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#957008 - 16.07.13 02:44 Von Basel über Italien nach Avignon
greenbull
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 4
Dauer:16 Tage
Zeitraum:17.6.2013 bis 2.7.2013
Entfernung:0 Kilometer
Bereiste Länder:

Liebe Forumsleser! Mein erster Bericht. Lese schon lange hier die Reiseberichte und mache mir Appetit. 1998 habe ich begonnen, vorzugsweise allein durch Europa mit dem Rad zu reisen. 5x bereits durch Frankreich, diesmal ein Teil der Provence, den ich noch nicht kenne. Habe die Vorfreude sehr genossen: habe mir jeden Campingplatz, der an der Strecke liegt, bei camping.info.de angeschaut, jeden Paß bei youtube mit irgendeiner Helmkamera mitgefahren und ich muß sagen, die Wirklichkeit hat die Vorfreude noch bei weitem übertroffen. Ich hatte auch echt Glück: ich hatte ein fettes Gewitter - und das war´s, sonst Sonne. Hier im Pott war es zur gleichen Zeit ziemlich :zensiert:. 13° und Regen, hörte ich oft am Telefon

Mo., 17.6.
Mein Zug von Dortmund nach Basel geht um 9.21; es ist ist zu spüren, dass es ein sehr warmer Tag wird. Im Netz hieß hieß am Freitag zuvor: „ Erste Hitzewelle rollt an!“. Genauso hatte ich es mir gewünscht nach diesem Frühling, der eigentlich keiner war. Die Fahrt am Rhein entlang ist immer schön, mit vielen Erinnerungen gepflastert. Hinter Mainz fährt die Lok sehr gemächlich, da sie ein technisches Problem hat. Die voraussichtliche Verzögerung der Ankunft in Basel wird größer und mit ihr die Panik bei einigen Mitreisenden, die Termine haben. Handys werden gezückt usw. Mich tangiert es nicht, ich komme auch noch nachts auf den Campingplatz, ein gutes Gefühl!
In Basel am späten Nachmittag ist es sehr warm: 38°, sagt mein Cockpit. Ich folge der nationalen Radroute 3 (Nord- Süd- Route), die mich mitten durch das schöne Basel leitet und fahre nach Rheinach, wo der nächste Campingplatz südlich von Basel liegt. Baue zum ersten Mal mein brandneues schönes Space 3 von Vaude auf und flitze ohne Gepäck noch schnell nach Dornach, um mir den Betonklotz der Anthroposophen anzuschauen: sehr monumental! Danach das Übliche: Duschen, Kochen, Spülen, Vor-dem-Zelt-Sitzen-mit-Rotwein.

Di., 18.6.
Ziel ist Luzern. Schaff ich aber nicht, komme nur bis Nottwil am Sempacher See (immerhin 105 km). Es ist ein herrlich heißer Tag (wieder um 38°) und zwischen Gelterkinden und Oltingen muß ich enorm Höhenmeter machen, teilweise so richtig steil. Nichtsdestotrotz eine wunderbare Gegend mit süßen Dörfern mit Brunnen, die leckeres kaltes Wasser spenden.

[img:left]http://s7.directupload.net/file/d/3317/26ahyajx_jpg.htm[/img]

Es scheinen in den Dörfern auch teilweise Hippie Kommunen zu leben, sehe etliche schöne, buntgekleidete Frauen und langbärtige und langhaarige Männer auf den Höfen mit vielen Kindern.
Hinter Oltingen langer Anstieg und nachfolgende Oberschenkelmuskelkrämpfe (hatte ich so noch nie), bin mal wieder viel zu schwer beladen, werfe Frubiase ein, am nächsten Tag kaufe ich mir auch noch extra Magnesium. Schön und verlockend ist, in der Ferne die schneebedeckten Berge zu sehen (in zarten Umrissen):

[img:left]http://s14.directupload.net/file/d/3317/ewtsyk2n_jpg.htm[/img]

Bin dann froh, in Nottwil auf dem Campingplatz anzukommen! Es reicht für heute. Danach das Übliche....

