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#1178271 - 21.12.15 12:20 Australien, durch die Mitte
veloeler
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 502
Dauer:1 Monat, 11 Tage
Zeitraum:21.3.2015 bis 1.5.2015
Entfernung:5350 Kilometer
Bereiste Länder:auAustralien
Externe URL:https://tifigontour.wordpress.com/reiseberichte/2015-australien/

Vollständiger Track und Etappenübersicht

Link zum ersten Blogeintrag.

Vorgeschichte
Der Weg nach Australien führte vier Wochen zu Fuss und drei Wochen mit dem Velo durch Neuseeland.

Der Flug von Auckland NZ ist ereignislos und die Antwort "Yes!" auf die Frage "Is it a road bike?" genügte, um nur das Zelt (Heringe) der Bio-Inspektion bei der Einreise unterziehen zu lassen.

In Dunkelheit mit und 15°C fahre ich ein paar Km zu einem zuvor per Satellitenbild auserkorenen Wildcampingplatz. Mit Gedanken an die gefährliche australische Fauna gibt es ein paar Stunden Schlaf - bei Sonnenaufgang ist das Zelt bereits wieder verstaut (will ja nicht gleich am ersten Morgen Ärger...).


Dem ersten Ziel, Great Ocean Road, fahre ich auf Velorouten entgegen. Viel abseits vom Sonntagmorgenverkehr im Grünen. Aber...


...Veloroute heisst in Australien nicht automatisch verkehrsarm.

Great Ocean Road

Den Campingplatz in Torquay verlasse ich kurz nach Sonnenaufgang. Auf dem obigen Foto regnet es...


...und unterwegs sieht das so aus.

Auch wenn es die Klimadiagramme vorausgesagt haben, hatte ich die Hoffnung auf Sonne und warm.


Wenigstens etwas Sonne gab es auf dieser grandiosen Touristenroute.


Great Ocean Road: Wunderbare Aussichten


Great Ocean Road: Schön zu fahren trotz ständigem Auf- und Ab


Great Ocean Road, DAS Touristenhighlight: 12 Apostles. Ich war da...


...und ein paar andere auch.


Great Ocean Road: 1 km rollstuhlgängiger(=fahrbarer) Fussweg und diese imposante Formation (riesige Steinblöcke in noch gewaltiger Höhle direkt an der Küste) gibt es ganz ohne Touristenmainstream.


Great Ocean Road. Aussicht von einer Mittagessenkochstelle. Leider kalt, regnerisch und sehr windig. Dass ich mir hier in Australien den A... abfrieren würde, hätte ich nicht gedacht. Es soll schon noch anders kommen zwinker

Victoria Countryside und kleine Strassen in South Australia

Mittagsrast am Lake Cartcarrong

Auf dem Campingplatz in Penshurst gibt es australische Unkompliziertheit: Den Schlüssel zur Dusche gibt es für wenige Dollars auf der örtlichen Poststelle, wo man ihn am nächsten Morgen bei Abreise wieder in den Briefschlitz werfen soll. Statt Papierkram ein paar nette Worte schmunzel

Die Hügel am Horizont sind die südlichen Ausläufer der Grampians. Hier ist noch alles nah beisammen und dennoch ein erster Vorgeschmack auf die grossen Distanzen. Insbesondere, da ich viel Gegenwind habe.


Bei vielen der von mir ausgewählten kleinen Strassen ist nur ein Fahrzeugbreiter Streifen asphaltiert. Kaum vorhandene Ausweichspuren => kaum Verkehr.


Wie hier geht es durch etliche Naturparks.


Statt vom Verkehr kommt der Lärm von Tausenden jeweils von mir in den Baumwipfeln aufgeschreckten Vögeln/Papageien. Auf jeder Schnellstrasse ist es ruhiger als hier.

Umfahrung Adelaide
Mittlerweile bin ich in South Australia angelangt.

