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#1479443 - 17.09.21 14:04 Gebrauchter Randonneur. Passen die Maße?
Blattali
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 3
Ich habe einen Randonneur im Gebrauchtmarkt entdeckt, den ich mir gerne mal anschauen würde. Allerdings steht das gute Stück knappe 3 Stunden entfernt, weshalb ich ein paar Unklarheiten vorher gern ausräumen möchte.
Laut Verkäufer ist das Rad für Menschen um die 180 cm, was auch der Größe des Vorbesitzers entsprach. Ich bin 181 mit eher dilettantisch gemessenen 85 cm Schrittlänge zwinker
Das Rad hat wohl 55 cm Rahmenhöhe und nur 53-54 cm Oberrohr. Ob er die Waagerechte oder das tatsächliche Rohr gemessen hat, weiß ich nicht. Fragen helfen da auch nicht mehr, da der Herr zu den Leuten gehört, die Fahrräder ohne irgendwelche Rahmendaten mit dem Satz "super Zustand" zum Verkauf anbieten, und schon reichlich genervt zu sein scheint.
Ich bin Anfänger und hatte gar noch nie ein Rad mit Dropbar. Dennoch habe ich nach bisheriger Recherche das Gefühl, dass die Maße etwas knapp sein könnten. Oder kann sowas noch von anderen Details maßgeblich beeinflusst werden? Das Steuerrohr ist bspw relativ lang, weshalb ich anhand der Fotos das Fahrrad eher als sehr groß eingeordnet hätte.

Freue mich über jede Hilfe.

Geändert von Blattali (17.09.21 14:05)
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#1479446 - 17.09.21 14:21 Re: Gebrauchter Randonneur. Passen die Maße? [Re: Blattali]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 18569
Erst mal herzlich willkommen im Forum. schmunzel

Völlig abwegig/ungewöhnlich kommen mir die Daten nicht vor. Ich hab ähnliche Körperdaten und Rahmen immer in diesem Bereich gehabt. Oberrohr vielleicht eher noch ein bissl länger. Ob es dir passt, kannst du ja "erfahren" und ggf. noch mit einer Vorbaukorrektur ausgleichen.

Aber keiner zwingt dich ein Rad bei jemandem zu kaufen, wo du kein gutes Gefühl hast. Lass dich da nicht von einem vermeintlichen Schnäppchen blenden. Und insbesondere wenn die Preisvorstellung höher ist, kann man auch von einem Verkäufer eine entsprechende "Zuarbeit" erwarten.

Beim Gebrauchtradkauf würde ich vor allem einen Blick auf die Verschleißteile werfen: Reifen, Kette, Ritzel, Züge, Bremsen, ggf. Felgenflanken. Wenn du das zeitnah alles neu machen musst, oder eben nicht, ist das ein ganz erheblicher finanzieller Unterschied.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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#1479450 - 17.09.21 15:03 Re: Gebrauchter Randonneur. Passen die Maße? [Re: Blattali]
elflobert
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 160
die Chancen stehen gut, dass das passt, vorausgesetzt die Längen sind korrekt gemessen (Rahmenhöhe C-T, Oberrohrlänge C-C horizontal).

Bei Rennlenkerrädern ist das Oberrohr oftmals um die 2 cm kürzer als das Sitzrohr.

Ein längeres Steuerrohr ist i.d.R. kein Problem, da man sich so einfach ein paar Spacer (Ahead) spart. Oder den Schaftvorbei einfach tiefer reinschiebt. Fast niemand fährt mit dem Vorbau direkt oberhalb der oberen Lagerschale.
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#1479454 - 17.09.21 16:06 Re: Gebrauchter Randonneur. Passen die Maße? [Re: elflobert]
LaLa-Berlin
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 149
... irgendwie wie Stochern im Nebel.

Bei "soll wohl" und ca. Angaben würde ICH keine drei Stunden Fahrt auf mich nehmen. Außer, es wäre das Superschnäppchen (aber auch dann nur mit verlässlichen Daten & Details).

Eine wirkliche Hilfe ist so nicht möglich. Da bräuchte es ein Foto - Seitenansicht, Name des Rahmenherstellers. Manche kommen vom Rennrad und bauen generell kurz, andere tendenziell lang. Und dann Deine eigene Geometrie + gewünschte/gewohnte Sitzhaltung mit Rennlenker vs. normalem Lenker. Schlecht, wenn keine Vergleichserfahrung vorab.

Für eine allgemeine Einschätzung wäre auch die genaue Ausstattung, ca. Baujahr sowie Angebotspreis und Kaufpreislimit interessant.

Meine erste Prio bei Begutachtung Technik wäre der Rahmen - weil nicht änderbar: keine Dellen, keine Stauchung (Hauptrohre gerade), keinerlei Risse (ganz genau gucken! - besonders unten Übergang Steuerrohr zu den ersten 20 cm Unterrohr), kein Verzug (Laufräder sitzen mittig), Steuersatz richtig eingestellt dreht rundherum frei und geschmeidig (falls es seitlich fester wird hat der Gabelschaft einen Schlag weg).
Und dann noch die Einbaubreiten der Naben (bitte Standard und nicht exotisch), Befestigungsmöglichkeiten welcher Bremsen, Ösen.

