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#650469 - 31.08.10 20:11 Von Kärnten nach Istrien
mikesch
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 126
Dauer:8 Tage
Zeitraum:24.5.2010 bis 31.5.2010
Entfernung:463 Kilometer
Bereiste Länder:itItalien
hrKroatien
atÖsterreich
siSlowenien
Externe URL:http://picasaweb.google.de/ms.immagini/KarntenIstrien02?authkey=Gv1sRgCIj-oJu8odP9JA&feat=directlink

Radtour Villach – Poreč Pfingsten 2010

Prolog:

Zwei Eckpunkte für diese Tour waren schnell gesteckt: Mit dabei sein sollten der Vršič -Pass in den Julischen Alpen in Slowenien, sowie der Radweg durchs Val Rosandra vom slowenischen Karst nach Triest. Damit war als Kernstück Kärnten-Triest festgelegt, Dauer ca. 4 Tage. Fehlten noch 2-3 Tage, um die Woche voll zu machen.
Die Idee von Salzburg aus zu starten, um über Tauernradweg , Sölkpass und Gurktal nach Villach zu fahren, wurde schnell begraben: zu unbeständig ist das Wetter um diese Zeit am Alpenhauptkamm in dieser Ecke. Also von Triest aus lieber nach Süden verlängern.
Da bot sich die Parenzana an, ehemalige Eisenbahnstrecke der Verbindung Triest-Parenzo (ital. für Poreč), die nun als Radweg fungiert. Blieb nur die Frage der Rückreise, denn Poreč hat keinen Bahnanschluss. Laut Internet sollte es auf der Fährverbindung nach Triest keine Fahrradmitnahme geben. Eine Anfrage an die Touristik-Info in Kroatien brachte die Entscheidung: Bus mit Fahrradtransport nach Triest (O-Ton: „usually it’s no problem…“), von da mit Regionalzug weiter nach Tarvisio. Und so stand fest: Villach-Poreč. Voilà!
Die Tour wurde komplett am PC vorgeplant (der letzte Winter bot ja ausreichend Zeit..), teils anhand existierender Tracks aus dem Netz, Tipps aus verschiedenen Foren und einem email-Kontakt mit einem Radler aus Triest. Ebenso auf Verdacht mittels Google Earth. Die Planung ergab ca. 380-400 km. Höhepunkt, im wahrsten Sinn des Wortes, sollte mit 1611m der Vršič -Pass sein. Dass dies bei weitem nicht der anstrengendste Teil der Tour werden sollte, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Am Pfingstsonntag reisen wir mit dem Auto zum Faaker See an und checken auf einem Campingplatz ein. Am Abend machen wir noch einen Spaziergang im angrenzenden Wald und füllen danach den Speicher nochmal mit Nudeln und Tomatensoße. Es ist sehr ruhig hier, und wir verbringen eine angenehme Nacht in unserem VW-Bulli.



1. Tag, Pfingstmontag, 24.05.10
Faaker See- Kranjska Gora, 58 km


Wir verzichten ob der frischen Temperaturen auf ein morgendliches Bad im See. Die Trinkflaschen füllen wir mit klarem Quellwasser und um 9 Uhr startet unsere Tour. Weitgehend eben geht es über Faak durchs Finkensteiner Moor, und, nach Überquerung einer Brücke, entlang der Gail. Hier schon die erste Unterbrechung: bei Karin lässt sich der kleinste Gang nicht mehr einlegen, der Umwerfer streikt. Fatal bei einer Tour durch die Berge. „Vorhin gings noch!“ Hm, nichts wurde verstellt, ein bisschen ziehen und drücken, dann macht es „knack“ und: geht wieder. Also weiter.
Viele Wanderer sind heute hier unterwegs, bis wir die Staustufe erreichen. Hier müssen die Räder hochgetragen werden, es geht etwas eng zu. Auf der anderen Seite muss irgendwo die Almwirtschaft Schütt sein, das verpassen wir. Die Wanderer aber haben wohl alle rechtzeitig die Kurve gekriegt und den Einkehrschwung gemacht, denn plötzlich sind wir allein auf dem Weg. Mäßig ansteigend geht es durch den Wald nach Arnoldstein. An einem Brunnen füllen wir Wasser nach. Richtung Tarvisio gibt es einen Radweg an der Straße entlang, er wurde gerade neu angelegt. Wir aber entscheiden uns für einen Schotterweg südlich des Orts, der schnell an Höhe gewinnt, queren ein Kuhgehege und erreichen erst in Maglern wieder die Straße.
Wenige hundert Meter später erwartet uns die italienische Grenze. Mehr durch Zufall entdecken wir hier den Einstieg in den Alpe-Adria Radweg, ehemalige Eisenbahnstrecke der Pontebbana. Nach einer kurzen Pause nehmen wir die steile Rampe von der Grenze hoch zur Radpiste. Der Radweg beschert ein paar zusätzliche Höhenmeter im Vergleich zur Straße, aber es fährt sich angenehm ruhig mit schönen Ausblicken. Wir passieren Coccau di Sotto und bald erreichen wir den Abzweig Richtung Slowenien ins Valromana. Die Fuß/Radwegbrücke führt über eine Schlucht, auf einer ruhigen Nebenstraße geht es am Bahnhof Tarvisio-Boscoverde vorbei, dann zweigt links der Radweg ab.
Auch hier wieder eine ehemalige Bahnlinie, die kontinuierliche Steigung ist also moderat. Wenig später überqueren wir die Zufahrtsstraße zu den Laghi di Fusine, ein Blick auf die Karte zeigt, dass die Radwegverbindung dorthin einen großen Bogen macht. Wir verlassen also hier den Radweg und nehmen die Fahrstraße für unseren Abstecher. Mäßig steil geht es nach oben an einem rauschenden Bach entlang, der Fußweg auf der anderen Seite ist wegen Steinschlag gesperrt. Und dann öffnet sich das tolle Panorama des Sees.
Wir genießen den Ausblick über den See Richtung Mangart bei einem Cappuccino im Kiosk „Belvedere“ am Nordufer, und kühlen anschließend noch die Füße im kalten Seewasser. Danach geht es wieder flott abwärts zurück, auf halbem Rückweg nehmen wir den Abzweig rechts und fädeln im Tal wieder in den Radweg ein. Dieser endet vor der slowenischen Grenze, wir passieren die Ortschaft Rateče, und vorbei an der Weltcup-Skipiste erreichen wir Kranjska Gora. Wir radeln ins Zentrum und am ersten Haus mit dem Schild Sobe fragen wir nach und checken wenig später ein. Das Zimmer ist einfach, aber okay, Du/WC auf dem Flur, Balkon. Es gibt eine Dachterrasse, einen Wäscheständer, also flott noch Wäsche gemacht und ab unter die Dusche.
Wir folgen dem Rat der Gastgeberin, und machen uns auf den Weg zur Gostilna Pri Martinu. Sieht rustikal-nobel aus, vier Sterne prangen neben der Eingangstür, aber keine Speisekarte. Wir zögern, sprengt das unser Budget? Schließlich lassen wir es darauf ankommen, no risk no fun. Als wir die Speisekarte in den Händen halten, überraschen uns die moderaten Preise. Vermutlich sind die Portionen sehr klein, also ordern wir auch eine Vorspeise. Die riesigen Suppenterrinen machen schon fast satt, und das leckere Hauptgericht bringt uns an den Rand der Kapitulation. Für dieses Aufgebot lassen gerade mal 20 Euro zurück. Der Mond leuchtet auf unserem Spaziergang danach, und in unseren prall gefüllten Bäuchen findet sich noch ein Hohlraum für ein Eis.


