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#1308245 - 29.10.17 20:39 Jütlands Ostküste 2017 Teil 2
Tine
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Beiträge: 2189
Dauer:13 Tage
Zeitraum:5.7.2017 bis 17.7.2017
Entfernung:0 Kilometer
Bereiste Länder:dkDänemark
deDeutschland
seSchweden

Das hier ist die Fortsetzung von Teil 1 (ach nee...) meiner Jütlands-Ostküsten-Reise.

Tag 8: Kaløvig - Rønde - Grenå - Fjellerup

Heute werde ich nun endlich den Nordseeküstenradweg erreichen, in Grenå. Was nicht klappen wird, ist meine Verabredung, zumindest heute noch nicht. Schon vor ein paar Wochen hatten Peter und ich per Mail überlegt, hier oben in Dänemark vielleicht noch ein paar Tage miteinander zu radeln, ich im Urlaub, er auf den letzten Kilometern seiner Welttour. Während ich also seit Tagen mehr oder weniger gemütlich die gesamte Küste abradele, ist er, etliche Tage später als ich durch Flensburg gekommen, auf geradem Wege im Landesinneren auf dem Weg in den Norden. Und definitiv etwas schneller als ich. lach Seit gestern abend ist nun klar, dass wir ein erst angedachtes Treffen heute abend noch nicht hinbekommen. Ich bin also frei in der Etappenlänge und in der Campingplatzwahl, muss aber schauen, dass ich so weit komme, dass ich morgen abend dann Hadsund erreiche, unseren vereinbarten Treffpunkt.

Der Tag beginnt schön.



Aber über die folgenden 40 Kilometer bis Grenå decke ich den Mantel des Schweigens. Nach Rønde finde ich noch problemlos. Dort gehe ich erstmal shoppen. Nein, nicht nur im Supermarkt. Ich finde an der langgestreckten, ansteigenden Hauptstraße, die ich (zum Zwecke der Achillessehnenschonung grins) hinaufschiebe, einen Stoffladen. Ja, Stoffe, so etwas Altmodisches, aus dem man ganz altmodisch Kleidung näht. Und ich muss verrückt sein, denn ich stelle mein Rad ab und gehe hinein. Und komme ewig nicht wieder raus... So eine Auswahl habe ich Deutschland schon lange nicht mehr gesehen. Schließlich schaffe ich es, mich wieder loszureißen, und es landet auch nur ein einziges kleines Stöffchen in meiner Tasche. peinlich Selbstverständlich für einen neuen Radel-Rock. grins

Ab Kolind beginnt dann die große Irrfahrt. Ich weiß nicht mehr, wo ich genau langgefahren bin und warum ich es nicht geschafft habe, den direkten Weg zu nehmen. Ich befürchte, ich habe mehrere Kreuzungen übersehen, die mir einen direkten Weg ermöglicht hätten. So zwei oder drei oder vier. Ja, ich weiß, GPS... Ich bin ja am Ende trotzdem angekommen. In Grenå. Oder auch in Grenaa.

Grenå ist hübsch.





Kirchenbesichtigung, Hafenbesichtigung und Fischessen an demselben. Dann stehe ich vor diesem Schild, und jetzt kann es also losgehen mit der Vollendung des Teilprojekts des Lebensprojekts. cool



Beim Verlassen der Stadt komme ich an dieser riesigen Brache vorbei. Normalerweise hässlich, aber in Dänemark erlebe ich diese unschönen Ecken immer wieder von Massen von Kamille überwuchert. Das sieht nicht nur gut aus, das riecht auch noch gut.



Wege wie diesen dürfte es häufiger geben. Einfach schön. Dieser hat gerade auch den Vorteil, in die richtige Windrichtung zu führen. Vielleicht habe ich ihn deswegen als so angenehm in Erinnerung.



Das da hinten ist Fornæs Fyr. Der Eindruck, dass der Weg eben sein könnte, täuscht, es geht hübsch runter. Was mich geritten hat, da runterzuradeln, weiß ich nicht, denn schon bei den ersten Metern denke ich: Willst Du das alles wieder hoch, nur um zu so einem Leuchtturm hinzuradeln? Und tue es trotzdem. Und werde enttäuscht. Da gibt es nichts zu sehen, Privatbesitz, abgesperrt, nichteinmal ein schönes Foto kann man aus dem öffentlichen Raum dort machen. Also wieder hochstrampeln, tapfer versuchend, mich nicht zu ärgern. Gelingt so lala. schmunzel



Noch mal Felder, ich kann es nicht lassen, ich find' das einfach schön, und noch mal eine Kirche, die zu weit weg ist.



Der Tag endet in Fjellerup Strand, wieder einmal einer der - zumindest für alleinreisende Radler - teuren Campingplätze, allerdings bietet dieser auch entsprechend Service und Sauberkeit. Und feinste Abendstimmung nur wenige Meter vom Platz entfernt.