Vorbereitung/Tankfüllung für einen weiteren Tag. Wenig später habe ich den einzigen(!) Platten der Tour: Auf dem Seitenstreifen des Highways A8 bohrt sich ein Draht eines geplatzten Pneus durch meinen Vorderreifen.

Das Wetter wird übrigens jeden Tag wärmer.


In ca. 400 km geht es hinein in dieses grosse rote Nichts(=Wüste). Diese 400 km nutze ich, um schon einmal das im Kopf angedachte Wassertransportkonzept auszuprobieren. 2x 10l Wasserkanister werden mich ab sofort begleiten, wobei ich in jeden Kanister nochmals fast einen Liter mehr hineinbringe. Der Test verlief erfolgreich - nur einmal ist ein Kanister heruntergefallen und viel später wird einer am Antrieb schleifen - allerdings so schwach, dass ich noch einen halben Tag so fahren werde. (Dieses Foto wurde zeitlich nach den zwei jetzt hier Folgenden aufgenommen.) Ab sofort können 30l Wasser ohne zusätzliche Behälter transportiert werden. Wirklich ändert sich das Fahrverhalten nur bergauf.


Über den Murray River geht es schwimmend.


Veloweg in der Region um das Barossa Valley. Hier fahre ich einerseits durch, um Adelaide zu umfahren und andererseits, um meinen Hauswein direkt beim Hersteller zu kaufen/kosten. Zu meiner grossen Enttäuschung dürfen sie hier den für den Export bestimmten Wein nicht verkaufen.


Veloroute. Die gefühlt nur aus extrem steilen Steigungen und ebensolchem Gefälle mit Spitzkehren besteht. Dabei führt sie einem kleinen Bach entlang...

Vollgas!
Wie jeden Tag mit Sonne, mache ich eine Mittagspause. Heute ist diese in Crystal Brook und ich bastle mir einen Sonnenschutz fürs Gesicht an den Helm (welcher hier sowieso obligatorisch zu tragen ist). Schliesslich führt meine Fahrt nach Norden Richtung Äquator und somit gegen die Sonne.
Bald ist Ostern und ich habe Angst* über die Feiertage vor geschlossenen Läden zu stehen - im Outback seeehr ungünstig. Wie jeden Mittag schaue ich auf die Karte (Abend/Morgen sind dafür entweder zu dunkel oder wegen angenehmen Temperaturen zu wertvoll zwinker ) und stelle mit grossem Schreck fest, dass ich mich mit den Kilometern verrechnet habe und das Ziel Gründonnerstag in Coober Pedy nun nicht mehr einfach zu erreichen ist. Aus dem Blog:
Zitat:
650 km in den nächsten 72h, aktueller Stand Tageskilometer 140.



Entlang vom Meer rasant in Richtung Port Augusta. Das Meer werde ich so bald nicht wiedersehen...

Als ich mich ein paar Stunden nach dem Entschluss Vollgas! ausgangs Port Augusta für ein paar Stunden ins Zelt lege, habe ich die längste Etappe während einer regulären Reise hinter mir und es sollte die längste dieser Reise bleiben.

*Im Nachhinein betrachtet ist diese Angst (und die daraus folgende Aktion) völlig lachhaft, aber sie wird mich die nächsten Tage prägen und zu eigenartigen Leistungen bringen.

Vollgas ... Stuart Highway
Die ersten Meter des Stuart Highway, welcher mich in der Vorbereitung so viel beschäftigt hat, nehme ich frühmorgens in völliger Dunkelheit unter die Räder. Das hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht gedacht. Verkehr: nahe 0. Sterne am Himmel: nahe ∞.

Die Landschaft ist abwechslungsreicher, als ich mir das vorgestellt habe. Hier z.B. führt der Highway entlang eines Salzsees.