2. Tag, Dienstag, 25.05.10
Kranjska Gora – Kobarid, 70 km


Nach dem ausgiebigen Frühstück, das von der Oma serviert wird, besorgen wir uns noch etwas Proviant beim Bäcker. Vorbei am Hotel-Casino „Korona“ kommen wir auf die Straße Richtung Vršič -Pass auf über 1600m Höhe. Momentan sind wir auf ca. 800m und mit 24 Kehren gilt es, die fehlenden 800 Höhenmeter zu überwinden.
Nach kurzem Anstieg überqueren wir einen Bach und erreichen den Jasna See. Bei der Skulptur des Zlatorog, dem sagenumwobenen Steinbock, machen wir eine Sitzprobe auf seinem Rücken und packen den Guten bei den Hörnern. Es soll wohl Glück bringen, und man sitzt drauf, wie auf einem Harley-Chopper (oder einem Bonanza-Rad…).Der Leiter einer Reisegruppe erklärt uns, dass wir noch ein Stück am See entlang den Schotterweg benutzen können, dann sind wir wieder auf der Straße.
Ein Stück fahren wir gemeinsam mit einem Italiener, er ist Vorhut eines Männerquartetts aus Bozen. Bald kommen auch zwei andere dazu, der vierte ist weit abgeschlagen. Bei der Russischen Kapelle legen wir eine Pause ein, die Italiener ziehen weiter nach „irgendwo in Istrien“. Die Kapelle wurde zum Gedenken an russische Kriegsgefangene errichtet, die vor fast 100 Jahren die Passstraße in den Berg treiben mussten. Ein kleiner Bach spendet schönes Kühl für die Füße.
In engen Kehren, die allesamt gepflastert sind, geht es weiter aufwärts, vorbei am Berghaus „Koča na Gozdu“. Weiter oben gibt es noch kleine Schneefelder, die Aussicht ist gigantisch. Der Verkehr ist moderat, es fährt sich angenehm ruhig. Nach mehreren Fotostopps erreichen wir gegen Mittag nach genau 2 Stunden reiner Fahrzeit die Passhöhe. Mit 1611m stehen wir hier am höchsten Gebirgspass Sloweniens.
Jetzt wird erstmal das obligatorische „Passfoto“ gemacht. Es geht ein kühler Wind, wir ziehen unsere Fleece-Jacken über. Eine Picknickbank bietet sich an für einen kleinen Snack und eine kurze Ruhepause, horizontal ausgestreckt auf der Sitzbank.
Dann geht es an die rasante Abfahrt. Man darf das Tempo nicht zu hoch werden lassen, denn auf jede Kehre folgt schnell die nächste, und man will ja schließlich die Kurve kriegen. Eine Aussichtsplattform etwas abseits der Straße lassen wir uns nicht entgehen. Von hier hat man einen herrlichen Blick zurück zur Passhöhe, als auch ins Tal der Soča. Irgendwo dort unten ist die Soča-Quelle.
Weitere Kehren führen uns nach unten, bevor wir auf einen Pfad zum Kugy-Denkmal abzweigen. Dann erreichen wir eine kleine Brücke über die Soča, jenem Gebirgsfluss, dem wir nun etliche Kilometer bis morgen Mittag folgen werden. Wasser ist hier allgegenwärtig und es gibt immer wieder Gelegenheiten, die Trinkflaschen nachzufüllen. Wir machen einen kurzen Abstecher zu einer wackligen Hängebrücke, die es so zahlreich an der Soča gibt.
Dann lassen wir den Ort Soča hinter uns und verlassen bei einem Campingplatz die Straße, steigen zur Abkühlung in den Fluß. Allerdings nur bis zu den Waden, denn dann setzen die Schmerzen ein. Vorbei an einem weiteren Campingplatz überqueren wir einen Bach, es geht weiter auf einem Schotterweg, der bald zum Grasweg, dann zum engen Pfad wird. Eine Hängebrücke bringt uns wieder auf die Straße, die dann erstmals wieder ansteigt.
Wir wissen dass Boveč etwas oberhalb der Soča liegt, aber dass wir die gewonnenen Höhenmeter durch die Abfahrt ins Tal eines Nebenflusses gleich wieder verlieren, überrascht uns. Also auf der anderen Seite wieder hoch. Hatten wir die ganze Zeit leichten Gegenwind, der schön klimatisierte, steht jetzt die Luft. Und wir im eigenen Saft. Eine Cappuccino-Pause in der „Jojo-Bar“ im Schatten neben dem Hotel Kanin in Boveč kommt da gerade recht.
Für die Weiterfahrt wählen wir eine ruhige Nebenstraße auf der anderen Flussseite. Schnell geht es Bergab Richtung Fluss, über eine Brücke vorbei am Kanuknotenpunkt durch den Ort Čezsoča. Auf einem Schotterweg geht es weiter bis zur Brücke, die uns wieder auf die Hauptstraße bringt. Von hier hat man einen schönen Blick auf den Boka-Wasserfall. Weiter geht es durch Žaga und Trnovo und dann haben wir Kobarid, unser heutiges Tagesziel, erreicht.
Vor einer Baustelle im Zentrum biegen wir links ab, als wir wildes Rufen und Pfeifen vernehmen. Es sind die vier Italiener vom Vormittag. Nur fünf Minuten vor uns angekommen, sitzen sie vor einer Kneipe. Noch bevor unsere Räder richtig stillstehen, haben sie schon beim Wirt zwei Bier für uns geordert. So sitzen wir zusammen mit Rudi, Sila, Claudio und Mauro und plaudern in einem Kauderwelsch aus englisch, deutsch, italienisch.
Dann geht es auf Quartiersuche, und gleich beim ersten Versuch werden wir fündig. In der Pizzeria Fedrig gibt es noch 3 Doppelzimmer, also kommen auch die Italiener hier unter.
Nachdem wir uns kultiviert haben, machen wir uns auf den Weg zur Gostilna Breza, denn unsere Pizzeria hat heute leider Ruhetag. Ein kleiner Spaziergang führt uns zurück in die Pension.