Mi., 19.6.
Wieder herrliches Wetter, Frühstück in Luzern, danach sehe ich den Berg Pilatus quasi von allen Seiten, radle den Vierwaldstätter See entlang, biege dann in Stansstad auf die nationale Route 9 ab, und nicht lange danach geht es so richtig in die Berge:

[img:left]http://s1.directupload.net/file/d/3317/rewswav6_jpg.htm[/img]

ein bißchen höher:

[img:left]http://s14.directupload.net/file/d/3317/uehenygc_jpg.htm[/img]

Im Hintergrund seht ihr noch den Saarner See. In Meiringen kaufe ich ein und bin immer noch der Meinung, heute den Grimselpass noch zu bewältigen, obwohl gerade von Süden ein heftiger Fönwind bläst. Eine nette Einheimische vor dem Supermarkt rät mir, es auf dem Campingplatz in Innertkirchen gut sein zu lassen. Und so mach ich es auch. In Innertkirchen habe ich 92 km, und gerade im Rückblick war es sehr weise, hier aufzuhören. Heute abend gibt es Spaghetti mit Krabbensauce. Übrigens ein Tip: ein sehr schöner Campingplatz, so , wie ich ihn mag: landschaftlich schön und nur das Nötigste. Der erste Platz, wenn ihr von Norden nach Innertkirchen reinkommt, auf der linken Seite.

Do., 20. 6.
Wenn ich am nächsten Tag Richtung Pass schaue, bin ich ein wenig besorgt, wenn ich ehrlich bin:

[img:left]http://s1.directupload.net/file/d/3317/joebld8t_jpg.htm[/img]


Ich hatte mir zwar fest vorgenommen: kümmere dich nicht um Dinge, die vor dir liegen(Wetter...), du kannst sie ohnehin nicht verändern, aber ich kann nicht umhin, ein wenig besorgt zu sein. In Innertkirchen früh um 7 Uhr das Morgenritual in einer Bäckerei: Croissant (das heißt bei den Schweizern „Gipfel“) und Café Creme! Erst ist die Fahrt sonnig und gar nicht so windig.

[img:left]http://s1.directupload.net/file/d/3317/bopn9juy_jpg.htm[/img]

Hinter Handegg wird es am Himmel auf einmal schwefelgelb und dann dauert es auch nicht mehr lange, bis es regnet, blitzt und kracht. Und es kracht ordentlich! Ich stelle das Fahrrad 50m von mir weg ab und presse mich gegen einen Felsen und bin für ca. 20 Min relativ ratlos, was jetzt zu machen sei. Ich sehe zwei Kehren über mir eine Schweizer Flagge – da muß irgendwas sein. Als es mal etwas nachläßt, fahr ich die 2 Kehren und lande bei einem Marktwagen für Schweizer Käse und einer gutmütigen Verkäuferin, die mir Zuflucht gewährt und mit mir ihren heißen Pfefferminztee teilt. Super! Dann wird der Himmel schwarzweiß und ich fahre weiter zum Paß hoch.

[img:left]http://s14.directupload.net/file/d/3317/6vhls5qo_jpg.htm[/img]

Dort im Café „Alpenrose“ ziehe ich mir die Regenhose an und zische über Gletsch (Gespensterdorf!) nach Oberwald und kaufe dort ein. Als es danach wieder anfängt zu regnen, nehme ich das erste „Zimmer frei“ und schlafe in dem großen Doppelbett ohne Abendbrot 10 Stunden bis zum üppigem Schweizer Frühstück! Es bleibt meine einzige Schlechtwettererfahrung auf dieser Reise.

Fr., 21.6.
Weißer Himmel über dem Goms – Tal. Ich fahre an der jungen Rhone entlang, sie hat klares grünliches Wasser. Ich bin mit ihr sehr verbunden: meine geliebte Tante hat an ihr gelebt und ist gerne mit mir an ihr spazieren gegangen (in Bex -les – Bains, südlich von Montreux, ich war in den frühen 70gern immer dort in den Sommerferien). Um kurz vor elf in Brig. Intuitiver Entschluß, mit dem Bus auf die Simplon- Passhöhe zu fahren und das ist sehr gut!: Es gibt viele Baustellen, viele Galerien und Tunnels. An alle Nachahmer: fahre den Simplon mit dem Rad nicht von Nord nach Süd, es macht garantiert keinen Spaß!
Die Abfahrt ist klasse! Über Gondo nach Domodossola. Ich bin spürbar in Italien! Jetzt merke ich, was mir in der Schweiz gefehlt hat: Lebendigkeit! Und die Sonne scheint auch wieder und so wird es jetzt bis zum Ende meiner Reise bleiben! Über Omegna zum Lago die Orta. 2,5km vor Orta San Guiglio der tolle Camping am See „Allegro“ (Tip: sehr empfehlenswert!). Ich darf mein Vaude direkt an der Seekante aufbauen! Springe in den See und bin sehr glücklich!

