Radreise & Fernradler Forum
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#624642 - 30.05.10 13:27 Frankfurt - Paris schnell und direkt
Holger
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 13512
Dauer:6 Tage
Zeitraum:8.5.2010 bis 13.5.2010
Entfernung:675 Kilometer
Bereiste Länder:deDeutschland
frFrankreich
Externe URL:http://www.montivagus.de/to1005.html

Frankfurt am Main – Paris, die Idee kam ziemlich spontan. Hm, Ideen kommen eigentlich immer spontan, also, ich wollte sagen, zwischen Idee und Exekution lag wenig Zeit. zwinker

Allerdings etwas Planung: Mit Hilfe des Forums (gut, es wurden letztlich 4,5 Tage), des Radreise-Wiki, von radweit.de und der Fahrradroutenplanung von viamichelin.de stellte ich mir eine Route zusammen, die mich möglichst bergfrei und asphaltiert nach Paris führen sollte. Die Reise war also meine erste Reise mit exakt vorgeplanter Route, die ich dank GPS recht einfach nachfahren konnte. Und das tat ich auch, mit nur zwei größeren Abweichungen (Abschneiden von Bingen und andere Route kurz vor Reims) und einige kleineren. Gebucht hatte ich außerdem das Hotel in Paris für die Nacht vom 12. auf den 13., die Rückfahrt mit dem TGV/IC über Karlsruhe und gutes Wetter, Letzteres hat aber leider nicht so richtig funktioniert. Außerdem musste das Rad noch ausgerüstet werden, denn ich wollte mit meinem Rennradfahren. Nach einigen Überlegungen (Rucksack? Lenkertasche? Sattelstützenträger mit Tasche? Gepäckträger?) entschied ich mich für den Tubus Fly, bestellte und montierte ihn. Dann mal los:

1. Etappe, Samstag, 8.5.
Frankfurt am Main – Bad Kreuznach, 90,7 km

Am Samstagmittag startete ich bei bestem Wetter zu Hause in Frankfurt. Das erste Mal seit bestimmt 15 Jahren, dass ich eine Radreise vor der Haustür startete. Leider gab es zwischen Sindlingen und Okriftel kein Ortsausgangsschild mit durchgestrichenem Frankfurt am Main. Auf dem Mainuferweg (kurzer Hinweis zur Tagesordnung: Diese Links im Bericht führen immer zu Bildern, und zwar den Bildern, die unten in der Matrix zu finden sind) fuhr ich bis Mainz, wo eine kurze Pause fällig war, denn bei aller Vorbereitung hatte ich eins vergessen: Die Hinterradbremsen waren am Ende. Der Fehler konnte aber behoben werden. Weiter ging es am Rhein entlang, bis ich mir bei Ingelheim überlegte, das Eck um Bingen abzuschneiden und direkt von Gau-Algesheim nach Bad Kreuznach zu fahren. Immerhin wollte ich um 18 Uhr geduscht im Hotelzimmer sein, um die Sportschau sehen zu können. Hat geklappt, auch wenn es die Sportschau nicht wert war. Ein kurzer Stadtrundgang in Bad Kreuznach, dann legte ich mich in meinem netten Hotelzimmer zur Ruhe. Heute war es den ganzen Tag sonnig, ich hatte leichten Rückenwind. Morgen sollte das Wetter anders werden, behauptete die Wettervorhersage

2. Etappe, Sonntag, 9.5.
Bad Kreuznach – Merzig, 144,4 km

Und sie hatte Recht. Es regnete. Half ja alles nix, Regenjacke anziehen und losfahren. Zunächst an der Nahe entlang, eine Schleife kürzte ich unfreiwillig ab und kam in den zweifelhaften Genuss des Hindenburgblicks. Glücklicherweise hörte der Regen langsam auf, genauergesagt, er hörte zeitweise auf und verwandelte sich in Schauer. Im nicht wirklich schönen Idar-Oberstein setzte ich mich in ein Café und machte eine kurze Pause, dann ging es weiter. Über den höchsten Punkt der Tour, höher als irgendwas knapp unter 500 m ging es nicht mehr. Eine Reifenpanne im rheinlandpfälzisch-saarländischen Niemandsland musste ich beheben, hatte nun aber keinen Ersatzschlauch mehr. Wollen wir mal hoffen, dass das gut geht. Es ging gut, ohne weitere Pannen und inzwischen im Sonnenschein erreichte ich das Etappenziel, Merzig.

