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#1483387 - 11.11.21 13:24 Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 6851
Dauer:6 Tage
Zeitraum:12.9.2021 bis 17.9.2021
Entfernung:0 Kilometer
Bereiste Länder:deDeutschland
itItalien
liLiechtenstein
atÖsterreich
chSchweiz

Allgäu-Südtirol

12.9-17.9. ca 500 km, Reisende natash und mgabri, klassische Reiseräder mit Zeltgepäck



Nachdem unsere geplante Sommertour im Juni den Pandemiebedingungen und dem Wetter zum Opfer gefallen ist, versuchen wir bei einer Urlaubswoche im September zumindest ein paar schöne Tourtage zu erhaschen.
Weil wir eine Wochenendtour in den Jura wegen eines Unfalls abbrechen mussten, wollen wir zunächst diese Tour wieder aufnehmen. Allerdings bleiben die Wetterprognosen weiterhin zweifelhaft. Und da die Schlechtwetterfronten, wie gewohnt, vor allem aus Richtung West-Südwest anrauschen sollen, entscheiden wir uns für eine kleine Runde im nahen Alpenraum, auch weil sich da die Anreisezeit in Grenzen hält.



Wegen des drohenden Lokführerstreiks und Schienenersatzverkehrs im Bereich der Schwarzwaldbahn beschließen wir, dass wir diesmal nicht mit der Bahn nach Konstanz fahren werden um am Bodensee zu beginnen. Statt dessen starten wir in Lindenberg im Allgäu, wo wir unser Auto, ein eher praktisches Modell, das nicht besonders diebstahlsträchtig ist, an einem Friedhof abstellen.
Und weil zumindest für die ersten zwei Tage ganz ordentliches Wetter mit nur wenigen Eintrübungen prognostiziert wird, beschließen wir über den Flüela und den Ofenpass in Richtung Südtirol zu reisen und dann vor Ort zu schauen, wie es weiter gehen soll.

Lindenberg-Bregenz-Dornbirn-Schaan-Vaduz-Trubbach-S.Luzisteig-Fläsch-Bad Ragaz-Landquart




Wir starten im Nebel, der wie weiche Watte über den Hochweiden hängt.




Eine Abkürzung über einen Wanderweg gerät deshalb sehr rutschig, so dass ich eine kurze Schiebeeinlage vorziehe.
An einem Sonntags geöffneten Käsereiverkauf decken wir uns fürs Mittagsvesper ein.



Mit einer sehr schönen serpentinenreichen Abfahrt gelangen wir in den Dunstkreis von Bregenz, vom Bodensee ist wegen des Nebels jedoch nicht viel zu sehen, weshalb wir uns in Richtung Dornbirn wenden.
Dort genehmigen wir uns nach einer kleinen Runde durch die Innenstadt einen Frühstückskaffee und begeben uns dann zum Hinterrhein, wo wir dem Radweg folgen.



Das ist, vor allem, weil wir hier schon mehrfach entlanggefahren sind, nicht besonders aufregend, aber zum einrollen doch ganz angenehm.
Hier kommt dann auch die Sonne heraus und wir können den gekauften Käse verkosten.



Weiter geht es nach Liechtenstein



und dann sind wir an der Brücke in die Schweiz hinüber vorbeigerauscht und stehen an einem Trampelpfad am Steilufer.
Hier geht’s am Rhein nicht weiter und weil wir keine Lust haben wieder zurück zu fahren, nehmen wir zunächst den Wanderweg, dann die sanft ansteigende Straße nach Sankt Luzisteig.






Hier ist gerade eine Art Rennen mit Zweitaktern aus den 70gern in Gang, was für gute Stimmung, aber auch ein wenig Gestank sorgt.



Über Fläsch abfahrend, gelangen wir über schöne Weinberge an den Rhein und nach Bad Ragaz.



Von dort geht es nach kurzer Ortsbesichtigung und Einkauf nach Landquart, wo wir uns auf dem angenehmen Campingplatz am Ortsausgang in einem Wald gelegen, niederlassen.Dabei kommt es zu folgendem Gespräch mit einem kleinen Jungen, etwa 6 Jahre alt.
„Von wo seid Ihr denn“? „Aus Deutschland.“ „Nein, seid Ihr nicht“.“ „Aber ja doch“. „Es sind keine Deutschen auf dem Platz:“ „Doch, wir“ „Aber es ist doch gar kein deutsches Auto da.“ „Wir sind ja auch mit dem Fahrrad da.“ „Mit dem Fahrrad, aus Deutschland! “Ja, wir sind im Hinterland vom Bodensee heute Morgen losgefahren, das ist doch gar nicht weit weg.“ „Ja, das stimmt, Aber mit dem Fahrrad, von Deutschland…“
Kopfschüttelnd zieht er ab und kommt noch ein paar Mal vorbei um uns zu erheitern.