3. Tag, Mittwoch 26.05.10
Kobarid -Ajdovščina, 71 km


Das Frühstück lässt keine Wünsche offen, wir plaudern noch ein wenig mit Sila und Rudi, Claudio und Mauro liegen noch in den Federn. Die Italiener lassen es heute ruhiger angehen, und wollen noch ein bisschen in Kobarid bummeln.
Für die Weiterfahrt nach Tolmin wählen wir die ruhige Nebenstraße über Ladra und Volarje. Dazu wechseln wir über die Napoleonbrücke auf die andere Flussseite. Von der Brücke springen oft Jugendliche tollkühn ca. 10-15m in die eiskalte, türkisfarbene Soča. Ein Schild weist auf die Sperrung der Straße wegen Bauarbeiten hin, aber davon lassen wir uns nicht beeindrucken. Allerdings wird Minuten später gerade auf einer Brücke der neue Belag aufgebracht, da ist kein Durchkommen. Ein Bauarbeiter gibt uns zu verstehen, dass wir uns nur 5 Minuten gedulden müssten. Und schon gibt man uns auch den Weg frei, und wir rollen mit dem schmatzenden Geräusch der Reifen über den noch dampfenden, frischen Asphalt.
In Volarje füllen wir nochmal die Flaschen an einem Brunnen und erreichen wenig später Tolmin. Hier wird im Mercator nochmal Proviant eingekauft, dann nehmen wir einen Weg runter zum Fluss. Hier, wo die Tolminka in die Soča mündet, ist ein total schönes Plätzchen, das Naherholungsgebiet Sotočje. Man fühlt sich mit dem Sand und dem türkisfarbenen Wasser fast wie in der Karibik. An diesem außergewöhnlichen Ort findet jährlich im Sommer das Metal-Camp statt. Head-Banging bis zum Abwinken. Wir genießen diesen Ort mit einem kleinen Picknick, bevor wir über eine Hängebrücke und eine kurze, steile und steinige Rampe wieder auf die Straße kommen.
Schon bald erblicken wir den See bei Most na Soči, und die kleine schnucklige „Bar Morea“ am Ufer, mit Holzbänken und Palmen, ist doch zu verlockend: Das schreit geradezu nach einem Espresso. Tja, so kommt es, dass es schon bald Mittag ist, und wir haben bis jetzt gerade mal 20 km geschafft. Was soll’s, Urlaub eben. Am Ufer des Sees geht es weiter bis in den Ort, wir verabschieden uns von der Soča und folgen ein Stück dem Tal der Idrica.
Bald zweigt die Straße Richtung Čepovan ab, und vorbei am Bahnhof beginnt schon bald die Steigung. Hatten wir vor dem Vršič- Pass noch großen Respekt, habe ich diesen Teil der Tour vorher gar nicht so richtig ernst genommen. Der Bahnhof von Most na Soči liegt gerade mal auf 180 m, und wir müssen noch auf eine Höhe von 1200m. Und so geht es halt stetig bergauf auf der schmalen Straße, erfreulicherweise meist im Schatten, ist es doch schon ordentlich warm. Ab und an ergibt sich eine Aussicht ins Tal, um festzustellen wie schnell wir an Höhe gewinnen. Autoverkehr gibt es kaum, und so erreichen wir ungestört die ersten Häuser von Čepovan. Wieder gibt es einen Brunnen zum Auffüllen der Trinkflaschen, es sollte für lange Zeit der letzte sein.
In Čepovan ist auf ca. 600m der Scheitelpunkt des Tals erreicht, von hier könnte man es wohl gemütlich Richtung Nova Gorica an der italienischen Grenze laufen lassen. Wir aber nehmen die Abzweigung Richtung Lokve, und schon bald geht die Straße in einen Schotterweg über.
Was jetzt kommt, war wohl einer der heftigsten Streckenabschnitte unserer Tour, denn ohne große Serpentinen geht es geradezu aufwärts, der steinige Untergrund kostet zusätzlich Kraft. Ein Schild verkündet 12% Steigung, unsere Beine melden gefühlte 18. Der gestrige Pass erscheint nun wie ein lockerer Sonntagsausflug, aber immerhin spenden die großen Bäume Schatten. Leider nehmen sie auch die Aussicht, dann aber lichtet sich der Wald, bevor wir eine Ruhebank erreichen. Jetzt endlich wird der Blick frei, es ist gigantisch und veranlasst uns zu wahren Freudensprüngen. Die Mühen des Anstiegs sind schnell wieder vergessen.
Nachdem wir uns gestärkt haben, geht es leicht abwärts in den verschlafenen Ort Lokve im Herzen des Trnovski Waldes. Ein lustiger Wegweiser verkündet eine Höhe von 965m. Wir sind der Meinung, dass wir uns noch einen Espresso verdient haben und kehren kurz in einem Gasthof ein. Hier in Lokve gäbe es auch Übernachtungsmöglichkeiten, aber es ist erst 16 Uhr und so zieht es uns weiter.
Vorbei am Berghaus Mala Lazna geht es auf Schotterserpentinen weiter nach oben, und bald ist der höchste Punkt auf ca. 1200m erreicht. Ab jetzt rollen wir abwärts. Wir erreichen bei Predmeja eine Straße und endlich wieder mal Asphalt. Bei einem kleinen Bildstock und einer Ruhebank präsentiert sich der erste Blick aufs Vipava-Tal und die Stadt Ajdovščina, unser heutiges Ziel. Es ist atemberaubend, und wir freuen uns schon auf die Abfahrt: mehrere 100 Höhenmeter geht es jetzt nach unten, es ist ein Traum den wir ausgiebig genießen. Nachdem wir den Ort Lokavec passiert haben, geht es gemäßigter abwärts hinein nach Ajdovščina.
Nun heißt es: Quartier suchen. Wir wussten schon im Vorfeld aus dem Internet, dass es hier nicht viele Möglichkeiten gibt. Wir drehen fix eine Runde durch den Altort, finden aber keine Pension oder ein Schild „Sobe“. Also steuern wir eine Pizzeria an, ich frage an der Theke nach Übernachtungsmöglichkeiten. Um zu erfahren, dass es hier eigentlich nur das Casino-Hotel gibt. Und ja, das sei wohl sehr teuer. Ein junger Mann, der zufällig mithört, bietet sich an. Er wüsste da was. Ein paar Telefonate mit dem Handy, dann kritzelt er uns eine Anfahrtsskizze auf den Schreibblock der Bedienung: eine Pension in Lokavec, da wo wir grad durchgefahren sind. Für den Fall, dass wir am Abend noch Hunger haben sollten, schreibt er noch die Telefonnummer der Pizzeria dazu, die würden uns das auch da raus bringen.
Wir freuen uns mächtig, schon wieder problemlos ein Quartier gefunden zu haben. Auf den Pizzaboten dorthin verzichten wir aber, und schlagen lieber gleich an Ort und Stelle zu, dazu ein leckeres Bier. Wir schaffen nicht alles, und lassen uns die Restpizza einpacken. Am Ortsrand von Lokavec finden wir schnell das Haus und beziehen eine tolles, nagelneues Appartement im renovierten Haus eines Bauernhofes. Freundlich werden wir empfangen, die Gastgeberin wirkt fast ein wenig aufgeregt, als sie uns das traumhafte Domizil präsentiert. Womöglich sind wir die ersten Gäste? Von dem großen Balkon haben wir einen kilometerweiten Blick über eine Pferdeweide auf das Vipava -Tal und die Hügel der morgigen Etappe. Es fällt schwer, am späten Abend diesen Logenplatz auf dem Balkon zu verlassen und ins Bett zu gehen.