3. Etappe, Montag, 10.5.
Merzig – Dun-sur-Meuse, 156,4 km

Eine Saarüberquerung und eine ordentliche Steigung später erreichte ich, fast ohne es zu merken, Frankreich. Eine richtige Grenze war nicht zu erkennen. Für Sehenswürdigkeiten hatte ich keine Zeit, da musste der Blick aus der Ferne auf das Château de Malbrouck reichen. Es begann meine Lothringendurchquerung. Die führte mich erstmal am drittgrößten französichen Kernkraftwerk, Cattenom, vorbei. Und es ist doch sehr ländlich, vor den Rathäusern parkten Traktoren. Ich machte mir so langsam Gedanken, ob ich überhaupt ein Hotel finden würde am Abend. In den Dörfern, durch die ich kam, gab es nichts. Keine Kneipen, keine Läden, natürlich keine Hotels. Höhepunkt neben Kirche und Rathaus war manchmal ein Briefkasten. Und Soldatenfriedhöfe. Böse formuliert: Da lagen mehr Menschen unter der Erde, als obendrauf lebten. Am Morgen habe ich die deutschfranzösische Grenze fast nicht bemerkt, und nun werde ich im Abstand weniger Kilometer immer wieder daran erinnert, dass es andere Zeiten gab. Glücklicherweise sind die lange vorbei. Ich fand dann doch noch ein Hotel in Dun-sur-Meuse, war dort der einzige Gast, so wurde das Abendessen nur für mich zubereitet. Und es war lecker. Außerdem gab es endlich mal wieder französisches Fernsehen. Das Wetter heute war übrigens sehr schön, sonnig, etwas kühl und Rückenwind. Schon wieder. Morgen sollte es deutlich feuchter werden, wenn die französischen Meteorologen Recht behalten sollten.

4. Etappe, Dienstag, 11.5.
Dun-sur-Meuse – Fère-en-Tardenois, 156,7 km

Sie behielten Recht, aber erst am Nachmittag. Zunächst war es bewölkt und ziemlich kühl, doch weiterhin unterstützte mich leichter Rückenwind. Es blieb weiterhin sehr ländlich. Und weiterhin wechselten sich französische und deutsche Soldatenfriedhöfe ab. Und amerikanische, ich wusste gar nicht, dass die Amerikaner schon im ersten Weltkrieg massiv mitgekämpft haben. In Roumagne-sous-Montfaucon findet man den größten amerikanischen Soldatenfriedhof, flächenmäßig deutlich größer als das Dorf. Über 14.000 amerikanische Soldaten sind hier begraben. Nein, eine fröhliche Gegend ist das nicht. Am frühen Nachmittag erreichte ich Reims, bei gefühlten einstelligen Temperaturen. Und nun begann der Regen. Die Champagne ist hier hügeliger als der Teil Lothringens, den ich durchquerte. Sicher würde mir die Landschaft auch besser gefallen, wenn ich denn etwas von ihr gesehen hätte. Leider achtete ich hauptsächlich auf die Straße, auch für die typischen regionalen Produkte blieb mir nicht viel mehr als ein Seitenblick. Natürlich musste ich bei diesem Mistwetter zweimal eine Reifenpanne beheben, beide Male am Hinterrad, was jeweils einen Halbabbau des Gepäckträgers nötig machte. Fère-en-Tardenois hatte ich im GPS als nächstgrößere Stadt ausgemacht und hoffte inständig, dass es dort ein Hotel geben möge. Gab es. Genaugenommen waren es Chambres d'hôtes, egal, hauptsache überdacht und trocken. Duschgel, das bei fast negativen Temperaturen in Ortlieb-Außentaschen transportiert wird, ist übrigens empfindlich kalt! Beim leckeren Abendessen konnte ich dann meine Französischkenntnisse auffrischen und ein in Gin eingelegtes Tomaten-Olivenöl-Eis genießen. Die Wettervorhersage für den nächsten Tag und die noch ausstehenden 100 km bis Paris war jedoch ziemlich nass und regnerisch.

