen wollten, haben wir uns entschlossen, ein günstiges Zimmer zu nehmen. An der Turi-Info haben wir auch zwei deutsche Radfahrer getroffen, die uns ein paar Tipps geben konnten und uns von ihrer Reise von Bilbao nach Valencia erzählt haben. Mittags gab es dann 7kg Wassermelone! Jetzt war jede Aufregung von der Früh vergessen und es stand fest, dass die Aktion eine der besten auf der Tour gewesen ist.

Am nächsten Tag wird es wieder richtig heiß und wir fahren zunächst auf Nebenstraßen und kaum befahrenen Hauptstraßen bis Riaza.


Sandige Straße bei San esteban de Gomez


Gut ausgebaute und kaum befahrene Straße – wie fast überall auf unserer Tour durch Spanien


Rifrio de Riaza


Passauffahrt zur Puerto de la Quesera

Gegen Abend sind wir dann noch einen Pass auf 1700 Meter gefahren und haben dort (direkt in der Kurve ganz oben am Pass) gezeltet. In der Nacht hat man in der Ferne schon die Lichter von Madrid gesehen. Trotz der Höhe ist es nachts (im Zelt) nicht kalt und es ist absolut windstill.
Am nächsten Morgen haben wir dann bei herrlichstem Bergpanorama gefrühstückt. So steht man gerne auf :-)


Frühstück mit Bergpanorama

Nun liegt also noch dieser Gebirgszug vor uns. Nach einer super Abfahrt geht es immer wieder bergauf und bergab. Die Sonne knallt wieder runter und lässt diese Bergfahrten zur großen anstrengung werden. Wir sehen weit und breite keine Menschenseele, nur ein oder zwei Autos den ganzen Tag! Auch die kleinen Dörfchen, an denen wir vorbei kommen, dessen Häuser komplett aus Steinplatten gebaut sind, sind wie ausgestorben. Wenigstens gibt es dort Brunnen zum Wasser tanken – so gutes Wasser wie schon lange nicht mehr. Das Wasser an den Campingplätzen (v.a. in Frankreich) schmeckt ja doch recht chlorhaltig.

Da unser Proviant fast alle ist und wir von der Anstrengung langsam Hunger bekommen, hoffen wir, durch einen kleinen Umweg an ein Dorf zu kommen, in dem es eventuell etwas zu futtern gibt: Valdesotos. Und tatsächlich: in dem Dorf ist jemand, in dem Dorf gibt es eine Bar – und die Bar ist sogar geöffnet!
Dani, en echt netter Typ, macht uns gleich was gutes zu Essen und unterhält sich mit uns. Die Tomaten im Salat sind aus seinem Garten (deshalb sind die auch so gut) und wenn man ein bisschen in die Berge hineingeht, dann kommt man bei einem Wasserfall vorbei, wo man auch schwimmen kann. Hört sich ganz spannend an, und so beschließen wir uns das mal anzusehen, während Dani uns aus seinem Haus noch weitere Tomaten als Wegzehrung holt.

Also wandern wir an einem ausgetrocknetem Flussbett entlang. Hier soll Wasser fließen? Und Baden können?! Kann gar nicht sein, hier ist alles knochentrocken. Und Tatsächlich, in einem Felsen ist ein ca. 2 Meter hoher Wasserfall („El Chorro“) mit Frischwasser aus den Bergen. Zunächst ist das Wasser nur Knöcheltief, wird dann aber zunehmend tiefer und so kommt es, dass wir bei größter Hitze eine natürliche Abkühlung bekommen. Das tut echt gut!


Wasserfall „El Chorro“ bei Valdesotos

Als wir von unserer Badetour zurück kommen, liegt Dani draußen im Schatten, raucht gemütlich und hört „Hotel California“ - ziemlich romantisch hier ;-)
Sein Übernachtungsangebot haben wir leider abgelehnt, da wir noch in die nächste größere Ortschaft wollen, um unser Proviant auffüllen zu können.