Trotz Stress bleibt natürlich Zeit für ein paar Gespräche, wie z.B. mit Jim und Michael, zwei fast Achtzigjährigen aus Alaska, welche ich im ersten Roadhouse (Pimba) zu Pommes einlade und in deren für die Nacht gemieteten Bungalow ich die Dusche benutzen darf.

Die Kilometermarken im 10-km-Abstand eignen sich hervorragend, um endlich den Tacho richtig zu kalibrieren schmunzel

Die Tage bis Coober Pedy sind geprägt von eat, sleep, ride, wobei insbesondere die Nachtfahrten sehr speziell sind: gigantischer Sternenhimmel, kein Verkehr, Beinahezusammenstoss mit einem Känguru und ein ?Meteorit?.


Morgenstimmung

Coober Pedy
...erreiche ich am Vormittag des Gründonnerstags. Wirklich speziell ist jedoch, dass es in der Nacht zuvor geregnet hat und alles feucht ist. Der Thermometer über einem Eingang dieser eigenartigen Stadt zeigt 19°C.

Der Holländer fährt mit seinem Ungetüm The Beast Querfeldein durchs Outback. Wir lernen uns in einer Pizzeria kennen: Die riiiesige Pizza findet tatsächlich in meinem Magen Platz.

Natürlich haben alle Läden über Ostern geöffnet. Mehr noch:

Es wird 100 Jahre Coober Pedy gefeiert und hierfür wird die Hauptstrasse (nicht Highway) zur Flaniermeile.

Die fast zwei Tage Pause mit Sightseeing, gutem Essen, Nichtstun und vielen interessanten Bekanntschaften tun gut. Coober Pedy - einer der Orte überhaupt, wo es mir am besten gefiel!

Weiter auf dem Stuart Highway

Regenpfützen ausgangs Coober Pedy. Diesen Ort habe ich mir als einen der Heissesten und Trockensten der Reise vorgestellt. Es hat tatsächlich an allen drei Tagen, die ich dort war, geregnet. Das ist seeehr aussergewöhnlich.


Auf der Strasse liegt Roadkill - ein überfahrenes Tier. Der Gestank dieses häufigen Anblicks variiert je nach Lebendgrösse, Verwesungszustand und Windrichtung. Hier schreckt gerade ein riesiger(!) Vogel auf (Adler oder Geier?) - imposant!


Beispiel von am Strassenrand deponiertem Müll. Intakte Reifen finden sich nie im Nirgendwo abgestellt - anscheinend werden die nach kurzer Zeit entwendet.


Weiteres Beispiel von Müll. Audiokassetten und CDs liegen auch zu Hauf am Wegesrand - Schallplatten habe ich keine gesehen (warum wohl?).

Im Cadney Roadhouse ist bei meinem Eintreffen an der Bar gerade Happy Hour. Einen Burger und ein paar Bier zusammen mit Lastwagenfahrern sind lustig.
Es ist der 4. April 2015 - dank Wecker erlebe ich den Blutmond, was hier im Outback gleich nochmals viel spektakulärer anzusehen ist.

Am Ostersonntag erreiche ich die letzte Staatengrenze der Reise. Ab nun bleibe ich im..

Northern Territory

Für einmal kommt die Morgensonne von hinten statt von rechts: Den Stuart Higway zwischen Erldunda und Alice Springs umfahre ich.

Kata Tju[u]ta/The Olgas und Uluru/Ayers Rock[/u]
Mein Plan ist, sowohl Kata Tjuta/The Olgas, als auch Uluru/Ayers Rock jeweils bei Abend- und bei Morgenstimmung zu erleben. Mit dem Velo ist das allerdings aufgrund von Nacht-Restriktionen und Distanzen nicht legal möglich. Ich interpretiere einiges etwas anders...

Kata Tjuta/The Olgas am Abend.


Klar, mache ich.


Um den Fels führt neben der Strasse auch ein näher beim Stein verlaufender Wanderweg.


Uluru/Ayers Rock am Morgen. Wegen Wind Bewegungslosigkeit trage ich oben sämtliche mitgeführten fünf Kleidungsstücke.