5. Etappe, Mittwoch, 12.5.
Fère-en-Tardenois – Paris, 126,5 km

Der erste Fensterblick: Es regnete nicht! Die Straßen waren sogar trocken, und obwohl der Himmel so aussah, als könne sich das jederzeit ändern: Es sollte den ganzen Tag trocken bleiben. Ziemlich kühl zwar weiterhin, ebenfalls weiterhin mit Rückenwind. Also, unter den allgemeinen mitteleuropäischen meteorologischen Umständen sogar noch ganz akzeptables Wetter. Also auf nach Paris. Sehr erfreut war ich über die Route, die mir viamichelin als Fahrradroute ausspuckte: Kleine bis kleinste Straßen, schöne Dörfer durch den Südwestzipfel der Picardie hinein in die Île-de-France. Die Hauptstadt kam näher, Kirchtürme wuchsen aus Straßen, Flugzeuge waren immer deutlicher zu hören, dann sogar zu sehen, wieder hatte ich eine Reifenpanne (die letzte, immerhin) und dann erreichte ich den Canal de l'Ourcq. Dem musste ich nun einfach nur folgen. Und ich merkte, wie groß die Agglomeration Paris ist, es schien mir fast endlos, bis ich endlich am Ziel war. Kurze Sightseeingtour mit Rennrad durch Paris, dann zum Hotel, das lag ganz in der Nähe vom Eiffelturm.

Paris und Zugrückfahrt, Donnerstag, 13.5.
So, noch einen guten halben Tag Paris. Erschreckt stellte ich fest, dass das ja eigentlich viel zu wenig ist und dass ich mir vielleicht ein paar Gedanken hätte machen sollen, was ich in den paar Stunden anfangen sollte. Jetzt stand ich da wie ein Kind im Spielzeugladen … Ich entschied mich dann für den ÖPNV, kaufte mir eine Tageskarte, fuhr mit der Metro zur Oper, stellte fest, dass man auch mit Fahrrädern Stadtführungen machen kann (hier auf der Place Vendôme) und fuhr dann mit diversen Bussen kreuz und quer durch die Stadt. Ein Ziel hatte ich dann doch, die Kirche Notre Dame du Travail, eine um die Jahrhundertwende gebaute Kirche im 14. Arrondissement, nahe des Montparnasse-Bahnhofs. Sie ist sehenswert, denn sie ist nur außen mit Steinen verkleidet, ansonsten aus Metall gebaut. Dummerweise war Christi Himmelfahrt auch in Frankreich Feiertag, rein konnte ich also nicht. Da wären wir wieder bei der mangelhaften Planung. Einer meiner Lieblingsorte in Paris ist der Jardin du Luxembourg, durch den lief ich dann, schrieb ein paar Postkarten und fotografierte Menschen, die dort ihrem Hobby. Nachgingen. Dann wurde es Zeit, zum Bahnhof zu fahren. Wieder mit dem Rad durch die Stadt, das geht problemlos, erst recht an einem Feiertag. Angekommen am Bahnhof, Rad in den TGV verfrachtet und ein paar Stunden später war ich wieder daheim. So ungerecht ist die Welt: Für die Hinfahrt brauchte ich viereinhalb Tage, zurück reichten viereinhalb Stunden.