Die Strecke, die wir an dem Tag noch fahren, führt am Kanal von Isabel II. entlang und ist ziemlich hügelig. Es kam uns sogar ein Auto entgegen, dessen Insassen den Weg zu einem Wasserfall „El Chorro“ wissen wollten. Ein Bekannter hat ihnen gesagt, man könne dort baden ... Welch ein Zufall :-)

In Torrelaguna in der Turi-Info kann keiner Englisch ... das ist schon etwas beschämend, finde ich. Trotzdem finden wir in der Nähe einen Campingplatz, den wir hungrig und müde erreichen und jetzt erstmal einen Tag Pause brauchen. Das Konzert in Madrid ist eh erst in 4 Tagen und bis dahin ist es vielleicht noch ein halber Tagesritt.

Die Fahrt nach Madrid ist wirklich grauenvoll. Die Straßen werden breiter und breiter und irgendwann herrscht so viel Verkehr dass man eigentlich kaum noch links, noch rechts schauen kann. Radwege gibt es nicht oder sind nicht ausgeschrieben, und so fahren wir über eine autobahnartige Straße nach Madrid. Nach einigen Stunden finden wir einen Radweg, dem wir bis zu einem ausgeschriebenen Campingplatz folgen.
Dieser entpuppte sich aber als Tennisclub in einer nobleren Gegend (Alcobendas) und so frage ich eine Frau, ob sie denn wüsste, wo man hier campen kann. Als ihr Sohn von der anderen Straßenseite „Mama, was machst du?“ rief habe ich erst bemerkt, dass wir ja die gleiche Sprache sprechen ... Und kurzerhand wurden wir bei Ihnen eingeladen, haben zusammen gekocht, gegessen, einen schönen Abend gehabt und super gut geschlafen. Eigentlich schade, dass wir am nächsten Morgen schon wieder weiter in die Stadt hinein wollten.


In der Ferne sieht man die Banken-Türme von Madrid

Die Fahrt ins Zentrum war noch viel krasser als gedacht: keine richtigen Radwege, 6-spurige Straßen in einer Richtung, 1000 Autos, Roller und Busse und vermeintliches Chaos. Uns wurde schon gesagt, dass in Madrid fast niemand Rad fährt, ausser ein paar verrückte, die mit der „Hau-drauf“-Methode sich ihren Weg erkämpfen. Und so taten auch wir es :-)

Schnell haben wir mitten im Zentrum eine schöne, moderne und günstige Jugendherberge gefunden, die allerlei zu bieten hat. Also haben wir für die nächsten drei Nächte eine gute Bleibe gefunden und auch unsere Räder wurden sicher verwahrt. Nun wurde die Stadt ausgiebig (zu Fuß) erkundet, viele leckere Sachen probiert (Churros mit heißer Schokolade – ein Traum!) und ein bisschen erholt.
Auf einer Stadtführung von der Herberge haben wir auch ein tolles Kunstwerk gesehen, bestehend aus 10 000 CDs:


Kunstwerk in Madrid aus 10 000 CDs

Das Konzert von SKA-P, La Pegatina und Almeda Dosoulna in der Stierkampfarena war einsame spitze – ich denke, wir waren die einzigen, die von so weit mit dem Rad angereist sind ...

Der Empfehlung von unseren deutschen Freunden in Alcobendas folgend sind wir Richtung Toledo aufgebrochen, der Heimatstadt der Marzipans und ehemaligen Hauptstadt Spaniens. Ich glaube wir sind den halben Tag nur durch diese Vororte von Madrid gefahren und erst Nachmittags haben wir mal wieder ein Feld zu Gesicht bekommen. Großstädte sind gar nicht mal so toll, auch wenn sie natürlich viele bieten, was man sonst vergeblich sucht.

Die Altstadt in Toledo ist wirklich sehr schön, auf dem Berg gelegen und umgegeben vom Fluss Tajo. Da es regnet machen wir lange Pause und fahren erst später weiter nach ... ja, wo wollen wir eigentlich hin? Gibraltar? Ne, zu viele Berge, das schaffen wir nicht bis das Semester wieder anfängt. Also fahren wir nach Valencia!