4. Tag, Donnerstag, 27.05.2010
Ajdovščina – Kozina, 64 km


Die nette Gastgeberin packt uns zum Abschied noch eine Portion Rumkugeln als Wegzehrung ein, dann lassen wir uns wieder Richtung Ajdovščina rollen. Wir haben noch nicht gefrühstückt, also einen schnellen Cappuccino und danach noch ein Brioche aus der Bäckerei.
Wir verlassen die Stadt Richtung Süden durchs hektische Gewerbegebiet, überqueren die laute Autobahn und schlagartig wird es ruhig. Einige Serpentinen führen nach oben, es ist für die Tageszeit schon wieder erstaunlich warm. Als ich während der Fahrt den Helm abnehme, um das Haupt ein bisschen zu kühlen, verliere ich die Radbrille. Und natürlich – Murphys Gesetz – mit dem Hinterrad drüber. Knack, das wars dann wohl. Zwei Teile liegen auf der Straße, ich setze das Glas wieder ein und staune: alles wie vorher.
Bei Planina pausieren wir kurz im Schatten unter einem Baum, in dessen Rinde, ganz urig versteckt, ein paar Pilze stehen. Eine Oma eilt mit ihrem Hund vorbei und ruft uns lachend etwas zu, verstehen tun wir leider nichts, grüßen aber freundlich zurück.
Auf dem weiteren Weg stehen immer wieder Bienenstöcke in den Wiesen, manchmal aufwendig verziert, meist mobil auf alten LKWs. Dann entdecken wir auf der Anhöhe den Ort Štanjel und biegen wenig später auf einen Schotterweg ein. Wieder geht es steil nach oben, bis wir die Straße erreichen. Eine Picknickbank lädt zum Verweilen ein, und wir vertilgen die Pizzareste vom Vortag.
Wenig später fahren wir durchs Stadttor in das hübsche Städtchen Štanjel, wo wir uns ausgiebig Zeit lassen, um die engen mittelalterlichen Gassen zu erkunden. Dann geht es wieder durchs Stadttor auf die Hauptstraße Richtung Sežana und bald biegen wir auf eine ruhige Nebenstrecke über Dobravlje nach Križ ab.
Hier reift der leckere Pršut, der luftgetrocknete Karst-Schinken, in einem deplatziert wirkendem, riesigem Gebäude. Durch große Lüftungsschlitze bläst der Karstwind und lässt die weit bekannte Spezialität reifen.
In Sežana entscheiden wir uns für einen geradewegs nach Süden führenden Schotterweg, und durchqueren eine einsame, verwilderte Karstlandschaft. Hier hat auch schon die Romanfigur von Veit Heinichen, Commisario Laurenti, mit einem slowenischen Kollegen ermittelt. Uns bleiben die Kampfhunde des Romans erspart, dann zweigt ein unscheinbarer Wiesenweg nach Osten ab. Wir sind unsicher, glücklicherweise kommt in dieser Wildnis gerade eine Joggerin vorbei. Sie kann uns aber nicht sagen, wohin der Weg führt.
„Versuch macht kluch…,“ wir probieren es aus. Der Weg wird zu einem schmalen Pfad, der aber ausgetreten und gut zu befahren ist. So schlängeln wir uns einige hundert Meter durch den Wald, und erreichen, nachdem wir die Räder über einen niedrigen Elektrozaun gehoben haben, einen breiten Feldweg. Offensichtlich eine Pferderoute, der wir bis zum nächsten Elektrozaun folgen. Räder wieder rüber heben, dann sind wir auf einer befestigten Straße, die uns am Golfplatz vorbei nach Lipica, Heimat der berühmten Lipizzaner-Pferde, führt.
Von hier wollen wir einen Wirtschaftsweg Richtung Süden nehmen, enden jedoch vor einer Schranke und dem dazu gehörenden Wachmann: Zutritt nur für Berechtigte. Also zurück auf die offizielle Zufahrt, die uns aber auch recht schön, entlang von Pferdegattern, auf die Hauptstraße bringt. Wir fahren ein kurzes Stück Richtung Bassovizza und italienischer Grenze, vor der Grenze jedoch nach links, wieder mal auf einen Schotterweg. Hier habe ich noch eine kleine „Schikane“ eingebaut: den Kokoš,, oder ital. Monte Cocusso, höchste Erhebung des einstigen Freien Territoriums Triest. Wenn man doch schon mal in der Gegend ist….
So steil und holprig hatte ich es mir allerdings nicht vorgestellt, mit dem Finger auf der Landkarte(oder der Maus auf dem Bildschirm) geht das halt doch viel lockerer. Erstmals auf der Tour schnallen wir den Rucksack auf den Rücken, bei steileren Passagen auf dem losen Untergrund wird geschoben. Spielt auch keine Rolle, denn beim Fahren erreicht man auch nur Schritttempo, gerademal schnell genug, um der Schwerkraft zu trotzen und nicht umzufallen. Außerdem werden beim Gehen die Waden etwas gedehnt.
Nach einigen Serpentinen nahe der slowenisch/italienischen Grenze erreichen wir nach einer knappen Stunde die Anhöhe auf ca. 670m. Was sich so lapidar anhört, war nochmal eines der schwersten Teilstücke der Tour und hat uns ordentlich Körner gekostet. Die Berghütte ist nur am Wochenende bewirtschaftet, und so halten wir uns nicht lange auf, denn am Himmel beginnt es sich dunkel zu färben.
An einer Abzweigung weichen wir von der Planung ab: Anstatt auf einem Höhenweg entlang des Tals zu fahren, entscheiden wir uns für die direkte Abfahrt, vorbei am Kirchlein Sveti Thoma nach Vrhpolje. Das hat dann allerdings den Nachteil, dass wir für einige Kilometer auf der stark befahrenen SS14 Richtung Kozina fahren müssen. Eigentlich wollten wir heute bis Triest, aber aufgrund der Wetterlage beschließen wir, hier oben auf dem Karst zu nächtigen.
Kozina ist nicht wirklich schön: Spielcasino, Verkehrsknotenpunkt, Eisenbahn, viele LKWs, Abgase, Tankstellen. In einer ruhigen Nebenstraße finden wir eine einfache Pension, und kaum sind wir eingezogen, beginnt es zu regnen. Kulinarisch werden wir heute nicht so verwöhnt, meine Salsicce mit Djuveč-Reis waren doch arg 08/15. Etwas verunsichert endet der heutige Tag, denn sollte jetzt der große Wetterumschwung kommen, werden wir die Tour wohl in Triest beenden. Ein Anruf daheim bei unserem „Wetterdienst“ schafft keine 100%-ige Klarheit.