Schön war es trotzdem. Einige Fazite:
  • Wenn man die Route vorher genau planen kann, vereinfacht GPS eine solche Reise ungemein, insbesondere in Städten. Allerdings war es diesmal eine Ausnahme, da ich wenig Zeit und ein festes Ziel hatte. Normalerweise, und so wird es auch in Zukunft bei den meisten Radreisen sein, nehme ich mir mehr Zeit unterwegs und lasse mir die Freiheit, die Route spontan festzulegen
  • Es ist sicher nicht die letzte Reise mit dem Rennrad und Gepäckträger gewesen, eigentlich habe ich nichts vermisst. Doch, auf längeren Reisen habe ich gerne etwas zu lesen dabei. Und Landkarten, siehe oben
  • Das ländliche Lothringen ist langweilig
  • Man kann auch bei Regen radfahren. Es macht aber keinen Spaß
  • Manchmal kommt der Wind aus Osten. Schön
  • Ein halber Tag ist zu wenig für Paris
Ein ausführlicher Bericht wird in Kürze auf meiner Website zu lesen sein. Die gesamte Strecke (Planung und tatsächlich gefahren) gibt es bei GPSies.

Zeig doch mal die Bilder:
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.

Geändert von Holger (02.06.10 13:15)
Änderungsgrund: doch kein Wildzelten
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#624840 - 30.05.10 21:41 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 5056
Hallo Holger,
beim Lesen war mir, als wäre ich dabei gewesen lach, ein feiner, kleiner Bericht also. merci
LG Nat
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#625162 - 31.05.10 18:51 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: natash]
Holger
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 13512
Danke!

In Antwort auf: natash
[…] als wäre ich dabei gewesen […]
das hätte die Bevölkerungsdichte temporär doch deutlich erhöht schmunzel
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.
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Off-topic #625222 - 31.05.10 21:00 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
crazybiker
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 33
Hallo,

trotz deiner schönen Tour scheinst du für meine Begriffe ziemlich viele Reifenpannen gehabt zu haben. Es wäre schön, wenn du mal schreiben könntest, welche Reifen du drauf hattest, damit wir/ ich gewarnt sind/ bin.
Ich persönlich hab auf dem Rennrad gute Erfahrungen mit dem Schwalbe Blizzard gemacht. Wird ja wohl auch öfters für seinen Pannenschutz bei günstigem Preis empfohlen...
Jedoch hab ich unter Gepäck keine Erfahrungen mit dem Reifen und mein Körpergewicht von ca. 60kg spricht wohl auch nicht für sonderliche Reifenbelastung.

PS: Peinlich wär jetz natürlich, wenn du auf der Tour den Blizzard gefahren wärst zwinker

In diesem Sinne,
Allzeit gute Fahrt
Dies ist ein elektronisch erstelltes Dokument und enthält daher weder Kaffeeflecken noch Kuchenkrümel. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Geändert von crazybiker (31.05.10 21:00)
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Off-topic #625225 - 31.05.10 21:05 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: crazybiker]
Holger
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 13512
In Antwort auf: crazybiker
Hallo,

trotz deiner schönen Tour scheinst du für meine Begriffe ziemlich viele Reifenpannen gehabt zu haben. Es wäre schön, wenn du mal schreiben könntest, welche Reifen du drauf hattest, damit wir/ ich gewarnt sind/ bin.[…]

Für meine Begriffe auch! Ich hatte einen Michelin Pro Race 3 drauf, der allerdings schon eher am Ende seiner Lebenszeit war. Dazu kommt, dass mein Körpergewicht schon höher ist als das, was Du wahrscheinlich inkl. Gepäck auf die Waage bekommst zwinker

Ich denke, es war eine Mischung aus Lebensalter des Reifens, Gewicht und Pech. Einmal war es eine doch ordentliche Scherbe, die ihren Weg durch ziemlich viele Reifen gefunden hätte.
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.
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#625351 - 01.06.10 11:14 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
Jim Knopf
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2186
Hallo Holger,

klasse Reisebericht mit tollen Fotos hast du da abgeliefert. Sehr schön geschrieben, denn in Gedanken war ich bei deiner Reise dabei.
Noch was zum GPS: Ich plane meine Reisen immer gründlich und erstelle dann einen Track. Ich weiche da aber sehr gerne mal von ab. Das ist ja gerade auch ein Riesenvorteil vom GPS. Man kann einfach mal so in eine geile Straße abbiegen. Passieren kann da nie was, da man immer weiß wo man sich befindet. Dshalb ist es dann auch sehr leicht wieder auf die geplante Strecke zurückzufinden oder auch einfach parallel zu dieser zu fahren.
Gruß,

Jürgen

Geändert von Jim Knopf (01.06.10 11:15)
Änderungsgrund: Rechtschreibung
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#625354 - 01.06.10 11:22 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Jim Knopf]
Holger
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 13512
Danke schön!

