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#1069162 - 21.09.14 12:52 Unsere Tour zur Tour
Reiseleiter1
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 26
Dauer:10 Tage
Zeitraum:9.7.2014 bis 18.7.2014
Entfernung:1175 Kilometer
Bereiste Länder:frFrankreich

10 Etappen
1175 km
17750 hm
meist warm und sonnig; ein halber Regentag

Der diesjährige Sommerurlaub war durchgeplant. Die Route durch den Schwarzwald, das Schweizer Jura und die Vogesen stand in groben Zügen fest.
Indes gaben die Wetterprognosen Anlass zur Sorge. Sollten Regen, Sturm und Hagel unseren Plan durchkreuzen? Wir suchten nach Alternativen. Auf unserer Wunschliste standen schönes Wetter und der Besuch einer Tour de France – Etappe. Beides war nördlich des Genfer Sees nicht zu haben.
Schließlich setzten wir uns ins Auto und fuhren im Dauerregen bis Saint-Egrève, einem Vorort von Grenoble und verbrachten die erste Nacht im Comfort Hotel.
Wir bezahlten für die Übernachtung 60,- EUR. Unser Auto konnten wir auf dem hotelleigenen Parkplatz für die Dauer unserer Tour stehen lassen.

Etappe 1:
Saint-Egrève – Ancône; ca. 160 km und 1.500 hm

Gegen 07:00 Uhr standen wir auf. Der Himmel war grau. Die Wolken hingen tief. Es nieselte vor sich hin, die Temperaturen lagen bei 15° C. Nunja, nicht unser Wetter. Aber ein guter Test für unsere Ausrüstung.
Und so brachen wir auf nach Süden, in das Land, wo Milch und Honig fließen sollen; wo es wenigstens nicht mehr regnen würde.
Am linken Ufer der Isère nutzen wir einige Zeit einen asphaltierten Radweg, zunächst Richtung Nordwest. Bei Veurey-Voroize wechseln wir auf die breite Hauptstraße und folgen weiterhin dem Lauf der Isère, nun nach Südwest. Rechts und links des Weges stehen Walnusshaine. In Baumschulen wachsen kleine Bäumchen heran.
In Saint-Nazaire-en-Royans machen wir eine kurze Pause und biegen in den Vercors ab. Die Straße wird schmaler und steigt erst etwas steiler, später gemächlich an. Die Temperatur sinkt unter 10° C. Der Regen hängt auch hier fest. Irgendwann ist nicht mehr ganz klar woher die Feuchtigkeit am Körper kommt. Dringt der Regen durch die Bekleidung oder schwitzen wir im Anstieg? Was bedeutet „wasserdicht“, „wasserabweisend“ oder „atmungsaktiv“ im Angesicht dieses Dauerregens? Die Gedanken schweifen ab, während der Blick zumeist wenige Meter vor dem Vorderrad verharrt. In breiten Rinnsalen fließt uns das Wasser entgegen. Im nassen Grau ringsum ist nicht viel zu sehen. Nur einmal dokumentieren wir die Szenerie fotografisch.
Nach und nach weicht der dichte Wald zurück, Almwiesen prägen das Bild. Bis auf gut 1.000 Meter steigt die Straße am Col de Bacchus an. Endlich lässt auch der Regen nach – fünf Stunden nach dem Start der Etappe. Schließlich hört er ganz auf. Die Abfahrt nach Crest absolvieren wir dann im Trockenen. Durch kleine Lücken in der Wolkendecke blitzt auch mal die Sonne. Eichenmischwälder prägen nun das Bild. An den sanften Hängen der Hügel leuchtet golden das reifende Korn.
Über Marsanne steuern wir Montélimar an, erkundigen uns im Office du Tourisme nach einem Zeltplatz und landen schließlich auf einem Platz namens L’ile Blanc nördlich von Ancône. Der Platz kostet uns 20,- Euro. In Ancône gibt es einen kleinen Konsum, in dem wir uns verpflegen.