5. Tag, Freitag 28.05.2010
Kozina – Sečovlje, 70 km


Wenn Engel reisen: am nächsten Tag strahlender Sonnenschein. Nach dem Frühstück in einer Bar verlassen wir Kozina wieder auf der SS14, unterqueren die Autobahn um sofort nach links in einen Schotterweg einzubiegen. Entlang der Autobahn A1 führt er uns ein paar hundert Meter bis auf die Trasse des Radweges.
Nun sind wir auf der „Pista Ciclabile della Val Rosandra“, wieder eine stillgelegte Eisenbahnroute. Es war die alte Verbindung von Triest nach Erpelle, kroatisch Hrpelje.
Bei diesem Kaiserwetter ist die Abfahrt ein Traum, bald passieren wir die italienische Grenze. Immer wieder gibt es schöne Blicke ins Tal, das auch ein beliebtes Wandergebiet ist. Wir lassen das Örtchen Draga Sant‘Elia hinter uns und irgendwann, nachdem man auch einige Tunnels durchquert hat, öffnet sich der erste Blick auf Triest.
Spätestens als wir eine Brücke über die Schnellstraße SS202 erreichen, ist es vorbei mit der Idylle. Mit großem Aufwand wurde hier eine „Radschneise“ auf der ehemaligen Bahntrasse durch die Stadt angelegt, ab und an muss man eine Straße queren. Insgesamt ist es jedoch eine angenehme Fahrt durch eine Großstadt.
Leider ist die Trasse noch nicht ganz fertig gestellt, und im Stadtteil San Giacomo wird man nördlich des Parco Orlandini ziemlich unsanft und hässlich in die Via Gramsci ausgespuckt. Jetzt verlassen wir uns auf den geplanten GPS-Track, und mit nur einem kleinen Gegenanstieg erreichen wir auf meist ruhigen Straßen -in Triest eher eine Seltenheit- die Piazza dell’Unità, die sich großzügig zum Meer hin öffnet.
Zugegeben, ein paarmal fuhren wir dabei durch Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung. Das interessierte aber nicht mal die Polizia, die in einer engen Straße wegen uns anhalten musste. Ausweichen für uns Richtung Gehsteig? Fehlanzeige. Die Autos am Straßenrand sind so dicht geparkt, dass man nicht mal als Fußgänger zwischendurch kommt. Triest ist für Radfahrer kein Zuckerschlecken. Wir beschränken eine kleine Rundfahrt mehr oder weniger auf die Fußgängerzone.
Für die Weiterreise nach Muggia gibt es zwei Möglichkeiten: entweder mit nervtötendem Verkehr durchs Hafengebiet, oder bequem mit der Personenfähre. Wir hatten letzteres eingeplant, und so sputen wir uns, zum Anleger zu kommen, wissen wir doch, dass nach der Verbindung um 11.20 erst mal 3 Stunden Pause ist.
Erst nach zweimaligem Fragen finden wir den Anleger an der Molo dei Bersaglieri, erkennbar nur durch einen kleinen Fahrplan an einem Pfosten. Pünktlich legt der „Delfino Verde“ aus Muggia an und der Kapitän, ganz Gentleman, hilft Karin beim Verladen des Rades. Mit einem dicken Tau wird die Ladung fachmännisch auf dem Bug-Deck gesichert, dann beginnt die 30-minütige, für uns äußerst entspannende Überfahrt.
Muggia entpuppt sich als hübsches kleines Örtchen mit engen Gassen, angenehm ruhig im Vergleich zu Triest. Wir fahren weiter Richtung Westen, vorbei am Jachthafen auf der ruhigen Uferstraße. Hier gibt es einige Badeplätze und wir erreichen wieder die slowenische Grenze. Erst ab Ankaran nimmt der Verkehr wieder zu. Der Blick schweift über das Hafengebiet von Koper, hier lagern tausende von neuen PKWs und warten auf den Weitertransport. Als angenehmer Ausgleich, fast wie ein Alibi, nebenan ein Vogelschutzgebiet für tausende von Vögeln. Ansonsten werden hier neue Ein/Ausfallfallstraßen nach Koper gebaut.
Auf straßenbegleitenden Radwegen erreichen wir die vom Grenzübergang Rabuiese kommende Parenzana, die ehemalige Bahnverbindung Triest-Parenzo (Porec), in Slowenien mit D9 ausgeschildert. Entlang der Autobahn kommen wir auf dem Radweg zum Bahnhof von Koper. Hier kümmern wir uns nicht weiter um die Beschilderung, und fahren „frei Schnauze“ Richtung Zentrum.
In einem engen Gässchen kehren wir auf einen Espresso ein und erkunden anschließen die hübsche Altstadt. Eine etwas improvisierte Routenführung wegen Baustellen bringt uns weiter, die Orientierung fällt aber nicht schwer, das Meer ist Anhaltspunkt genug. Der Radweg verläuft nun bis nach Izola auf einem Damm neben der Straße, schön am Meer entlang. Leider halt mit begleitendem Kfz-Verkehr.
Ab Izola geht es im Hinterland weiter, eine angenehme Streckenführung und ein paar Tunnels später (einer ist 500m lang) erreichen wir Portorož. Hier verlassen wir die „offizielle“ Route, bei einem kurzen Anstieg haben wir keine Chance, dem Tempo eines durchtrainierten Joggers zu folgen.
Irgendwie sind wir hier nicht auf unserem geplanten Weg, erst ein steiler Schotterweg abwärts führt uns wieder zurück auf ein Sträßchen entlang eines Kanals. Es ist der Kanal des hl. Bartholomeus, die nördliche Begrenzung der Salinen von Sečovlje. Wir lassen hier erst mal die Füße im Wasser baumeln.
Wenig später erreichen wir wieder bei Seča die Hauptstraße, und Karin entdeckt gerade rechtzeitig das Parenzana-Schild. Hier beim Eingang zu den Salinen, verläuft neben dem Kanal ein Schotterweg, der schön ruhig bis nach Sečovlje führt. Es ist der letzte Ort vor der kroatischen Grenze. Jenseits der Ebene kann man schon den Grenzübergang erblicken, dahinter ein großes Casino. Und rechts am Hang, langsam nach oben führend, deutlich die Trasse der Parenzana.
Es ist schon wieder später Nachmittag. Heute noch bis Buje erscheint uns zu weit. In einem Garten werkelt ein älteres Ehepaar und versorgt uns auf Nachfrage mit ein paar Übernachtungstipps. Wenig später beziehen wir unser Zimmer mit schöner Terrasse und Blick Richtung Kroatien. Etwas nervig ist der hauseigene Mops, der mir mit ständigem Gekläffe am Bein hochsteigen will. Anders dagegen der braun-gestreifte Grenzgebiets-Stubentiger, dem ich nur einmal erklären muss, seine Haare nicht in unserem Zimmer zu verteilen. Und der fortan artig auf der Schwelle zur Terrasse sitzen bleibt, um uns neugierig zu beobachten.
Fürs Abendessen in der ca. 3 km entfernten Gostilna Pri Maricki steigen wir heute ausnahmsweise nochmal aufs Rad. Auf der rebenumrankten Terrasse des Gasthofs lassen wir den Tag ausklingen.