Landquart-Saas-Klosters-Davos-Flüela-Susch-Zernez




Heute soll es über den Flüelapass ins Unterengadin gehen. Dazu fahren wir zunächst einmal Richtung Davos auf der Veloroute.
Diese ist auf den ersten Kilometern sehr angenehm fahrbar, allerdings verläuft sie im weiteren Verlauf recht zeitraubend auf einer mit einigen Steigungen gespickten Schotterstrecke, ich muss sogar einmal kurz schieben, weil mein Hinterrad durchrutscht. Hübsch ist es dennoch.



Wir fahren trotzdem kurz vor Klosters auf die Straße, wir wollen ja auch ein wenig vorwärts kommen.
Dennoch sind wir mittags immer noch nicht in Davos und unsere Mägen knurren vernehmlich. Brot haben wir auch keines mehr, weil wir in Klosters zwar zahlreiche Geschäfte zu Modeartikeln, Autoteilen und ähnliches gefunden haben, ein Lebensmittelgeschäft haben wir auch nach ein wenig Herumgekurve nicht finden können.

Ein Schild am Straßenrand verkündet ein bezahlbares Mittagsmenü auf einer Alpe.
Kurz darauf verleiben wir uns in Gesellschaft eines netten jungen LKW-Fahrers mit dem wir uns angeregt unterhalten sowie einiger Bauarbeiter ein deftiges Mahl ein.



Das mir beim folgendem kurzen Anstieg nach Davos, ganz schön im Magen liegt.
Das wird auch nicht dadurch besser, dass die Schaltung anfängt zu springen. Eine kurze Untersuchung ergibt einen gelockerten Zahnkranz. Gottlob hat Micha ein passendes Werkzeug dabei, sodass wir nach kurzer Zeit die Fahrt fortsetzen können.
Bald sind wir in Davos,



wo wir hinterm See in Richtung Flüela abbiegen.





Die Auffahrt ist sehr angenehm, es ist sehr spärlich Verkehr, die Sonne scheint und die Heidelbeerblätter leuchten rot verfärbt in der frühherbstlichen Sonne.





Wir pausieren recht oft, weil Michas Bein noch von einer größeren Brandverletzung lädiert ist die, nachdem er irgendwo angestoßen ist, wieder Schmerzen verursacht. Auch ich habe noch mit einem verstauchten Fuß zu kämpfen, sodass wir unsere Tour diesmal erheblicher geruhsamer angehen, als das sonst der Fall wäre.



Wir genießen also Wetter, Auffahrt und Szenerie und treffen dabei einen netten Rennradler, der auf dem selben Zeltplatz residiert, den wir am Abend ansteuern wollen.



Bald sind wir am Pass oben angelangt.




Am See legen auf einem Stein sitzend, eine Pause ein,



bevor wir uns in die Abfahrt stürzen.




In Zernez sind wir dann am frühen Abend. Der Zeltplatz liegt recht hübsch am Inn, es gibt eine schöne Wiese nur für Zelte und einen Aufenthaltsraum hat es auch.
Als wir unser Abendessen einnehmen, kommt der Rennradfahrer vom Nachmittag vorbei, wir tauschen Tourentipps aus und stoßen mit einem süffigen Bier auf den schönen Tag an.



Zernez-Ova Spin-Ofenpass-Santa Maria-Val Müstair-Burgeis-Ulten-Haidersee

Heute geht es über den Ofenpass ins Südtirol. Nachdem wir die Idee verworfen, haben, im Anschluss den Umbrail und das Stilfser Joch zu fahren, unsere Verfassung gibt das nicht her und der Wetterbericht ebenso wenig, machen wir uns auf dem Weg.
Am Rande einer schönen Schlucht geht es angenehm bergauf.



Bei Ova Spin ist man dann auf einer Zwischenhöhe von 1850 angelegt und es geht wieder bergab





bevor es durch eine eher nordisch anmutende Landschaft mit schönen Nadelwäldern wieder aufwärts geht, zunächst sehr verhalten













später kräftiger und schön felsig wird die Umgebung auch.