[img:left]http://s7.directupload.net/file/d/3317/iufxcmd8_jpg.htm[/img]

Danach das Übliche:... (es gibt Tortellini)

Sa., 22.6
Ich fahre 135 km nach nach Asti durch eine schöne italienische Sommerhitze über Gattinara (dort Picknick am Ortsausgang) und Vercelli (köstliches Gelato nocciola) über Lkw-lose Hauptstraßen nach Asti, dort auf dem Camping mit einem alten, selbstgefälligen, bescheuerten, langzöpfigen Chef, der nur Italienisch kann, aber sich ansonsten unwiderstehlich findet. Na ja, ich bin froh, hier zu sein, es ist immerhin der einzige Platz weit und breit.

So.23 6.
Bombenwetter. Um 7.00 runter vom Platz , rein nach Asti, dort ist Trödelmarkt. In einer Bar leckerstes Croissant und Cappu für € 2.10! (In der Schweiz wären wir hier bei 9 Fränkli).Ich fahre weiter über Monteu Roeru , Canale, Sommariva del Bosco und viele Dörfer nach Salluzzo. Dort nehme ich mein letztes italienisches Gelato nocciola (man kann die phantastischen piemontesischen Eisdielen tatsächlich nicht mit den deutschen vergleichen!), biege dann Richtung Frankreich, Col Agnel, ab und denke, jetzt tritt die himmlische Ruhe ein.

[img:left]http://s14.directupload.net/file/d/3317/aqucx4ks_jpg.htm[/img]

Von wegen! Ein Wochenendrückreise verkehr erinnert mich eher an das Ruhrgebiet und die A 40. In Frassino angekommen schlage ich mein Vaude auf einem grasslosen Platz auf. Es ist Sonntag und ich koche nicht. Gehe in die Bar an der Hauptstraße, wo die hübsche blondlockige Wirtin mir vor einer halben Stunde den Weg zum Camping gezeigt hatte. Ich esse gut und die Wirtin und ich haben Spaß miteinander - es wird ein schöner kleiner Flirt, der aber eben auch rasch endet, wie so vieles auf einer solchen Reise: „Io sono Thomas“... Händedruck...“Angela“...Lächeln beiderseits...“Have a nice life“... Lächeln... Schluß.

Mo., 24.6.
Kurz nach 7 vom Platz , es ist ist schönes Wetter und es bleibt nur zu sagen, daß ich jetzt den ganzen Tag nur noch bergauffahre. Leckere chioccolatina und Café in Sempeyre (netter Ort an der Seite, nicht daran vorbeifahren!).
Es wird hart, vor allem die letzten 9 km !

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und die Steigungen!!!

[img:left]http://s7.directupload.net/file/d/3318/8av2qxdp_jpg.htm[/img]

Ständig hoppeln Murmeltiere über die Straße und die Luft ist voll von ihren Pfiffen. Das Panorama ringsum wird mit zunehmender Höhe immer phantastischer!

[img:left]http://s1.directupload.net/file/d/3318/ulmnhwev_jpg.htm[/img]

...ich nenne es das kleine Matterhorn...

[img:left]http://s7.directupload.net/file/d/3318/4s7bljqq_jpg.htm[/img]

es wird sehr anstrengend!

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umso größer die Freude auf der legendären Passhöhe!

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Der Blick in die französischen Alpen ist umwerfend!


[img:left]http://s14.directupload.net/file/d/3318/lof4lcc8_jpg.htm[/img]

Abfahren ist nach diesen vielen Stunden Steigen natürlich ein ganz besonderer Spaß. Ich rolle und rolle und denke natürlich: so, jetzt bin ich in Guillestre, ist aber Quatsch, bin erst in Chateau Queras, was ich erst am nächsten Morgen realisiere ; dort auf den gemütlichen Municipal. Es gibt Risotto mit Erbsen. Der Bordcomputer/ Cockpit ist ausgefallen. Fortan also kein Streß mit Zahlen mehr! Ich bin frei von mickrigen Durchschnittsgeschwindigkeiten und all dem.

Di., 25.6.