Etappe 2:
Ancône – Laudun ca. 125 km und 1.600 hm

Wir starten bei kühlen 12°C und bedecktem Himmel. Zunächst folgen wir der Rhône nach Süden. Der Radweg ist gut beschildert und asphaltiert. Wir kommen flott voran. Bei Viviers queren wir die Rhône nach Westen, meiden die breite und viel befahrene D86 und fahren stattdessen auf schmaler Straße bergan Richtung Saint Montan. Es wird wärmer und wir entledigen uns der Armlinge und Beinlinge.
Durch den landwirtschaftlich genutzten Landstrich steuern wir unsere Räder südwestwärts bis Saint-Remèze und weiter zur Ardèche. Im letzten Drittel bildet der Fluss die Gorges de l’Ardèche, eine eindrucksvolle Schlucht. Die gut ausgebaute D290 mit zahlreichen Parkmöglichkeiten und Aussichtspunkten folgt den Windungen des Flusses. Mal bergan, mal bergab aber stets mehrere hundert Meter über dem Fluss verläuft die Straße von Nordwest nach Südost. Wir fahren Richtung Südost, halten mehrmals an und lassen den Blick schweifen. Oben genießen zahlreiche Touristen die schöne Aussicht, unten reihen sich wie Farbtupfer unzählige Kanus aneinander. Freilich ist die Schlucht nicht so gewaltig wie der Grand Canyon du Verdon, dafür ist die Fahrt weniger anstrengend, weil weniger Höhenmeter überwunden werden müssen.
Auf unserem Weg nach Saint-Martin-d’Ardèche am Ende der Schlucht kommt die Sonne durch. Bevor wir die Ardèche nach Süden überqueren, stärken wir uns im Stadtzentrum.
Über Saint-Paul-de-Caisson gelangen wir durch einen Laubwald zur Chartreuse de Valbonne. Das Kloster liegt in einer Talsenke. Sein erstes Kloster – die Große Kartause – erbaute der Kartäuserorden nördlich von Grenoble, in der Chartreuse. Ab etwa 1200 breitete sich der Orden aus und es entstand auch die Kartause im vallis bona, im guten Tal. Heute kann man in den alten Gemäuern auch übernachten.
Bei La Roque-sur-Cèze liegen die Kaskaden von Sautadet (Les cascades du sautadet). Bevor wir auf der Pont Charles-Martel die Cèze überqueren, halten wir uns links des Flusses und erreichen so ein offenes Gelände. Die kleine Cèze hat sich hier auf einer Breite von etwa 500 Metern in den weißen Kalkstein gegraben und ungezählte kleine Wasserfälle, Becken und Strudel erschaffen. Viele Menschen erfrischen sich an diesem inzwischen warmen Spätnachmittag in den gurgelnden Wassern.
Rechts der nach Südost fließenden Cèze fahren wir bis Bagnol-sur-Cèze. Im Office du Tourisme treffen wir auf eine freundliche deutsche Mitarbeiterin. In unsere Muttersprache verfallen wir indes erst, nachdem unser Standartsatz „Plus lentement s‘il vous plait, je ne parle pas francaise très bien.“ herausgestammelt ist. Dann aber erfahren wir, dass es in Laudun einen Zeltplatz gibt. Und so fahren wir auf der ruhigen D121 bis Laudun, verpflegen uns im Supermarkt und quartieren und auf dem Platz südlich der Stadt ein. Das Zelt errichten wir schon mal ohne Anmeldung. Erst später öffnet die Rezeption, wo wir den Obolus in Höhe von 18,- EUR entrichten.



Etappe 3:
Laudun – Fontvieille ca. 130 km und 800 hm

Der kräftige Nordwind schiebt uns südwärts, erst auf der ruhigen, leicht welligen D240, später auf der breiten D6086. Unter der südlichen Sonne gedeihen nun zunehmend Weinreben. Ganze Felder sind vom hellgrünen Weinlaub bedeckt. Anders als bei uns sind die Weinbauern Südfrankreichs nicht auf die Südhänge der Berge angewiesen. Der Wein reift in der Ebene.
Unser erstes Ziel ist Castillon-du-Gard. In den mittelalterlichen Gassen durch die kaum ein Auto passt, finden wir einen Bäcker und füllen unsere Kohlenhydratspeicher auf. Von der Stadtmauer aus sehen wir schon unser nächstes Ziel – den Pont-du-Gard. Der römische Aquädukt aus dem 1. Jh. n. Chr. wurde ganz ohne Mörtel aus gelbem Sandstein errichtet. Allein das Gewicht der Steine hält alles zusammen. Das historische Bauwerk steht auf der Welterbeliste der UNESCO. Ein großer Eingangsbereich im Norden bietet zahlreiche Informationen und Einkehrmöglichkeiten. Der Eintritt ist frei. In drei Ebenen, jeweils aus Rundbögen gebaut, überspannt die über 50 Meter hohe Wasserleitung den Gardon und leitete dereinst Wasser nach Nîmes. Es ist noch immer nicht ganz klar, wie das geringe Gefälle von 24 cm/km auf die gesamten 50 km eingehalten werden konnten.
Mit Schiebewind geht es weiter in die Camargue. Allerdings kommen uns langsam Zweifel, ob es klug ist, heute noch weiter nach Süden zu fahren. Denn zurück geht es nur nach Norden, dem kräftigen Wind entgegen. Und die Camargue ist bretteben, kein Hügel, kein Baum oder gar Wald bremsen den Wind ab. So streifen wir dieses Gebiet zwischen der Grande-Rhone und der Petit-Rhone nur an dessen Nordrand, sehen ein paar schwarze Stiere und weiße Pferde mit dem typisch braun gefärbten Nachwuchs. Flamingos und die typischen Salzhalden sehen wir indes nicht. Salz wird weiter südlich aus dem Meerwasser gewonnen. Vielleicht bei einer späteren Reise.
Bei stetem Gegenwind gelangen wir über Arles schließlich nach Fontvieille. An der Rezeption des Zeltplatzes müssen wir etwas warten. Abends essen wir im Fernsehraum und laden an den freien Steckdosen unsere Akkus.