6. Tag, Samstag 29.05.10
Sečovlje – Livade, 48 km


Wir haben von unserem Quartier nur ein kurzes Stück bis zur Grenze. Zuerst sieht es so aus, als würde unser Radweg an der Kontrolle vorbei über die „grüne Grenze“ führen. Dann erreichen wir eine kleine Straße, die in einem 180°-Bogen zurück auf die Hauptstraße führt, unmittelbar vor dem Übergang. Wir überholen ungeniert ein paar Autos, halten die Ausweise hoch, und werden durch gewunken.
Nur ein paar Meter weiter zweigt rechts wieder ein Schotterweg ab, und nach ca. 200m bringt uns eine kleine Rampe auf die eigentliche Trasse der Parenzana. Im weiteren Verlauf Richtung Westen hat man nochmal einen schönen Blick auf die Salinen. Wir kreuzen eine Straße, die Parenzana macht einen weiten Bogen, und in Fahrtrichtung Osten kreuzen wir wieder die Straße. Ab jetzt verläuft die Parenzana mehr oder weniger parallel zur Savudrija-Straße.
Nachdem wir feststellen, dass der Radweg mit reichlich Scherben verunziert ist, beschließen wir auf der Straße weiter zu fahren. Erst dort, wo die von Süden kommende Autobahn zu Ende ist und in die Straße mündet, nimmt der Verkehr zu.
Bei einer kleinen Gostilna rechts unseres Weges machen wir einen Stop, wir hatten heute noch keinen Frühstücks-Kaffee. Da wir noch kein Geld gewechselt haben, fragen wir, ob wir in Euro bezahlen können. „Kein Problem“ lacht der Wirt, „100 Euro alles…“ Der Wirt drapiert gerade ein Lamm um den Spieß für den Grill vorm Haus. Es gibt sicher Leute, die bei diesem Anblick spontan zu Teilzeit-Vegetariern werden würden. Karin, die neugierig zuschaut, wird gleich als Helferin engagiert, den Spieß mit dem Lamm im Grill einzuhängen.
In 3-4 Stunden wir es hier ein leckeres Essen geben. Ein Gast versichert uns, dass es hier das beste Lamm weit und breit gäbe, und das zum niedrigsten Preis. Zum Cappuccino serviert uns der Wirt noch ein Gläschen Schnaps, der Gast erwähnt beiläufig, dass es heute wohl noch regnen soll.
Auf den folgenden Kilometern wissen wir nicht, wo genau die Parenzana verläuft, wir jedenfalls biegen an einem Verkaufsstand nach rechts auf einen Schotterweg ein, der uns auf die Straße nach Buje bringt. Im Mercator-Supermarkt decken wir uns mit Brot, Käse und Joghurt ein. Und natürlich mit Wasser. Im Unterschied zu Slowenien, haben wir hier unterwegs schon lange keine Gelegenheit mehr zum Wasser nachfüllen in der Natur gefunden.
Weiter führt uns der Weg durch die macchia-ähnliche, trockene Landschaft, nur einmal begegnen uns ein paar Radfahrer. So sind wir allein mit der Natur, bis uns eine Schafherde begegnet. Die Schafe machen bereitwillig Platz, der Schäfer grüßt freundlich.
Fast übersehen wir den Radwegweiser, der uns auf einen steilen Weg mit faustgroßem Schotter leitet. Es ist die Umfahrung eines Tunnels, der, so erklärt uns ein Einheimischer, für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Man verwendet ihn heute für die Pilzzucht.
Nach einem kleinen Örtchen erreichen wir die Straße nach Grožnjan. Dieses mittelalterliche Städtchen liegt malerisch auf einem Hügel über dem Mirna-Tal. Durch Künstler wurde es wieder zum Leben erweckt, viele Häuser wurden aufwändig restauriert. Wir gehen auf Erkundungstour durch die Gassen und prägen uns schon mal potentielle Unterstellplätze ein: es ist ein deutliches Donnergrollen zu vernehmen. Von einem Aussichtspunkt können wir bis nach Motovun blicken, ein anderes schmuckes Örtchen im Osten auf der anderen Seite des Tals. Dort brauen sich dunkle Wolken zusammen, und wir beschließen das Gewitter hier im Ort abzuwarten.
Den heftigen Regenschauer überstehen wir auf dem überdachten Vorplatz einer Kapelle, ein paar Mountainbiker, die aus dem Tal kommen, sind nass bis auf die Knochen. Als sich das Schlimmste gelegt hat, fahren wir weiter auf der Parenzana. Ab hier geht es nun abwärts, die kommenden Tunnels verwenden wir, um immer wieder mal einsetzende Regenschauer abzuwarten. Hin und wieder führen Brücken über kleine Schluchten. Die Brücken wurden vor nicht allzu langer Zeit mit Geländern gesichert, etwas unangenehm sind die sehr groben Schottersteine als Belag der Mini-Viadukte.
Nebel steigt aus den Wäldern auf, dunkle Gewitterwolken wechseln sich ab mit blauem Himmel. Eine tolle Atmosphäre, die auch einen Regenwurm ans Tageslicht lockt. Hätten wir es nicht mit eigenen Augen gesehen, wir würden es nicht glauben: fingerdick, gut 80 cm lang, erinnert das Tierchen an einen Brauseschlauch.
Weniger toll ist jetzt allerdings die Wegbeschaffenheit. Der Regen hat alles aufgeweicht, immer wieder Pfützen und Schlamm. Dementsprechend sehen die Räder und wir dann auch aus. Bleibt man kurz stehen, hat man sofort Heerscharen von Stechmücken um sich herum. Gar nicht so einfach, eine Banane zu schälen, wenn man dabei noch um sich schlagen muss. Zum Glück geht es stetig abwärts, und bald macht wildes Hundegebell auf die Ankunft im Örtchen Livade aufmerksam. Es sind, wie wir später erfahren, Trüffelhunde, die hier in fast jedem Hof in Zwingern gehalten werden.
Für die ca. 15 km von Groznjan hierher haben wir rund 2 Stunden gebraucht, und müssten uns wieder nach einem Quartier umsehen. Das edle Restaurant „Zigante“ scheint jenseits unserer Preisvorstellung zu liegen, aber in der Trattoria gegenüber hat man einen Tipp für uns. Nur wenige 100m weiter werden auf einem Hof Zimmer vermietet. Dort richtet man uns spontan einen Gartenschlauch um die Räder zu säubern, und nachdem auch wir geduscht und getrocknet sind, laden uns die Gastgeber auf einen Kaffee ein. Stolz präsentiert man uns dabei ein Polaroid-Foto aus den 80er-Jahren: ein 400 –Gramm-Trüffe!
Was für ein Glück, dass wir an diesem Abend nicht noch die 300 Höhenmeter rauf nach Motovun mussten, um ein Quartier zu finden.

7. Tag, Sonntag 30.05.2010
Livade – Poreč, 42 km


Mit einem Handfön nehmen wir die Restfeuchte aus den am Vorabend gewaschenen Klamotten. Es gibt nochmal leckeren türkischen Kaffee, dann verabschieden wir uns von Luzida und starten in unsere letzte Etappe.
Motovun kennen wir von einem früheren Besuch und sparen uns den mühsamen Aufstieg. Die Parenzana führt nun in einem Bogen um den Hügel von Motovun herum, um dann in mehreren Kurven bis nach Vižinada anzusteigen.
Leider für uns nur theoretisch. Denn aufgrund des Regens vom Vortag und weiterer angekündigter Gewitter beschließen wir die geplante Route – zähneknirschend – zu ändern. Zu groß ist die Gefahr, in einem aufgeweichten Weg zu versumpfen. Wir wählen den Weg des geringsten Widerstandes, und der führt geradewegs nach Westen: Richtung Novigrad. Nochmal schnell den Reifen nachgepumpt, durch den sich ein Dorn gedrückt hatte. Das habe ich aber erst zuhause festgestellt, denn mit dem nachgepumten Reifen bin ich noch zwei Tage gefahren.
Erstmals kommen wir am Vormittag so zügig voran, der Schotterweg führt brettl-eben durchs Mirnatal. Ein schönes, ruhiges Tal. Noch. Denn unmittelbar neben unserem Schotterweg wird an der Trasse für eine neue Straße gebaut, und es ist nur eine Frage der Zeit, wann hier der Verkehrslärm die Stille durchschneidet. Wir passieren ein kleines Kirchlein und erreichen mit der Küstenstraße einen Straßendamm, den wir uns mit stärkerem Verkehr teilen müssen.
Gleich hinter dem Damm verlassen wir wieder die Straße und folgen einem Uferweg. Auf einem Pfad schlüpfen wir durch den Hintereingang eines Campingplatzes. Nicht ganz legal, aber wir berufen uns gedanklich auf einen Notfall, denn ein Gewitter steht vor der Tür, bzw. vor der Küste. Im Supermarkt des Campings kaufen wir ein und wollen das Gewitter hier abwarten. Die Wolken ziehen mal so, mal so, die Lage lässt sich kaum einschätzen. Nach einer Weile sind wir das Warten leid und wollen los, zögern nochmals, dann starten wir.
Immer wieder donnert es, scheint aber noch weiter weg zu sein. Am Ortsrand von Tar passieren wir einen Rohbau und 300 m weiter bricht der Regen los. Also nix wie zurück und rein in den Rohbau. Es sollte unser Unterschlupf für die nächste 1 ½ Stunden werden. Brachial bricht das Gewitter über uns herein, Donnerschläge lassen uns zusammen zucken, manchmal treibt der Sturm den Regen waagrecht durchs Erdgeschoss. Wir sitzen auf Backsteinen auf den zwei Quadratmetern, wo kein Wasser durch die Decke tropft, die Füße auf Holzbrettern. Das Wasser steht zwei Zentimeter hoch, und bei Gewitter wollen wir nicht im Wasser stehen.
Als der Spuk vorbei ist, steht das Wasser und der Schlamm 30 cm hoch im Keller. Mit eingezogenem Genick und demütigem Blick nach oben Richtung Petrus, verlassen wir über Holzbohlen die aufgeweichte Baustelle. Weiter geht es auf einem Schotterweg, bis wir die Hauptstraße erreichen. Irgendwo hier verliere ich unbemerkt mein vorderes Steck-Schutzblech, vielleicht wird man es in 200 Jahren staunend hier ausgraben.
Gerne wären wir auf Pfaden am Ufer entlang weiter gefahren, aber jetzt ist alles aufgeweicht. Auf der Hauptstraße haben auch die Autofahrer ihre Probleme: aus einem Weinberg wurde Schlamm auf die Straße gespült, die rotbraune Pampe hat sich in einer Senke gesammelt. Wir fahren mitten in der Straße, um zu vermeiden, dass uns ein Auto überholt und von oben bis unten einsaut.
Es ist nicht weit bis zur Abzweigung nach Cervar, und wir sind wieder auf ruhigen Nebenstraßen unterwegs. Nochmal beginnt es zu regnen, und hier am Ortsrand von Poreč kehren wir deshalb nochmal kurz auf einen Cappuccino ein. Am Ufer entlang sind es nur noch wenige hundert Meter, und wir erreichen das Zentrum von Poreč, den Endpunkt unserer Reise. Es ist wie immer ein merkwürdiges Gefühl: man sieht es mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Freude und natürlich auch ein wenig Stolz, dass man es geschafft, den Plan umgesetzt hat. Aber auch die bittere Erkenntnis, dass eine wunderschöne Tour zu Ende geht.
Zuerst suchen wir uns ein Quartier und werden in unmittelbarer Nähe des Zentrums fündig. In dem schicken Appartement kultivieren wir uns und starten zu unserem Bummel durch das Städtchen. Unser erster Weg führt zum Busbahnhof, um uns über die Rückfahrt zu informieren. Nach Triest? Kein Problem. Morgen früh um 6 Uhr und um 7 Uhr. Fahrräder? Die Dame hinter dem Schalter schaut mich an, als hätte sie eine Erscheinung: „Bicycles? Impossible!“. Ich erkläre, dass ich vom Tourismus-Büro eine andere Information hatte. „Klären Sie das morgen mit dem Fahrer.“ Na gut.
Wir spazieren am Ufer entlang und finden ein kleines Reisebüro. Für die Fährverbindungen nach Triest hatte ich vorher die Info: keine Fahrradmitnahme. Aber Fragen kostet ja nichts. „Fahrräder? Kein Problem!“ Ich höre und staune. Aber: nächste Fähre erst in zwei Tagen, und auch noch erst am Abend. Mit diesen Kenntnissen setzen wir unseren Bummel fort.
Auf den Tipp unserer Hauswirtin hin, machen wir uns auf den Weg zum Restaurant Istra. Vor dem Lokal studieren wir die Speisekarte und der Kellner, wie in Kroatien üblich, eilt heraus, erklärt und animiert. Wir lassen uns drauf ein und ordern, wie schon lange vorher geplant, für jeden eine Fischplatte. Der Wirt winkt ab, das sei zu viel. Lieber 1 ½ Fischplatten und dazu eine Vorspeise. Gesagt-getan, dazu noch einen Karaffe vom Roten des Hauses und wenig später sitzen wir vor Langusten, Tintenfischtuben, Forelle, Barsch und Kartoffel-Mango-Püree. Danach bummeln wir über das grobe Pflaster der Altstadt, bestaunen die Yachten am Kai. In einer Gasse bittet ein Becher um Spenden für streunende Katzen. Der Versuch eines Eisverkäufers, die Eiskugel mit einem 2-Meter-Wurf in Karins Waffel zu platzieren, scheitert nur um Millimeter: die Kugel klatscht aufs Altstadtpflaster. Das kann nur ein Fehler der Fängerin gewesen sein. „Hast du zu viel Schnaps?“ fragt der Verkäufer grinsend.
Wir kehren noch auf einen Absacker in der Bar unseres Hotels ein, wir sind die einzigen Gäste. Und so hat Chefin Sandra genügend Zeit, mit uns zu plaudern. Nebenbei recherchiert sie im Internet nach alternativen Möglichkeiten der Rückreise.
Die Annahme, unserer Zimmer wäre durch die Lage zum Hinterhof besonders ruhig, entpuppt sich als Wunschvorstellung. Ich hätte nie gedacht, dass Möwen so einen Terz veranstalten können. Klingt fast so, als würde man mit klobigen Wanderstiefeln auf dem Schwanz einer Katze stehen.