Gleicher Weg zurück...
...ist etwas vom für mich psychologisch Anspruchsvollsten und ich bin froh, nach 200km wieder unbefahrene Strasse unter den Pneus zu wissen.

In Kings Canyon Station gibt es (wie oft) WLAN, aber kein Handyempfang. Die Verbindungsgeschwindigkeit reicht für eine Textnachricht während des Nachtessens. Um drei Uhr früh gelangt ohne andere Netzbeleger sogar ein Bild in die Weiten des Internets.

Kings Canyon

Rim Walk. Es ist schon fast beängstigend den extremen Unterschied in Sachen Körperliche Anstrengung bei 30°C zwischen den Führern von klimatisiertes Fahrzeug und Velo festzustellen.


Kings Canyon. Wo ausser im Outback darf an einem Touristenmagnet ohne Sicherheitsvorkehrungen einer Klippe entlanggegangen werden?

Kings Canyon. Ein paar ganz ruhige Minuten am Wasser.

Mereenie Loop
...heisst das Teilstück, welchem ich in der Vorbereitung am meisten Zeit gewidmet und vor dem ich am meisten Respekt habe. Es gibt während 230 meistens nicht-asphaltierten Kilometern kein Wasser und obendrein noch die Auflage, während etlichen Kilometern nicht anzuhalten/übernachten.
Mit 32l Wasser fahre ich so früh los, dass ich den ersten Meter Naturbelag mit dem ersten Tageslicht erreiche inkl. des bei diesen Dornen unvermeidbaren Plattens. Der Platten bleibt dank x-facher Reifenkontrolle aus und im Scheinwerferlicht sind die Wellblechhügel schön sichtbar...

Mal geht es auf der Wellblechpiste besser voran...


...mal schlechter. Für Körper und Velo wird das die härteste (für Velo sogar je gefahrene) Etappe und danach ist ein Schaltzug verschlissen. Mit Kettenschaltung hätte ich ein paar Stürze mehr nicht verhindern können.

Strassenschild Aussie style. Lift um foot = heb deinen Fuss =

Die Wahnsinnsetappe beende ich in Tnorala/Gosses Bluff, ein Meteoritenkrater. Angesichts der hinter mir liegenden Strapazen und des schwindenden Tageslichts muss ich das Schild Campingverbot übersehen haben.
Da ich viel schneller vorangekommen bin als befürchtet, habe ich weniger Wasser gebraucht und ich gönne mir ein ganz spezielles Highlight: Dusche mit zuvor über Abertausende Wellblechhügel transportiertem Trinkwasser. Im Adamskostüm. Inmitten dieser grandiosen Kulisse. Unbezahlbar.

West MacDonnell Ranges

Glen Helen Homestead. Im Wasser am Schatten auf der Isomatte liegend verbringe ich die Mittagspause.


Die Busladung hat hier nur 15 Minuten Zeit.

Die Fahrt durch den West MacDonnell Nationalpark ist hügelig aber landschaftlich sehr reizvoll.

Alice Springs
In Alice Springs gönne ich mir wieder einmal einen ganzen Ruhetag. Dank Warmshowers gibt es wieder einmal News, welche sich mit ganz alltäglichen Problemen befassen - super!

Geradeaus mit Rückenwind
Von Alice Springs nach Norden fahrend steht das Velofahrern Respekt einflössende Schild Darwin 1480 am Strassenrand. Wenig später folgt der höchste Punkt des Stuart Highways. Unspektakulär.

Vor zwei Jahren der Polarkreis, heute der südliche Wendekreis - bis zum Äquator ist es gar nicht mehr soo weit zwinker .


Bar des Barrow Creek Roadhouses. Nirgends habe ich Rassismus so extrem erlebt wie hier.