Bei den von Sammy erwähnten Verschleißteilen käme es auf Alter und Nutzungsgrad des Rades - in Relation zum Kaufpreis an. Und wiederum auf moderne Standards (bitte nix französisch-Exotisches).






Geändert von LaLa-Berlin (17.09.21 16:08)
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#1479473 - 17.09.21 22:05 Re: Gebrauchter Randonneur. Passen die Maße? [Re: Blattali]
Blattali
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 3
Erstmal vielen Dank für eure Äußerungen und Tipps.
Soweit ich weiß, ist das Rad aus einem Nachlass. Der Verkäufer ist demnach nicht der Fahrer und scheint einfach nur nicht allzu tief Materie zu stecken. Daher würde ich ihm keine bösen Absichten und Vertuschungen unterstellen. Auch scheint er keine Internet-Person zu sein und möchte am liebsten alles offline über die Bühne bringen.

Viele Daten über das Rad gibt es nicht. Ist sicher schon einige Jahre alt. Wer genau den Stahlrahmen gefertigt hat, weiß auch niemand. Ein Kleber von Transa ist drauf. Transa ist das Schweizer Equivalent zu Globetrotter und hatte mal eine Fahhradschiene, die aber schon vor mehreren Jahren aufgegeben wurde. Bremsen und Schaltung Shimano XT und Lenkerendschalthebel. Der Verkäufer möchte 350 dafür haben und damit wäre er schon deutlich vom annoncierten Preis hinunter. Mein Ziel wären 300, sollte das Rad passen.
Zu den Reifen: Es sind 28er drauf. Meint ihr da geht noch ein wenig mehr, wenn man die Schutzbleche weglässt?

Sobald ich herausgefunden habe, wie das geht, werde ich euch die Fotos anhängen, die er mir geschickt hat

EDIT:




Geändert von Blattali (17.09.21 22:11)
Änderungsgrund: Foto Upload
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#1479479 - 18.09.21 06:26 Re: Gebrauchter Randonneur. Passen die Maße? [Re: Blattali]
LaLa-Berlin
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 149
Durch seitlich-von-oben-Foto Rahmenhöhe schlecht abschätzbar; auch nicht, ob leichtes Slooping. Optisch schlecht passender Vorbau, der auf keine optimale Geometrie beim letzten Fahrer hindeutet (oder womöglich aus Altersgründen montiert wurde?).

Komponenten und Rahmen ca. erste Hälfte 1990er. Rahmen scheinbar(!) einfacherer Bauart, einfache Muffen, kein Feinguß-Gabelkopf, keine Anlötsockel für Rahmenschalthebel/Kabelstopper. Gute und haltbare Komponenten bis hin zu Felgen und wahrscheinlich auch Naben.

Womöglich passen 32er Reifen - Engpass an Kettenstreben nicht erkennbar. Ohne Bleche beim klassischen Randonneur nicht sinnvoll. Ausreizen auf die letzten mm schlecht > Schleiferei bei aufgesammeltem Zeug.

Schaltung 3x7 > prüfen ob 135er oder 130er Einbaubreite hinten (falls noch 126 mm > Naben nicht mehr neu zu bekommen). Damit so oder so bei dem Laufrad auf 7-fach festgenagelt - weil schmalerer Freilaufkörper.

Gepäckträger ist ein Blackburn EX1 - sehr gut tourentauglich. Keine Abnutzungsspuren. Insgesamt sieht das Rad gepflegt und wenig vernutzt aus. Preis von max. 300 € finde ich angemessen. Wenn man es so belässt, kann man noch lange Spaß damit haben.

Obwohl ein Freund von "Alteisen", würde ICH es trotzdem nicht kaufen:
Reifenbreite 32 mm Reifen tourengeeigneter, wenn auch mal Feld & Waldweg - Option darauf sollte möglich sein - mit Blechen).
7-fach (verschleißarm, preiswert, aber inzwischen eingeschränkte Verfügbarkeit; falls Übersetzungsänderung/Gangzahl gewünscht ... > neues HR mit Standard-Freilauf (ggf. nur Individualaufbau - falls 130 mm) > dann 8-11-fach möglich - ohne Index, oder neuer Lenkerendschalter ... ab 9-fach neue Kurbel, ggf. neuer Umwerfer ... €€).
"Charakter"/Anmutung fehlt mir irgendwie (schwer beschreibbar - aber mit auch teurer...).