Etappe 4:
Fontvieille – Bédoin ca. 110 km und 1.050 hm

Der Wind bläst weiter kräftig aus Nordwest. Am frühen Morgen schauen wir uns die nahe gelegene Moulin d’Alphonse Daudet, eine Windmühle benannt nach einem französischen Schriftsteller, an. Weiter südöstlich, an einer schmalen, verkehrsarmen Straße gelegen, stoßen wir auf die Reste eines römischen Aquädukts. In diesem Falle trieb das Wasser die Mühlen von Barbegal an. Derer sechzehn standen einst am Hang.
Den Alpilles, einem kleinen Gebirge nähern wir uns von Süden. Nur 10 X 30 km misst die Kalksteinkette. Glatter Fels ragt empor, Bäume finden nur vereinzelt halt. Hoch oben sitzt Les Baux de Provence. Die Gassen in der kleinen Stadt sind schmal und steil. Auch hier hat sich mittelalterliches Flair erhalten. Wir schauen uns kurz um und verlassen das Massif des Alpilles gen Norden.
In Saint-Rémy-de-Provence verlaufen wir uns in einem Intermarché. Wir verlassen den Markt an anderer Stelle als wir ihn betreten haben und suchen erst mal unsere Räder. Es gibt zwei Ein- bzw. Ausgänge. Mit den eingekauften Lebensmitteln können wir auch nicht durch den Markt zurück, weil wir den Kassenbon nicht haben. Nach scheinbar endlosem Fußmarsch um den Markt herum finden wir unsere Räder wieder und fahren weiter nordwärts.
Wir queren die Durance und stoßen ins Herz Avignons vor. Am Papstpalast und in den Straßen herrscht ein buntes Treiben. Wir erfahren, dass gerade das jährliche Theaterfestival stattfindet.
An jeder Ecke wird musiziert und geschauspielert. Artisten zeigen ihr Können. Ein junger Mann präsentiert Kunststücke auf dem Rad. Wir bleiben zwei Stunden und steuern schließlich auf Umwegen Bédoin am Fuße des Königs der Provence an.
In einem Radladen kaufen wir ein neues Hinterrad. Derweil im Fernsehen die Tour de France läuft. Das alte Hinterrad hat einen heftigen Schlag in der Felge wodurch es unmöglich wurde, dosiert zu bremsen. Das neue 24 - Speichen – Crossride kostet hier 115,- EUR. Es hält bis zum Ende der Tour durch, obwohl das Laufrad eher nicht für schwere Gepäcktaschen konzipiert ist.
Wir beziehen einen Platz auf dem am Hang errichteten und mit 15,- Euro recht günstigen camping municipal.



Etappe 5:
Bédoin – Orpierre ca. 125 km und 2.900 hm

Am Vormittag nehmen wir den Mont Ventoux in Angriff. Obwohl wir wie immer recht früh, also gegen 07:30 Uhr, aufbrechen, sind wir bei Weitem nicht die ersten Radler. Wie ein Magnet zieht der Gipfel unzählige Sportler an, einige sogar per pedes im Laufschritt. Wir sind zu der Zeit immerhin die Einzigen mit Gepäck.
Zunächst steigt die Straße ganz gemächlich an. Der Morgen ist noch angenehm kühl. An den flachen Ausläufern wächst Wein. Im Mittelabschnitt der über 20 km langen Bergstraße werden die Steigungsprozente zweistellig. Bei 7 km/h kommen wir nicht in den Genuss kühlenden Fahrtwindes. Die höher steigende Sonne tut ihr Übriges.
Ab dem Chalet Reynard frischt der Wind auf. Der Wald verschwindet. In der dunstigen Ferne liegt uns die Provence zu Füßen. Gleich mehrere Fotografen stehen am Straßenrand und lichten bergan fahrende Radler ab. Wenn man eine Visitenkarte zu greifen bekommt, kann man die zu teuren Fotos später im Internet bestellen.
Nebel drückt auf den letzten 200 Höhenmetern herein. Der Gipfel ist nicht mehr zu sehen. Der Wind ist jetzt sehr unangenehm zu spüren. Heute wird der Berg seinem Ruf als Scharfrichter gerecht. Als wir oben ankommen, haben wir für die gut 23 km fast 2:30 Stunden Fahrtzeit gebraucht. Das ergibt einen Schnitt von unter 9,5 km/h.
Natürlich würden wir diesen Berg gerne noch mal mit dem Rennrad bezwingen – aber das wird dann eine andere Geschichte.
Schnell schießen wir ein paar Fotos. Lange halten wir es bei dem kalten Wind nicht aus. Wegen des dichten Nebels ist auch nicht viel zu sehen.
Bis zum Chalet Reynard hinab nehmen wir dieselbe Straße, biegen dann aber nach Sault ab.
Im Tal wächst der Lavendel. Der typische Duft liegt in der Luft.
Wir fahren grob Richtung Nordost, nach Ferrassières und weiter hinauf zum unspektakulären Col de l’Homme Mort. Den Mont Ventoux lassen wir dabei links hinter uns. Sein Gipfel ist noch immer wolkenumhüllt.
Über Séderon gelangen wir auf die D546, der wir westwärts folgen. Es geht erst leicht bergan, dann bergab. Die Straße ist verkehrsarm und geleitet durch ein schönes Tal. Viele Lavendelfelder säumen den Weg, Rosen blühen an Häuserwänden. Das ist der Sommer. Wir kommen gut voran im Departement Drôme.
In Saint-Auban-sur-l'Ouvèze wenden wir uns ostwärts. Die L’Ouvèze hat hier ihr Bett gegraben. Die D65 ist wiederum wenig befahren und in gutem Zustand. Bis zum Talschluss durchfahren wir nur wenige kleine Orte. Dann überwinden wir mehrere Kehren hinauf zum Col de Perty. Der Drômepass ist immerhin 1.300 Meter hoch.
Wir verlassen die Drôme und erreichen das Departement Haute-Alpes. Aus der Ferne grüßen schon die mächtigen Berge der Westalpen. Etwa fünf Kilometer vor Orpierre finden wir rechterhand einen Zeltplatz. Der Untergrund ist etwas uneben und struppig. Das Gras müsste mal gemäht werden.
Dafür gibt es erstmals Pizza und regionales Bier.
An einer Steckdose im Gemeinschaftsraum können wir wieder Akkus aufladen.