Dann sind wir schon oben, wo zwei nette Motoradfahrer ein Bildle von uns machen.



Nach dem Passkaffee geht’s runter ins malerische Val Müstair,









wo es eine vorzügliche Käserei gibt, wir decken uns für das mittägliche Vesper ein.



Dann überqueren wir bereits die Grenze nach Italien. Der Grenzbeamte ist mehr an seinem Telefonino als an unserem Grenzübertritt interessiert, unsere pandemiebedingte Einreiseerklärung will jedenfalls niemand sehen.



Der Radweg im Vinschgau ist zunächst geschottert, weshalb wir ihn ignorieren bis wir in den ersten Ort kommen.
Hier gönnen wir uns natürlich den ersten schönen, starken, schwarzen Café, den die Südtiroler nach süditalienischer Auffassung nicht so richtig zubereiten können, was ich jedoch bezweifele, und beobachten das Treiben am Radweg.
Hier ist allerhand los, die meisten kommen uns entgegen und sind motorisiert,
und gleiten die radwegtypischen, unsinnigen Zusatzsteigungen ohne einen unnötigen Schweißtropen zu vergießen zackig hinauf.
Ganz im Gegensatz zu uns, die auf altertümlichen Rädern unterwegs sind, die auf den klassischen Velorouten mittlerweile stark in der Minderheit sind.
Weil wir heute nicht mehr über den Reschenpass fahren wollen, sehen wir das aber entspannt. Die Tagesetappe ist dadurch ja recht kurz und wir haben keine Eile.







Der Radweg wird wegen Behebung von Hangschäden umgeleitet.
Dabei begegnen wir einem Liegeradler, der uns auf unsere schönen, klassischen Reiseräder anspricht.
Es handelt sich um einen Deutschen, der seinen Altersruhesitz nach Reschen verlegt hat und der einmal Mitglied unseres Forums war. Wir plaudern ein wenig, er beklagt, dass man hier mittlerweile sogar Kinder überwiegend auf motorisierte Fahrräder setze und er nicht glaubt, dass da für deren sportliche Entwicklung sinnvoll wäre. Wir glauben das auch nicht, aber immerhin ist es besser als nur im Auto herumkutschiert zu werden oder vor der Spielkonsole zu hocken.
Außerdem bekommen wir ein paar Streckenvariantentipps, die wir zugleich ausprobieren.





Am Haidersee lassen wir uns bereits auf dem Campingplatz nieder. Wir laufen ein wenig um den See, der ein bereits herbstliches Ambiente verbreitet



Und genießen die Aussicht, bevor wir uns ins Platzrestaurant begeben.



Haidersee-Reschen-Nauders-Pfunds-Landeck-Imst



Am nächsten Morgen ist es zugezogen. Wir sind ganz froh, dass wir jetzt nicht über das Stilfser Joch rutschen müssen, es soll heute nämlich noch recht feucht werden.
Am Reschensee ist das Wasser abgelassen worden, weshalb ich Euch das obligatorische Bild des im Wasser stehenden Kirchturms ersparen kann, der turm steht nämlich gerade nicht im Wasser.



Am Reschenpass, wo es anfängt kräftig zu nieseln, ist man dann recht flott und kurz drauf sind wir auch schon in Österreich.
Nun kommen uns im Fünfminutentakt Reiseradelgruppen entgegen, es ist schier unglaublich, wie beliebt diese Radrouten sind. Ich selbst fand die Passtrassen erheblich schöner und auch angenehmer zu fahren, schon alleine, weil kein Gedrängel herrscht und weil diese unsinnigen Zickzackverläufe eher selten sind, aber da sind die Geschmäcker ganz offenbar verschieden.





In Nauders genehmigen wir uns eine Frühstückspause, die dadurch getrübt wird, dass Micha seinen Geldbeutel vermisst und wir erst alle Taschen ausräumen müssen, bis wir ihn gefunden haben.





Später, wir sind nun regenfester gewandet, gelangen wir dann auf den Innradweg.
Es ist sogar der Inn zu sehen.





Und bei Landeck hört es sogar auf zu regnen.

Nachdem wir gevespert haben, hier kam sogar kurz die Sonne heraus und neue Verbände für Micha aufgeplatzte Beinwunde erworben haben, begeben wir uns nach Imst.