Zu dem Planen: Das klappt bei mir normalerweise aber auch nicht so, wie Du es machst, weil ich in der Regel nicht mal eine grobe Route geplant habe, sondern nur eine Region als Ziel. In der Schweiz habe ich es z. B. schon hin und wieder so gemacht, dass ich genervt vom schlechten Wetter nördlich der Alpen mich einfach in den Zug setzte und im Tessin herumfuhr. Auch bei meiner letzten Südfrankreichtour kannte ich vorher nur Startpunkt und Zielort und -zeit. Wie ich die Strecke dazwischen bewältigte, habe ich recht kurzfristig, manchmal auch nach Wettervorhersage entschieden.
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.
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#625477 - 01.06.10 17:41 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
Holger
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 13512
So, nun ist auch der ausführliche Bericht auf der Website fertig.

Hier zu finden.

Gruß
Holger
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.
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#625554 - 01.06.10 19:46 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
Balou
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 43
Hallo Holger,

toller Bericht und schöne Bilder, gilt übrigens auch für deine Homepage.
Dein Bericht macht Mut auch mal eine Reise mit dem Renner zu machen...mal sehen ob ich mein Frauchen dafür begeistern kann.

Gruß

Klaus
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#625610 - 01.06.10 21:41 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Balou]
Holger
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 13512
Dankeschön!

Das war sozusagen aus der Not geboren. Mein Reiserad ist ein MTB mit Gepäckträgern, und das hielt ich für das Vorhaben für denkbar ungeeignet. Dann habe ich kurz überleg, was tun, Rucksack? Mag ich nicht, erst recht nicht auf so lange STrecken (für mich lange Strecken). Dann blieb eigentlich nur das Rennrad. Hat auch Spaß gemacht, bis auf die Reifenpannen. Sowas werde ich sicher nochmal machen.

Wenn ich groß bin, kaufe ich mir nochmal einen Crosser und baue den zum Reiserad um.
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.

Geändert von Holger (01.06.10 21:42)
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#625629 - 01.06.10 22:22 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
amarillo
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1007
Hallo Holger,

auch von mir ein großes Kompliment für deinen Reisebericht. Für mich in der Tat sehr interessant, da ich die Gegenden durch die du gefahren bist z.T. ganz gut kenne und fast zur gleichen Zeit wie du ebenfalls eine Tour nach Paris gefahren bin.

Zum Château Malbrouck hab ich kürzlich bewusst mal eine Tagestour gemacht, da dort z.Z. eine Ausstellung zu Niki de Saint Phalle und ihren Werken stattfindet.

Auch die Fahrradroutenplanung mit http://www.viamichelin.de/ finde ich ganz interessant.
Für deine nächste Tour mit dem Rennrad wünsche ich dir dann aber eine pannenfreie Fahrt.

Gruß Hildegard
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Off-topic #625633 - 01.06.10 22:32 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Balou]
amarillo
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1007
Hallo Klaus,

Zitat:
mal sehen ob ich mein Frauchen dafür begeistern kann


Diese Formulierung stößt mir hier im Forum immer wieder unangenehm auf.
entsetzt


Ich will mal spiegeln: Will demnächst nach Kolumbien, Brasilien,... ob ich mein Männchen dafür begeistern kann.

Nichts für ungut, aber vielleicht mal vorher überlegen, bevor man Formulierungen anderer übernimmt.

Würde mich mal interessieren, ob die jeweiligen "Frauchen" diese Posts kennen und was sie davon halten.