Karlu Karlu/Devil's Marbles
Ein Ruhetag mit Bildern statt Worten:




Byebye Stuart Highway

Wie in jedem Roadhouse mache ich auch in Renner Springs Rast. Hier ein durchschnittliches Frühstück, eine von normalerweise zwei gefutterten Portionen.


Ja, die Landschaft verändert sich merklich in Richtung tropisch.


Was nach kontrolliertem Brand übrigbleibt. Die schwarzen Striemen bleiben den Taschen noch lange erhalten.


Die Fahrt durch die Brandherde ist mit einer eigenartigen Stimmung verbunden. Und der Geruch erst...

Litchfield National Park
Nicht zuletzt einiger sehr harter Etappen wegen bin ich vor dem Zeitplan und so gibt es einen Abstecher mit zwei Ruhetagen in diesen herrlich tropischen Nationalpark.

Nicht mehr auf dem Highway. Klicken für Vergrösserung: Roos und entgegenkommender Roadtrain auf kleinem Strässchen.


Termitenhügel


Flüsschen


Wasserfälle


Sumpfgebiet


Noch mehr Wasserfälle. Wegen Krokodilgefahr herrscht gerade Schwimmverbot, sonst wären hier viele Köpfe auf dem Bild.


Sobald man ein paar Hundert Meter nicht mit dem Auto zurücklegen kann, ist es absolut menschenleer, wie hier am Walker Creek. Ein paar Tage vor Saisoneröffnung habe ich während zwei Tagen niemanden angetroffen.


Abendstimmung

Darwin: Abschluss
In Darwin verbringe ich die letzten Tage in Australien, verprasse/verschenke die letzten AUD und bereite mich und das Velo auf den Rückflug vor:

Box auf dem Velo, bald wird es wieder Velo in der Box sein.

Heimreise

Über der Türkei kommen Erinnerungen an die letzte Reise hoch.
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#1178277 - 21.12.15 12:48 Re: Australien, durch die Mitte [Re: veloeler]
joeyyy
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Beiträge: 872
200+ Kilometer an mehreren Tagen? Unglaublich!

Da hast du echt eine tolle Reise hinter dir, mit dem Liegerad so lange Tagesetappen - ich überlege, ob ich meine Liege auch mal wieder reisefertig mache...

Danke für deine Mühe und den schönen Reisebericht.

Gruß

Jörg.
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#1178282 - 21.12.15 13:06 Re: Australien, durch die Mitte [Re: veloeler]
veloträumer
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Beiträge: 12948
In Antwort auf: veloeler
Wegen Wind Bewegungslosigkeit trage ich oben sämtliche mitgeführten fünf Kleidungsstücke.

Mein Gott, soviel Klamotten?! grins Überhaupt muss es ja eine Eldorado für dich gewesen sein, ohne lästige Kurven, immer gerade voraus. schmunzel Sehr aparte Fotos, gratuliere zu deinen gelungenen Kurzrastpausen! bravo Wäre sogar was für den Kalender dabei gewesen. zwinker Hinweis: Dein erster Link "vier Wochen zu Fuss" führt ins Nirwana.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1178284 - 21.12.15 13:11 Re: Australien, durch die Mitte [Re: joeyyy]
veloeler
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Beiträge: 502
In Antwort auf: joeyyy
Danke
Bitte
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#1178285 - 21.12.15 13:14 Re: Australien, durch die Mitte [Re: veloträumer]
veloeler
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 502
Gemeint habe ich "für Oberkörper" peinlich . Das wären Thermoshirt, 2 T-Shirts, Pullover, Jacke. Ist ja nicht Sibirien im Winter lach

Kalender: Vielleicht nächstes Jahr zwinker

Link: Ist auf der anderen Seite korrigiert. Klicken lohnt sich allerdings (noch) nicht, weil kein Inhalt.
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#1178294 - 21.12.15 13:32 Re: Australien, durch die Mitte [Re: veloeler]
Friedrich
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Beiträge: 1768
Bei den Bildern wird's mir so richtig warm ums Herz obwohl alles schon sehr lange her ist und nicht als Radreise bezeichnet werden kann.
Fritz
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#1178331 - 21.12.15 17:18 Re: Australien, durch die Mitte [Re: veloeler]
mstuedel
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Beiträge: 1836
Wow, schon wieder ein eindrücklicher Bericht, den du da oben drauf gelegt hast. Deine Kilometerleistungen sind in der Tat beneidenswert & ich bewundere auch wieder die Streckenwahl.