PS:
Was ich an "Kontrollen" beschrieb hat nichts mit Mißtrauen zu tun, sondern mit selbst gemachten Erfahrungen. Bei keinem meiner Erlebnisse erschien mir der Verkäufer "vertuschend". Fast immer war es wie hier - Rad war nicht das Eigene, geschenkt, geerbt etc. - daher keine Ahnung von Macken. Dazu kommt oft fehlendes Feingefühl für Fahrräder (merkwürdige Geräusche oder komischer Lauf beim Fahren jucken nicht weiter).
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#1479484 - 18.09.21 08:50 Re: Gebrauchter Randonneur. Passen die Maße? [Re: LaLa-Berlin]
BeBor
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6986
Die Auswahl des Vorbaus ist etwas merwürdig. Einerseits wird eine Ausführung mit steilem Winkel nach oben verwendet, der dann aber bis zum Anschlag im Steuerrohr versenkt wird. Nabenbreite? Wenn - da ja wohl Serienfertigung - durchgängig MTB-Komponenten verbaut wurden, sollte der Hinterbau 135mm sein.

Vor welchem Hintergrund steht der Fragesteller? Als nettes Vintageteil ist das Rad, sofern die Maße passen, sicher akzeptabel, als Erstrad für den ambitionierten Einstieg ins Reiseradeln eher weniger. 300 € würde ich dafür allerdings nicht mehr hinlegen, ich fände es mit etwa 180 € bis 200 € preislich ausreichend gewürdigt.

Bernd
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#1479551 - 19.09.21 17:09 Re: Gebrauchter Randonneur. Passen die Maße? [Re: Blattali]
Thomas S
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3216
Wenn die Rahmenlänge wirklich korrekt gemessen wurde (Mitte Steuersatz bis Mitte Sattelrohr) dann ist der Rahmen für Dich zu kurz! Ich fahre mit 1,77 m einen 56er Rahmen mit ebenfalls 56 cm langen Oberrohr. Mir wäre ein 54 cm langer Rahmen sehr knapp, aber ich könnte mit einem längerem Vorbau ausgleichen. Bei Deiner Körpergröße wäre ich sehr skeptisch. Der verbaute sehr steile Vorbau spricht dafür, dass der Vorbesitzer möglichst aufrecht sitzen wollte. Da ist man aber mit einem Randonneur eher schlecht beraten.

Wenn das Schaltwerk Originalbestückung darstellt, wurde es wahrscheinlich schon mit 8fach aufgebaut, da es aus dieser Zeit stammt. Das könntest Du den Verkäufer sicher noch fragen, ob es 7 oder 8 Gänge (Ritzel) hat.

Breitere Reifen gehen wahrscheinlich noch 32 mm auch mit Schutzblech, zumindest vorne. Hinten sieht man es auf den Bildern nicht. Ohne Schutzbleche gehen wahrscheinlich auch 37er Reifen.

Ich würde aber auch keine 300 (EUR oder SFR ?) dafür zahlen. Der Rahmen ist eher einfacher Natur und wahrscheinlich auch recht schwer. Und 3 Stunden würde ich dafür nicht fahren.
Gruß
Thomas
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#1479552 - 19.09.21 17:27 Re: Gebrauchter Randonneur. Passen die Maße? [Re: Blattali]
Blattali
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 3
Einmal mehr großer Danke für eure Hilfe.
Zu meinem Vorhaben. Ich suche prinzipiell ein Alltagsrad für Strecken zur Uni/Arbeit (12 km) und Wochenendausflüge. Gerne würde ich ins Thema Radreisen einsteigen und falls mir das zusagt, dann wohl auch ein passenderes Rad dafür besorgen.
Großes Interesse scheint an dem Rad noch nicht zu bestehen, da es schon sehr lange ( > 3 Monate) online ist. Sollte der Preis auf die 200-250 gehen, würde ich mir das nochmal überlegen. Wenn es sich demnächst mal ergibt und ich in der Nähe bin, würde ich mich mal raufsetzen, um eine eventuell zu kleine Größe gleich auszuschließen.
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#1479557 - 19.09.21 18:50 Re: Gebrauchter Randonneur. Passen die Maße? [Re: Blattali]
LaLa-Berlin
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 149
Für Deine Vorhaben taugen auch ungefederte ... Trekkingräder, MTB, sogar manche "City-Räder" weil oft nur dehnbare Marketingschwurbelei.

Der Focus auf "Randonneur" engt die Auswahl unnötig ein und macht die Sache womöglich teurer als sie erstmal sein muß (besonders, wenn Geld limitiert). Hat neben "Trends" und Hypes auch mit speziellen Teilen zu tun. Exotische Lenkerendschalthebel z.B. kosten neu ca. 75 €; dazu noch Rennbremsgriffe/Rennlenker - damit ist schon die Schwelle für taugliche und halbwegs fahrbereite Gebrauchträder anderen Typus erreicht.

Bei Alltag/Arbeit/Stadt ist noch der Klaufaktor zu bedenken, der regional unterschiedlich sein mag. Hier in failed Berlin würde ich freiwillig kein besseres Rad längere Zeit anschließen wollen.
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