Toledo von der Altstadt aus fotografiert

Die Straßen sind nun wieder fast ausschließlich gerade und führen durch krasse Oliven-Monokulturen. Aber auch an dem ein oder anderen Mandelbaum werden wir fündig ;-)


Oliven so weit das Auge reicht

In Quintanas de la Orden spricht uns beim Mittagessen auf dem Kirchplatz ein Typ an und fragt, ob wir etwas tolles sehen wollen. Nur ein paar Schritte entfernt zeigt er uns auf einem Hochhaus ein Grafiti, das er mit seinen Kumpels gemacht hat. Es zeigt die Geliebte von Don Quijote und soll die karge Wand lebendiger machen. Der Bürgermeister hat die Farbe spendiert und eine Hebebühne organisiert. Das nenn ich mal Jugendarbeit ;-)


Grafiti auf einer Hochhauswand in Quintanar de la Orden zeigt die Geliebte von Don Quijote

Die weitläufige Olivenlandschaft hat sich mittlerweile in weitläufige Weinlandschaften verändert, und da hängen auch noch massig reife Früchte dran! Klar, dass sämtliche Sorten erstmal durch probiert werden und für gut befunden werden.

In La Felipa bei Albacete haben wir zunächst vergeblich nach einem guten Platz zum wild zelten gesucht, bis und die Idee kam, einen Bauern zu fragen, ob wir auf seinem Feld zelten dürften. Und tatsächlich fanden wir zwischen zwei Bäumen auf seinem Feld einen super Platz für die Nacht. Das Kochen bei untergehender Sonne hat auch Spaß gemacht.


Kochen abends auf einem Feld in La Felipa

Am Tag danach sind in der Nähe der Straße Bombentests durchgeführt worden, und so haben wir alle paar Minuten einen lauten Knall gehört und immer wieder stieg Rauch auf. So ganz wohl fühlt man sich da nicht, auch wenn man weiß, dass es wirklich nur Tests sind.
Da wir nach 2 mal wildzelten mal wieder eine Dusche haben wollten, haben wir trotz der frühen Uhrzeit den Campingplatz in Jarafuel angesteuert und bald ist auch schon ein risiges Unwetter angezogen. Viele Wetterleuchten und tiefst blau dunkler Himmel haben eine Apokalyptische Stimmung verbreitet. Also haben wir uns auf eine unruhige Nacht eingestellt, doch aus irgend einem Grund ist dieses Unwetter nur ein paar 100 Meter vor uns „angehalten“ und hat uns lediglich 3, 4 Tropfen geschickt. Somit hatten wir ein imposantes Naturschauspiel direkt vorm Zelt, viel besser als 3D-Kino :-)

Nun, vor der Küste zum Mittelmeer hin, wird es noch einmal richtg hügelig, es geht viel Berg ab und fast genau so viel Berg auf. Mitten in dieser Berglandschaft taucht auf einmal ein Kernkraftwerk auf, das alle paar Minuten lustige Geräusche und Durchsagen von sich gibt, die man Kilometer weit hört. Auch im angrenzenden Dorf (Cofrente) sind diese Durchsagen zu hören. Ob es das in Deutschland auch gibt? Gut, dass der Abstand dort immerhin 70 Kilometer beträgt ...


Bergige Landschaft zur Mittelmeerküste hin

Nachdem sich mal wieder am Himmel ein Unwetter ankündigt, und der Wind uns mit guter Geschwindigkeit im Rücken liegt, kommen wir gut voran. Und ein weiteres Mal werden wir knapp verschont, auch wenn wir schon in einem Cafe Zuflucht gesucht haben, um das Wetter erstmal vorbei ziehen zu lassen. Angeblich ist die erste Oktoberwoche in Valencia berühmt für ihre hohen Niederschläge.


Bergige Landschaft in der Nähe von Bunol

In einem Lidl finden wir sogar deutsche Haferflocken, da wird das Müsli doppelt so gut schmecken. Da wir keinen guten Zeltplatz finden (Kläranlagen, Industriegebiet ...) und fast auf der Autobahn gelandet sind, beschließen wir, nur ein paar Meter neben der Autobahn unter einem Baum unser Lager für die Nacht zu errichten. Und mit Ohrenstöpsel und ein paar Höhenmeter in den Beinen schläft man da auch ganz gut.

