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#680234 - 02.01.11 16:13 Japan 2010
estate
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Dauer:
Zeitraum:
Entfernung:3050 Kilometer
Bereiste Länder:jpJapan

Das ist der 2. Teil meiner Reise, vorher war ich am Baikalsee und bin mit Eisenbahn und Fähre nach Japan gereist.

Den vorigen Teil findet man hier:

Baikalsee

@Moderatoren:
Ich habe diesen Bericht wegen der Übersicht in einem neuen Thread angelegt, deshalb stimmt der Titel des ersten Teiles nicht mehr, bitte ändern.

Als Kurzübersicht über die Art der Reise:

Ich bin über die Insel Honshu im Zick-Zack nach Tokyo gefahren.
Reisephilospohie:
Möglichst wenig Gepäck, nur grobe Routenplanung (Start Masue, Ziel Tokyo Flughafen) ;-)
Unterwegs habe ich den richtigen Mix aus Bergtouren, Küstenrouten, und Sehenwürdigkeiten gewählt.


Positiv:
+ Übernachtung im Zelt überall möglich, selbst in den Stadtzentren.
+ Menschen sind höflich
+ Straßenverkehr
+ Radwege vorhanden, aber nicht unbedingt benutzungspflichtig
+ Straßen sind super ausgebaut
+ Das Essen aus den Supermärkten ist sehr gut und von hoher Qualität

Negativ:
- Straßen mit Radfahrverbot. (Brücken, Mautstraßen)
- Wetter (Hitze, Regen, Luftfeuchtigkeit)
- Preise
- Echte Passstraßen sind schwer zu finden, da überall Tunnels gebaut sind.
- Es gibt teilweise über 100 km lange Strecken, die völlig Urban erschlossen sind.
- In Tokyo existieren Bereiche, wo man nichteinmal sein Rad schieben darf.
- Die historischen Sehenwürdigkeiten waren etwas enttäuschend, was aber Geschmacksache ist


Die Ausreise in Russland hat gut funktioniert, obwohl ich mich nur 1x registrieren habe lassen.
1 Stunde vor Abfahrt der Fähre wird in einem Einkaufszentrum in Vladiwostok eine kleine Türe in den Keller geöffnet, wo man 3 Stunden in einer Schlange steht, bis man auf der Fähre ist.



Die Fähre wird von DBS betrieben, und ist erst 2 Jahre im Geschäft. Ich war einer der einzigen Europäer, die den Namen herausgefunden haben.
Ticket habe ich über eine Agentur erhalten, per Email kann man sie auch direkt bei DBS bekommen. In Vladiwostok waren sie 1 Tag vor der Abreise ausverkauft.

Die Fähre benötigt 2 Nächte bis Japan, und macht einen Zwischenstop in Dong Hae in Südkorea, wo man sich 2-3 Stunden lang in der Stadt umsehen kann.




Auf der Fähre gibt es ein preiswertes südkoreanisches Buffet mit echten Südkoreanischen Speisen. Der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftigt, das rote Fleisch hat am besten geschmeckt. Es handelte sich aber um Hundefleisch was ich erst später herausgefunden habe.

Am nächsten Morgen in der Früh ist Japan schon zu sehen.
Das Wetter ist bereits sehr warm, die Japanische Küste kommt einem vor wie auf einem fremden Planteten.
Landschaftsform und Vegetation ist komplett anders.


Jetzt beginnt die letzte große Hürde meiner Reise, die Einreise nach Japan. Da ich einen Bericht von einem Individualreisenden gelesen habe, der 2 Stunden lang
bei diesem Grenzübergang verhört worden ist, nehme ich die Einreise nicht auf die leichte Schulter.

Ich brauche zwar kein Visum aber eine Adresse von meinem ersten Aufenthalt und Telefonnumer.
Zelt am Straßenrand kann ich ja schwer angeben.
Ich überlege ob ich irgendeine Adresse aus dem Reiseführer angeben soll, was eigentlich das Vernünftigste gewesen wäre.
Aber vlt. gibt es ja ein Netzwerk mit dem man sowas in Echtzeit überprüfen kann.
Die Beamtin, die in der Warteschlange allen Einreisenden die Formulare im vorhinein kontrolliert, damit es keine Konflikte beim Schalter gibt, sagt mir
ich soll mit meinem Handy ein Hotel reservieren. Da mein Handy nur mit GSM in Europa funktoniert, fällt das Weg.
Man merkt richtig, dass der Beamtin so ein kleiner Konflikt unbehangen macht.

Jedenfalls finde ich das Päärchen, mit dem ich schon am Schiff Kontakt gehabt hatte, und privat übernachten.
Ich gebe mich als Mitreisender aus, und ein anderer Beamter schreibt mir irgendwas auf das Formular, inklusive Fantasietelefonnumer.
Damit kann ich problemlos einreisen.

Beim Zoll ist der Beamte ganz begeistert, ein Fahrrad in der Tasche zu finden, da er selbst viel mit dem Rennrad unterwegs ist.
Mit dem Shuttlebus lasse ich mich noch zum Bahnhof bringen, und beginne dort in der Mittagssonne das Fahrrad aufzubauen.



Jetzt gilt es an Geld zu kommen, langsam bekomme ich doch etwas Durst.
Ich weis, dass es nur bei 7eleven und bei der Post Bankomaten mit internationalem Anschluss gibt. Also fahre ich in der Stadt etwas hin und her. Intuitiv gelange ich immer wieder auf die falsche rechte Straßenseite, was bei einem so friedvollem Verkehr eigentlich egal ist.
Nach einer halben Stunde kehre ich zum Bahnhof zurück um irgendwo einen Stadtplan mit eingezeichneter Post zu finden. Das funktioniert sehr gut, auf einer Tafel werde ich fündig. Später werden solche öffentlichen Kartentafeln zu meiner Navigationshilfe, da sie gut die OSM am Navi ergänzen.
Die Post ist gefunden, auch hier kommt man sich in einer komplett anderen Welt vor.
Die Mitarbeiter tragen alle Anzüge und sind zusätzlich noch freundlich! ;-)
Ich werde zu einem Monstrum von Bankomat begleitet, der gleichzeitig Fotokopierer und virtuelle Behördenstelle ist. Die Japaner heben ihr Geld alle mit ihrem Reisepass ab.

Endlich flüssig mache ich mich auf, um einzukaufen.
Da trifft mich schon ein wenig der Schock: Umgerechnet 3,80 Euro kosten 2 Liter Wasser,
was sich aber im Nachhinein als maximale Obergrenze herausstellte. Später waren 0,8 bis 1,20 Euro die Regel.

Jetzt breche ich erst richtig auf, und versuche von der künstlichen Insel, auf der die Hafenstadt liegt, herunter zu kommen.
Der erste Versuche entpuppt sich als Autobahn, die über eine rießige Brücke direkt in einem Tunnel mündet.
Der 2. Versuch ist nicht minder spektakulär, hier ist man mit dem Rad durchaus willkommen. Es gibt auf der Brücke sogar einen extra Radstreifen, der verdeutlicht wie viel Geld in der japischen Straßenarchitektur steckt.