Heute waren es dann doch über 80 km. Die Achillessehne schimpft noch abends leise vor sich hin... krank

Aber nun sind es nur noch 150 km Gesamtstrecke und ich habe noch drei Tage Zeit bis zu gebuchten Fähre von Frederikshavn nach Göteborg. Kaum möglich, sich da noch zu überanstrengen. schmunzel

Tag 9: Fjellerup - Udbyhøj Færge - Hadsund

Ein wunderschöner dänischer Morgen: Sonnenschein, ein laues Lüftchen, endloser blauer Himmel und ein leckeres dänisches Kuchenstück als Frühstück vor dem Zelt - mit Blick aufs Meer. Dass die netten weißen Schaumkronen eben durch dieses Lüftchen verursacht werden, das in Wahrheit kein Lüftchen, sondern eher ein Stürmchen ist, und zudem genau aus Nordwest, meiner heutigen Fahrtrichtung kommt, beunruhigt mich um diese Zeit keineswegs. Ich mache mir noch einen zweiten Cappuccino und genieße das Leben im Helinox. cool







Für heute besteht natürlich der feste Vorsatz, der Originalroute des Nordseeküstenradwegs, der North Sea Cycle Route, hier die Nationalroute 5 gewissenhaft zu folgen. schmunzel Was das bedeutet, wird mir kurz nach dem Start schnell klar: Gegenwind. Hügel. Gegenwind. lach Und nicht nur das - auch eine Fähre muss ich noch nehmen, um über den Randers Fjord zu kommen, das hatte ich nicht einkalkuliert. Meine vollmundige Ankündigung, gegen 15 Uhr in Hadsund zu sein, kommt mir ziemlich schnell etwas vorwitzig vor. peinlich Nichtsdestotrotz: Es ist schön. Dänemark eben. Sollte langsam Langeweile auftreten, weil die Motive sich doch irgendwie ähneln: Auf dem Rad habe ich nicht einen Moment Langeweile erlebt. Und könnte auch noch etliche weitere Bilder mit ähnlichen Motiven hier einstellen. Mir gefallen sie alle gut...





Hier mal ein etwas anderes Motiv:





Wie man sieht - es gibt mehr als Meer und Felder in Jütland. Aber Kirchen, die findet man wirklich an jeder zweiten Ecke, so scheint es mir.

Der Gegenwind gibt heute alles, meine Motivation und meinen Durchhaltewillen zu prüfen. lach Aber er ist chancenlos... Auch wenn ich im Stillen auf den Ebenen das ein oder andere Mal doch zweifelte, ob ich da wirklich gegen ankomme, erreiche ich doch schließlich in Udbyhøj die Fähre über den Randers Fjord. Diese ist zwar gerade am Ablegen, setzt dann aber noch einmal zurück, als man mich angerauscht kommen sieht. Fünf Minuten später bin ich auf der anderen Seite des Fjords.



Zwei Autos und eine Radlerin runter, fünf Autos wieder drauf, schon legt die Fähre wieder ab.



Idyllisch ist es hier...



... aber gegen das Badeverbot werde ich trotzdem nicht verstoßen. Bibber...



Jetzt aber kosten mich die nächsten paar Kilometer einiges an Nerven. Es geht von Udbyhøj auf Meereshöhe (høj = hoch, zumindest im Norwegischen) nach Dalbyneder (ned = nieder, hinab, das ist im Dänischen nicht anders als im Norwegischen...). Dass es nicht noch tiefer gehen wird, das ist mir wohl klar, aber warum man einen Ort hoch oben auf einem Hügel als "neder" bezeichnet, nur wenige Kilometer von einem "høy" am Fjordufer, das erschließt sich mir nicht. Tapfer gegen den Wind dort hochgeklettert, habe ich nun an einer Kreuzung die Wahl zwischen einer Straße nach Udbyover (over = über, hinüber) und einer nach Udbyneder wirr . Nach der bisherigen Logik muss es als nach Udbyneder noch weiter hinauf gehen, so dass ich die Hoffnung habe, auf der Straße nach Udbyover einige Höhenmeter einzusparen. Und die Rechnung geht auf! lach Okay, ich weiß nicht, wie es Richtung ...neder aussah, aber nach...over geht es auf jeden Fall nicht mehr aufwärts. Merke: Landessprachliche Kenntnisse können auch irreführend sein. träller

Havndal liegt zwar immer noch auf einem Hügel, lässt aber schon den im Namen (havn = Hafen, dal = Tal...) verheißenen Abschwung hinunter ins Flachland erahnen, denn da will ich jetzt hin: Zur Landstraße, weg von diesen verwinkelten Sträßchen, auf denen der Nordseeküstenradweg langführt. Die letzten 15 Kilometer bis Hadsund bestimme wieder ich, wo ich langradele, und nicht irgendwelche Radroutenplaner. Inkonsequent? Ich? Niemals...