Grüsse
Markus
volvo, ergo sum!

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#1178680 - 23.12.15 10:15 Re: Australien, durch die Mitte [Re: veloeler]
:-)
Mitglied
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Beiträge: 1783
Tolle Tour! Bin echt begeistert. bravo

Wie man 30 Liter Wasser am Rad transportieren kann ist mir schon etwas rätselhaft, das kommt ja zum normalen Gepäck noch dazu. Wie weit sind denn die Strecken ohne sichere Wasserversorgungsstops?

Zitat:

Mein Plan ist, sowohl Kata Tjuta/The Olgas, als auch Uluru/Ayers Rock jeweils bei Abend- und bei Morgenstimmung zu erleben. Mit dem Velo ist das allerdings aufgrund von Nacht-Restriktionen und Distanzen nicht legal möglich.


Interessehalber, was für Restriktionen gibt es denn da, kann mir schwer vorstellen, dass man auf der Strecke nicht überall campieren darf, wie soll man denn die Strecke sonst bewältigen? Insofern, kann man doch auch, wann immer man will am Ayers Rock ankommen. ?

Gruß
Jörg


Geändert von :-) (23.12.15 10:16)
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#1178692 - 23.12.15 11:11 Re: Australien, durch die Mitte [Re: :-)]
veloeler
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 502
Hallo Jörg
In Antwort auf: :-)
Tolle Tour!
Danke
In Antwort auf: :-)
Wie man 30 Liter Wasser am Rad transportieren kann ist mir schon etwas rätselhaft
11 Liter im Tank* links, 11 Liter im Tank rechts, 2 Liter im Trinksack, 6 Liter im Wassersack, 1/2 Liter im Schmutzwasserbeutel, 1 PET-Flasche (Süssgetränk schmunzel ) => gibt mehr als 30l zwinker
Die Packliste für Australien kann ziemlich dürftig ausfallen: Die auf den Bildern zu sehenden Frontroller sind eigentlich nur für die Versorgung (Nahrung inkl. Topf und Flüssigkeit) - das andere Geraffel (inkl. pro Felgengrösse einem Reifen) hat in den zwei anderen Beuteln Platz oder ist am Körper zwinker.
In Antwort auf: :-)
Wie weit sind denn die Strecken ohne sichere Wasserversorgungsstops?
Auf dem Stuart gibt es jeweils nach spätestens 80 km ein Roadhouse und/oder einen Wassertank. Die Strecken bin ich ab Alice Springs dank viel Rückenwind(Sturm) und so gut wie inexistenten Steigungen meistens ohne zu trinken gefahren. Da hatte ich meistens 4.5l Wasser dabei, davon 2.5l "eiserne Reserve", welche ich in Form von zwei PET-Flaschen an Stelle der nun überdimensionierten Wassertanks montiert habe.
In Antwort auf: :-)
Restriktionen bei Ayers Rock/Olgas
Ayers Rock ist ein Touristenhotspot und dort gelten andere Regeln als sonst, meiner Meinung nach zu Recht.
Aus der Erinnerung:
1. Das Gebiet ist ein Nationalpark und Aboriginal-Gebiet. Das ist auch auf Karten (Papier, OSM, ...) so vermerkt.
2. Es gibt eine Mautstelle. Eintritt für 3 Tage (also ohne die Nächte) kostet AUD 25.
3. Auf dem gesamten Nationalparkgebiet darf man(=nicht-Aboriginals) sich nur zwischen einer Stunde vor Sonnenaufgang und bis eine Stunde nach Sonnenuntergang aufhalten. Mein Plan war ja mich "im Westen" in der ersten Nacht für die paar Stunden aus dem Park zu stehlen. Wie ich aber zufällig erfahren habe, ist dort (ein anderes) Aboriginal-Gebiet, für welches ebenfalls ein "Permit" nötig ist.
4. Es ist ratsam, sich über Yulara (wo die Nacht eigentlich zu verbringen ist) zu informieren, um ggf Rangern eine plausible Antwort geben zu können (z.B. wie viel das Camping kostet, welche Farbe die Toilette hat, ...)