Zuerst geht es die Küstenstraße entlang und dann weiter über Matsue ins Landesinnere.



Um 18 Uhr ist es auch im Hochsommer schon stockdunkel und ich verbringe die erste Nacht noch wie sonst üblich versteckt in einem Gebüsch.
Auch in der Nacht ist es so heiss, dass selbst die Innenhülle des Schlafsackes zu warm ist.
Am nächsten Morgen radle ich 5km zurück, um die am Abend zuvor durchquerte Stadt Matsue zu besichtigen.
Als erstes gibt es aber Frühstück.

Schaut zwar lecker aus, scheckt aber ziemlich eigenartig.
Dazu gibt es einen kalten Kräutertee, den ich gekauft habe weil er billiger als Wasser war. Der Geschmack ist derart grauenhaft, dass ich mir nicht vorstellen kann, das soetwas irgendjemanden schmecken kann.
Vielleicht wird er ja weiterverarbeitet, oder als nur Nahrungsergänzungmittel verwendet.

Nach der Stadtbesichtigung, geht es weiter in die "Berge". Die Anführungszeichen deshalb, weil die Hügel zwar wie richtig Berge aussehen, jedoch nur etwa 300-500 Meter hoch sind.

Wie eine richtige Passstraße geht es in Serpentinen hoch, alle 100m bleibe ich stehen, so heiss ist es schon geworden.
Auf der anderen Seite gibt es etwas Aussicht:


Bergab geht es auf einer breiteren Straße, die so gut angelegt ist, dass ich kein einziges mal bremsen muss. Bei etwa 50 km/h pendelt sich mein Rad ein, was der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf allen Landstraßen in Japan entspricht.

Durch Tunnels und Täler geht es den restlichen Tag weiter, bei jeder Gelegenheit nutze ich die Flüsse zu Abkühlung.
Da ich einsehe, dass verstecketes Camping in Japan nicht möglich ist, beginne ich für den rest der Reise auf öffentlichen Gründen zu campieren, was immer akzeptiert wird.



Jetzt gilt es die Wasserscheide von Honshu zu überwinden.
Vor der Passhöhe gibt es aber noch Frühstück.
Es ist an der Zeit den in Vladiwostock zusammengestellten improvisierten Kocher auszuprobieren.




Im Prinzip nichts anderes als eine kleine Konservendose in einer größeren, etwas Benzin und irgendwas brennbares als Docht.
Bei warmen Wetter bringe ich damit Wasser zum kochen, sonst auf angenehm warme Temperatur.
Für die japanischen Fertigerichte braucht man nur warmes Wasser.

Die Wasserscheide ist überwunden, es waren aber nur etwa 300 hm dazu nötig.
Die meisten Einfamlienhäuser im größten Teil Japans sehen übrigens etwa so aus:



An diesem Stausee treffe ich eine amerikanische Englischlehrerin, die mich ansprach, da sie seit über einem Jahr kein westliches Gesicht mehr gesehen hat.

Sie hat vor einem Jahr eine Stelle angenommen ohne ein einziges Wort Japanisch zu können.
Mittlererweise habe sie sich aber sehr gut eingelebt.
Dank ihr bekommen ich einen super Streckentipp, mit dem ich über kleine Nebenstraßen recht nah an Hiroshima herankomme.

Etwa um 16 Uhr gelange ich über eine Schnellstraße an den Stadtrand von Hiroshima.
Mir ist durchaus klar, dass ich in der Stadt übernachten werden.



Am Navi markiere ich alle Übernachtungsmöglichkeiten, alles eher kleiner Parkanlagen.
Dann sehe ich aber eine Gegebenheit, die in Japan an allen größeren Flüssen vorhanden ist.



Diese Hochwasserverbauungen sind bis zu 200m breit, und nicht bebaut. Sie werden für Heimgärten, Sportanlagen und als Spazierwege genutzt.
Dort kann man stressfrei auch mitten in der Stadt übernachten. Da die Landschaft komplett künstlich ist, gibt es auch keine Insekten. Aus diesem Grund verzichte ich heute auf das Zelt.
In Hiroshima finde ich das erste Mal ein Internet Cafe, und schaue mich in der Stadt um.
Das Schloss ist eher enttäuschend, da es mit Stahlbeton nachgebaut ist.
Der Park ist übrigens der schönste Landschaftsgarten den ich in Japan gesehen habe.


Am Nachmittag fahre ich die Küste entlang nach Westen. Die Küste ist sehr schön mit vielen vorgelagerten Inseln, jedoch mit Häfen und Werften zugepflastert.
In einem kleinen Ort finde ich dann doch einen Platz am Strand zum Übernachten.



Am nächsten Morgen werde ich von einer Japanerin angepsrochen, die mich bei ihrem Haus die Hände waschen lässt, und mir einige Getränke auf den Weg mitgibt.



Von der Hauptstraße weiche ich immer wieder ab, um an den kleinen Küstenstraßen zu fahren.



Es gibt sehr viele Golfplätze, die meist komplett eingezäunt sind, und nur aus einer Driving-Range bestehen. Dieser wurde gleich auf Stützen in einem See gebaut.


Ein paar Tage fahre ich je nach Laune an der Küste bzw. im Hinterland, bis ich Kobe erreiche. Vor Kobe hat man das Gefühl, 60 Kilometer nur durch Stadtgebiet zu fahren.
Vor Kobe ist eine der größten Hängebrücken der Welt, die Honshu mit Shikoku verbindet. In die Konstruktion kann man per Lift hinauf, und dort einen Rundgang machen.



Jetzt verlasse ich die Küste, um ins Landesinnere nach Kyoto zu gelangen.
Da ich erst am Abend in Kobe ankam, muss ich noch eine Nachtpartie machen, bis ich eine Übernachtungsmöglichkeit finde.
Auf den Hügeln Kobe werde ich fündig, es ist wegen eines Tunnel aufgegebene Straße.

Nach Kyoto geht es recht gut dahin, einige Minipässe gibt es zwar, meist aber durch Tunnels entschäft.
Ich schätze, dass ich etwa 70km in Japan unterirdisch zurückgelegt habe.




In Kyoto verbringe ich einen halben Tag, dann habe ich das meiste gesehen.
Man muss sagen dass es viele Menschen gibt, die in 3 Tagen nicht alles gesehen haben.




Über einen kleinen Pass mit enger Straße und viel Verkehr geht es zu Biwasee, dem größten See Japans.

Ich entscheide mich dazu, den See auf seiner Brücke zu überqueren.
Es ist eine Mautstraße, die für Fahrradfahrer freigegeben ist.
Auf der Straße sind Rillen eingefräßt, die eine Melodie erzeugen, wenn Autos darüberfahren.