Etappe 6:
Orpierre – Embrun ca. 120 km und 1.800 hm

In der Nacht regnet es. Morgens ist es frisch und feucht. Wir rollen talwärts und kapern den ersten Supermarkt. Auf der welligen D330 streifen wir die Montagne de Chabre, an deren sanften Ausläufern zahlreiche Obstplantagen angelegt sind. Der markierte Radweg folgt einer schmalen Straße. Der Himmel ist wolkenlos und es wird schnell wärmer. Den Buech queren wir bei Laragne-Montéglin. Die D942 steigt erst leicht an und fällt dann Richtung Durance hin ab. Beiderseits der Straße wachsen Obstbäume unter Kunststoff.
Bei Monêtier-Allemont überqueren wir die Durance und wechseln für einige Kilometer in das Departement Alpes-de-Haute-Provence. Eine schmale Straße windet sich steil hinauf. Von oben sieht es so aus, als seien im Tal der Durance die Verpackungskünstler Christo und Jeanne-Claude aktiv gewesen. Zahlreiche Plantagen sind eingepackt, um das empfindliche Obst vor Hagel und Sonnenbrand zu schützen.
Auf der D104 und der D951 meiden wir die großen Hauptstraßen. Es gibt kaum Autoverkehr. Ab und an begegnen uns Rennradler.
Den Lac de Serre-Poncon umfahren wir auf der uns noch unbekannten Nordroute. Vor dem Col Lebraut essen wir eine Kleinigkeit in einem Restaurant. Es ist mittlerweile heiß geworden. Die Sonne brennt.
Über Savines-le-Lac gelangen wir auf der Hauptstraße N94 mit Rückenwind bis nach Embrun. Schon von Weitem ist die hoch über der Durance gelegene Altstadt zu sehen, überragt vom Turm der Cathedrale Notre Damme en Embrun. Wir nehmen einen der zahlreichen Zeltplätze für etwa 30,- Euro. Holländer sind deutlich in der Überzahl. Und während wir auf der Fernsehterrasse ein kühles Blondes zischen, quälen sich Toni Martin und Co durch die verregneten Vogesen. Dort wollten auch wir stehen. Das war der erste Plan. Im Moment sind wir sicher, alles richtig gemacht zu haben. Die Tour durch den Schwarzwald und die Vogesen holen wir irgendwann einmal nach.
Vor einem Supermarkt erstehen wir einen Riesenbroiler, den wir auf dem Zeltplatz verspeisen. Zuvor machen wir noch einen kleinen Abstecher hinauf in die Altstadt.