Schlafe wie ein Murmeltier und stehe erst um 8 Uhr auf. Bis Guillestre gibt es noch eine schöne Gorge. Nach Café und pain au chocolat mache ich mich ganz gemütlich auf zum Col de Vars, der mit seinen höchstens mal 9% Steigung sehr gut zu fahren ist. Am Ende wird er immer flacher. Ein Pedelec Pärchen zieht an mir vorbei; auf der Paßhöhe ist gut was los, viele Motorradfahrer. Einer, der aus meiner Heimatstadt Dortmund kommt, zeigt mir sein Unverständnis: „Ich glaub, ich würde ein anne Waffel kriegen, wenn ich länger als ne halbe Stunde mit som Fahrrad bergauf fahren müßte!“

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Trinke noch einen Café mit dem Pedelec Pärchen und genieße die grandiose Abfahrt . Bin ein bißchen übermütig und lege mich sehr in die Kurven, was auch mal schiefgehen könnte, aber mein altes Schlachtroß von der Fahrradmanufaktur macht das alles sehr schön mit! Ich campiere in Jausiers und habe Lust , auszugehen. Es gibt Chickenwings und Pommes und einen eiskalten Rosé!

Mi., 26.6.
Nach dem Frühstück und Einkauf in Barcelonette auf zum Col d´Allos. Wieder wunderbares Berpanorama:

[img:left]http://s7.directupload.net/file/d/3318/ym4kz6as_jpg.htm[/img]

Die Nord – Süd Auffahrt zum Col d´Allos ist für mich die schönste Paßfahrt auf dieser Reise: eine kleine, fast einspurige Straße, kaum Autos und wenige Motorräder. Alle müssen sehr langsam fahren. Es ist wunderbar still und ich kann meinen Eindrücken und G
edanken nachhängen; ich fahre im kleinsten Gang und meine Beine arbeiten wie ein Maschinchen.

[img:left]http://s7.directupload.net/file/d/3318/pqetmydh_jpg.htm[/img]

Nicht so schön die Abfahrt. Verlassene Skiorte im Sommer haben etwas sehr tristes.
Ich lande in Colmars auf dem Campingplatz (sehr empfehlenswert!) und gehe vor dem Kochen noch in das Dorf, das von einer Stadtmauer eingeschlossen ist – ein Ort mit starker Atmosphäre.

Do., 27.6.
Gönne mir einen Relax Tag nach den drei Pässen in Folge und fahre nur nach Castellane. Verlasse kurzzeitig die Verdon und fahre eine kleine Straße (D2) über Thorame basse an der Issole entlang. Sehr still und schön. Kurz vor St. André les Alpes ein ganz stiller Camping municipal, den ich mir für andere Reisen merken will. Beim Verre de Rosé lerne ich die sechjährigen Zwillinge Lilli und Leo aus Hamburg kennen, die viele Fragen an mich haben und deren Eltern wohl froh sind, mal eine Viertelstunde für sich zu sein. Ein total netter kleiner Kontakt. Danach bin ich schnell in Castellane. Sehr touristisch dort. Fliehe schnell zum ersten Camping am Ortsausgang und koche ein leckeres Fischragout. Castellane hat so einen Hausberg mit einer Statue obendrauf wie in Rio, der mir am nächsten Morgen fast die Sonne beim Frühstück nimmt.

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Fr., 28. 6.
Heute ist der Canyon du Verdon an der Reihe. Ich nehme die südliche Route über Trigance (sehr schöner Ort). Es ist zum Glück nicht allzuviel Verkehr auf der Route. Es wird immer eindrucksvoller. Die Verdon liegt irgendwann sehr tief unten:

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Nach sehr , sehr vielen Höhenmetern kommt dann auf einmal der Lac de Sainte Croix in Sicht:

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Die Abfahrt macht einen Heidenspaß und ich freue mich auf den und aufs Baden. Heute abend gibt es ein Pilzrisotto und danach das Übliche...

Sa., 29.6.
Heute ist ein weites Stück dran: ich fahre quer durch die Provence direkt Richtung Westen nach Tour d´Aigues. Der ordentliche Gegenwind macht mich ein wenig matt. Regusse, Ginasservis, Vinon: schöne Orte, aber die Landschaft nicht allzu abwechslungsreich. Zum Glück ist es Samstag und auf der großen Straße so gut wie nichts los. Fahre über die Pont-de-Mirabeau in den Naturpark des Luberon hinein, eigentlich meine Lieblingsgegend in Frankreich überhaupt, die ich auch schon kenne. Ab dem Simplon war hingegen alles für mich Neuland. Fahre die sehr stille D135 nach Tours d´Aigues, eine uralte Stadt mit Schloß. Der Camping liegt direkt unterhalb der Altstadt, ein schlichter municipal, so wie ich ihn mag. Nach Spaghetti mit Meeresfrüchten noch ein Kontakt mit einem kanadischen Paar, Charles und Susan, die mit einem Wohnmobil Europa bereisen.