Gruß Hildegard
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#625636 - 01.06.10 22:34 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
StefanS
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2932
Hallo Holger,

Danke für den Bericht (bzw. die Berichte), die ich gerne gelesen habe und in denen ich dass eine oder andere mittlerweile Bekannte wiedergefunden habe. Schön, dass die Reise geklappt hat, auch wenn das Wetter nicht optimal war - kann mich nicht erinnern, schon mal einen so bescheidenen Mai erlebt zu haben.

Dass die Anbindung des Radwegs am Kanal in Reims suboptimal ist, habe ich auch schon erleben dürfen. Laut einem Zeitungsbericht will der Bürgermeister jetzt einen Aufzug bauen wirr

Öde Strecken in Nordfrankreich gibt es auch außerhalb Lothringens. Ich bin an einem Wochenendtag im Februar von Beauvais nach Amiens gefahren, 80 km ohne irgendwas annähernd Interessantes dazwischen. Das Land ist halt einfach dünner besiedelt.

Nur das mit der Aggressivität im Pariser Stadtverkehr kann ich so nicht bestätigen. Ich find's im Gegenteil viel weniger aggressiv als in der Heimat. Weil weniger Platz ist, wird generell langsamer gefahren. Und ich bin hier in neun Monaten noch nie behupt, beschimpft, belehrt oder sonst irgendwie angemacht worden, was in der Heimat an der Tagesordnung ist (trotz - oder wegen? - weitgehender Verdrängung auf Radwege). Freilich sind manche Gewohnheiten hier subtil anders als in Deutschland - was einem anfangs aggressiv erscheint, ist vielleicht nur ungewohnt und nach einer Zeitlang normal.

Viele Grüße,
Stefan
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#625638 - 01.06.10 22:44 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: StefanS]
Holger
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 13512
In Antwort auf: StefanS
[…]Nur das mit der Aggressivität im Pariser Stadtverkehr kann ich so nicht bestätigen. Ich find's im Gegenteil viel weniger aggressiv als in der Heimat. […]

Ich in der Regel ja auch. War zweimal für mehrere Wochen in Paris und bin nur Rad gefahren, ohne Probleme. So wie diesmal habe ich es aber noch nie erlebt, auch nicht hier in Frankfurt. So aggressiv und rücksichtslos wie diesmal (war aber auch Baustelle, Périphérique in der Gegend des Villette-Parks, als ich den Kanal verlor. Am Donnerstag bei der Fahrt zum Garde de l'Est war es deutlich angenehmer) kenne ich die Pariser sonst nur aus der Metro zwinker. Und da habe ich irgendwann gedacht, ihr könnt mich alle mal. Ging dann auch grins
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.

Geändert von Holger (01.06.10 22:45)
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Off-topic #625663 - 01.06.10 23:31 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: amarillo]
sauercity
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 869
Das muß doch nicht zwangsläufig abwertend gemeint sein. Es kann auch als liebevoller Kosename verwendet werden oder selbstironisch-respektvoll (man ordnet sich wie ein treuer Hund seinem "Frauchen" unter bzw. fragt um Erlaubnis). Die Entsprechung zu "Frauchen" wäre vor diesem Hintergrund dann nicht "Männchen", sondern "Herrchen".

So oft wird die Formulierung im Forum übrigens gar nicht verwendet. Gib mal "Frauchen" in die Suche ein. Die Anzahl der Treffer liegt bei 130, die überwiegende Anzahl betrifft Themen, bei denen es um Hund und Halterin geht.

Grüße, Bernd

Geändert von sauercity (01.06.10 23:32)
Änderungsgrund: Zitat korrigiert
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Off-topic #625720 - 02.06.10 09:39 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
mgabri
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 8966
In Antwort auf: Holger
Ich hatte einen Michelin Pro Race 3 drauf, der allerdings schon eher am Ende seiner Lebenszeit war.
Das ist mir beim Pro2Race schon aufgefallen. Auf den ersten 5Tkm sehr robust, aber wenn die Lauffläche mal zu dünn wird dann häufen sich die Defekte. Dann aber hat der Reifen vielleicht noch 2-300km bis die Karkasse rausschaut.
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Off-topic #625724 - 02.06.10 09:51 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: amarillo]
sstelter
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 640
Du sprichst mir aus der Seele.
MfG
Stephan
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#625782 - 02.06.10 11:52 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
BochumBiker
Nicht registriert
Schicke Randoneuse die du fährst. Aber ein muss ich sagen wieder einer der mir die Idee geklaut hat mit der Triathlon Tasche auf dem Oberohr. grins grins grins grins

Brave tolle Tour.