Etappe 7:
Embrun – Le-Monetier-les-Bains ca. 100 km und 2.300 hm

Morgens ist es wieder recht kühl. Wir starten mit Armlingen und Beinlingen. Südlich der Durance führt unser Weg auf der D994d nach Osten. Hinweisschilder weisen den Weg als Radweg – „Les Balcons de la Durance“ aus. Das letze Stück vor Guillestre fahren wir auf der breiten Hauptstraße, lassen die Stadt zunächst aber rechts liegen und besichtigen Mont Dauphin. Der kleine Ort ist gleichzeitig eine Festung, natürlich erbaut vom französischen Festungsbaumeister Vauban. Vor Jahrhunderten schützte der Bau Frankreichs Südostgrenze.
Im Ort Guillestre verpflegen wir uns und nehmen um die Mittagszeit den Col d’Izoard in Angriff. Im unteren Abschnitt, unweit der Stadt Guillestre ist die Straße eher schmal und wir folgen dem Guil flussaufwärts. Der Guil hat sich tief ins Felsgestein eingeschnitten. Der Fahrzeugverkehr ist in dem Bereich spürbar, aber noch nicht störend.
Später wird die Straße breiter, das Tal offener. Bei leichter Steigung und Rückenwind kommen wir gut voran. Zahlreiche Rennradgruppen sind unterwegs. Einige werden von Reisebussen begleitet. Reiseführer haben Picknicks vorbereitet. Auf ein solches Rundumsorglospaket verzichtet der Reiseradler gerne.
Als das Château Queyras in Sicht kommt, bleiben wir auf der D902, halten uns links Richtung Izoard. Die Straße wird jetzt steiler, ist aber in einem ausgezeichneten Zustand. In einigen Tagen wird das Feld der Tour de France hier vorbeikommen um anschließend zum Skiort Risoul hinaufzufahren.
Fast verlassen wirkt das Seitental des Guil. Am frühen Nachmittag ist nicht viel los. Einzig Radfahrer streben in Scharen dem Gipfel entgegen. Einige sogar mit Gepäck. In Arvieux füllen wir unsere Wasserflaschen an einem Brunnen. Die Straße zieht sich schnurgerade und steil bis nach Brunissard. Dann beginnen die Kehren, auch mal mit über 10 Steigungsprozenten. Je höher wir kommen, umso kleiner werden die Kiefern und Lärchen.
An der Casse Déserte legen wir einen Fotostopp ein. Danach geht es kurz bergab, bevor die letzten 200 hm überwunden werden müssen.
Auf der Passhöhe (2.360 Meter) genießen wie die angenehmen Temperaturen. Wir folgen zu Fuß einem schmalen Pfad rechts hinauf. Eine kleine Felsformation erhebt sich aus dem Geröll am Berghang. Weiter unten besetzen schon die ersten Wohnmobile die besten Stellplätze neben der Straße. Radsportverrückte warten auf die in wenigen Tagen vorbeirollende Tour. Nach Norden hin taucht die Straße ein in den bekannten Lärchenwald. Eben jener Strecke folgen wir nach unserer Pause. Gut 20 km rollen wir bergab bis nach Briancon. Der Gegensatz ist gewaltig. Eben noch in der Sommerfrische eines Hochgebirgspasses, jetzt in der verkehrsreichen Stadt, in der die heiße Luft steht. Wir sehen zu, dass wir Land gewinnen und halten uns auf der stark befahrenen D1091 nordostwärts. Dieser Streckenabschnitt ist nicht sehr angenehm, aber schlecht zu umfahren.
In Le Monêtier-les-Bains füllen wir unsere Vorräte auf. Am Ende des Ortes liegt der einfache Camping les 2 glaciers. Es ist mit 13,- Euro der günstigste und mit einer Höhe von ca. 1400 Meter zugleich der höchste Zeltplatz unserer Tour. Einige Zeit scheint noch die Sonne ins Tal. Als sie hinter den Bergen verschwindet, wird es kühl und wir verziehen ins Zelt.



Etappe 8:
Le-Monetier-les-Bains – Bourg-d’Oisans ca. 125 km und 2.100 hm

Wieder ist es kühl. Schließlich sind wir auf etwa 1.400 Meter. Leider hat man uns in der Nacht einen Tacho abgezogen – Leichtsinn und Faulheit werden irgendwann bestraft.
Bis Lauzet bleiben wir auf der schmalen Nebenstraße. Rechts über uns rollt etwas Verkehr auf der breiten D1091. Schließlich biegen wir auch auf diese Straße ein und rollen zum Col du Lautaret.
Vor uns machen wir schemenhaft die Straße hinauf zum Col du Galibier zwischen saftigem Grün aus. Dorthin wollen wir. Aber zunächst machen wir kurze Siesta am Lautaret.
Die Straße hinauf zum Galibier fährt sich angenehm. Die Steigung ist mit fünf bis sechs Prozent moderat und gleichmäßig. In der Rückschau überblicken wir das mächtige Tal der Guisane. Der Wildwasserfluss entspringt nahe dem Lautaret und fließt bei Briancon in die Durance.
Auf den Wiesen rechts und links der Straße wachsen verschiedene bunte Blumen im sattgrünen Gras. Bäume sucht man hier oben vergebens.
Der letzte Kilometer ab dem Tunnel du Galibier ist mit acht, neun Prozent steiler.
Wir wandern ein Stück links hinauf zu einer Panoramaübersicht. Von Norden grüßt der Mont Blanc, im Süden erheben sich die Berggipfel des Massif des Écrins. Die Sicht ist ausgezeichnet. Wir nehmen einen kleinen Snack aus dem Rucksack zu uns und rollen wieder zurück zum Lautaret.
Wir passieren den bekannten Wintersportort La Grave.
An der Barrage du Chambon wechseln wir auf der Staumauer zur linken Talseite. In Le Bourg-d’Oisans schlagen wir unser Zelt auf einem 5-Sterne-Platz auf. Mit 70,- Euro für zwei Tage ist es der teuerste Platz dieser Tour. Dafür liegt er genau am Beginn der Steigung nach Alpe-d´Huez. Also exklusiv sozusagen.
Ohne Gepäck machen wir uns nochmals auf. Wir fahren ein Stück des Weges zurück und biegen in die D530 Richtung La Bérarde ein. Die Straße verläuft im Tal des Vénéon und ist stellenweise über 10% steil. Teils gerade, teils in kühn angelegten Kehren zieht sich die Straße immer weiter in das Tal hinein. Nur wenige Autos verirren sich hierher, schließlich ist es eine Sackgasse. Da die Zeit knapp wird, schaffen wir es nicht bis ans Ende und drehen in Champhorent um. Auch diese Stichstraße ist landschaftlich eine Entdeckung.
Der Abend klingt aus mit Büchsenbier und einem Blick hinauf zu den Kehren nach Alpe-d’Huez.



