Ich habe heute schon alles für meine Tour gepackt, die ich ab Montag unternehmen werde. Ich bin eigentlich nicht der Meinung, dass ich übermäßig viel mitnehme und ich besitze auch recht leichte Komponenten (z. B. Schlafsack usw.). Dennoch komme ich mit Taschen, Werkzeug, Kamera, Zelt, Küchenausstattung (inkl. eines Grundvorrats an Lebensmitteln), Fahrradschlösser, Kleidung für warmes und kaltes Wetter usw. auf ca. 20 kg. Während der Tour, insbesondere bei warmem Wetter, kommt einiges an Flüssigkeit hinzu. Somit sind 25 kg reales Gewicht nicht wirklich abwegig.
Wenn hier zum Teil weniger als 15 kg angegeben werden, finde ich das erstaunlich, wenn wirklich alles, also auch z. B. Lebensmittel, Getränke, Fahrradschlösser usw. mitgerechnet werden. Was Kleidung angeht, kann ich kaum sparen. Ich verlasse mich darauf, dass ich zwischendurch waschen kann. Ich könnte an einigen Stellen einsparen, würde dann aber auf einen gewissen Komfort und Sicherheit verzichten. So könnte ich anstelle von Outdoor-Sandalen (meine einzigen Schuhe außer den Radschuhen) einfach Flip-Flops mitnehmen. Ich könnte auch auf Lowrider verzichten und hätte dann alles Gewicht (außer Lenkertasche) hinten. Beim Werkzeug und Ersatzteilen könnte ich auf Ersatzschlauch und -mantel (bei mir nur ein schmaler, profilloser "Notmantel") verzichten und auf Werkstätten hoffen, wenn Reparaturen anliegen. Anstelle eines "richtigen" Fotoapparats könnte ich mich auf mein Handy verlassen usw.
Die größte Gewichtseinsparung würde sicherlich der Verzicht auf Zelt und/oder Kochausrüstung bedeuten. Bei regelmäßigen Restaurantbesuchen und Übernachtungen in festen Unterkünften würden lediglich zwei wenig beladene Back Roller übrig bleiben.
Der Unterschied zwischen einer Tour von nur einer Woche und mehreren Wochen oder länger ist bzgl. des Gepäcks meiner Erfahrung nach gar nicht sehr groß.
Gruß, Arnulf
"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)