Geändert von BochumBiker (02.06.10 11:52)
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#625810 - 02.06.10 12:38 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
JohnyW
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 7017
Hi Holger,

In Antwort auf: Holger
legte ich mich in meinem netten Hotelzimmer


komm solche unüberdachte Hotelzimmer findet man überall [Klick mal den Link im Text] grins

Gruß
Thomas
Homepage: http://thomasontour.de
Neu 21.10.2009: 2. Bericht Projekt Hessen aus dem Jahr 2007
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#625825 - 02.06.10 13:16 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: JohnyW]
Holger
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 13512
Und ich bin doch gar kein Wildcamper ... ist geändert, danke.
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.
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#626016 - 02.06.10 23:10 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
globetrottel
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1081
Schön geschrieben, gut nachfühlbar.


In Antwort auf: Holger
Dankeschön!

Wenn ich groß bin, kaufe ich mir nochmal einen Crosser und baue den zum Reiserad um.


Wer Horden Schreibwütiger wohlwollend des Weges weist, ist groß genug schmunzel.

Trotz 10 Daumen an zwei linken Händen, wie in meinem Falle, bedarf es nicht vielmehr als z.B. einem Centurion Cyclocross, einem Vega, SKS und steilerem Vorbau und gesamt 1000€. Dem 25er Schnitt mit 10 Kilo komplett steht dann bei leistungsfreiem Einsatz noch nichteinmal die lausige Bremsleistung entgegen.

LG
Hätte, hätte, Fahrradkette!
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#632608 - 26.06.10 12:55 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Holger]
Mike42
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2200
Womit mal wieder bewiesen wäre das es keine extremen Downhill-Felgen, 50mm breite Reifen und Scheibenbremsen für ein Reiserad braucht schmunzel

Gezeltet hast du ja anscheinend nicht … was stopft die Taschen dann so gut aus? zwinker

Welche Pumpe verwendest du eigentlich um die Rennrad-typischen ~8bar in die Reifen zu bekommen?

Geändert von Mike42 (26.06.10 12:56)
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#632728 - 26.06.10 22:52 Re: Frankfurt - Paris schnell und direkt [Re: Mike42]
Holger
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 13512
In Antwort auf: Mike42
Womit mal wieder bewiesen wäre das es keine extremen Downhill-Felgen, 50mm breite Reifen und Scheibenbremsen für ein Reiserad braucht schmunzel[…]


Nöö, kommt auf die Tour an. Ich wollte ja schnell und nur Asphalt fahren. Für meine letztjährige Provence-tour wäre es definitiv völlig falsch gewesen, auf der ligurischen Grenzkammstraße zwinker

Pumpe: Weiß ich gar nicht, per Hand habe ich die 8 bar auch sicher nicht erreicht. In einem Radladen konnte ich sie einmal wieder erreichen mit einer Standpumpe.

Ausgebeulte Packtaschen? Muss an der Aufnahme liegen, die waren nicht randvoll. Hatte zwei Radhosen, zwei Radtrikots, zwei Unterhemden, zwei paar Socken, Regenjacke und Rad-Winterjacke dabei, dazu Schuhe, Funktionshose, T-Shirt, Unterhose, Funktionshemd für Paris, da wollte ich nicht in Radklamotten rumlaufen. Dazu ein Buch und wechselnde Lebensmittelbestände.

Gruß
Holger
Ernst Alexander Rauter hat recht. Das Adjektiv - wo es nicht zwingend ist, ist es falsch.
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www.bikefreaks.de