Am nächsten Morgen meldet sich der Monsum.
Als ich das Zelt zusammenpacke regnet es leicht, später heftig.
So schnell habe ich noch nie Wassermassen vom Himmel fallen sehen.
Eine Stunde lang harre ich unter einem öffentlichen Fahrradabstellplatz aus.




Als sich die Lage bessert, fahre ich los, über eine Bergstraße, die den Abfluss des Sees mit dem urbanen Großraum von Osaka verbindet.
Leider habe ich keine Fotos gemacht, die Bergstraßen bei Regen und Nebel zu fahren war schon sehr eindrucksvoll.
Durch denn erwärmten Boden steigt überall sofort Nebel auf.

Osaka lasse ich rechts liegen, um direkt zu der Kii-Halbinsel zu gelangen, die größtenteils aus Nationalpark besteht.

Auf dem Weg dorthin fahre ich wieder durch urbanes Alptraumland, etwa 70 km sind es diesmal, die sich wie eine große Stadt anfühlen. Gesehen muss man so eine Landschaft schon einmal haben, aber Tagelang macht es keinen Spass.
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es trotzdem, weil viel Industriegrundstücke vor vielen Jahren erschlossen, aber nie bebaut wurden.
Dies ist ein Musterbeispiel dafür:

Am Bild sieht man auch die gebrochene Zeltstange.


Es wird langsam Zeit wieder in die Berge zu kommen.
Am ersten Tag fahre ich durch ein langes Tag bergauf, mehrere Staudämme liegen am weg.



Gegen Abend hin verlasse ich den Flusslauf, und folge der Straße die sich den Hang hinaufwindet und stoße ich auf das folgende Schild:


10 km durch mehrere Tunnels später finde ich die Lösung:

Die Straße kommt aus einem Tunnel am Berghang heraus, macht eine Schleife um sich selbst, um dann wieder 10m höher in den Berg zu führen.
Ich bin echt erstaunt, wie viel hier investiert wurde. Pro Stunde haben mich übrigens nur etwa 10 Autos überholt.

Nach dem letztem Tunnel will ich einem Wegweiser nachgehen, der mich zu einem Unesco Naturerbe führen soll. Schilder dorthin habe ich schon öfters gesehen und wurde deshalb neugierig.
Um es gleich zu sagen:
Es handelt sich um einen besonderen Kirschbaumwald, dessen Name ich leider nicht mehr finden kann. Jedenfalls wird man davon im August wenig mitbekommen.
Die eingeschlagene Straße führt mich jedenfall spektakulär auf 1200m Höhe, wo sich ein Zeltplatz befindet, wo ich das einzige Mal offiziell übernachte.


Am Zeltplatz bekomme ich von einem Mitbewohner am Abend einen Kaffee, Konversation scheitert jedoch an den nicht vorhandenen Sprachkennissen.
Am Nächsten Tag will ich den Wanderweg zum nahegelegenen Gipfel um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Dazu muss man um 4 Uhr Aufstehen, um 6 Uhr steht die Sonne schon ziemlich hoch.



Die anderen Japaner am Zeltplatz warten schon mit Stativ und Fotoapparat darauf.
Als ich am Gipfel bin, scheint die Sonne schon eine Weile.



Der Gipfel ist einfach gerodet worden, um eine Aussicht zu erschaffen.
Der Steinhaufen markiert den höchsten Punkt.


Nach dem Spaziergang überwinde ich noch die sprachlichen Barrieren beim Bezahlen des Campingplatzes, und mache mich daran ins Tal zu fahren.

Da ich vom Gebirge wieder genug habe, fahre ich an einen abgelegenen Strand.



Der Ort ist super, da könnte man durchaus Urlaub machen.
Am nächsten Tag kann ich endlich meine in Japan erstandene Tauerbrille und Schnorchel ausprobieren.
Beim örtlichen Lebensmittelgeschäft bekomme ich beide Male eine große Anzahl an Elektrolytgetränken dazugeschenkt.
Irgendwie kommt es mir später aber vor, als ob dadurch mehr trinke muss.
An diesem Tag brauche ich 7 statt der überlichen 5 Liter Flüssigkeit.



Man glaubt es kaum, aber die Küstenstraße enthält viele Höhenmeter, da sie die Orte nur verbindet, eine große Zufahrtstraße gibts im Hinterland.

Alle Orte sind übrigens auch mit der Bahn verbunden, die durch unzählige Tunnels führt.
Neben den Straßentunnels gibt es auch häufig Fahrrad / Fussgängertunnel, obwohl am Land beides sehr selten ist.



Einen Inselnationalpark gibt es noch:



Es folgen 400km mehr oder weniger dicht besiedeltes Land, wobei ich mehrmals probiere von den Hauptverbindungen auszubrechen, und auf Nebenstraßen zu fahren.
Konkret handelt es sich um die Bucht, in der die Stadt Nagoya liegt.
Dieser Siedlungsraum wird von mir großräumig umfahren. Ziel ist die Stadt Toyama im Norden.




In Japan werden die abgeernten Reisfelder prinziell abgebrannt.
Um weiter dort arbeiten zu können, greift man halt zur Gasmaske.



Jetzt hat sich das Wetter nach 3 Wochen Sonne und Hitze gewendet, und es gibt 3 Wochen lang Regen mit ein paar Unterbrechungen.



Das Zelt habe ich siegessicher auf einen Schotterparkplatz aufgestellt, in dem Teil, der sich in der Nacht mit Wasser vollgefüllt hat.
Wenigstens hatte ich einnen Kunstfaßerschlafsack, der trotz triefender Nässe dicht war.
Unter der Isomatte war alles nass, darüber ging es halbwegs. Geschlafen habe ich trotzdem.



Auf der Karte habe ich mir die einsamste Gebirgstraße ausgesucht, die aber leider auch nicht in einem Pass, sondern in einen 8 km langen Tunnel geführt hat.


Am nächsten Tag suchte ich mir einen trockeneren Platz zum übernachten:

Geändert von estate (02.01.11 16:14)
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#680235 - 02.01.11 16:15 Re: Japan 2010 [Re: estate]
estate
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Ein paar Tage später hatte ich 2 Sonnentage in Toyama.


Interessant ist, dass die Stadt etwa 7km vom Meer entfernt ist.


Da nächste Zwischenziel war die Tateyama Kurobe Alpinstraße.
Am nächsten Tag stellte ich fest, dass meine Kamera den Regen nicht überstanden hatte, und ich musste nach Toyama zurück, um mir Ersatz zu beschaffen.
Es gibt eine recht nette Ladenkette die gebrauchte Elektrogeräte verkauft.
Am gegenüberliegenden Internetcafe versicherte ich mich, dass ich ein gutes Geschäft mache, und kauft mir dann eine Panasonik Lumix. Alle Fotos waren bisher von eine Canon TX1.



Auf etwa 1000m höhe stand die Mautstation für die Alpinstraße, an der ich nicht durchgelassen wurde. Nach einigem Hin und Her fuhr ich frustriert zu einem nahegelegenen Wasserfall, damit der Anstieg nicht völlig umsonst war.