Ich nähere mich nun abwärtsrollend der Landstraße, da sehe ich an einer Bushaltestelle ein Fahrrad stehen. Ein beladenes. Ein Reiserad, sozusagen. Und das kenne ich sogar, dieses Rad. Und in der Bushaltestelle sitzt ein Reiseradler, lesend und mit einem erfrischenden Hopfengetränk in der Hand. Den kenne ich auch. lach Überraschung und Freude sind groß - wir hatten uns beide insgeheim gefragt, ob das mit meinem Plan, dass wir uns schon "irgendwie" in Hadsund finden würden, auch hinhauen würde. Hier war es nun unmöglich, sich gegenseitig zu übersehen, und auch die vier Jahre, die wir uns nicht mehr gesehen hatten, haben uns dann doch nicht allzusehr verändert, als dass wir uns nicht wiedererkannt hätten. grins

Zuerst einmal muss das Wiedersehen dokumentiert werden, und ich bekomme jetzt wie auch in den nächsten Tagen einen kleinen Eindruck davon, wie das ist, wenn man zumindest "semiprofessionell" Bildmaterial auf seiner Reise sammelt. Braucht das Zeit! Nicht dass mich das stört, aber ich mit meinen Telefonbildern komme mir da recht mickrig vor.


(Bild: Peter Smolka)

Nach dem gemeinsamen Einkauf - ich lerne dabei neue Kriterien zur Sicherheit eines Abstellplatzes kennen, da bin ich sicher etwas unbedarfter als Peter - beschließen wir, direkt in Hadsund auf dem Campingplatz zu bleiben. Dieser war mir von einem anderen Reiseradler unterwegs sehr empfohlen worden, hier bei Maria, einer schweizer Radlerin, seien Reiseradler besonders gern gesehen.



Und so ist es, Sonderpreis für Radler, kostenlose Duschmarke (ich bekomme zwei, weil ich sooo lange Haare hab schmunzel ), ein extra Bereich für Radler-Zelte und schließlich eine volleingerichtete Küche, wo wir den Abend verbringen mit Kochen und Fragen und Essen und Erzählen - genug Geschichten haben wir ja in der Zwischenzeit beide angesammelt. Und zwischendurch muss auch dem Redebedarf unserer Gastgeberin ein wenig Rechnung getragen werden, auch wenn sie selbst uns mehrfach erzählt, wie wichtig das für all die Radler immer wäre, bei ihr mal wieder erzählen zu dürfen. Wir haben den leisen Verdacht: Das Redebedürfnis liegt in all den Fällen nicht nur bei einer Seite. träller


Tag 10: Hadsund - Als - Hals

Meine vorletzte Radeletappe. Peter war vorgewarnt, dass er jetzt vom Weltumradlungsmodus umschalten muss in den Modus "Campingurlaub mit Tine". Es gelingt ihm schnell. schmunzel Zumindest, solanger er hinter mir radelt. Neben oder gar vor mir - dann werden wir im Nu wieder so schnell, dass ich einfach nicht mithalten kann. Aber wir haben ja Zeit.

Das Wetter zeigt sich wechselhaft, je näher wir dem Limfjord kommen, über den wir noch einmal mit einer Fähre übersetzen müssen, wird es erst grau und schließlich schwarz am Himmel, und genau in dem Moment, wo wir die Fähre erreichen, geht ein Wolkenbruch über uns nieder. Zeitgleich legt die Fähre an - aber allein das Hinüberradeln und Räder abstellen würde uns einmal komplett durchnässen. So gibt es erst einmal eine außerplanmäßige Kaffeepause in dem Imbiss am Fähranleger und wir lassen das Unwetter vorüberziehen. Doch die nächste graue Wand zieht schon heran... So geht es eine Weile, und die Fotoausbeute des Vormittags beträgt demzufolge nahezu null. Und das bisschen über null dient ausschließlich dokumentarischen Zwecken.



Der Nachmittag wird freundlicher, und wir begeben uns auf Campingplatzsuche, denn die 50 km sind bereits absolviert. Wenn wir jetzt weiterradeln, bleibt ja für morgen nichts mehr übrig. Da taucht am Straßenrand ein Hinweis auf einen "Camping Natur Ferie" auf, und noch während wir vor der Einfahrt stehen, taucht der Besitzer auf und spricht uns an. Ein Niederländer, der sich mit seiner Familie hier eine neue Existenz aufbaut, einen alternativen Campingplatz mit "Urlaub auf dem Bauernhof"-Charakter. Verkaufstalent hat er! Erst zögern wir, dann lassen wir uns doch zu einer Besichtigung überreden - und sind dann schnell entschieden. Hier gibt es einen großen Aufenthaltsraum mit Küche mit allem Drum und Dran, Free Wifi, und einen wirklich schönen Platz, unweit des Meeres. Der Preis ist zudem für Dänemark unschlagbar. So stehen die Zelte schon um vier Uhr, und wir vertrödeln (ich) bzw. arbeiten (Peter, in seinem mobilen Büro) den restlichen Tag so vor uns hin.