8. Tag, Montag 31.05.10
Rückreise Poreč – Villach, 40 km


Um 5.15 bin ich wach. Jetzt wäre die richtige Zeit, für den Bus um 6. Dank der Möwen verspüre ich keine große Lust, aufzustehen. Und drehe mich nochmal um.
Um 6 stehen wir schließlich auf und machen uns startklar. Sandra ist schon da und wir verabschieden uns. Noch beim Bäcker vorbei und einen Krapfen zum Frühstück, dann sind wir beim Busbahnhof. Bange Minuten. Was, wenn der Bus schon gut belegt ist? Kommen wir, bzw. unsere Fahrräder, mit?
Pünktlich rollt der Bus, aus Pula kommend, ein. Naja, nur ein paar Leute drin. Der Fahrer steigt aus, öffnet den Gepäckraum auf der Beifahrerseite. Schock. Ziemlich voll mi Koffern. Ich geh näher ran, werfe einen Blick ins Innere: hm, auf der anderen Seite sieht es noch gut aus. Also stelle ich dem Fahrer die alles entscheidende Frage: wir, mit zwei Rädern nach Triest und schiebe nach, dass es „very important“ für uns sei, heute nach Triest zu kommen. Der Fahrer wirft einen skeptischen Blick auf die Räder, mit denen Karin etwas abseits steht, wir wollen ja nicht aufdringlich sein. Und dann nickt er. Wir laden die Drahtesel unten rein, dazu die Rucksäcke.
Zugegeben, die Fahrräder wirken da unten drin ziemlich deplatziert, nehmen viel Platz weg. Das sperrige Gepäck kostet natürlich extra, ich runde noch etwas auf. Im Eifer des Gefechts vergisst *hüstel* der Fahrer, eine Quittung auszustellen, was er für alle anderen Gepäckstücke getan hat. Er ist zufrieden, wir auch. Und so geht es Punkt 7 Richtung Triest. Der Bus hält nur noch einmal in Buje, und um kurz vor 9 rollen wir ins Busterminal von Triest, direkt neben dem Hauptbahnhof.
Wir müssen uns noch einige Stunden bis zur Abfahrt des Zuges vertreiben, und so suchen wir uns ein Café im Zentrum für ein gemütliches zweites Frühstück. Am Canal Grande werden wir fündig und entern das Caffee Rossini. Schön, jetzt ein Dach über dem Kopf zu haben, denn Minuten später bricht ein Regensturm los. Der Regenschirm eines Geschäftsmannes wird vom Wind so bizarr gefaltet, dass es ihm fast nicht möglich ist, durch die Tür das Café zu betreten. Er nimmts mit einem geduldigen Lächeln. Triest und die Bora, der kalte Fallwind aus dem Karst: für die Einheimischen wahrscheinlich Alltag, für uns ein ziemliches Spektakel.
Um 12.20 verlassen wir Triest mit dem Regionale Richtung Tarvisio, wo wir um 15.00 ankommen. Der neue Bahnhof Boscoverde, der etwas außerhalb liegt, wirkt wie ausgestorben. Eine Handvoll Reisende steigt in den Bus ins Zentrum. Wir stehen vor dem Gebäude auf der Straße, linksrum, rechtsrum? Jedenfalls müssen wir auf die andere Seite der Gleise. Wir entscheiden uns für linksrum und erreichen bald die Stelle, wo wir vor einer Woche auf den Radweg Richtung Kranjska Gora abgebogen sind. Nach 2,5 Kilometern erreichen wir wieder den Bahnhof, jetzt auf der anderen Seite der Gleise, und entdecken die Unterführung ins Untergeschoss des Bahnhofes. Hätten wir auch eher drauf kommen können.
Wir fädeln wieder in den Alpe-Adria Radweg ein, wechseln wenig später bei einem Tunnel aber auf die Fahrstraße, die, im Gegensatz zum Radweg, nun permanent bergab führt. Noch einen Espresso unmittelbar vor der österreichischen Grenze in der Bar „Cinzano“, dann auf einem neuen Radweg neben der Straße runter nach Arnoldstein. Hier hätten wir für die Reststrecke nochmal in einen Zug steigen können. Aber das Wetter meint es gut, und so lassen wir es runter ins Gailtal rollen. Wieder über die bekannte Schleuse, bringt uns der Weg durchs Finkensteiner Moor zurück zum Faaker See. Trotz der Sonne am blauen Himmel hat es jetzt deutlich abgekühlt, und so verkneifen wir uns, wie schon am ersten Tag, ein Bad im See. `Ne warme Dusche ist halt auch was feines ;-)


Mike

Geändert von mikesch (31.08.10 20:19)
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#650502 - 31.08.10 21:09 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: mikesch]
xasso
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Super Fotos!
Null Ahnung von Technik!
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#650506 - 31.08.10 21:24 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: mikesch]
Hansflo
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Hallo,

sehr interessante Tour und schöne Bilder. Toll.