Ich bin nicht der Meinung, dass nur weil ich da unbedingt mit dem Velo durch/hin will, mich nicht an die für alle Touristen geltenden Regeln halten muss, siehe auch Meerenie Loop.
Allerdings habe ich ein paar Ausnahmen gemacht wie z.B. nachts keinen Helm getragen (Sonnenschutz verdeckt Blick in den Sternenhimmel) und eben Übernachtungen an eigentlich verbotenen Orten.

*Mein Liegerad hat den Vorteil, dass die Tanks nahe am Körper transportiert werden können, deren Schwerpunkt sich unter dem des Körpers befindet (der Gesamtschwerpunkt also nur in der Vertikalen verschoben wird) und sie wie alles Gepäck an der gefederten Masse hängen => Das Fahrverhalten ändert sich durch die Tanks eigentlich nicht, selbst wenn nur halb gefüllt schwappt das Wasser nicht wirklich (und Wiegetritt gibt es konstruktionsbedingt nie cool ).
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Geändert von veloeler (23.12.15 11:15)
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#1178704 - 23.12.15 12:21 Re: Australien, durch die Mitte [Re: veloeler]
ro-77654
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abwesend abwesend
Beiträge: 4240
Stark!
Frage: wieso hast du in der Bar Rassismus erlebt?
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#1178712 - 23.12.15 12:54 Re: Australien, durch die Mitte [Re: ro-77654]
veloeler
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Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 502
Dazu etwas ausgeholt: Fast überall im Outback, wo "Weisse" das Lokal betreiben gibt es diese Schilder "no shoes, no shirt, no service". Wie ich erfahren habe, dienen diese hauptsächlich dazu, (alkoholabhängige) Aboriginals "fernzuhalten". Nicht überall ist das so und die "Stimmung" ist eine ganz andere, wobei ich nicht weiss, was besser ist - für jeden einzelnen Beteiligten.

In Barrow Creek sieht das Schild jedoch anders aus. An den genauen Wortlaut erinnere ich mich, jedoch ist dort von sauberer Kleidung die Rede, welche ich definitiv nicht hatte und dennoch sehr(!) zuvorkommend bedient wurde. Aboriginals kaufen Bier/Alkohol "von aussen" (so) und werden vom Personal behandelt wie (sorry für die deutliche Wortwahl) Hunde, welche (auch hier frei aus der Erinnerung übersetzt) ihr "Kontingent" nun zu soundso vielen Teilen ausschöpfen. Traurig.

Auch ich kenne die Lösung dieses schwierigen Problems natürlich nicht und hoffe, dass dieser Thread durch das sehr heikle Thema nicht "gekapert" wird.
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Geändert von veloeler (23.12.15 13:02)
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#1178864 - 24.12.15 12:46 Re: Australien, durch die Mitte [Re: veloeler]
ro-77654
Gewerblicher Teilnehmer
abwesend abwesend
Beiträge: 4240
Danke für die Info - die Schilder kannte ich, den Hintergrund nicht.
Dazu könnte ich noch etwas schreiben - aber lassen wir das Thema lieber. Deine Ahnung könnte dann mit der ausgelösten Diskussion bestätigt werden: Thread gekapert.
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