Der Platz ist wirklich ungewöhnlich und mit viel Phantasie angelegt. Hinter dem normalen Zeltplatz in Hausnähe schließt sich eine Zeltwiese mit Blick aufs Meer an, wo keine Autos hindürfen, und schließlich wurden sorgsam Wege in das hohe Gras gemäht, auf denen man bequem bis vor zum Meer gehen kann - und immer wieder kleine Abzweigungen in kreisrund gemähte Plätzchen, auf denen man ganz für sich sein Zelt aufstellen könnte.





Abends wird wieder gekocht. Sowas nennt man Resteessen. schmunzel



Spät gehe ich noch einmal zum Meer, zu spät für die Abendsonne, aber auch diese Restlichtstimmung am heute Abend stillen Meer hat etwas ganz Besonderes.





Tag 11: Hals - Sæby - Frederikshavn

Am nächsten Morgen ist wieder Sonnenschein. Der Campingplatz ist wirklich wunderschön, und so stört es mich nicht, dass ich schon wieder sehr früh auf bin. Außer mir ist noch keiner unterwegs, als ich noch mal zum Meer gehe.









Nach einem geruhsamen Frühstück machen wir uns auf die letzte Etappe. Bei schönstem Sonnenschein lässt es sich zügig radeln, und schnell sind wir in Sæby. Dort ist - Hafenfest. Sommer-Wochenende: Hafenfestzeit in Dänemark.

Wir sitzen eine Weile mitten im Trubel und schauen uns die Yachten an, die direkt vor uns am Kai liegen. Was für eine andere Lebensart, was für eine andere Art des Reisens!



Der Campingplatz in Sæby wirkt selbst ein wenig wie ein Rummelplatz - uns ist das zu laut, so radeln wir noch weiter bis Frederikshavn. Den Campingplatz dort kenne ich, funktional und sauber - aber leider ist die kleine Zeltwiese direkt am Küchengebäude nur mit Zelten von Autofahrern belegt. Kein Platz für uns - wir müssen ausweichen auf einen weiter abgelegenen Stellplatz. Der Abend geht mit Kochen, Schwimmen (hier gibt es sogar ein kleines Hallenbad) und dem Packen für die morgige Überfahrt vorüber. Und ich gehe noch ein allerallerletztes Mal ans Meer.



Tag 12 Frederikshavn - Göteborg und heimwärts

Heute geht es gemeinsam mit der Fähre nach Göteborg, wo sich unsere Wege dann wieder trennen. Peter muss im Rahmen seiner Weltumradlung noch einen seiner letzten Briefe überbringen, und zwar in Eksilstuna, und ich werde abends die Fähre zurück nach Deutschland nehmen.

Frederikshavn erfreut uns zum Abschied mit Dauerregen. Da hilft kein Hoffen, dass es während des Frühstücks trocknen könnte - das Zelt muss klitschnass in den Packbeutel. Für Peter ist das weniger nervig, er wird seins heute abend irgendwo wieder aufstellen und trocknen lassen können, meines muss dagegen über Nacht auf dem Gepäckträger unten in der Fähre leise vor sich hintropfen. Ein Wolkenbruch begleitet uns auf dem Weg zur Fähre, und auch auf der Überfahrt ist es nicht wirklich gemütlich. Gut, dass wir das Mittagsbuffet vorgebucht haben. schmunzel

Die Einfahrt nach Göteborg ist ebenfalls grau.



Hier liegt schon meine nächste Fähre.



Nachdem Peter und ich uns verabschiedet haben, brauche ich gerade mal eine Viertelstunde zum nächsten Fähranleger. Dank der ganzen Wochenend-Minikreuzfahrer darf auch ich schon eine Stunde eher einchecken als sonst. Zum allerersten Mal auf unzähligen Fährüberfahrten in über 35 Jahren habe ich eine Kabine ganz für mich allein. Ich kann das wohl genießen. schmunzel



Vertrauter Ausblick inzwischen - diese Fährkombination DK - S - D nehme ich nicht zum ersten Mal. Für mich der entspannteste Weg, aus Nordjütland wieder nach Hause zu kommen.



Unglaublich der Wetterumschwung. Brauchten wir auf der Einfahrt in den Göta älv noch Regenjacken, so hat der kräftige Wind, der ja schon seit Tagen geht, jetzt alles Grau davongepustet - und die Sonne strahlt vom Himmel. Peter wird abends schreiben, dass ihn eben dieser Wind noch mühelos 90 km weit nach Osten geschoben hat.