Hans
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#653315 - 13.09.10 17:45 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: mikesch]
alexos76
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Hallo, Hätte da eine Frage.

Du bist du den Tunnel gefahren nach dem alten Grenzübergang oder? Dann nach dem Tunnel die Straße überquert nach links und auf den Radweg gefahren? Irgendwo kommt dann eine Kreuzung am Radweg die nach links geht. Bist du da abgebogen? Die Strecke geradeaus kenne ich. Bin ich selber gefahren. Und von der anderen Seite bin ich vom Tarvis(Neuer Bahnhof) gekommen und über eine Brücke gefahren.

Frage deshalb weil ich selber noch heuer nach Umag(Kroatien) fahren möchte.

Mfg Alexander
Gruß Alex

Radreisen macht süchtig
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#653351 - 13.09.10 19:16 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: alexos76]
fifo
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wow das klingt schön schmunzel
die bilder funktionieren leider nicht bei mir aber ich vermute das liegt an dem super langsamen und komischen internet hier ... ich werds zuhause einfach nochmal versuchen zwinker
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#653487 - 14.09.10 08:33 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: alexos76]
mikesch
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Hallo Alexander,

in Nord Süd Richtung sieht das so aus: auf der Nordseite des Tunnels gibt es keine Verbindung zum Radweg, auf der Südseite gehts links auf den Radweg. Dann kommt bald die Abzweigung, die du wohl meinst. Ist aber auch Richtung Slowenien ausgeschildert. Wenn du vom neuen Bahnhof über die Rad/Fußwegbrücke gekommen bist, ist das genau da. Oder meinst du eine Kfz-Brücke? Das war dann weiter südlich. Du fährst nach der Radbrücke dann auf einer Nebenstraße westlich am Bahnhof vorbei, nördlich vom Bhf gehts unter einer Eisenbahnbrücke durch, dann links auf den Radweg. Hier kann man das gut nachvollziehen, oben rechts dann mal auf Radfahrerkarte umschalten, es ist der Weg "1a".

Gruß, Mike
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#653502 - 14.09.10 09:38 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: mikesch]
k_auf_reisen
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Hallo!

Danke für den guten Bericht, aus dem die Begeisterung über die durchradelten Gebiete herausklingt. Slowenien ist wirklich immer wieder spektakulär schön, und gerade das Tal der Soc<a eine der beeindruckendsten Gegenden.
Danke auch für die Photos,
K.
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#653515 - 14.09.10 10:29 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: mikesch]
alexos76
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Danke. Ok ist genau der :-) . Vom Bahnhof aus bei meiner Rückreise. Jetzt habe ich die Karte verfolgt... Aber der hört dann bald mal auf oder wie? Geht der Radweg dann weiter?
Gruß Alex

Radreisen macht süchtig
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#653548 - 14.09.10 12:03 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: alexos76]
alexos76
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http://radreise-wiki.de/Gailtal-Monfalcone


Dieser ist so ähnlich geht aber nicht nach Kransja Gora
Gruß Alex

Radreisen macht süchtig
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#653597 - 14.09.10 14:54 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: mikesch]
Headwind
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Ein schöner Bericht.
Danke
Andreas
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#653628 - 14.09.10 17:25 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: alexos76]
jmages
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In Antwort auf: alexos76
http://radreise-wiki.de/Gailtal-Monfalcone


Dieser ist so ähnlich geht aber nicht nach Kransja Gora


Diese Wiki-Strecke ist leider noch gänzlich unbearbeitet. Für Trackkorrekturen, Fotos und Streckenbeschreibungen wären wir sehr aufgeschlossen. Falls die Route über Kranjska Gora besser ist, dann sagt Bescheid und wir ändern das.

Gruß,
Jürgen.
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#653630 - 14.09.10 17:29 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: alexos76]
mikesch
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Hallo Alexander,

mach es nicht komplizierter als es ist. Du nimmst die Abzweigung in Tarvisio, und dann immer der Nase nach. Ohne das jetzt im Detail aufzudröseln wo ein Radweg ist, oder ein Wirtschaftsweg, wo zweimal im Jahr ein Traktor lang fährt: von Tarvisio nach Kranjska Gora fährst du abseits vom Verkehr nahezu "störungsfrei".

Gruß, Mike
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#653844 - 15.09.10 12:15 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: mikesch]
alexos76
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Ok. Danke. Mir geht es nur darum weil ich keine Umwege fahren möchte und an "Koper" und Izola vorbei nach Umag möchte. lg Alexander
Gruß Alex

Radreisen macht süchtig
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#738965 - 12.07.11 19:42 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: alexos76]
alexos76
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bin jetzt nach monfalcone über den predilpass gefahren und durch das socatal... Ab Bovec ist aber schon sehr viel Verkehr. ziemlich viele Raser und Motorradfahrer...

Aber die andere Strecke via Gemona und Udine ist noch schlimmer. Die bin ich voriges Jahr gefahren.
Gruß Alex

Radreisen macht süchtig
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#738992 - 12.07.11 21:42 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: alexos76]
jmages
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Danke für deine Info. Habe ich mal in unsere Wiki-Strecke eingetragen. Meinst du denn, das es über Kranjska Gora und den Vrsic-Pass besser mit dem Verkehr gewesen wäre?

Gruß,
Jürgen.
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#786582 - 08.01.12 12:02 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: jmages]
alexos76
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Hallo,

ich weiß ist eine späte Antwort. Sorry. War in letzter Zeit nicht so oft online. Provider Wechsel usw..... bla bla bla



Die andere vorgeschlagene Strecke von dir kenne ich leider nicht, also kann ich dazu nichts sagen. Ich kenne jetzt zwei Routen nach Monfalcone.
Gruß Alex

Radreisen macht süchtig
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#786593 - 08.01.12 12:23 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: alexos76]
jmages
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Schön, dass du wieder da bist schmunzel

Mit ein paar deiner Fotos konnte ich die Wikistrecke ja bereits verzieren. Deine Route ist für uns prinzipiell interessanter, da sie reell gefahren und nicht virtuell am Computer erstellt wurde. Wäre klasse, wenn du uns die Abweichungen zur Wikistrecke beschreiben würdest, dann könnten wir es dort ändern.

Schöne Grüße,
Jürgen.
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#787503 - 10.01.12 17:21 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: jmages]
alexos76
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Hallo,

was meinst du genau? Fahre im Mai übrigens wieder diese Strecke nur ab Monfalcone fahre ich dann nach Triest und dann Richtung Umag und dann Pula.
Gruß Alex

Radreisen macht süchtig
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#787546 - 10.01.12 19:12 Re: Von Kärnten nach Istrien [Re: alexos76]
jmages
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Ich würde gerne deine Route anstelle von unserer ins Wiki stellen. Dafür bräuchte ich aber den genauen Streckenverlauf.

Gruß,
Jürgen.
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