Der Aktivcamping dort hat auch zwei schöne Aufenthaltsräume und der Platzbetereiber zeigt uns den Regenradar auf seinem opulenten Bildschirm. Das sieht nicht gut aus.
Wir überlegen das für den nächsten Tag geplante Hahnentennjoch aus dem Programm zu nehmen und entweder den Fernpass zu fahren oder mit dem Zug nach Bregenz, wenn es ganz übel kommen sollte, was zu befürchten ist. Es werden leider schwere Regenfälle vorhergesagt.

Imst-Hahnentennjoch-Elmen-Weißenbach/Lech-Nesselwängle-Hallersee



Der nächste Morgen hüllt sich in Nebel. Das ist schon einmal besser als Dauerregen und weil wir weder auf den Fernpass noch auf den Zug große Lust verspüren, fahren wir in Richtung Hahnentennjoch.
Vielleicht haben wir ja Glück.

Die Sicht ist nicht so besonders, mehr als wenige Meter beträgt die Sicht nicht.



Dafür ist außer uns und ein paar niederländischen Motoradfahrern kaum wer unterwegs, was ja auch etwas für sich hat.

Dann reißt es auf, rechts kann man eine schöne Schlucht erkennen und dann fängt es an zu regnen.



Und während mir das Wasser entgegen fließt, hoffe ich, dass zumindest die Abfahrt trockener sein möge.





Oben existiert leider keine Passbeiz, so dass wir uns noch ein Weilchen gedulden müssen, bis wir ein wärmendes Getränk zu uns nehmen können. Dafür hat es immerhin nahezu aufgehört zu regnen.





Die Abfahrt gerät aufgrund der Nässe sehr unerfreulich, wie immer (ich leide an starken Durchblutungsstörungen bei Nässe und Kälte) werden meine Hände so steif, dass ich alle paar Meter anhalten muss um wenigstens einen Finger soweit wieder zu beleben, dass ich bremsen kann.
Wir wärmen uns im ersten Gasthaus auf, das wir finden können.

Vom Lechtal aus wollten wir eigentlich in den Bregenzer Wald fahren, was uns angesichts des Wetters wenig sinnvoll erscheint.
Wir bleiben also im Lechtal, das malerisch in den Wolken hängt,







Und begeben uns dann, nach dem Besuch einer Käserei, über einen kleinen Pass ins Tannheimer Tal, wo wir den Campingplatz am Hallersee aufsuchen, weil uns die örtlichen Festunterkünfte zu kostenintensiv erscheinen. Auch hat es ja grad aufgehört zu regnen, was sich ändert, sobald unser Zelt steht.
Der Preis für den Campingplatz, lässt sogar die in der Schweiz als preisgünstig erscheinen, aber dafür gibt es in der Dusche eine Fußbodenheizung und man kann den Badestrand des Sees benutzen, theoretisch zumindest. Da stimmt uns aber wirklich froh.
Vor der Waschmaschine ist ein kleiner und warmer Aufenthaltsraum, in den wir uns zurückziehen, bevor wir uns in das noch vom Morgen feuchte Zelt begeben.
Wir verstauen noch unsere Schuhe in den Taschen und auch sämtliche Lebensmittel, weil wir vor einer räuberischen Eichhörnchenbande gewarnt werden, die hier ihr Unwesen treiben würde. Sie habe sogar den Fuchs vertrieben, der vorher so gern die Schuhe eingesammelt hat.



Hallersee-Tannheim-Oberjoch-Bad Hindelang-Sonthofen-Alpsee-Weiler-Lindenberg



Tags drauf regnet es leider noch immer.
Und als ich das Frühstück aus der Ortliebtasche ziehen möchte, bemerke ich dass unser am Vortag gekaufter Käse, der alte, pikante, gut abgehangene, ein großes Loch aufweist. Als hätte wer da hineingebissen, wie ich Micha mitteile. Und als ich auf die Tasche schaue, sehe ich, dass genau das der Fall gewesen ist



Weil zu vermuten steht, dass hier die Eichhörnchen aktiv waren, den günstigeren, weniger rezenten Käse haben sie übrigens nicht angerührt, fluche ich ausgiebig und überlege wie ich den Schaden reparieren kann.
Mit Tape und einer Plastiktüte kann ich das Loch immerhin soweit flicken, dass nichts herausfällt und eine nette Dame aus Hessen hat auch noch ein Gewebeband da.
Wir können also losschwimmen.
Immerhin erzeugt das feuchte Wetter eine gewisse nebelfeuchte Romantik





und auch exotische Tiere können uns aufheitern




Über eine kleine Anhöhe gelangen wir nach Deutschland und Oberjoch



Und weiter nach Bad Hindelang und Sonthofen, wo es aufhört zu regnen, was wir mit einem Frühstück in der Fußgängerzone begehen.