Über die Berge musst ich trotzdem, sowohl die Karte und Nawi wussten keine Lösung.
zum Glück hatte ich im Internet Cafe eine kleine schmale Straße entdeckt, die über mehrere Stauseen über die Berkette führt.

Die Hauptstraße zum ersten Stausee war in der Mitte wegen Felssturz unterbrochen, so dass ich zum 2.Mal an diesem Tag umkehren musste.
Durch ein anderes Tal mit 2 weiteren Stauseen und einem Pass kann ich aber auch zum Stausee gelangen. Das erklärte mir der Mautarbeiter der immer noch die gesperrte Straße bewachte. Eine Karte bekam ich mit auf dem Weg.
Das bedeutete ziemlich sicher, dass auch auf dieser Straße eine Mautstelle sein musste.
Wenn ich dort nicht durchkommen sollte, dann würde ich einige hundert Kilometer umweg machen müssen.
Die Mautstelle an der anderen Straße lies mich aber problemlos durch.
Die Straße schlängelte sich mit wilden Serpentinen den verregneten Berg hinauf.
Auf halber Höhe baute ich das Zelt auf, und übernachtete dort.


Am nächsten Tag ging es weiter die Straße hinauf, bis ich endlich am Pass war, und
wieder zum Stausee hinab gelangte.


Am Stausee erwartete ich mir einen Ort, da auf der Karte ziemlich viel eingezeichnet war.
Es gab aber leider garnichts, nur eine Straße am Ufer, und den Hinweis, das Camping erwünscht sei, sogar akkubetriebene Toilettenhäuser gab es.
Nach einem Pass war ich wieder auf 500m Höhe, Orte oder Geschäfte gabe es aber nicht.
Ich musste nochmal einen Minipass in Kauf nehmen, damit ich ins Tal mit der Hauptstraße gelangen konnte.
Langsam bekamm ich Hunger, und brauchte alle verbliebenen restlichen Lebensmittel auf.
Besonders verschätzt hatte ich mich auch, weil ich die Kalorien im Fertigessen zu hoch eingeschätzt hatte. Dabei waren in 250ml Curry nur 100kcal enthalten.

Am nächsten Tag gab es aber 5km weiter wieder einen Supermarkt.
Einen Pass musste ich noch überwinden, um in die Stadt Matsumoto zu gelangen.
Das Problem war allerdings, dass es wieder wie aus Kübeln zu regnen begonnen hatte.
Als ich da unter einem Überdachten Verkehrsschild stand,
hielt ein Gärnter aus Toyama an, der mich mitnahm.



Übrigens hätte ich nicht auf 1500m Höhe gemusst, sondern auf über 1800m mit enormer Gegensteigung, da der Tunnel nicht für Fahrräder freigegeben war.
Die Mitfahrgelegenheit war also noch hilfreicher als gedacht.


Der Gärnter, sein Name ist mir leider entfallen, war der erste Japaner mit guten Englishkenntnissen, so konnten wir uns ausgiebig unterhalten.



Als es zu regnen aufhörte, konnte ich den letzten Teil der Abfahrt doch noch selbst machen. In Matsumoto suchte ich mir wieder eine Brücke, um das Zelt im Trockenen aufzustellen.



Da es eine Regenpause gab, besuchte ich die Stadt und kaufte mir in einem Elektronikladen neue Kopfhörer. Im Fernsehen lief gerade der Wetterbericht, der für die Nächsten 5 Tage nur Regenschirme anzeigte, und dass auf ganz Honshu.


Auf die japanischen Alpen hatte ich mich sehr gefreut, musste sie leider im Tal bei mittleren Regen überqueren.
In den Supermärkten gibt es immer einen Aufenthaltsbereich, in dem man sich immer wieder aufwärmen kann.


Die Landschaft wäre bei Sonne sicher sehr schön gewesen.
Endlich wieder am Pazifik, für 2 Tage war es wieder halbwegs schön:


Durch das schöne Wetter und den Rückenwind motiviert fuhr ich bis um 10 in die Nacht weiter.


Mit Gegenwind ging es der Pazifikküste entlang, teilweise gab es den Pazifikküste Radweg, dem einzigen Fernradweg den ich gesehen habe.
Dafür ist er aber auch super angelegt, führt teilweise am Strand und teilweise durch die Nadelwälder. Problematisch ist jedoch, dass er dauern mit Sand zuschüttet wird.
Als ich darauf fuhr, war der Sand eine willkommene Geschicklichkeitsübung.

Später besuchte ich noch das Atomkraftwerkmuseum, welches kugelförmiges Gratis-Imax, einen nachgebauten Reaktor, sowie einen Aussichtsturm auf das benachbarte echte Atomkraftwerk hatte.



Technische Besonderheit ist, dass es keinen Kühlturm gibt, sondern der Dampf in einem unterirdischen Tunnel unters Meer geleitet wird.
Das erwärmte Wasser wird zusätzlich noch zur Krabbenzucht verwendet.




Langsam komme ich dem Fuji San näher, das ist aber das einzige Foto von ihm, ab jetzt ist er permanent in einer Wolkendecke.


Kurz vor Fuji habe ich den ersten richtigen Defekt, das Schaltseil ist gerissen.
Im 100 Yen Shop kaufe ich mir eine Zange und mache mich an die Reperatur.
Den Schalthebel muss ich dafür komplett aufmachen, um das abgerissene Ende irgendwie herauszubekommen.



In Fuji suche ich mir wieder eine Brücke, jedoch ist diese schon besetzt.



Am nächsten Tag treffe ich beim Einkaufen eine Japanerin die gerade Blumen anliefert.
Sie lädt mich mit ihren Freunden am Abend zum Essen ein.
An diesem Tag fahre ich den Fuji San so weit hinauf wie ich komme, und kehre später zum Supermarkt zurück, wo wir uns verabredet haben. Mein Fahrrad wird auf Dach vom Auto geschnallt und los geht es zu ihrem Lieblingslokal.



Auch diese Nacht verbringe ich am Sportpark von Fuji.
Am nächsten Tag treffe ich den ersten Reiseradler:

Sein Ziel seit seiner Pensionierung sind die 100 höchsten Gipfel Japan, die Anfahrt macht er immer mit dem Fahrrad.
Das Fahrrad ist liebevoll zusammengestellt, viele Dinge sind selbst gebaut.



An diesem Tag fahre ich den Norden des Fuji Sans an.
Es regnet wieder und ich treffe in einem kleinen Ort auf einen Park mit diesem Gebäude:

Drinnen schaut es wie in einem Wartehäuschen aus, Türen gibt es keine, deshalb gehe ich davon aus, dass es niemanden stört, wenn ich drinnen übernachte.