Geändert von Reiseleiter1 (21.09.14 12:56)
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#1069167 - 21.09.14 13:03 Re: Unsere Tour zur Tour [Re: Reiseleiter1]
Reiseleiter1
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 26
Etappe 9:
Bourg-d’Oisans – Bourg-d’Oisans ca. 80 km und 2.300 hm

Leider hatten wir unser Zelt neben dem Lager von jungen, männlichen Holländern aufgebaut. Ein Fehler, wie sich nachts herausstellte. Denn diese Kameraden waren bis gegen 24 Uhr aktiv, fußballspielender Weise.
Wir lassen Zelt und Gepäck zurück, nehmen nur Rucksäcke und Fotoapparate mit. Morgens liegt der berühmte Anstieg hinauf nach Alpe-d’Huez noch im kühlen Schatten.
Unterwegs treffen wir einen rüstigen Franzosen, der auf einem Rennrad hinaufstrampelt. Schnell piept sein Herzfrequenzmesser. In einem kurzen Gespräch teilt uns der Rentner mit, dass er bereits 76 Lenze zählt. Respekt!
Wir brauchen etwa 1:18 h reine Fahrzeit bis zum Skiort. Nach kurzer Rast am Supermarkt fahren wir am nördlichen Ende des Ortes auf einer schmalen asphaltierten Straße weiter bergan. Bis zum Lac Besson. Hier beginnen die Wanderwege. Lifte bringen im Winter Skifahrer und im Sommer Downhiller noch weiter hinauf.
Wir machen Fotos und genießen den Sommer.
Die Straße zum Col de Sarenne ist recht bescheiden. Loser Splitt und Schlaglöcher wechseln sich ab. Aber dafür fahren wir ja Mountainbikes mit stabilen Schwalbe Mondial. Die Passhöhe scheint auf den ersten Blick wenig zu bieten. Abermals klettern wir eine Anhöhe hinauf und blicken in das grandiose Vallée du Ferrand. Mächtige Bergrücken vor den noch mächtigeren eisbedeckten Gipfeln der fast-Viertausender La Meije und Le Râteau. Linkerhand schlängelt sich das schmale Band der Straße talwärts. Die vielleicht schönste Aussicht dieser Tour. Wir fotografieren ausgiebig, bevor wir auf schlechter Straße talwärts rollen.
Am Chambon-Stausee treffen wir wieder auf die D9091. Wir überqueren abermals die Staumauer und biegen auf die D213 ab, hinauf nach Les Deux-Alpes. Die Straße ist breit und steigt anfangs mit fast 10 % später mit etwa 6 % an. Die zehn Kehren sind ausladend und nummeriert. Der Ort selbst besteht aus Hotels, Restaurants und Souvenierläden, ein typischer Skiort. Lifte durchziehen die Berge ringsum. Viele junge Menschen in bunter Freeride-Kleidung, auf den Köpfen wuchtige Sturzhelme und mit Downhillrädern bevölkern die Straßen. Sie lassen sich von den Liften auf die umliegenden Berghänge bringen und stürzen sich dann zu Tal.
Wir fahren zum Ende des Ortes. Auf einer Wiese starten Gleitschirmflieger mit mutigen Touristen am Haken. Um die 60,- Euro kostet der Spaß. Die Kameraden von der anderen Feldpostnummer stürzen sich auf ihren vollgefederten Rädern eine steile Abfahrt ins Tal des Véneon hinunter.
Wir sind zu feige und nehmen für den Rückweg die Straße.
Bei Bons biegen wir nach links auf die D220a ab. Die schmale Straße klebt förmlich am steilen Fels. Weit unten windet sich die D9091 durch das Tal. Diese Alternativroute führt wieder auf die Hauptstraße und so nach Bourg-d’Oisans zurück.