Und kurz darauf sind wir schon am Alpsee.





Nach einem zünftigen Mittagessen begeben wir uns in die grünen Hügel des Allgäu, wo wir hoffen auf kleinen Nebenwegen angenehm nach Lindenberg zurück zu kommen.






Auf den Straßen herrscht ein unglaublich starkes Verkehrsaufkommen, selbst auf den abwegigsten Nebenwegen fahren einem zahlreiche Autos, dem Kennzeichen nach aus ganz Deutschland entgegen.

Wir weichen einmal wieder auf Nebenwege aus




Und sind kurz darauf in Lindenberg, von wo wir die Heimfahrt antreten.




Insgesamt hat uns unsere diesmal eher bescheidene Tour, kleinen Widrigkeiten zum Trotz, gut gefallen. Für unsere lädierten Möglichkeiten bei unstabiler Wetterlage haben wir die für uns angenehmste Tourenmöglichkeiten ausgeschöpft. Und immerhin war in den ersten drei Tagen das Wetter sogar ausgesprochen prächtig.
Außerdem habe ich mein Wissen über Eichhörnchen erweitert, wer hätte gedacht, dass diese elfengleichen, niedlichen Wesen derartige Biester sein können. Böse kann ich ihnen aber trotzdem nicht sein. Wahrscheinlich wurde der Käse zusammen mit ein paar erbeuteten Schuhen in einem schönen Wiesenstück verbuddelt.
Das Hahnentennjoch werde ich noch einmal bei besserem Wetter unter die Räder nehmen, aber das läuft ja genauso wenig weg, wie der Stelvio. Was ich jedoch über das Motoradaufkommen dort gehört habe, weiß ich noch nicht, ob ich allzu große Lust verspüre dort zu fahren.

Nun hoffe ich, dass Euch mein kleiner Bericht in eine zwar sicherlich viel bereiste, aber dennoch hübsche Gegend, gefallen hat.
Eine Route folgt noch, wenn ich es geschafft habe, die so ungefähr (genau schaffe ich das nicht) nachzuzeichnen.
Aber das ist ja auch nicht wichtig. Viele Strecken sind ja ohnehin klar.

Gruß

Nat

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#1483392 - 11.11.21 13:42 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 11320
Nur das Betrachten der Bilder bringt mich schon wieder in Radreisestimmung. Lesen werde ich den Bericht, wenn ich heute Abend hoffentlich mehr Zeit finde.

Vielen Dank schon einmal jetzt für diesen Beitrag!
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1483448 - 11.11.21 22:07 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16125
Hallo Natalie,

ein gelungener Alpenbogen auf flotten Straßen, gewiss auch wieder im Wettermischmasch des Jahres und wie bei dir immer wieder schmackhaft - auch eine Käsetour. lach Wohl wurden nur die ganz Geduldigen dieses Jahr mit stabilem Wetter belohnt, die in den Oktober rein gewartet haben. Das Wetter hat euch aber sicherlich vor noch mehr Motoren geschützt, denn Hahntennjoch noch Tannheimer Tal sind nicht unbedingt für ruhige Alpenidylle bekannt (Hahntennjoch Nordseite aufwärts an schönem Herbstsamstag mal gefahren: 3 Motorradfahrer im Bachbett). Aus dem Tannheimer Tal raus gibts ein paar einsamere Wege, zu denen man abzweigen könnte (Richtung Pfronten oder Wertach). Die Eingangsfolge über St. Luzisteig, Davos, Flüela und Ofen kommt mir auch sehr bekannt vor - schon lange her, einst mein dynamischer Einstieg auf meiner großen Italienreise. Außer Ofenpass war ich aber auch nochmal im letzten Jahr dort auf umgekehrten und variierten Wegen - also auch ganz frisch in der Erinnerung und doch wieder ganz anders als in deinen Bildern.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1483450 - 11.11.21 22:25 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
buche
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1496
Hach ja, Alpen verliebt
Tausend Dank für die schönen Bilder und Texte!