Bei der Ausfahrt aus Göteborg sieht es dann so aus:



Immer wieder toll: Die Durchfahrt des Schiffes unter der Älvsborgsbron. Jedes Mal glaube ich wieder, dass das Schiff da doch nicht wirklich unter durchpassen kann. Und jedes Mal werde ich doch wieder positiv überrascht. schmunzel



Mein Abend hat einen unerfreulichen und einen erfreulichen Teil: Seit Beginn meiner Sommerreise vor drei Wochen, noch in Deutschland, am Neckar, schlage ich mich mit einem dicken Abszess auf meiner Schulter rum. Lange ignoriert oder nur oberflächlich behandelt, war er in der letzten Woche zu einer echten Behinderung geworden, die mich den rechten Arm nicht mehr richtig schmerzfrei bewegen ließ. Gestern Abend begann er wirklich unerträglich zu schmerzen, und ich spielte schon mit dem Gedanken, einen ärztlichen Notdienst aufzusuchen. Die Gesundheitsbilanz dieser Reise fällt mit den ganzen Störungsbildern deutlich negativ aus. krank

Heute Abend nun, auf dem Schiff, geht er endlich von selbst auf. Und ich erkenne, dass ich wohl etwas fahrlässig war. Das hätte auch schiefgehen können. So wechsele ich im Halbstundenrhythmus von meinem Sitzplatz in der Abendsonne in die Kabine, zu erneuten Versorgung der Wunde, und wieder zurück, und wieder hin und wieder zurück. Nach Säuberung des Gebildes entpuppt sich das Ganze als ein mehr als 1 cm langer, 0,5 cm breiter und fast 1 cm tiefer Krater auf meinem Schulterblatt. schockiert Die fotografische Wunddokumentation zu veröffentlichen erspare ich allen lieber...

Dafür ein letzter Sonnenuntergang (auch wenn hier die Telefonkamera etwas überfordert war).
Denn die Abendsonne, das ist der erfreuliche Teil...



Der nächste Morgen dann bringt wieder gutes Wetter, noch etwas zögerlich frühmorgens auf dem Meer noch vor der Einfahrt in die Kieler Förde...



... und erfreulich gut dann später am Tag , als ich an der Kiellinie mehrere Stunden Wartezeit verbringe, weil die beiden ICs des Vor- und frühen Mittags ab Hamburg keine Stellplätze für mein Rad mehr hatten. So kann ich in aller Ruhe endlich das Zelt trocknen. träller



Schließlich fahre ich wieder einmal mit dem "Lumpensammler" nach Hause, das ist der letzte IC des Tages, der nur von Hamburg bis Göttingen fährt, die Bummelstrecke im Leinetal statt der Schnellfahrstrecke nutzen muss und all das aufsammelt, was von den früheren Zügen nicht mehr mitgenommen wurde. Der Leere im Fahrradabteil wie im angrenzenden Großraumabteil zufolge bin das heute nur ich. schmunzel





Sohn und Nichte erwarten mich bereits im Familienlieblingsrestaurant zum Burgeressen und Cocktailtrinken.
Man kann schlechter wieder zuhause begrüßt werden. schmunzel

---

Einige Anmerkungen zum Schluss.

Das war eine besondere Reise für mich, die erste längere Radreise ohne Kind. 15 kürzere und längere Radreisen haben wir zusammen unternommen, dazu zahlreiche weitere Zug- und gelegentlich auch Autoreisen, zudem eine Paddelreise. Dieses Jahr sind wir - geplant und beiderseitig erwünscht - zum ersten Mal getrennter Urlaubswege gegangen. Es ging also eine Ära zu Ende. Einen Moment gab es, wo ich ihn ein wenig vermisste, meinen Sohn, und das war ausgerechnet im Moesgaard Museum. Das waren immer besondere Dinge für uns gemeinsam, derartige Museumsbesuche. Ich habe aber festgestellt: Das gefällt mir auch alleine gut. schmunzel Ich hatte allerdings schon vorher keinen Zweifel daran.

Was mir natürlich besonders gefiel, war die vollkommen freie Zeiteinteilung. Wann ich losfuhr, wann ich Pause machte, wann ich auf dem Campingplatz ankommen wollte, entschied ich plötzlich alles nur noch für mich allein. Das mag für langjährige Soloradler eine Selbstverständlichkeit sein, für mich war es das überhaupt nicht: Jahrelang war sehr vieles vor allem an den Bedürfnissen des Kindes ausgerichtet, wenn natürlich in den letzten Jahren immer weniger. Die Tatsache, dass ich mir überhaupt Zeit für das Fotografieren nehmen konnte, war schon eine Besonderheit: Das war zum ersten Mal etwas mehr als einfach nur schnell Drauflosknipsen.

Zum Reiseziel: Jütland ist nun wahrlich kein spektakuläres Reiseziel. Für eine spontane Reise (diese wurde erst vier Wochen vorher überhaupt angedacht) mit Zelt, und bei Anreise aus dem Norden Deutschlands aber dermaßen unkompliziert, dass ich sicher nicht das letzte Mal hier oben war, um einfach ein paar Tage am Meer zu radeln. Und schön finde ich es hier bei jedem Wetter.