Etappe 10:
Bourg-d’Oisans – Saint-Egrève ca. 95 km und 1.400 hm

Früh packen zum letzten Mal wir unsere sieben Sachen und fahren auf der breiten D1091 Richtung Grenoble. Es geht leicht bergab. Die Straße folgt der Romanche mal rechts, mal links des Flusses. Wir geben Gas und ziehen durch bis Vizille. Hier wenden wir uns gen Norden Richtung Uriage-les-Bains. Rechterhand liegt Chamrousse. Der Tourtross wird in wenigen Stunden hier entlang kommen. Schon jetzt sitzen die Menschen vor ihren Wohnmobilen am Straßenrand. Helfer errichten die Werbebanner.
Nahe Gières gelangen wir auf den Radweg am Ufer der Isère und wenden uns westwärts. Wir überqueren die Isère und fahren Richtung Corenc. Dabei durchfahren wir die mit ca. 20 % knackig steile Chemin Charles Pajon, um zur Hauptstraße zu gelangen. Es geht nun bergauf Richtung Col de Palaquit und Col de Porte, hinein in die Chartreuse. In einigen Stunden werden hier die Profis hinunter rasen. Im Tal hinter uns liegt Grenoble. Wir fahren in der prallen Mittagssonne. In einem kleinen Laden füllen wir unsere Vorräte auf. Polizisten stehen am Straßenrand.
Am Col de Palaquit ist schon der Teufel los. Alles ist für die erste Bergwertung in den Alpen vorbereitet. Wir fahren, da wir nun schon mal hier sind, zum Col de Porte weiter. Menschenmassen kommen uns entgegen, bepackt mit Klappstühlen und Sonnenschirmen, Kühlboxen und Tröten. Es scheint, als gebe es für die gesamte Region heute nur ein Ereignis: Die Tour de France.
Auf dem Col de Porte kehren wir um, fahren zum Col de Palaquit hinunter und biegen Richtung Quaix en Chartreuse ab. Wir fahren etwas hin und her, um einen guten Platz zu finden und lassen uns schließlich einen Kilometer vor dem Gipfel nieder. Bei wolkenlosem Himmel und 35°C ist die Stimmung so ausgelassen wie auf einem Volksfest.
Es dauert einige Zeit, bis die ersten Fahrzeuge den Berg heraufkommen. Es folgt die Werbekarawane. Die Massen sind begeistert. Kinder sammeln den ausgeteilten Schnickschnack auf und bedanken sich bei uns mit einem „Merci Monsieur“ wenn wir ihnen das eine oder andere, was wir ergattern können, überlassen.
Dann herrscht wieder Ruhe. Die Hitze macht ein wenig träge. Irgendwann tauchen die Hubschrauber auf. Obwohl noch nicht zu sehen, ist klar, dass unter ihnen die Profis heran rollen. Endlich ist die Tour bei uns angekommen. Hinter dem roten Führungsfahrzeug kämpft sich De Marchi als Erster den Berg hinauf. Das Feld ist weit auseinander gezogen. Die Fahrer schwitzen – und leiden. Es dauert seine Zeit, bis alle vorbei sind und der Besenwagen das Ende signalisiert.
Wir packen zusammen und rollen bergab. Die meisten Zuschauer sind weg, die Werbebanner schon eingesammelt. Nur kurz nach dem Spektakel liegt die Straße da, als wäre nichts gewesen.
Zufrieden kommen wir an unserem Auto an. Es steht noch da. Nach einer Katzenwäsche aus Wasserflaschen machen wir uns auf den 13stündigen Heimweg durch die Nacht.



Route auf gpsies
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#1069208 - 21.09.14 16:59 Re: Unsere Tour zur Tour [Re: Reiseleiter1]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 6866
Danke für den interessanten Reisebericht. Das war eine sportliche Tour! Eine ähnliche Runde hatte ich schon einmal geplant und dann wegen einer Grippe nicht fahren können. Ob ich mich noch einmal dazu aufraffen kann? Auf jeden Fall haben die Bilder wieder Lust darauf gemacht.

Ihr fahrt mit Rucksack. Wäre es nicht angenehmer, den Rucksack zum anderen Gepäck hinten auf den Gepäckträger zu schnallen? Ich fahre eigentlich nur mit Rucksack, wenn ich keinen Gepäckträger habe (Crossbike, MTB) und bin ganz froh, wenn ich den Rücken am Reiserad frei halten kann. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1069221 - 21.09.14 18:39 Re: Unsere Tour zur Tour [Re: Reiseleiter1]
velOlaf
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 611
Danke für den schönen Bericht. Ihr seid in der Hammer-Wetter-Woche unterwegs gewesen. Ich war am 15.7. am Galibier, die Aussicht war unbeschreiblich. Die Woche davor und auch danach war schon wieder sehr viel Regen, wie so oft in den Alpen in diesem Sommer.