Der nächste Tag ist die Zielgerade, nach Valencia sind es auf der Autobahn keine 50km mehr, doch da dürfen und wollen wir ja nicht fahren. In der sehr abwechslungsreichen Landschaft kommen uns massig Rennradler entgegen, überall hängen die unterschiedlichsten reifen Früchte an den Bäumen/Büschen, was uns natürlich herzlich anlockt. Je näher es in Stadtnähe geht, desto mehr Stacheldrahtzäune sieht um jede Plantage. Da man nach Valencia noch eine gute Abfahrt vor sicht hat, wird man hier auch mit traumhafter Sicht belohnt: unter einem Valencia und im Hintergrund das blaue Meer.


Riesige Agaven säumen den Weg nach Valencia

Etwas ausserhalb von Valencia finden wir einen netten Campingplatz, von dem man aus das Meer rauschen hören kann. Natürlich sind wir sofort rein gehüpft und haben das warme Wasser genossen. Obwohl zwischen den beiden Badeorgien im Atlantik und im Mittelmeer ein Monat vergangen ist, ist das Mittelmeer (gefühlt) um 7 – 10 Grad wärmer.
Hier bleiben wir für zwei Nächte, da wir uns am nächsten Tag mit dem Rad die Stadt ansehen wollen.


Am Mittelmeer in El Saler bei Valencia

Valencia ist eine tolle Stadt: eine super Infrastruktur für Fahrradfahrer und alle anderen unmotorisierten Fortbewegungsmittel, ein grünes Band mitten in der Stadt, riiieeeesige Gebäude (z.B. das Museu de les Cièncles „Prinzep Filip“). Ich habe zwar schonmal gelesen, dass dafür wahnwitzige Summen ausgegeben wurden, aber diese Wucht des Gebäudes lässt das noch viel aufgeblasener erscheinen.


Museu de les Cièncles „Prinzep Filip“ in Valencia

In der Innenstadt gibt es viel zu entdecken, vor allem auch CDs von den Bands vom Konzert in Madrid, die dort leider keine CDs direkt verkauft haben, und so ist das Souvenir natürlich gleich gesichert.

Da wir so langsam wieder nach Deutschland zurück sollten, machen wir uns viele Gedanken über die Art des zurück reisens. Auf der einen Seite wollen wir Fliegen vermeiden, auf der anderen sind die Zugverbindungen (vor allem wegen der Fahrräder) grottig bzw. geben die spanischen und französischen Seiten einfach keine vernünftigen Informationen.
Und da tut sich auch bald schon die Lösung auf: unsere geliebste Deutsche Bahn findet eine einigermaßen akzeptable Verbindung, wenn man direkt „Valencia – Augsburg“ mit Fahrradmitnahme eingibt! Man muss zwar 3 Tage zug fahren, x Mal umsteigen, aber in Verbindung mit dem Inter Rail Ticket ziemlich günstig, spontan und ungebunden.


Newtons Kraftformel als Grafiti in Valencia, das imponiert mir

Und da ich meiner Freundin eh noch Schafkopf beibringen wollte, die ideale Gelegenheit. Die erste Nacht in Barcelona haben wir in einer Bar Karten spielend und durch die Gegend fahrend verbracht. Im Zug hat man auch viel von der Landschaft gesehen: hässliche Turi-Hochburgen und super Landschaft auf der anderen Seite.
Die zweite Nacht verbrachten wir frierend vorm Bahnhof in Besancon, der über Nacht leider dicht gemacht wurde ... Je weiter wir uns von Spanien entfernten, desto schlechter wurde das Wetter, und desto kälter wurde es. Warum wollten wir noch gleich zurück? :-)

Im französischen TER war die Fahrradmitnahme mal wieder erste Sahne! Mein riesiges Rad und das lange Liegerad haben exakt an die Haken gepasst:


Fahrradmitnahme im TER

Bis bald Frankreich und Spanien, wir kommen wieder!