Das Teilprojekt Dänemark meines Lebensprojekts Nordseeküstenradweg ist nun aber abgeschlossen. bier

---

Ein Foto hab ich mir für den Abschluss aufgehoben; es gefällt mir so gut:




Danke fürs Mitreisen. schmunzel

Geändert von Tine (11.11.17 22:52)
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#1309033 - 03.11.17 18:54 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Tine]
Jaffa
Mitglied
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Beiträge: 27
So ein schöner Bericht! Ich mag deine Fotos. Die Zeit der getrennten Urlaube nähert sich bei uns auch so langsam, nachdem unser Sohnemann (14) erstmalig angekündigt hatte, alleine Urlaub machen zu wollen. Probeweise schicken wir sie in den nächsten Sommerferien auf eine Zweitagestour mit Rad und Zelt zum Dümmer See. Dort können sie dann noch ein paar Tage dranhängen. Ich freue mich, dass er flügge wird:-).

Eine neugierige Frage: dein Reiserad gefällt mir, die Farbe ist toll und die Geometrie auch. grins. Leider kann ich den Namen auf dem Rahmen nicht entziffern grins. Verrätst du ihn? ( ich tippe auf Contura?)
Gruß
Etti

Geändert von Jaffa (03.11.17 18:57)
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Off-topic #1309035 - 03.11.17 18:58 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Jaffa]
Jaffa
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abwesend abwesend
Beiträge: 27
Nee, Intec, oder?
Gruß
Etti

Geändert von Jaffa (03.11.17 18:59)
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Off-topic #1309086 - 03.11.17 22:53 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Jaffa]
Tine
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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abwesend abwesend
Beiträge: 2189
In Antwort auf: Jaffa
Nee, Intec, oder?
Genau! schmunzel Intec M2. Wobei die Farbe eigentlich ein Tick anders werden sollte. Ich hatte den Fehler gemacht, nur von einer Farbkarte auszuwählen. Naja. Nach nunmehr sechs gemeinsamen Jahren ist mir das Kerlchen auch mit diesem nicht ganz passenden Farbton ans Herz gewachsen... lach

Freut mich, dass Dir der Bericht gefällt.

Das Flüggewerden begrüßen ja nicht alle Eltern. Ich fand und find es noch immer gut. Gibt für alles eine Zeit.

Ein Teil dieser Fotos (zusammen mit etlichen anderen aus all den Jahren Radreisen) habe ich gerade heute Abend zum allerersten Mal methodisch in einem Workshop eingesetzt. Kam gut an. Jetzt weiß ich endlich, warum ich seit Jahren Fotos von "Wegen" zusammengesammelt habe. schmunzel

Grüße
Tine

Geändert von Tine (03.11.17 22:55)
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#1309466 - 06.11.17 19:18 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Tine]
HanjoS
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Hallo Tine,

ich habe nun auch diesen Teil Deines Berichts gelesen und bin froh, so intensiv habe Teilhaben können sowohl am Verlauf der Strecke samt deren in Bildern eingefangenen Eindrücken, als auch am weiten Spektrum Deiner hier gut vermittelten Gefühlslage. Sei diese nun geprägt vom zermürbenden Gegenwind, sich ständig wiederholenden Aufs und Abs dänischer Hügellandschaft oder eben auch den Momenten der Glückseligkeit, die Du im Stande bist zu erleben: ein besonderer Sonnenuntergang hier, ein Moment der friedlichen Morgenstille allein am Meer oder auch die Begeisterung über einen niederländischen CP-Betreiber, der anscheinend für die Spezies "Radreisender mit Zelt" besondere Anstrengungen unternimmt.

Für mich macht genau diese Mischung aus Berichterstattung einerseits, dem Mitnehmen in die Welt eigener Gefühle und Stimmungen andererseits und das ganze gespickt mit wunderschönen Bildern das aus, was mich einfängt, fesselt und freuen lässt auf Berichte späterer Reisen, die sicherlich folgen werden.
Schöne Grüße aus OWL, Hanjo

Der etwas andere Übersetzer: DeepL Übersetzer
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Off-topic #1309497 - 06.11.17 22:22 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Tine]
Jaffa
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Beiträge: 27
Das mit dem Nur-Auswählen nach Farbkarte ist mir bei meinem Mtb auch passiert. Statt eines satten dunkellila (fast Aubergine) wie ich es mir lt. Farbkarte vorgestellt hatte, fuhr ich dann auf einer Milka-Tafel durch die Gegend zwinker. Wir sind dann aber doch noch Freunde geworden cool
Gruß
Etti
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Off-topic #1309501 - 06.11.17 22:37 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Jaffa]
Tine
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 2189
In Antwort auf: Jaffa
Das mit dem Nur-Auswählen nach Farbkarte ist mir bei meinem Mtb auch passiert. Statt eines satten dunkellila (fast Aubergine) wie ich es mir lt. Farbkarte vorgestellt hatte, fuhr ich dann auf einer Milka-Tafel durch die Gegend zwinker.
lach
In Antwort auf: Jaffa
Wir sind dann aber doch noch Freunde geworden cool
Ja, so ähnlich ging es mir auch. Ich bin nicht perfekt, warum sollte es dann mein Rad sein? schmunzel
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#1309504 - 06.11.17 22:49 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: HanjoS]
Tine
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 2189
In Antwort auf: HanjoS
Für mich macht genau diese Mischung aus Berichterstattung einerseits, dem Mitnehmen in die Welt eigener Gefühle und Stimmungen andererseits und das ganze gespickt mit wunderschönen Bildern das aus, was mich einfängt, fesselt und freuen lässt auf Berichte späterer Reisen, die sicherlich folgen werden.
Danke Hanjo. schmunzel Für neue Berichte müsste ich erst mal wieder reisen. Und das dauert wohl noch ein Weilchen, bis ich wieder loskann. Aber vielleicht schaffe ich es ja wirklich in der Zwischenzeit mal, die Berichte meiner früheren Reisen zu schreiben. Die waren nämlich noch viel emotionaler, da prallten immer noch die Stimmungen eines erst 2-, dann 3-, dann 4-jährigen usw. auf die meinen. Das war dann immer eine recht lebendige Angelegenheit. grins Nur zum Berichteschreiben kam ich leider fast nie...
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#1309536 - 07.11.17 10:35 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Tine]
Stephan76
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 370
Hallo,