Am nächsten Tag geht es weiter durch den Fuji San Nationalpark.
Vorsorglich hatte ich für 3 Tage Essen eingekauft, jedoch schon der Begriff Nationalpark nicht allzustreng sein.
Es gibt sogar in den Wälder im Krater eine Kleinstadt, einen Vergnügungspark und mehrere Touristenterminals.







Diese Nacht verbringe ich das erste mal einem Wald, der zwischen 2 Siedlungen gelegen ist.
Später fahre ich bei aktzeptableren Wetter die Küste in Richtung Tokyo entlang.

Ein Internet Cafe wird aufgesucht, und die Parks sowie der Flughafen im Navi markiert.


Die letzte Nacht vor Tokyo, wieder einmal in einer Hochwasserverbauung.
Im Ballungsraum Tokyo befinde ich mich eigentlich schon.


Einen Defekt gibt es noch, die Stabilisierung vom Gepäcksträger löst sich auf.
Ich ignoriere das einfach, daheim werde ich den Teil mit Stahl ersetzten.
Ohne die Stabilisierung sollte der Gepäcksträger auch eine Zeit lang durchhalten.


Die letzten 60 Kilometer lege ich auf der Hauptstraße (Straße 1) zurück, bis auf 3 Stellen war ich völlig legal unterwegs.
An einer Stelle überhole mich ein Polizist, ohne irgendwas zu sagen.
Es herrscht duraus Verkehr auf 3 Spuren, die Straße erinnert an eine Stadtautobahn, jedoch gilt Tempo 50. Nur an manchen Stellen gibt es Fahrradverbotschilder.

Sieht man selten, aber eine Panne beim Schwalbe Marathon (die erste nach 10000km Marathon Nutzung):


Tokio ist natürlich überwältigend, nebenbei hielt ich immer nach Übernachtungsmöglichkeiten Ausschau.


Fündig wurde ich etwa 500m vom Stadtzentrum auf einer künstlichen Insel, zwischen 2 Hecken auf einem Baseballplatz.



Am nächsten Tag besuchte ich dann viele Sehenwürdigkeiten, mit dem Rad legte ich dabei fast 40 km zurück. Radfahren in Tokio ist übrigens sehr enspannt, besser als in jeder europäischen Kleinstadt.
Im Uenopark schlief ich dann nocheinmal unter freiem Himmel.



Um 4 Uhr wurde ich von den Staßenfegern geweckt, die recht demotiviert ihrer Arbeit nachgingen, außerdem waren die Obdachlosen alle munter da es in der Nacht zu kalt ist zum schlafen.
Was macht man in Tokyo um 4 Uhr?
Richtig den Fischmarkt besuchen:



Mein Rad war dort ziemlich im Weg, also lud ich es auf eine Palette, und hoffte darauf, das diese nicht benötigt wurde.
Im Lauf des Tages fuhr ich noch auf die künstlichen Inseln in der Tokyo Bucht.



In einer Hochwasserverbauung verbrachte ich die letzte Nacht in Tokyo.


Den Flughafen Narita fuhr ich von Süden an, und am Abend zuvor probierte ich aus, ob ich mit dem Rad auch zum Terminal hinkommen kann, was sich als richtig erwies.
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Süden vom Flughafen Narita einige. Ich suchte mir ein trocken gelegtes Reisfeld aus.
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#680510 - 03.01.11 13:28 Re: Japan 2010 [Re: estate]
Tommes
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Hallo,
schöne Reise, genau nach meinem Geschmack, nicht zuviel Zeugs mitnehmen und nicht jedes Detail durchplanen.
Und ich habe schon bei der Baikalsee-Etappe dein perfekt verpacktes Rad bewundert, dass ich doch gerade darüber nachdenke mir etwas Fullyartiges aufzubauen für solche Zwecke, entgegen meiner Gewohnheit komplett starr zu fahren.

Viele Grüße
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#680528 - 03.01.11 14:47 Re: Japan 2010 [Re: Tommes]
estate
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Perfekt verpackt ist ziemlich relativ.
Die Reisetasche hat das Gewicht nur sehr schlecht verkraftet.
Am Flughafen in Wien ist mir dann die Halterung komplett gerissen.
Unterwegs habe ich sicher 2 Meter Zwirn in die Tasche vernäht.

Außerdem ist das Schleppen der Taschen seeehhr mühsam,
obwohl das Rad nur etwa 13 kg. wiegt.

Wenn ich die Reise nochmal machen würd, dann mit den Laufrädern in der Reisetasche, und
ein extra mit Plane verpackter Starrrahmen.

Alles in einem wars aber doch einfacher, als das Rad in montierter Form durch die verschiedenen Transportmittel zu bringen.

Geändert von estate (03.01.11 14:48)
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#680734 - 03.01.11 21:52 Re: Japan 2010 [Re: estate]
Tommes
Mitglied
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In Antwort auf: estate
....Alles in einem wars aber doch einfacher, als das Rad in montierter Form durch die verschiedenen Transportmittel zu bringen.


Wäre diese Tour denn möglich gewesen mit einem komplett montiertem Rad? Also speziell in den Zügen in Russland.
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#680740 - 03.01.11 22:03 Re: Japan 2010 [Re: Tommes]
estate
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1454
Vom Platz her wäre es in der 3. Klasse theoretisch möglich gewesen.
Dort ist für das Gepäck so viel Platz wie auf einer Pritsche.
Man muss es aber auch über 2m hochheben.
Allerdings ist das Rad viel zu groß als die maximale Gepäcksgröße und man wird Probleme mit der Schaffnerin bekommen.

Ein einzelner Fahrradrahmen ist aber sicher unkritisch.
Ich habe aber auch schon von einer Dame gehört, die von Schweden bis nach Almaty mit dem Zug gefahren ist, und dabei ihr Fahrrad als Ganzes mitgenommen hat.

Auf der Fähre weis ich nicht genau, ob man da was anmelden müsste. Es ist sicher kein Problem, die Fähre nimmt ja auch Motorräder mit.
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#680782 - 04.01.11 00:44 Re: Japan 2010 [Re: estate]
Roldi
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 267
Klasse Bericht! Bin auch Japan-Radl-Fan, werd im übernächsten Jahr dort mal wieder unterwegs sein, vielleicht z. T. auf "Deiner" Strecke. Danke für die Anregungen! Roldi
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#680959 - 04.01.11 17:34 Re: Japan 2010 [Re: estate]
weasel
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2750
Hallo,
toller Bericht, gilt auch für den Russland-Teil schmunzel. Bin ja echt erstaunt, daß Wildzelten im dichtbesiedelten Japan überall so problemlos möglich ist und geduldet wird. Ich hätte mir Japan als extrem teures Reiseland vorgestellt. Hast Du ausschließlich gezeltet und wieviel Geld hast du grob gepeilt in den 6 Wochen Japan ausgegeben?
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#681502 - 06.01.11 13:01 Re: Japan 2010 [Re: weasel]
estate
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1454
In Antwort auf: weasel
Hallo,
toller Bericht, gilt auch für den Russland-Teil schmunzel. Bin ja echt erstaunt, daß Wildzelten im dichtbesiedelten Japan überall so problemlos möglich ist und geduldet wird. Ich hätte mir Japan als extrem teures Reiseland vorgestellt. Hast Du ausschließlich gezeltet und wieviel Geld hast du grob gepeilt in den 6 Wochen Japan ausgegeben?