Ich hoffe, mein erster Bericht hat euch gefallen. Die Bilder habe ich absichtlich kleiner gemacht, damit sich hier keiner beschweren kann wegen Unleserlichkeit und Traffic schmunzel
Vielen Dank an euch alle hier im Forum, ihr habt mir durch eure Beiträge viel bei der Vorbereitung meiner Reise geholfen! bravo







Viele Grüße, Chris

Geändert von ChristianCW (10.02.14 22:14)
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#1014414 - 11.02.14 00:41 Re: Quer durch Frankreich und Spanien [Re: ChristianCW]
veloträumer
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Beiträge: 13014
Hallo Chris,
vielen Dank für deine Eindrücke von der doch recht langen Tour, die durch unterschiedlichste Landschaften führte. Es gibt ja fast nur den Schnittpunkt Bayonne mit mit meinen Touren in F/E. Ich muss allerdings eine Anmerkung zu den Bildern machen: So direkt eingestellt mit Anklicken zum Vergrößern ist recht lästig. Entweder die Bilder gleich in angemessener Betrachtungsgröße einstellen (dann sind es am Text gemessen zu viele) oder eine Galerie aller Bilder verlinken, die man dann nacheinander in angemessener Größe betrachten kann. Auch deinen Bilderhoster solltest du mal überdenken. Ich werde da von Werbung angesprungen und im Hintergrund öffnen sich agressive Werbefenster. Ich kenne das Problem auch von Photobucket, verlinke dahin keine Bilder mehr, sondern nutze das Portal nur noch für Bilder, die ich hier direkt einstelle. Picasa/Google+ und flickr sind da wesentlich angenehmer (ob es so bleibt, weiß man aber nicht).
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1014442 - 11.02.14 08:44 Re: Quer durch Frankreich und Spanien [Re: veloträumer]
ChristianCW
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Hallo Matthias,

danke für deine Tipps gezüglich der Bilder. Ich war eigentlich der Überzeugung, die Fotos direkt dort eingebunden zu haben (also in Originalgröße). Wahrscheinlich hab ich nur den Link vom Thumbnail verwendet, Schande über mein Haupt.
Zur Werbung kann ich leider nichts sagen, da NoScript und Adblocker bei mir alles unterdrücken, was in diese Richtung geht ... beim nächsten Mal werd ich auf jeden Fall woanders die Bilder hochladen, nochmal danke für den Tipp!

Zitat:
Entweder die Bilder gleich in angemessener Betrachtungsgröße einstellen (dann sind es am Text gemessen zu viele)

Was empfiehlst du so als Verhältnis von Text zu Bild?
Viele Grüße, Chris
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Off-topic #1014500 - 11.02.14 13:27 Re: Quer durch Frankreich und Spanien [Re: ChristianCW]
veloträumer
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Wenn es bei dir 800-Pixel-Bilder wären, würde es wohl noch in Ordnung gehen. Ist natürlich auch eine Geschmacksfrage. Größe Bilderserien mit 1000-Pixel-Bildern halte ich grundsätzlich für problematisch, selbst wenn die Textmenge größer wäre und das ja hier im Forum verbreitet ist. Man sollte immer an die verschiedenen Endbenutzergeräte denken (für große Desktops oft kein Problem, für Laptop-Anwender schon) - mal abgesehen davon, dass es auch immer noch Problem mit Ladezeiten geben kann, wenn zuviele große Bilder in einem Beitrag schwirren.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1014541 - 11.02.14 16:56 Re: Quer durch Frankreich und Spanien [Re: veloträumer]
inga-pauli
Mitglied
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Beiträge: 3726
In Antwort auf: veloträumer
Ich werde da von Werbung angesprungen und im Hintergrund öffnen sich agressive Werbefenster.

Hast du keinen Werbeblocker? Bei mir ist keine Werbung!

Aber ich finde auch, dass die Bilder in angemessener Größe zur besseren Lesbarkeit des Berichts angenehmer wären.

Ansonsten @Chris: danke für die anschaulichen Reiseeindrücke - Daumen hoch!
Ingrid ***


Geändert von inga-pauli (11.02.14 16:57)
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