Liebe Grüße,
Erik
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#1483453 - 11.11.21 22:53 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 23173
Sehr schöner Bericht! bravo Deine Bilder werden auch besser als ganz früher - neue Kamera? bravo Sehr unterhaltsam zu lesen - vielen Dank.

Dort, wo ihr am Rheinradweg kein Weiterkommen am Steilhang fandet, strandete ich einstmals (2008) ebenfalls im rien-ne-va-plus, war aber noch dickköpfiger ausgestattet (ich wollte nicht nur nicht umkehren sondern auch noch dort weiter). Also mogelte ich mich an den dort in unschuldiger Familienausflug-an-den-Fluß-Manier lagernden Badegästen vorbei und zerrte das vollbepackte Rad in im Wortsinne unwegsamer Gegend durchs Unterholz den Berg hoch.

Mit Glück und Sturheit mündete ich in einen sanften Waldweg ein, der seinerseits in umgekehrter Richtung eine Sackgasse ist, und konnte den darüber im Fels versteckten Felshöhlen der Landesverteidigung einen unbeachteten Gruß entrichten. Ein paar Kaisermäntel in sonnigen Lichtungen habe ich in Erinnerung und daß ich mit dem Gefühl eines errungenen Pyrrhussiegs das Brücklein erreichte, wo auf der zivilen, westlichen Seite der Dammradweg endet und bald am Zoo vorbei nach Bad Ragaz weitergeht.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2

Geändert von iassu (11.11.21 23:01)
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#1483459 - 12.11.21 07:23 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
Hansflo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3397
Hallo Nat,

vielen Dank für den schönen Bericht. Schade, dass euch das Wetter mehrere unfreundliche Kilometer beschert hat, aber Ihr seid ja trotzdem immer gut drauf und seht das Schöne an der Strecke.

Hans
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#1483489 - 12.11.21 13:02 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
kettenraucher
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1506
Herzlichen Dank für diesen Tourbericht. Wie immer bei euch: extrem charmant, anregend und professionell. Und das mit den Eichhörnchen ist mir neu, ich werd´s mir merken. schmunzel
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#1483531 - 12.11.21 20:19 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: kettenraucher]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 6851
Danke Euch für die freundlichen Kommentare.
Das Wetter war insgesamt eigentlich gar nicht so übel, es gab weder kräftigen ununterbrochenen Dauerregen noch schwere Unwetter. Beides war angedroht.
Letztendlich können wir uns das aber eh nicht aussuchen. Weder ist der Urlaubszeitpunkt für uns frei verschiebbar und auch nicht ganz frei entscheidbar, noch läßt sich das Wetter ernsthaft ändern.
Wir haben versucht das beste draus zu machen und sind in eine Richtung gefahren, in der es potentiell freundlicher sein sollte, als in anderen. Weshalb wir uns eine abermalige Tour in und durch den Jura verkniffen haben. Obwohl da im Hinblick auf Käseverkostungen auch keine Wünsche offen bleiben schmunzel. Auch hat es mir großen Spaß gemacht einmal wieder auf 2000 m + hoch zu kommen, das hätte ja sonst gefehlt in diesem Jahr, wo die Höchsten von uns erradelten Stellen der Pass des Zoncolan und und die Sella di Razzo waren (dafür war vor allem ersterer erheblich schwerer).

@iassu - die Kamera habe ich seit etwa 10 Jahren. Aber ich komprimiere meine Fotos zur Forumsdarstellung mittlerweile anders, was tatsächlich ansehnlicher ausschaut.
Außerdem sind wir ja diesmal etwas angeschlagen und langsamer unterwegs gewesen als sonst. Da verwackeln die Bilder auch nicht so sehr, wenn ich sie beim Fahren schieße lach. Ich habe auch eine bessere Kamera, aber die wird geschont und kommt nicht in die Rückentasche des Trikots.