Hi,

ich hab ausschlieslich im Zelt oder im Freien übernachtet.
Ausgegeben habe ich für das Essen und Trinken in den 41 Tagen umgerechnet etwa 750 Euro, wobei das fast ausschließlich in Supermärkten eingekauft habe.
Man erkennt eindeutig ein höheres Preisniveau. Wobei man beim Radfahren sicher doppelt bis dreifach so viel zu sich nimmt, als normal.
Außerdem habe ich mich fast nie auf das Leitungswasser eingelassen, es schmeckt teilweise so "chlorig" wie ein Schluck aus einem Schwimmbad.

Als normaler Reisender mit Unterkünften, und eingeschränkter Mobilität sind die Kosten bestimmt noch viel höher.
Dazu kommen noch die Eintritte, die sich auch sehr stark summieren können.


Für die höheren Reisekosten bekommt man aber auch einiges geboten:

In sehr vielen Supermärkten gibt es Zubereitungs und Aufenthaltsmöglichkeiten.

Alle Straßen sind grundsätzlich überdimensioniert, und in perfektem Zustand.
Es wird nie etwas ausgebessert, sondern immer gleich neu asfaltiert.

Die erste weggeworfene Bierdose habe erst nach 100 km am Straßenrand gesehen.

Teilweise sind bis zu 50% der Straßen mit einem Radweg ausgestattet,
der oft nichts an Zusatzaufwand kostet.

Es gilt überall Tempolimit 50, in der Realität 60, die Autos überholen meist nur, wenn es keinen Gegenverkehr gibt.

Was nicht immer Positiv ist, aber ein schnelles Weiterkommen garantiert:
Es gibt unzählige Tunnels, selbst an kaum befahrenen Straßen.

Zurück in Österreich kommt es einem überall ziemlich schäbig und ungepflegt vor,
so hatte ich mich sich an den allgegenwärtigen Perfektionismus in Japan gewöhnt.
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#681514 - 06.01.11 13:52 Re: Japan 2010 [Re: estate]
boon123
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Unterwegs in Deutschland

das sind ja schöne aussichten schmunzel

haste keine probleme gehabt mit dem zelten?

cu
daniel
das leben geht weiter, mist ich dachte doch 2012 ist schluss :o)
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#681777 - 07.01.11 12:28 Re: Japan 2010 [Re: estate]
weasel
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Danke für die Schilderungen. Das klingt alles extrem interessant macht richtig neugierig auf dieses so selten gewählte Radreiseziel.
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#682098 - 08.01.11 19:21 Re: Japan 2010 [Re: weasel]
ChrisTine
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Wir Langnasen profitieren letztendlich auch von der Mentalität der Menschen dieses Landes.

Sie wollen bloß keine Fehler machen und ihrem Gegenüber entsprechen. Ein NEIN gibt es in ihrer Sprache nicht, auch wenn es im Wörterbuch steht. Im Notfall zeigen gekreuzte Arme, dass sie mit etwas überfordert sind.

Sehr, sehr alte Menschen gehen erst einmal davon aus, dass wir amerikanischer Abstammung sind und ignorieren uns mit demonstrativem Abwenden.
Erlebt im Norden Hokkaidos, der Rückspiegel zeigte die Kehrtwendung ins normale Leben zwinker

Alte Menschen sind bemüht, ihre Traditionen zu zeigen. Verhalten, aber gern.
Erlebt auf Hokkaido
Nahebringen des Fischens von Seetang, trocknen und Verkauf.
Erlebt auf Honshu
Das Leben einer Geisha in der Moderne, Anlernen junger Geishas (Maiko) durch erfahrene, ältere Geishas

Junge Menschen leben in der Moderne, sind hilfsbereit und aufgeschlossen

Ganz junge Menschen (teenager) haben Probleme mit der englischen Sprache und wirken oft albern und kitschig. Kichern ersetzt keineswegs die Kommunikation grins

Das peace-Zeichen mit den Fingern vermittelt die werdende Mutter mit höchster Wahrscheinlichkeit ihrem Kind schon im Embryonalstadium.


Japan ist eine Reise wert und ich würde mich dafür flugtechnisch nochmal hinreis(ß)en lassen.

Es war einfach toll und estates Bericht habe ich gern gelesen.


Chris schmunzel
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#682197 - 09.01.11 11:18 Re: Japan 2010 [Re: ChrisTine]
estate
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@Daniel:

Probleme mit dem Zelten gab es nie.
Ich hab immer meine eigene Regel durchgezogen, so lange mit dem Rad in den Abend fahren wie es mir Spass macht, und dann erst nach einem Zeltplatz zu suchen.
Mit so einer Taktik fährt man manchmal schon einige Zeit lang im dunkeln, schlussendlich habe ich aber immer noch einen Platz gefunden.

@Chris:

Das waren auch meine Erfahrungen.
Das Zeichen mit den gekreuzten Händen habe ich aber immer als symbolisches Sackgassenzeichen interpretiert, wenn ich eine Straße nicht befahren durfte.
Beim Zelten hab ich am Anfang nicht gewusst, ob ich an den Plätzen Missgunst errege, weil ja niemand etwas sagen wird.
Ich wurde Morgens aber immer wieder freundlich angeredet, mit Tipps und einmal sogar mit Getränken ausgestattet.

Geändert von estate (09.01.11 11:27)
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#682707 - 10.01.11 21:42 Re: Japan 2010 [Re: estate]
andi110
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danke für deinen spannenden und aussergewöhnlichen reisebericht von japan.
eine frage hätte ich auch noch, wo hast du waschgelegenheiten gefunden?
mit gruss andi
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#682734 - 10.01.11 23:36 Re: Japan 2010 [Re: andi110]
estate
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Freut mich, dass der Bericht so gut aufgenommen wird.

Achja, wenn jemand zu einem bestimten Abschnitt, Aspekt weitere Fragen hat, einfach posten.
Der Bericht ist ja praktisch ziemliche Kurzfassung von dem was man in Japan in dem Zeitrahmen so erleben kann.


@Andi:
In der heissen Phase bin ich in jedem Gewässer, das sich dazu anbot, mit voller Kleidung geschwommen.
Jeder Bach und fast jeder Fluss ist so sauber, dass das ohne weiteres möglich ist.
Da ich mit ultraleichter Ausrüstung gefahren bin, habe damit auch meinen ganzen Kleidungsvorrat mitgesäubert. ;-)

In der Regenphase war es ziemlich problematisch, da man sich ja nicht noch nässer machen möchte, als man sowieso schon ist. Speziell bei der Wäsche ist das ein Problem, da man keine Trocknungsmöglichkeiten hat.