vielen Dank für deinen tollen Bericht, der mir nicht nur durch die Bilder, sondern auch durch die kurzweilige Erzählweise gefällt.
Auch wenn Dänemark nicht unbedingt durch spektakuläre Natur überzeugt, fahre ich auch immer wieder gern dahin. Ich mag die vielen kleinen Straßen und die entspannende Ruhe. Trotz landwirtschaftlicher Prägung bleibt es für mich kurzweilig. Zum Übernachten bevorzuge ich mittlerweile die vielen Naturlagerplätze, da ich auch ungern zwischen Wohnwagen zelte.
Ich hab das Glück, quasi "gegenüber" zu wohnen, das heisst nach einer Fährfahrt bin ich in der dänischen Inselwelt, was ich auch gern für einen Wochenendausflug nutze.
Gruß Stephan
www.bike-nz.de - viel Neuseeland, und zunehmend auch andere Länder
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#1309680 - 08.11.17 08:02 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Stephan76]
Tine
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 2189
Hallo Stephan,
In Antwort auf: Stephan76
Zum Übernachten bevorzuge ich mittlerweile die vielen Naturlagerplätze, da ich auch ungern zwischen Wohnwagen zelte.
Ja, die kenne ich und sie liegen ja meist sehr nett. Ich habe aber auf dieser Tour wieder feststellen können/müssen, dass mein Sicherheitsbedürfnis doch größer ist als ich mir oft eingestehen mag und ich nicht alleine irgendwo übernachten mag. Daher werde ich mich wohl auch weiterhin an die CPs halten. Abgesehen vom "in Gesellschaft sein" bin ich nämlich auch ein wenig verweichlicht peinlich grins und schätze eine (saubere) Dusche am Abend...

Nur für einen Wochenendausflug nach Dänemark - das muss schön sein. Dafür ist es dann aber für mich doch zu weit.

Grüße,
Tine
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Off-topic #1309740 - 08.11.17 13:04 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Jaffa]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 13857
In Antwort auf: Jaffa
Das mit dem Nur-Auswählen nach Farbkarte ist mir bei meinem Mtb auch passiert. Statt eines satten dunkellila (fast Aubergine) wie ich es mir lt. Farbkarte vorgestellt hatte, fuhr ich dann auf einer Milka-Tafel durch die Gegend zwinker. Wir sind dann aber doch noch Freunde geworden cool


Auch die Auswahl am realen Modell hilft zuweilen nicht: sowohl wir als auch der Händler waren der Meinung, wir hätten die selbe Farbe wie am vorhandenen Vorführmodell bestellt. Der Hersteller war anderer Meinung und hatte seine Standardfarbpalette inzwischen verändert. So bekamen wir statt bordeauxrot lila...

Martina
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#1309807 - 08.11.17 18:48 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Martina]
jonathan
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 208
Ein wunderschöner Bericht. Ich kenne zwar auch Dänemark ein wenig weil auch die Lieblingsinsel meiner Familie, Fanoe, hier zu finden ist. Ich bin auch einmal mit dem Rad an der Küste entlang (soweite wie möglich) nach Hause gefahren.
Du hast mir mit Deinem Bericht den übrigen Teil des Landes und noch mehr, nahe gebracht.
Leider schaffe ich es nicht mehr, auf Deinen Spuren, dem Bericht nachzufahren.
Meine Lieblingsstrecken liegen im Süden Europas. Sehr gerne fahre ich über Porto Lissabon an die Algarve und weiter nach Spanien. Mit meinem lange erwachsenen Sohn habe ich einge gemeinsame Fahrten in Irland und England unternommen. Inwischen sind das schöne Erinnerungen.
Wenn alles gut geht, fahre ich im kommenden Frühjahr von Jerez durch einen Teil Andalusiens und wieder einmal nach Portugal.
Nochmals danke und noch viele schöne Reisen wünsche ich Dir.
Heinz
Heinz
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#1309842 - 08.11.17 21:25 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: Tine]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
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Hallo Tine,
bei soviel Jütland vor meinem Forumsauge musste ich natürlich auch mal reinschauen, ob meine Radtaschen zwinker auch in mir eher fremden Flachregionen (und ohne grüne Wälder) gut in Szene gesetzt sind. Ich komme zum Ergebnis: Wohl passts - sehr schön! Ganz im Gegensatz zum meinen radlerischen Vorlieben kann ich mich an schönen Meerstimmungen auch immer ergötzen und gehöre mittlerweile auch seit Januar zu den Minimalexperten im Beradeln nordisch orientierter Marschlandschaften. Dass mir Dänen in ihrer Mentalität entgegen kommen wüden, daran habe ich ohnehin keinen Zweifel. Einen richtigen Berg hätten sie aber auch bauen können, diese Faulpelze... omm