Gruß
Nat
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#1483581 - 13.11.21 18:56 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
Britta
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 236
Hallo Nat,

danke für den kurzweiligen und schön bebilderten Bericht! Ich gebe zu: in der Ecke kenne ich mich überhaupt nicht aus peinlich - sieht aber sehr schön aus, könnte mir wohl auch gefallen.
Dass sich ein putziges Eichhörnchen durch die Ortliebtasche futtert, find ich echt erstaunlich. Der Käse muss echt lecker gerochen haben. schmunzel

Viele Grüße
Britta
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#1483594 - 14.11.21 09:28 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
rayno
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3765
Hallo Nat & Micha,

eure schönen Fotos erinnern mich an meine Alpenreise in diesem Spätsommer. Vielen Dank dafür.
Ich war von Ende August bis in den September hinein drei Wochen in den Alpen unterwegs. Hatte auch das schöne Spätsommerwetter wie ihr. Ich war mit Startort München aber weiter östlich. Wollte noch einmal mit dem Rad über den Brenner. Bin vor 63 Jahren schon einmal den Brenner gefahren. Wollte mal sehen, on es mit 80 auch noch geht. Es ging noch ganz ganz gut. Ich bin dann in Südtirol durch das Pustertal nach Osten gefahren, und weiter dann durch Osttirol nach Kärnten. Von dort nach Norden bis zum Chiemsee und dann quer durchs Voralpenland bis Kempten.

Liebe Grüße
Lothar
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#1483634 - 14.11.21 21:12 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
max saikels
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1308
Neidisch! Schon das zweite Jahr ohne Alpen bei mir. An die spektakuläre Stelle "vor" Ova Spin kann ich mich noch gut von der Tour vor vier Jahren erinnern; ich glaube ich habe genau an derselben Stelle so ein Bild gemacht.
Danke für den schönen Bericht.
Grüße, Stephan
Touren & Reisen
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#1483642 - 15.11.21 02:08 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: rayno]
cyclerps
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3997
Mein lieber Lothar,
wenn man liest was Du noch "abreißt" kann man nur vor Respekt erblassen.

Ich wünsche Dir noch ganz viele kurze und lange beeindruckende Touren wohin Dich auch dein Weg führt.
Gruss
Markus
Forza Victoria !

When nothing goes right -> go left!
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#1483644 - 15.11.21 06:25 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: rayno]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 6851
Servus Lothar,
wenn ich mit 80 noch locker über den Brenner komme, was nicht abzusehen ist, dann halte ich das für eine hervorragende Leistung.
Schade, dass Du nicht ein kle Stückle weiter westlich gefahren bist, da hätten wir uns vielleicht getroffen schmunzel.
Gruß
Nat
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#1483650 - 15.11.21 08:56 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
rayno
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3765
Wenn ich gewusst hätten, dass ihr zur selben Zeit auch auch dort unterwegs wart, hätte ich meine Route gern geändert und euch irgendwo getroffen. Die Route habe ich ohnehin von Tag zu Tag festgelegt und hätte sie jederzeit ändern können. Auch zeitlich war ich -im Unterschied zu euch sicher - sehr flexibel. Schade!

Gruß aus der Grafschaft Bentheim
Lothar
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Off-topic #1483657 - 15.11.21 10:57 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: natash]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 13051
Für Käseliebhaber, wie ihr sie ja zu sein scheint, empfehle ich das Cheesemaster von Victorinox. Wir haben noch eine einfachere Version ohne Gabel aber mit Arretierung.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1483664 - 15.11.21 12:42 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: rayno]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 6851
In Antwort auf: rayno
Wenn ich gewusst hätten, dass ihr zur selben Zeit auch auch dort unterwegs wart, hätte ich meine Route gern geändert und euch irgendwo getroffen. Die Route habe ich ohnehin von Tag zu Tag festgelegt und hätte sie jederzeit ändern können. Auch zeitlich war ich -im Unterschied zu euch sicher - sehr flexibel. Schade!

Gruß aus der Grafschaft Bentheim
Lothar


das nächste Mal, wir sind ja schon häufiger mal auf einer Kurztour in dieser Richtung unterwegs.

Gruß aus Baden
Nat
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Off-topic #1484483 - 25.11.21 19:52 Re: Allgäu-Südtirol via Engadin-Tirol [Re: StephanBehrendt]
buche
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1496
In Antwort auf: StephanBehrendt
Für Käseliebhaber, wie ihr sie ja zu sein scheint, empfehle ich das Cheesemaster von Victorinox. Wir haben noch eine einfachere Version ohne Gabel aber mit Arretierung.
Das ist ja ein cooles Teil!
Mir fehlt aber sehr ein Flaschenöffner für Bierflaschen -- so ist das Genussbesteck für mich einfach nicht komplett zwinker

LG Erik
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