Es gibt unterwegs sehr viele Waschmaschinenautomaten, die aber viel Zeit rauben, und sehr teuer sind. (ca. 6 Euro pro Wäsche)

Auf die Idee, meine regendurchnässten Sachen dort in den Trockner zu stecken, fällt mir erst beim Erstellen dieser Zeilen ein. ;-)

Es gibt aber sehr viele öffentliche Toiletten, bei denen eine Katzenwäsche möglich ist.
Später bin ich draufgekommen, dass eine bestimmte Supermarktkette (Lawson Station) mit 50% Wahrscheinlichkeit ein Waschbecken in der Toilettenkabine hat.

Geändert von estate (10.01.11 23:38)
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#682756 - 11.01.11 07:26 Re: Japan 2010 [Re: estate]
Raphsen
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Ich bewundere so eine Art zu reisen.

Ich selbst hätte sehr Mühe mit dem Zelten nahe an Häusern usw, vorallem alleine hätte ich sehr Angst. Ich habe zwar ausch schon ca 20 Nächte am Strassenrand gezeltet, aber entspannend ist das ja nicht gerade schmunzel Anscheinend hast du dich in Japan sehr sicher gefühlt?
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#682865 - 11.01.11 16:38 Re: Japan 2010 [Re: estate]
JohnyW
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Hi,

warum bist Du nicht in die öffentlichen Bäder (Onsen) gegangen?

Die gibt's in Japan wie Sand am Meer (jedes besseres Hotel hat eins, oft kostenlos ansonsten 200-300 JPY)

Gruß
Thomas
Homepage: http://thomasontour.de
Neu 21.10.2009: 2. Bericht Projekt Hessen aus dem Jahr 2007
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#683178 - 12.01.11 14:11 Re: Japan 2010 [Re: Raphsen]
estate
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Natürlich hat man beim Wildzelten stets eine gewisse Paranoia.
Von Russland war ich aber ziemlich abgehärtet, dort waren Wölfe und wilde Hunde unterwegs.
Einmal hat irgendjemand sogar aus welchen Gründen auch immer, um Mitternacht ein ganzes Magazin mit seinem Sturmgewehr abgefeuert.

Dagegen kam ich mir in Japan wie im Märchenland vor. ;-)
Kriminalität ist ja praktisch nicht vorhanden, bzw. für den Reisenden nicht sichtbar.
Was in Europa immer mitschwingt ist das ungute Gefühl, jemanden durch die Anwesenheit auf seinem Grundstück/Jagtrevier zu verärgern.
Das kann man in Japan ziemlich veringern, da man dort gut von öffentlichen, und privaten Grund unterscheiden kann.
Am Straßenrand:
Japaner sind bei Dunkelheit recht selten unterwegs. Der Verkehr verringert sich auf ein Minimum, und die Fußgänger sind auf magische Art und Weise nach Einbruch der Dunkelheit innerhalb weniger Minuten verschwunden. Deshalb waren die Nächte wirklich sehr ruhig.
Das einzige ungute Gefühl war in Tokyo, als die Obdachlosen durch die Kälte der Nacht aktiv wurden. Ich hatte mir blöderweise den Abschnitt des Parkes ausgesucht, in dem die verrückten Obdachlosen waren. Der Großteil führt ein recht "normales" Leben und findet hier und da Arbeit. Alkoholismus konnte ich bei keinem Obdachlosen beobachten.

@Thomas:
Ich hatte eigentlich einmal vor so ein Bad auszuprobieren,
jedoch haben die keinerlei Erkennungsmerkmale.
Ich habe also kein einziges unterwegs gesehen.
Die richtigen Onsen, also die mit Thermalquelle waren meinst an ein Hotel gekoppelt,
und sahen mir zu nobel aus, um dort mit meinen verschwitzten Radklamotten dort
Zugang zum Bad zu suchen.

Am Schiff zwischen Russland und Japan war der Waschraum aber genau so realisiert, wie diese Bäder beschrieben werden.
(Gemeinschaftsduschen und Bad, brennend heißes Wasser)





Geändert von estate (12.01.11 14:15)
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#683201 - 12.01.11 15:12 Re: Japan 2010 [Re: estate]
JohnyW
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In Antwort auf: estate

Die richtigen Onsen, also die mit Thermalquelle waren meinst an ein Hotel gekoppelt,
und sahen mir zu nobel aus, um dort mit meinen verschwitzten Radklamotten dort
Zugang zum Bad zu suchen.


Da hast Du echt was verpaßt. Entweder man hat den Mapples Guide (da sind einige eingezeichnet) oder man muß sich durchfragen (was nicht einfach ist).

Im luxoriösten zahlten wir 8 EUR Eintritt (für 24 Bäder), wobei man sich liebevoll um die nassen Radschuhe gekümmert hat. In einem anderen Hotel (Mittelklasse) war's kostenlos. Der Standardpreis sind 200-300 JPY.

Es sieht so aus, als ob Du nochmals hin mußt grins

Gruß
Thomas
Homepage: http://thomasontour.de
Neu 21.10.2009: 2. Bericht Projekt Hessen aus dem Jahr 2007
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#683249 - 12.01.11 16:59 Re: Japan 2010 [Re: JohnyW]
slatibart
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Beiträge: 1189
In Antwort auf: JohnyW


Da hast Du echt was verpaßt. Entweder man hat den Mapples Guide (da sind einige eingezeichnet) oder man muß sich durchfragen (was nicht einfach ist).

Im luxoriösten zahlten wir 8 EUR Eintritt (für 24 Bäder), wobei man sich liebevoll um die nassen Radschuhe gekümmert hat. In einem anderen Hotel (Mittelklasse) war's kostenlos. Der Standardpreis sind 200-300 JPY.

Es sieht so aus, als ob Du nochmals hin mußt grins


Was ein sehr guter Grund wäre. Auch für mich noch mal. Die Badekultur ist schon echt klasse in Japan *schwärm*.
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#683376 - 12.01.11 23:21 Re: Japan 2010 [Re: estate]
Roldi
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Hallo estate,

Deine Zelt-Erfahrungen kann ich (2x Japan per Rad) im wesentlichen bestätigen ... auch wenn wir nicht ganz so mutig waren wie DU: Zelten mitten in einer Großstadt haben wir nicht gewagt, Respekt für deinen Mut - vor allem dein Campsite-Foto aus Tokio ist echt scharf!

Wir hatten bei zwei Gelegenheiten leichte Probleme: Einmal hatten wir uns den Zen-Garten in einem kleineren Dorf ausgesucht - ein Dorfbewohner hat ziemlich gemault deswegen (auf Japanisch, aber die Tonlage war eindeutig) ein anderes Mal haben offensichtlich Anwohner die Polizei alarmiert, als wir auf öffentlichem Gelände (Straßenbaustelle/Sackgasse) gezeltet haben.In beiden Fällen hat uns sehr geholfen, dass wir ein Schreiben auf Japanisch vorweisen konnten, aus dem hervorging, wer wir sind (deutsche weltreisende Japanfans :-). Man hat uns sofort in Ruhe gelassen und sich mit höflichen Verbeugungen zurückgezogen ... Im Zen-Garten erschien übrigens wenig später noch ein anderer Anwohner. Nachdem auch er unser Schreiben gelesen hatte, verschwand er und kam weing später zurück mit ´nem Sixpack Bier für uns :-)).