Willkommen übrigens im Kreis der Radreise-Solisten/innen! Da ist aber noch was, das geht gar nicht: Zwei Duschmünzen wegen langer Haare. Da bin ich sofort für doppelte Klimaabgabe für Langhaarige, wenn sie doppelt so lang unter der Dusche stehen. schockiert träller
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1309854 - 08.11.17 22:34 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: jonathan]
Tine
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Hallo Heinz,

In Antwort auf: jonathan
Ich kenne zwar auch Dänemark ein wenig weil auch die Lieblingsinsel meiner Familie, Fanoe, hier zu finden ist.
Fanø kenne ich noch nicht, als wir vor zwei Jahren vorbeiradelten (also durch Esbjerg), entschieden wir uns gegen eine Erkundung der Insel. Wenn ich noch mal die Westküste radele, dann wird Fanø ebenso beradelt wie Mandø, über die Zufahrtsstraße dorthin muss ich unbedingt einmal radeln! cool

In Antwort auf: jonathan
Inwischen sind das schöne Erinnerungen.
Einer der schönsten "Nebeneffekte" des (Rad-)Reisens, die Erinnerungen, nicht wahr?

In Antwort auf: jonathan
Wenn alles gut geht, fahre ich im kommenden Frühjahr von Jerez durch einen Teil Andalusiens und wieder einmal nach Portugal.
Das wünsche ich Dir, das alles so klappt, wie Du Dir das erträumst.

Danke Dir und alles Gute,
Tine
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#1309858 - 08.11.17 22:54 Re: Jütlands Ostküste 2017 Teil 2 [Re: veloträumer]
Tine
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Hallo Matthias,

In Antwort auf: veloträumer
bei soviel Jütland vor meinem Forumsauge musste ich natürlich auch mal reinschauen,
Eine ungewöhnliche Jütland-Präsenz hier derzeit, und das, obwohl Dänemark doch scheinbar kein Radreiseland ist. zwinker Ich hab schon überlegt, ob ich meinen Reisebericht von der Westküste 2015 gleich nachschiebe, damit Jütland hier bloß nicht in Vergessenheit gerät. teuflisch
In Antwort auf: veloträumer
ob meine Radtaschen zwinker
Dir ist der Unterschied schon aufgefallen, oder? So ganz frisch und leuchtend grün, nicht so ausgeblichen wie Deine. träller Zudem das die allererste Reise für die Frontroller war, sie waren erst zwischen meinen beiden Sommerreisen angekommen.
In Antwort auf: veloträumer
auch in mir eher fremden Flachregionen (und ohne grüne Wälder) gut in Szene gesetzt sind. Ich komme zum Ergebnis: Wohl passts - sehr schön!
Mein Rad fotografier ich ja gar nicht so oft. Mehr Meer ist eher meine fotografische Leitlinie. grins Aber Wälder hat es auch in Jütland, ich fuhr durch mehrere davon. Sicher keine ausgedehnten,aber doch ausreichend, um ab und an ein Gefühl von VerlorengehenkönnenimtiefenWald zu haben...

In Antwort auf: veloträumer
Ganz im Gegensatz zum meinen radlerischen Vorlieben kann ich mich an schönen Meerstimmungen auch immer ergötzen und gehöre mittlerweile auch seit Januar zu den Minimalexperten im Beradeln nordisch orientierter Marschlandschaften.
Den Bericht hatte ich gelesen. Die Ecke genau fehlt mir noch in meinem norddeutschen Nordseeküstenradwegpuzzle... Vielleicht mache ich das auch mal im Winter. Aber dann ohne Zelt... unsicher

In Antwort auf: veloträumer
Dass mir Dänen in ihrer Mentalität entgegen kommen wüden, daran habe ich ohnehin keinen Zweifel. Einen richtigen Berg hätten sie aber auch bauen können, diese Faulpelze... omm
Hey, das ist unfair, die Ejer Bjerge sind alle so um die 170 m üNN. Jawoll! Und sie liegen nur etwa 20 km nördlich von Horsens. Man kann also sagen, ich bin in der hügeligsten Gegend Dänemarks rumgeradelt. unschuldig

Fahr mal hin. Es lohnt sich. schmunzel

Grüße,
Tine
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