So., 30.6.
Wieder bricht ein wolkenloser Sommertag an und ich habe das Vergnügen, über Bonnieux und Roussillon nach Murs zu fahren.

[img:left]http://s1.directupload.net/file/d/3318/bfmzaqlo_jpg.htm[/img]

Ganz überraschend komme ich an einem herrlichen Badesee vorbei und ist das der etang de bonde hinter La Motte d´Aigues. Wenn ihr da mal in der Gegen seid: auf jeden Fall hineinspringen!

[img:left]http://s1.directupload.net/file/d/3318/45jddzvj_jpg.htm[/img]

Eigentlich verteilt sich der Tourismus in Frankreich ja ganz gut, aber es gibt bestimmte Orte, wo es nicht mehr lustig ist und dazu gehört eindeutig Roussillon!
Ganz anders und still dagegen ist Murs, insbesondere sein Campingplatz:

[img:left]http://s7.directupload.net/file/d/3318/tysoqeaq_jpg.htm[/img]

Eine leichte Trauer macht sich breit, denn morgen in Avignon endet diese Reise.

Mo., 1. Juli
So schön, wie das Abendlicht auf dem Platz, so schön das Morgenlicht. Frühstück gibt es erst in Venasque, zuvor muß noch ein kleiner Pass genommen werden: der Col de Murs. Aber um 9.30 Uhr sitze ich im wunderschönen Venasque bei Café und pain au chocolat:

[img:left]http://s1.directupload.net/file/d/3318/ar7pcom3_jpg.htm[/img]


In St. Didier ist Markt. Das macht in Frankreich immer besonders Spaß.
Hinter Pernes les Fontaines kommt ein Punkt, von dem aus ich Avignon in der Ferne liegen sehe:

[img:left]http://http://s7.directupload.net/file/d/3318/8i3hwzkg_jpg.htm[/img]

Avignon ist natürlich eine fantastische Stadt: bunt und lebendig. Ich nehme eine plat du jour und einen halben Liter Rosé und radle danach leicht benebelt kreuz und quer durch die Stadt:

[img:left]http://http://s14.directupload.net/file/d/3318/45pffaeq_jpg.htm[/img]

Nach 16 Uhr geht mein Zug. Das geht mit dem Fahrrad in Frankreich mittlerweile sehr gut und das Fahrrad fährt sogar umsonst!
Von den 10 Europareisen, die ich allein gemacht habe, auf jeden Fall eine der schönsten! In den langen Stunden der Zugreise keimt schon eine Idee für 2014: mit dem Nachtzug nach Rom und dann der Nase lang durch Süditalien. Mal sehn.

Geändert von Uli (16.07.13 17:22)
Änderungsgrund: Kalendereintrag entfernt
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#957353 - 17.07.13 16:43 Re: Von Basel über Italien nach Avignon [Re: greenbull]
Radlmurmel
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 152
Och wie schön, da kommen viele Erinnerungen wieder hoch! Col d'Allos, Col d'Vars und Colmars! So eine schöne Gegend.
Vielen Dank für den netten Bericht! lach

LG Elke mit Vorfreude auf September
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#957449 - 18.07.13 00:00 Re: Von Basel über Italien nach Avignon [Re: Radlmurmel]
greenbull
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 4
Hallo Elke!
Danke für deine Rückmeldung.
Wo bist du im September auf Tour?
Liebe Grüße, Thomas
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Off-topic #957689 - 19.07.13 08:37 Re: Von Basel über Italien nach Avignon [Re: greenbull]
Radlmurmel
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 152
Wir werden eine Tour de France machen und so ziemlich einmal reihum fahren (von der Bretagne runter in die Pyrenäen, an der Mittelmeerküste entlang in die Provence und über die Rhone-Alpen zurück). Wir lieben Frankreich sehr schmunzel Allerdings wird unser Zweirad einen Motor haben. Leider, mir wäre das Fahrrad mittlerweile lieber, aber das habe ich nicht allein zu bestimmen zwinker Der Kompromiss ist, dass wir öfters vor Ort ein MTB ausleihen. lach
LG Elke

Geändert von Radlmurmel (19.07.13 08:39)
Änderungsgrund: Tippfehler
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Off-topic #957874 - 19.07.13 23:47 Re: Von Basel über Italien nach Avignon [Re: Radlmurmel]
Spezi75
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10
Wir planen Portugal und da an der schönen Westküste entlang..
Asien-Trip 2015
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