Vielleicht ist so ein Schreiben ein Tipp für potentielle Japanradler hier im Forum. - Ich find´s jedenfalls ein superspannendes Reiseziel (Am besten ist das geniale Essen. Und Kyoto! Und, und, und ...).



Viel Spaß beim Radeln

Roldi



Geändert von Roldi (12.01.11 23:29)
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#683390 - 12.01.11 23:57 Re: Japan 2010 [Re: Roldi]
boon123
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In Antwort auf: Roldi
Hallo estate,

Deine Zelt-Erfahrungen kann ich (2x Japan per Rad) im wesentlichen bestätigen ... auch wenn wir nicht ganz so mutig waren wie DU: Zelten mitten in einer Großstadt haben wir nicht gewagt, Respekt für deinen Mut - vor allem dein Campsite-Foto aus Tokio ist echt scharf!

Wir hatten bei zwei Gelegenheiten leichte Probleme: Einmal hatten wir uns den Zen-Garten in einem kleineren Dorf ausgesucht - ein Dorfbewohner hat ziemlich gemault deswegen (auf Japanisch, aber die Tonlage war eindeutig) ein anderes Mal haben offensichtlich Anwohner die Polizei alarmiert, als wir auf öffentlichem Gelände (Straßenbaustelle/Sackgasse) gezeltet haben.In beiden Fällen hat uns sehr geholfen, dass wir ein Schreiben auf Japanisch vorweisen konnten, aus dem hervorging, wer wir sind (deutsche weltreisende Japanfans :-). Man hat uns sofort in Ruhe gelassen und sich mit höflichen Verbeugungen zurückgezogen ... Im Zen-Garten erschien übrigens wenig später noch ein anderer Anwohner. Nachdem auch er unser Schreiben gelesen hatte, verschwand er und kam weing später zurück mit ´nem Sixpack Bier für uns :-)).

Vielleicht ist so ein Schreiben ein Tipp für potentielle Japanradler hier im Forum. - Ich find´s jedenfalls ein superspannendes Reiseziel (Am besten ist das geniale Essen. Und Kyoto! Und, und, und ...).



Viel Spaß beim Radeln

Roldi



moin Roldi

wenn ich das so lese danke ich mal ich werde noch ein stückl weiterfahren, mal schauen wie das mit dem visum wird wolte über indien rüber ^^

cu daniel
das leben geht weiter, mist ich dachte doch 2012 ist schluss :o)
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#683507 - 13.01.11 11:58 Re: Japan 2010 [Re: estate]
estate
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Da das Interesse am Bericht relativ hoch ist, poste ich noch ein paar außergewöhnliche oder kuriose Sachen, die mir über den Weg gelaufen sind:

Das Essen ist vor den Restaurants in Form von Wachsmodellen ausgestellt:


Ungewöhnlicher Kräutergarten mit selbstständigem Bewässerungssystem:


Eine automatische Eierverkaufsstelle, inklusive Überdach und Klimaanlage. Wie viele Eier wohl notwendig sind, um die Kosten zu amortisieren?


Straßenbegrenzungsreflektor:


Das Seil der Kobe Hängebrücke:


Wenn man ein Tiefkühlgericht kauft, kann man es mit einem Trockeneisautomat für den Heimtransport konservieren. Die Banane hab ich aus Neugier reingetan.


Ein Leichenwagen:


Eine Geisha bei 37 Grad Hitze in Kyoto:


Der Tsunami Wall, sehr viele Orte am Inlandsmeer sind damit ausgestattet.





Hunde dürfen nicht in den Wäschetrockner:


2. Übernachtung in Tokyo:


Die Obdachlosen sind also offiziell Menschen, die nicht nach Hause gelangen können.
Sind damit etwa die Arbeiter gemeint, die so lange arbeiten, dass sich der lange Heimweg nicht immer auszahlt?
Oder es is einfach eine eigenartige Übersetzung?


Den gibt es auch, für etwa 7.5 Euro:


Die Titankuppel von Fuji TV:

Geändert von estate (13.01.11 12:01)
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#683594 - 13.01.11 17:15 Re: Japan 2010 [Re: estate]
globetrottel
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Super reise. Sehr mutig. Es wirkt alles easy und klar. Ich pack jetzt mal mein Rad und ein paar Unterhosen und fahr mal durch Japan. Nix Reiserad, Nix Ortlieb, nix Fetisch. Nur eine offene Handlung und wie sie geschieht. Dazu der Berichtstil im reduzierten chrome-stil. Mein Stil-Applaus.
Gruß
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#684207 - 16.01.11 09:09 Re: Japan 2010 [Re: globetrottel]
estate
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In Antwort auf: globetrottel
Super reise. Sehr mutig. Es wirkt alles easy und klar. Ich pack jetzt mal mein Rad und ein paar Unterhosen und fahr mal durch Japan. Nix Reiserad, Nix Ortlieb, nix Fetisch. Nur eine offene Handlung und wie sie geschieht. Dazu der Berichtstil im reduzierten chrome-stil. Mein Stil-Applaus.
Gruß


Danke danke,

Punkto Reiserad und Ausrüstung muss ich dich aber enttäuschen,
das ist alles bei mir vorhanden, blieb aber daheim.
Wenn man in die Ortliebs ein zerlegtes Fahrrad hineinbekommen hätte, wären sie dabei gewesen. ;-)
Ich hoffe aber, dass ich gezeigt habe, dass man auch mit wenig Geld für Ausrüstung und Rad eine Menge Spass haben kann.

mfg
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#694180 - 16.02.11 21:43 Re: Japan 2010 [Re: estate]
bikeman1
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Dein Reisebericht wird mir noch lange in guter erinnerung bleiben, habe in der Arbeit meinen Kollegen von Deiner Reise erzählt. Besonders gut gefällt hat mir, daß Du mit so einfachen Mittel ein wirklich großes Abenteuer gemacht hast. Es muß nicht immer teuer und supergut sein, Nein eine gute Einstellung zu Land und Leute, zur Natur, und manchmal auch einfach etwas hinnehmen zu können und es einfach so anzunehmen.

Grüß Hansjörg
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#694425 - 17.02.11 21:10 Re: Japan 2010 [Re: estate]
Ente
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 789
Moin,
ein Hammerbericht schmunzel. Super Fotos und kurzweilig geschrieben. Danke das Du uns an Deinen Erlebnissen teilhaben lässt.

Gruß
Andreas
"Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil keiner Ihnen aufs Maul haut." - Klaus Kinski

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