Ich werde mich mit eurer Route und dem Bericht noch genauer befassen, wir planen nächstes Jahr mit dem Tandem durch die Provence zu fahren.

PS: Die GPSIES-Route passt aber nicht zum Bericht!?
Grüße von Olaf
N'arrête pas. Le vélo, c'est la santé. (Luneau)
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#1069229 - 21.09.14 19:33 Re: Unsere Tour zur Tour [Re: velOlaf]
indomex
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 707
Schöner Bericht. Und wirklich beeindruckende Bilder...
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter
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#1069243 - 21.09.14 20:34 Re: Unsere Tour zur Tour [Re: velOlaf]
Reiseleiter1
Mitglied
Themenersteller
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Beiträge: 26
@ velOlaf
Das hast Du völlig richtig erkannt. Ich bin bei der GPSies - Route durcheinander geraten. Die verlinkte Route sind wir vor zwei Jahren gefahren. Hier die Links der einzelnen Etappen der diesjährigen Tour:

Etappe 1: Saint-Egrève - Ancone
Etappe 2: Ancone-Laudun
Etappe 3: Laudun - Fontvieille
Etappe 4: Fontvieille - Bédoin
Etappe 5: Bédoin - Orpierre
Etappe 6: Orpierre - Embrun
Etappe 7: Embrun - Le Monetier les Bains
Etappe 8: Le Monetier les Bains - Bourg d'Oisans
Etappe 9: Rund um Bourg d'Oisans
Etappe 10: Bourg d'Oisans - Saint-Egrève

In der Provence waren wir schon mehrmals, herrliche Gegend zum Radeln.

@ Keine Ahnung
Die Rucksackfrage wird uns immer wieder gestellt. Im Rucksack haben wir unsere nicht ganz billige Fotoausrüstung. Die haben wir gern am Mann. Ebenso wie Bargeld und Ausweis. Aber natürlich fährt es sich ohne Rucksack etwas besser.
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#1069369 - 22.09.14 13:31 Re: Unsere Tour zur Tour [Re: Reiseleiter1]
veloträumer
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In Antwort auf: Reiseleiter1
Es dauert seine Zeit, bis alle vorbei sind und der Besenwagen das Ende signalisiert.
Wir packen zusammen und rollen bergab. Die meisten Zuschauer sind weg, die Werbebanner schon eingesammelt. Nur kurz nach dem Spektakel liegt die Straße da, als wäre nichts gewesen.

An einem großen Pass wie dem Galibier kann das auch mal anders aussehen. Da halten sich die Zuschauermassen über Stunden und die ersten zwei Kilometer rollt man nach dem Ende im Slalom durch viel Fußvolk nicht weit über Schrittgeschwindigkeit runter. Mein Fazit war allerdings: Einmal gesehen ist sicherlich ein Erlebnis - ein zweites Mal braucht es aber nicht.
Danke für den detaillierten Bericht und die schönen Bildeindrücke aus einem der herrlichsten Radreviere der Alpen.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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Off-topic #1069562 - 23.09.14 08:58 Re: Unsere Tour zur Tour [Re: Reiseleiter1]
Holger
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Ich sehe die Bilder nicht mehr. traurig
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.
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#1069563 - 23.09.14 09:03 Re: Unsere Tour zur Tour [Re: veloträumer]
Holger
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In Antwort auf: veloträumer
In Antwort auf: Reiseleiter1
Es dauert seine Zeit, bis alle vorbei sind und der Besenwagen das Ende signalisiert.
Wir packen zusammen und rollen bergab. Die meisten Zuschauer sind weg, die Werbebanner schon eingesammelt. Nur kurz nach dem Spektakel liegt die Straße da, als wäre nichts gewesen.

An einem großen Pass wie dem Galibier kann das auch mal anders aussehen. Da halten sich die Zuschauermassen über Stunden und die ersten zwei Kilometer rollt man nach dem Ende im Slalom durch viel Fußvolk nicht weit über Schrittgeschwindigkeit runter. Mein Fazit war allerdings: Einmal gesehen ist sicherlich ein Erlebnis - ein zweites Mal braucht es aber nicht.[…]

Noch extremer bei Bergankünften. Von Alpe d'Huez fahren - nach den ganzen Zuschauern, die runterlaufen, -fahren, -rollen auch die ganze Nacht die unglaublich vielen Autos des ganzen Trosses runter.
Und mein Fazit: Schon ziemlich oft gesehen (3x Mont Ventoux, 4 oder 5x Alpe d'Huez und noch diverse andere Etappen), und trotzdem gerne wieder. Aber niemals wieder eine normale Flachetappe, das steht in keinem Verhältnis.

Viele Grüße,
Holger
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.
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#1069943 - 25.09.14 07:54 Re: Unsere Tour zur Tour [Re: Holger]
Reiseleiter1
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@holger; Die Plattform Photobucket lässt pro Monat nur 10GB Datentransfer zu externen links zu. Ab Oktber sind die Fotos also wieder sichtbar. Oder hier Fotos bei Photobucket
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